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-ie Arbeiter an mehreren Stellen in demonstrative Rufe ausbrachen, schritt die Polizei ein und verhaftete im ganzen etwa 45 Personen, darunter die Arbeiterführer Dr. Adler Blumann und Bretschneider wegen Vergehens des Auflaufes. Außer den drei Genannten wurden noch 21 Personen an das Landgericht abgeliefert, 11 wurden polizeilich bestraft, 10 vom Bezirksgericht wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach 9 Uhr bot die Ringstraße wieder ihr gewöhnliches Aussehen, lieber das Einschreiten der Polizei wird gemeldet: Ganz unvermittelt ritten ganze Reihen von Polizisten in die Menge hinein, sie an die Mauern andrückend, und wer zu Boden fiel, wurde von der Fußmannschaft mit Fäusten geschlagen. Dazu waren alle Straßen ins Innere der Stadt abgesperrt, so daß niemand entfliehen konnte. Alle Augenzeugen sind darin einig, daß mit großer Rücksichtslosigkeit zu Werke gegangen wurde, und daß die Kundgebung ohne das schroffe Auftreten der Polizei harmlos verlaufen wäre.
Niederlande. Die Königin Wilhelmine gab heute zu Ehren der Delegierten ein Festmahl int Schlosse. Dabei toastete sie auf die auf der Haager Konferenz vertretenen Souveräne und Staatsoberhäupter und sprach ihre besten Wünsche für das Gelingen des großen Werkes aus.
Griechenland. Da sich die Auswanderung der Mohamedaner auf Kreta nicht hat verhindern lassen, und selbst die weitgehendsten Versprechungen des Prinzen Georg erfolglos blieben, hat Rußland den Vorschlag gemacht, 50,000 flüchtige Armenier nach Kreta zu bringen. Sowohl bei den kretischen Griechen als auch in Griechenland hat dieser Plan große Erregung hervorgerufen, da man in einer derartigen Einwanderung eine schwere Beinträchtigung des hellenischen Charakters der Insel erblickt. Auch würden die völlig mittellosen Armenier die wirtschaftliche Lage der Insel noch weiter verschlimmern.
Lokales und Provinzielles.
n. Staden, 7. Juli. Heute nacht kurz nach 1 Uhr wurden wir durch Feuerrufe aus dem Schlafe geschreckt. Es brannte in der Hofraite des Pferde- und Spezereihändlers Strauß. Die hiesige Feuerwehr war rasch zur Stelle, und es gelang ihrem thatkräftigen Eingreifen, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Es brannte nur ein Schuppen und ein Stall ab.
-i- Ulrichstein, 7. Juli. Langsam und sicher schreiten die Arbeiten zur Kultivierung des Vogelsberges fort. Von Grebenhain wurden dieser Tage in unsrer Zeitung die trefflichen Ergebnisse hinsichtlich der Hutweiden gemeldet. Es hat Mühe gekostet, die Hutberechtigten unter einen Hut zu bringen; wenn aber die guten Wirkungen einmal da sind, wundern sich die Leute, daß man nicht schon längst zusammen gewirkt hat. — Eine wirklich hervorragende Arbeit ist auch für den hohen Vogelsberg im Gange, nämlich: Die Aufstellung eines Generalkulturplanes für den hohen Vogelsberg. Daran arbeitet auch Herr Geometer I. Klasse M. dahier und wir find überzeugt davon, daß alle Behörden und Personen, die dabei beteiligt sind, ein bedeutendes Werk zu stände bringen, welche das zu Ende gehende neunzehnte Jahrhundert würdig abschließen wird.
A Mainz, 7. Juli. Der Rhein ist hier in den letzten Tagen beträchtlich gestiegen, und wächst noch fortwährend. Das gleiche wird von dem Main und Neckar, sowie von den meisten Flußgebieten Mitteldeutschlands gemeldet, sodaß, wenn die heftigen Niederschläge der letzten Zeit nicht bald nachlassen, in verschiedenen Gegenden Ueberschwemmungen zu befürchten sind. — In hiesigen Buchhandlungen fanden heute vergebliche Haussuchungen nach Zolas Schriften statt. Es handelte sich um die Ausgaben, die ein Buchhändler in Budapest unbefugt nachgedruckt hat.
A Mainz, 7. Juli. Der Generalstabsarzt der Armee, Professor Dr. Coler, ist heute vormittag zur Inspektion des hiesigen Militärlazaretts hier eingetroffen. — Bei dem jüngster Tage in einem Privathause in der Nähe der Quintinskirche hier gemachten großem. Münzfunde sind Goldstücke von großem historischen Werte gefunden worden, die in Münzkabinetten zu den seltensten Stücken zählen. So befinden sich u. a. unter den Münzen: Sovreigne, vierfache Dukatenstücke von Elisabeth, Königin vvn England (1558—1603); Rosenobel, Doppeldukat von Eduard III., König von England (1327—1377); St. Martins-Doppel- gulden (1»/, Dukaten) mit der Umschrift: Ani a Moguntia; doppelte Krönungsdukaten von Mathias II., deutscher Kaiser (1612 — 1619); Doppeldukaten Ferdinand und Elisabeth (1474—1504), Castilien und Sizilien; ein Portugalöser, auch „Consado dioro“ genannt, von Johann II., König von Portugal (1481—1495); Goldgulden (sogen. Esels- dukat) des Stankt Albon-Stiftes in Mainz (1518); ein vierfaches Dukatenstück von Wolfgang von Dalberg mit dem Mainzer Rad und dem Bischofswappen. Von verschiedenen Münzen sind mehrfach Doubletten da. Der Fund gehört dem Eigenthümer des Hauses, in welchem er gefunden worden, doch wird derselbe wahrscheinlich dem städtischen Münzkabinett hier einverleibt.
A Aus dem Großherzogtum Hessen, 7. Juli. Die von der „Frankfurter Zeitung" gebrachte Mitteilung, daß der .Rücktritt des Finanzministers Küchler in nicht allzu ferner Zeit zu erwarten sei, entspricht der Wirklichkeit; denn schon bevor die neuen Steuergesetze in der Zweiten Kammer zu Ende beraten waren, schickte er sich an, fein Amt niederzulegen, und nur den Bemühungen eines eiufluß- rrichen Mitgliedes der Ersten Kammer ist es, wie man uns von sehr wohlunterrichteter Seite mitteilt, zuzuschreiben, daß Herr Küchler die Ausführung seines Entschlusses auf ein ^rzes vertagte. Unter den Mitgliedern der Ersten Kammer zirkulieren bereits Namen von Personen, die als Nachfolger Mr Herrn Küchler in Aussicht genommen seien.
Aus der Zeit für die Zett.
Vor 216 Jahren, am 9. Juli 1683, rückten die Türken mit 200000 Mann, sengend und brennend, bis vor die Mauern Wiens. Allein an dem Heldenmut der Bürgerschaft scheiterte jeder Angriff, bis Karl vonLothringen und König S obies ki der bedrängten Stadt zu Hilfe kamen. Durch eine blutige Schlacht (am 12. Sept. 1683) wurden die Belagerer zu eiligem Abzug gezwungen.
Vor 50 Jahren, am 10. und 11. Juli 1849, betraten die letzten Kolonnen der badischen Revolutionsarmee den Schweizer Boden. Nur Rastatt hielt sich noch einige Wochen unter Kämpfen und Ausfällen. Als aber Mangel an Lebensmitteln eintrat, mußte sich auch die eingeschlossene Stadt auf Gnade und Ungnade ergeben. Bald darauf wurde die alte Ordnung wieder hergestellt.
Vermischtes.
* Dr. Karl Peters in Macombe Land. Wie ein vom 7. datirter Brief mitteilt, — schreibt die T. R. — ist Dr. Karl Peters am 14. April von Nordosten ans in Macorn- bes Land einmarschiert und hat seine Forschungen sofort begonnen. Die Expedition hat auch bereits einige höchst wertvolle Ergebnisse erzielt, so daß der Erfolg der Unternehmung schon heute gesichert erscheint. Das Nähere, namentlich soweit die Auffindung alter semitischer Baureste in Frage kommt, werden wir in kurzer Zeit mitteilen können. Die Formation besteht aus quarzitischem Schiefer und Talgschiefer, gehört also der archäischen Formation an. Dazwischen liegt Quarz. Die eingeborene Bevölkerung, die sich noch ganz unabhängig fühlt, verhielt sich zunächst sehr zurückhaltend, fast feindselig. Es ist aber Dr. Peters, dem Mr. Puzeys alte Beziehungen zu der Gegend gute Dienste leisteten, bald gelungen, ein freundliches Verhältnis herzu- stellen, und jetzt ist der Verkehr mit den Eingeborenen der allerbeste. Bereits befindet sich eine Botschaft von Dr. Peters im Hauptkraal von Macombe, und dessen Söhne haben ihm in seinem Lager schon einen Besuch abgestattet, mit einer Einladung zu Macombe selbst. So liegt ba§ ganze Land des Macombe Dr. Peters' Expedition offen. Sobald er feine Arbeiten im Nordosten beendet hat, wird er das ganze Land von Norden nach Süden durchziehen. Von Europäern hat er Mr. Puzey und die beiden Minen- Jngenieure, Herrn von Napolski und Herrn Gramann, bei sich.
• Die Weinernte der Welt im Jahre 1898 wird, wie alljährlich, im „Moniteur Vinicole" zusammengestellt. An der Spitze der Weinländer steht Frankreich mit 32 y4 Millionen Hektoliter, es wurde aber im vorigen Jahre von Italien mit 3D/2 Millionen fast eingeholt. Das erstgenannte Land hatte gegen die Ernte von 1897 eine geringe Abnahme, das letztgenannte eine Zunahme von 51/, Millionen Hektoliter zu verzeichnen. Das dritte unter den Weinländern war und blieb Spanien, das eine Zunahme von annähernd 19 auf 243/4 Millionen aufwies. Nicht allgemein bekannt dürfte es sein, daß das viertreichste Land in Bezug auf Weinerzeugung Algier ist, das allerdings mit öy4 (4i/2) Millionen Hektoliter gegen die erstgenannten Länder weit zurücksteht. An fünfter Stelle stand 1897/98 Rumänien, das eine Steigerung der Ernte von 3200000 Hektoliter auf 3900000 erreichte. Die sechste Stelle nahm im vorigen Jahre Rußland ein, während es im Jahre 1897 noch hinter Portugal und Chile zurückstand. Einen außerordentlichen Aufschwung hat die Weinernte in Bulgarien genommen, das von der 17. an die 7. Stelle rückte und eine Zunahme von 1090000 auf 2 600000 erzielte. Dann folgen Chile und Portugal; Deutschland blieb im vorigen Jahre wegen der bekanntlich recht mangelhaften Ernte noch hinter Oesterreich (1900000) zurück unb trat mit 18000u0 Hekt. von der 9. an die 11. Stelle, lieber eine Million Hektar Wein erzeugten noch die Türkei mit Cyperu, Argentinien, die Vereinigten Staaten, Griechenland und die Schweiz. Es wird vielleicht überraschen, daß Ungarn nur 800000 Hektoliter hervorbrachte.
* Der Storch als Fischräuber. Fast überall in Deutschland wird der Storch geschont: man freut sich, wenn er kommt und begegnet ihm fast mit liebevoller Zärtlichkeit. Indes es sind schon mehrfach Stimmen laut geworden, die die gute Meinung, die man allgemein von dem Thun und Treiben des Storches hat, nicht für berechtigt halten; namentlich die Jünger des edlen Weidwerks wissen aus Beobachtung, daß nicht bloß der schwarze, sondern auch der weiße, der Hausstorch, manchen Junghasen, manchen Nestling brütender Vögel usw. in seinem Kropfe begräbt. Neuerdings wird auch Schädlichkeit des Storches für die Fischerei bekannt. Die „Allgemeine Fischerei-Ztg.„ hat darüber in ihrem Leserkreise eine kleine Umfrage veranstaltet. Die mitgeteilten Beobachtungen können allerdings dafür geltend gemacht werden, daß die unbedingte Schonung des Storches im Interesse des Fischerei nicht wünschenswert ist. Aus einer Gegend Posens, wo die Verhältnisse noch in ihrem natürlichen Zustande erhalten geblieben sind, schreibt ein Lehrer: Ich hatte seit 18 Jahren Gelegenheit, die Lebensweise der Störche zu beobachten. Eines Tages erlebte ich mit einem Storche Folgendes: In einer meiner Reusen fand ich einen D/2 pfüudigen Hecht, den ich vielleicht zehn Schritte vom Wasser auf die Wiese warf. Eben beschäftigt, meine Reuse wieder in Ordnung zu bringen, vernahm ich hinter mir ein Rauschen und bemerkte einen Storch, der sich abmühte, meinen Hecht fortzuschleppen. Ich verscheuchte ihn mit einer Neusenspreize. Der Storch flog etwa vierzig Schritte weg und wartete dort ruhig ab, bis ich mich entfernte, worauf er feine Beute wiederholen wollte. Ich kam aber zurück und verscheuchte ihn wiederum. Dieses Manöver wiederholte sich viermal, und jedesmal drang der Storch auf den Hecht ein. Natürlich sind die Störche bei uns gar
nicht scheu und gesellen sich öfter zu dem Federvieh auf dem Hofe." Ein anderer Beobachter schreibt, daß er oftmals . tote Fische, die dem Storch aus dem Nest gefallen seien, bemerkt habe, einmal sogar einen etwa vierpfündigen Hecht, und hat selbst gesehen, wie der Storch etwa halbpfündige Karpfen ins Nest schleppte. Der Storch besitzt für Fische scheinbar dieselbe Vorliebe wie für Frösche. Allerdings kann er Fische in klarem, durchsichtigem Wasser schlecht fangen; er fischt darum im Trüben, und zu seinen Leckereien gehören daher Schleihe, Karauschen, Hechte, Barsche, Schlammbeizger und sehr häufig junge Karpfen. Wo viel Störche in der Nähe von künstlichen Fischteichen nisten, können sie allerdings großen Schaden anrichten. Anch der bekannte Ornithologe Naumann geht in seiner „Naturgeschichte der Vögel" dem Storche sehr zu Leibe. Er erzählt, daß dieser selbst 2—21/2pfünbige Hechte seinen Jungen zutrage. Im Neste geht es dann den Gefangenen recht übel. Die jungen Störche können solche Bissen natürlich nicht bewältigen: sie hacken daher ziellos auf die Fische ein und werfen fic dabei zumeist aus dem Nest heraus. Der schwarze Storch ist als Fischräuber noch viel schlimmer, als sein weißer Bruder, aber schlimm genug treiben sie es alle beide. Die Frage, ob den Fischpächtern, die ihren Bestand durch übermäßige Räubereien der Störche gefährdet sehen, nicht wirksamere Schutzmaßregeln, als die bisher üblichen, von den Behörden gestattet werden könnten, wäre also wohl zu erwägen.
Lttteratur, Wissenschaft und Kunst.
— Kurorte und Sommerfrischen der Rheinpfalz. Von Pfarrer August Süß. Mtl 60 photographischen Abbildungen. Preis 1 Mk. Kaiserslautern, Druck und Vertag von Emil Thieme. — In diesen Tagen, wo die Sommerhitze fühlbarer wird und jeder, der es irgend ermöglichen kann, aus dem Getriebe der Städte hindurch aufs Land, in den Wald und in die Berge flüchtet, erscheint dieses Buch eben zur rechten Zeit und erfüllt zugleich durch fein Erfcheinm ein langgehegte« Bedürfnis. Der Verfasier, rühmlichst bekannt durch ein ähnliches Werk über Bäder und Sommerfrischen in Eisatz- Lothringen, bespricht, gestützt auf fleißige Studien und Erkundigungen, eingehend alle Unterkunftsverhältnisfe der metstbesuchten Punkte der Pfalz, gibt genau die von den einzelnen Hotels, Gast- und Kurhäusern geforderten Preise und die dafür gewährten Vorteile und Genüsse an und dient durch Beschreibung der Hauptsehenswürdigkeiten zugleich als Reisehandbuch, welches nicht nur den Sommerfrischlern und Kurgästen, sondern auch allen Touristen und Fremden willkommen sein. Nicht weniger als 60 nach neuen photographischen Aufnahmen angefertigte Ansichten schmücken das Werk und machen dasselbe trotz des überaus billigen Preises zugleich zu einem wertvollen Geschenkbuch, das man gern zur Erinnerung an schön verlebte Tage aufbewahren wird.
- Das deutsche Volkslied. Ueber Wesen und Werden des deutschen Volksgesanges von Dr. I. W. Bruinier. („Aus Natur und GeisteSwelt." Sammlung wissenschaftlich-gemeinverständlicher Darstellungen aus allen Gebieten deS Wissens. 12 monatliche Bändchen zu je 90 Pfg., geschmackvoll gebunden zu je Mk. 1,15, oder 54 wöchentliche Lieferungen zu je 20 Pfg.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. Die Sammlung „Aus Natur und GeisteSwelt" will vor allem zu einem tieferen Verständnisse unserer Umgebung anleiten und führen. Nichts aber ist uns näher als unser Volkstum und nichts haben wir lange so wenig verstanden wie dieses; in den weitesten Kreisen glaubte man fich seiner entledigen zu dürfen wie eines altfränkischen Gewandes, weil man nicht erkannte, daß es der sicherste Harnisch gegen alle Gefahren sei, die unserm Volke drohen. Darum ist es auf das lebhafteste zu begrüßen, daß die Teubnersche Verlagshandlung uns als neuestes Bändchen der genannten Sammlung eine gemeinverständliche Darlegung der Fragen vorlegt, die sich an eine der wichtigsten Erscheinungen deutschm Lebens, an den Volksgesang knüpfen, und zwar mit steter Bezugnahme auf den Urquell, auS dem dtefes frische Master fließt. Der in weiteren Kreisen bekannte Verfaster hat sich bestrebt alS Erzieher zugleich und als Unterwetser aufzutreten; er faßt den Begriff deS Volksliedes in dem wetteren Sinne, den ihm die heutige Wistenschaft zukommen läßt und führt daher den Leser durch die Jahrhunderte, zeigend, wie und was unser Volk seit Tacitus' Zeiten gesungen, wie die Kunstdtchtung immer befruchtend inS Volk drang und dort dem Geschmacke angepaßt wurde, wie die alte mystische Auffaffung von der Entstehung des Volksliedes, dem Wesen der Ballade heutzutage vor dem Licht der Erkenntnis zerfließt, wie wiederum die alte Klage, daß der Volksgesang auSsterbe, ihre Berechtigung habe, wie Besserung zu hoffen sei. Viele Proben werden dem Leser willkommen sein. In allen Kreisen, die ein Herz fürs Volk haben, wird dieses ansprechend auSgestattete und dabei doch so billige Büchlein freundliche Aufnahme finden; wir empfehlen eS vor allem Dolksbibliotheken, Lehrern, nationalen Schutzvereinen aller Art und jedem, der In- tereste für unser deutsches Volksleben hat.
Verkehr, Land- und Volkswirtschaft.
Gtetzerr, 8. Juli. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. dL 0.75—1.00, Hühnereier per St. 6—7 H, 2 St. 11—13 H, Enteneier 1 St. 7—8 H, Gänse» eiet per St. 10—11 -Ä, Käse 2 St. 5—6 Käsematte per St. 8 Erbsen per Liter 22 H, Linsen per Liter 32 \ Tauben per Paar JL 0.75—1.00, Hühner per St. dk 1.00—1.30, Hahnen per Stück dt 0.80—1.20, Enten per St. dt 1.60—2.C0, Gänse per Pfund dt 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 H, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 4, Schweinefleisch per Pfd. 60—72 H, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 76 Kalbfleisch per Pfd. 60—66 H, Hammelfleisch per Pfd. 50—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo 5.00 bis 7.00 dt, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr Jt 8.50—9.G0, Milch per Liter 16 4, Kirschen per Pfd. 25 bis 35 Pfg.
Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzest darf im Umherzieben nicht feilgeboten werden.
Kunst-Ausstellung. ausstellnng im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg.
^Myrrholin-Seife unübertroffen xur 'föaut- und Schönheitspflege. (Sls beste 'Kjnderseife ärztlich empfohlen, ffleberall, auch in den (Apotheken, erhältlich.


