1899
Sonntag dm U. Juni
Erstes Blatt.
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Nr. 7.
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die für dauernd untauglich befundenen Milttar- ssflichtigen, soweit denselben eine besondere Ladung
Udreffe für Drpeschen: A«»eiger chlet«.
Fernsprecher Nr. 51.
Alle Anzeigen.«ermittlnn-Sstellen bei In- nn» Äuilenbc* nehmen Anzeigen für den «ießener Anzeiger entgeg*.
Juni tööö- iS? ijrfen
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zrezugstpreiL vierteljährlich
2 Mark 20 Psg. monatlich 75 Pftz. mit Bringerloh«.
Bei Postbezug R Mark 60 Pt«.
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Bekanntmachung.
bett.: Di- Ernennung des Großh. R°ut°mtm°nn°S H.°m°nz «u LiudeuselS zum Rentamtmann des Rentamts SiefeeiL
Es wird hiermit zur öffentlichen K-uutmS gebracht, daß der zum Rentamtmann für das Rentamt Gieren er. nannte Großh. Rentamtmann Hremenz am 5. Juni d. J. seinen Dienst angetreten hat.
Gießen, den 8. Ium 1899.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Rechtold.
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1 ^e^von^bcr’'@r{a^^ommijrton , als tauglich und einstellunqsfähig erkannten Militärpflichtigen, et schließlich derjenigen aus früheren Jahrgangen, « bie üon den Truppenteilen zur Disposition der EriaN Behörden entlassenen Soldaten; ,
t die von den Truppenteilen abgewiesenen einjährig
Deutsches Mich.
Berlin,9. Juni. Zur koburg-gothalschen Thron- f o l a e f r a g e. Im gemeinschaftlichen Landtage der Herzog- tüme/ Koburg und Gotha erklärt- heute StaatSm,n,s-r von Strenge auf den kürzlich eingebrachten Befragungs' antraq des Abgeordneten Dr. Heusinger wegen der Thronfolgefrage etwa Folgendes: "Vorerst kann lch erklären, daß die herzogliche Regierung mit dem Beschlüsse des Landtages vom 31. v. M. grundsätzlich einverstanden ist und an dem von dem Landtage eingenommenen SEndpunkt ste s festaehalten hat. Was die Thronfolge selbst anbelangt, so sind dem Staatsministerium von Jetten des Herzogs von Connauqht weitere Mitteilungen als die dem Landtage bekannten bisher nicht zugegangen. ^enn Schwierigketten entstanden sind, so ist eine definitive Entscheidung jedenfalls
den Behauptungen des Abg. Haase erkläre er, daß er selbst und seine Frau ihre Arbeiter sehr gut behandelten. Arbeiter die Sie aufgehetzt haben, so schließt Redner, kann ick auck stets entlassen, denn ich finde jederzeit andere.
* Präsident Graf B-ll-str-m: Das Sie war hoffeut-
frfiirhpre9 ime seine Frau für seine Arbeiter sorge. Er, Redner' wisse aber nicht, was die Gräfin Klinckowström m Nr BeLng V denn er habe zu dieser Dame gar keine näheren Beziehungen. (Stürmische Hetterk.). h thaten wollten di- Arbeiter nicht, nur ihr Recht,
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Befeitigung der Karenzzeit im Krankenversich-rungSg-f-tz wird debattelos angenommen, .
Einige aus dem Hause beantragte Resolutionen sollen erst bei der 3, Lesung verhandelt werden. .
Die Vorlage betr. Verwendung von Mlttetn des Reichsinvalidenfonds wird m 2. Lesung debatte-
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UnivJL^i RtMdin, kppebition und Druckern:
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Höntmen. $ Antrag des Abg. Kirsch (Centr.)
die daselbst festgesetzte Geldstrafe auf das Vierfache des hinter- $O9en®e6®ttÄitb9in6MttCr Lesung der Gesetzentwurf über das Flaggenrecht der Kauffahrteisch ff angenommen.
Es folgen Wahlprufungen.
Das Mandat des Abg. Rot her wird für giltig er^ klärt, die Mandate der Abgg. Graf Carmer unv $ e ^Das Äanda/ des Grafen D ö n h o f f - Friedrichstem "-'S Ä.57Ä' S S! K? «
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Harriehausen, v, Staudy, Hasse. -H'lbeck, d^^Eine längere Debatte entspinnt sich bei dem Mandat des Abg, Lotze, welches schließlich für ungiltig er-
Montag 1 Uhr: Kaiser Wilhelmkanal-Gebühren, Nachtragsetat, Hypothekenbankgesetz.
Schluß 61/2 Uhr.
^Präsident Graf Ballestrem erhebt gegen die Zulassung der Beratung dieser Anträge Bedenken auf Grund I des §949 der Geschäftsordnung, erklärt aber, wenn em Widerspruch erfolge, wolle er die Anträge zur Verhandlung I ^^^Äbg. Stadthagen (Soz.) empfiehlt lebhaft die An- I träge. Der Reichstag habe hier eine moralische Verpflichtung In Ostelbien werde das Dreh besser behandelt, als I das kranke Gesinde. Nirgends gebe es so erbärmliche Lohne und so elende Wohnungsverhältnisse wie un Osten.
Abg. Graf Klinckowström (kons.) hall.es für uber- flüssig, viel darauf zu antworten, denn die Ausführungen I Stadthagens seien nicht ernst zu nehmen. c I
Abg Roesike (wildlib.) erklärt auch seme Freunde wünschten das, was der Antrag Stadthagen bezwecke, ^at- I suche aber sei, daß dieser Antrag mit dem ,-tzt zur Verhandlung stehenden Jnvaliditätsv-rsicherungsg-s-tz nicht in ^"^mdung st°h°.n (@oi) b. anträ3e für un- bebin|bg ° ® tna iTt d e (srs, BP.) meint, der Abg^ Stadt- I baaen habe furchtbar übertrieben mit seiner Schilderung über die Wohnungs- und Lohnverhältnisse in Ostpreußem | Auch die Lage der Kleinbesitzer in Ostpreußen sei gar keme I sg schlechte; sie habe sich in den letzten Zähren sogar wesentlich 8=btfiac^söniggberg (Soz.) verbreitet sich in ausaedehntem Maße über die politischen Verhältnisse tn Ostpreußen, über die Wahlergebnisse daselbst, indem er babei auf seine Auseinandersetzungen mit dem Grafen KUnckowström beim § 3a der Vorlage zurückkommt und namentlich dessen Behauptung zurückweist, daß die sozialdemokratischen Arbeitgeber erst recht ihre Arbeiter schlecht
^Abq^ Graf Klinckowström (kons.) verweist den Vorredner nochmals auf den bekannten Fall des sozialdemo- I kritischen Gutsbesitzers Braune in Ostpreußen. Entgegen
v. Bechtold.____
BekanntmäWl^ 7
betitifieeb: das ObrrErsatzgeschäft f#*.18®**
Ober-Ersatz-Geschäft für 1899 wird im Kreise
"^8^Täe Sozialdemokraten beantragen nunmehr die Hinzusügung eines zweiten Artikels zu dem Juvalidenver- sicherungsgesetz, der eine Novelle zum Krankenverstcherungs- | acfets enthält Und zwar sollen die land- und sorstwirt- ?chasilichen Arbeiter in die Krankenversicherung -"bezogen, die Karenzzeit völlig beseitigt, die Verpflichtungsdauer der Krankenkassen von 13 aus 26 Wochen ausgedehnt und der Mindestsatz des ortsüblichen Tagelohns auf 1 h Mark s-sU oefefet werden Für den Fall, daß dies- Abänderungen des Krankenversicherungsgesetzes vom Hause °bgelehnt "erden beantragen die Sozialdemokraten ferner H'nzusügu"g -mes neuen § 164 zum Jnvalidengesetz dahingehend, daß Arbeit- | qebern solcher Arbeiter, die zwar der Invalidenversicherung, nicht aber der reichsgesetzlichen oder emer gleichwertigen landesgesetzlichen Krankenversicherungspflicht unterliegen, eine dreifache Beitragslast an die Versicherungsanstalt auferlegt
Bekanntmachung.
«Simird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht,
.. * mß »>' auch § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Ium
UPttt1 Naturalleistungen für die bewayuete Mach
' „ms ,*ittelten Durch,chmltsmarktpreffe
d-» 114 .»es I kfschlags von Fünf vom Hundert pro Monat t* In Unfern; Mai,, 1899 für den Lieferungsverband Gießen pro 1 - g.
108 eÄ9t die 2. Beratung der Vorlage b-tr. den Ge- bührentarif beim Nordostseekanal.
Abg. Broem-l (frs. Bg.) beantragt, die Vollmacht des Bundesrats zur Tarifseftsetzung mcht um 5, sondern -Ä’Ä...;.«“
Aba. Hahn (Bd. d. Landw.) will semeEntschließung, 1 ob 5 od9er 3 Jahre, davon abhängig machen, ob die Re^-
Schutz dagegen erblicken, daß etwa im engherzigen siskali-
Freiwilligen. , ,
ist 11 itr Grund hiervon dcnchtlich anzuzngen und ist, wenn | iu i Witärvflichtiqer von seinem bisherigen Wohnorte weg «!«« ist zugleich anzugeben, wohin derselbe verzogen ist.
' M Großhcnoglichcii Bürgermeister haben bei dem
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H-S ÄSÄ S£'«- S B S. &RSS& «Ä» Ämtern und reinlich gekleidet erscheinen nnd^Niahreud ,L'LL°°«k?Si7de» chwtan AnshednngS-Bezirken noch ausdrücklich eröffnen toMln.
ffiiic6en, am 25. Mai 1899.
D!«Wil.Vorsitzende der Grobherzoglichen Ersatz-Kommission des Kreises Gießen.
B oeckmann.
MSd-lt-geni Gießener z-mili-iidtW-r, Der hessische Kmwirt, Klätter für hessische Volkskunde.
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Inn«fern I“ n-chmtttn«, str
.littiW1I*I -rtch-tn-nd-n «ummer bü borm. 10 Mr.
mm Mk. 16,90, Heu Mk. 5,10, Stroh Mk. 3,70.
G»W,, den 7. Juni 1899.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
1J1 “ ^rechtag, den 16. Juni im Rathause zu Ltch, vor- | । mittaijs 8 Uhr, s Q n,
eamihin, den 17. Ium daselbst, vormittags 8 Uhr, 3 Anstl ben 19. J«m in der RestauraNon Zum
A WA..W. Bierkeller", Schanzensttaße Nr. 18, zu Giefien,
ko MW-ße.. immiittags 8 Uhr, ,
Di-Wtaq, den L«. J«»i daselbst, vormittags 8 Uhr, AlE Mikttvoch, den 21. Ium daselbst, vormittags 8 Uhr, Mwoch« m iliuiier^taa, den 22. Juni im Gasthaus „Zum Rappen ist mdMN Grüuberg, vormittags 8 Uhr, stattfinden. '•«^aben sich nach Maßgabe der b-sond-rt>
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Gießen er Anzeiger
Heneral-Unzeiger
Aintr- u.'-d 2lujcigcblatt für den «rsir
(fteinnben: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Dienst- auSz-TÜng 1 ZigHn-Etuh 1 Schere silberner Fingerhut, 1 Buch, 1 Damengurtel, 1 Filzhut, «an0 schuh, 1 Hammer und 1 Kammradchen.
Gießen, den 10. Ium 1899.
Großherzogliches Poltzeiamt.
I. V.: Roth. I
Deutscher Reichstag.
89. Sitzung vom 9. Juni. 1 Uhr.
Tagesordnung: Fortsetzung der zweiten Be- ratnna des Jnvaliden-Versicherungsgesetzes.
I Die §§ 135 bis 142 werden debattelos erledigt. Ebenso wird der Rest des Gesetzes angenommen. Nur zum 8 143 wird noch ein Antrag von Salisch (kons.) angenommen, der die Strafandrohung gegen A^rettgeber auf die Nichtbeachtung von Vorschriften der Versicherungsanstalt


