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8.9.1899 Zweites Blatt
 
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Feier von Johann Gutenbergs 500jährigem Geburtstage die Anregung gab, und seit sechs Jahren ist immer wieder an dieser Stelle darauf hingewiesen worden, daß es sich um die Ehrung eines der größten Lichtbringer handle. Es hat vieler Aufsätze u. s. w. bedurft, um das allgemeine Interesse zu wecken und für die Feier eine feste Basis zu gewinnen, denn bekanntlich steht das Jahr der Geburt Gutenbergs nicht fest, man weiß nur, daß er um die Neige des 14. Jahr­hunderts in Mainz zur Welt kam. Nun, im Sommer 1900 werden sich die Vertreter der Kulturstaaten wenigstens der bedeutendsten in Mainz zusammenfinden; ist doch die Feier, weil Gutenbergs Kunst der ganzen Welt gehört, eine internationale. Aber wir Deutsche gehen in der Völker­freundschaft gleich immer zu weit, und nur zu oft wird noch das Gute in der Fremde gesucht. So ist jetzt in verschiedenen Blättern folgende Mitteilung aus Mainz zu lesen:Zur 500jährigen Geburtsfeier Gutenbergs wurde in einer gestern abend stattgehabten Kommissionssitzung der Organisations- Plan definitiv festgestellt und die Ausschüsse gebildet. Letztere bestehen aus einem Zentralausschuß, aus einem litterarischen Ausschuß, aus einem Ausschuß für die akademische Feier und das Gutenbergsmuseum, sowie einem Fest- und Empfangs­ausschuß. Für sämtliche Ausschüsse find bekannte Männer der Bürgerschaft in ansehnlicher Zahl normiert worden. Erwähnung verdient, daß die Festleitung bemüht ist, den Altmeister Verdi zur Komposition der Festkantate zu be­wegen." Also um mit einem großen Namen paradieren zu können, wird nach Italien gegangen und Altmeister Verdi in Ergebenheit um eine Komposition gebeten. Ich muß annehmen, daß diese Nachricht richtig ist, denn ein Widerruf von maßgebender Stelle ist nicht erfolgt. Ist denn Deutschland so arm an bedeutenden Komponisten, daß man sich bittend an das Ausland wenden muß? Der Aufruf, der u. a. auch den Namen des Reichskanzlers trägt, ist ebenfalls charakteristisch. Unterzeichnet sind eine Menge Bibliothekare, sehr viele Professoren, aber wenig Männer des praktischen Lebens. Aber auch ein Teil hervorragender deutscher Gelehrtennamen fehlt. Die Litteratur wird nur durch Paul Heyse, Rudolf v. Gottschall und Otto v. Leixner vertreten. Gerhart Hauptmann, Sudermann, Fulda, Wilden­bruch, Karl Frenzel, Wolzogen, Bulthaupt, Detlev v. Lilien- ttbn, Johannes Fastenrath, Scherenberg sucht man vergebens. Aber völlig mißachtet ist die Presse. Zwar stehen die Namen der Vorsitzenden des Buchgewerbevereins, des Tarifamts der deutschen Buchdrucker und der deutschen Buchdrucker-Berufs- genossenschast unter dem Aufrufe, aber die Presse für sich existiert nicht. Dafür ist man bei' dem Staatssekretär des Reichspostamtes v. Podbielski nicht vergeblich um seine Unter­schrift vorstellig geworden."

Wetzlar, 5. September. Wie verlautet, ist der Betrieb einer neuen Heilquelle in unserem Lahnthale, des Karlsprudels bei Biskirchen an der Selterser Grenze, er­öffnet worden. Nach der Analyse ist die Quelle eine der reichsten an natürlicher Kohlensäure und doppelkohlensaurem Lithion, welches bekanntlich- von großer Wirkung gegen rheumatische Leiden sein soll und hat ihrer ganzen Zu­sammensetzung nach viel Ähnlichkeit mit den Wildunger Quellen. Sie wird daher als eine Heilquelle ersten Ranges anzusehen sein und möchten wir den Besitzern wohl wünschen, daß ihre Hoffnung sich erfülle, die Quelle werde ein Segen nicht nur für bie nähere Umgebung sein, der ihr Ertrag in erster Linie zugute kommen soll, sondern auch im Aus­lande bekannt werden.

T- Vermischtes.

* Kassel, 6. September. Der Reichstags-Abge­ordnete für denKreis Kassel-Melsungen, Sani­tätsrat En dem an n hatte das Unglück, den linken Ober­arm zu brechen. Bei einer dienstlichen Wagenfahrt nach der Erziehungsanstalt Rengshausen geriet der Wagen in den Chausseegraben und wurde umgeworfen. Der mit­fahrende Stadtrat Loof kam mit einigen Quetschwunden davon.

* Danzig, 5. September. Nach einem soeben erfolgten Schriftwechsel zwischen dem Kabinett der Kaiserin und dem Pfarrer Lutze zu Langfuhr findet die Einweihung der neuen evangelischen Gemeinde- und Garnison­kirche zu Langfuhr bestimmt in Gegenwart des Kaiser­paares und voraussichtlich am 5. Oktober statt.

* Wien, 6. September. Der Advokatvr. Schiestl hat zweifellos den Mord und Selbstmord wegen seiner zerrütteten Vermögensverhältnisse verübt. Wie demB. L. A." gemeldet wird, wurden in den im Geldschranke ge­fundenen Packeten die mit den Namen der beiden Schwestern und deren Kinder versehen waren, wohl viele Lose und Aktien gefunden, aber bei weitem nicht das ganze Vermögen derselben, sondern nur ein kleiner Teil. Ein gleichfalls in dem Geldschrank gefundener Brief Schiestls an seinen Schwager, den Notar Hild, enthält das Geständnis, daß er das Vermögen der ganzen Familie fast vollständig in Spekulationen verloren habe. (Vergl. gestrige Nummer).

* Graz, 6. September. Die Leiche des seit Ende Juli vermißten Gemeinderates Dr. Sander wurde in Mallnitz (Hohe Tauern) von Hirtenknaben aufgefunden.

Brussel, 6. September. Am Montag wurde hier der internationale Kongreß über sittenpolizeiliche Gesetzgebung (Maßnahmen inbetreff der Prostitution und damit zusammenhängender Krankheiten) eröffnet. Die Zahl der Teilnehmer beträgt über 250. Fast alle Länder sind vertreten. Zum Vorsitzenden wurde der frühere belgische Justizminister, Staatsminister Jules Lejeune, gewählt.

* Für die Herbstpürsche des Kaisers in Romiuten werden dort gegenwärtig die Vorbereitungen getroffen. Die Wald­arbeiter sind mit der Anlegung neuer und Instandhaltung M hlten Pürschsteige für die kaiserliche Jagd beschäftigt.

Die Ausführung dieser Arbeiten erfordert die größte Sorg­falt. Da ein großer Teil der Hirsche im Laufe des Jahres, namentlich aber vor Beginn der Brunstzeit, den Stand wechselt, so muß das von den betreffenden Forstbeamten genau festgestellt und dem Oberförster zum späteren Rapport an den Kaiser übermittelt werden. Diese Beobachtungen werden von den kürzlich für den Kaiser errichteten Wild­kanzeln aus gemacht. Seitens der Forstbeamten wird die Vermutung ausgesprochen, daß infolge der lang anhaltenden Dürre die Brunft in diesem Jahre jedenfalls acht bis vierzehn Tage früher beginnen wird.

* Der Kronprinz als Kunstradfahrer. Bei dem anläßlich des Sedanfestes unter den Kadetten des Plöner Kadetten­hauses arrangierten Kunstradfahren hat der Kronprinz zwei erste Preise errungen. Der Kronprinz ist in Plön als vor­züglicher Radfahrer bekannt, der die schwierigsten Touren meistert und zum Beispiel die steile Böschung von der Höhe des Kadettenhauses nach dem Park in rasendem Lauf zurück­legt. Die Preisverteilung erfolgte durch Generalmajor v. Deines. Bei dem Fackelzuge am Abend trugen die Prinzen Magnesiumfackeln.

* lieber die Person Laboris wird denMünch. N. N." aus Paris geschrieben: Ich kenne Labori seit drei Jahren. Wir verkehrten im Herbste 1896 fast täglich im Cafe Ma­drid am Boulevard des Italiens. Labori ist nämlich, nebenbei gesagt, nicht blos ein ausgezeichneter Jurist, son­dern ein ebenso tüchtiger Billardspieler. Ich erinnere mich daran mit einem gewissen Bedauern, da er mir jede Partie Carambole abgewonnen hat. Schoü damals galt Labori als glänzender Redner, dem seine Freunde in der Brasserie Richard am Montmatre eine bedeutende Zukunft prophzeiten. .Seine Verteidigung des Vatermörders Pierre Lartoud aus Marseille hatte die allgemeine Aufmerksamkeit auf den jungen Anwalt gelenkt. Seine Rede für Gaston Frottecul, einen berüchtigten Raubmörder aus Breteuil (Departement Eure) erschien wörtlich imMatin" im März 1892. Man er­zählte sich unter Bekannten, daß Maitre Desplats von La­bori sagte, er werde größer werden als Henri Ribot (ein gefeierter Anwalt unter Louis Philippe). Seinen Ruf be­festigte Labori in dem großen Prozesse, den dasMagasin du Printemps" gegen die Fröres Mateau, ein bekanntes Seidenhaus in Lyon, führte. Damals gelang ihm der Auf­sehen erregende Nachweis einer bedeutenden Fälschung. Dieser Prozeß ist heute auch nach einer anderen Richtung hin interessant. Laboris Gegner war Maitre Demange; derselbe Demange, der heute in Rennes mit ihm den Kampf gegen den Generalstab führt. Später verlor ich Labori aus den Augen. Im April 1897 erzählte man sich von einer Mensur, die er mit einem Major vom 2. Linienreo^- ment ehrenvoll ausgefochten hatte. In das Cafe Madrid kam Labori nicht mehr, aber kurz vor dem Zola-Prozeß traf ich ihn im Theatre fran^ais; er erzählte mir, daß der einst vielgenannte Berliner Rechtsanwalt Fritz Friedemann, der wegen Unterschlagungen aus Deutschland flüchten mußte, bei ihm um eine Stelle als Sekretär nachgesucht habe. Einige Wochen später war Laboris Name schon in aller Mund, und heute ist er eine europäische Berühmtheit. Aus dem Chaos des unglückseligen Dreyfus-Prozesses ragt seine Gestalt, ich möchte fast sagen, als die einzige wirklich sym­pathische hervor. Ein nüchterner, klarer Kopf, ein schlag­fertiger Dialektiker, ein brillanter Redner, so ist er heute zweifellos berühmter geworden als einst Henri Ribot war. Er hat dies wohl kaum geahnt oder erstrebt. Er ist ge­blieben, was er war; ein jovialer, heiterer, herzensguter Mensch. Wer jemals Gelegenheit hatte, in seinem Hause zu verkehren, wird die genußreichen Stunden nicht vergessen. Mme. Labori ist eine vorzügliche Pianistin, und Labori selbst ein hervorragender Flötenspieler. Sie stellen ihre Kunst gerne in den Dienst ihrer Gäste und mehr als ein­mal habe ich in dem behaglichen Heim des jetzt berühmten Anwaltes mich an deutscher Musik erfreut.

* Wann beginnt das neue Jahrhundert? Auf Seiten derer, die das Jahr 1900 als den Anfang des neuen Jahr­hunderts bezeichnen, hat sich auch der Kaiser durch seinen Trinkspruch, welchen er bei der Paradetafel auf das Garde­korps ausbrachte, gestellt. Er wies darauf hin, daß an jenem Tage die Fahnen der Gardezum letztenmale in diesem Jahrhundert" gemeinschaftlich auf dem Tempelhofer Felde geweht hätten; hierauf gab er dem Wunsche Ausdruck, daß die Truppen sich auch im neuen Jahrhundert, wie sie es im alten gethan, auszeichnen mögen. Hoffentlich wird durch diesen kaiserlichen Ausspruch der Streit, wann das neue Jahrhundert eigentlich beginnt, geschlichtet werden.

* Die Volkshochschule zu Straßburg, hervorgegangen aus der im Jahre 1876 vom Volksbildungsverein gegründeten Abendfortbildungsschule, erfreute sich auch im ablaufenden Schuljahre einer stetig wachsenden Teilnahme in immer weiteren Kreisen (205 Schüler). Die Abendschule, welche Erwachsene jedes Standes in den neueren Sprachen, Mathe­matik, Physik, Rechnen, Geographie, Geschichte und Bürger­kunde unterrichtet, wurde von 124 (76 Militär-, 48 Civil-) Personen besucht und verhalf unter anderm einer ganzen Anzahl von ihnen zum Bestehen von Subalternbeamten- Prüsungen. Die Tagschule, Reformgymnasium, welche in der Regel junge Leute mit den Vorkenntnissen eines reisen Quartaners oder Mittelschülers, aber auch ältere Herren, selbst ohne alle Vorkenntniffe in den Sprachen, zur Einjährig- freiwilligen-, Prima-, Fähnrich- und Abiturienten-Prüfung vorbereitet, besuchten im letzten Jahre 81 (34 Gymnasial-, 47 Real-) Schüler im Alter von 14 bis 30 Jahren, von denen 40 bereits in einem praktischen Berufe thätig ge­wesen (15 Kaufleute, 13 Techniker, je 4 Beamte, Lehrer und Studenten), 41 vorher eine andere Lehranstalt (17 ein Gymnasium, je 12 eine Realschule oder Mittelschule besucht hatten. Von ihnen waren Auswärtige 44 (Aus­länder 2, Norddeutsche 12, Süddeutsche 30), Pensionäre 25. Dank der eigentümlichen Organisation der Anstalt erreichen

die Volkshochschüler ihre verschiedenen Ziele in der Regel in der Hälfte der sonst üblichen Zeit, manche sogar noch früher. Mittelschüler und Untertertianer bestanden nach 12 Semestern die Einjährigfreiwilligen-Prüfung, Einjährig­freiwillige nach 2 Semestern die Abiturienten-Prüfung, ältere Herren mit nur elementarer Vorbildung nach zwei Semestern die Prüfung für Prima, nach 3 Semestern das Abiturientenexamen. Da sich kaum irgend eine andere Lehr­anstalt gleicher Erfolge zu rühmen haben dürfte, so kann jungen Männern, die nachträglich noch das Abiturienten- examen zu bestehen haben (Pharmazeuten, Chemikern, Zahn­ärzten, Technikern, Tierärzten, Lehrern, Offizier-Aspiranten, Studenten), der Besuch der Volkshochschule nur dringend empfohlen werden. Bedürftige erhalten auf gute Empfehlung bedeutende Schulgeldermäßigung. Direktor ist Professor Bartholdy, Preuß. Realschuldirektor a. D., 12 Jahre lang Ordinarius der Realgymnasialprima des Lyzeums zu Straßburg.

* Verurteilung durch das Telephon. Dem praktischen Amerika war es Vorbehalten, eine neue Verwendung für das Telephon ausfindig zu machen. Man schreibt darüber aus New-Aork: Ein Wilddieb war von den Flurwächtern in einem Distrikte des Staates New-Aork beim Jagdfrevel­ertappt worden. Er wurde vor den Richter geführt; doch konnte ihn dieser nicht verurteilen, weil der Verklagte mit Recht den Einwand der Unzuständigkeit des Richters erhob. Aber der amerikanische Richter machte sich die Sache sehr leicht. Anstatt die Verhandlung zu vertagen und auf schrift­lichem Wege den Beklagten vor den zuständigen Richter zu weisen, begab er sich einfach ans Telephon und benach­richtigte den zuständigen Kollegen von dem Thatbestande des Deliktes. Derangerufene" Richter verurteilte sofort per Telephon den Wilddieb zu einer Geldbuße von 125 Mk.

* Original-Mitteiluugen über Marinewesen, lieber den neuen ReichspostdampferKönig Albert" des Norddeutschen Lloyd in Bremen, der demnächst seine erste Reise nach Ostasien antreten soll, erhalten wir die folgenden interessanten Daten: Der Dampfer, welcher im Kriegsfälle als Hilfskreuzer Verwendung finden soll, wird nach den von der Regierung genehmigten Plänen, aufs sorgfältigste aus­geführt. Das Deck ist zur Aufnahme zahlreicher Geschütze und Geschützfundierungen versehen. Das Schiff erhält in seiner ganzen Länge einen ununterbrochen durchlaufenden "Doppelboden und ist durch 13 bis an Deck reichende Quer­schotten in 14 wasserdichte Abteilungen geteilt, die das Schiff nach menschlichem Ermessen unsinkbar machen. Trotz­dem sind auf dem Sonnendeck noch 22 große Rettungsboote derartig aufgestellt, daß sie von den im Rettungsdienst durch­aus geschulten Mannschaften binnen wenigen Minuten zu Wasser gelassen werden können. Daß die für Navierung des Schiffes erforderlichen nautischen Vorkehrungen auf das sorgfältigste getroffen sind, bedarf bei dem Ruf, den der Norddeutsche Lloyd gerade nach dieser Richtung hin in Jber ganzen Welt genießt, wohl kaum noch der Erwähnung. Die Maschinenlage des Dampfers besteht aus zwei vierfachen Expansionsmaschinen von zusammen 9000 indicierten Pferde­kräften. Außer den beiden Hauplmaschinen finden im Maschinenraum noch 3 Dynamomaschinen, 2 Blakes Luft­pumpen, 2 große Centrisugalpumpen für die verschieden­artigsten Zwecke und eine hydraulische Zentralanlage für den Betrieb der hydraulischen Krähne Aufstellung.

* Das Fahrrad im Postbetrieb. Die Verwendung von Fahrrädern im Postbetriebe hat in letzter Zeit einen aus- gedehntenUmfang angenommen. Wie derB. L. A." fest­stellt, werden in Berlin gegenwärtig bereits über 100 Fahrräder, und zum größten Teil Dreiräder, zu Postdienstzwecken be­nutzt. Die Beförderung von Briefbeuteln zwischen ver­schiedenen Stadtpostämtern, die Bestellung von Telegrammen und Rohrpostsendungen, sowie die Leerung der Briefkasten erfolgen jetzt in vielen Fällen durch Postboten, welche hierzu ein Fahrrad benutzen. Die auf den Fernbahnhöfen ein­treffenden Eilpackete gelangen gleichfalls von den Bahnhofs- Postämtern aus mittels Fahrrads zur Bestellung, wodurch Die Sendungen erheblich früher in die Hände des Adressaten gelangen. Auch mehrere Telegraphenleitungs-Revisoren sind von der Telegraphen-Verwaltung mit Fahrrädern ausgerüstet worden, um bei Störungen von Telegraphen- und Telephon­leitungen möglichst schnell Unterbrechungen des Betriebes an Ort und Stelle beseitigen zu können. Sämtlichen Beamten, welche das Fahrrad benutzen, ist von ihrer vorgesetzten Be­hörde eine gedruckte Instruktion zugestellt worden, durch welche sie über die Behandlung und kleine Instandsetzungen des Fahrrades, sowie über die auf öffentlichen Straßen und Wegen zu beachtenden polizeilichen Vorschriften unter­richtet werden.

humoristisches«

* Gutmütig. Frau (zum Gerichtsvollzieher der roiebtt einmal zum Pfänden kommt):(Suten Morsten, Herr Schindler . . gelt, Sie hab'n halt a' reckte Plag' mit uns?!"

* Aus einer Verteidigungsrede. . . . Hoher Gerichts- bof! Selbst wenn ich zum Schluß selbst zugeben muß, daß mein Klient die Gans gestohlen hat, so dürste als MilderungSgrund für ihn in die Wagschale fallen, daß die GanS auch nicht den mindesten Widerstand geleistet hat!"

' Der Glücklichere. A.:Wer ist glücklicher, der Mann, der eine Million sein eigen nennt, oder der, den Gott mtt sieben Töck'ern gesegnet Hal?" B.: .Nun, selbstverständlich der, Millionär." A.:Durchaus nicht. Der Besitzer einer Million wünscht sich immer noch mehr, der Mann mit sieben Töchtern aber hat vollauf genug^

Hrmedns-Seidt"

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G. Hennebergs Seiden-Fabriken (k. u. r. hoa.), Zürich.