Ausgabe 
8.10.1899 Drittes Blatt
 
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Städtischer Arbeitsnachweis Gießen

©artenftrafce L.

Angebot der Arbeitnehmer r 2 Taglöhner, 1 Hausbursche, 1 Frau zur selbstständigen Führung eines Haushaltes, 2 Dienstmädchen, 1 Hausmädchen, 1 Kindermädchen.

Nachfrage der Arbeitgeber r 1 Drechsler, 1 Spengler, 2 Weißbinder, 1 tückt. Küfer für Holzarbeit, 1 Messerschmied, 1 jüngerer Schlosser, 1 Heizer, S Schneider, 1 Sckremer, 1 Schreinerlehrlmg gegen tägliche Vergütung, I Lehrling für eine Sckirmfabrik gegen tägliche Bezahlung, 2 Laufmädchen, 3 Lauffrauen, 4 Dienstmädchen, 1 Kindermädchen, 2 Waschfrauen für ständige Wochenarbeit, 1 Waschfrau, 3 Hausburschen, 1 Fuhrknecht, eine größere Anzahl Taglöhner.

Der die Stadtarmen behandelnde Arzt, Herr Dr. Metzger wohnt

Mcestraße 19, II.

Derselbe nimmt Bestellungen für die Stadtbesuche Armer worgeus 7% bis 8 Uhr, nachmittags 2y2 bis 3 Uhr in seiner Wohnung entgegen; ebenso auch morgens von 10V2 bis 12V, Uhr in der medizinischen Klinik, um welche Zeit daselbst die Sprechstunde für nicht bettlägerige arme Kranke abgehalten wird.

Armen amt Gießen. 7203

Bekanntmachung.

In dem Firmenregister des unterfertigten Gerichts wurde folgendes eingetragen:

1. Ludwig Sommer zu Klein-Linden betreibt daselbst unter der Firma seines Namens vom 1. Oktober 1899 ab ein Kolonialwarengefchäst.

2. Philipp Wagner XIII. zu Gießen betreibt daselbst unter der FirmaPh. Wagner^ seit 1. September l. I. ein kaufmännisches Ge schäft mit Porzellan-, Glas-, Thon-, Steingut- und Emaillewaren, sowie mit Küchen- und Haushaltungsgegenständen.

8. Das seither zu Heuchelheim unter der FirmaBusch <L Mylius" von Adolf Busch und Heinrich Mylius dahier in offener Handelsgesellschaft betriebene Cigarren-Fabrikationsgeschäft ist unter Beibehaltung der alten Firmenbezeichnung auf die derzeitigen Inhaber der Firma Rinn & Cloos -u Heuchelheim, nämlich Ludwig Rinn von Heuchelheim und Heinrich Wilhelm Cloos von Nidda, vom 1. Oktober 1899 ab übergegangen.

4. Kaufmann Sally Klebe zu Gießen betreibt daselbst unter der Firma seines Namens seit Oktober 1896 einen Handel mit Därmen und sonstigen tierischen Abfällen.

Gießen, den 4. Oktober 1899. 7176

Grobherzogliches Amtsgericht.

Neuenhagen.

MlljUltlllchMM

Submission.

Für die Großh. neuen Kliniken in Gießen soll die Lieferung nach- benannter Produkte auf dem öffent­lichen Submissionswege vergeben «erden und zwar:

20 Ctr. Aepfel,

600 gute Speisekartoffeln (500 (Str.magnum bonum, 100 Ctr. feine gelbe),

15 Mäuschenkartoffeln,

10 untererdige Kohlrabi,

2 obererdige Kohlrabi,

10 Zwiebeln,

2 rote Rüben,

2 , Meerrettig,

10 gelbe Rüben,

35 Weißkraut,

150 Stück Rotkraut,

400 Wirsing,

200 Lauch, 360 Sellerie.

Die Lieferungsbedingungen und der Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 können auf dem Verwaltungs­bureau der neuen Kliniken an den Wochentagen nachmittags von 3 bis 5 Uhr eingefeheu werden.

Offerten unter Beischluß von Musterproben sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Dienstag den 17. Ok­tober 1899, mittags 12 Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau einzureichen.

Zuschlag erfolgt am 25. Oktober 1899. 7092

Gießen, dm 1. Oktober 1899.

Großh. Verwaltungsdirektion _______der neuen Kliniken._________

Vergebung.

Für das Großh. Provinzial.Arrest- haus dahier soll die Lieferung von sa. lOOOO Kilo abgetrockneter, guter Speisekartoffelu, sowie der folgenden, für die Zeit vom 1. November 1899 bis 31. März 1900 erforderlichen Verzehrnugs- und Berbrauchsgegeustände:

Brod, Wecke, Eier, Bohnen, Erbsen, L-.nsen, Reis, Gerst», Gries, Hafergrütze, Nudeln, Mehl, Chokolade, Thee, Zucker, Kaffee, Milch, Salz, Pfeffer, Muskatnuß, Nelken, Kümmel, Lorbeerblätter, Essig, Gurken, Schweineschmalz, Butter, Cocos-

nußbutter, OchsenfLlsch, Kalb- fleisch, Schweinefleisch, Frank­furter Würstchen, gemischte Wurst, Heringe, Handkäse, Mohnöl, Crystallöl, Petroleum, Zündhölzer, Besen verschiedener Art, Seife, Schmierseife, Soda, Putzpulver, Vitriol, Spiritus, weißer Sand, Stroh, Thran, Wichse, Fensterleder, ferner die Entleerung der Senkgruben

während der angegebenen Zeit im Submissionswege vergeben werden. Versiegelte Angebote und soweit lhunlich Proben find kostenfrei bis zum Eröffnunqstermine:

Mittwoch dkn 25. Oktober 1899,

Vormittags 10 W,

auf der Kanzlei Großh. Staats­anwaltschaft dahier, Justtzgebäude, Zimmer Nr. 43, niederzulegen.

Bis zu diesem Termine werden auch Gebote auf die fich im Pro- vinzial-Arresthause ergebenden Küchen­abfälle, Lumpen und das abgängige Lagerstroh entgegengenommen.

Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerial­erlaß vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betr., enthaltenen allgemeinen und den von dem Unter­zeichneten aufgestellten besonderen Bedingungen, welche auf der Kanzlei Großh. Staatsanwaltschaft eingesehen und gegen Erstattung der Schreib- gebühren bezogen werden können.

Bezüglich der Cocosnußbutter kann der Zuschlag erst nach stattgefundener Prüfung der vorzulegenden Proben ourch den Anstaltsarzt erfolgen, im übrigen bleibt der Zuschlag 3 Tage vorbehalten.

Gießen, den 4. Oktober 1899.

DerGrotzh. Oberstaatsanwalt am Landgericht der Provinz Oberhesseu.

_______Dr. Güngerich. 7211

Krlmnntmachullg.

Wir suchen zum baldigen Eintritt für dauernde Beschäftigung einen mit den Kanzlei- und Rechnungsgeschästen ver­trauten Bureaugehilfen mit schöner, gewandter Handschrift als Bauschreiber. Bewerber, welche nach Babelsberger stenographieren können, erhalten bei sonst gleicher Qualifikation den Vorzug.

Meldungen mit selbstgeschriebenem Lebenslauf, Zeugnissen oder Empfehlungen und Bezablungsansprüchen sind bis zum 15. d. Mts. bei unterfertigter Behörde einzureichen.

Gießen, den 6. Oktober 1899.

Großh. Kulturinspektion Gießen.

Wißmann. 7210

Stahl.

7189

geschäft.

Kutscher gesucht

Huhn, Hoflohnkutscher.

6919

(Offene Stellen

Gg. Rühl, Hirzenhain, Dillkreis.

6889] Suche noch mehrere tüchtige rbetter

Obstverkauf.

Die im Kreisamtsgebäude dahier lagernden

Kelter-Aepfel

(ca. 15 bis 20 Eentner) sollen ver­kauft werden. Angebote hierfür find bis Mittwoch den 11. d. M., vormittags 9 Uhr, im Amts- zimmer desUnterreichneten einzureichen. Gießen, den 5. Oktober 1899. Der Großh. Kreisbauinspektor.

Energischer und folger Münn

zum Verkauf eines gangbaren Haus­haltungsartikels gegen festen Lohn und Provision per sofort gesucht Offerten unter 8. K. 6847 an die Expedition dieses Blattes erbeten.

Ein junger Techniker, welcher auch kaufmännisch ausgebildet sein muß, kann sofort oder später Stellung erhalten.

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Ich suche für mein Manufaktur- Warengeschäft einen Lehrling. 6833 Butzbach._________Louis Wietzler.

Ein kräftiger Zunge kann gegen sofortige Vergütung ein gutes Handwerk lernen. 6836 Wo? sagt die Expedition d. Bl.

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Mein Tanz-Unterricht 6;ginnt wieder

Wonlag den 16. Gktober.

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Fried. Roese,

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