Ausgabe 
5.12.1899 Zweites Blatt
 
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Auszug aus -en Kirchenbüchern -er Sta-t Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Lukasgemeinde.

Getaufte.

Den 26. November. Dem Wagenwärter August Mrtch ein« Tochter, Emmy, geb. 25. Oktober.

Denselben. Dem Ingenieur Otto Spengler ein Sohn, Heinrich Paul Otto, geboren den 16. Juli zu Charlottenburg.

Depeschen des Bureau^erolb'.

Berlin, 4. Dezember. Der Kaiser unternahm nm Sonntag vor der Frühstückstafel einen Spazierritt durch den Wildpark und erledigte im Laufe des Nachmittags und des Abends Regierungsgeschäfte. Weder zur Mittags- noch zur Abendtafel waren Einladungen ergangen. Gestern morgen nahm das Kaiserpaar am Gotles- dienst teil.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Montag den 4. Dezember, abends 8 Uhr: Bibelstuude im Konfirmandensaal der Johanneskirche. 1. Thessalonicherbrief. Kap. 3. Des Apostels Freude, Dank und Bitte um der Thefialonicher willen. Pfarrer Dr. Naumann.

Dienstag den 5. Dezember, abends 5«/, Uhr: Versammlung der konfirmierten Mädchen der Lukasgemeinde im Schwesternhaus (Johannesftraße). Pfarrer Euler.

der in der Haushaltungsschule eingemachten Früchte u. bgL Was da zu sehen war, legte deutlichen Beweis ab für die Vorzüglichkeit der in der Anstalt erzielten Leistungen. Frei­frau von Schenck zu Schweinsberg, die auf ihrer Besitzung in Ober-Ofleiden eine ähnliche derartige Anstalt ein­gerichtet hat und zur Entlassungsfeier Hierher gekommen war, um die hiesige HaushaltungSschule kennen zu lernen, war sichtlich erstaunt und überrascht vo» dem vorzüglichen Zustande der Schule und der Güte ihrer Leistungen. Wir können nur wünschen, daß der Segen dieser Anstalten immer mehr erkannt werde, unb diese Erkenntnis sich kund gebe in einem immer zahlreicheren Besuche der landwirtschaftlichen Haushaltungsschule zu Lindheim. Anmeldungen zu dem am 2. Januar 1900 be­ginnenden und 5 Monate dauernden neuen Kursus sind an Herrn Kreisrat Jrle zu Büdingen zu richten.

ter alte Führing. Er spielte ihn nicht, er lebte ihn, und das ist das höchste, was die Schauspielkunst bieten kann. Er hat viel Kleines zusammengetragen, um die Gestalt zu schaffen, aber gar nichts kleinliches. Selbst die zarteste Nüance, die er angebracht hat, dient zur Charakterisierung der Figur. Was Arthur Bauer aus der edlen Seele des alten Musikanten heraustönen läßt, das ist tief empfunden, es quillt leise empor und geht wie ein rauher Hauch über die Zuschauer hin. Der Vollkünstler hat einen Vollmenschen getroffen. Wers miterlebt hat, trägt eine Erinnerung fürs ganze Leben mit nach Hause.

** Hofguust. Das vieraktige Lustspiel von Trotha, welches seit seinem Erscheinen an fast allen Bühnen Deutsch­lands sich eingeführt hat, und überall günstige Aufnahme gefunden hat, hatte auch gestern seine Anziehungskraft auf das Gießener Publikum nicht verfehlt. Dank der guten Inszenierung der Regie des Herrn Walter St einert und der wirksamen Besetzung der Hauptrollen war der Erfolg des Abends gesichert. Der Löwenanteil des Beifalls ge­bührt natürlich der Darstellerin der Vicky Hohenstein, Fräu­lein Lucie Kugler, welche in dieser Rolle eine überraschende Bühnensicherheit, verbunden mit einem lebendigen, temperament­vollen Spiel zeigte. Ihre natürliche Munterkeit kam ihr besonders in der ersten Szene mit dem Fürsten zu statten, der sie dadurch zu einer guten Wirksamkeit verhalf. Den Fürsten stellte Herr Waller Steinert angemessen und trotz der Jugendlichkeit des Fürsten würdig dar. Auch den übrigen Darstellern gebührt Lob. Zu nennen sind hier Herr Kirchhoff, der sich zum erstenmale im jugendlich komischen Fach zeigte und seine Rolle gut durchführte, sowie die Herren Par en und Kurland (Exzellenz von Malten, Ober­hofmeister und Kammerherr von Roden) und Herr Walter als Baron Hohenstein. Die Damenrollen waren wie immer in guten Händen, und selbst die plötzliche Erkrankung des Fräulein Hardegg, deren Rolle Fräulein Haussig über­nommen hatte, für welch letztere Fräulein Hammer ein­gesprungen war, hatte nicht die geringste Störung im Zu­sammenspiel hervorgerufen. Das einzige, was den Genuß des Abends ein wenig beeinträchtigen konnte, war zeitweiser Lärm hinter der Bühne; doch es bedarf wohl nur des Hin- I weises darauf, daß derselbe im Zuschauerraum vernehmlich war, um dem Nebel in Zukunft zu steuern.

** Vortrag. Auf den am kommenden Mittwoch in der Universitäts-Aula stattsindenden Vortrag des Herrn Privat­dozenten Dr. Kinkel, der sich mit der Würdigung der Philosophie Friedrich Nietzsches beschäftigen wird, sei auch an dieser Stelle hingewiesen.

** Rezitation Anna Hill. Auch an dieser Stelle wollen wir auf die Rezitation aufmerksam machen, die am Mittwoch Abend im HotelGroßherzog von Hessen", veranlaßt vom Kaufmännischen und Ortsgewerbe-Verein ftattfinden wird. Frau Anna Hill aus Frankfurt a. M., seit vier Jahren als Rezitatorin thätig, ist als solche in die Liste des Deutschen Vortrags-Verbandes ausgenommen und hat in I Frankfurt a. M., Mainz, Offenbach u. s. w., sowie in Welt- I bädern zahlreiche Vorlesungen abgehalten, die sich bei Pub­likum und Kritik eines sehr großen Erfolges erfreute. I Als Schriftstellerin ist genannte Dame uns Gießenern nicht unbekannt; sind doch schon Einakter von ihr (Diana, In Feindesland) hier aufgeführt worden; durch ihre sonntüg- I lichen Plaudereien, die imFrankfurter Journal" unter dem PseudonymSans gene erscheinen und sich einer gewissen I Berühmtheit erfreuen, sowie ihre Kunstberichte für erste Zeitungen hat Frau Hill sich auch in weiteren Kreisen be- I kannt gemacht. Mit Rücksicht auf die gewählten Dichtungen sowie auf die sympathische Erscheinung und ausdrucksvolle I Vortragsweise der Rezitatorin, glauben wir, einem viel- I versprechenden Abend entgegensetzen zu dürfen und hoffen, I daß auch die Damenwelt der talentvollen Schriftstellerin I durch zahlreiches Erscheinen ihr Interesse bethätigen wird. I

** Diebstahl. In einem Hause der Wilhelmstraße wurde in voriger Woche durch das Kellerfenster eingestiegen und 6 Flaschen Rotwein und eine Partie eingemachte Gurken I entwendet.

** Sachbeschädigung. In der Nacht von Samstag zum Sonntag nach 3 Uhr wurde eine an dem Leitzow'schen Ge- I schäftshause angebrachte städtische Gaslaterne demoliert. Die Thäter entkamen leider den sie aus größerer Entfernung verfolgenden Schutzleuten.

** Rohheiten. Ein Schreinermeister aus Reiskirchen, I der sich anscheinend am Samstag verspätet hatte, rannte auf dem Wege nach dem Bahnhofe die ihm begegnenden I Leute auf dem Trottoir in absichtlicher Weise an, so daß drei derselben zur Erde fielen. Eine Frau zog sich dabei er- I hebliche Verletzungen zu. Anzeige wurde erhoben. Gestern abend zerrte ein Soldat einen hier als Kellner in Stellung befindlichen Afrikander vom Marktplatz bis zur I Schloßgasse, um ihn dort mit in eine Wirtschaft zu nehmen. Als der Kellner sich dagegen entschieden wehrte, zog der I Soldat das Seitengewehr und schlug denselben auf den Kopf, so daß eine blutende Wunde entstand. Der hinzu- I gerufene Schutzmann konnte nur noch die Zeugen feststellen. I

* Da durch das mit dem 1. Januar 1900 in Kraft Utende neue Handelsgesetz der Kreis der zur Führung von I Handelsbuchern verpflichteten Geschäftsleute gegen bisher beträchtlich erweitert wird, ist es von großer Wichtig- I feit für alle die betreffenden Geschäftsleute, sich über die I richtige Führung der vorgeschriebenen Bücher zu unterrichten. I

W. Dutenhofen (Kreis Wetzlar), 3. Dezember. Von hier aus nach Atzbach ist besonders bei starkem Nebel oder abends in der Dunkelheit ein überaus gefährlicher I Weg, soweit derselbe an der Lahn entlang führt. Zu öfteren Malen sind an jener Stelle des schmalen Weges Passanten schon die steile Böschung hinab in die Lahn ge­stürzt und konnten froh sein, mit dem kalten Bade davon zu kommen. In der vergangenen Woche hat dieser gefähr- I liche Zustand des Weges ein Menschenleben gefordert. Der I

| als nüchterner Mensch bekannte Feldschütz Oestereich von I Atzbach ging am Freitag gegen V27 Utzr abends von hier I fort, und ist in der Dunkelheit die Böschung hinabgerutscht I und hat im Wasser sein Ende gefunden. Gestern abend I erst fand man unterhalb der gefährlichen Stelle des Weges I in der Lahn dessen Leiche. Der Befund derselben stellt I außer allen Zweifel, wie der Mann seinen Tod gefunden. I Man begreift vielfach bei den Bewohnern der beteiligten I Gemeinden nicht, warum man mit der geplanten Erbauung I der Kreisstraße DutenhofenAtzbach nicht schon längst den I Anfang gemacht hat, einer Verkehrsverbindung, welche doch I überaus nötig ist. Die beteiligten Gemeinden haben bereits I vor einem Jahre die Mittel für die Straßenanlage, soweit I sie solche zu leisten haben, bewilligt. Wenigstens aber sollte man nicht säumen, an der gefährlichen Stelle des Weges I eine Schutzvorrichtung anzubringen, damit nicht noch weitere I Menschenleben an jener Stelle in Gefahr kommen.

I Lich, 3. Dezember. Heute mittag hielten Herr I Landwirtschaftslehrer Reichelt aus Alsfeld, Herr Obstbau- I techniker Metz aus Friedberg vor zahlreich erschienenen I Zuhörern Vorträge über Bodenbearbeitung und I Aussaat bezw. über die Mittel zur Erzielung guter Obst- I ernten. Herr Reichelt führte aus, daß man nicht von der I Regierung verlangen dürfe, daß sie alle Schäden der Land­wirtschaft beseitige, der Landwirt müsse sich selbst helfen I dadurch, daß er das Land billig zu erwerben trachte, schlechte I Aecker zu Wiese- und Weideland anlege und von der Flächen- I einheit einen möglichst hohen Ertrag zu gewinnen suche. I Dazu empfahl er zweckmäßige Bekämpfung des Unkrautes, seichtes und dann tiefes Umarbeiten des Bodens schon im I Herbst, langsames Uebergehen zur Tiefkultur, Unterarbeiten I des Dung:s bald nach der Ernte, zweckmäßiges Anlegen I von Flutsnrchen. Für die Aussaat wurde empfohlen, nur kräftig entwickelte Körner zur Saat zu nehmen, die Saat- I frucht auf ihre Keimfähigkeit zu untersuchen und durch Kupfervitriolbeize von Rostpilzen zu reinigen; die Drillsaat I verdiene der Breitsaat gegenüber den Vorzug. Herr I Obstbautechniker Metz sprach sodann über die geeignetsten I Methoden zur Düngung der Obstbäume. In der sich daran I anschließenden Diskussion forderte Herr Bürgermeister I Heller unter Zustimmung der ganzen Versammlung Herrn I Metz auf, bei dem Oberhessischen Obstbauverein darauf I hinzuwirken, daß derselbe, ähnlich wie die landwirtschaft- i I lichen Bezirksvereine, die Interessenten mit guten Materialien i I und Werkzeugen zur Obstbaumpflege versorge.

* Butzbach, 2. Dezember. Herr Ministerialrat Soldan nahm seine verdienstliche Ausgrabungsthätigkeit, die ihn vorher nach Hungen, Echzell rc. geführt hatte, an hiesigem I Orte, wo er schon so viel bedeutsamens gefunden hat, wieder auf. Er entdeckte auf dem Schrenzer, in dem Kiefernwald südlich vom Kirschenwäldchen, eine römische Erdschanze der ältesten Zeit, ähnlich den bereits früher ge­fundenenErdkastellen" auf dem sog.Hunnenkirchhof" bei Hausen, im Degenfeld und im Gambacher Wald. Vielleicht war erstere durch einen chattischcn Ueberfall zerstört worden, oder sie wurde aus anderen Gründen aufgegeben, dagegen I an derselben Stelle später ein hölzerner Wachtturm er- I richtet, von dem sich deutlich die Basis und die zwei ihn umgebenden Gräben nachweisen ließen. Diese Entdeckung I | ist sehr bemerkenswert, weil ja in geringerer Entfernung I hiervon gleichfalls die Reste eines solchen Turmes gefunden I worden sind. An dieser letzteren Stelle ist nunmehr eine Nachbildung des hölzernen Wachtturmes errichtet worden. I Der ursprüngliche Graben wurde wieder ausgehoben und I mit einem Zaun von Palissaden versehen, deren früheres Vorhandensein sich aus den gefundenen Kohlenresten ergab. Auch die Basis wurde wiederhergestellt und in den darin vermittelst der Erdsonde ermittelten vier Pfostenlöchern die Erdbalken des Turmes aufgerichtet. Nach den Angaben Soldans wurden zwei Stockwerke erbaut, deren oberes von der Galerie umgeben ist. Die Zwischenräume zwischen den Balken sind mit Fachwerk ausgefüllt, von dem sich in dem alten Schutt noch charakteristische Brocken vorgefunden hatten. Da keine Spur von Ziegeln zu ent- I decken war, so wurde als Bedeckung des Turmes ein aus Ginstern hergestelltes Dach gewählt, weil man von der An­sicht ausging, daß zu der Zeit, wo die Römer sich in der damals noch unkultivierten Gegend festsetzten, eine solche I Dachbedeckung am leichtesten zu beschaffen war.

A Lindheim, 1. Dezember. Heute nachmittag fand in I der landwirtschaftlichen Haushaltungsschule dahier der Schluß des 2. Kursus 1899 und die feierliche Entlassung der an diesem Kurse teilgenommenen 12 jungen I Mädchen statt. Dieselbe wurde eröffnet und beschlossen durch Gesang der Schülerinnen unter Leitung des Herrn I Lehrer Nürnberger. Nach dem Eröffnungsliede begrüßte Herr Pachter Hahn von Hof-Tiergarten als Vertreter des I 1. Vorsitzenden des landwirtschaftlichen Bezirksvereins- I dmgen, des erkrankten Herrn Kreisrat Jrle, die zur Feier I zahlreich erschienenen Eltern der Schülerinnen und Freunde I der Anstalt, sowie Herrn Landesökonomierat Müller aus Darmstadt, sprach allen denen, die an der Anstalt während des letzten Kurses thätig gewesen oder ihr sonst großes In- I treffe entgegengebracht, seinen herzlichen Dank aus und überreichte einer jeden Schülerin ihr Entlassungszeugnis. Nachdem sodann eine der Schülerinnen in einer kurzen Ansprache den beiden Lehrerinnen, den Lehrern und dem Vorstände der Anstalt für alle Liebe und alles Wohlwollen gedankt, sprach Herr Landesökonomierat Müller über die hohe Bedeutung solcher landwirtschaftlichen Haushaltungs­schulen, wie sie auch hier sich befindet und in Blüte steht.

viies darauf hin, daß es nicht Aufgabe einer solchen I schule sein könne, in allen Zweigen der Wirtschaft völlig bewanderte und praktisch tüchtige Mädchen auszubilden, sondern es vielmehr darauf ankomme, eine gute Grundlage zu legen und so die Wege zur tüchtigen Leitung eines Haus- I wesens zu ebnen. - An diese Feier schloß sich die Be­sichtigung der ausgestellten Arbeiten der Schülerinnen, sowie |

Vermischtes.

* Aschaffenburg, 1. Dezember. Der hiesigen Polizei gelang es im Laufe des gestrigen Tages eine geriebene Schwindlerin festzunehmen. Die letzten Tage logierte sich unter einem hochklingenden Namen eine Frauensperso» im HotelFreihof" dahier ein. Als Freifräulein v. H. führte sie sich in den dort verkehrenden Kreisen ein, lebte herrlich und sprach immer davon, daß ihr eine Rente von jährlich 300,000 Mk. zur Verfügung stehe. Das angebliche Freifräulein ging sogar soweit, daß sie mit den Besitzern des Freihofs und des nebenanliegenden Hembt'schen Anwesens über den Verkauf dieser Anwesen in Unterhandlung trat. Diese Anwesen wollte sie dann zu einem wohlthätigen Zwecke stiften. In das Mädchen-Waisenhaus schickte die Schwind­lerin 100 Gebetbücher mit dem Bemerken, daß sie auch sämtliche Kinder kleiden lassen werde. So wurden noch verschiedene Schwindeleien ausgeführt, bis endlich die Polizei j auf das Fräulein aufmerksam wurde. Die angestrengte» Recherchen ergaben, daß die Dame einen falschen Name» führte und eine bekannte Schwindlerin aus Schweinfurt mit Namen Elise Eber le in ist. Sie ist jetzt im hiesige» Landgerichtsgefängnis einlogiert.

* Friedrichshafen, 2. Dezember. König Wilhelm von Württemberg hatte seine Residenz ins Schloß Friedrichs­hafen verlegt. Auf seinen Spaziergängen begleiteten ihn zwei hübsche weiße Spitze. Eines Tagrs ging der König mit seiner Gemahlin und deren Hofdame durch die Straßen der Stadt und die Spitze tummelten sich lebhaft um die Herrschaften. Da gewahrte die Königin auf der Straße einen weinenden Knaben. Mit landesmütterlichem Wohlwollen fragte sie den Knaben:

Bübchen, warum weinst du?"

Keine Antwort, heftiges Schluchzen. Die Hofdame legte sich ins Mittel und fragte gleichfalls den Knaben:

Kleiner, warum weinst du? Weißt du, die Königin fragt dich, da muß man hübsch folgsam sein und Antwort geben!"

Abermals heftiges Weinen und keine Antwort. Nu» will der König selbst seine Kunst versuchen und wendet sich an den Knaben mit der Frage:

Büeble, warum heulscht?"

Jetzt faßt sich der Knabe ein Herz und platzt heraus:

Deine Sauspitzer hent mir meine Hosa ver- riffa!" v

Hierauf große Heiterkeit beim Königspaar, und sicher­lich ist dem Knaben reicher Ersatz geworden.

* Agram, 2. Dezember. Der Gendarmerieleutnant Schetecka erschoß auf offener Straße den Forstobermspektor Jang, weil dieser ihn bei seinem Vorgesetzten denun­ziert hatte.

Arbeiterbewegung.

Paris, 3. Dezember. Aus Nantes wird g meldet: die aus­ständigen Arbeiter bei der StaatSiabakfabrik, 5000 an der Zahl, m-ganifiert^n gestern einen Umzug. Sie wollten vor da« Präfiklur-- Qhbäube ziehen und daselbst manifestieren. Eine Abteilung Ka- vallene verhinderte sie daran. Die Demonstranten waifen Steine aus das Matt ar und verwundeten einen Ofifzier, worauf d-r Befehl erteilt wurde, gegen die Menge vorzugehen. Mehrere V.rhaftungcu wurden vor genommen.

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zeug und getragene Vorhänge, Roulleauxu weise gegen Varza werden.

Gießen, den 4. Deze 8459 Seipel, (

MMgöm 11.

nachmittags i sollen aus dem hiesigen den Karl Tram 'N Gießen gehörigen Ar Flur 1 Nr. 139^ -

aus der Musi Bach,

Flur 1 Nr. 740yn - daselbst

steiwillig meistbietend t Gießen, 4. Dezember

Großh. Ortsgericl . I M Bo Montag tot 11.

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,n nachmittags x 11 rröuf dem hiesiqei

Erben der Jost h' ® Immobilien:

Nur 1 Nr. 601 i/10 _ a. auf dem Neuen!

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