-Folge von Englands Sieg würde sein Bestreben sein, uns aus Süd- »estafrika hinauszudrängen.
Es ist das nicht eine pessimistische Anschauung eines ängstlichen Gemütes, der ich eben Ausdruck verliehen habe, sondern die Engländer gestehen das mit verblüffender Offenheit selber ein; dieselben Engländer, -ie über deutschen Chauvinismus sich entrüsten, und deren bedeutendste Handelskammern vor Jahresfrist so international-handelsfreisinnig waren, als Feldgeschrei auf der ganzen englischen Linie Boykott dem „made in germany" verkünden zu wollen, und uns auf mittelbaren Wege über und durch Nordamerika wirtschaftlich zu schaden, wie und wo sie nur konnten.
Aber nicht nur im offenen Haß hat uns England Schaden gebracht, »ein, auch englische Freundschaft ist uns schon teuer zu stehen gekommen, war uns schon mehr wie einmal ein Danaergeschenk:
aus Friedrich des Großen Zeit stammt das Wort von dem perfiden Albion;
1815 ist Preußen durch England um den besten Lohn für seine beispiellosen Anstrengungen gekommen;
1870/71 ist englischerseits Waffenlieferung auf Waffenlieferung wider alles Völkerrecht an Frankreich gegangen, haben tausende deutscher Söhne mehr ihr Leben lasten müssen.
Sie kennen die englische Äolle im spanisch-nordamerikanischen Kriege, und kennen englisches Handeln im jüngsten Samoastreit, wo man versuchte, uns aus Samoa ganz herauszudrängen, obwohl über 70 Prozent aller dortigen Handelsinterefsen deutsche sind. Das hat je, gottlob, unsere kaiserliche Politik abzuwehren vermocht, auch noch bevor das Kaiserwort: „Bitter not thut uns eine starke deutsche Flottes erfüllt ist.
Wir haben von England nicht im geringsten auf Rücksicht zu rechnen, wenn es, was der Himmel verhüten möge, in Transvaal obsiegen würde. Und wenn jüngst irgendwo gesagt wurde, es wäre der «nglische Sieg nicht vom Nebel für uns, denn e r verschaffe unserem Kolonialbesitz die unschätzbare Arbeitskraft der Burenhände, so hat das doch nur solange Bedeutung, als das Feld, dasß^bebaut werden soll, auch in unserer Hand ist!
Dreifachen Anteil haben wir Reichsdeutschen jan dem jetzt schwebenden Kampfe: Unser Besitz ist gefährdet, unsere eigenen, dortweilendenLandsleute kämpfen Seite an Seite mit ihren niederdeutschen Brüdern, verlassen Weib und Kind für Freiheit und Recht, und das in alter Reinheit wunderbar erhaltene Deutschtum in denBurenländern soll von einem zusammengeschacherten Söldnerheer für fremden Geldbeutel zu Boden gestampft werden.
Sind das nicht Gründe, zwingender wie je andere, die uns bestimmen müssen, helfend einzugreifen?
Bitter not thut gerade den Angehörigen der Deutschen jedwede Unterstützung. Sollten wir auch nur sie verlassen? Sollten wir die deutschen Aerzte, Krankenpfleger, die deutschen Offiziere, die alle jetzt im Kriege sind, im Stiche lassen mit unserer Hilfe?
Schon viel Blut ist geflossen, den Ausgang des Krieges kennen wir nicht, nur soviel wissen wir, daß bei einer Niederlage der Buren »nb ihrer Verbündeten aus dem blutgetränkten Boden Südafrikas eine Saat aufsprießen wird, die das englische Volk nicht wird zertreten können.
Wenn aber der Tag der Entscheidung gekommen ist, dann wollen wir nicht schamrot beiseite stehen müssen; wir wollen dann unseren deutschen und niederdeutschen Brüdern srei ins Auge schauen können, und ihnen sagen, das deutsche Volt hat gethan, was es thun konnte in Eurem Streit, das Wort von der deutschen Treue ist kein leerer Schall geworden, unsere Gedanken haben Euch begleitet und wir haben stets den Wunsch gehegt, dem auch ich jetzt Ausdruck verleihen will: Den Buren und den an ihrer Seite kämpfenden Deutschen Heil und Sieg!
Auch diesen Worten folgte reichster Beifall des Hauses.
Herr Gerichtsaccessist Pro sch erteilte daraufhin Herrn Bergingenieur Dieseldorff-Marburg, der lange Jahre in Transvaal sich aufgehalten hatte, das Wort zu seinem Vortrag, indem er gleichzeitig diesem Herrn, sowie Herrn cand. ehern, Bellach-Marburg, der die vorzüglich scharfen Lichtbilder, deren Diapositive von Professor vr. Kohl-Marburg hergestellt waren, in vollendetster Weise projizierte, den herzlichsten Dank aus für die großen Mühen, denen sich die Herren, ohne das geringste Entgelt annehmen zu wollen, unterzogen hatten.
In fließender, packender, oft humoristisch gewürzter und gar nicht selten von lebhaftestem Beifall oder allgemeiner Heiterkeit unterbrochener Rede, sprach darauf Herr Dieseldorff. Eine wörtliche Wiedergabe des in überaus glücklichem Aufbau disponierten Vortrages, ist hier leider nicht möglich, und da wir in diesem Blatte schon mehrfach auf seinen Inhalt hingewiesen, wollen wir nur in kurzen Abrissen ihn skizzieren.
Herr Dieseldorff begann seinen Vortrag mit einem kurzen Ueberblick über die Größen-, Bewohnungs-, Religionsund überhaupt geographischen Verhältnisse der südafrikanischen Republiken, wobei eine große von ihm entworfene Karte gute Dienste leistete, und ging dann zu einer historischen Betrachtung über, die unbedingt nötig war, um die Lage vor dem Kriege und dessen Ausbruch erklärlich zu machen. In großen Zügen wurde die Geschichte des Burenvolkes entwickelt. Die Gründung Kapstadts (1652), der doppelte Raub des Kaplandes durch die Briten und die Anerkennung dieser schmählichen Gewaltthat durch den ersten Pariser Frieden (1814), die unablässige Bedrückung der Buren, ihre Kämpfe, ihr Auszug und die Gründung Natals (1834 — 36), die Fortsetzung der englischen Tyrannei, der 48er Aufstand der Natalburen, dessen blutige Unterdrückung, die allgemeine Auswanderung und Begründung des Oranjefreistaates (1848) und Transvaals (1852), die wachsende britische Gewaltherrschaft, die freche Wegnahme des dem Oranjefreistaate gehörigen diamantenreichen Kimberley (1871), die Bezwingung und Einverleibung Transvaals (1877), seine Befreiung vom quälenden Joche (1881) und die späterhin gemein geleugnete Anerkennung seiner Selbständigkeit, die Entdeckung der Goldschätze und die Gründung Johannesburgs (1886), der kläglich verlaufene Jamesoneinfall (1896) und der Ausbruch des jetzigen Krieges, beide einzig und allein aus der Gier der englischen Kapitalisten nach jenen Goldminen entsprungen, alle diese Ereignisse wurden zu einem klaren Bilde der Entwickelung der Burenstaaten zusammengestellt. Mit großer Unparteilichkeit wog sodann der Redner die Berechtigung der bekannten und früher viel besprochenen Forderungen der Uitlanders ab, deren wichtigste waren: Selbstverwaltung von Johannesburg, Erniedrigung der Steuern und der Zölle auf Maschinen und Lebensmittel, Abschaffung des Dynamitmonopols, Polizeireformen, Aufhebung der zahllosen „Giftbuden" im Golddistrikte und — last not least — das Wahlrecht. Die unverschämten Forderungen der englischen Regierung in Betreff dieses letzten Punktes und deren Konsequenzen sind ja aus den letzten Wochen sattsam bekannt. Es folgten
alsbald eine kurze Schilderung des Heerwesens beider Staaten, eine Schätzung der Siegesaussichten der kriegführenden Parteien und der uns eventuell erwachsenden Vorteile, worauf der eigentliche Vortrag mit einer Beleuchtung des Burencharakters und einer interessanten, zuweilen recht humoristisch gefärbten Darstellung von Krügers Persönlichkeit und Lebensweise schloß.
Als besondere Seltenheit, die vorher noch keine deutsche Stadt gesehen haben dürfte, seien die Bilder erwähnt, die Herrn Dieseldorff von vr. Leyds, darstellend Krüger, Piet Joubert und LeydS, übersandt waren, die ebenfalls als Lichtbilder vorgeführt wurden. Jedes dieser drei Bilder wurde vom Jubel des Hauses gegrüßt. Den Schluß bildeten Lichtbilder von Samoa.
Herr Dieseldorff, der den begleitenden Text zu den in vollendeter Weise von Herrn Bell ach vorgeführten Bildern sprach, dankte Frl. Haussig, sowie dem Veranstalter des Abends.
Der rauschende Beifall hat bewiesen, wie alle Zuhörer mit ganzem Herzen Anteil nehmen an der gerechten Sache unserer niederdeutschen Brüder. — Nach dem Theaterabend fand eine zwanglose Zusammenkunft im Cafö Ebel statt. — Ueber den Reinertrag des Abends können wir erst später berichten.WN iMZ
Lokales und Provinzielles.
Gießen, 5. Dezember 1899.
** Landesbaugewerkschule. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 29. November den Architekten und provisorischen Lehrer an der Landesbaugewerkschule zu Darmstadt, Arthur Wienkoop, und den provisorischen Zeichenlehrer an der genannten Anstalt, Georg Heinrich Fey, zu Hauptlehrern an der Landesbaugewerkschule — ersteren mit Wirkung vom 1. Oktober 1899 — zu ernennen.
** Ordens-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog haben Allergnädigst geruht, am 25. Oktober dem Beigeordneten Jakob Friedrich Eberhard zu Lampertheim, sowie dem Bürgermeister Konrad Hofmann zu Wisselsheim das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.
** Aus dem Verwaltungsdienst. Durch Entschließung Großherzogl. Ministeriums des Innern vom 28. November l. Js. ist der Großh. Regierungsassessor Lauer in Darmstadt bis auf weiteres mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Kreisamtmannes bei dem Großherzogl. Kreisamt Bingen beauftragt worden.
• * Mainzer Univerfitätsfouds. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 30. November wurde dem Regierungsassessor Adam Hofmann in Mainz die provisorische Führung der Geschäfte der General- receptur des Mainzer llniversitäts- und Stipendienfonds übertragen.
* * Wasserleitung betr. Wir verweisen auch an dieser Stelle auf die heutige Bekanntmachung des Wafferwerks, betreffend die morgen stattfindende Absperrung der Wasserleitung in einigen Straßen.
* * Kranbauer-Quartett. Wie bereits in diesen Spalten gemeldet wurde, feierte am 2. Dezember d. I. der Kron- bauer'sche Quartettverein das Fest seines 23 jährigen Bestehens. Ueber die Leistungen des Vereins können wir leider nicht eingehend berichten, da einem alten Herkommen gemäß über die Vereinsfestlichkeiten nichts öffentlich erwähnt werden soll, und wir bedauern dies um so mehr, als alles, was geboten wurde, auf einer hohen Stufe der Vollendung stand und auch vor einer fachmännischen Kritik mit Ehren bestanden haben würde. In einem Punkte möchten wir aber doch das silentium brechen und hoffen damit auch den Beifall der Herren Quartettgenossen zu finden. Wie schon öfter, so hat auch diesmal das Quartett einer jungen angehenden Sängerin Gelegenheit geboten, sich vor dem öffentlichen Auftreten auf der Bühne oder im Konzertsaal vor einem größeren geladenen Publikum privatim hören zu lassen, und wir berichten dies von dem diesjährigen Konzert um so lieber, als es eine Landsmännin war, die darin ihr Debüt als Konzertsängerin gegeben hat. Fräulein Marga Dietz, die in Frankfurt soeben noch die letzte Ausbildung erhält, besitzt eine schöne, ausgiebige und in allen Tonlagen wohl ausgeglichene Sopranstimme, die sich trotz der ungünstigen akustischen Verhältnisse des Stein'schen Saals die Herzen des Publikums im Sturm eroberte. Ihre sämtlichen Darbietungen, die Soli in den Männerchören, die Arie aus „Tell" und die Lieder von Cornelius, Strauß und Geller — dem verdienstvollen Dirigenten des Quartetts — zeugten von ernstem und eifrigen Studium und fanden reichlichen, ehrenden Beifall. Wie wir hörten, beabsichtigt Fräulein Dietz zur Bühne zu gehen, und wir glauben gern, daß, wenn sich mit ihrer musikalischen Begabung das nötige mimische Talent vereinigt, es ihr an Erfolgen nicht fehlen wird. Schließlich möchten wir nicht unerwähnt lassen, daß zum Beginn des Konzerts Herrn Leopold Geller für seine aufopsernde und erfolgreiche Thätigkeit im Quartett mit ehrenden Worten dankbarer Anerkennung ein prächtiger Lorbeerkranz überreicht wurde.
• • Bogel- und Gefliigel-AusstellMg. Dem Verein ist soeben von Großh. Kabinettsdirektion die hocherfreuliche Nachricht zugegangen, daß Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Hessen und bei Rhein Aller- gnädigst geruht haben, das Protektorat über die am 26., 27. und 28. Januar n. Js. stattfindende Ausstellung zu übernehmen, sowie der Bitte des Vereinsvorstandes um Stiftung eines Ehrenpreises für die Prämiierung huldvollst zu entsprechen.
):( Feuerwehr-Versammlnug. Bei der am Sonntag den 3. Dezember zu Frankfurt a. M. stattgefundenen Versammlung der freiwilligen hessischen Feuerwehren waren vom Landesausschuß anwesend: Pricken-Mainz, Keller-Mainz,
Müller-Offenbach, Pürroth-Kl.-Steinheim, Fischer-Darm stadt, Zibulsky-Groß-Umstadt, Vetzberger-Nidda, Gail-Gieße» und Damm-Friedberg. Entschuldigt fehlen Feller-Lollar, Mayer-Ober-Jngelheim und Möller-Wöllstein. Den Provinzen nach waren vertreten Starkenburg mit 22, Rhein- heffen mit 5, Oberhessen mit 13 Wehren und zwar aus letzterer Provinz die freiwilligen Feuerwehren von Alsfeld, Assenheim, Büdingen, Friedberg, Gießen, Gettenau, Hungen, Lauterbach, Nidda, Orlenberg, Rockenberg, Rodheim vor der Höhe und Vilbel. Aus den gepflogenen Verhandlungen ging hervor, daß folgende freiwillige Wehren errichtet wurden in Ober-Roden, Kreis Dieburg, Erbach, Kreis Heppenheim, Lindheim, Kreis Büdingen, Rhein-Dürkheim, sowie in Eich, Kreis Worms,. Melbach, sowie in Nieder-Wöllstadt, Kreis Friedberg. Sehr eingehende und lebhafte Debatten fanden statt über die Frage, ob es zweckmäßig sei, die Statistik von 1895/96 fortzuführen und zu ergänzen und wurde ein dahin gehender Beschluß gefaßt, dies durch einen Nachtrag zur Statistik auszuführen.
• * Befihwechsel. Das Haus des Herrn Jos. Mark^ Schulstraße 5, ging in den Besitz des Herrn G. Hansi ei» über. Kaufpreis 42,000 Mk.
• * Polizeibericht. In der Nacht vom vergangenen Sonntag auf Montag entstand auf dem Kreuzplatze zwischen mehreren Studenten und einem Metzgerburschen eine Schlägerei, wobei es auf beiden Seiten blutige Köpfe absetzte. Anzeige wurde erhoben. — Gestern kamen einer hiesigen Wirtsfrau aus ihrem Lokale, welches dieselbe kurze Zeit verlassen hatte, ein Paar Damenstiefel abhanden. Bei dem vermeintlichen Thäter, einem hiesige» Dienstknecht, wurden die Stiefel bei der Durchsuchung seiner Effekten wieder vorgesunden. Anzeige gegen denselben wurde erhoben.
* Mainz, 4. Dezember. Der Frankfurter Journalisten- und Schriftsteller-Verein beging gestern die Feier seines 25 jährigen Bestehens, welche mit einer akademischen Feier im Saale des Dr. Hoch'schen Konservatoriums begann. Gesangsvorträge des vortreffliche» Sänger-Chors des Frankfurter Lehrer-Vereins eröffneten und beschlossen die würdige Feier. Ein gedankentieser, formvollendeter Prolog von Dr. Arthur Pfungst wurde von dem Mitgliede des Frankfurter Stadttheaters Edgar Bolz vorgetragen. Hieran reihte sich die eigentliche Festrede des Vereinsvorsitzenden Herrn Otto Hörth über das Thema: „Journalisten und Schriftsteller". Die Versammlung folgte mit großem Interesse den vortrefflichen Ausführungen des alterfahrenen Journalisten, besonder- über Verhältnis des Journalismus zum Schriftstellertum und lohnte zum Schluß den Redner durch lebhaften Beifall. Abends 6 Uhr fand im großen Saale des Frankfurter Hofes ein Festbankett statt, bei welchem außer dem städtischen Vertreter die verschiedenen Deputierten auswärtiger Korporationen zu Worte kamen. Auch der Mainzer Journalisten- und Schriftsteller-Verein war eingeladen worden uno hatte als Delegierte die Herren Hofrat Börckel und Redakteur Ludwig entsendet. Beim Bankett, an dem etwa 200 Personen teilnahmen, begrüßte Redakteur Hörth die Festgäste, als Vertreter des Vorstandes des Verbandes Deutscher Journalisten- und Schriftstellervereine und des Vereins Berliner Presse sprach der Chefredakteur der „Berliner Volkszeitung", Herr Karl Vollrath, namens des Mainzer Vereins nahm Redakteur Ludwig das Wort und verband mit der Rede die Einladung zur Gutenbergfeier in Mainz. Es sprachen noch die Herren Bürgermeister Dr. Varrentrapp namens der Stadt Frankfurt, Redakteur Lippe für den Karlsruher,. Redakteur Landauer für den Mannheimer Journalisten- und Schriftsteller-Verein, Redakteur Fred er von der „Frankfurter Zeitung" u. a. Zur Feier selbst war eine künstlerisch ausgestattete Festschrift erschienen, welche wertvolle litterarische Beiträge der Frankfurter Vereinsmitglieder, sowie die Porträts der sieben Ehrenmitglieder Theodor Curti, Wilhelm Jordan, Franz Rittweger, Friedrich von Bodenstedt (f), Friedrich Stoltze (j), Guido Weiß (f) und Gustav Barth (f) enthielt.
Gingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.)
Gietzen, 5. Dezember 1899.
Zur Handelskammerwahl!
Am Mittwoch Dem 6. ds. Mts nachmittags findet wieder wie alljährlich die Wahl zur Handelskammer statt. Es sind bereits Kandidaten zur Wiederwahl und Ersatzwahl vorgeschlagen. Es ist aber nicht gleichgültig, ob dieselben mit einer geringen oder erheblichen Majorität gewählt werden. Abgesehen davon, daß, wie wir hören, wieder versucht wird, auf Schleichwegen einen Coup auszuführen, welcher bei schwacher Beteiligung des Handelsstandes leicht gelingen könnte, so entspricht es doch auch dem Ansehen des Kaufmannsstandes und der Vertretung desselben, wenn möglichst jeder Wahlberechtige bei der nur einmal im Jahre stattfindenden Wahl zur Handelskammer an die Urne eilt, um sein Votum abzugeben. Auch für die bleibenden Mitglieder der Handelskammer kann es nicht gleichgiltig sein, wen sie zum Mitarbeiter durch eine Neuwahl bekommen, da man an dieser Stelle doch am besten weiß, wer auch seither Interesse für Handel und Verkehr gezeigt und durch Berichte und Gutachten dieselben unterstützt hat oder jemand bekommt, den nur die Eitelkeit der Handelskammer anzugehören, ohne die entsprechende Erfahrung und Arbeitskraft auf diesem Gebiete mitzubringen, leitet. Sollte wohl der eine ober anbere Wähler Über bie Fähigkeit ber Äanbibaten nicht informiert sein, so glauben bie (Sinfenbec überzeugt sein zu bürfen, baß auch Mitglieder der Hanbelskamm-r auf Befragen vertraulich barüber Auskunft geben werben. Einsender biefeä hoffen unb wünschen, baß eine rege Wahlbeteiligung stattfinden möge!
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Donnerstag den 7. Dezember, abends 8 Uhr, Vibelstttvd« im Konfirmandenfaale in der Kirchstraße. 2. Brief Pauli an die Korinther. Kap. 4. Pfarrer Schlosser.
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sfcsff anlage abznsperrm, wi bringen.
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GesMastrreg seüigtru GrM w der Spat-- unb Vo gesellschch Große«.' angemeldet, daß laut General-Vnsammlunf 4./3. 1892 Heinriö Großen-Buseck an S! geschiedenen Vorst Heinrich Größer II, 30 /3.iMPhilipp daselbst an Stelle bei Manbimifgliebti Gai gewählt worben finb.
fließen, am 24. Bv- Großherzogl. Amtsgerili
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Die Auslosung bei ber Hauptschöffen zu im Jahre 1900 soll den 13. Dezewbe nachmittags y24 Uh geridjtslotal, Zimmer öffentlicher Sitzung ftati
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