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(D. Zig.)
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Hamburg.
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Emil Fischbach.
HANS HOTTENROTH, General-Agent, Hamburg.
Lampertheim, 7. November. Gestern beging nach wenig Tagen unsere Gemeinde wieder ein Jubiläum, nämlich das Fest der 50jährigen Amtsthätigkeit des Herrn Oberlehrers Geißler, der seit 36 Jahren in unserer Gemeinde wirkt und sich während derselben den Dank, die Achtung und das Vertrauen der hiesigen Einwohner aller Konfessionen und Stände erworben hat, ist er doch auch in außeramtlicher Thätigkeit im Dienste für das Volkswohl eifrig bemüht gewesen. So hat er vor mehr wie 30 Jahren den ältesten der hiesigen Vereine, den Männergesangverein, gegründet; er hat den alten Krankenverein ins Leben gerufen; er war beteiligt an der Gründung der Spar- und Darlehnskasse, deren Direktor er schon seit Jahren ist.
(D. T. A.)
der schier endlose Leichenzug zwischen dichtgedrängten Zuschauern unter dem Geläute sämtlicher Glocken über den Gutenbergöplatz und den Markt durch das Hauptportal in dem Dom, der bis nach Einzug des ganzen Konduktes für alles Publikum vollständig geschlossen gehalten wurde. Den Leichenkondukt eröffneten Schüler höherer Lehrklassen und katholische Waisenknaben, denen sich zunächst zahlreiche katholische Vereine und Korporationen in großer Mitgliederzahl mit ihren Fahnen und Abzeichen anschlossen. Hieran reihten sich zahlreiche hiesige und auswärtige Deputationen, denen alsdann in langen Reihen die Geistlichkeit folgte. Neben dem fast vollzähligen Diözesanklerus befanden sich unter der letzteren die Bischöfe Korum von Trier, Fritzen von Straßburg, Willi von Limburg, Nörber von Freiburg, Endert von Fulda, Ehonoles von Speyer, von Schlör von Würzburg, Weihbischof Galen von Münster, der Abt von Marienstatt, Domprobst vr. Berlage von Köln, Domkapitular Milpisch von Limburg, Prälat Keller von Wiesbaden und Domkapitular Sporls von Würzburg. Die Bischöfe waren im hohen Ornate. Hinter dem von vier Pferden gezogenen Leichenwagen gingen zunächst die Anverwandten des Dahingeschiedenen, ein Bruder und zwei Neffen. Diesen zunächst bemerkte man in dem Leichenkondukte den Fürsten Löwenstein, den Prinzen Vrktor Isenburg - Bierstein, den Vertreter des Großherzogs Obersthofmarschall Westerweller, Staatsminister Rothe und Ministerialrat Schlippe, Staatsminister a. D. Finger, den Reichstagsabgeordneten Dr. Lieber, die hessischen Kammermitglieder Dr. Schmitt, Dr. Frenay, Dr. Brentano, Kaufmann Molthan, Verleger Pennerich, Provinzialdirektor v. Gagern, die gesamte Generalität von Mainz mit dem Gouverneur in großer Uniform. Ferner nahmen an dem Leichenkondukte der Oberbürgermeister mit den Beigeordneten, die richterlichen Beamten, sämtliche dienstfreie Offiziere, die Professoren und Lehrer der höheren Lehranstalten sowie sonstige staatliche und städtische Beamte teil. Das feierliche Requiem im Dom celebrierte Erzbischof Nörber von Freiburg unter Assistenz der Domkapitulare Dr. Selbst und Dr. Naich von hier. Die Leichenrede hielt Bischof Willi von Limburg, der unter dem Texte: „Die aber Erleuchtete waren, werden leuchten wie der Glanz des Firmamentes rc." ein lebenswarmes Bild des Dahingeschiedenen entwarf. Nach erfolgter feierlicher Einsegnung wurde die Leiche von Bauhandwerkern des Domes vor den Nassauer Altar im nördlichen Kreuzarm des Domes getragen und hier der Sarg sofort in das Grab versenkt.
Alzey, 6. November. Dieser Tage starb im städtischen Krankenhause hier Fräulein L u i s e S i m o n, seither Lehrerin an der Privatmädchenschule zu Groß-Umstadt. Die Verblichene wirkte längere Jahre mit großem Erfolg an der höheren Bürgerschule zu Schotten, wo sie vorzugsweise den Unterricht im Französischen und Englischen erteilte. Sie war nicht nur eine durchaus sebständige Natur, sondern zeichnete sich auch durch ihre Aufrichtigkeit, ihren Gerechtigkeitssinn und ein feines pädagogisches Verständnis aus. Wer sie näher gekannt, wird ihr ein ehrendes Andenken bewahren. Friede
und allen Lügnern, deren Teil wird sein in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennt, welches ist der andere Tod usw. — Die Verfertiger und Verbreiter solcher Traktätchen erweisen der christlichen Kirche einen schlechten Dienst; das Ansehen derselben kann durch derartigen Stumpfsinn, der unter aller Kritik ist, nur geschädigt werden.
Von der Bergstraße, 7. November. Einen seltenen Fund machte dieser Tage die Frau des Landwirts Lorenz Gräf in Leutershausen beim Graben eines Rübenloches. In einer Tiefe von etwa einem halben Meter fand sie einen steinernen Krug, der mit 424 Münzen aus dem 14., 15., 16. und 17. Jahrhundert gefüllt war.
□ Mainz, 7. November. Die Ueberführung und Beisetzung der Leiche des Bischofs Haffner hat heute vormittag unter Entfaltung großen kirchlichen Pomps stattgefunden. Von dem bischöflichen Palais bewegte sich
Bekanntmachung.
Im Konkurse über das Vermögen des Chr. Rebe und Ehefrau in Gießen soll nach Beschluß des Gläubigerausschusies eine Vorverteil- unq von 17 Proz. der nicht bevorrechtigten Forderungen stattfinden.
Ein Verzeichnis der zu berück- sichtigenden, nicht bevorrechtigten Forderungen ist bei Großh. Gerichts- schreiberei hier niedcrgelegt und beiragen die anerkannten Forderungen 18416 Mk., während die zur Verteilung verfügbare Maffe 3130 Mk 72 Pfg. beträgt. 7869
Helfrich, Konkursverwalter.
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Arbeiterbewegung.
Mainz, 7. November. Unter den hiesigen Dachdeckern ist eine Lohnbewegung eingetreten, die durch nolwendige Reparaturen zweier Kirchtürme hervorgerufen wurde. Die bei diesen Arbeiten beschäftigten Gesellen verlangen einen Lohnzuschlag, der ihnen auch in der Höhe von 1,50 Mk. pro Tag bewilligt wurde. Von dem Verbände der Gesellen erhielten die Meister nun ein Schreiben, daß die Arbeiten auf den Türmen sofort eingestellt würden, wenn die Gesellen nicht e n Stundenlohn von 80 Pfg. erhielten. Diese Forderung übe, steigt um 25 Pfg. pro Stunde die Löhne, welche die Stadt für diese Arbeiten vergütet.
Bismarckhütte, 7. November. Von zuständiger Seite wird mitgeteilt, daß die auswärts verbreiteten Nachrichten über eine Ausstandsbewegung in Oberschlesien, soweit sie die Bismarckhütte be- treffen, durchaus jeder Begründung entbehren.
M.-Gladbach, 7. November. In der Weberei Hellendall in Bettrath ist durch beiderseitiges Entgegenkommen eine Einigung erzielt worden. Sämtliche Weber haben die Arbeit wieder ausgenommen.
Hamburg, 6. November. Sämtliche bei Abbrüchen beschäftigten Bauarbeiter legten heute die Arbeit nieder. Der Streik ist dadurch von Bedeutung, weil infolge der Arbeiten am Eentralbahnhof und der Erweiterung des Freihafens ungewöhnlich viel Abbruchsarbeilen vorliegen.
Leipzig, 7. November. Die seit 9 Wochen ausständigen Arbeiter der großen Lochmannschen Musikwerke haben gestern abend wegen Aussichtslosigkeit den Generalstreik für beendet erklärt. Sämtliche 400 Arbeiter sind unterlegen und infolge Neueinstellung von Personal aus der Fabrik ausgesperrt.
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Allertshausen für 1900/1901 liegt vom 10. November 1899 an acht Tage lang zur Ein fficht aller Jnteresienten offen.
Allertshausen, den 7. November 1899.
Großherzogliche Bürgermeisterei Allertshausen.
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daS Geldausg.ben für Tändeleien und spielen den Eltern die Pfennige aus der Tasche. Nicht selten wissen derartige Individuen in beispielloser Unverfrorenheit die Lehrer über die den „Künstlern" von der Lokalschulbehörde versagte Erlaubnis zur „Vorstellung" zu täuschen. Neuerdings soll nun gegen solche Bummler energisch eingeschritten werden. Ueberall auf dem platten Lande ist Mangel an Arbeitskräften. Ein bequemes Leben im Nichtsthun behagt manchem freilich weit mehr, als die ehrliche Arbeit.
-i- Bad Salzhausen, 7. November. Der Ankauf und Austausch von Gelände für unser Bad, das zu einer selbständigen Gemarkung erhoben wurde, wird mit Erfolg weiter betrieben. Ein schönes Ergebnis hat Herr R. in Gießen erzielt, der beträchtliches Grundeigentum besitzt, welches sich besonders dazu eignet, die Parkanlagen zu vergrößern. Voraussichtlich wird Herr R. über 100000 Mk. und auch noch einen oder den anderen Bauplatz erhalten. Im vorliegenden Falle zeigt es sich, wie sich weise Vorsicht und weiter Blick beim Ankauf von Gelände lohnt. Vor 30 Jahren hätten die wenigsten geahnt, daß jene Grundstücke dereinst so wertvoll werden würden. Der Schwiegervater des Herrn R. besaß diesen Blick und nun ernten die Kinder und Enkel den Segen, der aus jenem guten Gedanken ersprießt.
Alsfeld, 7. November. Dunkelmänner. Ein gelegentlicher Mitarbeiter der „O. Z." schreibt: Kürzlich kam ich durch ein Dorf in der Nähe Alsfelds. Es dämmerte bereits, und es war Zeit, den Heimweg anzutreten. Doch wollte ich erst meinem Freunde Kaspar noch „guten Abend" sagen. Wir standen an der Hausthür. Da reichte ein Mädchen meinem Freunde ein Flugblatt. Dasselbe hatte die Größe eines Stimmzettels, weshalb ich neugierig fragte, ob es denn wieder was zu wählen gebe. Freund Kaspar lächelte erst geheimnisvoll und meinte dann: „Das rätst Du nicht, was das ist; — das ist eine Einladung zu einer — Bibelstunde; das geht schon seit Wochen so. Ja, das Ding müßtest Du mal lesen." Kaspar machte Licht in der Stube und ich las. Und je länger ich las, desto mehr wurde mir klar, daß ich und viele andere, die wir bis jetzt in den Augen der Welt als leidlich tugendsame Wesen gegolten hatten, doch eigentlich recht schwarze Seelen aufwiesen. In dem Spiegel des „frommen" Flugblättchens sah ich recht deutlich meine und der andern Niedertracht. Hoch die Kirmes? so lautet die Spitzmarke des lieblichen Ergusses, aus dem eine kleine Blütenlese hier folgen möge. Was ist die Kirmes? lieber diese interessante Frage erhalten wir folgende lehrreiche Auskunft: Die Kirmes ist Teufelswerk und Götzendienst. Kirmes ist Sünde und Weltdienst. Kirmes ist Feindschaft gegen Gott. Des weiteren heißt es da zur Erläuterung: O Freund, fliehe vor der Kirmes, wie der Pest; denn deren Teil — die Kirmes feiern und in Feindschaft wider Gott stehen — wird fein m dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennt. Den Verzagten aber und Ungläubigen und Greulichen und Tot-
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Universität und Hochschule.
Krnanntr Der Bibliothekar an der Herzog!. Bibliothek in Gotha Prof. Dr. Heinrich Georges zum Vertreter des Vorstands der Bibliothek, der B^Iiothekar Prof. Dr. Behrend Pick zum Vorstand des Herzog!. Münzkabinetts. — Der ordentliche Professor der allgemeinen Geschichte an der deutschen Universität in Prag, Dr. Aug Fournier, zum ordentlichen Professor der allgemeinen und österreichischen Geschichte an der Technischen Hochschule in Wien, der außerordentliche Professor Dr. Christian Frhr. v Ehrenfels zum ordentlichen Professor der Philosophie an der deutschen Universität in Prag und der Privatdozent Dr. Mathias Pesina zum außerordentlichen Professor für Kinderheil» künde an der böhmischen Universität in Prag.
Berufen: An Stelle des nach Pest übersiedelnden Professor Dr. v. Lenhoffek in Tübingen der Anatom Dr. Heidenhain in Würzburg ein Sohn des bekannten Breslauer Physiologen.
Habilitiert: An der Universität Straßburg Dr. Albrecht Bethe aus Stettin für Physiologie und Dr. Otto v. Fürth aus Wien für physiologische Chemie als 'Privatdozenten. — An der Technischen Hochschule in Aachen Dr. Peter Polis für Meteorologie und Dr, Max Semper für Paläontologie als Privatdozenten. — In der philosophischen Fakultät der Universität Jena Dr. phil. Hermann Matthes aus Eisenach als Privatdozent für Pharmacie und Nahrungsmittel-Chemie. Ec hielt heute morgen um 12 Uhr in der Aula seine Probevorlesung über die geschichtliche Entwicklung der Lebensmittelkontrolle.
Gestorben: Prof. Dr. Spirgatis, der 30 Jahre das pharmazeutisch-chemische Laboratorium in Königsberg leitete.
Verschiedene-: An der Forstakademie zu Hann. Münden ist in der abgelaufenen Woche das Forstreferendar-Examen unter Vorsitz des Oberlandforstmeisters Wächter aus Berlin abgehalten worden; als Prüsungskommissare waren die Forsträte Oehwatt aus Potsdam und Söllig aus Kassel zum Examen erschienen. Es konnten vier Studierende zu Referendaren ernannt werden. — Die Zahl der Studierenden an der hiesigen Forstakademie beträgt in diesem Wintersemester 53; im vorjährigen Wintersemester bezifferte sie sich auf 43, während sie im letzten Sommersemester 54 betrug. Den: reitenden Feldjägerkorps gehören 6 Akademiker an, 31 Studierende haben ihre Heimat in Preußen und 12 in den anderen deutschen Staaten; dem Auslande (Schweden und Rußland) gehören 10 Studierende an. — Dem ordentlichen Professor an der kgl. Universität Würzburg Dr. Friedrich Oetker wurde die erbetene Entlassung aus dem bayerischen Staatsdienst bewilligt. — Dem Professor am Gymnasium Ernestinum in Gotha, Dr. Rudolf Ehwald, ist die Stelle des Vorstandes der herzoglichen Bibliothek mit dem Dienstprädikat Oberbibliothekar übertragen worden. — Das Professorenkollegium der Münchener Technischen Hochschule hat einstimmig beschlossen, an das bayerische Kultusministerium die wiederholte Bitte zu richten, 1) der Technischen Hochschule das Promotionsrecht einzuräumen, und zwar mit der Rangbezeichnung „Doktor der technischen Wissenschaften", in deutscher Sprache, nicht aber den Ausdruck „Doctor rerum techni- carum“ zu wählen. 2) Der Technischen Hochschule das Recht zu geben, den Absolventen der Hochschule, insoweit dieselben die Diplomprüfung bestanden haben, den Rang eines Diplomingenieurs zu verleihen. — Der Kultusminister Dr. Studt hat den medizinischen Fakultäten das Recht verliehen, mit Genehmigung des vorgesetzten Ministeriums den öffent- lichen Promotionsakt ausnahmsweise zu erlassen.
Heute frische Schellfische, Kabliau, Zander, Schollen, Alutz» hechle, lebende Karpfen, Schleie, Forellen eingetroffen. 310
Prompter Versandt nach auswärts.
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Mittwochabend,
den 8. November:
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strenge Herrn Bürgermeister chr Stabt!
- durch den Wohledlen streu; । Ihre Excell. Herrn ©entra' als von Geyso geadelt, Nch n noch heute in der preußisch andirt worden, diese Stet! n und mit Petarden zu tyk:
1 Commando nachgesolget:' j er brauchlich, auch von Sch ifte) solches verwiegt n* : durch bit Artollerey Persom : i •n fatüfaction $u tyin ober ’ Dtrfalltn fein fodtit. Altz und Rath Unser diech. er- atiSsaction zu ermeßen und echen. Beiden btt Herren
Marder und Fewerwerker. 45.
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