Ausgabe 
7.5.1899 Viertes Blatt
 
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ot-e^n^n»r11 ®un^e5Jta.at geltende Recht mit dem j Festhalten an dem Gesetz-Entwurf. Abg. Schmeel stellt Reichsrecht in Einklang zu bringen. Es ist daher ein- einen Abänderungsantrag, und begründet denselben. Der- leumrenh. nnn hpr CHrntohprinnTirfiPti WontoruHn «1a k-.. r.rr. . t . . 1 *

* Berschnappt. Herr (im Konzertsaal):

In der nächsten Nummer ... er wird eben rafiert!'

Wann tritt Diener:

leuchtend, daß der Großherzoglichen Regierung als auch den Ständekammern eine ganz ungewöhnlich große und wichtige Aufgabe zufällt. In der kurzen Zeit bis zum 1. Januar 1900 sollen alle diejenigen Gesetze erlassen werden, die zur Ausführung der obengenannten Reichsgesetze notwendig sind. Justizminister Dittmar dankt daher auch dem Gesetz­gebungs-Ausschuß für den Fleiß, Eifer und die Gründ­lichkeit mit der sich derselbe der Förderung dieses eminenten Gesetzgebungswerks unterzogen habe, das die Kammer heute beschäftigen soll. Er dankt ferner den Mitgliedern der Landeskommission, welche sich der Mühe unterzogen haben, die einzelnen Entwürfe zu beraten und zu prüfen. Seine Herren Mitarbeiter dürsten in dieser Anerkennung das wohl­verdiente Lob und den Lohn erblicken, für die Pflichttreue, mit der sie sich der schwierigen Aufgabe unterzogen haben. Die Regierung ist nicht mit allen Anträgen und Anschauungen des Ausschusses einverstanden, das mindert aber in keiner Weise die große Genugthuung, daß bei allen Beratungen der Kommissionen ein guter Geist gewaltet hat. Bei den Widersprüchen in religiöser, wirtschaftlicher und gesetz­geberischer Beziehung, habe diese Thätigkeit den erfreulichen Beweis erbracht, daß die deutsche Nation befähigt und ent­schlossen ist, an der Ausgestaltung ihrer vaterländischen Ein­richtungen kraftvoll weiter zu arbeiten. Wenn es dann dem Hause gelingen werde, sich durch seine befruchtende Thätig­keit der Reichsgesetzgebung nutzbar zu machen für unser Vater­land, dann werde das Jahr 1900 denkwürdig bleiben für alle Zeiten. Zum Segen des deutschen Reiches und unseres Vaterlandes. Dessen möge die Kammer bei all ihren Be­schlüssen eingedenk sein, und ihre Arbeiten in diesem Wunsche beginnen. Die Generaldebatte über den ganzen Gesetz- Entwurf wird hierauf eröffnet. Abg. Schmitt ist der Ansicht, daß das Haus in eine Generaldebatte nicht ein­treten möge, weil alle die Dinge, welche in der General­debatte berührt würden, in der Spezialdebatte nochmals zur Besprechung kommen würden. Oeffentlich vor der Kammer und dem Lande müsse er aber erklären, daß man in dem Entwurf eine völlig ausgereifte Frucht enormen Fleißes, großer Sachkenntnis, praktischen Blickes und reichster Er­fahrung vor sich habe. Der hessische Entwurf übertreffe in seiner Begründung an Genauigkeit und Umfang die Aus­führungsgesetze nahezu aller anderen Bundesstaaten. Es gereiche daher dem Ausschuß zu besonderem Vergnügen, auch die Thatsache zu registrieren, daß der hessische Entwurf bei hervorragenden Männern, die an der Schaffung des Bürger­lichen Gesetzbuches wesentlichen Anteil hatten, im großen und ganzen als eine außerordentlich tüchtige Arbeit an­erkannt wurde. Er hoffe daher, daß das Haus an das zur Beratung gestellte Werk mit demselben Ernst herantreten möge, mit dem der Ausschuß seine Arbeiten beendet habe, und welches dazu bestimmt sei, daß auch die fernsten Gene­rationen des Vaterlandes mit Zufriedenheit auf ein Werk vaterländischer Thätigkeit blicken mögen. Zur Spezial- Beratung übergehend, werden die Art. 1 bis 12 nach den Ausschuß-Anträgen angenommen. Zu Art. 13, welcher be­stimmt, daß Handschenkungen über 5000 Mk. der gesetz­lichen Genehmigung bedürfen, hat die Ausschußmajorität beantragt, dem Artikel folgende Fassung zu geben: Schenk­ungen an hessische oder nichthessische juristische Personen be­dürfen zu ihrer Giltigkeit, soweit sie Gegenstände im Werte von mehr als 5000 Mk. betreffen, für den überschießenden Betrag der Genehmigung des Großherzogs. Die Minorität ist für die Regierungs-Vorlage, welche das Gleiche auch auf Zuwendungen durch Verfügungen von Todeswegen. Abg. David hält diese Bestimmungen überhaupt für überflüssig, da dieselben sehr leicht zu umgehen seien. Justizminister Dittmar begründet die Ansicht der Regierung, und wünscht

* Eine Anekdote von Leo XIII. Der PariserTimes"- Correspondent war dieser Tage mit dem Erzbischof von

* Das erste japanische Schiff, das bislang auf der Weser eintraf, liegt seit dem 2. d. M. in Geestemünde im Hafen. Man schreibt darüber: Es ist dies der viermastige Dampfer ..Hitachi Maru" aus Tokio, der hier eine Teil­ladung Reis für die Firma R. C. Rickmers anbringt. Be­sonderes Interesse erregt dieser Dampfer, da er auf einer japanischen Werft erbaut ist. Der hauptsächlich für Fracht­güter eingerichtete Dampfer hat auch einige modern ein­gerichtete Kabinen für Reisende, einen mit Klavier, elektri­schem Licht usw. ausgestatteten Salon. Die Osifziere und Maschinisten sind Engländer, die übrige Besatzung besteht aus Japanern. Weitere Dampfer derselben Rhederei werden in den nächsten Tagen erwartet.

selbe lautet: Schenkungen über 5000 Mk. unterliegen in ihrem gesamten Betrage der Genehmigung des Großherzogs. Abg. David widerspricht auch diesem Antrag, wird aber von Justizminister Dittmar in eingehendster Weise wider­legt. Abg. Metz weist nach, daß sich in der Praxis bis jetzt keine Anstände in dieser Frage ergeben hätten. Abg. Osann wünscht, daß die Regierung gerade diese Art der Erbschaften für die Folge recht eingehend prüfen und nicht wie seither leichthin darüber hinweggehen möge. Er ver­weist dabei aus eine Reihe von Fällen, bei welchen zum Schaden armer Erben die Genehmigung zur Abhebung der Erbschaften erteilt wurde. Juristisch sei hier eine genaue Richtschnur zu geben. Abg. Schmitt tritt für den An­trag der Ausschuß-Majorität ein. Bei der Abstimmung wird der Antrag des Ausschusses abgelehnt, dagegen der Antrag Schmeel mit Majorität angenommen. Ebenso Art. 14. Art. 15, welcher die Strafen festsetzt, wird mit 15 gegen 14 Stimmen nach dem Ausschußantrag an­genommen. Ohne Debatte werden angenommen die Art. 16 bis 35. Bei Art. 36 ist die Ansicht des Ausschusses gespalten. Der Art. handelt von der Auf­rechnung gegen Ansprüche auf Besoldung Ruhegehalt, Witwen« und Waisengeld, die aus einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Verletzung der Amtspflicht entstanden sind. Die Hälfte des Ausschusses wünscht, daß das Wörtchen kann" aufgerechnet werden" eingefügt wird. Die andere Hälfte des Ausschusses wünscht Streichung der Worte grober Fahrlässigkeit". Justizminister Dittmar tritt für die Regierungs-Vorlage ein, die das richtige treffe. Abg. Jockel beantragt Streichung des Art. 36 weil aus den Kreisen der Beamten der gleiche Wunsch laut geworden I fei. Abg. David hält diesen Antrag für richtig. I Die Abg. Osann und Metz-Gießen treten ebenfalls für den Strich des Art. 36 ein, weil hierdurch der Regierung eine unbeschränkte Gewalt in die Hand gegeben werde. Auf dem Wege der Gerichte lasse sich das erreichen, was in dem Art. zum Ausdruck gebracht sei. Bei der Ab­stimmung wird hierauf der Art. 36 gegen 1 Stimme ab­gelehnt. Damit wird die Beratung um 1 Uhr abgebrochen. Fortsetzung morgen früh 9 Uhr, wobei auch noch eine dringliche Regierungs-Forderung von 6000 Mk. für die Pensionierung der älteren Richter zur Beratung kommen wird.

auf dem Wege nach Rom zum spanisch-südamerikanischen bereits ruaeiaat ~ ~ "

N"-K°ngreß befindet. Bei der Gelegenheit erzählte der -- ^8uMuuv

Folgendes. ®r war vor zehn Jahren längere | denn der fünfjährige Klaviervirtuose auf?

Zeit in Rom und stattete vor feiner Abreise dem Papst , ; --

einen Abschiedsbesuch ab.Sie scheinen sehr bewegt zu | " ' " ------------

Herzogtum Celle, nicht um ihre Person, war es zu thun. Sie will ihrem Gatten eine wahre Gattin fein, schließt sich aber mit einem gewissen Feuer von Vertrauen und Freund­schaft dem Grafen Königsmark an, der sie liebt, aber ihrer nicht wert ist. In größter Unschuld setzt sie sich dem schwersten Verdacht mit ihm aus, er büßt seine Leidenschaft durch die Eifersucht des Erbprinzen mit dem Tode, sie mit dem Verlust ihrer Freiheit. Auch ein Roman wird ver­zeichnet, Crusius, ein chinesischer Roman, die beabsichtigte Bearbeitung eines von Murr übersetzten Romans.

Freilich wissen wir nicht, was Schiller von diesen Projekten wirklich ausgeführt, was fallen gelassen hätte. Ein Dichter beschäftigt sich mit einer Menge von Stoffen, aber auch hier heißt es:Viele sind berufen, wenige find auserwählt." Daher erscheint auch jede Kritik der Entwürfe und Fragmente nutzlos und müßig; möchte der Dichter sich entschieden haben, für was er immer wollte, so dürfen wir überzeugt sein, daß der Verfasser derRäuber", des Wallenstein" und desTell" nicht an sich selbst zum Lügner geworden wäre. Jedenfalls zeigt uns die Fülle und Mannig­faltigkeit der Projekte den kühn und unermüdlich strebenden Mann, der alles, auch das kühnste in den Kreis seiner Ideale zog:

Bis an des Aetbers bleichste Sterne

Erhob ihn der Entwürfe Flug;

Nichts war fo hoch und nichts so ferne, Wohin ihr Flügel ihn nicht trug."

Und auch Goethe ruft es aus:

Ihr kanntet ihn, wie er mit Niesenschritte

Den Kreis des Wollens, deS Vollbringens maß" also nicht nur des Wollens, sondern auch des voll­bringens! Gleichviel, was der Dichter daher der Handlung für würdig erachtet haben würde, so stellt da» Verzeichnis seiner Entwürfe für unsere Literatur eine Berluft» liste von unendlicher Größe dar, und nur das stolze Wort- Er war unser" magden lauten Schmerz gewalNK übertönen!"

Löwe-" undRudolf von Habsburg" wurden ins Auge gefaßt. Daneben einThemistokles in Persien" und eine Agrippina" schwebten dem Dichter vor, letzteres eins von den gewagten Problemen, wie sie Hebbel so gern behandelt und wie es in der Schiller'schen Auffassung kennen zu lernen sicherlich mehr als bloß interessant gewesen wäre.Eine sehr schuldige Mutter, aber nicht gegen den Sohn schuldig", sollte Agrippina ähnlich, wie Maria Stuart, bloß ein ver­dientes Schicksal erleiden.

Neben der Antike und der Historie finden wir auch die Romantik vertreten.Die Flibustier" undDas Schiff" sollten uns in eine fremde, außergewöhnliche Welt führen. Aufzufinden," heißt es in dem Entwurf zumSchiff,"ist ein punctum saliena, aus dem sich alle entwickeln lassen, ein Punkt, wo sich Europa, Indien, Handel, Seefahrten, Schiff und Land, Wildheit und Kultur, Kunst und Natur u. s. w. gut darstellen läßt."

Weiler ausgeführt fehen wir die Pläne zu einer Elfriede" und einem phantastischen Drama:Rosamund oder die Braut der Hölle," letzteres ein Gegenstück zu Turandot, Faust und Don Juan. In beiden Stücken bildet die Eitelkeit und Gefallsucht eines Weibes das leitende Motiv, indessen steht es bei letztgenanntem Entwurf nicht ganz fest, ob er den Stoff zu einem Schauspiel, einer Ballade oder einer Oper gestalten wollte."Die Gräfin von Flandern", die ihn noch 1803 beschäftigt hat, wäre ein romantisches Liebesdrama im Stile Shakespeares ge­worden, währendDie Herzogin von Celle" die Jntriguen des Hofes in tragischer Form widerzuspiegeln bestimmt war. Letzterer Entwurf, der im Verzeichnis auch unter dem TitelGraf Königsmark" erscheint, beschäftigte ihn wohl am ernstlichsten und anhaltendsten und stand der Ausführung am nächsten. Palleske skizziert den Inhalt wie folgt: Sophie von Cleve, eine edle Natur, ist eigennützigen Ab­sichten zu Gefallen mit einem herzlosen Fürsten (dem Erb­prinzen von Hannover) und einer stolzen, seelenlosen Fürsten­familie zusammengeknüpft worden. Um ihre Erbschaft, das

^uiiqpunOeni war mqer ^age nut oem wrzviftyof von werbetreibender einberufen wird, findet in den gewerblichen Msgr. Casanovzusammen, der sich Kreisen Anklang. Insgesamt etwa vierzig Vereine haben

sein" sag c Leo XIII. zu ihm.Heiliger Vater", erwidere der Erzbischof,das kommt daher, weil ich mich Wehmut r frage, ob ich noch einmal die Freude haben werde S? wiederzusehen." Da antwortete der Papst:Warum dem nicht. Sie sind ja noch jung, und es ist zu hoffen, daßS» I wohl noch einmal imstande sein werden, nach Rom zu kommen''

* Verkehrswesen. Mit dem 1. Mai ist auf den 6 c I n i. scheu Staatsbahnen für den inländischen Verkehr ein' bemerkenswerte Neuerung eingetreten. Die erste Waaen- klasse ist beseitigt; es giebt mit Ausschluß der internationale- Züge nur noch zwei Wagenklassen. Um aber Denjenigen die mit großer Bequemlichkeit reisen wollen, hierzu Geleoen heit zu geben, stellt die internationale Schlafwagen-Ges^' schäft prachtvoll eingerichtete, künstlerisch und vornehm aus­gestattete und abends elektrisch beleuchtete Luxuswagen in die Hauptzüge ein. Um sie zu benutzen, muß man einen Zuschlag von 4 Cts. für den Kilometer zahlen. Der Zu­schlag fließt zur Hälfte der Schlafwagen-Gesellschaft, iUT Hälfte der Staatskasse zu. Auch für Hin- und Rückfahr­karten werden Zuschlagskarten, die die gewöhnlichen Fahr preise um 20 v. H. ermäßigen, für diese Luxuswagen aus­gegeben. Erwähnt sei, daß seit längerer Zeit schon bie Fahrpreise für alle belgischen Eisenbahnzüge, Eilzüge, Per. sonenzüge, die gleichen sind.

* Eine erfolgreiche Wareugeuoffeuschaft, deren letzter Jahresabschluß deutlich erkennen läßt, wie durch vereinten Betrieb kleiner Kaufleute die Vorteile des Großbetriebes erreicht werden können, ist der Verband deutscher Kurzwaren- und Posamentengeschäfte in Wei­mar, G. m. b. H. Im Jahre 1893 mit 67 Mitgliedern gegründet, zählte er im Jahre 1898 deren schon 132. Zn der gleichen Zeit stieg der Umsatz auf dem Hauptlager vvn 87,000 Mk. auf 806,000 Mk. int Jahre, hat also inner­halb fünf Jahren sich nahezu verzehnfacht. Der Gesam- umsatz durch Vermittelung der Aufträge an die Fabriken und durch den Vertrieb vom eigenen Lager aber ist, wie dieKöln. Volksztg." angiebt, von 152,000 Mk. in 1893 auf 1,300,000 Mk. im Jahre 1898 gewachsen. Rechnet man aber alle durch den Verband erzielten mittelbaren nnd unmittelbaren Einkäufe seiner Mitglieder zusammen, so be­trug dieser Umsatz im Jahre 1898 etwa 2/2 Mill. Mack. In der angegebenen Zeit sind die Betriebsmittel der Lei einigung von rund 46,000 Mk. auf 236,000 Mk., der Jahresgewinn, den die Mitglieder durch den Verband er­zielten, von 8300 Mk. auf 55,000 Mk. gestiegen, obwohl eine Rücklage von 37,000 Mk. gebildet worden ist.

* Anteil der Arbeiter am Reingewinn. Der Aufsichts­rat der Sachs. Leinen-Jndustrie-Gesellschast, vorm. H. G. Müller u. Hirt, hat beschlossen, die Arbeiter am Rein« gewinn in der Art teilnehmen zu lassen, daß jeder, sobald er zur Zeit der Auszahlung noch in ungekündigter Stellung ist, denselben Prozentsatz seine Lohnes als Tantieme erhält, als die Aktionäre Dividende beziehen. Die Beiträge dessen, der vorzeitig aus dem Arbeiterverbande austritt, fallen einer Stiftung zu, aus deren Erträgnissen Arbeiter, welche über 25 Jahre im Etablissement ununterbrochen be­schäftigt sind, Renten in Höhe von je 100 Mk. pro Jahr bis ans Lebensende beziehen. Dieser Tage erfolgte die Auszahlung von 9000 Mk. aus dem Gefchäftsgewinn; aus der Stiftung wurden 2500 Mk. überwiesen.

* Die Konferenz zur Bekämpfung des Strahenhavdels, welche vom Centralverbande der Vereine selbständiger Gc-

eines ebenso geistvollen als hochspannenden Zeitromans, dessen Nichtfertigstellung wohl jeder, der ihn gelesen, bitter beklagt hat.Die Kinder des Hauses" sollten nur ein Kriminaldrama werden, und die vorliegende Skizze dokumen­tiert, daß jedenfalls ein Drama mit äußerst spannender Handlung daraus geworden wäre. Der Dichter hat gewisser­maßen der Aera unserer Kriminalromane vorgegriffen, denn ein gestohlener Schmuck bildet den Mittelpunkt der Fabel. Nur faßte der Poet den Gedanken seines Werkes noch höher: Paris sollte in seiner Allheit erscheinen, die Polizei gleich einem Wesen höherer Art emporschweben,dessen Blick ein unermeßliches Feld überschaut und in die geheimsten Tlefen bringt . . ." Indessen scheint es, als habe letztere Absicht noch einem anderen dramatischen Projekte gegolten, das unter dem TitelDie Polizei" in Schillers Aufzeich­nungen auftaucht, und nur deswegen nicht mit dem Plan derKinder des Hauses" für identisch gehalten wird, weil beide Titel nebeneinander Vorkommen.

®.^t stud wir jedoch noch bei weitem nicht zu Ende. Der Dichter hat nicht nur in Briefen und auf hinterlassenen SBlättern manche femer künftigen Absichten angedeutet, sondern wir besitzen auch m den von feiner jüngsten Tochter, der

Glnchen-Rußwurm, veröffentlich,-" drama­tischen Entwürfen em Verzeichnis geplanter Dichtungen, das uns Nicht nur einen "esen Blick in die rastlos arbeitende Gedankenwelt des edlen Toten gewährt, sondern auck keine Vielseitigkeit im hellsten Lichte erstrahlen läßt $

Außer dem bereits erwähnten TitelDi'e Polizei" be- gegn-n wir zahlreichen dramatischen Projekten, Der Haus- vatcr" deutet wohl aus ein bürgerliches Stuck ' Die Ver­schwörung gegen Venedig, Henri IV. oder Biron die sizilianische Vesper", sind historische Themata. Auch ' Die Gräfin von St. G-ran" stellt sich als Kriminaldrama'dar worin em langer Prozeß um einen der Gräfin geraubten Sohn geführt wird.Charlotte Cordav" bekundet nach PalleSke Schillers Absicht, für Ludwig XVI. zu plaidiercn auch Stoffe aus der deutschen Geschichte,Heinrich der

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