Ausgabe 
9.2.1899 Zweites Blatt
 
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zu hohem Ansehen in seiner engeren Heimat gebracht hat, und auch vom Wahlkreise Tilsit-Niederung mehrfach in den deutschen Reichstag entsandt wurde, war sein Nebenbuhler um die Gunst der schönen Emma Steinburg. Jordan aber stach ihn in glänzendem Siege aus und erwarb sich das Herz des jungen Mädchens fürs Leben. Diesen Triumph hat ihm der alte Jugendgenosse, wie er mir selbst als alter Mann versicherte, nie vergeben. Er ist im Jahre 1893 auf einem Gute in der Nähe von Tilsit gestorben.

Als Primaner wechselte Jordan seine Wohnung. Er siedelte in das Haus eines Verwandten seiner Familie, des Oberlehrers Heydenreich, über, eines alten, etwas schwer­hörigen, aber feingebildeten Herrn, der in der Prima den deutschen Unterricht gab, und dem der kecke Jüngling wegen der schmalen Kost wenig Ruhe bei Tag und Nacht ließ. Doch der sonst so böse Bube zeigte sich in der Schule stets wacker, und es mußte ihm Onkel Heydenreich immer und immer wieder verzeihen, und im Grunde genommen waren Pensions-Vater und -Sohn auch ganz gute Freunde.

Mit einem anderen Lehrer hatte sich ein reges Freund­schaftsband angeknüpft. Das warder alte" Gisevius, der im Gedächtnis der älteren ehemaligen Schüler des Tilsiter Gymnasiums noch heute lebt, nicht zum wenigsten auch durch das Denkmal, das ihm sein Schüler, Freund und Kollege, der nun auch schon verstorbene Oberlehrer Schickopp, in seiner kleinen SchriftEduard Gisevius" gesetzt hat. Jordan erinnert sich heute noch gern des alten Enthusiasten von herrlichem Gemüt bei so harmlosen als oft grillenhaften Liebhabereien", und hat in seinem 70. Lebensjahre in einem Aufsatz, der im Jahrgang

1888/89 vonlieber Land und Meer" enthalten ist, seiner "' ......ii- d.. Lichaucr, die die Landbevölkerung der nordöstlichen Teiles von Ostpreußen bilden, zu erwärmen wußte. Der Ober­primaner lernte so eine Sage kennen, die sich an das Schloß des deutschen Ritterordens tn s-mer Vaterstadt Raqnit knüpst und von dem Kriege zur Unt-ri°chung und Bekehrung der Lithauer zum Christentum berichtet. Diese Legende gefiel Wilhelm dermaßen, daß er sie poetischi zu bearbeiten unternahm. Das ziemlich umsangr-ch- Gedicht schrieb er in der Strophe des mittelhochdeutschen Nibelungen- fjpnpä

Als der 3. August 1838, der 68. Geburtstag König Friedrich Wilhelms III, heranrückte, da wurde Jordan die Aufgabe zu teil, zu der Gymnasialfeier mit einer Dekla­mation aufzutreten. Er wurde aufgefordert, einen Vor­schlag zur Wahl des Stückes zu machen und nannte SchillersLied von der Glocke". Doch das Lehrerkollegium hatte auf Gisevius' Vorschlag beschlossen, daß ^ordan sem eigenes Opus vortragen solle. Und so geschah es. Vor mindestens 400 Zuhörern sprach der glückliche junge Dichter frei aus dem Gedächtnis fast l/2 Stunde lang seine DichtungRagaina". .

Im Jahre 1838 bestand Jordan in Tilsit das Matun- täts-Examen und ging nach Königsberg, um Theologie zu studieren. ,. .

Bald aber wandte er sich der Philosophie und schließlich den Naturwissenschaften zu. Sie sind, neben der Poesie, sein Leben lang seine Lieblingsbeschäftigung gewesen. Fast

vielfach gegenüber gleichalterigen Angehörigen anderer Be- I amtenkategorien im Gehalte zurückstehen; 4) ob die Regierung nicht gewillt ist, etwaige Härten des Gesetzes oder Ungleich­heiten in der Berechnung der Dienstzeit eventuell im Wege der Gesetzgebung zu beseitigen. Der Abg. Euler bean­tragt : die Gewährung von Stipendien seitens des Staates für junge unbemittelte Leute an der Bergstraße zwecks Er­möglichung des Besuchs der Großh. Wein- und Obst­bauschule in Oppenheim a. Rh. und nach erfolgter Ausbildung einer Anzahl derselben, die Errichtung von Weinbergmusteranlagen mit Versuchsstationen an mehreren Orten der Bergstraße, gleichfalls auf Staatskosten. Der Bericht des Büreaus über die Eingabe der Metzger- Innung von Gießen, betreffend die Zuziehung von Sachverständigen zu den Ausschußverhandlungen der Zweiten Kammer der Stände, von dem Abg. Köhler (Langsdorf) als Antrag übergeben, gipfelt darin: der fraglichen ©tngabe der Metzgerinnung bezw. dem Antrag des Abg. Köhler (Langsdorf) keine Folge zu geben. Eine große Anzahl Berichterstattungen des Ersten Ausschusses der Zweiten Kammer liegt vor. Derselbe beantragt zur Vorlage der Großh. Ministerien des Innern und der Finanzen, betr. die Kosten für den laufenden Betrieb des physikalischen und physikalisch-chemischen Instituts der Landes-Universität, der Regierung zu diesem Zwecke für die Zeit vom 1. April 189ii bis' Ende März 1900 die Summe von 9850 Mk. zu Lasten der Ueberschüsse aus früheren Finanzperioden zur Verfügung zu stellen. Zum Antrag des Abg. Reinhart, betreffend Bewilligung eines Staatsbeitrages für die deutsche Versuchs-Anstalt für Lederindustrie in Freiberg i. S., be­antragt der Ausschuß, diesen Antrag vorerst für erledigt zu erklären. Zur Vorstellung des Komitees für Erbauung einer Nebenbahn BüdingenOber-Seemen und Bü­dingenLindheim, betreffend die Erbauung dieser Bahnen, wird beantragt, die Vorstellung für erledigt zu erklären. Weiter wird die Zustimmung beantragt zur Vorlage Großh. Ministeriums des Innern, betreffend die Einführung der elektrischen Beleuchtung der Landesirrenanstalt zu Heppen­heim (40000 Mk.)

** Parlamentarisches. An die zweite Kammer der Stände richtet sich ein Antrag des Abg. Backes: Hohe Kammer der Stände wolle an Großh. Staatsregierung das Ersuchen richten, bei Aufstellung des Hauptvoranschlags der Staats-Einnahmen und -Ausgaben pro 1900/1903 zu berücksichtigen und die erforderlichen Summen einzustellen: 1) für die persönlichen Kosten der obligatorischen Fort­bildungsschulen im Großherzogtum; 2) für die persönlichen Kosten für sämtliche Volksschulen aller Gemeinden, welche nicht Städte-Ordnung haben. Von diesen Gemeinden wird nach der Zahl der Bürger und nach Verhältnis der Steuer­kraft derselben eine entsprechende, durch Gesetz geregelte Pauschalsumme jährlich in die Staatskasse gezahlt. Be­stehende Stiftungen, sowie Naturalienbezüge als Besoldungs­teile finden hierbei geeignete Berücksichtigung. Die Be­gründung des Antrages lautet: Nach der Auffassung her­vorragender Staatsmänner und Pädagogen gehört die Volks­schule unter die ausschließliche Leitung des Staates. In unferm Großherzogtum Hessen ist der Staat im Besitz der wichtigsten Rechte 'und leitet und beaufsichtigt die Volks­schule fast voll und ganz. Hieraus erwächst ihm aber auch die Pflicht, die Lasten für die Volksschulen zu übernehmen. Eine sofortige Uebernahme aller Lasten auf den Staat, ohne Beihilfe der Gemeinden, dürfte eine allzugroße, allzu­plötzliche Vermehrung der Ausgaben ergeben; deshalb dürfte sich für eine allmähliche Ueberleitung zur vollen Staats­übernahme der angegebene Modus, der in ähnlicher Weise schon seit Jahren in Baden besteht, empfehlen. Für die Volksschullehrer würde es außer anderer in dienstlicher und sozialer Hinsicht von wohlthätigem Einfluß sein, wenn sie ihren Gehalt in regelmäßigen Terminen durch die Distrikts- einnehmer erhielten. Derselbe Abgeordnete beantragt: Großh. Regierung zu ersuchen, den Landständen eine Ge­setzesvorlage zugehen zu lassen, durch welche Artikel 10 des Besoldungsgesetzes für die Volksschullehrer im Großherzogtum Hessen dahin abgeändert wird, daß: in Gemeinden mit 5 bis 11 Lehrerstellen eine Lehrerstelle, in Gemeinden mit

Bügeln und Kochen unterrichtet; die Stadt leistete dazu einen Zuschuß von 1207 Mk. 50 Pfg. Die Erfolge der Haushaltungsschule find befriedigend und das Jntereffe an derselben nimmt stetig zu. In der Fortbildungs­chule wurden im Ganzen 347 Schüler in 3 Gruppen unterrichtet; die Schule erforderte einen Kostenaufwand von 1674 Mk. 15 Pfg. Die vom Kaufmännischen Verein gegründete und betriebene Kaufmännische Fort­bildungsschule mit Lehrlingsheim hat anhaltenden An- klag gefunden; der Sommerkurs war von 59 Schülern be­sucht, am Winterkurs nahmen 125 Schüler teil. Das Lehrlingsheim wurde durchschnittlich von 22 jungen Leuten besucht. Die Erweiterte Handwerker­schule (Tagschule) haben besucht im Sommer 1897 10 Schüler, im Winter 1897/98 79 Schüler. Die Sonn- taqszeichenschule besuchten im Sommer 1897 137, im Winter 1897/98 179 Schüler. In der Alice sch ule nahmen am Unterricht teil im Weißzeugnähen 50, Sticken 21, Kleidernähen 12, Bügeln 38, am Lehrerinnenkurs 9, nm Kochkurs 51 Schülerinnen. Am Feierabend für Lehrlinge, dessen Bibliothek fleißig benutzt wurde, nahmen im Winter 1897/98 in den Abendstunden von 610 Uhr im Ganzen 167 Lehrlinge teil; der stärkste Besuch an etntm Abend betrug 122, der schwächste 26 Lehrlinge. Die Zahl der in der Kleinkinderschule aufgenommenen Kinder von 2736 Jahren hat betragen im Sommer 1897 224, im Winter 237 Kinder. (Forts, folgt.)

Odeuhauseu, 6. Februar. In der Nacht vom Sonntag auf Montag gegen 7,12 Uhr wurden die Bewohner Oden­hausens durch Feuersignale erschreckt. Bis sich die Feuerwehr sammeln konnte, standen die Scheuern des Pachters Götte im Freiherrlich Rabenauischen Hof in hellen Flammen. Dem thatkräftigen Eingreifen der Feuerwehr, welche später noch durch die von Rüddingshausen, Geilshaulen, Londm Kesselbach und Weitershain unterstützt wurde, gelang H, des Feuers Herr zu werden, sodaß nur die drei Scheuern, in welchen sich noch viel Stroh, Wicken, wie auch die sehr wertvollen landwirtschaftlichen Maschinen befanden, ver­brannten. Die Entstehungsursache ist bis jetzt unbekannt.

§ Hungen, 4. Februar. Bei der heutigen Verpach. tuna der hiesigen Gemeindejagd war eine Jagd­gesellschaft von Frankfurt a. M. mit 3100 Mark letzt­bietender. Bei der zuerst vorgenommenen einzelnen Ver­pachtung der vier Jagdbezirke waren insgesamt gegen 1900 Mark geboten worden, während die darauf vor- genommene Verpachtung der gesamten Jagd obiges günstige Resultat erzielte. Der Mehrerlös im Vergleich zu der seitherigen Jagdpacht beträgt für unsere Gemeinde gegen 2000 Mark pro Jahr oder gegen 12000 Mark tn sechs

'n Von der mittleren Nidda, 6. Februar. Gestern hat uns der diesjährige Winter den ersten Schnee gebracht und damit der Wintersaat die für ihre Erhaltung so not­wendige Schutzdecke. Unter den Fuhrwerken fallen setzt ta hochgeladenen Müllerwagen auf. Das Frachtgeschäft geht eben recht lebhaft. Die Landleute haben noch mehr auf Lager als in früheren Jahren um diese Zeit. Der meiste Weizen wird von den bedeutenden Handelsmühlen an der Nidda und Nidder aufgekauft. Dort ist unser Wetterauer i Weizen immer gesucht und wird etwas höher bezahlt als 1 anderer. Gegenwärtig werden 16.50 Mk. bis 16.75 Mk. für den Doppelcentner bezahlt. Das diesjährige Sänger fest des Nidderthal-Sängerbundes wird nach dem Beschluß der Delegiertenversammlung in Eichen abgehalten werden.

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12 bis 17 Lehrerstellen können zwei, in Gemeinden mit 18 bis 22 Lehrerstellen drei und sofort von je weiteren echs Lehrerstellen immer je eine weitere Stelle ständig offen gelassen und von Schulverwaltern versehen werden kann Die Begründung des Antrags lautet: Die gesetzl­iche Bestimmung, daß 7< der Lehrerstellen in größeren Ge­meinden ständig offen gelaufen werden könne, hat in vielen Gemeinden und insbesondere in den größeren Städten dahin geführt, daß ein erheblicher Teil der Schulverwalter erst nach 8 bis 10 und mehr Dienstjahren zur definitiven An­stellung gelangen kann. Diese erleiden hierdurch einen, mrch nichts gerechtfertigten erheblichen pekuniären Verlust. Nicht wenige Gemeinden und Städte haben seither schon Anstellungen über diesen Bruchteil hinaus beantragt, und wurden diese in den meisten Fällen von Großh. Regierung genehmigt. Bor dem Jahre 1872 gab es im Großherzogtum Hessen derartige ständig offen zu haltende Lehrerstellen über­haupt nicht; auch in Preußen erfolgt die definitive An­stellung der Volksschullehrer auf jeder Stelle nach be­standener Schlußprüfung. Es liegt im Interesse der Schule und des Lehrerstandes, daß die Zahl der ständig offen zu lassenden Stellen eine Einschränkung erfährt.

** Allgemeiner Bericht über die städtische Verwaltung im Jahr 1897/98. (Forts.) Neber die Statistik des Standesamts für das Kalenderjahr 1897 haben wir bereits zu Anfang des vor. Jahres berichtet. Heber den Stand der Unterrichts- anstalten ist folgendes zu berichten: Die Vorschule des Gymnasiums besuchten im Sommer 1897 105, im Winter 1897/98 99 Schüler. Das Realgymnasium (9 Klaffen) besuchten im Sommer 1897 275, im Winter 1897/98 262 Schüler, die Realschule (7 Klassen) im Sommer 1897 271, im Winter 1897/98 267 Schüler, die Vor­schule beider Anstalten im Sommer 1897 131, im Winter 1897/98 134 Schüler. Die vereinigten Anstalten haben im Berichtsjahr neben einem Staatszuschuß von 19 723 Mk. 82 Pfg. für die Hälfte der aus der Schulgeld­einnahme nicht gedeckten persönlichen Ausgaben, sowie für die sachlichen Kosten einen Zuschuß aus der Stadtkasse beansprucht von 34562 Mk. 15 Pfg., sonach von 52 Mk. 5 Pfg. für den Schüler (ohne die Verzinsung und Abschreibung an den Baukapitalien) und von 81 Mk. 75 Pfg. einschließlich des Staatszuschusses. Die höhere Mädchenschule be­suchten in 10 Klassen einschließlich der 3 Vorschulklassen tm Sommer 1897 304, im Winter 1897/98 296 Schülerinnen; die erweiterte Volksschule für Mädchen in 8 Klassen einschließlich der 3 Vorschulklassen im Sommer 1897 189, im Winter 1897/98 190 Schülerinnen. Der Zuschuß aus der Stadtkasse zu den Kosten der hier vereinigten Schulen beträgt im abgelaufenen Jahre 31 742 Mk. 89 Pfg. oder 64 Mk. 85 Pfg. für eine Schülerin (ohne die Verzinsung und Abschreibung der Baukapitalien). Die Stadt- knabenschule besuchten in 8 Klassen, von denen 6 in je 2 Hälften, die 8. in 3 Abteilungen unterrichtet werden: im Sommer 1897 856, im Winter 1897/98 849 Knaben. Die Stadtmädchenschule besuchten in 8 Klassen, von welchen 7 in je 2 Hälften, die 8. in 3 Abteilungen unterrichtet wurden, im Sommer 1897 987, im Winter 1897/98 1000 Schüler. An dem Unterricht für Stotterer nahmen 21 Knaben und 4 Mädchen und 16 Stammler (Knaben) teil; von den ersteren konnten 5 als geheilt, die übrigen als wesentlich gebessert bezeichnet werden. Der Zuschuß aus der Stadtkasse zu den Kosten der Volksschule (ohne Knaben- und Mädchenhort), Haushaltungsschule, Handfertigkeitsunterricht und Fortbildungsschule beträgt tm Berichtsjahr 85 120 Mk. 47 Pfg., sonach für ein Schulkind 46 Mk. 11 Pfg. (ohne Verzinsung und Abschreibung der Baukapitalien). Der Knabenhort war von durch­schnittlich 50 Knaben, der Mädchenhort von durchschnitt­lich 45 Mädchen besucht. - Der fakultative Hand­fertigkeitsunterricht für Schüler aller Lehranstalten wurde in je 2 Abteilungen für Papparbeiten und für Kerb- schnittarbeiten gehalten. Der Zuschuß der Stadt berechnete sich auf 577 Mk. In den Räumen des Schulhauses tn der Mädchenschule in der Neustadt wurde ein besmiderer Haushaltungsunterricht abgehalten; 21 schulent­lassene Mädchen wurden im Weißnähen, Maschmennahen,

ausnahmlos find seine Werke davon Zeugen. Von iW« zu sprechen habe ich mir hier nicht zur Aufgabe geE Von einer parlamentarischen Thätigkeit in den Iaht 1848/49, in denen er mit Arndt, Uhland, Anastasius W- Moritz Hartmann, Heinrich Laube zu den Mitgliedernder ersten deutschen Nationalversammlung in der Paulsnrcye z Frankfurt a. M. gehörte, ist in den letzten Monaten in «r Tagespresse vielfach die Rede gewesen und so bliebe mu- davon zu erzählen wenig übrig. Ich will weiteren Kreil nur ein Bild entrollen von der frühesten Jugendzeit Dichters, der am heutigen Tage in seinem Hause Taunusplatz zu Frankfurt a. M. seinen 80. Geburtstag begeht. Noch viel zu wenig bekannt sind dem oeutL, Volke die Dichtungen Wilhelm Jordans. Nur wenige ps Felsen ragen aus der allgemeinen Litteratur-Ueberschwein ung der letzten 60 Jahre weithin sichtbar hervor.

Werk aber steht wie ein von einem Leuchtturm genow stolzer Fels inmitten der brausenden Brandung, umhegt einem mit kühnem Schaffensmute errichteten Bollwerke, f festigt durch inneren Wert, das einzige Epos, das uni Tage geschaffen, eine dichterische Großthat. In ihm I Geist und Leben uralter Zeiten heraufbeschworen vom der neuesten Zeit zu neuem Leben im Lichte der Gegen es ist ein deutsch-nationales Werk von tiefgehender Bedeu für unser Volk. Das sind dieNibelungen" Wilhelm J dans, ein Werk, das die religiösen Empfindungen des deu 1^ Mannes der Gegenwart in unvergleichlicher Weise äusam ' faßt. Möge dem heute 80jährigen Dichter manche J seine von den Vätern ererbte Hünenkraft bewahrt ole seinem Ruhm und seines deutschen Vaterlandes Ehre­

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