Ausgabe 
7.12.1899 Erstes Blatt
 
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Dieselben Damen thun denn auch, unterstützt von den Mit­gliedern der Konfirmandenvereinigungen, zu Weihnachten die Engelsdienste, den Armen die Geschenke zu überbringen. Zum Teil, besonders bei Alten und Kranken, geschieht dies seitens der Schwestern mit brennendem Lichterbaum und unter Gesang von Weihnachtsliedern. Vornehmlich werden dabei auch die verschämten Armen berücksichtigt, während Anmeldungen und Gesuche um solche Bescherung grundsätz­lich zurückgewiesen werden, da sie meistens von solchen aus­gehen, die sich zu gerne auf fremde Hilfe verlassen. Jeden­falls wird gerade auf diese Weise viel gutes gestiftet und viele Freude bereitet, und dies stille Segenswerk ist allseitiger Teilnahme wert. Die Geistlichen der betreffenden Gemeinden, in deren jeder bis zu 80 und 90 Armen der Weihnachts­tisch gedeckt wird, werden Gaben, die ihnen gespendet werden, sehr dankbar annehmen. Gewiß werden viele, die selbst keine Gelegenheit zu solchem Wohlthun haben, sich gerne auf diese Weise daran beteiligen, anderen Weihnachtsfreude zu bereiten.

Lauter, 5. Dezember. Ein unangenehmes Nach­spiel dürfte ein Auftritt haben, der sich heute in der Wohnung eines hiesigen Ortsbürgers abgespielt hat. Wie von Beteiligten mitgeteilt wurde, hatte sich Herr Pfand­meister Eifert von Grünberg abends zwecks Psändungs- vornahme in die betreffende Hofraite begeben, woselbst er nebst den zur Hilfeleistung Zugezogenen von dem Eigen­tümer in nachdrücklicher Weise mit einem derben Knüttel bearbeitet wurde.

Lauterbach, 5. Dezember. Heute ereignete sich auf der Strecke des 2. Bauloses in der Nähe von Eisenbach ein sehr bedauernswerter Unfall. Der bei dem Bahn­bau beschäftigte 23jährige Arbeiter Konrad Ettling aus Eichenrod kam auf dem Geleise so unglücklich zu Fall, daß ihn ein nachrollender Kippwagen erfaßte und ihm den rechten Oberschenkel fast vollständig zerfleischte. Der unglückliche Mann wurde in das hiesige Krankenhaus verbracht und liegt daselbst sehr schwer erkrankt nieder.

Darmstadt, 5. Dezember. Der in der großen Ochsen­gaffe hier wohnhafte Uhrmacher Franz Böhm wurde am Samstag vormittag in der Pelzschneise in der Nähe der Eberstädter Chaussee mit seinem Fahrrad bewußt­los aufgefunden. Die sofortige Verbringung desselben in das städtische Krankenhaus wurde veranlaßt, wo der Verunglückte alsbald gestorben ist.

Offenbach a. M., 4. Dezember. Unter Vorsitz des Reichstagsabgeordneten Haas tagten in Halle a. S. 77 Vertreter von 44 deutschen und deutsch - österreichischen Kornhausgenossenschaften sowie genossenschaftlichen Verkaufsorganisationen, um die Ausgestaltung und weitere Zusammenfassung des Kornhausgeschäftes zu beraten. Ge­heimer Rat Conrad-Berlin versicherte, der Landwirt­schaftsminister hege unverändertes Wohlwollen für den Aus­bau der Kornhaussache. Die Konferenz setzte einen ständigen deutschen Kornhausausschuß ein und beschloß, die Kornhauskonferenzen zu wiederholen.

Benßhelm, 4. Dezember. Gestern morgen wurde in dem benachbarten Zell ein vor noch nicht langer Zeit dort­hin verzogener Wirt durch die Gendarmerie verhaftet, der in dringendem Verdachte steht, sich an seiner 18jährigen Tochter vergangen zu haben. (St. B.)

Weinheim a. d. Bergstr., 5. Dezember. Die bekannte Burgruine Win deck ist vom Fiskus an den Freiherrn v. Berckheim verkauft worden. DemWeinh. Anzeiger" zufolge hat Freiherr v. Berckheim in einer behufs Stellung­nahme zu dem Besitzwechsel einberufenen Sitzung des Wein­heimer Bürgerausschuffes die Mitteilung gemacht, daß die Bedingungen, unter denen der Verkauf der Ruine durch den Domänenfiskus stattfand, folgende sind: 1. Die Ruine jeder­zeit in gutem baulichen Zustand zu erhalten und deswegen Unterhaltungs- und Sicherungsarbeiten vorzunehmen, die die staatliche Behörde vorschreibt. 2. Aenderungen an der baulichen Beschaffenheit der Ruine nur mit Zustimmung der staatlichen Behörde und auf Grund eines von dieser ge­nehmigten Planes vorzunehmen. 3. Die Ruine ohne Zu­stimmung der staatlichen Behörde nicht zu veräußern oder zu verpachten. 4. Den Besuch der Ruine jedermann, wie seither, unentgeltlich zu gestalten. Freiherr v. Berckheim teilte noch mit, seine Absicht gehe dahin, vor allem die Ruine durch umfassende Reparaturen vor weiterem Verfall zu schützen, sodann rings um die Burg, oberhalb des neu hergestellten Fahrweges, Anpflanzungen von ausländischen Nadelhölzern, wie solche von seinem sel. Vater im Kastanien­walde angelegt worden sind, vorzunehmen, um so nach und nach um die Burg herum einen Park zu schaffen, welcher ein Anziehungspunkt allerersten Ranges für Weinheim werden soll. Der Bürgerausschuß erklärte sich von diesen Mitteilungen sehr befriedigt.

Mainz, 5. Dezember. Unter der SpitzmarkeSeltener Fall" teilen dieMainz. Reuest. Nachr." aus Darmstadt mit, daß der Domkapitular und Regens des hiesigen bischöflichen Seminars, Prof. Dr. Holzammer, das ihm anläßlich des jüngsten Geburtsfestes des Großherzoglichen Paares verliehene Ritterkreuz 1. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dankend abgelehnt und mit dem Hinweis zurückgeschickt habe, daß seine Brust kein Orden des Regenten schmücken dürfe, der die Reformation in Hessen eingeführt und eine Doppelehe ein gegangen sei. (Letzteres bezieht sich auf die Verbindung Philipps des Großmütigen mit Mar­garete von der Saal, die mit Zustimmung Luthers stattfand und der sechs Söhne und eine Tochter entsprossen ist. Im übrigen geben wir die Mitteilung des genannten Mainzer Blattes nur unter aller Reserve wieder. Die Redaktion.)

Mainz, 5. Dezember. Dem jüngst erwähnten Be­schlüsse des städtischen Finanzausschusses, das städtische Pfandhaus hier ganz aufzuheben, ist die Armen­deputation nicht beigetreten. Letztere hielt das Befiehenlassen

Graf Heinrich von Zeppelin.

Zu den deutschen Offizieren, welche für die Freiheit der Buren die Waffen ergriffen, gehörte auch Graf Heinrich von Zeppelin, der ehemals deutscher Ulanenoffizier war und sich bei seinen Freunden und Kameraden großer Beliebtheit erfreute. In der Schlacht bei Glencoe wurde er schwer verwundet und starb am 23. Oktober. Sein früheres deutsches Regiment hat den trauernden Hinterbliebenen in einem Schreiben sein tiefstes Beileid zu dem herben Verlust ausgesprochen.

des Pfandhauses für eine absolute Notwendigkeit und will nur eine Reorganisation herbeigeführt wissen, durch welche sowohl die Versatzkosten wie auch die Verwaltungsspesen verringert werden. Nach allgemeiner Stimmung zu schließen, dürste das Pfandhaus wohl bestehen bleiben. Nach Mit­teilung hiesiger Blätter gewinnt es den Anschein, daß neben der allgemeinen Personenperronsperre im hiesigen Eisenbahnbezirk auch eine Perronsperre für Hunde einge­führt worden ist, indem nämlich auf verschiedenen Stationen Personen, die mit Hunden die Bahnperrons betraten, an­gehalten worden sind, auch Perronbillets für die sie be­gleitenden Vierfüßler zu lösen.

* Ahbach, 5. Dezember. Ueber daS tragische Ende unseres Flurhüters (s. Anz. Nr. 286) berichtet der Wetzl. Anz." weiter: Am verflossenen Freitag war der Flurhüter und Militärinvalide Georg Oestreich von hier nach Krofdorf gegangen, um seine Pension und Flurhüter­lohn für den Monat Dezember zu erheben. Von Krofdorf ging Oestreich nach Gießen, um Waren rc. für den Wochenbedarf einzukaufen. Von Gießen fuhr er alsdann mit der Bahn nach Dutenhofen und verweilte dort noch einige Zeit, bis es dunkel wurde. Auf dem Nachhausewege ist Oestreich dann in die Lahn geraten und ertrunken. Gestern nachmittag um 4 Uhr bemerkten einige Jungen einen menschlichen Körper unterhalb Atzbach in der Lahn. Der Vorsteher wurde hiervon verständigt und begab sich mit mehreren Leuten an Ort und Stelle. Die Männer zogen den Leichnam heraus, ohne zu wissen, wer es war, da niemand eine Ahnung davon hatte, daß der allein wohnende Oestreich nicht zu Hause angekommen war. Bei näherer Besichtigung erkannte man jedoch den Ertrunkenen. In seinem Besitze befand sich eine Geldbörse mit Mk. 65,20 und in einer zweiten verschiedenes Kleingeld, sowie ein Paar neue Strümpfe. Oestreich hinterläßt einen Sohn von 19 und ein Mädchen von 15 Jahren, welche nicht bei ihm wohnten.

Cassel, 4. Dezember. In einigen Dörfern unserer Um­gebung hat sich die Unsitte eingebürgert, daß an Sonn­tagen nachmittags und abends junge Mädchen ohne Begleitung ihrer Eltern in Wirtshäusern sich mit jungen Burschen zusammenfinden, dort singen und sich von den Burschen bewirten lassen. Deshalb hat sich der Königliche Landrat des Landkreises Kassel, Herr Geh. Reg.- Rat Frhr. v. Dörnberg veranlaßt gesehen, den Wirten auf­zugeben, derartige Zusammenkünfte fernerhin nicht mehr zu dulden, überhaupt jungen Mädchen ohne Begleitung ihrer Eltern oder Vormünder den Zutritt in die Wirtschaftsräume nicht mehr zu gestatten. Die Nichtbefolgung dieser An­ordnung hat die Konzessionsentziehung zur Folge.

Koblenz, 4. Dezember. Seit 10 Jahren hat der Rhein keinen so niedrigen Wasserstand gezeigt, wie gegenwärtig. Nur wenige Schleppschiffe sind noch im stände, Frachtschiffe bis zum Gebirge zu bringen, wo auch diese gelichtert werden. Auf der Stromstrecke Oberwesel-St. Goar liegen über 300 Schiffe, welche gelichtert werden. Am nächsten Mittwoch 12 Uhr mittags, werden im Rheine an verschiedenen Stellen der Wasserbau-Inspektionen Pfähle eingeschlagen, welche den Wasserspiegel um 10 Zentimeter überragen; man will mit diesen Meffungen die Differenzen der einzelnen Rheinpegel untereinander ermitteln und mit dem Amsterdamer Pegel vergleichen bezw. in Uebereinftimmung bringen. Zwischen hier und Weißenthurm hat man z. B. Pegelschwankungen von 15 Zentimeter beobachtet.

Köln, 5. Dezember. Als an der Siegmündung eine Anzahl Fischer dem Lachsfang oblag, geriet ein Fischer­boot in Die Wellen eines vorbeifahrenden Dampfers; der Nachen schlug um und sämtliche Insassen stürzten in die Fluten. Drei Fischer ertranken, die übrigen retteten sich durch Schwimmen ans Land. Eine Leiche wurde bisher geländet.

Brückenau, 4. Dezember. Unter den Sekundärbahn' Vorlagen, welche dem nächsten bayerischen Landtage

zugehen werden, befindet sich auch die Herstellung einer Bahn von Brückenau nach Wildflecken am Fuße des Kreuzberges, durch welche ein weiterer Schritt zur Ber- vollständigung des Rhönbahnnetzes gethan wird.

Gingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artiksl übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.)

Gießen, 6. Dezember 1889.

Leise Anfragen. Warum wird auf die Gießener Geschäfts­leute nicht mehr Rücksicht genommen? Drei Wochen vor Weihnachten, wo man hofft, von dem rnr'st stillen Geschäftsgang entschädigt zu werden, wird das Straßenpflaster auf der Mäutzburg aufgertffeu und somit der ganze Geschäftsverkehr dieses Stroßenvtertels gehemmt. Hoffentlich wird diesem Mißstände im Jntereffe der Geschäftsleute bald abgeholsen werden.

Mehrere Gießener Geschäftsleute.

Gerichtssaal.

X Mainz, 5. Dezember. Wegen Versuchs des Mordes seiner Geliebten verurteilte das hiesige Schwurgericht den Fabrik­arbeiter HarUeb aus Ludwigshafen zu 4 Jahren Zuchthaus und Stellung unter Polizeiaufsicht. In Worms in Arbeit stehend, hat Hartleb, der sehr schlecht beleumundet ist, mit einem anständigen Mädchen ein Liebes­verhältnis angeknüpft, das aber nur von kurzer Dauer war, indem das Mädchen wegen Mißhandlungen seitens seines Geliebten brieflich das Verhältnis löste Hierüber erbost, kaufte Hartleb einen Revolver und erzählte seinen Arbeitskollegen, daß er sein Mädchen damit erschießen werde. Diesen Plan wollte er am Abend des 9. Oktober ausführen, indem er 2 Schüsse auf daü Mädchen abfeuerte, als es eben die Woh­nung ihrer Dienstherrschaft verließ. Glücklicher Weise gingen die Schüsse fehl.

Düffeldorf, 4. Dezember. Das Schwurgericht verurteilte den Artisten Friedrich Kühn, welcher am 31. Oktober den s. Z gemeldeten Mordanfall auf die 20jähr. Variötö-Sängerin Bertha Lippke unter­nahm, zu zwölf Jahren Zuchthaus. Das Mädchen befindet sich aus dem Wege der Besserung.

Halle a. d. T., 2. Tez mber. Die Strafkammer hier ver­handelte g-gen den Kaufmann Oskar Sonntag aus Merseburg wegen erheblicher Salzsteuerhtnterziehungen. Sonntag, ein begüterter Mann, hat seit etwa 1893 große Mengen steuerfreien Viehfalzes als Kochsalz verwendet, indem er c8 zum Einlegen von Gurken benutzte. Dadurch bat er sich deS Vergehens gegen das Salzsteuergesetz vom 11. klober 1867 schuldig gemacht. Die Dr- naturterungem ttel (Eisenoxyd und Wermutkiaut) klärte dec Angeklagte in einer Anzahl großer Boiticke ab. Dte Gurken haben zum Teil einen rötlichen Beschlag gezeigt; Kenner waren übet dessen Herkunft nicht im Zweifel, anderen erschien das Aussehen ordnungsgemäß. Der Geschmack der Gurken hat nicht erhebl-ch gelitten, z. T. wurde dte Schärfe, als von Weinstetnsäure herrü renb, sogar al8 Vorzug betrachtet. Der Staatsanwalt erachtete seit 1895 a 8 für 1425 Ztr. die Steuer (6 Mk. pro Ztr.) hinterzogen, so daß die Strafe (Da# Vierfache der Steuer) 34200 Mk. betragen würde. Der Ge­richtshof nahm indes nur 834 Ztr. Steuer als hinterzogen an und erkannte demgemäß auf 20016Mk. Geldstrafe ober 6 Monat Ge­fängnis. An Steuer hat der Angeklagte inzwisch n bereits 10000 Mk. nachgezahlt, was bei der Sirafbemtssung indes nicht in Betracht kommt. Der Angeklagte bestritt entschieden, die Absicht gehabt zu haben, den SteuerfiskuS betrügen zu wollen.

Universität und Hochschule.

Berufe«. Der Profeffor der Theologie, Graf v. Baud iss in in Marburg, hat einen Ruf an die Universität Berlin erhalten und ange­nommen. Profeffor Geheimrat Roentgen in Würzburg hat sich nunmehr entschlossen, den an ihn ergangenen Ruf an die Universität München anzunehmen.

Berlin, 5. Dezember. Der Kaiser begab sich heute vormittag nach der technischen Hochschule, um den Dank der Rektoren der tech, Nischen Hochschulen von Berlin, Aachen und Hannover für die Ver­leihung des Promotionsrechtes entgegenzunehmen und sodann der Haupt­versammlung der schiffsbautechnischen Gesellschaft beizuwohnen.

Berlin, 5. Dezember. In der Angelegenheit des Dr. Preuß erfährt dieNat.-Ztg." zuverlässig, daß die juristische Fakultät der Berliner Universität ihr disziplinarisches Vorgehen aus eigenem Antriebe und ohne Kenntnis eines von dem Freiherrn von Mirbach ergangenen Schreibens beschlossen und auch, unabhängig von irgend einer äußeren Einwirkung, zu Ende geführt hat. DieNat.-Ztg." bestätigt indessen, daß ein Schreiben an den Rektor der Universität seitens des Herr« v. Mirbach in der Preuß'schen Angelegenheit in der That ergangen ist.

Würzburg, 4. Dezember. Im vorigen Semester waren an der hiesigen Universität 1214 Studierende immatrikuliert, abgegangen sind 387, neu hinzugekommen 388, sodaß in diesem Semester 1215 Stu­dierende vorhanden sind. Diese setzen sich zusammen aus 114 Theologen, 220 Juristen 552 Mediziner, 34 Zahnärzte, 123 Philosophen 1. Sektion, 132 Philosophen 2. Sektion, 40 Pharmazeuten. Hierzu kommen noch 23 Hörer und eine Hörerin, sodaß die Gesamtzahl aller Studierenden in diesem Semester 1239 beträgt.

Giessen

Kirchenplatt 11, gegenüber der Stadtkirche.

Konfektion, Weihnächte-Ausverkauf. Anfertigung nach Mass.

Am. diesjährigen Weihnachtsmarkte empfehlen sich die allbeliebten Weihnachtskartons der Doerings Seife mit der Eule ganz besonders als geschätzte Beigabe zu Weihnachts­geschenken. Sie zeichnen sich von den vorjährigen nicht allein durch ihre Eleganz womit sie ausgestattet sind, aus, sondern auch durch den erhöhten Wert ihres Inhalts. Sie enthalten nämlich 2 Stück Doerings Seife und 1 Stück der viel teureren Eulen Seife, die in feinstem Blumendust parfümiert ist. Doerings Weihnachtskarton hat den Beifall jedermanns.

Rationelle Zubereitung der Speisen. Welch großer Wert auf eine solche gelegt wird, geht aus dem neuesten Werke von Geh. Rat v. Leyden, unter Mitwirkung hervorragender Gelehrten herausg«- geben (Ernährungsterapie und Diätetik), und aus dem Umstande hervor, daß gegenwärtig beim Studium der medizinischen Wissenschaft, auch dre rationelle Zubereitung der Speisen berücksichtigt werden soll. In er­wähntem Werk geht Geh RatHoffmann auf die Zufuhr von Eiweiß in den Organismus, durch Zusatz von Eiweiß-Präparaten zu den Speisen, ein. Hierzu die Peptone anzuwenden, ist nicht ratsam, da man über die Bedeutung derselben sehr zurückgekommen ist. Die nach her Vorschrift von Profeffor Liebig bereiteten Fleisch-Extrakte enthalten aber kein Eiweiß und sind dieselben hiernach wohl der Verbefferung des Go­schmackes der Speisen, nicht aber zum Zuführen von Eiweiß in de« Organismus zu verwenden Diese Bedingung erfüllt aber der Fleisch- ExtraktToril", nach der Vorschrift von Geh. Rat Elasten dargestellt, welcher nicht allein die Bestandteile der Fleisch-Extrakte, sondern auch Fleisch eiweiß (15%) in leichtlöslicher und verdaulicher Form ent­hält. Toril enthält auch eine genügende Menge von Kochsalz, welche« dem Fleische selbst, sowie dem aus Fleisch bereiteten Extrakt fehlt, welcher Bestandteil aber, nach Hoffmann, für den Organismus durchaus erforderlich ist, da bei Erwachsenen täglich ca. 12 gr. Kochsalz durch den Harn aus dem Körper ausgeschieden werden.

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In die Anstalt (Wette und Matratze wart, d Betttücher, 2 e jaden (Leiter und M 1 Regenschirm, 1 Nah Haltung von Kleidern, und Soden rc. und 2

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