Ausgabe 
9.6.1899 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

64.

4530

Vermietungen

('Mene stellen

'M- irten : ech iing" f inemt . bai notoc kehr ei 9:$ntn n wirk, n Seiji

chen nr jählig! : Rtgimm!' «es bkch iS DM rfurt, »i schnikl i rgarkn b , daß hrM , bem rc ton§r t ftfn*r M" int k# litte' W= ün-;

W ün<

R n fe

N l?

SS

S?:

ZweiSettstelttumitMatratze« sowie ein Küchenschrank sofort zu ver- kaufen. Stetnstratze 45, n.

#CnbSer<inaU8ä,i3utnlßen®eZ abend sanden in Berlin und Nnrnrten 19 sozialistische Versammlungen gegen die sogen, ff u ch h a u s -Vorlage statt? In stim.lichen stark besuch -n Verlannnlunaen wurde nach dem R- erat eine« 9ted)MaB9= SZ in. gleichlautende Resolution angenommen in welcher gegen die Vorlage Protest -rhoben wtrd Man solle von dem Reichskanzler die volle KoalitionS-Frech fordern, wie solche schon vor längerer Zeit versprochen WUtbiheftlb 8. Juni Di- Verhandlungen zwischen den Seidenstoff-Fabrikanten und den Arbeitern sind geschei er Guarober Strike scheint d-mzusolg- unvermeidlich.

Wien 8 Juni. Jetzt glaubt man zum erstenmal«: be- stimm? an ett^en K o m p r ° miß, zu. d-ss°n Abschluß Herr v Szell nach Wien kam. Man erzählt, Szell «er bereu, I ^n Termin^ für die Zollgemeinschaft um em Jahr, bis 1905 zu verlängern, wofür die österreichische Regierung in all^ anderen'Punkten nachgeben würde In pol.ttscheu Kreisen hält man es für unmöglich, daß Graf Thun seinen Widerstand in der Bankfrage aufgeben und dabei im Amte bleiben könne. Man glaubt im Gegenteil, Szell werde den Kompromiß mit einem neuernannten Ministerpräsidenten WS: 8. Ium. Wie aus zuverlässiger Quelle ver- lautet wird General Zurlinden der Freilassung Picauarts, die am Freitag seitens der Anklagekammer eriolaen wird, kein Hindernis in den Weg legen.

f W 8. Jun? W) Depeschen aus Cayenne waren all- Bemühungen, Dreyfus zu interviewen, vergeblich, da er von einem Gendarmerie-Hauptmann und vier Gendarmen streng bewacht wurde. Er ist indessen bei guter Gesundheit.

I wenn auch erschöpft. ______

Hd. Frankfurt °. SW., 8. Juni, 2 Uhr 5 Mim nach­mittags. (Telephonmeldung.) Heute v°rmi«alwurde di 13. Landwirtschaftliche Wanderausstellung vom | «rinren Wilhelm von Hessen iw Auftrage oes wegen'plätzlicher Erkrankung verhinderten Gr°bh-rz°g§> mit einem Hoch auf den Kaiser eröffnet. Landwirtschaftsmintster v Hammerstein begrüßte die Versammlung namens der Staatsregierung und schloß Mit emem Hoch f Protektor der Ausstellung, den Großherzog. Der Ob Präsident Graf Zedtlitz-Trützschler wünschte der Gesellschaft ein Blühen, Gedeihen und Wachsen. Oberbürgermeister Adickes sprach im Namen der Stadt, Graf dlrmm-Criewen dankte allen Rednern und "schloß mit einem Hoch auf die . Stadt Frankfurt. _______

nie

#5!

'n,»*

V** W F li«*. sL »I *.

E M*..

hort

dir dtr & nrrav^. t2W' idoD«11 , rtP E

ÄjÜ fS> < *£

tF

»che statt.

Gießen, den 8. Juni 1899.

Die Armen-DeputaÜon der ©tobt Gießen.

*ht *61 a«lfc. m fa­

x' Bom Laude, 7. Juni. Fast H Tage früher als irtil rtitb jetzt schon allenthalben die Heuernte m Angriff auimnen Der Mangel an Arbeitskräften, der sich be- stsck-tt in der Sommerzeit sehr fühlbar macht, hat viele i'tabwtle veranlaßt, sich Mähmaschinen zu beschaffen , hier Mtnk kri llaben sich auch mehrere kleinere Landwirte zum I a L »emi amen Bezug von landwirtschaftlichen Maschinen ver- I M s7r Art ve?°inigt. Diese Art der Selbsthilfe verdien. aidßttortiS Nachahmung. r ftpht I

4- Kesftlbach, 7. Ium. Ein großer Verlust steht I utilerei Gemeinde bevor, indem Herr Lehrer Muzins in I 'Tagen nach Egelsbach bei Darmstadt übersiedeln tflfcb Der Scheidende wußte sich durch sein p^chttteues I tSBiitfH und sein liebenswürdiges, zuvorkommendes Wesen I

Licke und Anhänglichkeit wohl sämtlicher Gememdeglieder I .,,.vn^rtjen Mit Bedauern sieht man ihn deshalb von I und die besten Wünsche begleiten ihn an den ((iner künftigen Wirksamkeit. . ,

L Staden/6. Juni. Die hiesige Gemeinde kaufte ^iterir vorbehältlich kreisamtlicher Genehmigung die am I Isibenbe unseres Städtchens gelegene von ©tun sche KL für 46000 Mk. Sie besteht aus einem etwa ^Mraen^ großen, schönen Park, einem geräumigen Schloß »mit ausaedehnten Nebengebäuden und einem zweistöckigen iShnÄ, das früher dem Gärtner zur Wohnung ange- e Mi(L war Die Gemeinde beabsichtigt, durch den Park

Sttaßen zu legen und das daran stoßende Gelände M Aauvlätze zu verwerten. Das Schloß wird jedenfalls im Schulhause eingerichtet, da der Schulsaal die Schuler, L Zahl in den letzten Jahren ganz bedeutend zugenommen

^RiZer.M>-st°d!,°" K.^JMi. Herr Bürgermeister fintier hier, der schon 46 Jahre unserer Gemeinde vor-

«nde? diese am Südende unseres Städtchens in die Orts- ftH'i ein.

W. Friedberg, 6. Juni. Dar Programm für das . 26. Gau-Turnfest des Gaues Heffen, das am^17. l«. und 19. Juni auf der Seewiese hier abgehalten wird, st iekt endgütiq festgestellt. Danach beginnt das Emzel-Wett- I turnen am Sonntag den 78. um 7 ttyt(t 10'/. Uhr an ist Konzert aus dem Festplatz. Der Fes z g wird nachmittags 2 Uhr am Mainzer Thor ausgestellt UN nach seinem Eintreffen aus der Seewiese nut emer Rede begrüßt werden. Hieraus folgen Freiübungen, Turmn d Musterriegen, Konzert und Tanz. Abends 8 Uhr st die Preisverteilung statt, auf welche abermals Konzert u Tanz folgen. Für den Montag sind vorgesehen, um 1 I Uhr vormittags Frühschoppen mit Konzert auf dem^Fest- vlatz nachmittags 3 Uhr Turnspiele, Damenreigen, Volks belustigungen, Konzert und Tanz, bei emtretender Dunkelhei I i großes F^uerw k ^ni. Entgegen den Rachric^en ver- I schiedener Blätter, daß Landgerichtsdirektor Küchler: m Darmstadt, Klage wegen verleumderischer Be eidig dasMainzer Journal" erhoben habe, teüt das Scannt Blatt mit, daß es bis jetzt noch die angedrohte Klage er

I warte: im übrigen bemerkt dasMainzer Journal , daß | es dem Prozeß mit größter Seelenruhe entgegensehe, nach- < I dem es seine Mappe der Staatsanwaltschaft geöffnet und für sein schwer belastendes Material sehr wichtige Zeugen angegeben habe. - Schneller als man erwartete, sind die

I hiesigen Maurer in Ausstand getreten, ^dem dieselben beretts heute die Arbeit niedergelegt habenAn Stelle de seitherigen Akkordlohns verlangen sie bei wstundiger Arbeits- eit einen Minimallohn von 45 Pfennig pro Stunde Lehr- linge sollen im ersten Jahre 10 imzweiten Jahre 15 und

I im dritten Jahre 20 Pfennig ine Stunde erhalten. Für Parliere ist der Mindestlohn 50 Pfennig pro Stunde an- qesetzt. Die Forderung wurde heute den Bauunternehmern von hier und Kastel unterbreitet - Wegen des schon lange schwebenden Erwerbes verschiedener mtlitarsiskalischer Gebäude hier, trifft im Laufe dieser Woche General von H eringen, Abteilungschef im Kriegsministerium, von Berlin I hier ein. __ --

02095] Weißbindergesellen, Anstreicher und Handlanger sofort gesucht gegen hohen Lohn. Phil« Schaefer.

Neueste Meldungen.

Depeschen deS Bureau .Herold". ^ WhÄRÄ «

Tu»9e<"ui- L?e Vettagungdürfteach ttwa 14 Tagen erfolgen können. Der Wiederzufammentritt de« Reichstages ist für den 1 . N -

Bekanntmachung.

D>, w.ii»«sw«.wätaSSÄK ,.stag den IO. Juni er., morgens nm 5 Uhr, in der Slavi

Gingesandt.

Gießen, 8. Juni 1899.

Sehr geehrter Herr Redakteur!

qu dem gestrigen Eingesandt machen Sie die ^bmerkung, daß I Sie die Sache für erledigt erachten. Da aber wiederholt aus mich I

m-reins 1885 nur zwei heraus, und mit Ausnahme dieser beiden I Punkte kann also jener Artikel als erledigt und genehmig adl acta

ffieÄnbo X e?bT gam'MtoblWW

NVS ÄÄ imüÄÄÄS ' ffieftiiunflen des D. R.-B. anwendbar seien, nach welchen npfnhrpn to^ben ift Nach diesen ist aber eine Aenderung des iM Beisein der Preisrichter bekannt gegebenen Resultats, nachdem gegen

v._ Ncritande der .Wanderer" habe ich ihn jedoch unter der WM Ä Ä

M^ÄSESLS

Das zweite große Radwettfahren auujto Sportplatz an der Hardt wird voraussichtl.ch 'M ein auswärtiger Dienstknecht, ' weDte gestern per Rad hier ankam und dasfelbe zum Ver- hLnsihaßt entwendete. Gestern wurde das Mädchen aus

fr* That ertappt. ,ur

* Hnndebrfitzer werden gewarnt, ihre Hunde zur MMeiit ?abends nach 9 Uhr) auf den Straßen ohne Auf- äüL »herlaufen zu laffen, und -rsuchl, da-'lästigean- bXbi Bellen derselben zu verhindern, da sonst '» beiden

« ;=»« % S-; eähMmerunb sonstige mit ihren Grundstücken an SMieu angrenzenden Grundbesitzer darauf aufmerksam '-diL daß bei trockener und warmer Witterung täglich ziMcu 6 bis 8 Uhr vormittags und 12 bis 2 Uhr Mags die Trottoire und Fußwege mit reinem PBasser gründlich zu begießen sind.

Junger BarbiergehUfe ofort gesucht. _ O2O98

L, Dechert, Fri'eur, Grunbergerstr. 13.

Tüchtiger Schneidergehilfe ^^Wilh."Schmidt, Rodheim a. Bieber.

Töchtise Dreher, Schlosser, Former finden dauernde, gute Anstellung bei

Gauhe, Gockel Sf Co., Maschinenfabrik und Eisengießerei, vberlahpstein ft. Rhein. 4526

4518] Wegen Versetzung ist der mittl. Stock per 1. Oktober, eventl. auch früher, zu vermieten._________Ostanlage 31.

4513] Schöne Mansarde, 4 große »immer, sofort an ruhige Leute zu ver- mieten. Grünbergerstratze 54.

4534] Ein kleines Logis per 1. Juli zu vermieten. M. Levi, Seltersweg 35.

02093s Möbl. Zimmer zu vermieten.

Wottengaffe 26, I.

' 02090] Möbl. Zimmer zu vermieten.

Bleichstratze 14, Mittelstock^

Schwurgericht.

w. Gießen, den 7. Juni 1899. (Schluß der Verhandlung gegen Joh. Engelbert Diehl von Hoch-Weisel wegen Versuchs des Verbrechens gegen die Sittlichkeit.)

Die Geschworenen sprachen den Angeklagten aus § nichtschuldig, verurteilten denselben aber aus § 176, Aos. , des Str.-G. unter Zubilligung mildernder Umstände. Der Gerichtshof erkannte auf eine Gefängnisstrafe von zehn Monaten.

W. Gießen, den 8. Juni 1899.

Heute Vormittag wird die Verhaiidlung gegen Joh. Stede IDE. von Blofeld wegen Verbrechens gegen die Sitt­lichkeit fortgesetzt. Auf Antrag des Staatsanwalts wird während derselben die Oeffentlichkett ausgeschlossen.

us der Landrichter Dr. Müller'sche« Stiftung )u Darm.

find durch die unterzeichnete Behörde zwei Unterstützung - ^ate von jährlich 500 Mar! an bedürftige, elterulofe v Studierende der Rcchtswiffenschaft au» den Provinzen Star enburg . veraeben. Zur Bewerbung um diese Legate mit 3W

wird hiermit eine Frist von vier Wochen

^Darmstadt, am 5. Juni 1899.

Bern ui Schulz-Posen zur Besichtigung der Station hier I '' Geamtt'. Herren, die zu dem Zwecke eptra hierher ge- H'' .am« waren beabsichtigen, für die Provinz Posen e.ne 111 k-'' eb-nsttz- Station, verbunden mit

in En. Sie nahmen unter Führung des 1. Vorsitzenden des j'kMgelvereins das hier geschaffene Werk mit Genug- | thuiiiji in allen seinen Teilen auf das genaueste m Au.gen- rx.^ir. [rihtpn die aetroffenen prakttschen und vorzügliche Sungeu sehr, und sprachen sich übereinstimmend dahm au« )iiß die Station als Musterstation gelten konnte.

Münieu. Erwerbung. Die wertvolle Münzen- ia«.lun7'd's verstorRnet. Dr. Ernst Slewitz ist ,°MLt-rhessischen Geschichtsverein für tetnnMfn morden Wie verlautet, steuert die (L-tavl iDiefieu t Stumme 1000 Mk. zu, und der Rest von 1503«! wird vom Geschichtsverein aufgebracht. Die ^Vna soll einen Wert von mindestens 5000 Mk. haben dieser Betrag auch von außerhalb dafür geboten rot * sein. Die Erben des Herrn Dr. Dewitz haben e übtet in dankenswerter Weise vorgezogen, dem Gefchichts- ve -m für das Gießener Museum die Sammlung zu

unterbleiben müsien, mit der ftm 27. in oftentjtjwr >u einem Autzfluge nack ArnSburg am Tage deS Rennfestes « geladen wurde, zu dem der Vorsitzende des »Radfahrer BeremS aro Preisrichter eingeladen war und äugenommer» hatte. Dies zur faktischen Berichtigung deS gestrigen Emgefandt und zum b^e Verständnis der ganzen Sachlage, die niemandmehr bedauer a'S der Unterzeichnete. Wenn ich noch anfuge, daß die O-nfe^ im Gießener Anzeiger' in dieser Sache brSher zweimal. » aekommen ist, so glaube ich, die Bitte aussprecken zu dürfen, ^yren Kesern auch diese zweite Bekanntgabe der Dtesse'te m der Ihnen ,,-rnne. nicht b°r-n.^.-n

Aus -er Zeit für die Zeit.

Vor 29 Jahren, am 9. Juni 1870, starb auf feinem Landaut Gadskill bei London der englische Romanschris^ stellet Charles Dickens, genannt Bvz, der sich durch

I chatfe Beobachtung und drolligen Humor vuSzeichnet. Sem Sittenroman gewährt nicht bloS Unterhaltung und B-lehrung, er luchte auch Mißstände aller Art zu rügen und allent- balben das Los der Armen und Bedrückten zu bessern. Seine Wirksamkeit gehört zu den wohlthätigst«b dtt ie ein

I Schriftsteller geübt. Er wurde am 7. Februar 1812 zu I Landport bei Portsmouth geboren.

I em bet otur btt uttb ßwft n.» k'M.Ü-n-1 8. IM.., zwilchen U n. >2 Uhr mt.t.s«.

I NObiamen'fche Badeanstalt.

02094] Schuhmacheraesellen sucht «arl Müller, Liebigstraße '

02100] Schreinergehllfe bei gutem Lohn gesucht von______H» Sack, Schreiner.

02097] Schreiner für Reparaturen flej. Näheres in der Expedition d. Blattes.

Mäher gesucht.

02096 I. « Spietz, Mittelweg 7.

22091] Zum 1. Juli ein erfahr.Mädchen für alle Häusl. Arbeiten i. kl. Haush. ges.

Wo? sagt die Expedition d. Blattes.

4522] Zuverläfsige Frau oder Mädchen für Monatsstelle gegen guten Lohn gesucht.

Bahnhosstrahe 63, III.

02101] Ein ordentliches Mädchen tags­über in kinderlosen Haushalt gesucht.

_________ LirdwigSPlatz 14, H.

Lehrmädchen

auS achtbarer Familie für ein Woll« und Weißwarengeschäft gegen Vergütung ge­sucht. Offerten unter Chiffre R. 0. 4533 an die Expedition dieses BlatteS.