Ausgabe 
7.5.1899 Drittes Blatt
 
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aber nicht so leicht, denn Mister Dillon war der Meinung, daß er noch nicht fort möchte, er wolle vielmehr noch eine Rede halten.

* Der Geh. Kommerzienrat Adolf Kroner in Stuttgart, der Leiter des Cottaschen Verlags und derUnion-, feierte das 40jährige Verlegerjubiläum. Unter den zahlreichen Beglückwünschungen und Ehrungen nahmen diejenigen seiner Beamten und Angestellten einen hervorragenden Platz ein. Ein besonderes Album mit Beiträgen in Prosa und Poesie von den Autoren des Cottaschen Verlags unter Führerschaft von Wilbrandt, Sudermann, Fulda wurde von der Berliner .Union- überreicht. Nach der häuslichen Feier fand ein Festmahl imHotel Marquardt" statt. Der König von Württemberg zeichnete den Jubilar durch Verleihung des Ritterkreuzes des Kronenordens mit den Löwen-Insignien aus.

* Eine feuchte Statistik. Man schreibt denM. N. N." aus London: Unser Handelsamt hat dieser Tage eine interessante Statistik herausgegeben, die uns einen umfassenden Ueberblick über die Produktion und Konsumtion alkoholischer Getränke in allen der Statistik zugänglichen Ländern für die Jahre 18851897 gibt. Das auf ein­gehende und sorgfältige Studien gegründete Dokument korrigiert manche gäng und gäbe Ansichten. Nehmen wir zum Beispiel die vier reichsten Länder der Welt, Amerika, England, Frankreich und Deutschland, wer dächte da, daß unter diesen vieren Frankreich, was Alkoholkonsum pro Kopf der Bevölkerung betrifft, an der Spitze steht? Und doch ist dem so. Der jährliche Konsum pro Kops beträgt in Frankreich 3,57 Gallonen (1 Liter 0,22 Gallon); in Großbritannien 2,17, in Deutschland 2,00 und in den Ver­einigten Staaten 1,05. Frankreich verdankt diese wenig beneidenswerte Position an erster Stelle den beliebtenpetits oevres! Die zwei großen Bierproduzenten sind natürlich Deutschland und England. Und zwar hat dieses im Jahre 1897 57,785,000 Hektoliter produziert und jenes 61,621,000. Beide haben ziemlich die Quantität, die sie produzierten, auch konsumiert und bei der kleineren Bevölkerungszahl Englands stellt sich daher hier der jährliche Bierkonsum pro Kopf der Bevölkerung bedeutend höher als in Deutsch­land, nämlich auf 31,3 Gallonen gegen 25,5 in Deutschland. Der deutsche Durchschnitt wird durch den schnapstrinkenden Norden herabgedrückt, und auch dieser englische Bericht muß anerkennen, daß die Bayern, wie männiglich bekannt, die stärksten Biertrinker der Welt sind. Sie marschieren nämlich an der Spitze mit einem Jahreskopfkonsum von 55 Gallonen pro Kopf, dann kommen Belgien mit 4>/2, Württemberg mit 40, England mit 35, die Vereinigten Staaten mit 12 und Frankreich mit 5,1. Umgekehrt steht Frankreich im Weinkonsum an der Spitze mit 26 Gallonen pro Kopf; es folgen Italien, Spanien und die Schweiz mit 1518 Gallonen, während er sich für Deutschland nur auf 1,6 (Württemberg 56), für Großbritannien und die Ver­einigten Staaten auf 0,4 stellt. Im Schnapskonsum ist Dänemarck mit 3,3 Gallonen obenan; Belgien und Ungarn übersteigen 2, Deutschland, Holland und Frankreich nehmen 1,9, Großbritannien 1 und die Vereinigten Staaten 0,9. Sehr lehrreich sind auch die Mitteilungen über die finanzielle Verwertung, die die verschiedenen Regierungen dem Durst ihrer Unterthanen angedeihen lassen. England hat es hierin am weitesten gebracht. Bei einer Netto-Einnahme von 93,356,000 Psund Sterling verdankt es dembiederen" Alkohol -nicht weniger als 33,427,000 Psund oder etwa 682 Millionen Mark! In England liefert also der Alkohol 36 pCt. der Staatseinnahmen; am nächsten kommen dem die Vereinigten Staaten mit 28 pCt., während sich dieser Prozentsatz für Deutschland und Frankreich nur etwa auf 18 PCt. stellt.

* Klaus Groth. Ein süddeutscher Schriftsteller und Dichter hat an Klaus Groth zu seinem Ehrentage einen Brief in oberbayrischer Mundart gerichtet, dem wir Folgendes entnehmen:Sixt es, oans gefallt mr so bei Dir, daß Du Gsangln und Gschichtln gemacht host, grad a so, wia Dir der Schnabl gewachsn is. I woas, es san Leut komma, die gsagt Ham: Hörts auf mit dera Dialekt- Dichterei! Hochdeutsch sein muaß Alles! Ueber die dalkete Rederei hab i mi gärgrt, as i no jung gwest bi, hiazt aba not mehr. Sechtene (solche) Gscheidtzeln, die alles besser wissn, hats ehndr a gebn, un sie sterbn a nöt aus. I aba, i moan (meine), es liagt was drin in dera Sprach, die oaner als a kloaner Bua scho gehört un geredt hat, so wia i zerscht brüt im Steirischen un nache, wia i in Münka (München) glebt hab un wo i oft in die boarischen Berg gwest bin. An sixt es, Herr Groth: wann i so eppas (etwas) Ober­boarisches vom alten Kobell i hab eam guet kennt; is a gar liabr Mann gwest les odr hör: nacha schlagt mir 's Herz un i moan, i bi wiedr' a Jungr Kerl, un steh «ufm Watzmann drobn, un laß an Juachschra los, daß alle Berg rundumadum grad wakln. Un wann da a gsunds schöns Deandrl nebn mir stehet, i glaub i kännts glei abußrln. Aba die jungn Madln lassn eahma (sich) von an altn Kracher net gern abußln. Na, da mueß mrs halt bleibn lassn. I moan, daß a dr Dialekt sei Recht had, un der Schwob, der Baier, der Frank un dr Niederdeutsche un wia olli hoaßen, Gsangln un Gschichtln schreibn solln, wia eahnen dr Schnobl gewachsn is. Dös schadt dem Hoch- deutschn gar nix net. Aba natürli mueß alles sein un net a bloße Fexerei für d' Stadtleut. Du hasts qrod recht troffen in Denn Haben Büachrl, imQuickborn". Hiazt aba Pfüat Di Gott, bleib schö gsund, lieba Herr Groth un andiwem 's Alter di a bißerl plagt i hab a scho wengrl 's Reisen nacha mueßt net brummen, 's hilft ja dengrscht (doch) nix. Un die Gscheidtesten san alleweil gwesn, die 's Lachen net verlernt habn. Dös is a asunde Medizin un kost nix."

* Die Lungenheilstätten sind neuerdings ein Gegenstand der Fürsorge für die leidende Menschheit geworden. Sie bilden heute das wirksamste Mittel in der Bekämpfung der I Schwindsucht. Für Reiche und Unbemittelte ist schon und I

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Meratur, Wissenschaft und Kunst.

Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik. Unter Mttwtlkung hervorragender Fachmänner herausgegeden von Prof. vr. Fr. Umlauft. 21. Jahrgana. 1898/99. (A HartlebenS Verlag in Wien, jährlich 12 Hefte zu 85 Psg., Pränumeration incl. Franko-Zusendung 10 Mk.) DieDeutsche Rundschau für Geo­graphie und Statistik", ist die vielseitigste unter allen geographischen Zrtlschrtften, woraus sich ihre weite Verbreitung erklärt. Indem ie alle Zweige der Erdkunde in gleichem Matze pflegt, bietet sie idem Leser etwas JnteresianteS. Gediegene Aufsätze von hervor­ragenden Fachmännern und Reisenden über Länder- und Völker­kunde, Beiträge auS den Gebieten der Astronomie und Statistik, Biographien zeitgenössischer Geographen und Forschungsreisender, zahlreiche Mitteilungen über geographische Vorgänge auf dem ganzen Erdenrund bUden ihren Inhalt. So gkstaltet sie sich zu einem internationalen Organ der Geographie, welches den Leser in allen geographischen Dingen st IS auf dem Laufenden hält. Nicht zu unterschätzen ist die Beigabe vorzüglicher Illustrationen und sorg fällig ausgeführter Kart n. Die Reichhaltigkeit dieser Zeitschrift macht auch wiederum der Inhalt detz eben erschienenen achten HefteS vom 21. Jahrgange ersichtlich: Afrika« Angliederung an die euro­päische Kultur weit. Von Dr. Robert Rumpe. Bilder von Born- dolm. Von I. GebeschuS in Greifswald. (Mit 2 Abb.) Einige Wochen auf der bolivianischen Punta. Von Ehr. Nusier-Aiport. G^ographisch-Statist'sches vom W'lajet Smyrna. Von Dr. Ernst Friedrich. (Mit 1 Karte und 2 Abb.) Statistik und geographische Verbreitung des jugendlichen Verbrechertums. Von W. D. Morrison. Astronomische und physikalische Geographie. Die Kometen des Jahres 1898. Politische Geographie und Statistik. Die Weizen- produktion der Erde. Von F anz Hetdrrich. (Schluh.) Berühmte Geographen, Naturforscher und Reifende. Dr. Georg Huth. (Mit einem Po trät.) Geograph sche Nekrologie, Todesfälle. Dr. Karl Müller (Mit einem Porträt.) Kleine Mitteilungen aus aöen Erdtellen Geographische und verwandte Vereine. Dom Bücher­tisch. (Mit 1 Abb.) Kartenbeilage: Volksdichte tes WilajetS Smyrna. Matzstab 1; 2,500.000. Plan von Smyrna. Maßstab

wird in Zukunft mehr und mehr in dieser Hinsicht gesorgt. Der Reiche hat unter Hunderten die Wahl in aller Herren Länder, für die Schwindsüchtigen unter all den Millionen, welche der Arbeiterversicherung angehören, bestehen schon eine große Anzahl Lungenheilstätten, und für alle diese ist eine Bewegung int Gange, die immer mehr solcher Anstalten ins Leben rufen wird, zumal nachdem die Alters- und Jnvaliditätsversicherungsanstalten für ihre Schützlinge die Pflege im Falle der Erkrankung übernehmen. Wo aber giebt es Heilstätten, die dem lungenleidenden Handwerker, dem kleinen Beamten, dem Lehrer u. s. w. gegen erschwing­liche Kosten den Kuraufenthalt ermöglichen? Sie sind noch zu zählen. Hier gilt es, noch ein großes Feld gesellschaft­lichen Elends und Unglücks in werkthätiger Nächstenliebe zu bestellen und aus diesen Gesellschaftsschichten recht viele Opfer der Schwindsucht zu entreißen. Zur Mithilfe an solchem Werke ist jedermann berufen. Wer das Elend kennt, das die Schwindsucht über viele Familien bringt, wird seine Hilfe auch nicht versagen. Eine der Anstalten, die vornehm­lich der Aufnahme von Kranken aus bürgerlichen Kreisen dienen soll, ist das Felixstift bei St. Andreasberg im Harz, Leiter Dr. Aug. Ladendorf. Die Anstalt ist für 40 Kranke eingerichtet, denen sie für den niedrigen Preis von 23 Mk. die Woche die Möglichkeit gewährt, genügend lange die Kur auszudehnen. Auch mehrere Freistellen sind vorgesehen, sowie Stellen zu ermäßigten Preisen. Leider haben die Kräfte der Gründer nicht gereicht, um die Anstalt vollkommen aus­zugestalten 60000 Mk. gilt es noch zum weiteren Aus­bau und zur Anlage von Spazierwegen aufzubringen. Die Gesellschaft rechnet dabei auf die Hilfsspendende Menschen­liebe, jedoch weniger auf Geschenktes, als auf Darlehne. Sie will darum die fehlende Summe durch Ausgabe von Anteilscheinen aufzubringen suchen auf 20 Mk. soll das Stück nur lauten. Wer hat 20 Mk für diesen guten Zweck übrig? Hoffentlich finden sich recht viele in deutschen Landen, die ein fühlendes Herz und eine offene Hand besitzen. Die Anteilscheine sollen je nach den Überschüssen, welche die Anstalt ergiebt, mit 4 v. H. verzinst werden und zwar durch alljährliche Auslosung. Für das aufgenommene Kapital haftet die Anstalt mit ihrem gesamten beweglichen und unbeweglichen Vermögen. Wer auf einen Zinsertrag oder \ gar auf Rückzahlung verzichten kann, für dessen Beitrag i sollen Freibetten errichtet werden.

* Zur Beseitigung der Lebensgefahr bei der Narkose ist in der letzten Zeit einiges geschehen, vornehmlich durch den Ersatz des Chloroforms durch Aether, bisher aber ein völlig befriedigendes Verfahren noch nicht erzielt worden. Da die medizinische ßitteratur in gewissen Abständen regelmäßig von Todesfällen durch die Narkose berichtet, so ist der Wunsch nach einer wirklich gefahrlosen Erzeugung künstlicher Betäub­ung ebenso begreiflich wie allgemein. Nach einer Mitteilung vonEnglish Mechanic" sollen diese Bestrebungen jetzt end­lich zu einem vollen Erfolge gelangt sein. C. W. Kröhne I in London behauptet danach, daß die Anwendung von Chloro- I form in einer Mischung mit einer bestimmten Luftmenge I durchaus gefahrlos sei. Es ist ein besonderer Apparat zur I Einatmung des Betäubungsmittels angefertigt worden, der I die Mischung von Chloroform mit Luft in einer voll- I kommen zuverlässigen Weise herstellt und den Arzt befähigt, I eine tiefe Bewußtlosigkeit des Kranken zu erzeugen und zu I unterhalten, ohne daß irgend eine Gefahr dabei besteht. Es I sind seit einiger Zeit viele Hunderte dieser Apparate zum I Verkauf gelangt, ohne daß bei ihrer Anwendung jemals I eine Beschädigung des Kranken eingetreten wäre. Das I Chloroform wird von den heutigen Aerzten bei Beobachtung I genügender Vorsicht ebenfalls bereits als gefahrlos betrachtet, I aber die verhältnismäßig häufigen gesundheits- und lebens- I gefährlichen Folgen der Chloroform-Narkose beweisen zum I mindesten, daß die nötige Vorsicht nicht leicht zu beobachten I ist oder immerhin nicht in allen Fällen beobachtet wird. I Daher ist es ohne Zweifel wünschenswert, daß ein in geeig- I neter Weise konstruierter Apparat gleichsam die Kontrolle I über die Zuführung des Betäubungsmittels seinerseits über- I nimmt und gewährleistet. In dieser Anwendung soll das I Chloroform auch dem Aether und anderen Mischungen, I wie sie aus Alkohol-Aether und Chloroform zusammengesetzt I werden, vorzuziehen fein.

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b-utfd), $>=er und Sott. $-rau89eb«: G-nkr.l?Lt-Mui«ni , . § o- Below. Preis pro Quartal Mk. 1.80. V-'laa von Steg«8mund, Berlin SW., Dessauerftraße 13. 10 'iah,*' Nr. 22, erschien soeben und enthält: Der achtzehnte Ami, -äblung von Alex Richter. - Dte Ausschmückung der Steae«^

I ln Berlin. Dte G-uppe d<s Markgrafen Ludwig I. (Mit ung^n.) Spruch. Deutsche GcdächtniSfeier in Pekma (Win t'kt.) Ulanen als Ehestster. Von M. von Kaisenbero.

I Da« moderne Unterseeboot. Von H. de M. <Mit ahMih»!5 I Ueberfall. Au« den E tnnerungen eine« 5ünfunbbrtifeS,

I Von D. ColontuS. Wolken und Regen. Von Eugen 1 Walpu gis. Von Paftor R. Reichhardt. Im Gtttm V?

I Von Major a. D. Jägerhuber. Der Will« deS Zaren. I »

Emil König. Vaterländische Gedenktage. Vermisse 81

I Splitter und Funken. Rätsel. Briefkasten. Inserats " ' I 3mr Berlage der Dieterich'schen BerlagSbuchbandl»,. I Tbwdor Welcher, Leipzig erschien soeben: Krückmann, Die a?

fremdung zwischen Recht und Bolt. Vortrag, gehalten fak»

I Grenswarder Vereinigung aller Lehrer an höheren. Voll« I Mittelschulen und der Untvkrfität. Preis 75 Pfg. Der Bnrtr I deckt dte Versäumnisse der Schule, der Laien und der Juristen I d e zur Entfremdung zwischen Recht und Volk geführt hab« 2 I giebt ausführlich die Mittel zur Abhilfe an, die bisher tdlg cm I nicht, teil» zu wenig bekannt und benutzt worden find. Stfl,

Schule hat der Verfasser einen recht ausführlichen Lehrplan m gearbeitet, der dem Unterricht unmittelbar zugrunde gelegt werd»

I kann. Der Vortrag sucht ferner nachzuweisen, daß eS für dm Laln nicöt töroer uud für ihn auch Pflicht ist, sich mit dem vaterläM^ Rechte bekannt-zu machen. Neu ist insbesondere der Nachweis M «uch das Recht für die Heranwachsende Jugend von höchster vib gogischer Bedeutung ist. Der Verfasier verteidigt energisch bitä, sührung der nationalen RechtSkunde in den Schulunterricht und C

| für diese Idee schon in Lehrerkreisen Beifall gefunden.

I , Die Rheinlande von Mainz bis Koblenz, die Thäler k und der Nahe von Dr. M. Schwann. M.t 1b0 Illustration^

I Vollständig in ca. 12 Lieferungen ä Mk. 1,60. Verlag vov 7- Schröter Leipzig und Zürich.Sn den Rhein, an den Rhein, M nicht an den Rhein, mein Sohn, ich rate dir gut, da geht bir

I Leben zu lieblich ein, da blüht dir zu freudig der Mut.* Als d sagenkundige Rheinländer Stmrock diese Verse schrieb, da fafi ita der Schalk im Nacken! Zur herrlich auStönenden Hymne wird L

Tarnung, und wer sie liest, möchte nun erst recht der ^Schatzkästletn des lieben Herrgotts" sehen von Angesicht zu ÄngtMi möchte Bekanntschaft machen mit den warmherzigen und feuchiftä, lichen Bewohnern der gepriesenen Rheinlande. Aber für tiufafc und aber Tausende bleibt der Besuch ein frommer Wunsch, doppelt dankbar werden sie darum sein, wenn ihnen Gelegenheit geboten durch den Stift des Künstlers und an der Hand des laude«- uti sittenkundigen Schtldererö dte herrlichen Gaue kennen zu Inner In vorzüglichster und umfaffmdster Weise geschieht dies durch tt- in vollendettr Ausstattung erscheinende Prachtwerk:Die Rheinlai-.dt

Dr- M. Schwann. Nicht weniger als 150 Illustrativ schmücken das hervorragende Werk. Von Mainz bis Koblenz mb in dte Settenthäler hinein begleiten uns dte farbenprächtigm Btld.i Dem, der das Glück hatte, sie zu bewundern in natura, dienen fa als Erinnerung an froh verlebte Tage allen jenen aber zur fc. regung und zum packendenWillkomms dte etne Rhetnretse ne» auf ihrem Wunschzettel stehen haben. Lieferung 1 deS Prachiwe>tri liegt uns in musterhafter Ausstattung vor. Sind dte folgend.« Lieferungen auch nur annähernd so reichhaltig, wie diese, so btv man sagen, daß selten für so wohlfeilen Preis eine derartige Augo weide geboten wurde.

- Aus der Kindheit ins Leben so lautet der Titel det unstreitig anziehendsten Kapitels in Joseph Kürschners so unerschövs- ltch reichem WerkeFrau Musika" (Berlin, Hermann Hill«", Verlag, Lieferungsausgabe, 20 Hefte ä 60 Pfg. nebst zwei prächtige« Einbanddecken gratis) von dem soeben dte 17. Lieferung zur Slick gäbe gelangt. Eltern und Erziehern wird dieses Kapitel etne nnm schöpfliche Fundgrube sein, aber zugleich jedem ein Wiedererwacha alter Jugendertnnerungen, ein erhellender Lichtblick in die unvergej ltche Zeil der Jugend. Dieses Kapitel allein schon würde eine Gate sein, dankenswert und schätzenswert für alle ohne Ausnahme, dem ähnlich ist niemals das -usammengestellt worden, was muflkslis- den kleinen Erdenbürger aus dem Wege durch dte erste Periode seine; Lebens begleitete. Ein ungefähres Bild von der Reichhaltigkeit bei Kapitels mögen die Werktttel deS Kapitels geben, soweit ftt in. 17. Heft vorltegen: Der Storch, Geburtstag und Taufe, Wtegen.'ieder, Gebete, Kleine Lieder, Den lieben Kleinen, FrühlingSlvst, SoS «u und Flur und Wald und Feld, Vom Himmelszelt, Sckulansang uni Schulfchluß, Sommerfreuden, Beim Soldatensptel, Lu Spiel uni Tanz. Man sieht: es ist nichts vergessen, und darf außerdem über­zeugt sein, daß auch das folgende Heft den Gedanleu, der dm Kapitel zugrunde liegt, in gleich glücklicher Weise fortsetzt.

- Das neueste (9.) Heft der »Illustrierten »raum Zeitung" (Verlag von Franz Lipperheide in Beeltn) enthält dn Anzahl Aussätze, die das Jnterefle der weitesten Kreise, nicht bis! der Frauen, finden dürften. Dr. Hermann I. Klein, der bekannt Astronom, veröffentlicht über den Föhn in den Alpen einen Aussatz in dem er auch über dte Entstehung dieses WtndeS ausführliche berichtet. ES wird ja allgemein angenommen, der Föhn komme in! der Wüste Sahara; dies ist aber nicht der Fall, der Verfafler b< weist, daß der Föhn in den Alpen selbst entsteht. Ferner enthSl das Heft einen Aufsatzzur KinderbekleidungS-Frage" vom SaniiätS rat W. Noeldechen und einen ArtikelNeues auS dem Reich be1 Rose" von Max HeSdörffer. Auch die novellistischen Beiträge brl HefteS stammen von bewährten Schriftstellern. Die ErzUliw! »AuS den Papieren einer Einsamen" von Luise Westktrch ist tt» kleines Kabinettstück, daS in seiner einfachen Vornehmheit eirreri großen Eindruck auf den Leser hinterläßt. Die NovelleErbarmen von Freiherr von Schlicht behandelt einen tragischen Konflikt in i« plastischer Weise, daß man fast annehmen möchte, dte Geschichte I* von A biS Z erlebt. Den Schluß macht ein kleiner Artikel ,3-' silbernen Hochzeit des Herzogs Dr. Karl Tbeodor und der Herzogi' Marte Josepha tn Bayern", der mit den Porträts deS Herzoglich«' PaareS geschmückt ist. Dte illustrative Aurstaltung deS HefteS n wie immer mustergültig. Wir machen ganz besonders auf JJ1 stimmungsvolle FrühltngS-Jdyll von Leopold Rothaug und be­packende Bild Meister VautierSDer verlorene Sohn" aufmerksM

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