Ausgabe 
8.7.1899 Erstes Blatt
 
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Preisaufschlag auf Zimmeruhren. Laut Bericht der Handels-Zeitung f. d. gesamte Uhren-Jndustrie" haben die Preise für Zimmeruhren ab 1. Juli d. I. einen Aufschlag erfahren. Derselbe ist darauf zurückzuführen, daß die Holz­gehäuse-Fabriken bisher infolge gedrückter Preise keine Rentabilität mit ihrer Arbeit erzielten und dadurch viele Tischlereien in den letzten Jahren zu Grunde gegangen sind. Es hat sich deshalb ein Syndikat gebildet, welches die gesamte Produktion aufkaufte, und einen angemessenen Preis für die produzierte Ware festsetzen konnte. Anderer­seits sind auch die Fabrikanten der Großuhrwerke infolge der enorm gestiegenen Messingpreise mit einem Preisaufschlag vor­gegangen.In Deutschland werden in 6Orten (mit Ausnahme des Schwarzwaldes, ca. 300 000 Regulatorgehäuse fabriziert; es handelt sich also um einen nicht unbedeutenden Bedarfs­artikel. Der Preisaufschlag ist übrigens kein bedeutender, und jedermann wird für einen Gegenstand, wie die Uhr, die ihm zeigt, wie hoch sein Leben im mittag steht, gern den angemessenen Tribut zahlen; denn auch hier gilt es, daß jede Arbeit ihres Lohnes wert ist.

* Eroberte spanische Geschütze in Hamburg. DiePenn­sylvania" hat fünfzig spanische Kanonen, die auf Kuba von den Amerikanern erobert wurden, von New-Iork nach Hamburg gebracht und dort am Schuppen 44 (Os- ivaldkai) gelandet. Es sind dies sämtlich Geschütze von prächtiger Bronze, glatte und gezogene Kanonen, vom schwersten 96-Pfünder bis zum leichten Wallgeschütz, sowie Mörser. Sie sind reich verziert, tragen die Anfangsbuch­staben des jeweilig regierenden Königs oder der Königin, sowie den Namen der Stadt nebst der Jahreszahl, in der sie gegossen worden sind. Ein 96-Pfünder trägt u. a. die eingravierte InschriftSevilla 1848". Eins dieser Geschütze war noch scharf geladen, und in Hamburg mußte erst die Ladung in vorschriftsmäßiger Weise unter allen Vorsichts­maßregeln aus dem Geschütz entfernt werden. Ein Teil der Kanonen, die sämtlich zum Gießen von Kirchenglocken nach Schlesien verkauft werden, ist bereits nach seinem Be­stimmungsort abgegangen, während der Rest eingeschmolzen werden soll, zuvor aber von der Zollbehörde durch Ver­nagelung des Zündlochs und Einhauen von mächtigen Zacken in der Mündung des Rohres für die Verwendung als Feuerwaffe unbrauchbar gemacht worden ist. Aus diesen Kanonen hat die amerikanische Regierung einen ansehnlichen Erlös erzielt. Eine große Anzahl von Personen nimmt täglich die noch am O s w a l d k a i liegenden Kanonen in Augenschein.

* Unwetter. In den südlichen Vereinigten Staaten haben Unwetter starke Ueberschwemmungen verursacht. Nach einer drahtlichen Meldung aus Calvert (Texas) sind in der Umgegend von Zealia Dienstag nacht 200 Personen ertrunken und in der folgenden Nacht etwa 100. Eine kleine Anhöhe bei Alt-San Philippi ist noch in einer Aus­dehnung von einem halben Acre trocken geblieben; 300 Neger mit Pferden und Vieh aus dem Brazo-Thal sind dort zu- sammengedrägt; das nächste trockene Land ist von dort drei Meilen entfernt.

* Zur Weigerung des Fürsten Herbert Bismarck, einen von Hamburger Damen für das Bismarck-Mausoleum ge­stifteten Kranz anzunehmen, schreiben dieHamb. Nachr.", daß die Nachricht in der verbreiteten Form un­richtig sei. Nur weil in der Kapelle kein Raum für die vielen und großen Kränze aus dauerndem Material ist, sind diese im Sterbezimmer als dem würdigsten Platze aufgestellt worden. Von einer Unterbringung des Kranzes im Schön­hauser Museum ist niemals die Rede gewesen. Fürst Bis­marck hat den Hamburger Damen in zwei sehr warm ge­haltenen Schreiben für die Stiftung des besonders schönen Kranzes gedankt. Bis jetzt sind etwa 20 Kränze aus Edel­metall und dauerndem Material in künstlerischer Ausführung dem Andenken des großen Kanzlers gewidmet worden; die Größe der meisten beträgt 1 bis l/4 Meter im Durchmesser. Die Gruft des verewigten Fürsten Bismarck bietet keinen Raum für die angemessene Anbringung dieser umfangreichen Widmungen. Aus diesem Grunde haben letztere unter Zu­stimmung der Geber einstweilen in dem Sterbezimmer Aus- .stellung gefunden.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag den 9. Juli. 6. nach Trinitatis.

Gottesdienst.

In der Stadttirche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Zugleich Christenlehre für die Neukonstrmierten aus der , j,,2/lQttyäudgcnicinbc.

Vormittags 9Va Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel.

Die Kinderkirche fällt aus.

In der Johannesttrche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus derJohannes- gememde.

Vormittags 9«/, Uhr: Pfarrer Euler.

Kindergottesdienst fällt aus.

Katholische Gemeinde.

Samstag den 8. Juli.

Nachmittags um 41/, Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur Herl. Beichte.

Sonntag den 9. Juli. 7. Sonntag nach Pfingsten.

Vormittags von 6Ve Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

um 7 Uhr: Die erste heil. Messe;

vor und in derselben Austeilung der heil. Communiom

um 8 Uhr: die zweite heil. Messe;

um 9Vs Uhr: Hochamt mit Predigt.

'Nachmittags um 2V, Uhr: Andacht.

Gottesdienst in der Synagoge.

Samstag den 8. Juli 1899.

Vorabend 7« Uhr, morgens 8>° Uhr, nachmittags 4 Uhr »chrifterklärurrg, Sabbathausgang 9" Uhr.

Gottesdienst der israelitischen Keligionsgeselkschast.

Sabbathfeier am 8. Juli 1899.

Freitag abend 746 Uhr, Samstag vormittag 8 Uhr, nach­mittag 4 Uhr, Sabbathausgang 9°° Uhr.

Nachmittag 3»° Uhr Schrifterklärung.

Wochengottesdienst morgens 6« Uhr, abends 715 Uhr.

Universttäls Nachrichten.

Berlin. Der bisherige Hilfsbibliothekar an der königl. Bibliothek, Dr. Adolf Lavgguth, ist zum Bibliothekar an derselben Bibliothek ernannt worden.

Innsbruck. Der akademische Senat der hiesigen Unb versität hat beschlossen, dem Dichter und ehemaligen Lehrer an dieser Hochschule, Prof. Adolf Pichler, zu seinem 80. Geburtstag eine Adresse zu überreichen; die philosophische Fakultät hat die Verleihung des Ehrendoktorats der Philosophie beantragt.

Krakau. Hier ist der frühere Professor der Physiologie und Anthropologie an der dortigen Universität Geheimrat Dr. Joseph Majer im Alter von 92 Jahren gestorben.

Meratur, Wissenschaft und Kunst.

Von (Stiebend Reisebüchern-Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin, erschien soeben in bekannter musterhafter Bearbeitung und Ausstattung Band 71 Kifftnge« und Umgebungen in elfter Auflage zum Preise von 1 Mark.

Im Verlage von Ernst Siegfried Mittler u. Sohn, Berlin, Kochstraße 6871 erschien soeben die 4. Lieferung des Wörterbuchs der philosophische« Begriffe und Ausdrücke, quellenmäßig bearbeitet von Dr. Rudolf Etsrer. Dieselbe enthält die Erklärung der Begriffe GcschichtSphilosophie bis Instinkt. Auch diese Liefer­ung rechtfertigt das bet Besprechung der ersten Hefte abgegebene günstige Urteil.

Spezialkarte für Hessen. Soeben erschien Brunnemanns Sprzialkarte der Proo-nz Hessen-Nassau und des Fürstentums Waldeck-Pyrmont nach amtlichen Quellen bearbeitet im Maßstab 1 : 333'/z000 (3 m = l km). Kassel. Verlag von Max Brunne- mann. (1899). Preis 2,50 Mk. auf Leinwand in Decket 3,80 Mk. War die dem gleichen Verlage entstammendeSpezialkarte des Haupt­gebietes von Niederhessen", die von der fachmännischen Kritik eine so überaus günstige Beurteilung gefunden hat, wesentlich für die Touristenkreise bestimmt, so will die vorliegende Spezialkarte der Provinz Hessen-Nassau und des Fürstentums Waldeck ihrerseitsden für Handel und Verkehr längst fühlbaren Mangel einer guten Hand lichen, dabei preiswürdigen Karte genannter Provinz und der an­grenzenden Gebietsteile" auSfüllen. Für die Interessen des Handels und Verkehrs zu f irgen, ist umsomehr Sache unseres Zeitalters, als dasselbe bekanntlich im Zeichen des Verkehrs steht. Der Verleger kommt also einem vorhandenen Bedürfnis entgegen, dem zu genügen ihm um so besser gelungen ist, als er sich der Unterstützung staat­licher, bezw. ständischer Beamten und Behörden bet seiner Arbeit zu erfreuen hatte. Diese Unterstützung tritt in der großen Sorgfalt hervor, die auf Einfügung der Wege unb Bahnlinien, zumal aber der neuen Wege und Bahnlinien, der bereits vollendeten wie der noch in der Ausführung begriffenen oder gar erst geplanten, ver­wendet ist. Namentlich kommt für die Karte in Betracht, daß die Landes- und KreiSgrenzm sich infolge ihrer genauen farbigen Be­zeichnung schon auf den ersten Blick scharf von einander abheben. Lobenswert ist ferner die Beigabe von zwei Nebenkarten, nämlich des Fürstentums Pyrmont und deS Kreises Rinteln. Wem es ,an Ge­winnung eines schnellen Ueberbltcks über die Verkehrsverhältnisse gedachter Provinz gelegen ist, dem sei die Brunnemann'sche Karte bestens empfohlen.

Kandwirtschaslliches.

Die Heuernten gelingen oder verderben! Kein Berus ist so vom Wetter abhängig, wie die Landwirtschaft und es ist geradezu betrübend, wenn man steht, wie die schönsten Hoffnungen vernichtet werden. Mit welcher Sehnsucht blickt man auf die erste Ernte, und mit welcher Zuversicht fährt der ßar.bmann sein gut ge­trocknetes Heu zur Scheune; es nimmt ihm die Sorgen des Futter­mangels im Winter. Wie oft aber hat sich der Landwirt selbst den Vorwurf zu machen, nicht rechtzeitig in einem regnerischen Sommer die wenig guten Tage zur Heuernte ausgenützt zu haben und wie beneidet er feinen Nachbar, der es verstanden hat, durch Anwendung der modernen Hilfsmittel rechtzeitig seine Ernte einzubringen. Heuer hatten wir Gelegenheit, dieS selbst zu beobachten und es wird unS in tausend Fällen bestätigt. Landwirte, die sich Anfangs und Mitte Juni mit einer Grasmähmaschine und einem Heuwender versahen, haben während der heißen Juni-Tage in kurzer Zeit ihre ganze GraSernte bewältigt und ein brillantes Futter eingefahren. Mit einer guten Grasmähmaschine wurden stündlich mit zwei Pferden ohne Anstrengung zwei Morgen gemäht, während ein Heuwender 20 Leute ersetzt. Viele haben das eingesehen und sich zunutze gemacht, denn wir sahen in Ortschaften bis 10 Mähmaschinen arbeiten, die alle in diesem Jahre von der bewährten Firma Ph. Mayfarth & Co., Frankfurt a. M. angekauft wurden unb, wie ja die große Verbreitung dieS beweist, großartig arbeiten. Auch zum Getreide­mähen sollen sich diese Maschinen eignen und sollte kein Landwirt versäumen, für sich allein oder mit Berufsgenossen zusammen eine Mähmaschine anzuschaffen, um sich mehr vom Wetter unabhängig zu machen und sich außerdem die Sorge des Arbeitermangels vom Halse zu schaffen. Landwirte, ergreift die euch dargebotene Gelegen­heit, benützt Maschinen und ihr werdet Vorteile genießen, wie sie die Industrie und daS Handwerk schon längst genießen!

Schisssnachrichtrn

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof.

Bremen, 6. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampser Bremen, Capt. R. Nierich, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 1 Uhr nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 7. Juli, zwischen 11 u. 12 Uhr mittag«: Wasser 13°, Luft 11°.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

Neueste Meldungen.

Depeschen des BureauHerold".

Berlin, 7. Juli. Wie demLokal-Anzeiger" aus Paris gemeldet wird, wird der Besuch des deutschen Kaisers auf derIphigenie" vom Publikum sehr sympathisch besprochen. Besonders angenehm fällt das lange Verweilen im Kreise der Marine-Aspiranten auf. DieLiberts" erinnert bei diesem Anlaß an die vorausgegangenen Beweise der Sympathien des Kaisers, besonders an seine Fürsorge, daß Deutschland 1900 glänzend in Paris vertreten sei, was wesentlich dazu beitrage, andere Kulturstaaten zu friedlichem Wettbewerb anzueifern.

Berlin, 7. Juli. Die Enthüllung des großen Bis­marck-Denkmals vor dem Reichstagsgebäude ist für den 1. April 1901 in Aussicht genommen.

Posen, 7. Juli. Der österreichische Unterthan, Glas- Hütten-Direktor Jnivranek in Usch bei Schneidemühl, wurde aus Preußen ausgewiesen.

Wien, 7. Juli. Die allgemeine Hoffnung, daß die Arbeiterdemonstration einen ruhigen Verlauf nehmen werde, hat sich nicht erfüllt. Es waren nachmittags große Vorbereitungen getroffen worden. Ganze Piquets von be­rittenen Schutzleuten hatten in den Seitengängen Posto ge­faßt, Patrouillen ritten die Reit Allee auf und ab. Um 6 Uhr begann der Zuzug der Arbeiter, welche sich ziemlich ruhig verhielten. Als der Chefredakteur derArbeiter- Zeitung", Dr. Viktor Adler- erschien, wurde er von der Menge mit Hochrufen empfangen, welche mit einigen Rufen: Pfui Lueger!" vermischt waren. Daraufhin ging die Polizei vor und bearbeitete die Menge mit Fäusten und Fußtritten, da sie von dem Säbel keinen Gebrauch machen durfte. Es wurden 67 Verhaftungen vorgenommen, darunter die des Dr. Adler.

Wien, 7. Juli. Der sozialistische Abgeordnete Verkauf erschien spät abends auf der Polizei, um die Freilassung Dr. Adlers und des Arbeiterführers Bretschneider Reuman zu verlangen. Der Kommissar bedeutete ihm aber, daß die Verhafteten nicht freigelassen werden, sondern an ihnen ein ernstes Exempel statuiert werden würde. Die Demonstra­tionen müßten ein Ende nehmen. Die Verhafteten blieben die Nacht im Gefangenhause und wurden heute im Landes­gerichte eingeliefert. Im ganzen haben 47 Verhaftungen stattgefuuden.

Rom, 7. Juli. Die seit langem in San Remo an­sässigen deutschen Untertanen, Botaniker Professor Ernst Bauer, die Hortologen Martin A r l o t, Wilhelm R a b e I it, wurden bei einem Ausfluge auf die Colle di Marta Vosic als Spione verhaftet. Bei ihrer Durchsuchung fand man ein Fernrohr und eine Generalstabskarte.

Rom, 7. Juli. Die Untersuchung gegen die Abge­ordneten Rampollini, Defelice und Brisoletti wird energisch geführt. Der Untersuchungsrichter verhörte bereits den Kammer-Vorstand sowie 20 Abgeordnete, welche Zeugen des Ueberfalles auf Sonnino und Burako waren.

Paris, 7. Juli. General Gallifet empfing den Major Carriere, den Ankläger im Dreyfus-Prozeß. Carriere erklärte, das Aktenmaterial sei erstaunlich leer und biete keine genügende Handhabe zur Herstellung einer Anklage. Diese Erklärung ruft eine wahre Deroute unter den Nationalisten hervor.

Paris, 7. Juli. Der Dreyf usprozeß soll bestimmt am 5. August beginnen und auf alle Fälle am 15. August beendet sein. Es ist indes nicht ausgeschlossen, daß die Verhandlungen bereits in der nächsten Woche dieses Monats beginnen.

Madrid, 7. Juli. Die Cortes-Sektionen stimmten für die Verlesung derAnträge Blasco-Jbanez auf Vertreibung der Jesuiten und auf Aufhenung alle aller nach 1874 ge­stifteten Klöster. Der antiklerikale Feldzug wird immer heftiger.

Belgrad, 7. Juli. Auf König Milan wurde gestern abend gegen 7 Uhr ein Attentat verübt. Der König ist leicht im Rücken verwundet. Der Thäter, welcher mehrere Schüsse auf den im Wagen fahrenden König abgab, ist ver­haftet worden. Es soll ein entlassener Feuerwehrmann fein. Der König war imstande, sogleich nach seiner Rückkehr ins Palais mehrere Personen, darunter Mitglieder des diplo­matischen Korps zu empfangen. Dagegen ist sein Adjutant ziemlich schwer verwundet.

Belgrad, 7. Juli. Der Attentäter stürzte sich nach der That in die Save, wurde aber herausgeholt. Aus dem Halse strömte ihm Blut, da ein Gendarm einen Schuß auf ihn abgegeben hatte, doch ist er vernehmungsfähig und wurde durch den Polizei-Präfekten verhört, der besonders nach Complicen forschte. König Milan wurde bei der Heim­fahrt in den Straßen freudig begrüßt, nachdem der König vorher in einem Geschäftsladen für seinen verwundeten Adjutanten gesorgt hatte. Als König Alexander nach einer Kahnfahrt auf der Save heimkehrte, wurde er von der ganzen Garde erwartet und vernahm tief bewegt die glückliche Er­rettung seines Vaters.

Belgrad, 7. Juli. Der Attentäter ist, wie sich jetzt herausgestellt hat, von politischen Gegnern des Exkönigs Milan zu dem Angriff gegen letzteren gedungen worden.

Darmstadt, 7. Juli, 1 Uhr 30 Min. mittags. (Privat- Telephonmeidung.) Die Zweite Kammer genehmigte soeben die Aufnahme eines unverzinslichen Dar­lehens im Betrage von 214,000 Mk. zur Erhöhung der Gehälter der Geistlichen im Großherzogtum Heffen; dagegen stimmten die Sozialdemokraten und die freisinnige Partei. Auf eine Anfrage des Abgeordneten Backes wurden nach einer Erklärung des Staatsministers Rothe vom 1. April 1899 die Beiträge zur Witwen- und Waisenkasse der Volks­schullehrer auf die Staatskasse übernommen. Die Erhöhung des Zinsfußes von 3*/, auf 4 Prozent bei der landwirt­schaftlichen Kreditkasse wurde von der Kammer einstimmig abgelehnt.

Drucksachen,

Rechnungen, Aacturen, tzircnkare, ZSriefösgev, Ilmschtäge mit Ainnendrnck fertigt billig

Kröhi'flhe n. Aeiudrnckttei,

Gchnlstratze 7.

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