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I Handels und Weinvertriebs, hat einstimmig beschlossen: Eine Steuerreform, mit einer Weinsteuer verbunden, ist von so großem und unberechenbarem Nachteil für den gesamten I hessischen Weinbau und Weinhandel, daß dieselbe als gänz- I lich unannehmbar bezeichnet werden muß. Durch Ein- I führung einer Weinsteuer wird für die vielen Tausende von Weininteressenten nicht nur keine Reform oder Besserung
I ihrer steuerlichen Lage erreicht, sondern vielmehr gegen den seitherigen Zustand eine bedeutende Verschlechterung und unerträgliche Erschwerung ihrer Erwerbsverhältnisse herbeigeführt. Angesichts des Umstandes, daß es als Hauptzweck der Steuerreform bezeichnet wird, die Lage der Landwirtschaft zu verbessern und eine gerechtere Verteilung der Steuerlasten zu erzielen, müssen wir entschieden darauf Hinweisen, daß die Weinproduzenten insgesamt der Landwirtschaft angehören; wir müssen betonen, daß sowohl der Weinbau selbst, als auch alle mit diesem zusammenhängenden landwirtschaftlichen Betriebe bei Einführung der Steuerreform, wenn mit einer Weinsteuer verbunden, durch letztere aufs schwerste belastet werden, indem nach unserer gewissenhaften und unerschütterlichen Ueberzeugung der Winzer stets in letzter Linie die Weinsteuer tragen muß, weil sie der Kon- sument nicht übernehmen wird. Insbesondere erklären wir, daß die sämtlichen Weininteressenten, vom Winzer bis zum Weinkleinverkäufer ohne Ausnahme, sich von den Wohlthaten der Steuerreform ausgeschlossen betrachten müssen, sofern diese mit einer Weinsteuer zur Annahme gelangt. Daß diese ungerechteste, dem Produkte des heimischen Bodens auferlegte Ausnahmesteuer aber zu chrer Beseitigung wieder eine neue Quelle der erbitterndsten, vielleicht Jahrzehnte dauernden und Unsummen von Zeit und Geld verschlingenden Agitation erschließen würde, deren tiefe moralische Schäden gewiß nicht in dem entferntesten Verhältnisse zu dem wirklichen Erträgnisse der hohe Erhebungskosten erfordernden Weinsteuer stehen, sei noch ganz besonders hervorgehoben. Vertrauend auf den gerechten Sinn der Herren Abgeordneten hoher zweiter Kammer richten wie an dieselben das ebenso ergebene als dringende Ersuchen, bei Beratung der Steuervorlagen die Weinsteuer, deren Einführung gerade- ; ZU ein Unglück für den Weinbau Hessens bedeuten würde, i unter allen Umständen und in jeder Form abzulehnen. Mainz, den 5. April 1899. In Vertretung der Weinproduzenten, Weinhändler und Weinverkäufer des Großherzogtums Hessen: Das Landes-Komite." Diese Resolution soll mit den Namen der mehr als 200 Landeskomitee-Mitglieder, von welchen mehr als die Hälfte Weinproduzenten sind, der Großh. Regierung und 2. Kammer der Landstände eingereicht werden. Man gibt sich der Erwartung hin, daß die Staatsregierung und 2. Kammer eine Steuerreform nichts durchführen werden, welche nicht nur alle Wein-Interessenten von den Wohlthaten der Steuerreform ausschließt, I sondern dieselbe noch weit mehr als jetzt belastet. Auch I wurde der Anregung allseitig zugestimmt, im Falle der An- I uahme der Weinsteuer, einen „Bund aller Weininteressenten I für das Großherzogtum Hessen" sofort zu bilden, dessen erste Aufgabe sein werde, mit allen gesetzlichen Mitteln aber größter Entschiedenheit die Wiederabschassung der als ungerecht und einseitig zu bezeichnenden Weinsteuer herbeizuführen.
denn auch eifrig mit der Aussaat beschäftigt. Das Land bearbeitet sich recht gut. — Die Wintersaat zeigt einen vorzüglichen Stand, ebenso der Klee, welcher eine gute Ernte erhoffen läßt. Sträucher und Hecken beginnen zu grünen, und hier und da erblickt man schon Kirschbäume, deren Aeste und Zweige in Blütenschnee gehüllt sind.
x Gruuberg, 7. April. Bekanntlich ist in dem hiesigen „Schloß" das Amtsgericht untergebracht, und in dem nach Norden ziehenden Flügel ist die Dienstwohnung für den Oberförster der Oberförsterei Grünberg eingerichtet. Nach Vollendung des neuen Amtsgerichtsgebäudes an der Londorfer Straße, dessen Bau in diesem Frühjahr in Angriff genommen wurde, soll die Distriktseinnehmerei nebst Dienstwohnung für den Distriktseinnehmer, sowie die Dienstwohnung für den Oberförster der Oberförsterei Nieder- Ohmen in das „Schloß" verlegt werden.
D Alsfeld, 7. April. Nachdem nunmehr die Errichtung einer Molkereischule für weibliches Molkereipersonal nach den Vorschlägen des landwirtschaftlichen Provinzialvereins von feiten des Großh. Ministeriums genehmigt ist, werden die weiteren Vorbereitungen zur Eröffnung der Anstalt möglichst beschleunigt werden, sodaß der erste Kursus noch in diesem Semester seinen Anfang nehmen kann. Vorsitzender des Kuratoriums ist nach den bezügl. Beschlüssen des Ausschusses des Provinzialvereins der jeweilige Kreisrat des Kreises Lauterbach, z. Zt Herr Dr. Wallau, Leiter der Anstalt Herr Molkereidirektor Backhaus in Lauterbach. Anfragen wegen Besuchs der Schule können jetzt schon an die genannten Herrn gerichtet werden.
Von der Bergstraße, 6. April. Zur Warnung fei , wieder folgender Fall mitgeteilt: Schreiber dieser Zeilen las in letzter Woche eine Anpreisung über ein „Heilverfahren", das von der Schweiz aus angepriesen wurde. Es kam ihm auf einen Brief mit verlangten einliegenden 30 Pfg. in Briefmarken nicht an, um sich für seine seit Jahren erkrankte Frau Rat (?) zu erholen. Drei Tage darauf kam ein eingeschriebener Brief mit einer Nachnahme von 6 Mk. 50 Pfg. für in Aussicht gestellte „Arzneimittel", anderen Tages auch schon, bevor die Einlösung des Briefes erfolgt war, die angekündigte Sendung von einem Apotheker in Herisau in der Schweiz mit einer weiteren Nachnahme von 6,50 Mk. Selbstredend wurden „Medikamente" und die Briefuachnahme nicht angenommen, der Schwindel I war zu offenbar. — Es handelt sich um einen gewissen I Jürgensen, vor dessen Treiben schon mehrfach gewarnt I wurde.
Mainz, 6. April. Nach dreistündiger Beratung fand in I der heutigen Stadtverordnetenversammlung der Haushaltsvoranschlag für das Rechnungsjahr 1899/1900 seine Genehmigung. Die in Vorschlag gebrachten Aenderungen, I bic sich meist auf eine Herabsetzung der Ausgaben bezogen, fanden die Zustimmung der Versammlung. Dr. Masserell gab die Anregung, an die Errichtung einer Heilanstalt für Lungenkranke zu denken. Diese Angelegenheit soll nun dem- I nächst den Ortsgesundheitsrat beschäftigen. — Ein Antrag Haas, den Kindern der Volksschule die Lehrmittel unentgelt- I iid) zu verabfolgen, wurde mit allen gegen 3 Stimmen ab- I gelehnt. Ein weiterer Antrag Schäfer, Schreib- und Zeichenmaterialien den Kindern unentgeltlich zu liefern, wurde eben- I falls abgelehnt. Bis jetzt werden jährlich Mk. 6000 für die Lieferung von Lehrmitteln an unbemittelte Schulkinder aufgewendet. Stadtv. Haas teilte noch mit, daß die sozialdemokratische Fraktion wegen der in Aussicht stehenden Steuerreform einen Antrag auf Aufhebung des Oktrois diesmal nicht einbringen werde.
Mainz, 6. April. Das hiesige Gewerkschaftskartell hat an die Arbeiter von Mainz und Umgegend die Aufforderung erlassen, während des in Frankfurt ausgebrochenen Brauerstreikes kein Frankfurter Bier zu trinken.
Mainz, 7. April. Am 5. d. M. fand dahier eine von I allen Teilen des Großherzogtums, besonders aber von I Weinproduzenten gut besuchte Sitzung des Weinsteuer- Landeskomitees statt, in welcher u. a. ein Antrag genehmigt I wurde, eine aus Vertretern des hessischen Weinbaues und Weinhandels bestehende Deputation an Se. König!. Hoheit den Großherzog Ernst Ludwig zu entsenden. Ferner wurde folgende Resolution angenommen: „Das I heute in Mainz versammelte Weinsteuer-Landeskomitee, als gewählte Vertretung des hessischen Weinbaues, Wein-
Vermischtes.
* Ein Totenschiff. Der Transportdampfer „Roumania" hat Santiago de Cuba verlassen, um die gesammelten Leichen der auf Cuba und Portorico umgekommenen amerikanischen Soldaten nach den Vereinigten Staaten zu überführen. Die Zahl der an Bord der „Roumania" befindlichen Särge beläuft sich auf 1900. Die Ueberrefte derjenigen Soldaten, deren Personalien festgestellt wurden, sollen den Familien derselben ausgeliefert werden. Für die nicht identifizierten Toten hingegen ist ein Massengrab auf dem berühmten Arlington-Militärsriedhofe in der Nähe der Bundeshauptstadt Washington bereitet. Der spanisch- amerikanische Krieg hat übrigens von seinem Ausbruch am 1. Mai 1898 bis zum 28. Februar 1899 den Vereinigten Staaten insgesammt 5731 Mann gekostet. Davon fielen vor dem Feinde nur 329. An ihren Wunden starben 125. Der große Rest, 5277, ging an Fiebern und dem berüchtigten corned roast beef der Chicagoer Fleischlieferanten zu Grunde.
" liebet einen Meteorfund meldet man aus Petersburg: Ein großes Meteor, welches am 24. Februar in der Nähe von Helsingfors ins Meer stürzte, scheint jetzt gefunden zu sein. Nach anstrengender Untersuchung des gewaltigen Loches, das das Meteor in das Eis geschlagen hat, und das 25 Fuß Tiefe aufweist, sind zwei Steine im Eise bei Bjurboele gefunden worden; der eine liegt ungefähr mitten in der Oeffnung cirka 1 Meter hoch, schmal, unten breiter als oben, und steht beinahe lotrecht. Der andere, mehr seitwärts liegend, ist größer und von grober Landmasse umgeben. Der erstere wird als der gesuchte Meteorstein angenommen. Die Untersuchung geht noch immer vorwärts unter Leitung Magister Brofeldts. Professor Nordenstjölds Assistent, Dr. Lindström aus Stockholm, ist am Ort der Katastrophe eingetrofien, um hier Studien anzustellen.
Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen.
Aufgebote.
April: 1. Johannes Jäger, Fußgendarm dahier, mit Lisette Barbara Schanz zu Bellen-Fallthor. 5. Wilhelm Heinrich Horst, Bergwerks-Beamter zu Gießen, mit Anna Maria Margarethe Auguste Wolf hiersilbst. 5. Eduard ©immer, Schneider dahier, mit Maria Magdalene Lamm Hierselbst. 6. Dr. Carl Friedrich Schulz, prakt. »riLiUc5re.n!’urt 1 M., mit Dorothea Johanna Louise Margarethe Beltha Adolphine Hollmann hierselbst.
Wahl zu Ohren, er suchte uns aufzuheben, wir erhielten rechtzeitig Wind und trollten, ich als der letzte, durch die Engelsgasse nach der Burg. In der Mitte dieser Gasse führt noch heute ein ganz enges Zwingerchen, das sog. enge Gäßchen nach der Kaiserstraße. Ich schlüpfte hinein, und Freund Wahl hinter mir her, ohne mit seiner Taillenweite von 136 Zentimeter zu rechnen. In der Mitte des Zwingerchens saß Freund Wahl plötzlich fest, er konnte nieoer vorwärts noch rückwärts, denn fein Paletot hatte ficb in einen aus der Bretterwand hervorstehenden Nagel verfangen. Auf der Kaiserstraße (damals die „Breite Straße" genannt) angelangt, schaute ich noch einmal zurück unö konnte notdürftig unterscheiden, daß Herr Wahl nicht mehr vorwärts rückte. Ohne weiteren Unfall langte ich in der Burg an. Vierundzwanzig Jahre später, anno 1883, begegneten rotr uns in Nauheim und auch bei dem „groben W'r'chen" m Friedberg wieder, wo wir uns an die schönen Betten zurück erinnerten. Ich könnte noch Dutzende von Schnurren und von luftigen Streichen vorführen, wenn nicht der Raunt schon zu sehr in Anspruch genommen worden wäre. Den heben Freunden aber, die den 40 Sebenttag mitfeterten, mochte ich auch auf diesem Weae noch einmal zurufen:
Laßt uns fest und treu Zusammenhalten in alter Freundschaft und darnach streben---auch den 50
Jahrestag, geistig und körperlich rüstig, feiern zu helfen Obs gelingt?
Zuin bevorstehenden 80. Geburtstage des Quickborn-Dichtero ÄU* Groth rüstet sich auch der K un st w ar t seine Feier. Der Verlag Kn . uns darüber: Das 14. Heft, das in etwa acht Tagen erscheint, >o .allen Kunstgebieten zunächst Klaus Groth gewidmet sein. Vicht nut allgemein üblich literarisch-kritische Würdigung, sondern eine wrg Auswahl seiner eignen Gedichte wendet sich an das Verständnis der, die von ihm bisher achtlos vorübergegangen sind. Dte xuse eg eines von Brahms vertonten Groth'schen Liedes findet siü um Notenbellagen, Hans Olde, der bekannte Maler und ’
Dichters, hat des alten Herrn ehrwürdige Gestalt in außerordenl ■ Tuschzeichnung festgehalten und diese uns für unsere Silbabbru lasten, und ein anderer Schleswig-Holfieiner, Adolf ®arlt _ .
warmen Worten, wie hoch der Poet unter den Großen unserer sein Haupt erheben darf. Wer den Kunstwart bei bie|er recht deutlich kennen will, der verlange dieses Groth Hest m o Handlungen oder direkt vom Kunstwart-Berlag, München.
Die neuesten Werke der drei größten lebenden Schneller de Auslands: Emile Zola, Leo Tolstoj und Rudyard fliplin# f*nttn vereinigt in dem Programm, mit dem „Aus f remö<« 30tt8tn' ' die in Stuttgart erscheinende Zeitschrift für die mobtrit GrMung» litteratur des Auslandes, in ihrem soeben audgegebenen Ct" vor ihre Leser tritt „Aus fremden Zungen" veröffentlicht iutWt:n neuen großen Roman Leo Tolstojs, „Auferstehung", in der em;>; ständigen, vom Berfaster autorisierten Uebersetzung von Zl'e ^rapnn un. Wadim Tronin, sowie eine Anzahl von Erzählungen au» dem neuen?« höchst originellen Buche von Rudyard Kipling. An diese Werke «uv sich Emile ZolaS neuer Roman „Fruchtbarkeit" anschließen, der Ivir^. wegen des darin behandelten Stoffes — Frankreichs Entvölker-m^uiu die ihr zu Grunde liegende Sittenlosigkeit — wie um der des Autors willen das größte Aufsehen erregen wirb. — Da« cim \ de« laufenden Jahrgangs von „Aus fremden Zungen" sstutt^- Deutsche Verlags-Anstalt — monatlich erscheinen 2 Hefte A 50 Wenn* ist durch jede Buchhandlung zur Ansicht zu erhalten.
Eheschlietzrrrr-err.
AprU: 1. Michael Synowztk, Htttsdremser dabte, Katharine Diehl hterfelbst. 5 Georg Friedrich Herttü?"iM^r
I ebjunft zu Ruhpolding, mit Marie Lousse Äeumaimbto Geborene.
März: 27. Dem Spengler Hemrich Lich eine To»«.,
I Fabrikarbeiter Heinrich Nachtigall ein Sohn. 29 Dem 7ts: Bernhard Krause ein Sohn 29 Dem Taglöhner eine Tochter, Susanne Frida. 31. Dem BertchtSs-retb^ Heinrich Ruppel eine Tochter. April: 1. Dem U<bo/etOr?n?
I Hermann Max Ihle ein Sobn. 1. Dem Kaufmann
I ein Sohn, HanS. 1. Dem Fuhgendarm Philips Esttpaer
I Clara. 2. Dem Generalagenten Ltppmann Weil eiminAt
I 3. Dem Hausburschen Heinrich Philippi eine Tochter
| 4. Dem Heilgehilfen und Masseur Heinrich Kraushaar hL, > -lrfl Emma Margarethe Christine. 4. Dem Restaurateur
I eine Tochter.
Oestorbene«
April: 2. Katharine Schmidt, geb. Crb, 31 Iah« ,s.
von Fuhrmann Georg Schmidt dahier. 2. Lina Seeboi Xcv*1 I alt, von Langenau. 3. Theodor Heinrich Jacob Bürau' \ v* I alt, König! Oberförster dahier. 3. Carl Triesch, 37
Landwirt zu Hohenroth. 4. Dr. Benedict Levi, 92 Jatt^'V vinzial-Rabbtner i. P. dahier. 5. Christine Kreiltna 74 Jahre alt, Witwe von Fabrikarbeiter Johannes
Kitteratur, Wissenschaft und
Kürschners Bücherschatz. Die reichhaltigste und
I belletristische Sammlung, von der wöchentlich ein ca. 128 ettin^T I illustrierter Band erscheint (Berlin, Hermann Hillger Verla») T6- I r«ts in das zweite Hundert ihrer Bände eingetreten. Sie JL. ' I jetzt dem alten vortrefflichen Grundsatz treu: nur Abgeschlossenes w ' so daß der Leser nie durch ein „Fortsetzung folgt" in seinem dL? stört wird. Daß jeder ihrer Bände trotz des wertvollen Miltr reichen Illustrationen und geschmackvollen Ausstattung nut »l
I (15 Kr.) kostet, macht die Sammlung zugleich zu der billigsten '^ I bibliothek, deren Einführung überall nicht warm genug empfohlen kann. Die Bände 101-105 enthalten die folgenden Werte 101 Moritz von Reichenbach: „Josefa", Roman. ^VLemes reichbegabten Volkskindes, das, zur Dame erzogen nttZ Tode der Pflegeeltern mit verfeinerten Gewohnheiten und sprächen dem Kampf ums Dasein plötzlich wieder schutzlos unb w’: gegenübersteht. Wie Josefa in diesem Kampf sich durch &ib ;u-n /■ hmdurchringt, das schildert der vorliegende Roman in einer Xeti* B'lbern, die frisch nach der Natur gezeichnet erscheinen - bic Scenerie dazu eine Oberschlesische Dorfhütte oder ein OrM-- Wiener Salon bildet.
109, Llenbeck: „Der gute Doktor", Erzählung, ükaiü' einer kleinen Stadt, in dessen Mittelpunkt ein btattfetta.' guter, wenn auch etwas sonderbarer Arzt steht, der nicht num - - - sondern auch die Seelen zu kurieren versteht. Einer alten Ity** bu sich in Seelenpein über die Härte gegen den früh oerftorbenm 6:V. verzehrt, hilft er zum Frieden, indem er ihr in einer von iV ’ gewonnenen Waise die Tochter des Frühverstorbenen zuführt. Son * als väterlicher Liebe für das junge, schöne Mädchen erfüllt, befittbt:
I stch' als er sicht, daß das jungfräuliche Herz einem jüngeren illaiw r gegenschlagt, und findet seine Befriedigung im Glücke der anb<r:n .• indem er dem blinden Bruder der Geliebten das Augenlicht roieUrcis 103 Op'N Read: „Leon Gansett", Roman. Dec orijtnzi -E-VVamerikanische Schriftsteller Opm Read erscheint hier zum er. mal in deutschem Gewände vor dem Publikum und wird sich zwenck.', einen großen Interessentenkreis erwerben. Wie Wenige versteht er charakteristischen Typen zu schildern, aus denen sich das buntichn!» amerikanische Volksleben zusammensetzt. Dabei weiß er auch über ^>j.: rem und Abenteuerlichem, an dem es natürlich nicht fehlt, eine )olt> Fülle von Humor auszugießen, daß es niemals abstoßend wirkt. Net ^ spannendster Unterhaltung bietet „Leon Gansett^ dem Leser einen Scha oon Belehrung, so daß er auch aus der Ferne das amrrckamfche Vov leben verstehen lernt.
104. *• ®* von Suttner: „Gebrandmarkt", Roman. Luür -^-"^Esührt uns in ein gräfliches Haus, dessen materielle Basis aui h? Diebstahl eines Testamentes begründet ist. Das Verbrechen verjolgl»- Thäter, seine Tochter wird die Gattin eines vornehmen Schurken, hinter das Geheimnis seines Schwiegervaters kommt und eS zu thpre^c Zwecken gegen diesen ausbeutet. Verzweifelt nimmt sich der Unzllk liche das Leben. Sein Sohn hat inzwischen erkannt, daß das Al.'je: dem er durch Zufall genaht ist und dessen Liebe ihn allein machen kann, die durch die Schuid seines Vaters benachteiligte lick* i Er verzichtet auf das Erbe und glaubt es seiner Ehre schuldig ji la auch auf den Besitz der Geliebt-n verzichten zu müssen. bringt ihn im Verein mit einem Freunde von der irrigen NW zurück, und wird nun nicht nur mit Liebe, sondern auch mit fci i * Seine.
10^ Marco Brociner: „Im Banne der Leidenschaft', -».WAus den Freuden der Burschenherclichkeit und aufl ben n-i Beziehungen zu einer lebenslustigen Schauspielerin, wird der fcelb tot". Erzählung, ein flotter Bruder Studio, herausgerisscn, um aus Seicht Großvaters eine vom Vater an den Rand des Ruins gebrachte jirJ zu übernehmen und sich mit seiner Base zu verloben, deren der Vater bei seiner Mißwirtschaft betrügerischer Weise angegriM i- Mutig übernimmt er die geschäftlichen Pflichten, aber den .teutn der leichtfertigen Tochter Thaliens kann er nicht widerstehen, vnblich t« ihrer Flatterhaftigkeit überzeugt, .'ehrt er reuig zu seiner Braut, b;e sch» die Geliebte seiner Jugend gewesen ist, zurück, und wird liikool p dauerndem Glücke ausgenommen, -r- Ein überaus temperamentvoll.') Lebensbild aus Rumänien „Florica" ist der Novelle angeschloi?« zeigt Brociners Eigenart von der besonders charakteristischen Seif-
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