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§§ Mücke, 7. August. Gestern Nachmittag hatten sich in der Bräuning'schen Gastwirtschaft die Dresch Maschinen- Genossenschaften der Umgegend versammelt, um einen gemeinsamen Beschluß bezüglich der Stundcnvergütung für Maschinendrusch zu fassen. Seither belief sich dieselbe im allgemeinen auf 3 Mark für die Stunde. Da aber die Löhne für die Bedienungsmannschaft der Maschinen wie alle Löhne der gewerblichen Arbeiter in den letzten Jahren sehr in die Höhe gegangen sind, so fanden die Genossenschaften nicht mehr ihre den Verhältnissen entsprechende Rechnung. Die gestrige Versammlung beschloß demzufolge, die Stundenvergütung von 3 Mark auf 3,50 Mark zu erhöhen.
△ Maülbach, 7. August. Auf die wahrhaft tropische Hitze des gestrigen Sonntags folgte in den Nachmittags- stunden ein Gewitter. Ein Blitzstrahl fuhr in das Haus des Einwohners Naumann, dem Schornstein entlang und an dem Treppengeländer hinab. Ein von ihm gestreifter Mann wurde besinnungslos, nahm aber weiter keinen Schaden. Der Blitz hatte auf dem Speicher des Hauses in dort lagerndem Flachse gezündet; das Feuer konnte indes sofort erstickt werden.
t Unter-Seibertenrod (Kreis Schotten), 7. August. Bei der am Samstag der vorigen Woche hier stattgefundenen Bürgermeisterwahl wurde der allseits beliebte und geschätzte Bürgermeister, Herr K. Momberger IV. einstimmig wiedergewählt. Herr Momberger hat sich während seiner 29 jährigen Thätigkeit als Bürgermeister, das volle Vertrauen der ganzen Gemeinde zu erwerben und zu erhalten gewußt. Die einstimmige Wiederwahl gibt aber auch der Gemeinde das Zeugnis, daß sie die Verdienste ihres Bürgermeisters zu ehren weis. Das zeigte sie auch in dem Ständchen, das dem Wiedergewählten am Tage der Wahl gebracht wurde.
§ Ulrichstein, 7. August. Kommenden Sonntag den 13. August, nachmittags um 2 Uhr, werden im Saale des Herrn Groh hier, die Herren Landtagsabgeordneten Brauer und Schmalbach über den Stand der Eisenbahnangelegen- heit Mücke—Ulrichstein referieren.
Darmstadt, 7. August. In dem Strafverfahren gegen den Landgerichtsdirektor a. D. Küchler ist die Voruntersuchung dieser Tage geschlossen worden. Die Beschlußkammer des Landgerichts hat nun zu entscheiden, ob das Hauptverfahren eröffnet werden soll.
Vermischtes.
* 71. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte in München. Vom Bureau des vom 17. bis 23. September in München stattfindenden Naturforscher- und Aerzte- tages wird der „Franks. Ztg." mitgeteilt: Unter den besonderen Sitzungen einzelner Abteilungen dürfte bei dem diesmaligen Kongreß die Beratung der permanenten Tuberkulose-Kommission der Naturforscher-Versammlung in weiteren Kreisen lebhaftem Interesse begegnen. Diese Kommission wurde im vorigen Jahre in Düsseldorf organisiert, nachdem schon bei der Versammlung in Braunschweig der Versuch gemacht worden war, eine zusammenhängende Diskussion über Tuberkulose durch eine gemeinsame Sitzung, verschiedener Fachsektionen herbeizuführen. Diese Sitzung, die in Form einer gemeinsamen Tagung mit den Sektionen für innere Medizin und Hygiene abgehalten werden soll, umfaßt folgendes Programm: Geschäftliche Mitteilungen des Vorsitzenden der Tuberkulose-Kommission, Professor Dr. Hüppe-Prag. Dann kommen folgende Referate: Professor R. Blasius-Braunschweig: „Bericht über den Berliner Tuberkulose Kongreß." Professor Martins-Rostock: „Uebcr den Konstitutionsbegriff mit besonderer Berücksichtigung der Aetiologie der Infektionskrankheiten". — Professor Sprengel- Braunschweig: „Welche Fälle chirurgischer Tuberkulose kommen vorwiegend für die Heilstütten-Behandlnng in Betracht?". — Professor Chiari-Wien: „Die Tuberkulose des Kehlkopfes und der benachbarten Schlundhäute". —• Professor Jadassohn-Bern: „Die Tuberkulose vom Standpunkt des Dermatologen." — Dr. Turban-Davos: „Mittel und Wege zur Erforschung der Tuberkulose mit besonderer Berücksichtigung des Materials der Sanatorien." — Dr. Blumenfeld - Wiesbaden: „Die Ernährung der Schwindsüchtigen mit besonderer Berücksichtigung der Ernährung im Hause." — Dr. Petruschky-Danzig: „Die spezifische Behandlung der Tuberkulose."
* Meyerbeer's Nachlaß. Die Veröffentlichung von Meyerbeer's Nachlaß, die nach den testamentarischen Bestimmungen des Komponisten dreißig Jahre nach seinem Tode, also bereits im Mai 1894 hätte stattfinden müssen, ist, wie der „Berliner Lokalanzeiger" mitteilt, infolge der Streitigkeiten in der Familie wieder hinausgeschoben worden. Die Absicht des Schwiegersohnes von Meyerbeer, des Barons Emanuel Karpp, mit der Publikation zu beginnen, scheitert immer wieder an dem Widerstand der zweiten Tochter des Komponisten, der Wittwe des Malers Richter. Oer Nachlaß enthält u. A. eine bisher nicht veröffentlichte vollständige Oper, mehrere kleinere Kompositionen und eine Reihe von Briefen Heinrich Heines.
* Die neuen holländischen Briefmarken. Aus dem Haag wird der „Frkf. Ztg." u. 2. ds. berichtet: Gestern kamen die schon lange erwarteten neuen Briefmarken in Um- la.uf, die Jnng-Wilhelmina nicht mehr als Kind, sondern abs Erwachsene im Krönungsornat zeigen. Sie sind recht geschmackvoll ausgeführt und werden mit ihren durchweg neuen Farben für die verschiedenen Werte den Beifall der Nammler finden.
* Ein deutscher Fürst in Montenegro. Die Vermählung de-S Kronprinzen Danilo von Montenegro mit einer deutschen Flürstentochter erweckte in diesen Tagen für das Land der sHwarzen Berge Interesse. Da ist vielleicht ein Hinweis N die Reise angebracht, die schon vor 60 Jahren ein be utscher Fürst, König Friedrich August II. von Sachsen,
nach Montenegro unternahm und über die der italienische Schriftsteller G. Marcotti in seinem Buche „Jl Montenegro" einen Bericht aufbewahrt hat. König Friedrich August, der Oheim des jetzt regierenden Königs Albert von Sachsen, hatte eine große Vorliebe für botanische Studien, und um ihnen obzuliegen, unternahm er im Jahre 1838 eine Reise nach Dalmatien. Damals regierte in Cettinje der Vladika Peter II. Pietrowitsch, der sich um die Civilisation seines Volkes die größten Verdienste erworben hat. Noch niemals hatte ein europäischer Fürst Montenegro besucht. Als der König von Sachsen in Cattaro eintraf, meldeten sich bei ihm drei montenegrinische Senatoren und luden ihn zum Besuche ihres Vladika in Cettinje ein. Friedrich August nahm die Einladung gern an. Einige Tage später machte er sich, von den drei Senatoren geleitet, auf den Weg nach Cettinje. Die Fahrstraße führte nur ein kurzes Stück über Cattaro hinaus. Ihre Fortsetzung bildete ein steiler Saumpfad. Peter Pietrowitsch erwartete feinen Gast an der Grenze Montenegros. Er stand ganz allein auf einem Felsblock, mit einem schwarzen Wams bekleidet, eine riesenhafte, ehrfurchtgebietende Erscheinung. Sein Gefolge hielt sich verborgen, und so machte der „schwarze Mönch" auf König Friedrich August den Eindruck, als sei er der einzige Bewohner seines Landes. Er lud den König ein, sich auf einen benachbarten Felsblock, über den eine Wolldecke gebreitet war, niederzulaffen, und richtete bann in feinem mangelhaften Italienisch eine endlose Reihe von Fragen an den König, dessen Reisezweck er durchaus nicht verstehen konnte. Daß ein König von Sachsen nach Montenegro komme, um die Pflanzen dieses Landes zu sammeln, wollte ihm schlechterdings nicht in den Kopf. Er ließ es aber nicht an der ausgesuchtesten Höflichkeit gegen seinen Gast fehlen, und bevor er mit ihm den beschwerlichen Ritt nach Cettinje antrat, bot er ihm Brot, geröstetes Schweinefleisch und Käse an, ein lucullisches Mahl für die Montenegriner jener Tage. Auf dem Ritt nach Cettinje brachten Landleute Ziegenmilch in viereckigen, grünen Flaschen als Erquickung herbei, und beim Einzug in der Hauptstadt ließen es die Bewohner nicht an Gewehrsalven und Kanonenschüssen fehlen. Auf dem runden Turme des Klosters von Cettinje wehte die Flagge des Vladika: ein Stück gelber Seide mit einem roten Kreuze in der Mitte. Das Kloster, das zugleich die Residenz und die einzige Festung des Vladika bildete, war an einen Felsen angebaut und feine Mauern aus gewaltigen Felsblöcken zusammengefügt. Der Vladika hatte zwei Zimmer inne, die er seinem Gaste abtrat. Er selbst nahm in dem Sitzungssaale des Senats Wohnung, der zugleich als Küche und Schlafraum für die Senatoren diente. Um den gewaltigen Herd dieses Saales waren zwölf Steinsitze aufgestellt, einer, der Sitz des Vladika, etwas höher als die elf anderen, und hier tagte der Senat. Eine Art Wand aus trocknem Reisig trennte den Beratungsraum von den Lagerstätten der Senatoren. In grellem Gegensatz zu der Aermlichkeit des Hauses stand die Kleiderpracht der Senatoren. Sie trugen majestätische, mit kostbarem Pelzwerk gefütterte Purpurmäntel nach venetianischer Art. Der Vladika beeilte sich, seinem Gaste die ruhmvollste Sehenswürdigkeit des Landes zu zeigen: das sorgfältig einbalsamierte Haupt des türkischen Heerführers Mahmud Pascha, den die Montenegriner im Jahre 1796 getötet hatten. Kaum minder stolz als auf diese Siegestrophäe war aber der Vladika auch auf die Buchdruckerei, die er in Cettinje eingerichtet hatte und in der gerade fein Heldengedicht: „Der Einsame von Cettinje", gedruckt wurde. In der Offizin arbeiteten zwei Schriftsetzer aus Padua. Auch eine Volksschule hatte der Vladika kurz vorher eröffnet. Der Lehrer war ein Franzose. Besser bewandert als im Lesen und Schreiben zeigte sich die montenegrinische Jugend in Leibesübungen und in der Handhabung der Waffen. Als der sächsische König Cettinje wieder verließ, wurde er vom Vladika und mehreren tausend Soldaten bis nach Budna begleitet. Die Montenegriner wären mit ihrem Gaste gern bis nach Cattaro marschiert, aber der Vladika hatte die Nachricht erhalten, daß sich in der Herzegowina türkische Truppen ansammelten, und er sah sich deshalb genötigt, mit seinen Kriegern und seinen drei Kanonen an die bedrohte Nordgrenze des Landes zu eilen. (Magdeburger Ztg.)
* Die Hitze ist in Sevilla auf 54 Grad in der Sonne und 47 Grad im Schatten gestiegen. Die Registrierapparate mußten erweitert werden, da sie auf Messen solcher Temperaturen nicht eingerichtet waren. Der Asphalt der Bürgersteige schmolz natürlich. Die Arbeiten auf dem Staden mußten zeitweise eingestellt werden, da die Arbeiter dem Ersticken nahe waren. Vom Lande werden viele Fälle von Sonnenstich gemeldet. Wer irgend kann, flüchtet nach der Küste. In Madrid „erfreut" man sich fortgesetzt einer Temperatur von „nur" 40 Grad im Schatten. Dabei herrscht eine anhaltende, furchtbare Dürre. Seit vielen Monaten hat es nicht mehr geregnet, und die Wasserleitung beginnt zu versagen. Es wird kaum noch gesprengt; der Hausbedarf muß eingeschränkt werden, und das Wasser, das den Rohren entfließt, ist schmutzig und fast als Schlamm zu bezeichnen. Die durch hydraulichen Druck betriebenen Auszüge in den Treppenhäusern funktionieren schon seit Wochen nicht mehr und es wird ein völliger Wassermangel mit all feinen unabsehbaren schlimmen Folgen befürchtet, wenn in nächster Zeit kein Regen fallen sollte.
Universitäts-Nachrichten.
— Gießen. Zum erftenmale sollen nach dem soeben erschienenen Vorlesungsverzeichnis der hiesigen Universität im Wintersemester Vorlesungen über deutsches Militärstrasprozeßrecht (Prof. Frank), über deutsches Militärstrafrecht sowie über Grundzüge der Kriminalpolizei (Prof. Günther) stattfinden. Außerdem dürfte die Mitteilung von Interesse sein, daß Profesior Biermann für den seit unvordenklicher Zeit kollegfreien SamStag- vormittag eine „Schulung für zivilistische Praxis" ankündigt.
— Berlin. Ein Sohn des Dichters Adolf Wilbrandt und seiner Gattin Auguste Wilbrandl-BaudiuS, cand. phil. Robert Wil-
brandt, wurde am 5. ds. Mts. zum Doktor promoviert. Seine w ss nschaftliche Arbeit behandelt Platos Jdeenlehre in der Darstellung des Aristoteles.
— Berlin. Mit 1. August hat sich eine Veränderung im Vcrsonalbestand der chirurgischen Klinik und Poliklinik der hiesigen Chariiö vollzogen. Prof. Dr. Otto Hildebrandt, ein geborener Schweizer, tritt an Stelle des verstorbenen Prof. Socin als Ordinarius in die Klinik zu Basel. Auf seinen Posten kommt der bisherige Prioatdozent Dr. Bennecke, der wiederum durch den ersten Assistenten Pels-Lausten von der chirurgischen Klinik zu Göttingen ersetzt wird.
— Marburg. Der außerordentliche Prosessor der vergleichenden Sprachwissenschaft an hiesiger Universität Dr. Paul Kretschmer hat einen Rus nach Wien erhalten und angenommen.
— Die „Tägl. Rundschau" meldet nach der Chronik der christlichen Welt: Prof. D. Graf Baudissin in Marburg hat jetzt die Wahl zwischen drei Lehrstühlen. Er ist in erster Linie sowohl für Berlin wie für Bonn vorgeschlageu und kann auch seinen Wirkungskreis in Marburg festhalten.
— Würzburg. Zum Rektor unserer Universität wurde der Professor der Augenheilkunde Dr. Julius v. Michel gewählt.
— Würzburg. Der Strafrechtslehier Professor Friedrich Oettker folgt zum nächsten Sommer einem Rufe nach Marburg.
— Würzburg. Dem wegen Erreichung^ des 70. Lebensjahres von feinem Lehramt zurücktretenden Geheimrat Professor Adolf v. Fick überreichte die Studentenschaft eine Adresse. Dom akademischen Senat und dem Verwaltungs-Ausschuß wurde ein silberner Tafelaufsatz als Ehrengeschenk dargebracht.
— Leipzig. Der Professor der orientalischen Sprachen an der hiesigen Universität, Hosrat Dr. Krehl, tritt am 1. Sepumber in den Ruhestand. Der Scheidende war seit 1861 akademischer Lehrer in Leipzig.
— Bonn. Au8 der offiziellen Bekanntgabe der Resultate der Preisaufgaben an hiesiger Universität verdient hervorgehoben zu werd.'N, daß für die Aufgaben der evangelisch-theologischen und der juristischen Fakultät sich keine genügenden Bearbeiter gesunden haben. Die Preisaufgaben der medizinischen und philosophischen Fakultät fanden befriedigende Bearbeitung.
— Halle a. S. Der wissenschaftliche Hilfsarbeiter an der ständischen Landesbibliothek zu Kassel, Dr. Karl Heldmann, habtll- tiette sich als Privatdozent für mittelalterliche Geschichte in der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität.
— Jena. Auch im kommenden Wintersemester werden hier wissenschaftliche Vorlesungen sür Volksschullehrer Thüringens und der angrenzenden Gebiete Preußens von Dozenten der hiesigen Universität abgehalten werden. Die Vorlesungen, deren Zahl von 6 auf 7 erhöht, worden ist, werden am 4. November beginnen; auch Lehrerinnen und Geistlichen ist die Teilnahme gestattet. Die Vorlesungen werden diesmal behandeln Gebiete der Pädagogik, Philosophie, Religionsgeschichte, Kunstgeschichte, Chemie, Physiologischen Psychologie, Chemie.
— Wien. Die Beschlüssr der betreffenden Profesiorenkollegien auf Zulassung des Dr. Leopold Ritter v. Dittel als Prioatdozrnten für Geburtshilfe und Gynäkologie an der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität, des Dr. Wilhelm Figdor als Privatdozenten für Anatomie und Physiologie der Pflanzen und des Dr. Egon Ritter v. Schweidler als Privatdozenten für Physik an der philo- fophischen Fakultät wurden bestätigt.
— Zürich. Im Wintersemester 1895/96 wurde an der hiesigen Hochschule provisorisch auf die Dauer von drei Jahren eine zahnärztliche Schule unter Leitung von Profesior Dr. I. Billeter eingerichtet. Der Regierungsrat des Kantons Zürich beantragt nunmehr bei dem Kantonsrate dieses Provisorium in ein Drfinitivum zu verwandeln und die zahnärztliche Schule, mit welcher eine zahnärztliche Poliklinik verbunden ist, zu Beginn des kommenden Wintersemesters als medizinische Hilfsanstalt in den Organismus der Hochschule aufzunehmen, doch würde daS Institut vor der Hand noch nicht der medizinischen Fakultät einverleibt. An dem zahnärztlichen Institut wirken zur Zeit fünf Dozenten und zahntechnische Lehrer.
— London. Dr. Elisabeth Blackwell, die eben in London ein Buch mit autobiographischen Skizzen herausgab, dürste eine der ersten Frauen gewesen sein, die den medizinischen Doktorgrad erwarb. Sie begann ihr Studium 1849 und wurde 1859 in die Aerzteltste eingetragen.
Meratur, Wissenschaft und Kunst.
— Die uns vorliegende 9. Lieferung des »Illustrierten Konversations-Lexikons der Frau" enthält vortreffliche Abhandlungen über Hausfrauenfragen, wie Fette, Feuer, Fleisch, Fiche u. f. w., interessante Ausführung über Findelhäuser, Fortbildungsschulen für Mädchen, Frauenklubs, Schilderung der Symptome und Anweisungen über die Behandlung von Fiebererkrankungen u. s. w. Selbst den allerneusten Ereignissen auf dem Gebiete der Frauenfrage wird das Werk schon gerecht, wie uns der Artikel „Frauenkongresse" zeigt; denn er bringt bereits einen außerordentlich klaren und zusammensassenden Bericht des erst vor wenigen Tagen beendeten Londoner Frauenkongresies. Der in dieser Lieferung beginne, de höchst bedeutungsvolle Artikel „Frauenfrage und Frauenbewegung" giebt ein beredtes Zeugnis auch von dem Sachverständnis, der Klarheit und Objektivität des Werkes. Vorzügliche Textillustrationen und Tafelbeilagen bilben eine außerordentlich wertvolle Beigabe. Das Illustrierte Konversations-Lexikon der Frau ist entschieden ein glücklicher Griff und wird sich seinen Platz bei jeder deutschen Frau zu sichern wisien.
— Randglossen zur modernen kaufmännischen Bildung. HerauSgegeben von der „Handels Akademie Leipzig" (Dr. iar. Ludwig Huberti). Oktav. Broschiert Mk. 2, Mk. 1, Mk. 0,50. Verlag der Handels-Akademie Leipzig. So gewiß die geschäftliche Routine für den Kaufmannsstand etwas unentbehrliches ist, fo gewiß ist es andererseits, daß sie allein längst nicht mehr ausreicht, um daS Labyrinth der tausendfältig verschlungenen wirtschaftlichen und sozialen Prooleme zu übersehen. Dazu muß man auf höherer Warte stehen! Um aber zu einer solchen zu gelangen, ist ein gründliches Studium der Handelswisienschaften (wie es z. B. die „Handels Akademie Leipzig" ermöglicht) nicht mehr von der Hand zu weisen. Die Gründe für und wider behandeln die oben angeführten „Randglossen". Sie erschienen im Verlag der „Handels Akademie Leipzig" der im Verfolg der obigen Ideen unter dem Titel: »Moderne kaufmännische Bibliothek" auch eine Auswahl der besten Werke zur Au8- btlbung und Fortbildung deS Kaufmanns herauSgibt. Jede gute Buchhandlung legt die Bücher kostenlos zur Ansicht vor.
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2535 Dr. Borcherdt.


