** Eine Million Mark für die hessischen Landwirte. Der Klub Deutscher Geflügelzüchter hat zur Hebung der Nutzgeflügelzucht in dem Großherzogtum Hessen bei dem Großherzoglichen Ministerium des Innern zu Darmstadt um die Gewährung eines einmaligen Beitrages in Höhe von 1000 Mark gebeten, um den hessischen Landwirten im nächsten Jahre schon durch den Verkauf von Hühner- Eiern und anderen Geflügelerzeugnissen zu besseren Preisen nach den größeren Städten Deutschlands hin eine volle Million Mark zuführen zu können. Die Hauptthätigkeit des Klubs richtet sich auf die Hebung der Nutzgeflügelzucht und sind infolgedessen 20 Central- und 45 Zweigverkaufsstellen von frischen Eiern und anderen Geflügelerzeugnissen in den größeren Städten Deutschlands bereits ins Leben gerufen worden. Die Central-Verkaufsstelle für Mainz ist der Firma Ww. Steinberger, Gebr. Dettweilers Nachfl. dort- felbst übertragen worden. Sobald aber die Mitglieder den Bedarf an frischen Eiern für die Verkaufsstellen decken können, sollen in Darmstadt, Gießen, Offenbach und Worms Verkaufsstellen eröffnet werden. Die ganze Organisation des Klubs hat in ihrem Verkaufe von Geflügelerzeugnisseu feste Wurzeln gefaßt, sodaß die über 1600 Mitglieder den Bedarf bei weitem nicht mehr zu decken vermögen. Die Verkaufsstellen zahlen zur Zeit selbst für die Mandel Eier (15 Stück) 1,05 bis 1,20 Mark. In diesem Frühjahre wurde als billigster Preis 0,80 Mark und im vergangenen Winter als höchster Preis 1,80 Mark für die Mandel Eier an die Lieferanten gezahlt. Die höchsten Preise zahlen zur Zeit die Central-Verkaufsstellen in Dresden, Frankfurt a. M., Leipzig, Magdeburg und Mainz. Unter den Mitgliedern des Klubs sind die Frauen in der Mehrzahl vertreten, die den Geflügelhof unter sich haben und denen die Sorge dafür obliegt. Die vom Klub herausgegebene 32 Seiten starke Broschüre zur Hebung der deutschen Nutzgeflügelzucht und die Bestimmungen über den Eierverkauf sind von der Geschäftsstelle des Klubs Deutscher Geflügelzüchter, Berlin, Potsdamerstr. 82 b, umsonst und postfrei zu haben.
*• Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Taglöhner Stephan Grabsky aus Jawurschin wegen Diebstahls von der Staatsanwaltschaft Mainz, Mechaniker Friedrich Jordan aus Worms wegen Unterschlagung von der Polizei Worms, Schleifer Franz Lindner aus Lämmerspiel wegen Diebstahls vom Amtsanwalt Offenbach, Dienstknecht Heinrich Breitwieser aus Ober-Ramstadt wegen Diebstahls von der Staatsanwaltschaft Darmstadt, Kesselschmied Eberhard Willfarth aus Bayreuth wegen Betrugs von der Polizei Kastel; ferner wegen Strafverbüßung: Taglöhner Johann Sebastian Brand aus Dieburg vom Amtsgericht Offenbach, Karl Clauß aus Osthofen und Former Adam Speyer aus Arheilgen vom Amtsgericht Worms, Taglöhner Konrad Hecker aus Schwegenheim wegen Diebstahls von der Staatsanwaltschaft Mainz, Taglöhner Wilhelm Schmiering aus Gustavsburg und Taglöhner Georg Fries aus Darmstadt vom Amtsgericht Zwingenberg, Fuhrmann Johann Alles aus Rimbach, Hermann Schröckel aus Bauda, Konrad Feth aus Fürth i. O. und Eisendreher Friedrich Wieg mann aus Marienborn vom Amtsgericht Offenbach.
A Ulrichstein, 7. September. Gestern fand das mit Spannung erwartete SchießenmitscharferMunition des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 25 (Großh. Artillerie-Korps) im hiesigen und Nachbargelände statt. Da durch das Schießen das Gelände zwischen Helgershain, Engelrod, Rebgeshain, Ulrichstein, Ober- und Unter- Seibertenrod und Stumpertenrod gefährdet war, so wurden vormittags von 9 Uhr bis nachmittags 2 Uhr alle Straßen und Wege durch genannte Gemarkungen für jeden Verkehr durch Posten gesperrt. Eine große Zahl Schaulustiger hatte sich hier eingefunden, um das hier noch nie gesehene Scharfschießen zu beobachten. Der hiesige Schloßberg bot einen ausgezeichneten Beobachtungspunkt. Unmittelbar auf dem nach Norden zu gelegenen Hügellande vollzog sich das kriegerische Schauspiel. Meist wurde mit Schrapnells geschossen. Deutlich vernahm man das Zischen der Geschosse bei ihrer Bahn durch die Luft und sah ihre Krepierung. Die ausgezeichnete Schulung der Artillerie ging klar aus der Treffsicherheit der Geschosse hervor. Nach Beendigung des Schießens, das manchem Zuschauer den Ernst einer wirklichen Schlacht vergegenwärtigte, suchte man allseits auf dem Gelände nach den Resten der Geschosse, um sie als Andenken aufzubewahren und daheim den erstaunten Blicken der Neugierigen zu zeigen. Von blind gegangenen Geschossen haben wir nichts gehört. Vorgestern fand im hiesigen und nachbarlichen Gelände ein ebenfalls recht interessanter Artilleriekampf statt. Daß der Kanonendonner ein weites Echo in den Wäldern und Thälern des Vogelsbergs weckt, haben wir in einer früheren Notiz betont. Auf vier Stunden Wegs wurde vorgestern der Geschützdonner deutlich vernommen. Entwickelt sich so schon in dieser Woche ein bewegtes militärisches Bild, so wird dasselbe in nächster Woche mit dem Beginne der Manöver seinen Höhepunkt erreichen. — Von geschätzter Seite erhalten wir über das interessante militärische Schauspiel noch folgende Schilderung: Heute fand in der Gemarkung: Rebgeshain, Wiesenhof und Ulrichstein ein Probeschießen mit schweren Geschützen unserer Hess. Artillerie statt, das viele Zuschauer, selbstverständlich in weitem Umkreise herbeigeführt hatte. Oberhalb Wiesenhof, seitwärts der Chausse von Lauterbach-Schotten in den sogenannten Kammern waren die Kanonen aufgefahren und zwar 7 Batterien, wovon jedoch nur 5 in Thätigkeit gesetzt wurden. Jede Batterie hatte 4 Geschütze, also zusammen 20 und aus jedem wurden 18 Schüsse abgegeben. Der Knalleffekt war nicht so stark wie ehemals als noch mit Bollkugeln mit großkalibrigen Geschützen und Rauchpulver gefeuert wurde. Die Wirkung dagegen mit gefüllten Gra
naten und Doppelverschluß war eine viel größerere und wiederholte sich der Knall, sobald die Geschosse aufschlugen und explodierten. Die Entfernung betrug in der Luftlinie vom Standorte aus bis an den bewaldeten Köppel im Hintergründe, etwa V2 Stunde von Ulrichstein, über 4000 Meter also über 4 Kilometer. Der Boden wurde von den explodierenden Granaten weit aufgeriffen und die Bäume im nahen Waldbestande von denen, welche über das Ziel hinausgingen mitunter stark beschädigt. Bei jedem Schuß vernahm man ein starkes Zischen. Granatsplitter lagen im weiten Umkreise umher und gaben Zeugnis von der Dicke des Mantels derselben und deren verheerender Wirkung. Ein Cylinder einer ungefüllten Granate maß nahezu 1 Zentimeter. Die Umhüllung ist Eisen. Das Schießen bot für solche, welche so etwas noch nicht mit angesehen, ein sehr interessantes Schauspiel.
ck. Grüningeu, 8. September. Wie fast jedes Jahr, so bekommt auch dieses Jahr wieder unsere Gemeinde eine reichliche Ernte, besonders an Zwetschen, die fast allerorts fehlen, und an Aepfeln, während die Birnen spärlicher vorhanden sind. Kaufliebhaber lassen sich schon öfters blicken, rücken aber mit den Preisen noch nicht recht heraus. — Nächsten Sonntag findet unser diesjähriges Kirchweihfest statt. Wenn das schöne Herbstwetter so bleibt, wird viel Besuch erwartet.
n. Von der mittleren Nidda, 7. Sept. Die Grummeternte ist jetzt im großen ganzen beendet. Sie ist recht gut ausgefallen. Die Preise bei den Versteigerungen waren mäßig, weil Futter genug vorhanden ist. In Staden wurden beispielsweise für einen Morgen 2 bis 8 Mk. bezahlt. — Die Jagdergebnisse sind bei uns bis jetzt nicht immer ganz befriedigend. Hasen sind wohl genug da, aber an Hühnern fehlt es. Man trifft viele alte Paare ohne Ketten. Die Preise für das Wild sind nicht hoch. Die Händler zahlen für einen großen Hasen 2.80 Mk., für kleine 1 Mk., Hühner kosten 50 und 90 Pfg. Unsere Hausfrauen lassen sich natürlich diese Gelegenheit, billige Braten zu erhalten, nicht entgehen.
§ Aus dem Ohmlhal, 7. September. Mahnte uns nicht der früh hereinbrechende Abend, die leeren Stoppelfelder und das Reifen des Obstes an das Nahen des Herbstes, die Temperatur könnte uns eher die Zeit des Hochsommers verkünden. Zwanzig Grad nach Reaumur. im Schatten in den Vormittagsstunden ist gewiß Hundstaghitze. Das Grummet wird bei solchem Wetter in bester Qualität eingeerntet. Die späten Feldfrüchte sind nun reif geworden und können eingeerntet werden. Allerdings häuft sich jetzt die Arbeit, da die Tage doch schon um Stunden kürzer geworden sind. Recht rar sind oft die Arbeitskräfte. Die jungen Leute gehen des besseren Lohnes halber in die größeren Jndustriebezirke oder in die Wetterau und an den Rhein zu den Dreschmaschinen. Doch das Wetter hilft arbeiten, und die Ernte kommt auch so unter Dach und Fach.
O Bad-Nauheim, 7. September. Zu der nächsten Samstag stattfindenden Einweihung der neu erbauten englisch-amerikanischen St. Johns-Kirche hat die Kaiserin Friedrich, sowie ihre Schwester, die Prinzessin Christian von Schleswig-Holstein ihr Erscheinen zugesagt.
T BadNanheim, 6. September. Fürst Ferdinand von Bulgarien reiste gestern von hier nach Karlsruhe In Darmstadt bestieg der Fürst in Begleitung des Ingenieurs Gugler von der Main-Neckar-Bahn die Maschine des Zuges und fuhr auf der Lokomotive bis nach Heidelberg. Der Fürst unterhielt fich sehr lebhaft mit seiner Umgebung über das Eisenbahnwesen, für das er das größte Interesse hat. Das Führerpersonal war erstaunt über die genauen Kenntnisse, die der Fürst als Lokomotivführer zeigte. Beim Abschied stiftete er den Zugbeamten einen Hundertmarkschein.
Offenbach a. M., 5. September. In wenigen Tagen, nämlich am Samstag, 9. und Sonntag, 10. September feiert nun auch die französisch-reformierte Gemeinde zu Offenbach die Gedenkfeier ihres 200jährigen Bestehens.
*t Mainz, 6. September. Dem Vernehmen nach hat die Stadt Mainz die in dem schönen Mühlthal unterhalb der Villa Burgwald gelegene Frankenberger'sche Mühle angekauft, um daselbst ein Genesungsheim zu errichten. Die Lage ist von rauhen Winden geschützt, die Gebäulichkeiten lehnen sich unmittelbar an herrlichen Hochwald an und schöne, stets passierbare Wege führen allmählich auf die Höhe des Gebirgs.
Mainz, 7. September. Die schon früher beantragte Reform des Oktrois soll im nächsten Jahr zur Durchführung kommen. Es ist beabsichtigt, nur noch Oktroi- gebühren von Mehl, Wein, Bier, Branntwein und Vieh zu erheben. Die lästige Kontrole an den Thoren der Stadt soll in Wegfall kommen.
Wiesbaden, 7. September. Ueber den Pfähler - schen Nachlaß werden jetzt die näheren Bestimmungen veröffentlicht. Ueber eine Million Mark, das Vermögen des schon früher verstorbenen Bruders, dessen Nutznießung die verstorbene Dame hatte, fällt, wie schon gemeldet, der Stadt Homburg zu, zwecks Errichtung eines Altenheims. Als Universalerben ihres eigenen Vermögens hat die Verstorbene ihre Heimat, den Kreis Saarbrücken, eingesetzt, mit der Bestimmung, die Erbschaft zum besten hilfsbedürftiger Personen zu verwenden. Daneben erhält das Viktoriastift zu Kreuznach 15000 Mk., die Adolfstiftung im Regierungsbezirk Wiesbaden 15000 Mk., das Wiesbadener evangelische Rettungshaus 6000 Mk., das Näherinnenheim zu Eppenhain 5000 Mk., die Wiesbadener Blindenanstalt 6000 Mk. und die Stadt Wiesbaden für ihre Armen 300P Mk.
Fulda, 7. September. Die von uns gestern gemeldeten Differenzen zwischen dem Magistrat und der
Stadtverordnetenversammlung sind, wie die „Franks.. Zeitung" heute berichtet, beigelegt. Die Stadtverordneten haben dem Magistrat wegen der dem letzteren zu- gefügten Beleidigungen eine genugthuende Erklärung gegeben, und den anderen Streitpunkt, die Vermehrung der städtischen Bureaus, dadurch aus der Welt geschafft, daß sie dem Antrag des Magistrats, die Bureaus provisorisch in das Stadtschloß zu verlegen, mit großer Majorität zustimmten. Der Oberbürgermeister Dr. Antoni sowie die übrigen Magistratsmitglieder haben hierauf heute, einem an sie gerichteten Ersuchen der Stadtverordnetenversammlung entsprechend, ihre Amtsniederlegung zurückgezogen.
Cronberg i. T., 7. September. Der Prinz von Wales ist heute nachmittag 41/2 Uhr nach fünftägigem Aufenthalt auf Schloß Friedrichshof direkt nach Darmstadt abgereist. Die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen begleitete ihren Onkel dorthin und kehrt abends nach Friedrichshof zurück.
Treysa, 7. September. Der 30 Jahre auf dem Bahnhof Hierselbst beschäftigte Lademeister Kreut er sprang aus einem Packwagen gerade als ein Rangierzug vorüberfuhr- Er kam unter die Räder und beide Beine wurden ihm zermalmt. Der Verunglückte ist alsbald gestorben.
Uermischtes.
* Berlin, 7. September. Seit 3 Uhr nachmittags stehen die Borsig'schen Werke in Moabit in Flammen. Die Feuerwehr trifft von allen Punkten der Stadt ein.
* Berlin, 7. September. Laut telegraphischer Mitteilung hat das deutsche Kriegsschiff „Schwalbe" am 7. ds. den Postdampfer „Set os" der der deutschen Ostafrikalinie mit gebrochener Schraubenwelle in gefährlicher Lage in See treibend angetroffen, nach Dar-es-Salaam geschleppt und die nötige Hilfe geleistet. Dieser Dampfer (1800 Tonnen) ist schon im März d. I. von der „Schwalbe" mit gebrochenem Schraubenschaft und Drucklager von Lindi nach Sansibar geschleppt worden.
• Berlin, 7. September. Die englische Arbeitszeit in der hiesigen Geschäftswelt allgemein einzuführen, sind in den vergangenen Wochen wieder lebhafte Versuche gemacht worden. Eine ganze Anzahl angesehener Häuser, darunter fast sämmtliche hiesige Banken haben sich dazu bereit erklärt und, soweit die Durcharbeit bei ihnen noch nicht üblich war, beschlossen, damit einen neuen Versuch zu machen. Die Kreise der kaufmännischen Angestellten arbeiten seit langem dafür, da die englische Arbeitszeit (Durcharbeit bis drei bezw. fünf Uhr nachmittags) eine erhebliche Zeitersparnis bedeutet, indem sie den mehrmaligen Weg der Angestellten von ihren oft in den Vororten gelegenen Wohnungen zu den Geschäftsräumen in Wegfall bringt und die Möglichkeit sichert, in schöner Jahreszeit dem Körper eine Erholung von den Anstrengungen der sitzenden Thätigkeit zu gewähren. In den Hamburger Großhandlungen besteht die ungeteilte Arbeitszeit ohne Mittagpausen schon seit Jahren, und es hat sich noch kein Ches über einen ungünstigen Einfluß beklagt. Man darf daraus den Schluß ziehen, daß die Abneigung einzelner Handelshäuser gegen den früheren Schluß ihrer Geschäftsräume weniger dem geschäftlichen Interesse entspringt, als vielmehr in der dominierenden Macht einer alten Gewohnheit ihre Begründung findet. Jüngst haben hier einige große Firmen damit begonnen, gleichfalls nach englischem Muster die Geschäftsräume an den Samstagen um 3 Uhr nachmittags zu schließen, um ihren Angestellten die Möglichkeit zu gewähren, mit ihren Familien bezw. Angehörigen an einem Nachmittag der Woche zusammen sein zu können.
* Mescritz, 7. September. In einem von Ratwitz nach Grätz fahrenden Omnibus wurde eine Frau Lazarewicz. durch einen Schuß getötet, der aus dem Gewehr eines mitfahrenden Lehrers fich entlud.
Dortmund, 7. September. Im benachbarten Aplerbeck hat eine Feuersbrunst mehrere Häuser eingeäschert. 14 Familien sind obdachlos.
* Elberfeld, 7. September. In einen mit heißem Wasser gefüllten Bottich fiel in einer Färberei ein 17jähriger Färberlehrling. Der junge Mensch soll an Epilepsie leiden. Am ganzen Körper schwer verbrüht, wurde er ins Krankenhaus geschafft. Wahrscheinlich wird er nicht mit dem Leben davonkommen.
• Böckum, 7. September. Heute nacht brannte ein Teil der Fahrradfabrik Mensen und Meyer ab. 600 Fahrräder sind verbrannt.
* Barmen, 7. September. Auf der Barmen-Schwelmer elektrischen Straßenbahn wurde die Hebamme Ehefrau Ernst Debener von einem Motorwagen erfaßt und so schwer verletzt, daß sie bald nachher starb.
* Diez, 7. September. DieDiezer Farbenfabrik, seitheriger Besitzer Dr. V. Wirths, ist ab 1. September an Herrn Knack in Berlin für den Preis von 100000 Mk. verkauft.
* Ründeroth, (Köln) 7. September. Gestern nachmittag entstand Feuer im benachbarten Walde. Nachdem die Feuerwehr von dort zurückgekehrt war, mußte sie sofort nach Engelskirchen, wo vier Häuser niederbrannten. Alsdann wurde sie telegraphisch hierher zurückberufen, weil dieBecksche Lohgerberei brannte. Der Schaden an letzterer ist beträchtlich; die Betriebsgebäude sind zum größten Teile zerstört. Heute nachmittag brannten zwei Scheunen und ein Wagenlager, die von der Lohgerberei durch die Aggerbrücke und zwei Häuser getrennt sind. Scheunen und Lager sind vernichtet. Später brannte hinter dem Gasthof zur Post eine Scheune an, konnte aber gerettet werden. Allerlei Vermutungen sind aufgetaucht. Ein Schuhmacher ist als mutmaßlicher Thäter verhaftet. (K. Z.)
* Wesel, 7. September. Ein Unteroffizier der 5. Kompagnie des Infanterie-Regiments Vogel von Falkenstein
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