Ausgabe 
11.6.1899 Erstes Blatt
 
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Theol. Fak.

. Med.

In der

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Aus -er Zeit für die Zett.

Bor 40 Jahren, am 11. Juni 1859, starb zu Wie» Fürst Metternich, der vielbewunderte Lenker der Politik' durch welche Oesterreich in den Weltkämpfen von 18121815 ein außerordentliches Gewicht im Rate Europas erlangt hatte. Allmählich aber geriet er zu allen freiheitlichen Be­wegungen in Oesterreich und außerhalb in einen schroffen Gegensatz. Durch die Wiener Märzrevolution 1848 gestürzt, trat er in keine politische Thätigkeit mehr ein. Metternich wurde am 15. Mai 1773 zu Koblenz geboren.

Boulevards durch Extrablätter der revisionistischen Zeitungen bekannt gemacht. ö

Ausland.

Paris, 9. Juni. Infolge des Beschlusses der MnHnnp. fammer wurde Picquart heute nachmittag vorläufig in Frei- Helt gesetzt. Um 4 Uhr wurde diese Nachricht auf de

in allerkürzester Zeit zu erwarten. Daß diese ohne Wissen und Mitwirken der Staatsregierung und auch nach Um­standen ohne Wissen und Mitwirkung dieses Landtages erfolgen werde, ist ausgeschlossen." Zur weiteren Be­leuchtung der Frage teilen wir noch folgende Zuschrift des ^tzann. Kour." mit:Entgegen allen anderweitigen Mel­dungen wird uns bestätigt, daß der Herzog von Connauqht seinen bestimmten Entschluß kundgegeben hat, für sich und stlr seinen Sohn, den sechzehnjährigen Prinzen Arthur Connaught auf die Thronfolge im Herzogtum Sachsen- Koburg-Gotha zu Gunsten seines im nächsten Monat das fünfzehnte Lebensjahr vollendenden Neffen, des Herzogs von bany, zu verzichten. Es wird wohl zutreffen, daß der Herzog von Cannaught die offizielle Verzichtleistung noch nicht ausgesprochen hat. Aber die maßgebenden Stellen sowohl m Berlin als in Koburg und Gotha sind vollständig in ber Lage, mit dem Verzicht des Herzogs von Connauqht Ü « uincI im Prinzip feststehenden Thatsache zu rechnen; oatz der Herzog feinen bereits kundgegebenen Entschluß nach­träglich wieder rückgängig machen sollte, ist nicht anzunehmen. Wenn sich der koburg-gothaische Staatsminister Strenge den I Jnfqjein gibt, als seien ihm die Entschließungen des Herzogs I uon Connaught unbekannt, so dürfte er damit nur einem s e Eres Herzogs Alfred folgen, dem es peinlich ist, I

r - Erörterung der Thronfolgefrage in seinem Lande I Pölich m Fluß geraten ist. Die Volksvertretung von Koburg Gotha will mit Recht bei der Regelung dieser An- I gelegenheit mitsprechen: die Bevölkerung will es sich nicht

lassen, daß die englischen Prinzen die koburg- I ^olhaffche Herzogskrone gewiffermaßen ausknobeln; sie will I es nicht dulden, daß ihr heute jener, morgen dieser britische yrin| als Thronfolger aufoktroyiert wird. Dazu kommt, I J}| der nach dem Tode seines Vaters geborene Herzog von I Albany gleichfalls keine gesunde Körperkonstitution hat. I Staatsminister Strenge, der gesonnen sein soll, die Frage I im Sinne der englischen Familienwünsche zu Gunsten des I regeln, dürfte mithin im eigenen Lande I auf lebhaften Widerstand stoßen, und er wird sich sagen M s» u- daß auch die ungeheure Mehrheit des deutschen Volkes habet nicht auf seiner, d. h. auf der britischen Seite

Paris, 9. Juni. DieJunir ev oluti o n von 1899" bietet des Komischen wirklich genug. Das gilt von dem I emgetnebenen Cylinderhut Loublets bis zur angeblich ge- I plant gewesenen Entführung des Präsidenten mittels Auto- mobilwagens In der That, wenn das Gerücht wahr wäre, ! ?le ^tten hinter der Tribüne von Anteuil den I schnellsten Automobilwagen zur Entführung des Staatsober­hauptes bereit gehabt, das wäre der Gipfel des Gipfels! I -»Wehmütige Klage, daß durch die Verhaftung eines der I ? Revolutionäre, Dion, die bedeutendste Automobil? >abnk, deren Direktionsmitglied dieser ist, in geschäftliche Krisis komme, stimmt zu dieser Automobil-Entführung in I tragikomischer Weise. Mindestens wäre der Fall durchaus zeitgemäß. Der Automobilbetrieb hat in Frankreich eine | ganz unerwartete Ausdehnung genommen, und schon vor einiger Zeit ist ein diesen Betrieb regelndes Gesetz veröffent- licht worden. Die Bestimmungen sind sehr eingehend und auch sehr praktisch. Der Fabrikant muß für alle Waqen- arten um die behördliche Zulässigkeit einkommen, und der Eigentümer muß die Jnbetriebstellung seines Gefährts bei der höchsten Departementalbehörde anzeigen; der Lenker muß

I Einen Befähigungsnachweis erbringen, und schon vor einiger Zeit war es ja in derCreme" Mode, sich prüfen zu lassen; die Herzogin von Uzäs allen voran. Die stündliche Fahr­geschwindigkeit darf in den Städten nur 20 und auf dem i pichen Lande nur 30 Kilometer betragen. Beiwagen und Zuge" unterliegen noch besonderen Vorschriften; Straßen, Gewicht, Raddruck, Zugfystem müssen besonders angegeben und geprüft werden. Auch die Beleuchtung mit weißen und I grünen und am Schlußwagen die Deckung mit roten Lich- tern ist vorgeschrieben. Diese Vorschriften sind sicher sehr I toetfe, denn man weiß nicht, wie die durch die Eisenbahnen verödeten Landstraßen einst wieder belebt werden können. - jedenfalls würde dasautomobil" entführte Staatsober- I Haupt bereits sicher unter dem Schutze dieser eben geschaffenen Betriebsordnung für Automobilwagen befördert worden fein. I Grausame Ironie! Nach den Vorgängen von Anteuil I liegt man in Paris mit Spannung dem Rennen zu Lo nq- I ?arnps am nächsten Sonntag entgegen. Der Polizeipräfekt

a en&e Vorsichtsmaßregeln getroffen, um etwaige I Ruhestörungen auf dem Rennplätze zu verhindern. Der I "Gaules" fordert die Aristokratie auf, angesichts der Herausforderungen seitens der Sozialisten und Anarchisten das Rennen um denGrand Prix" diesmal nicht zu be- suchen. Modegeschäfte auf der Avenue de l'Opera, der Rue de la Paix ufw. haben indes bisher sehr wenig Abbestell­ungen erhalten. Denn die Damen der Geburtsaristokratie, wie des sogen, republikanischen Adels halten darauf, diesmal besonders zu glänzen.Der Reiz der Gefahr erhöht das Vergnügen" lautet das von den maßgebenden Salons aus- I gehende Schlagwort. $ 1

Transvaal. DieTimes" meldet unter dem 7. d M aus Kapstadt, beim Schluß der Verhandlungen in Bloemfontein fugte Präsident Krüger, er freue sich über die freundliche Art und Weise, in der die Dinge er­örtert worden seien, und er hoffe, daß man in Zukunft einander bester verstehen werde.

derlm, 9. Juni. DieNationalztg." bestätigt, daß - . ^^E-fl^hten der Kanalvorlage günstiger geworden sind. Gegenwärtig schweben Verhandlungen zwischen der Regierung und den Abgeordneten der östlichen Landesteile, besonders Schlesiens, aus Grund der von nationalliberaler Sette in der Kommission gemachten Vorschläge. Es handelt fj halber hauptsächlich um eine Schiffbarmachung der öst- Uchen Wasterstraßen, namentlich der Oder, bis zu einer Tragfth.gk-it für Schiffe bis zu 450 Tonnen. Die von ^Ob-rprasident-u Fürsten Hatzfeld in B-uthen gestern erwähnten Verhandlungen haben sich hauptsächlich auf jene Punkte bezogen. Der Bericht der Kanal-Kommission ist heute vormittag fertig gestellt worden. Es wird erwartet, sAwebenden Verhandlungen bald zu einem günstigen Abschluß fuhren werden, sodaß am nächsten Donnerstag die zweite Lesung im Plenum begonnen werden könnte.

Berlin, 9 Juni. Im Abgeordnetenhause stand heute auf der Tagesordnung die erste Lesung der Gemeinde- | Minister Frhr. v. d. Recke begründete die- [eIbe, Minister B. Thielen sprach in seinen Ausführungen d>e Hoffnung aus, daß der Landtag nicht auseinanderqchen werde, ohne die Korrektur des Gemeindewahlrechts vor­genommen zu haben. Nach längerer Debatte wurde die Vorlage an eine besondere 21er Kommission zur Söor= berotung überwiesen. Morgen stehen Rechnungsfachen, ärzt- uche Ehrengerichte, Wahlprüfungen und Petitionen auf der I ^agesordnung. Montag, Dienstag und Mittwoch nächster I SSo^E sollen für die Beratungen der Justiz-Kommission freigehalten werden. I

Berlin, 9. Juni. Die ausständigen Steinsetzer so- I wie bie Steinsetzmeister traten heute nachmittag vor dem Elnigungsaml des Gcwerbegerichts zusammen, um einen Vergleich zur Beilegung des Strikes anzubahnen. Nach längeren Verhandlungen schlug das Einigungsamt einen ^gleich vor, nach welchem die Arbeitszeit der Steinsetzer auf 9 Stunden bemessen und der Lohn auf 65 Pfq., zur Nachtzeit auf 90 Psg. pro Stunde festgesetzt wird Die Vereinbarung gilt bis 1. Januar 1901. Die Vertreter der Arbeitgeber sowie der Arbeitnehmer gaben jedoch diesem ^gleich nicht sofort ihre Zustimmung, behielten sich viel- I befragen^' ^le $eute a6cnb stattfindende Versammlung zu v . ^^^Selllicher Personentarif. Sei ber Se= ratung des Eisenbahnetats in der württembergischen Kammer Mitin teilte der Ministerpräfident Freiherr von

Mtttnacht mit, in der letzten Zeit hätten auf Veranlassung I lunnenTn 2tcilllat)mc Reichseisenbahnamtes Verhäng inh9 hpn^rtlbckn ^lschen Bayern, Baden, Württemberg ubet bie einfüS,run9 eines *

* Bettelei. In letzter Zeit werden die Bewohner der Gartensti aße und des Schiffenbergerweges durch zu dringe liche Bettelei junger, kräftiger, aber arbeitsscheuer Ge- feöen arg belästigt. Namentlich mittags und spät abends ist der Besuch ein starker. Beim Betreten und Verlassen des Hauses wird die größte Vorsicht beobachtet, im innern aber mitunter eine Frechheit gezeigt, die besonders Frauen in bie größte Verlegenheit bringen kann. Hoffentlich ge­nügen diese Zeilen, um für die Zukunft derartige Mißstände abzustellen.

Butzbach, 8. Juni. Gestern hielten in der vor einige* fahren neu hergerichteten Comthurkirche zu Niederweisel die Jo Hanni ter ritt er des Großherzogtums Hessen und der benachbarten Provinz Hessen-Nassau ihre alljährliche Versammlung ab. Im ganzen nahmen an diesem Kapitel etwa 28 Herren teil, wobei u. a. auch die Frage wegen Erweiterung des Krankenhauses zu Niederweisel mit erörtert worden sein soll. Nachmittags fand imHessischen Hof" z« Butzbach die übliche Festtafel statt.

m r^n,Ocr theologischen und juristischen Fakultät ist die Verschiebung geringfügig, in der medizinischen nicht erheblich. ?9C9hcn ^igt die philosophische Fakultät einen ganz be deutenden, mehr als 50 Prozent betragenden Zuwachs, an 7"zelnen Abteilungen der Fakultät teilnehmen; beispielsweise fei erwähnt, daß bie Studierenden der Matbe auf 29°hiP h QUf ' blLbrCr klassischen Philologie von 17 stnd ' die der neueren Philologie von 36 auf 63 gestiegen

. Als ein besonders erfreuliches Zeichen für bie b^ n?^Um.«U^CffCr Uerfltät darf die starke Zunahme ber nicht aus Hessen gebürtigen Stubierenden gelten. In be" letzten vrer Semestern betrug die Summe der hessischen 206 ^sstschen Studierenden der Reihe nach: 468 G6. 494 - 239, 472 - 245, 509 - 305. So ist ? dle Zahl der Hessen in dieser Zeit um nur 41, die berJÄ^effen dagegen um 99 gewachsen; während die Zunahme dort noch nicht 9 Prozent beträgt, beläuft sie sich hier auf nahezu 50 Prozent.

s; . "t. . Boten die beiden Konzertnbende

dieser Woche in Steins Garten in instrumentaler Beziehung einen s-ll-n-n Kunstgenuß, so schloß sich das gestrig?

bk ä Süddeutschen Männer-Doppel-Ouartelts unter 2ei(ung des Herrn Eugen Hagen aus Karlsruhe ihnen ebenbürtig an E,ne gewisse Konzertmüdigkeit zeigte sich srei- ^b°imPubl>kum durch den schwächeren Besuch au diesem Abend. Dies ist bedauerlich; denn wir erinnern uns nicht, hier ^nen auswärtigen Männerchor gehört zu haben, der eine solche San^eit in der Empfindung, ein solch zartes Piano und |

. ^lott enfrage. Bei einer Sitzung des Geschäfts- furtlenbW9mSf?Uf,eä bc8 ^"deutschen Verbandes in Frank-

tigften Ausgaben des Alldeutschen Verbandes

in allen Volkskreisen die Ueberzeugung von der Notwend/^ «ner, den nnausgesetz, steigenden Seeinteressen d^s Deutschen Reiches entsprechenden Flotte zu verbreiten." utschen

Lokales and KrooinMes.

Gießen, den 10. Juni 1899.

* Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Grosi- Allerhöchster Entschließung vom

b 3- Allergnadigst geruht, den Oberleutnant a. D. Wilsr.ed Fre,Herrn Schenck zu Schweinsberg zum Kammerherrn zu ernennen. 9 °

* Bon der Universität. Wir konnten schon jüngst die Mitteilung machen, daß die Zahl der in diesem Sommer. Semester immatrikulierten Studenten mit 814 bie n 1 -^chfle noch um 80 übersteigt. Nachstehende Uebersicht giebt die Veränderungen der Studentenzahl in den FakÜuättn ®:meftCtn "" 9anje" unb für di- einzelnen

I solch mächtiges Forte zum Ausdruck Künstler sind wie geschaffen für Die

Uber ein brillantes Slimm-nmaterial^bii Schulung. Das Publikum überschüttete daher auck ^H''^ nach ledern Vortrag mit stürmischen Reif^iÄb,c @anä besonders gefielen uns di- Chor?

undAm Ort, wo meine Wiege stand" Äö°" A "Am Stammtisch" von Peuschel und die L,-b-spolka- non Kuntz- wurd-n jubelnd aus "7'^ Den instrumentalen Teil führte die hiesiae mit gewohnter Kunstfertigkeit durch. 9 9 Regimentsni^

** Konzert des Akademischen Gefana-Nerpin« woch dem 14. Juni. Das Oratorium S ist bekanntlich von Haydn bereits mit den tm vorgerückten Alter komponiert worden attÄ1' Haydn- wie ihn sein- Zeitgenossen schon' nanL? unthatig gewesen sei, das kann niemand behaupten' den vielen Kunstretsen die Haydn sogar wiederan London führten, was bei dem damaligen Manael an ? o °" recht zeitraubend war, hat er -in- wahrhas nbän Schaffungskraft bewiesen. Man zählt allein pH »ntenftnkl. der Ouvertüren). Dazu kommen 20 °nzert-, 9 Violinkonzerte, 6 C-Iloko^. " 16 Konzerte für andere Instrumente. Dann 77

I guartette, 38Klaviertrios, 30TriosfHr<L. (1 instrument- 4 Violinsonaten, 175 Barhton (ein dem Cello ähnliches Instrument, U ür Violine und Bratscht 53^^^^®®» tmienti, Variationen. 7 Notturnos für Lura i 1 M°nn-tt-n, Allemanden, Märsche Außer , Schön 7"

I und "Jahreszeiten-- schrieb Haydn noch ein Oatorm» ritorm ä. Tobrn, 14 Messen, 2 T-deums, 13 1 Stabat water, mehrere Salve, Ave, Geistliche « Motetten, einige Gelegenheitscantaten und schließlich »7 24 Opern. Da eine Gesamtausgabe von Haod» ti-i n'chi veranstaltet wurde, so ist es leicht möglich, da- Ä gegebene Ausstellung sehr lückenhaft ist 6

** Polizeibericht. Verhastet wurde ein h, Si ^^l 'nder fremder Aushilfskellner, welcher Mitreisenden Papiere stahl und Fälschungen an d-nüü'" vornahm. In seinem Besitze wurden ebenfalls «ich gtfflifc P°p'°r° vorgefunden. - Am Neubau bet Senaaoi, fie gestern nachmittag 2 Uhr beim Ausklopsen eines »«M k-ffels einem hiesigen Arbeiter ein schwerer Hamm,i bC"toobur7 demselben die Zehen gequetscht ttutbin

Mit einem im engen Teil der Dammstraße stehciidkü i lrL °^ ,erte gestern mittag 4 Uhr ein wodurch die Pferde scheuten und der Führer L. von hier gegen die Wand gedrückt wurde, wobei sich dieser mehrere Verletzungen zuzog. Gestern abend 9 Uhr wurde in du £ rxm'tr-a$e rCltl 7i^ri9cr Junge von einem Radfahrer, | welcher in rasendem Tempo die Hammftraße durchfuhr, nhne Signal zu geben, über fahren und an beiden Beinen ner> letzt. Anzeige wurde erhoben. Ebenfalls gestern nadr mittag fuhr ein Radfahrer in der Sonnenstraße eine ältere ' £)ame an. Der Fahrer war nicht imstande, fein StG rechtzeitig zum Stehen zu bringen, auch hatte derselbe unterlassen, seine Annäherung durch Signal zu erkennen zu ! geben- Auch in der Grünbergerstraße fuhr ein Rad ahrer kl£bLf^r<!^ einen hiesigen älteren Mann um, ogne daß beide Teile Schaden davon trugen. - Ein in ^ner hiesigen Backsteinfabrik beschäftigtes Mädchen aus Ronshausen, welches erkrankt war und eine Äpocheke aus suchen wollte, konnte am Seltersthor vor Schwäche nicht weiter, so daß es mittelst Droschke zur Klinik gebracht werden mußte. Der Dreher August Groß aus Winterthur, welcher nur einige Tage in einer hiesigen Fabrik beschäftigt war, enh wendete heute morgen bei seinem Austritt aus der Fabrik eine seinem Nebenarbeiter gehörige Hose. Außerdem beschwm beite er noch einen hiesigen Wirt um die Zeche und 2 Mk bares Geld. Groß, welcher heute mittag nach Leipzig reifen nwnte, wurde verhaftet und hat sich jetzt wegen Diebstahl und Betrug zu verantworten. Gestern abend wurde in oer Hamrnstraße ein vor einer dortigen Wirtschaft stehendes Fahrrad gestohlen. Der Thäter wurde bereits in Frank furt a. M. verhaftet.

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