Ausgabe 
11.6.1899 Zweites Blatt
 
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Monate.

lichen Schmuck angelegt. Am Abend fand der Empfang | der Delegierten im RestaurantZu den drei Raben" statt, I wo sich das Empfangsbureau befindet. Die Bevollmäch­tigten des Verbandes traten zu einer Konferenz im Konzert­hausZoologischer Garten" zusammen. Die eigentlichen Verhandlungen werden imTivoli" geführt. Dort ist auch die Ausstellung der Schülerarbeiten der Fach- und Fort- bildungsschulen des Deutschen Gastwirte-Verbandes. Am 9. Juni wurde eine Extrafahrt nach der Sächsischen Schweiz angetreten. Die Wichtigkeit der diesmaligen Tagung erhellt aus den zahlreich vorliegenden Anträgen. Es wird zunächst Stellungnahme gegen die Polizeiverordnung, nach welcher Personen unter 16 Jahren nicht an öffentlichen Tanzlustbar- keilen teilnehmen dürfen, verlangt. Der Verein Zwickau fordert die Konzessionierung des Flaschenbierhandels. Bei den Ministerien will man dahin vorstellig werden, daß die Hergabe von Sälen für Wahlversammlungen, gleichviel welcher Partei, nicht zur Veranlaffung für einen Militär­boykott gemacht werde. Ein weiterer Antrag zielt darauf hin, die Tanzbelustigungen nicht von einer jedesmaligen Genehmigung abhängig zu machen. Ferner wird verlangt: Herbeiführung der Aichung der Branntwein- und SpirituS- sässer, Entschädigung der Gasthofsbesitzer bezw. Pächter für ihre Aufwendungen und Erwerbsschädigung bei Ausführuug des Viehseuchengesetzes durch die Reichs- und Landesbehörde, eine Eingabe an den Reichstag, betr. die reichsgesetzliche Regelung der Polizeistunde, Erlaß eines Gesetzes, wonach künftig in den Stadt- und Kreisausschüssen Gastwirte (möglichst Vorstandsmitglieder des betreffenden Ortsvereins) als'Sachverständige in Konzessionsangelegenheiten Sitz und Stimme erhalten, Stellungnahme gegen die Erteilung von Massenkonzessionen und Regelung des sogenannten Ver­tretersystems, Beratung über die Forderungen der Gastwirts­gehilfen 20. _______________________________

weitem großartigste deutsche Pfingstseicr in der Einweihung des Brooklyner deutschen Hospitals, einer Anstalt, deren Errichtung rd. 300000 Doll, kostet. Die Anregung dazu ging vom Plattdeutschen Volksfest-Verein aus. Es wurde der Hospital Verein gegründet, dem sich sämtliche deutschen Vereine anschlossen, sodaß das nun fertige große deutsche Brooklyner Krankenhaus als ein allgemeines deutsches Werk, welches zumeist aus den Sparpfennigen des kleinen ManneS hervorgegangen ist, betrachtet werden kann. An der Ein- weihungSfeier nahmen gegen 20000 Personen Teil. Um eine schuldenfreie Verwaltung des Hospitals zu sichern, wird jetzt an die wohlhabenden Deutschen appelliert werden. Man sucht hundert Deutsche, welche sich verpflichten wollen, zehn Jahre einen Beitrag von je 100 Doll, zu leisten. Niemand zweifelt, daß sich diese Deutschen mit Leichtigkeit finden lassen werden. Zu Pfingsten wurde ferner dasFritz Reuter-Altenheim", eine von den plattdeutschen Vereinen New-Yorks begründete Anstalt, cingcweiht. Der Schwäbische Sängerbund feierte die Grundsteinlegung zu seinem statt­lichen Gebäude, für dessen Errichtung er 66000 Doll, auf­gebracht hat. Und in ähnlicher Weise mag in der ganzen Union, wo Deutsche bei einander wohnen, das schöne Pfingst­fest gefeiert worden sein.

* Die Pest wütet in Formosa in schrecklicher Weise, -namentlich in der Hauptstadt Tainan und dem umliegenden Distrikt. Die Behörden geben die Zahl der täglichen Todesfälle auf ca. 10 an; von anderer Seite wird be­hauptet, sie sei zehnmal größer. Selbst wenn die Hälfte davon (50) richtig wäre, würde, so meint derOstasiat,sche I Lloyd", das im Verhältnis zur Bevölkerung erschreckend viel sein. Die japanischen Behörden gehen sehr energisch vor; es soll jeder Krankheitsfall gemeldet werden. Aber das geschieht von den chinesischen Einwohnern fast nie. Alle Bemühungen der Japaner werden daher bis zur Regenzeit fruchtlos sein. Durch den Regen wird gewöhnlich immer die Seuche unterdrückt. Bis dahin sind es noch zwei volle

Vermischtes.

' Eine vortreffliche Einrichtung ist neuerdings bei der Volksbibliothek in Frankfurt a. M. getroffen. Dieselbe besorgt nämlich jedes beliebige Buch aus den anderen großen Bibliotheken, die doch vielen nicht zugänglich sind, nach dem Lesezimmer der Volksbibliothek. Dort kann es der Besteller lesen und zu Studien benutzen, aber nicht mit nach Hause nehmen. Die Volksbibliothek hat durch die Verbindung mit den anderen Bibliotheken einen großen Schritt vorwärts gethan und bietet dadurch mehr als jede andere Bibliothek. Sie macht durch die neue Einrichtung den weitesten Kreisen I ein ungeheures Bildungsmaterial zugänglich, und es wäre zu wünschen, daß auch in anderen großen und mittleren Städten die Bibliotheken in ähnlicher Weise Gemeingut der ganzen Bevölkerung würden.

lieber seine Fleischuntersuchungen in Deutsch- I China macht der nach Kiautschou kommandierte Unter- I roßarzt Nassau in derBerliner Thierärztl. Wochenschr." bemerkenswerte Mitteilungen. Bei seinem bisherigen Be­obachtungsmaterial von noch nicht ganz 400 Rindern ist ihm kein einziger Fall von Tuberkulose zu Gesicht gekommen. Nach den ihm von maßgebender Seite gemachten Angaben gehört die Tuberkulose auch unter der eingeborenen Be­völkerung zu den selten gesehenen Krankheiten. Interessant ist auch die Billigkeit der Fleischpreise: Ein Kilogramm Rindfleisch kostet nur 28 Pfg.

* Englische Moden. Die Herzogin von Ftfe hat, tote T. P. O'Connor in M. A. P. wissen will, den Feldzug gegen das Tragen ausgeschnittener Kleider im Theater eingeleitet. Die Herzogin selbst hat schon seit längerer Zeit ausnahmslos die französische Mode befolgt, mit hochgeschlossenem Kleid auch bei den glanzvollsten Premieren" zu erscheinen. Immerhin dürfte die hohe Dame wenig Glück damit haben, eine in England so fest einge­bürgerte Sitte zu verändern. Bekanntlich ist die Königin selbst unbedingte Anhängerin des Ballanzugs bei festlichen Anlässen und hält auf das strengste daran fest, daß auch bei jedem Hofempfang tiefausgeschnittene Kleider getragen werden. Blos alte Damen sind von dieser Pflicht befreit, was natürlich zur Folge hat, daß niemand sich durch die geschlossene Kleidung amtlich alsalt" bezeichnen lassen will.

Der Deutsche Seiler- und Reepschläger-Verband wird am 2., 3. und 4. Juli d. I. in Bremen im Saale des HotelsEnglischer Hof", Bahnhofstr. 6, seinen 12. Ver- I bandstag abhallen. Von der Tagesordnung ist namentlich die Fachschul-Angelegenheit und der Ausbau der Organi­sation des Verbandes wichtig. Am 2. Juli, Sonntag, ist die Begrüßung der Teilnehmer, am 3. Juli der Beginn der Verhandlungen. Danach ist eine Fahrt nach Vegesack und Besichtigung der Tauwerkfabrik der Herren Geo Gleistein und Sohn in Aussicht genommen. Für den 4. Juli ist eine Dampferfahrt nach Bremerhaven und Besichtigung der Lloydschiffe und Lloydanlagen geplant. Zur Teilnahme sind alle selbständigen Seiler Deutschlands und des Auslandes eingeladen. Nähere Auskunft erteilt der Schriftführer des Verbandes, Chef-Redakteur Rich. Schoch in Berlin 0., I Schillingstr. 30. L . _

* Pfingsten in Amerika. Das Psingstfest wird m Amerika nur von denDeutschen besonders gefeiert. Der Amerikaner ist kein Naturfreund. Er geht ins Freie nur, um dem Ballspiel oder anderem Sport zu huldigen. Die wunder­volle Umgebung New-Yorks z. B. ist den allermeisten New- Yorkern amerikanischer Geburt fast unbekannt. Für sie ist der Zentral-Park der Inbegriff der Natur, obwohl oder weil er längst aufgehört hat, die reine Natur zu sein. Auf den bewaldeten Höhen der nördlichen Manhattaninseln und auf den Ab­hängen des Hudson findet man an Sonn- und Festtagen fast nur deutsche Ausflügler, und das Pfingstfest wird von I den vielen deutschen Vereinen im Freien unter Bäumenge­rade wie in Deutschland" gefeiert. Die meisten deutschen Pfingstveranstaltungen haben aber gleichzeitig einen Wohl- | thätigkeitszweck. In dieser Hinsicht bestand diesmal tue bei

Der Kunstwort. Herausgeber Frrd. Aoenariu«, Ver­lag Georg D. W. Callwry, München (vierteljährlich Mk. 2,50, da« einzelne Heft 50 Pfg.) Heft 17 enthält: Vom Nackten in der bilden­den Kunst. (A). Von der jüngsten deutfchen Lttteratur. (Schluß.) Von Adolf Bartels.Ein Heldenleben" von Richard Strauß. (Schluß.) Don Arnold Btfchoff. JustiSVelaSquez" als Kom­pendium prakttfcher Aesthettk. Lofe Blätter: Au» Hugo von Hof- mannsthalSHochzett der Sobetde". Rundfchau, enthält u. a.: Kolportage Lyrik. Jung-Wien. Von den Berliner Bühnen. Ueber den Stoff zu Jofef LauffSElienzahn". - Dresdner Muflk- wtnter.Dutzenddenkmäler". Wie berichtet wird. Schenk­ungen in Amerika. Dtlderbeilagen: Diego VelaSquez, Infantin Maria Teresa und Zechergruppe. Notenbetlage: Adolf Doppler, Sylvesternacht; Ballade von Th. Fontane.

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n des ftadtstattgch ; des Landl.-..' Vereins angtr' aus folgend»,

Lttteratur, Wissenschaft und Kunst.

- Palästina und seine Geschichte. Sechs volkstümliche Vorträge von Prof. D. von Soden. (Aus Natur und GeisteSwelt. Sammlung wtffenfchaflltch-gemetnverstSndlicher Darstellungen auS allen Gebieten deS Wissens. 12 monatliche Bändchen ju je 90 Wb-, geschmackvoll gebunden zu je Mk. oder 54 wöchentliche Liefer­ungen zu je 20 Pfg.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. Palästina zählt zu den wichtigsten Mutterländern der Weltkultur und den intereffantesten Theatern der Weltgeschichte. Von dmt stammt die gewaltigste Größe der Geschichte, daS Christentum. Vt lerlet hat zusammengewtrkt, dteS einzigartige Land unserem Auge ferner zu rücken. Die letzte Zeit, befonderS die Fahrt unfcreS Kaiser«, bat es unteren Jnteresfen wieder näher gebracht. Die auS diesem Anlaß erfchienrne Lttteratur wird durch das vorliegende Bändchen in er- wünfchter Weife ergänzt. Den Zielen der SammlungAus Natur und GeisteSwelt" entfprechend, hat der Derfaffer hier auf Grund einer Reise durch Palästina ein Bild gezeichnet nicht nur von dem Lande selbst, sondern auch von all dem, waS auS demselben hervor« oder über eS hingegangen ist im Laufe der Jahrtaufende - ein wechfelvolles, farbenreiches Bild - die Patriarchen JSraelS und die Kreuzfahrer, David und Christus, die alten Assyrer und die Scharen MubammedS lösen einander ab, Jerusalem als Stadt der Juden, als heilige Stadt der Christen und dann der Muhammedaner taucht vor uns auf. Ein gewaltige« zusammenhängendes Stück Weltgeschichte zieht an uns vorüber. Und vor allem die Entwickelung der drei großen Religionen und ihre Eigenart wird uns lebendig. Wir sehen ste htnetngezrtchnet auf den Boden, auf dem sie sich entfaltet haben. Und eS wird beide» klar, welch eine gewaltige Geistesarbeit da ge­than wurde und wie doch die letzten Wurzeln aufzudecken dem Menschengeist unmöglich ist, wie ste alS die reifste Frucht einer langen Gefchichte erscheint und doch auS dieser Geschichte und den in ihr waltenden Kräften nicht ohne Rest zu begreifen ist. DaS Merkchen darf mit Recht alS ein auf wissenschaftlicher Grundlage ruhende» Volksbuch bezeichnet werden, daS die Kenntnis deS Gegenstände» wirklich zu vertiefen geeignet ist und dem wir bei dem billigen Preise darum eine recht große Verbreitung wünfchen. Zwei sorgfältig auS- gefübrte Karten und ein Plan von Jerusalem stnd zum Verständnis deS Texte» beigefügt.

An den Rhein, an den Rhein ! Zieh nicht an den Rhein!" so warnt Simrock in seinem allbekannten Siebe.Da geht dir das Leben zu lieblich ein 1" Aber er meint es nicht ernst mit seiner Warnung, und der Rhein mit seinen Burgen und seinem Weine übt immer noch die alte Anziehungskraft. Wer je an den Ufern des deutschen Stromes ein Glas guten Weines getrunken, den verweisen wir aus die interessante StudieDer Rheingauer Wein", die in dem neuesten (21.) Heft der illustrierten FamilienzeitschriftZur guten Stunde" enthalten ist. (Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W., Preis des Vierzehn- tagsheftes 40 Pfg.) Von einem gründlichen Kenner des Rhemes und seiner Weine geschrieben, enthält der Aufsatz mannigfache historische und thatsächliche Mittheilungen über dies edle Gewächs. Wir finden m dem genannten Hefte auch sonst wieder eine Fülle vortrefflicher Darbietungen. In Bild und Wort werden uns die Gebräuche bei einer Papstwahl ein« gehend geschildert; der eigenartige RomanBaroneß Köchin" von Hanna Brandenfels nimmt an Spannung womöglich noch zu, während Philipp I Wengerhoffs großer RomanOhne Segen" sich zu scharfem Konflikte zuspitzt. In der BeilageFür unsere Frauen" mit ihren zahlreichen nützlichen und praktischen Winken schildert u. a. Frau Dr. med. v. Stoff- Siebold ihre mehr als 23jährige ärztliche Thätigkett; die farbige Kunst« beilageSeewasser - Aquarium" mit sachkundiger Beschreibung von Dr. E. Bade führt den Naturfreund aus ein noch ziemlich wenig bekanntes Gebiet, und in der GratisbeilageIllustrierte Klassikerbibliothek, Meister- novellen des 19. Jahrhunderts" wird die außerordentlich fesselnde ErzählungJohann Ohlerich" von Adolf Wilbrandt fortgesetzt, während I gleichzeitig der Verlag den bevorstehenden Abdruck des neuesten Romans der allbekannten Erzählerin E. Werner anzeigt.

erliegt |ju erklären. . I

" !8orficht. Französische 10 - Frankstücke in Gwvb wurden zur Zeit, wie aus Berlin gemeldet wird, viel als ^Markstücke in Umlauf gesetzt. Da diese Geldstücke nuv einem Wert von 8 Mark haben, so erleidet der Em- pftruger 8bci jedem Stück einen Verlust von 2 Mark. Darum I sei Mrsicht bei der Annahme von 10-Markstücken empfohlen.

" 'Die Zeit des Obstgenuffes naht. Es wird deshalb danms e ufmerksam gemacht, daß es von großem Vorteil I ist, : Dem man mit dem Obst zugleich Brot genießt. Dies qilij namentlich für Kinder, die nach dem Genuß von Obst leiqgl Miterleibsbeschwerden erhalten. Allen Eltern also, btc v hrc Meinen gesund erhalten und namentlich vor Durch- faOJ! usw. bewahren wollen, sei empfohlen, ihre Kinder von klein«an daran zu gewöhnen, daß sie Obst nur mit Brot I esse in. ________________

W. Aus bet Wetterau, 9. Juni. Während aus anderen Ge.Edeiü billige Heugras-Versteigerungen gemeldet tverilm, Ihat es gestern auf den fiskalischen Wiesen, die im LwMhiale, bei Echzell und Umgegend liegen, hohe Preise oea-t°ken. Der Morgen gut bestandenen Heugrases stieg mit&r auf 32 bis 38 Mark, geringere Lagen kosten 18 ; ti8 30 Mark. Das sind Preise, die in kleinen FuiMjchren geboten werden, aber nicht in reichen. Da der- Morgen kaum mehr als 12 bis 18 Zentner Trocken- sutiM krängt, stellt sich der Zentner Heu auf 2 Mark ohne d,e Ernsten; in Frankfurt ist es zu 1,80 Mark erhältlich. Meßii sielht, unsere Bauern können immer noch nicht kauf- Mich rechnen, sonst würden sie anders verfahren. ^nr htreff der Witterungsaussichten ist zu bemerken, daß wiru cDeir Wahrscheinlichkeit nach einen trocknen Vorsommer bis i pir 2. Julidekade erhalten werden, denn es ist eine alte Wi ilttuungsregel, daß sich das Wetter bis zum 10. Juli so balMto wird, wie es im ersten Junidrittel war. In diesem FaMsind die Futteraussichten reduziert, der 2. Gras- und KleWniltt dürfte dann mager ausfallen.

's Der Fall Küchler. In Bezug auf die bekannte, vom .Mmcc Journal" gebrachte Briefgeschichte erklärte HeiM Lmdgerichtsdirektor Küchler derFranks. Ztg. . (Wtiri abend spät erst kam mir Ihre Nummer vom 3. m.. mit der Depesche über den angeblichen, mich kom- pro.Müirrenden Brief zu Gesicht. Ich erkläre dem Inhalt diesif« Depesche gegenüber auf das bestimmteste, daß ich einen Brief des vom Mainzer Journal erwähnten ubeto nun annähernd gleichartigen Inhaltes geschrieben habe, Mnii Jogi deshalb Herr Rechtsanwalt Hallwachs einen solchen BrWmch nicht dem Herrn Generalstaatsanwalt behändigt habm kainn. Wie ich inzwischen erfuhr, soll sich die ganze S3r^iiijijfoaire auf ein Schreiben beziehen, das ich in meiner StÄWg als Vormund einem Vertragsbrüchigen Kontrahenten ben: ^mnundschaft zugesandt habe, indem ich die Rechte mciimii Mündel wahre, Rechte, die ich demnächst mit vollem Erffsulg Nagend geltend machte. Es handelte sich dabei um ein < ° !oimplizierten Zivilrechtsstreit, in welchem jener Brief, berr h8 Licht der Oeffentlichkeit nicht zu scheuen hat, zur aerÄPchen Vorlage gebracht wurde. Infolge der total entnWn Darstellung, die über den von mir geschriebenen Brmi veröffentlicht wurde, gelangte das Schreiben, das nocchin den Prozeßakten lag, nunmehr neuerdings an den «e^lftaatsanwalt; sobald das dieserhalb schwebende Ver­säum ssiinen Abschluß gefunden hat, werde ich meinerseits Be^'Mjsung nehmen, für die Veröffentlichung der Briefes im n UllLmmenhang der Sache Sorge zu tragen.

t Der deutsche Gastwirtsverbaud, der zurzeit 332 Vereine mit« gtgetn 25000 Mitgliedern umfaßt, trat am 7. Juni in fciMoen zusammen. Viele Häuser der Stadt hatten fest-

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qemiisiJ. Ackermann, Gewerbeschulinspektor Meyer, Professor I -jcr.nn. Müller, Regierungsrat Noack, Ingenieur Reuter, BaiMi! Sonne, Ingenieur Wagner und Professor D. Wiener,

in Darmstadt, Professor Kübel und Gewerbelehrer Plk M beide in Mainz, Bauinspektor Limpert - Worms, Ha: Mhrer Höhn-Nidda, Bauinspektor Metzler und Haupt- lehr.« schindel, beide in Alsfeld, Professor Schurig-Offen- ba^rjnl Bauinspektor Raupp-Heppenheim.

" Für Verbilligung der Eiseubahntarife ist Abgeordneter Dr . vulvid - Mainz in der zweiten Kammer eingetreten. Bei ben - Üm wer Drucksachen liegt der Bericht des vierten Aus- schch'«« über den Antrag des Abgeordneten vr. David und Ge W"sm die Personentarife und Kilometerhefte der Preußisch- Hcf'Mcm Eisenbahngemeinschaft betreffend, erstattet von dem Ab.'Mdmten Zinßer. Der Abgeordnete Dr. David und GeMen beantragen:Großherzogliche Regierung zu er« sucky,!°, ihren Einfluß in der Preußisch-Hessischen Eisenbahn- qciiM^ast dahin geltend zu machen, daß die Personentanfe

'chkst tzt, Kilometerhefte nach badischem Muster eingeführt, btc taircr ber Rückfahrkarten auf 10 Tage verlängert und in Üt Schnellzüge Wagen sämtlicher Klassen eingestellt roei>: kn." Die Großherzogliche Regierung, um Meinungs- äuf.jjmiiig. über biesen Antrag ersucht, hat unterm 15. vor. Mt?^ si»I»genbes Antwortschreiben an ben berichtenden Aus- schüuj ersehen lasten: ..Auf das gefällige Schreiben vom 30.0 Mili,z v. IS. betreffend Antrag der Abgeordneten Dr. X > mb nnb Genossen, bie Personentarife und Kilometerhefte ber i PiMßisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft betreffend, bcc yitn rvir uns ergebens! zu erwidern, daß z. Zt. zwischen ben Stßierungen ber beutschen Bunbesstaaten Verhandlungen übe n bie Reform der Personentarife geführt werden. So l-ium! dffse Verhandlungen nicht zum Abschlüsse gelangt sind, besiW^iwir uns nicht in der Lage, uns über die vorliegende j ,m zii äußern." Der Ausschuß hält es für sehr wünschens- it-eir t, it>ann neben der bereits angestrebten Reform der Per­son :sntarijje auch den übrigen in dem Anträge enthaltenen inagiuiflen gebührende Berücksichtigung zuteil wird, ist icbmit jt seinem Bedauern nach der von Großherzoglicher :Hc.qi(rurtg abgegebenen Erklärung vorerst nicht in der Lage, benru»ntiagc näher treten zu können und beantragt: den >(n r.iflj PeS Abgeordneten David und Genossen zurzeit für