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der Postassistent Wahl in Mainz zum Ober-Postassistenten. Angestellt sind als Postassistenten: die Pöstanwärter Gräter und Lind in Mainz. Angenommen sind: als Postanwärter: der Fußgendarm Kuhl in Büdingen; als Telegraphenanwärter: der Hoboist Gresser in Darmstadt; als Postagenten: der Polizeidiener Winter in Klein Auheim und der Kaufmann Kappes in Bretzenheim (Rheinhessen); als Postagentin: die Witwe Landvogt in Rockenberg. In den Ruhestand tritt: der Ober-Postassistent Heß in Darmstadt. Aus geschieden sind: die Postagenten: Dang in Bretzenheim (Rheinhessen), Schnell in Klein-Auheim und Dietz in Rockenberg.
Nidda,4. September. Der Radfahrverein Nidda feierte gestern sein 5. Stiftungsfest. Dasselbe wurde verschönt durch Konzert eines Teils der Gießener Regimentskapelle. Nachmittags fand zunächst ein Festzug der Niddaer Radfahrer, sowie der Vertretung der Vereine von Hungen, Schotten und Butzbach statt, woran sich ein Straßenrennen schloß und zwar zuerst von Unter-Schmitten bis Nidda, sodann von Nidda über Salzhausen, Häuserloch, Borsdorf, Unter-Schmitten, Nidda. In beiden Rennen blieb Herr Leng von Ober-Schmitten erster Sieger; den zweiten Preis errangen die Herren Bierbrauer, Ober- Schmitten resp. Zinn, Ober-Schmitten, die beiden dritten Herr Mogk, Echzell. Während des Rennens fand Konzert in Krafts Garten und abends Preisverteilung und Ball im Gewerbeverein statt, wo Herr Oberpostassistent Geißler die Ansprache hielt. Ein Preis (Pokal) und drei Becher als Andenken für die Nachbarvereine, die durch ihre Teilnahme das Fest hatten verschönern helfen, hatten die Damen von Nidda gestiftet. —R«
cf1 Stockheim, 4. September Unser neues Schulgebäude, das gerade in seiner Einfachheit eine Zierde unseres Ortes ist, nähert sich seiner Vollendung, und wird wohl mit Beginn des Winterhalbjahres die zweite Schulklasse eingerichtet werden können. Damit wird endlich einem dringenden Bedürfnis abgeholfen. Die seitherige einklassige Schule zählte fast 120 Kinder, und war deshalb eine Teilung der Schule in eine zweiklassige ein dringendes Erfordernis und entsprach dem einmütigen Wunsche der ganzen Gemeinde. Die neuerrichtete Schulstelle ist nunmehr auch zur definitiven Besetzung ausgeschrieben und wird es wohl, mit Rücksicht auf die günstige Lage des Ortes an Bewerbern um dieselbe nicht fehlen.
0 Stockheim, 4. September. Gestern hielt unser seitheriger Landtagsabgeordneter Erk von Nidda im Weitzel'schen Saale eine Versammlung ab, um seinen Wählern Bericht zp erstatten überfeine Thätigkeit als Abgeordneter im letzten Landtage. In einstündiger klarer Rede gab Herr Erk einen Ueberblick über die Thätigkeit des letzten Landtages und erläuterte eine Reihe der neueren mit der Einführung des bürgerlichen Gesetzbuches zusammenhängenden Gesetze, sowie die Gesetze über die neue Steuerreform. Die Anwesenden folgten aufmerksam den Ausführungen des Redners, waren dieselben doch sehr interessant, und über manches bisher unverständliche aufklärend und belehrend. Am Schlüsse seines Vortrages dankte Herr Lehrer Wigand von hier im Namen der Anwesenden Herrn Erk für seine Thätigkeit als Abgeordneter im letzten Landtage.
Darmstadt, 4. September. In der am letzten Freitag dahier stattgehabten Ausschußsitzung der Jnvaliditäts- und Altersversicherungsanstall für das Großherzogtum Hessen wurde der früher für die Erbauung einer Lungen- heilanstalt bei Sandbach bewilligte Betrag von 350,000 Mk. mit Rücksicht darauf, daß die Heilanstalt allen hygienischen Anforderungen entsprechen soll, und daß alle Einrichtungen getroffen werden müffen, um den der Heilanstalt überwiesenen Kranken die Gesundheit wiederzugeben, und jegliche Ansteckungsgefahr der näheren und weiteren Umgegend zu beseitigen, auf 700,000 Mk. erhöht.
? Mainz, 4. September. Samstag den 13. und Sonntag den 14. September findet hier der diesjährige Parteitag der deutschen Volkspartei statt. Die erste Sitzung des Parteitages findet Samstag den 23. September statt, an welche sich am Sonntag die Plenarsitzung reiht. Die Bekanntgabe des Programms des Parteitags erfolgt erst in einigen Tagen. — Gestern tagte hier eine sozialdemokratische Wahlkonferenz des Wahlkreises Mainz—Oppenheim, die von 48 Delegierten beschickt war. Auf der Konferenz wurde der Abgeordnete Dr. David- Mainz zum Delegierten für den Parteitag in Hannover gewählt. — Augenzeugen eines tragischen Vorkommnisses waren gestern Vormittag die Passagiere des zweiten Personenschiffes von Koblenz hierher. Ein junges Mädchen, das von seinen bei Koblenz wohnenden Eltern zur Erziehung in eine klösterliche Anstalt hier untergebracht worden war, hatte sich vor kurzem heimlich von hier entfernt und sich zu seinen Ellern begeben. Gestern sollte das Mädchen durch seinen Vater wieder hierhergebracht werden, geriet aber während der Fahrt mit dem Schiffe mit seinem Begleiter in einen heftigen Wortwechsel, der damit endigte, daß das Mädchen etwas unterhalb Bingen durch das Kajütenfenster vor den Augen seines Vaters in das Wasser sprang, und in den Wellen auf Nimmerwiedersehen verschwand. Da das Schiff nicht gleich stillhalten konnte, waren die später angestellten Rettungsversuche erfolglos.
i Bingen, 3. September. Seit einigen Tagen stellen sich der durch das stets sinkende Wasser gehemmten Schiffahrt noch weitere Hindernisse, nämlich die Nebel in den Weg. Dieselben lagern hauptsächlich aus der Strecke Bonn-Köln, weshalb die morgens von Köln abfahrenden Schnelldampfer mit U/a= bis 2 stündiger Verspätung hier eintreffen. Bei weiter fallendem Wasser müssen die Schnelldampfer ihre Fahrten einstellen. Die Leichterungen der Schleppkähne sowohl als auch der größeren Schraubenboote nehmen täglich größere Dimensionen an.
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Vor 110 Jahren, am 6. September 1789, wurde zu Berlin der berühmte Historien- und Porträtmaler Friedrich Wilhelm von Schadow geboren. Er wurde im Jahre 1826 Cornelius' Nachfolger an der Kunstakademie zu Düsseldorf, wo er eine Reihe von Schülern um sich sammelte, welche durch ihre Leistungen bewirkten, daß die „Düsseldorfer Schule" der Münchener ebenbürtig zur Seite trat. Er starb am 19. März 1862 in Düsseldorf.
Vermischtes.
-r Marburg, 5. September. Vor kurzem wurde hier ein akademischer Stenographenverein (Einigungsystem Stolze-Schrey) mit 14 Mitgliedern gegründet.
* Marburg, 3. September. Im Frühjahre d. I. wurde in dem Dorfe Engelbach bei Biedenkopf durch die hiesige Amtsanwaltschaft die Obduktion einer Leiche angeordnet. Zwei Aerzte führten dieselbe in Ermangelung eines lassenden Lokales unter freiem Himmel aus, so daß es, trotzdem ein möglichst ungenierter Ort gesucht worden war, von einigen Leuten, besonders aber von Kindern beobachtet werden konnte. Der Lehrer Becker von Engelbach, welcher ebenfalls von seiner Stube aus den Vorgang gesehen und ich darüber entsetzt hatte, machte seiner Erregung darüber >urch ein „Eingesandt" im „Hinterländer Anzeiger" zu Biedenkopf Luft, wurde aber infolgedessen unter Anklage gestellt, da der erste Staatsanwalt, Gramert, der Obduktion icigewohnt hatte. Das Schöffengericht in Biedenkopf verurteilte den Lehrer, da von klägerischer Seite bekundet wurde, man habe kein geeignetes Lokal erhalten können, zu 20 Mk. Geldstrafe und in die Kosten. Der Verurteilte, ein noch junger Mann, legte Berufung ein und gab an, daß er sich auf den Gesetzes-Paragraph, betreffend Wahrung berechtigter Interessen berufe. Als Lehrer, dem die Gemeinde die Jugend anvertraue, habe er wohl das Recht und auch die Pflicht, derartige Vorkommnisse zu rügen. Er erzielte kostenlose Freisprechung.
* Hanau, 4. September. Heute früh 4 Uhr wurde der 24 Jahre alte ledige Rangierer Möser aus Klein- Auheim auf dem hiesigen Ostbahnhof überfahren und getötet.
* Bonn, 2. September. In der gestrigen Sitzung des hiesigen Amtsgerichts ist der durch seine Prozesse bekannte Fürst Josef Maria von Sulkowski, der hier sein Domizil hat, als Verschwender erklärt und entmündigt worden.
* Braunschweig, 4. September. Eine mysteriöse Angelegenheit wird hier viel besprochen. Der Bäckermeister Probst aus Bornum bei Königslutter erhob dieser Tage bei der hiesigen Leihhauskasse den Betrag von 25 000 Mark. Er kehrte jedoch damit nicht nach Bornum zurück, sondern blieb vermißt. Gestern fand man ihn nun erhängt in einem benachbarten Walde, das Geld wurde indes bei der Leiche nicht gefunden. Näheres über die Angelegenheit bezw. den Verbleib des Geldes ist noch nicht ermittelt.
* Gravenstein, 3. September. Ueber ein vom Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein im Verein mit Berliner Banken geplantes großes Unternehmen wird von hier berichtet. Danach sollen in unmittelbarer Nähe der Ortschaft eine große Ziegelei und eine Cement- fabrik mit einem Aktienkapital von 3 Millionen Mark erbaut werden.
* Hamburg, 3. September. Gestern abend gegen 9 Uhr brach ein bedeutendes Feuer aus. Bald darauf stand der ganze Speicher Neueburg 10 in vollen Flammen. Doch ist es gelungen, die Nebenspeicher mit großem Baumwollenlager zu schützen.
Gingesandt.
Gießen, 5. September 1899.
Gestern abend hat die Schluß-Uebung unserer Feuerwehr stattgefunden und scheint ja im großen und ganzen dabet alles in Ordnung gewesen zu sein, wie wir daS ja bei unseren Wehren seit Alters nicht anders gewohnt find. Dagegen scheint in anderen, die Organisation berührenden Dingen doch noch nicht alles so zu sein, wie es sein sollte. AIS seinerzeit die schöne Festhalle bedauerlicherweise dem verheerenden Elemente zum Opfer fiel, mußten die Wehren ihre Gei Sie selbst den langen Weg bergan schleppen, obwohl mit zwei Fuhrunternehmern ein Vertrag abgeschlossen sein soll, wonach sie beim Stürmen a'.sbsld mit einem Gespann am Turmhaus zu erscheinen haben; als vor längerer Zeit der unbedeutende Brand in der damals Wrisbäcker'sck-n Hosraite am Seltersweg stattfand, war auch ein Gespann da. Uebrtgens bezieht sich dieser Vertrag — wie natürlich — nur auf die sogenannte städtische Feuerwehr. Aber weiter: Vorgestern nachmittag um 372 Uhr hatte die Sonntags- Feuerwehr zum erstenmal« Gelegenheit, sich nützlich zu erweisen. Weshalb aber wurde ttotzdem, wenn auch nur auf ganze Zeit, gestürmt und auch noch Alarm geschlagen? Das ist doch nur nötig, wenn die Wache sieht, daß sie des Feuers allein nicht Herr werden kann und das war vorgestern nicht der Fall, soll sie doch nicht mal einen Schlauch naß gemacht haben. Endlich aber, wo bleiben die doch schon lange genehmigten Feuermeldestellen nebst Alarmleitung für eine Anzahl Wehrleute? Wäre sie schon da, so hätte man vor einer Reihe von Wochen, als vor dem früheren Brandenburger Thor irren wir nicht — um 2 Uhr nachts ein Strohhaufen brannte, nicht nötig gehabt, die ganze Stadt in Aufregung zu bringen. Wie man hört, soll die Angelegenheit ja schon öfter auf der Tagesordnung der Bau- beim. Fruerlöschdeputatton gestanden haben, aber immer wieder, weil weniger dringlich als andere Gegenstände, vertagt worden sein. Wann endlich wird diese Angelegenheit erledigt werden? Und zum Schlusie noch etnS: In Mainz ist — wie wir vor kurzem lasen — ein Teil der städtischen Arbeiter im sog. Samariterdienst — der ersten Hilfeleistung bei Unfällen — ausgebildet worden. Könnte da« hier nicht auch geschehen, oder besser noch, könnte die Feuerwehr sich nicht der Sache annehmen? Wie Schreiber dieses hörte, soll vor Jahr und Tag bei den städtischen Korps davon die Rede gewesen, aber weil das Sitzungszimmer damals nicht frei war, davon wieder Abstand genommen worden sein. Jetzt ist dieses Hindernis beseitigt, also hoffen wir, daß nunmehr, wo die Uebungen ja erledigt find, auch dieses edle Werk — und zwar von beiden freiwilligen Korps — in Angriff genommen werde.
Temperatur der Lahn und Luft
nach Reaumur gemeffen am 5. September, zwischen 11 u. 12 Uhr mittegl:
Wasser 15'/,», Lust 18'.
Rübsamen'sche Babaanstalt.
Verkehr, Kand und Rsiksimrychast.
Gießen, 5. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. Jt 1.10—1.15, Hühnereier per St. 0—6 4, 2 St. 00-15 H, Enteneier 1 St. 0-0 Gänseeier per St. G—00 H, Käse 2 St. 5—7 Käsematte 2 St. 5—6 4, Erbsen per Liter 19 Linsen per Liter 30 Tauben per Paar
«£ 0.60—0.80, Hühner per St. X 1.00—1.40, Hahnen per Stück X 0.60—0.85, Enten per St. 1.80—2.20, Gänse per Pfund M 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 H, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 H, Schweinefleisch per Pfd. 60—72 H, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 76 ,Ä, Kalbfleisch per Pfd. 60—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo 4.50 bi8 6.00 v4L, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. *. 5.50—6.50, Milch per Liter 16 4.
Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Während der ersten S Stunden der Marktzett darf im Umberziehen nickt feilgeboten werden.______________________________
Neueste Meldungen.
Depeschen deS Bureau „Herold*.
Prozeß Dreyfus.
Rennes, 5. September. In der heutigen geheimen Sitzung werden die letzten „allergeheimsten" Beweise vorgelegt werden. Trotzdem sind die Anhänger Dreyfus' zufriedener als seit langem. Durch die Vorladung eines Ausländers seitens der Ankläger hat die Verteidigung die Möglichkeit erhalten, im letzten Notfälle das Zeugnis des Auslandes anzurufen. Man weiß, daß Oberst Panizzardi auf die Vorladung nur wartet.
Rennes, 5. September. Der Kriegsminister Gallifet beauftragte telegraphisch den Regierungs-Kommissar Carriere, sich dem Ausschluß der Oeffentlichkeit bei der Vernehmung Cernuschis zu widersetzen. Als Ursache dieses ministeriellen Auftrages werden Nachrichten angeführt, die Cernuschi als einen nicht ernst zu nehmenden Zeugen bezeichnen. Es lag indessen schon ein Gerichtsbeschluß vor. Auch bestritt Carriöre einem Journalisten gegenüber die Meldung, daß der Kriegsminister ihn beauftragt habe, dem Ausschluß der Oeffentlichkeit zu widersprechen.
Paris, 5. September. Wie verlautet, beschloß die Regierung, dem Kriegsgericht in Rennes das diplomatische Dossier vorzulegen, welches die vollen Beweise für die Unschuld Dreyfus enthalten soll.
Berlin, 5. September. Wie aus Straßburg gemeldet wird, verlieh der Kaiser dem Königs-Ulanen- Regiment Nr. 13 bei der gestrigen Parade die Fahnenbänder in weiß und orange. Bei der Paradetafel im kaiserlichen Schloß, abends 6x/2 Uhr, hielt der Kaiser eine Ansprache, in der er die Verdienste des Vorgängers des jetzigen kommandierenden Generals hervorhob und die Leistungen des Armeekorps lobte. Abends fand großer Zapfenstreich vor dem Palais statt. Gleichzeitig wurde vom Turm des Münsters ein glänzendes Feuerwerk abgebrannt.
Danzig, 5. September. Im Auftrage des Handelsministers ist der bekannte Geologe Professor Klebs aus Königsberg hier eingetroffen, um mit den Bernstein-Industriellen zu verhandeln, da der Staat beabsichtige, auf der Pariser Welt-Ausstellung eine Bernstein-Kollektiv-Ausstellung der heimischen Produktion und Fabrikation zu geben, unter besonderer Berücksichtigung des Kunstgewerbes.
Paris, 5. September. Das „Echo de Paris" versichert, England habe zahlreiche Aerzte in Frankreich angeworben, welche während des Krieges inAfrika thätig sein sollen.
Paris, 5. September. Ein Genosse Guörins warf gestern Ziegelsteine auf die Polizei, worauf Guerin sich entschuldigte. Der Mann habe nicht auf seinen Befehl gehandelt. Der Zwist zwischen den Geheim-Agenten und der Munizipalgarde ist seit gestern ziemlich beigelegt. In der Nähe des „Forts" herrscht jetzt dauernd das alltägliche Treiben.
Paris, 5. September. Man glaubt in hiesigen Abgeordnetenkreisen, daß der Prozeß, betreffend das Komplott gegen die Regierung vor dem Senat nicht vor Oktober zur Verhandlung kommen wird.
Paris, 5. September. Das Amtsblatt wird heute die Einberufung de^ Senats des obersten Gerichtshofes und die Begründung dieser Maßnahme veröffentlichen.
Belgrad, 5. September. Gestern abend ist der frühere serbische Ministerpräsident Ristic an einem Herzleiden, dem sich zuletzt ein Lungen-Oedem zugesellt hatte, gestorben.
Belgrad, 5. September. Die Schluß-Verhandlung im Attentats-Prozeß beginnt heute vormittag 8 Uhr. Am meisten belastet erscheint der ehemalige Präfekt von Sabaz, Angylic, bei welchem höchst kompromittirende Briefe des Prinzen Karageorgevic, sowie eine Korrespondenz mit dem Attentäter Knesevic beschlagnahmt wurde.
Kopenhagen, 5. September. Der Ausgleich ist gestern von den Arbeitern und Arbeitgebern ratifiziert worden. Die Riesensperre ist somit offiziell beendet.
London, 5. September. „Morning Post" versichert, die Behörden von Prätoria hätten die Absicht, hundert Uit- länder zu verhaften, um dieselben als Geiseln zu behalten im Kriege mit England, welcher als unvermeidlich betrachtet wird.
London, 5. September. Daily Telegraph schreibt: Die Transvaal-Regierung wird nunmehr, anstatt England nachzugeben, ihre vollständige Unabhängigkeit verlangen.


