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Erstes Blatt.
Samstag de» 8 Juli
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Deutsches Reich
Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr.
Redaktion, Expedition und Druckerei:
Schutstraße Ar. 7.
Haus, heißt es da, wird für die große Masse der Arbeiterschaft und auch für andere, weniger bemittelte Bevölkerungsschichten auf dem Gebiete des großstädtischen Terrains auf unabsehbare Zeit ein unerreichbares Ideal bleiben. Daher ist die dringendste Aufgabe innerhab der gegebenen Verhältnisse, das Erreichbare anzustreben und das Gute nicht um des Bessern willen zu vernachlässigen. Es gilt, das Mietskasernensystem technisch zu verbessern und gesellschaftlich zu veredeln. Dem großen Mietshause brauchen durchaus nicht all die Mängel anzuhaften, die es berüchtigt gemacht haben, vielmehr sind die Schäden, die vom hygienischen oder sozialen Gesichtspunkt beklagt werden, sehr wohl zu vermeiden, wie sie sich denn auch im System des großen Genossenschaftshauses wenig oder garnicht fühlbar machen. Die großen Mietshäuser brauchen ja nicht "übervölkert" zu
^ konferenz stimmte dem Anträge des holländischen Ver- sein und auch für die Abgeschlossenheit des Familienlebens I treters Prof. Dr. Asser bei, der den Wunsch zum Ausdruck können ausreichende Garantien geschaffen werden. Es ist | bringt, daß der schweizerische Bundesrat die Initiative zu
I deshalb wenig angebracht, Mietshaus und Einfamilienhaus I a/s unbedingte Gegensätze hinzustellen oder gar mit dem I einen das andere bekämpfen zu wollen. Wo es sich um I Reformarbeit und nicht um Spekulationsunternehmungen I handelt, müssen beide Systeme in ihrer Art je nach Be- I dürfnis und Möglichkeit in Angriff genommen, kultiviert und I ausgebaut werden.
— Der Thronfolger in Koburg-Gotha, der jugendliche Herzog von Albany, trifft am 1. August in I Koburg ein.
— Die Tsintauer Hasenfrage soll demnächst I gelöst werden. Während der Winterankerplatz gegenwärtig in der Tsintaubucht liegt, wo die Schiffe gegen die Nord- I weststürme geschützt sind, und der Sommerankerplatz unmittelbar hinter der Landzunge lag, der die Einfahrt zur eigentlichen Bucht von Kiautschou von Norden bildet, soll der zukünftige Hafen weiter in die Bucht von Kiautschou I liegen. Dazu ist es vor allem nötig, große Molen zu I bauen, die den Schiffen einen sicheren Ankerplatz auch dann I gewähren, wenn draußen auf der Bucht schwere Stürme herrschen. Die Bauverwaltung hat sich entschlossen, zu diesem Zwecke das sogen. Women-Jsland, eine kleine, der Küste vorgelagerte Insel, zu benutzen. Die „Mar. Pol. Korr." berichtet darüber noch näheres: Eine Mole, die etwa I 1700 Meter lang ist, wird in genau östlicher Richtung diese I Insel mit dem Festlande verbinden, während ein zweiter I 1800 Meter langer Wellenbrecher sich parallel mit der Küste vom Women-Jsland nach Südwest zieht. Eine dritte Mole kommt rechtwinklich zu der zweiten vom Lande her. Zwischen diesen beiden ist dann die Einfahrt in den inneren Hafen freigelassen. An der Südostseite dieses letzteren erstrecken sich noch vier weitere Molen vom Lande aus in das Wasfer- becken, sodaß fünf Becken geschaffen werden. Von diesen ist das zweite von der Einfahrt für den Kriegshafen bestimmt; daß erste, südwestlich sich anschließende, wird der Petroleumhafen werden. Die drei weiteren, nordöstlich gelegenen, sind für den Handelshafen bestimmt, und zwar getrennt für den Verkehr mit Stückgütern und für Kohlen. Eine Schmalspurbahn wird von der Arconabrücke aus, die dem jetzigen Sommerankerplatz gegenüberliegt, schon jetzt am Ufer entlang nach dem Hafenbauplatz gebaut; sie wird in drei bis vier Wochen dem Betriebe übergeben werden können, sodaß man dann mit der Beförderung des Baumaterials beginnen | kann. Wenn wir oben gesagt hatten, daß der Bau der Molen in etwa vier Jahren beendet sein wird, so kann selbstverständlich einerseits bis dahin nicht der ganze Hafen fertiggestellt werden, anderseits aber wird es voraussichtlich schon in zwei Jahren größeren Schiffen möglich sein, im Hafen unter dem Schutze der Wellenbrecher zu ankern und zu löschen.
— Deutsche Mädchen in Südweftafrika. Der „Windhoeker Anzeiger" bespricht noch einmal das bekannte Unternehmen zur Uebersiedlung deutscher Mädchen, und bemerkt dabei: Man giebt den Mädchen die Gewähr, kostenlos und sicher an ihren Bestimmungsort zu gelangen. Hier treten sie in ein schon vorher fest geschlossenes Dienstverhältnis, das ihnen einen sicheren Unterhalt gewährt. Wenn sie sich dann mit Ansiedlern verheiraten, so ist dies im kolonialen Interesse am meisten erwünscht. Heiraten sie nicht, und wollen sie im Lande nicht bleiben, so werden sie nach Ablauf der Dienstzeit unschwer in der Lage sein, auch aus eigener Kraft nach Hause zurückzukehren. Man nimmt zu Hause an den für Eingehung eines Dienstverhältnisses festgesetzten Bestimmungen Anstoß, und ist in der Verurteilung dieser Bestimmungen so weit gegangen, das Dienstverhältnis als eine Art weißer Sklaverei zu bezeichnen. Wenn zunächst gesagt ist, das Mädchen muß alle ihr auferlegten Dienste leisten, auch wenn sie an sich nicht unter die Thätigkeit eines „Mädchens für alles" fallen, so soll damit doch nur aufmerksam darauf gemacht werden, daß die Thätigkeit eines „Mädchens für alles" hier andere Arbeiten umfassen könne als in Deutschland. Damit ist übrigens keineswegs gesagt, daß die Arbeit eines südwestafrikanischen „Mädchens für alles" schwerer ist, als die eines deutschen „Mädchens für alles". Im Gegenteil sind für die rohen Arbeiten hier durchgängig Eingeborene vorhanden, die unter dem Befehle des weißen Mädchens diesem helfen müssen.
> sind vom Kaiser vorgenommen worden. Hervorzuheben ist, daß wiederum fünf Generale verabschiedet sind, während ein General-Major zur Disposition gestellt ist.
Berlin, 6. Juli. Aus den meisten Flußgebieten Mitteldeutschlands kommt die Nachricht von beträchtlichem Steigen der Flüsse infolge der zahlreichen Niederschläge der letzten Tage. Der Kölner Pegel zeigt eine Erhöhung des Wasserstandes um einen Meter. In Kassel mußte wegen des Hochwaffers der Dampferverkehr auf der Oberweser eingestellt werden. In Helmstedt (Braunschweig) richtete I gestern ein Wolkenbruch großen Schaden an. Die Erdgeschosse aller Häuser mußten geräumt werden. In Görlitz war in der letzten Nacht Hochwassergefahr eingetreten. In Zittau war der Wafferstand 2,60 hoch. In der Umgegend von Kiel wurden durch ein Unwetter die Felder vernichtet. Auf dem Bahnhof Mollhagen schlug der Blitz in eine Telegraphenstange, in deren Nähe drei mit Pulver beladene Güterwagen standen. Die Fahne eines dieser Wagen wurde durch die herabstürzende Stange fortgeriffen.
Berlin, 6. Juli. Durch Vergleich beendet wurde eine Privatklagesache des Pfarrers Karl Witte gegen den früheren Mitredakteur des „Volk", Schriftsteller Adolf Stein zu Frankfurt a. M. Letzterer nahm mit dem Ausdruck lebhaften Bedauerns alle gegen den Pastor Witte gemachten beleidigenden Aeußerungen zurück und erklärte sich zur Tragung der Kosten bereit.
Berlin, 6. Juli. In England sorgt der Staat für den Bau billiger Familienwohnungen dadurch mit, daß er sehr billiges Geld hierfür zur Verfügung stellt, Frankreich ist noch einen Schritt weitergegangen. Die Regierung stellt dort nicht nur den gemeinnützig bauenden Gesellschaften billiges Geld zur Verfügung, sondern sie gewährt auch den von ihnen gebauten Häusern für 5 Jahre vollkommene Steuerfreiheit und befreit außerdem die Gesellschaft von allen sonst zur Erhebung gelangenden Gebühren, sowie von der Einkommensteuer. In Deutschland verdient namentlich das Entgegenkommen einzelner Stadtgemeinden Anerkennung. Die Städte Danzig, Elberfeld, Essen, Frankfurt a. M., Freiburg, Hamburg, Kolmar, ! Spandau, Straßburg, Ulm und Stuttgart stellten teils I städtische Grundstücke zur Verfügung, teils gaben sie den gemeinnützigen Baugesellschaften große Darlehen zu sehr billigem Zinsfuß. Auch in Leipzig ist die Stadtgemeinde neuerdings dabei, durch Ueberlassung billigen Baulandes der Gemeinnützigen Baugesellschaft, die sich dort gebildet hat, Unterstützung zu gewähren. An die Ueberlassung des Areals hat der Rat einmal die Bestimmung geknüpft, daß die Gesellschaft die von ihr erstellten Heimstätten nur vermietet und nicht etwa auch an ihre Einmieter verkauft (wenigstens nicht ohne Genehmigung der Stadt). Eine weitere an die Arealabtretung geknüpfte Bedingung geht I dahin, daß im Falle einer Liquidation der Gesellschaft der I Stadtgemeinde ein Rückkaufsrecht zu den Selbstkosten seitens I der Gesellschaft eingeräumt wird. Die Leipziger Bau- I gesellschaft plant den Bau von Häusern, jedes derselben zur Aufnahme von zwei oder drei Familien eingerichtet. Jedes Haus erhält genügenden Hof- und kleinen Garten- I raum. Breite, schöne Straßen, die Luft und Licht von I allen Seiten Zutritt gewähren, trennen die Reihen dieser I auch architektonisch das Auge erfreuenden Heimstätten. I Ein größerer Teil des für die Kolonie in Aussicht
Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessllcbe Landwirt Matter für hessische Volkskunde.
Diesem Irrtum tritt mit Recht der „genossenschaftliche Weg weiser" von Dr. Karl Munding entgegen. Das Einfamilien
Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«.
Fernsprecher Nr. 51.
Berlin, 6. Juli. Das Herrenhaus beriet heute zunächst Petitionen, welche nach den Anträgen der Kommission erledigt wurden. Der Gesetzentwurf betreffend die ärztlichen Ehrengerichte, der alsdann zur Beratung stand, wurde debattelos en bloc angenommen. Die Vorlage betreffend die Dienststellung des Kreisarztes und die Bildung von Gesundheits-Kommissionen wurde an das Abgeordnetenhaus zurückverwiesen. Nächste Sitzung unbestimmt, voraussichtlich nicht vor dem letzten Drittel des August.
Berlin, 6. Juli. Eine Reihe von Personal-Veränderungen in der preußischen Armee, datiert vom 3. Juli 1899, Eckernförde, an Bord der „Hohenzollern",
ASrjugspreir vierkeljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn.
Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich.
genommenen Areals wird als Schmuck- und Erholungsplatz Gemeingut aller. Vielfach wird geglaubt, die Herstellung billiger Familienwohnungen sei allein auf
Parlamentarisches aus Hessen.
Seitens des Großh. Ministeriums des Innern ist den Ständen, zunächst der Zweiten Kammer, der Entwurf eines Gesetzes, betr. die Abänderung des Gesetzes vom 23. April 1875 über das Besteuerungsrecht der Kirchen- und Religionsgemeinschaften zur verfassungsmäßigen Beratung und Begutachtung zugegangen.
Ein Ansinnen Großh. Ministeriums des Innern an die Stände geht dahin, die Genehmigung dazu zu erteilen, daß die durch die Frequenzsteigerung der Technischen Hochschule verursachten Mehrausgaben für Heranziehung von Assistenten, Ergänzung der Lehrmittel rc. im Gesamtbetrag von 16284 Mk. zu Lasten der nachgewiesenen Mehreinnahmen ÄN allgemeinem Unterrichtsgeld, bezw. der Ersparnisse an den Besoldungs- und Dispositionsfonds der Technischen Hochschule für 1897/1900 bestritten werden dürfen.
Ein weiteres Ansinnen Großh. Ministeriums geht dahin, die Genehmigung dazu zu erteilen, daß die durch die Frequenzsteigerung der Technischen Hochschule veranlaßten Mehrausgaben für Einrichtung eines weiteren elektrotechnischen Laboratoriums und sonstige Anschaffungen im Betrage von 3000 Mk. zu Lasten der Mehreinnahmen am Eintrittsgeld und allgemeinem Unterrichtsgeld der laufenden Finanzperiode bestritten werden dürfen.
Ein drittes Ansinnen Großh. Ministeriums geht dahin, die Zustimmung dazu zu erteilen, daß die für den zweiten Assistenten am physikalischen Institute der Landes- Universität vorgesehenen Mittel in Höhe von 600 Mk. zur Erhöhung der Remuneration des budgetgemäß mit 1200 Mk. besoldeten ersten Assistenten verwendet werden.
Eingegangen ist ein Gesuch der Gemeinde Kohden, die Errichtung einer Krankenkasse in der Gemeinde Harbwald betreffend, als Antrag von dem Abg. Erk überreicht. Das Gesuch geht dahin, die Kammer wolle beschließen, daß Großh. Regierung ersucht werde, die fiskalische Waldgemarkung Harbwald ihrer Kranken-Versicherungspflichten nicht zu entbinden und die gegenteiligen, diese Pflichten auf die Nachbargemeinden abwälzenden Verwaltungs-Verfügungen aufzuheben. — Die Gemeinde Borsdorf brachte die gleiche Bitte vor und ist in dem Antrag mit eingeschloffen. D. T. A.
Amtlicher Fell.
Bekanntmachung, betreffend: Die Zulassung von Losen auswärtiger Lotterien zum Vertrieb im Großherzogtum.
Das Großherzogliche Ministerium des Innern hat bem deutschen Zentral-Komitee zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke zu Berlin die Erlaubnis erteilt, die Lose einer nach Maßgabe des für das Königreich Preußen genehmigten Verlosungsplans im laufenden Jahre zu veranstaltenden Geldlotterie innerhalb des Großherzoatums zu vertreiben.
Gießen, den 6. Juli 1899.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Be chtold.
HrfHeint täglich mit Ausnahme des Montags.
Die Gießener A«mirre«»tLtter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt.
Berlin, 6. Juli. Der Kaiser nahm, wie aus B e r g e n gemeldet wird, heute vormittag Vorträge entgegen und be- sichtigte dann das deutsche Schulschiff „@nei,cnau“ und das , _ --------------,tl uuclll uu.
französische Schulschiff „Iphigenie". Das Frühstück nahm I dem Wege des Baues von Einfamilienhäusern zu erreichen, der Kaffer beim deutschen Gesandten ein. 1 - - ”.......~ ' -- -- --- -
Berlin, 6. Juli. Die Kaiserin begab sich heute früh mit den von Wilhelmshöhe eingetroffenen kaiserlichen Prinzen -von Bord der „Iduna" an Land und stattete dem Offizier- Korps ihres Regiments einen Besuch ab. Später ging die „Iduna" mit der Kaiserin und den Prinzen an Bord nach Ekensund in See.
Ausland.
Niederlande. Die zweite Kommission der Friedens-
Gießener Anzeiger
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Aints- und Anzeigeblatt für den Ureis Gietzen.


