Ausgabe 
6.4.1899 Zweites Blatt
 
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in der Heimat mit der Versicherung, daß er nach der Ein­nahme von Malolos den kämpfenden Philippinern eine all­gemeine Amnestie anbieten wird, und daß die Zwilkommissare die Absichten der Vereinigten Staaten dann kundgeben werden. Indes sieht man schon voraus, daß die philippi­nischeRegierung" sich nicht ergeben, sondern mit den Streitkräften nach Santo Tomas, etwa 25 Kilometer weiter auf der Bahnstrecke nach Dagupan, zurückziehen wird, wohin die Amerikaner selbstverständlich folgen müssen.

Aus Südwestafrika. Herr Rechtsanwalt Georg Wasserfall, der sich in Windhoek niedergelassen hat, gibt dort, wie schon berichtet, eine alle 14 Tage erscheinende Zeitung, denWindhoeker Anzeiger", heraus. Es ist die erste Zeitung, die in Deutsch-Südwestafrika erscheint. Wohl wenige haben eine Ahnung davon, welche Schwierigkeiten die Ausführung dieses Unternehmens machte. Herr Wasser­fall mußte, da er nicht hoffen konnte, in Windhoek einen Drucker zu finden, bevor er dorthin ging, selbst Setzen und Drucken lernen. Die Druckeinrichtung, die er mitnahm, konnte bei der Schwierigkeit des Landtransports von Swakopmund nach Windhoek nur eine ganz einfache sein. Am 24. April 1898 langte die Einrichtung in Swakop­mund an, am 2. August 1898 ist sie in Windhoek ein­getroffen. Sie mußte dann bis zum 19. September liegen bleiben, weil ein Raum für ihre Unterbringung nicht eher zu beschaffen war. Das Montieren Der Presse, einer Hand­druckpresse , welches Herr Wasserfall selbst besorgen mußte, nahm 14 Tage in Anspruch. Die Ochsenwagenfracht der Einrichtung, welche nebst Verpackung 2314 Kilo wog, von Swakopmund bis Windhoek kostete 965,60 Mk. Herr Wasserfall hat wider Erwarten in Windhoek einen gelernten Drucker (Schweizerdegen) gefunden, so daß er jetzt die Zeitung nur selbst zu schreiben, nicht auch, wie er ursprüng­lich annahm, selbst zu drucken braucht.

Lokales und ProomMes.

Gießen, 5. April 1899.

** Mlitardienstuachrichten. Dr. Lindemann, Ober- I stabsarzt 2. Klaffe und Regimentsarzt des 2. Großh. Hess. | Drag.-Regts. (Leib-Drag.-Regts.) Nr. 24, zum Oberstabs­arzt 1. Klaffe, Dr. Lippelt, Stabs- und Bats.-Arzt des 3. (Leib-) Bats. Braunschweig. Jnf.-Regts. Nr. 92, zum Oberstabsarzt 2. Klaffe und Regts.-Arzt des 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leibgarde-) Regts. Nr. 115, Hofmann, Unter­arzt beim 1. Großh. Jnfant.-(Leibgarde-)Regt. Nr. 115, I zum Assist.-Arzt befördert. Dr. Brüning, Königlich Bayer. Oberarzt a. D., zuletzt in der Res. des Landw.- I Bezirks Hof, in der Preuß. Armee als Oberarzt mit einem Patent vom 28. März 1899 beim 3. Großh. Hess. Jnf.- (Leib-)Regt. Nr. 117 angestellt. Dr. Großheim, General­arzt mit dem Range als Generalmajor, Korpsarzt des I 4. Armeekorps, in gleicher Diensteigenschaft zum 18. Armee- I korps versetzt. Eisenh uth , einjährig-freiwilliger Arzt I vom Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, I unter gleichzeitiger Versetzung zum Großh. Heff. Feldart.- Regt. Nr 25 (Großh. Art.-Korps), zum aktiven Unterarzt ernannt. I

** Der Kuustverein für das Großherzogtum Hessen, dessen heurige Generalversammlung auf Samstag, 8. April, nach- I mittags 4 Uhr in die Kunsthalle einberufen ist, hat den Rechenschaftsbericht pro 1898 des Ausschusses an die Mitglieder versandt. Durch Beschluß des Ausschusses I vom 25. März 1898 wurde zum Vorsitzenden Herr Mini­sterialrat v. Bechtold, zu dessen Stellvertreter Herr Pro­fessor Noack, zum Konservator Herr Dr. Back, zum Ge- I schäftsführer Herr Schwab auf ein Jahr gewählt. Nachdem I Herr v. Bechtold als Provinzialdirektor nach Gießen ver- I setzt worden war, legte er sein Amt nieder und wurden die | Geschäfte von dem Herrn Stellvertreter geführt. In der I Sitzung des Ausschusses vom 29. November bat derselbe, I ihn von seinem Amt zu entbinden und es wurde hierauf an I seiner Stelle Herr Landgerichtsrat von Hessert zum Stell- I Vertreter des Vorsitzenden gewählt. Der Verwaltungsrat | hat dann am 10. Dezember 1898 den Ausschuß durch Wahl I des Herrn Regierungsrat v. Hahn und Gymnasiallehrer I Hölscher zu Mitgliedern bis 1903 ergänzt. Den Mitglieder- I stand anlangend zählte man an Vereinsmitgliedern: in Darm- I stadt 524 Mitglieder mit 554 Anteilscheinen (gegen das Vorjahr mehr 27 M. mit 27 A), in Gießen 207 M. mit 220 A. (mehr 10 M. mit 10 A.), in Mainz 101 mit 101 M. mit 101 A. (weniger 4 M. mit 4 A.), in Offenbach 140 M. mit 154 A. (weniger 3 M. mit 3 A.), in Worms 98 M. I mit 98 A. (mehr 11 M. mit 10 A.), in anderen Orten des I Großherzogtum 40 M. mit 46 A. (weniger 4 M. mit 4 A.) I in Orten außerhalb des Großherzogtums 26 M. mit 26 A. I Sonach waren es insgesamt 1136 Mitglieder mit 1199 An- I teilscheinen, ein Plus gegen das Vorjahr von 37 SDHtgliebern und 36 Anteilscheinen Die Ausstellungen des Vereins in der Kunsthalle haben 1898 wie früher in rascher Folge statt­gehabt. Im ganzen waren ausgestellt: in der Kunsthalle in Darmstadt: 446 Oelgemälde, 29 Aquarelle, 5 Pastelle, 54 Zeichnungen; im Kunswereinssaal in Gießen: 363 Oel­gemälde, 21 Aquarelle, 5 Pastelle; in Mainz: 150 Oel­gemälde ; in Hanau 60 Oelgemälde. Darüber, ob ein zur Ausstellung eingesendetes Kunstwerk ausgestellt werden soll, ! entscheidet eine vom Ausschuß bestellte Jury. Auch von den im regelmäßigen Turnus einlangenden Kunstwerken muß regelmäßig eine Anzahl als zur Ausstellung ungeeignet zu­rückgestellt werden. Es ist zn hoffen, daß durch die zur Zeit beabsichtigte Reorganisation des Münchener Kunstvereins erreicht wird, daß namhafte Künstler in größerer Zahl als bisher unsere Ausstellungen beschicken werden. In der Zeit vom 17. Juli bis 1. September war die Ausstellung in der Kunsthalle geschlossen. Von da bis 15. Oktober hat der Ausschuß i die sämtlichen Räume der Kunsthalle derFreien Vereinigung Darmstädter Künstler" zum Zwecke der Veranstaltung einer Kunst-, und Kunstgewerbeausstellung frei zur Verfügung gestellt. Die von dieser Vereinigung den Räumen auf ihre Kosten in dankenswerter Weise gegebene schöne und würdige Decken- und Wandbekleidung hat dem Kunstverein die erwünschte neue Herstellung der Räume verschafft. Das Vereinsblatt Motiv aus der Burg Friedberg" von B. Mannfeld in Frankfurt a. M., ist im Jahre 1898 an die Mitglieder des Vereins, ausschließlich Darmstadt und Mainz, zur Ver-

I teihing gelangt. Bei der am 22. Dezember 1898 statt- I gehabten Verlosung wurden unter die Mitglieder verlooft I zwei uns bei der Verlosung des Münchener Kunstvereins I als Gewinne zugefallene Oelgemälde,Motiv aus der Gegend von München" von Philipp Röth in München, I fernerAbend" von Georg Flad in München, sowie die von I unserem Verein im Laufe des Jahres angekauften 17 Oel- I gemälde, 2 Aquarelle, 2 Farbdrucke und eine Reche von I Prachtwerken. Ferner kamen zur Verlosung 32 Exemplare I von Vereinsgaben anderer Kunstvereine, nämlich 25 des I Münchener, 4 des Düsseldorfer Vereins und 3 von drei I anderen Vereinen Nach der Vereinsrechnung pro 1898, I die der Schatzmeister aufstellte, betrugen die Einnahmen I 21,374.60 Mk., die Ausgaben 17,379.12 Mk. Unter ersteren I waren Mitgliederbeiträge mit 11,990 Mk., Eintrittsgelder I mit 1029.39 Mk., Staatsbeitrag 700 Mk., unter letzteren I dieAufwendung für angekaufteKunstgegenständemit3347.40Mk. I desgl. für Vereinsblätter mit 3018.67 Mk., Ausstellungs-

Ausland.

Wien, 4. April. Die türkische Botschaft dementiert die Meldung über einen Zusammenstoß zwischen bulgarischen und türkischen Truppen bei Kizil-Agatsch.

Lemberg, 4. April. Hier fand ein R e n k o n t r e zwischen einem Generalstabs-Offizier R. und einem Ingenieur M. statt. Letzterer wurde durch einen Säbelhieb über den Kopf schwer verwundet.

Rom, 4. April. Der Papst hatte gestern einen längeren I Ohnmachtsanfall. I

Sofia, 4. April. Der Finanzvertrag zwischen I Bulgarien und einer bekannten Finanzgruppe wurde gestern I unterzeichnet. I

Sofia, 3. April. Das Verhältnis der Türkei zu Bulgarien droht trotz der Mäßigkeit des Sofianer Kabinetts wieder wesentlich schlechter zu werden. Der bul- | garische Vertreter in Stambul, Markofs, dessen Demission I zwar angenommen wurde, der aber infolge der Absage I seines in Aussicht genommenen Nachfolgers, des Generals I Petroff, noch immer im Amte steht, hat wieder eine feiner I Drohnoten losgelaffen, deren Form so unannehmbar ist, I daß die Sofianer Regierung sich zu einer amtlichen Ab- I schwächung verstehen mußte. Dafür hat die Türkei wieder I dem bulgarischen Nationalbewußtsein einen empfindlichen Stich versetzt, indem sie in Petersburg Einspruch gegen die Zulassung Bulgariens zur Abrüstungskonferenz erhob. Vor- I läufig wird in Sofia zwar die Nichtigkeit dieser derKöln. I Ztg." aus Petersburg gedrahteten Nachricht bestritten, es I erscheint aber hochwahrscheinlich, daß die Pforte mit dieser unsanften Erinnerung Bulgariens an sein staatsrechtliches I Abhängigkeitsverhältnis, eine der Drohnote entsprechende Antwort erteilen wollte. Der tiefere Grund für diese schlechten Beziehungen liegt durchaus an Macedonien. Die Bulgaren schicken sich an, eine Reihe von Einzelfällen grau­samer Behandlung von macedonischen Christen, welche teils direkt von den türkischen Behörden ausgeübt worden sein | sollen, teils den wilden Arnauten zugeschrieben werden, als I macedonisches Material für die Abrüstungskonferenz zu ver­öffentlichen. Wenn diese Daten nur halbwegs der Wahrheit I entsprechen, würden sie allerdings beweisen, daß die barbarische Behandlung der Christen in Macedonien jetzt zwar nicht öffentlich, wie im Vorjahre in den Massacres von Vinitza, | zum Ausdruck kommt, jedoch imKleinen und Stillen" ganz I ungehindert weiter ihren Fortgang nimmt. Wenn der Vali, [ wie dies behauptet wird, dem Mutessariff einer Ortschaft seines Vilajets befiehlt, einen bekannten Mörder, der gleich- | zeitig aber albanesifcher Beg ist, zu greifen, sofort die I anderen Arnauten des Ortes den türkischen Beamten mit dem Tode bedrohen, wenn er den Befehl ausführe, der Mutessariff ein ganzes Bataillon Soldaten zur Unterstützung erhält, dessen Kommandant aber seinem General berichtet, er werde keine Gewalt anwenden, weil ein Arnautenaufstand zu befürchten sei, daraufhin die Arnauten, mit dem Mörder in ihren Reihen, die Absetzung des Mutessariffs verlangen und diese vom Vali thatsächlich bewilligt wird so kann man füglich keine Durchführung von Reformen von einer solchen Administration erwarten.

Amerika. Die deutsche Gegenorganisation gegen | die anglo-amerikanische Verbrüderung in den Vereinigten Staaten von Nordamerika gewinnt immer mehr an Festig­keit. Alle deutschen geselligen Vereinigungen, religiösen und politischen Gemeinschaften in Chicago sind aufgefordert, Ver­treter zu entsenden zu einem Meeting am 17. April zwecks Bildung einer ständigen Organisation zum Protest gegen ein englisch amerikanisches Bündnis. Diese Organisation dürfte einen nationalen Charakter erhalten, da die Persön­lichkeiten, welche die Anregung zu diesem Meeting gegeben haben, mit hervorragenden Deutschamerikanern in New-Aork, Philadelphia, St. Louis, Milwauke, Buffallo und anderen Städten in Verbindung stehen, um in diesen Orten ähnliche Organisationen ins Leben zu rufen.

lieber Washington kommt die Nachricht von einem neuen Erfolg der Amerikaner. General Otis telegraphierte aus Manila, daß Oberst Mac Arthur, Malolos, das Hauptquartier der Filipinos, genommen hat. Die Filipinos leisteten nur geringen Widerstand und zogen sich zurück, nachdem sie die Stadt in Brand gesteckt hatten. Die Amerikaner, die bei der Einnahme der Stadt angeblich nur einen Todten und 15 Verwundete hatten, rasten in der Stadt, die zum großen Teil durch Feuersbrunst zerstört ist. General Otis tröstet die ungeduldig gewordenen Amerikaner

Schisssnachrichten.

Bremen, ,1. April. sP« trcmsatUmttschm T^r^ Postdampfer Bonn, CapttSn A. Traue, vom Rord : in Bremen, ist am 30. März, 8 Uhr vormittag», wohuxp Baltimore img »kommen.

kosten mit 3700.78 Mk., Verzinsung und Tilgung mit 1350M Nach der statutenmäßigen Verteilung beliefen sich die breü vom Verein geführten Fonds Ende 1898 auf folgende träge: Fonds A (für Ankäufe zur Verlosung) 1032.91 M Fonds B (Beschaffung eines Vereinsblatts) 545.30 "

Fonds C (Ansammlung eines Fonds zur Widmung voru Kunstwerken zur öffentlichen Bestimmung) 17,680.62 Der bare Vorrat zu gleichem Zeitpunkte betrug 3995.48 Ml" Nach § 13 der Statuten haben in diesem Jahr Ergänzung-I wählen zum Verwaltungsrat stattzufinden und zwar scheid^ aus: in Darmstadt.: die Herren Dr. msä. Bennighof, Frhr von Berswordt-Wallrabe, Dr. Back, W. Bader, Srbb Morneweg; zu ersetzen ist der verstorbene Geheime Sommer' zienrat Wilhelm Merck; in Gießen: Professor Dr 6qner Kommerzienrat Heichelheim; zu ersetzen ist Geheimerat Frb: v. Gagern; in Mainz: Landgerichtsrat Bücking, Dr. Otto Gastell; in Offenbach: Fabrikant Ed. SieverS, fötntoer E. Renck; in Worms: Geheime Kommerzienrat Heyl zu Herrnsheim und Fabrikant Nikolaus Reinhan. ersetzen sind Ministerialrat Dr. Breidert, flreiitai M Hombergk zu Vach, Geheimer Oberbaurat Hofmann.

** Vom Sprachvereine. Der gewaltige Aufschwung der Deutschtumes im letzten Menschenalter, der für immmQI mit Bismarcks Namen verknüpft ist, hat notwendign Weise auch die Angesehenheit unsrer Sprache mächtig gt hoben. So bedeutsam nun diese Förderung auch ist. tri; haben es nicht nötig, Bismarcks Verdienste um bw deutsche Sprache nur in solchen mittelbaren Wirkung zu erblicken. Bismarck hat dem Französischen das genommen, als alleinige staatsmännische Sprache fütberb noch gelten zu können. Für den zwischenländischen Perke: hat er den Grundsatz aufgestellt, m allen den Fällen, in jeder der beteiligten Staatsmänner die Sprache des anbttr. Teiles verstehe, sei die Muttersprache, anzuwenden. Dm schmählichen Brauche, daß der schriftliche Verkehr auü zwischen deutschen auswärtigen Geschäftsträgern und heimische: Behörden nur französisch geführt ward, hat Bismarck wohlverdientes Ende bereitet. Bei solchen vorbismarDe: Verhältnissen können wir die unangenehme Thatsache, iaj Bismarcks sonst so kernhastes Deutsch auch später nod)raä lich mit Fremdwörtern durchsetzt ist, zur Genüge entschM^ umsomehr, als er nicht selten selbst bedauert hat, ein freute Wort anwenden zu müssen, weil ihm ein heimisches auyi blicklich nicht zu Gebote stehe. Feierliche Kundgebung., aber, deren sprachliche Fassung sorgfältig vorbereitet roetbir konnte, hat Bismarck von überflüssigen Fremdwörtern flissentlich freigehalten. So ist jene Urkunde üom B Januar 1871 ein wahres Vorbild edler Reinheit. Und cli Stephan die Sprache der Post glücklich verdeutschte, bunt: er sich auf einen ausdrücklichen Befehl Bismarcks beruf'u Der Allgemeine Deutsche Sprach-Verein hak somit allei Grund gehabt, Bismarck zu seinem Ehren-Mitgliede zu er­nennen. Gleich der deutschen Sprache hat aber Bismarck auch die deutsche Schrift hoch geachtet. Uw erschien \v. nicht als eine schädliche Liebhaberei, der unser BvU xa i wie möglich absagen müsse. Sein kräftiger Namenszug 1 deutschen Buchstaben ist jedem bekannt, desgleichen feine tief: Abneigung gegen deutsche Bücher in lateinischem Druckt. I Die Inschriften jedes Denkmales, das ihm gewidmet rouO, sollten mit dieser feiner Liebe zu unseren Buchstaben in Einklänge stehen, denn sie ist ein unablösbares Stück Bi- marcks deutscher Art.

4- Vom Laude. Anfang April. Kürzlich wurde aus ic Schaden hingewiesen, welchen der Blutfink in den ®änn durch Abpicken der Knospen verursacht. Ein einfaches,? probtes und an Sträuchern leicht anzuwendendes M' hiergegen besteht darin, daß man die Krone der Bern: sträucher mit dünnen Fäden (Zwirn oder Garn) überfpanr. I Die Vögel bleiben leicht darin hängen und meiden tnsolq I dessen derart überspannte Sträucher.

I x Grünberg, 4. April. Die gestern abend vom hiesige I Gesangverein veranstaltete Abendunterhaltung war sei I zahlreich besucht. Die geräumige Turnhalle war bis r- den letzten Platz gefüllt. Das aus Chören, OuarW I Duetten rc. bestehende Programm bot recht viel Abivech- I lang, und die einzelnen Nummern wurden mit rech!

Beifall aufgenommen. An das Konzert schloß sich ein 7^' vergnügen, das die Teilnehmer bis zur frühen MorgeW« zusammen hielt. , .

Friedberg, 4. April. Am ersten Feiertag ' hier beschäftigter taubstummer Schneidergeselle

I Unvorsichtigkeit durch den um 4.15 Uhr von hier nach fahrenden Zug vor der Station Dorheim überfahren

I sofort qctööct.

Babenhausen, 3. April. Nach dem letzten Arm« I ordnunqsblatt erhält unsere Stadt die II. Abteilung neu zu bildenden 2. Großh. Hessischen Feld-Artillerie- , I ments Nr. 61, bestehend aus 3 fahrenden Batterien, I Garnifon.__

Vermischtes.

München, 1. April. Es verlautet, die flaut _ werde mit den Kindern in diesem Sommer einige in Berchtesgaden verweilen; als Wohnung fei e Alpenruhe ausersehen. Der bisherige Chefredatteu Münchener Neuesten Nachrichten", Regierungsrat a^ Burkard, hat diese Stellung niedergelegt. Ler Dozent an der Universität in Heidelberg, $rofcffotv- Samassa, ist als Chefredatteur bet denMuuy Neuesten Nachrichten" eingetreten. __

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