Ausgabe 
5.11.1899 Zweites Blatt
 
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* Sektion Gießen des Deutschen und Oesterr. Alpen- Vereins. Eine genuß- und lehrreiche Unterhaltung wurde uns am Donnerstagabend geboten durch einen Vortrag des Herrn Hch. Schaffstaedt über seine Orientreise. Redner führte uns über Wien, den Semmering, durch die Adelsberger Grotte nach Triest und von da nach Genua, wo Stangens Reisegesellschaft von derBohemia" aus­genommen wurde, die sie über Korfu zunächst nach dem Lande der Pyramiden trug. Redner verstand es, das Interesse in hohem Maße zu fesseln durch eine wohl­gelungene Schilderung der großartigen Naturschönheiten sowohl, wie der historischen Sehenswürdigkeiten des alten Pharaonenlandes. Die Schönheit der dalmatischen Küste und der blauen Adria, die südliche Flora von Korfu, die Pyramiden von Gizeh, die Grabstätten von Memphis, die Stätten, wo MoseS ausgesetzt worden, und wo Maria mit dem Jesuskinde ausgeruht alles zog in anschaulichen Bildern an uns vorüber und erweckte in manchem Erinner­ungen an seine Schulzeit, wo sich die Phantasie jene Gegen­den lebhaft ausmalte. Besonders fesselnd war die Schilderung der Bevölkerung und ihrer Lebensgewohnheiten, des Straßen­lebens in Alexandrien und vor allem in der Weltstadt Kairo, ein Leben und Treiben, das für Europäer neu, eigenartig und interessant ist, aber gar bald lästig wird durch seinen Mangel an Reinlichkeit und die unglaubliche Zudringlichkeit von Verkäufern, Führern, Eselsjungen u. dgl., derart, daß der gute August (der bekannte deutsche Wirt in Kairo) seinen Gästen Peitschen zur Verfügung stellt, damit sie sich unver­schämter Zudringlichkeit erwehren können. Nach sechstägigem Aufenthalt in Egypten geht die Fahrt von Kairo nach Port Said, den Suezkanal entlang. Hier schloß der Redner seinen Vortrag mit dem Versprechen, daß er am Donnerstag den 16. November fortfahren will, uns zu erzählen von seiner weiteren Reise, die ihn durch das gelobte Land, über den Libanon, zum Schwarzen Meere, nach der türkischen Hauptstadt, nach den klassischen Stätten Griechenlands, nach Malta und Palermo führte. Wir machen deshalb schon jetzt auf die Fortsetzung des Vortrags aufmerksam und bitten um recht zahlreichen Besuch. -dd.-

* Die siebente Konferenz süd-westdeutscher Detaillisten- Vereine in Frankfurt a. M. findet morgen Sonntag den 5. November, vormittags 10 Uhr, im kleinen Saale des Zoologischen Gartens statt. Die Tagesordnung lautet wie folgt. 1. Bericht über die Ausführung der Beschlüsse der 6. Konferenz. Referent: Herr E. Balser-Gießen. 2. Erfahrungen bett. das Gesetz zur Bekämpfung des un­lauteren Wettbewerbs. Referent: Herr I. M. Schaefer- Frankfurt a. M. Korreferenten: Delegierte der teilnehmenden Vereine. 3. Der Entwurf einer vom Bundesrat zu er­lassenden Bestimmung über den Kleinhandel mit Garnen. Referent: Herr Wilh. Lotz-Mainz. Korreferent: Herr Ferd. Schmidt-Darmstadt. 4. Die Konkurrenz der Fabrik- und Engros-Geschäfte gegenüber den Detail Geschäften. Referent: Herr S. Greif-Hanau. 5. Die Besteuerung der Waren­häuser. Referent: Herr Ferd. Schmidt-Darmstadt. 6. Der gesetzliche Ladenschluß. Referent: Herr I. Müller Vl.-Mainz.

* * Adreßbuch. Das alphabetische Namensver­zeichnis für das in aller Kürze erscheinende Adreßbuch der Stadt Gießen liegt von heute bis zum 11. November d. I. zu jedermanns Einsicht in dem Meldebureau Großh. Polizei­amts auf. Etwaige Berichtigungen können in dieser Zeit vorgebracht und im Nachtrag gewahrt werden.

* * Aus dem Theaterbureau. Für morgen (Sonntag) hat die Direktion das stets gern gesehene und beliebte L'Arronge'sche LustspielDoktor Klaus" gewählt und glaubt damit den Wünschen des theaterfreundlichen Publikums entsprochen zu haben. Der echt deutsche Humor, welcher inDr. Klaus" herrscht, haben diesem Lustspiel längst einen festen Platz an allen Bühnen gesichert; es dürfte auch hier wieder seine Beliebtheit durch ein volles Haus beweisen.

* * Am Dienstag tagte in Fankfurt die hessische Landeskonferenz der Freundinnen junger Mädchen unter dem Vorsitz Ihrer Durchlaucht der Gräfin Erbach-Schönberg. Die Nationalvorsteherin des Vereins Exzellenz von der Tann, sowie zahlreiche Freundinnen folgten den Berichten aus den verschiedenen hessischen Städten mit Interesse. In unserer Stadt wird zum Früh­jahr ein Ladnerinnenheim eröffnet und an das schon be­stehende Marthahcim eine Dienstbotenschule angeschlossen werden, welche uns tüchtige Dienstboten erziehen wird. Das Hauptthema der Konferenz, vom Verein aufgestellt, der ein internationaler ist und sein Liebesnetz überall hin­spannt, war diesmal:Wie kann für die schon jetzt für die Pariser Ausstellung engagierten 400 deutschen Mädchen dort Rat, Anschluß und Schutz geschaffen werden, etwa durch Empfehlung geeigneter Wohnungen, Mieten eines Bureaus unö gemeinsamen Versammlungslokals." Jede deutsche Frau, die ein Herz für die dort von vielen Ge­fahren bedrohten Mitschwestern hat, wird hiermit gebeten, eine Gabe zu diesem Zweck an die Lokalvorsteherin, Fräu­lein Wider, Hügelstraße 6, zu senden. Auch beabsichtigt der Verein, durch Petition an die betreffende Behörde sür die Ladnerinnen einzutreten, die durch späten Ladenschlnß oft überbürdet sind. Da das segensreiche Wirken des Ver­eins, der sich bis heute absichtlich im Stillen gehalten hat, noch wenig bekannt ist, wird derselbe Flugblätter über sein Wirken ausgeben.

* Turnerisches. Um die Turn- nnd Jugendspiele im Mittclrheinkreise zu größerer Blüte zu bringen, sind am vergangenen Sonntag in der Turnhalle des Frankfurter Turnvereins die Vertreter einer Anzahl von Turnvereinen des Mittelrheinkreises zusammengetreten und haben einen mittelrheinischen Spielverband" gegründet, der unter strengster Wahrung der turnerischen Grundsätze eine größtmögliche Förderung der Turn- und Jugendspiele erstrebt. Denn gerade in unserer heutigen, schweren Zeit ist das frische, fröhliche Turnspiel ein vorzügliches Mittel zur Kräftigung und Erholung des Körpers, und wird auch sicher dazu bei­

tragen, der Deutschen Turnsache weitere Kreise zuzuführen. Ein fünfgliedriger Ausschuß leitet die Geschäfte des Ver­bandes, der in der Schaffung von Spielplätzen, in der An­regung von Spielen innerhalb und unter den Vereinen und in der Veranstaltung von Spielen auf den Gau-, Kreis - und Bergfesten des Mittelrheinkreises sein vornehmstes Ziel erblickt.

In Amerika verstorbene Heffen. In Woodsfield, Ohio: Witwe Heinr. Pfeifer, 91 Jahre alt, aus Lindenfels. In Pittsburg, Pa.: Witwe Anna Cath. Degenhardt, geb. Frey, 78 Jahre alt, aus Solz, Kurheffen. In Dayton, O.: Susanna Phillipps, geb. Krick, 66 Jahre alt, aus Bruchenbrücken. In Westminster, O.: Wilhelm Humerich, 49 Jahre alt, aus Hessen-Nassau. In New-Hamburg, Kan.: Georg Heinrich Ho hmeier, 75 Jahre alt, aus Berns- Hausen. In Johnstown, Pa.: Witwe Katharina Margaretha Fritz, 71 Jahre alt, aus dem Großherzog­tum Hessen. In White st one, L. I.: Anton Oden­weller, 78 Jahre alt, aus Frankfurt a. M. In Brook­lyn, N.-A.: Philipp Butterfaß, 62 Jahre alt, aus Pfeddersheim. In New-Aork: John Vogler aus Babenhausen. Ebendaselbst: Frau Elisabeth a Wagner, 90 Jahre alt, aus Framersheim. In Newark, N. I.: Joseph Schmelz, 45 Jahre alt, aus Oberufhausen, Kurhessen.

X Heuchelheim,4. November. (Kleinkinderschule.) Der Verein für Jugendfreunde hat in der gestrigen General­versammlung beschlossen, die schon lange geplante Kleinkinder­schule ins Leben zu rufen. Der Verein erfreut sich einer großen Mitgliederzahl und besitzt auch schon ein bedeutendes Stammkapital. Es wird nunmehr zunächst der Platzfrage näher zu treten zu fein und wäre hierzu die neue Straße, welche von der neuen Schule aus angelegt wird, der geeig­netste Platz. Wir wollen hoffen, daß die Anstalt, welche schon lange ein Bedürfnis für unser volkreiches Dorf ist, mit dem nächsten Jahre gegründet wird.

4- Grünberg, 3. November. Nachdem nunmehr das neuerbaute Sparkassegebäude bezogen worden ist, hat der Vorstand des Spar- und Leihkassevereins Grünberg wöchentlich zwei Geschäftslage (Dienstag und Freitag) an­beraumt, während früher nur ein Kassetag festgesetzt war. Voraussichtlich wird während des Monats Dezember wegen der dann vorzunehmenden Zinsbeischreibung und -Auszahlung noch ein weiterer Tag zur Erledigung der Kassegeschäfte bestimmt werden.

Laubach, 2. November. Eine Anzahl von Geist­lichen und Lehrern der Gegend haben sich vor einiger Zeit zu einer Religionslehrerkonferenz vereinigt, die alljährlich mehrmals, in der Regel auf demHessenbrücker Hammer", tagt. Die letzte diesjährige Versammlung fand gestern nachmittag zu Wetterfeld statt. Derselben ging eine Unterrichtsprobe in der dortigen Schule voraus. Den Standesbeamten zu Ruppertsburg und Villingen wurden seitens des Ministeriums belobende Anerkenn­ungen erteilt.

O Lauter, 3. November. Der jetzige Besitzer der in der Nähe unseres Ortes befindlichen Wollspinnerei Georgenhammer, Herr Albert Godosar, hat den Betrieb durch Aufstellung neuer und besserer Maschinen bedeutend erweitert und vervollkommnet. Die dort gefertigten Strick­garne werden auch gegen Lieferung von Wolle oder ab­gelegten gestrickten Gegenständen abgegeben, bezw. werden letztere in Zahlung genommen und entsprechend verrechnet.

Büdingen, 3. November. In diesen Tagen werden die Herren Lehrer Weinel und Weidmann 25 Jahre an hiesiger Gemeindeschule thätig sein. Wie verlautet, wird nächste Woche zu Ehren dieser Herren eine Feier statt­finden. Der Winterkursus an der hiesigen Gewerbe­schule wurde heute in Gegenwart der Lehrer und Schüler durch den Vertreter des Aufsichtsrates, Herrn Kreisamtmann Sandmann eröffnet Die Tagesschule wird von 39 Schülern besucht, hiervon wurden 8 der I., 12 der II. und 19 der III. Klasse (Unterklasse) überwiesen.

Darmstadt, 2. November. Heber den Besuch des russischen Kaiserpaares beim badischen Groß- herzogspaar wird unterm 31. Oktober aus Baden-Baden gemeldet: Die Bahnhofshalle war auf das Vornehmste ge­schmückt worden, im übrigen war der ganze Bahnhof streng abgesperrt. Punkt 12,30 Uhr fuhr der russische Hofzug ein. Ihm entflieg alsbald die Kaiserin Alexandra, eine blühende, stattliche Erscheinung, die auf die Großherzogin zu­eilte. Beide hohen Damen umarmten und küßten sich herzlich. Die gleiche Begrüßung wurde mit der Großherzogin von Hessen ausgetauscht, welche der Kaiserin gefolgt war und gleich ihrer Schwägerin noch Trauerkleider um den verstorbenen Groß- fürsten-Thronfolger trägt. Inzwischen war auch Kaiser Nikolaus ausgestiegen, von mittelgroßer Gestalt, mit frischem, blond- bärtigem Gesicht und treuherzigen Augen. Der Kaiser trug feine russische Obersten-Uniform mit den Abzeichen eines Flügeladjutanten, des Ranges bei feiner Thronbesteigung, und hatte das Band des badischen Hausordens der Treue angelegt. Der Großherzog war dem erlauchten Gaste ent gegengefahren und begrüßte ihn mit herzlichem Handschlag. Mit dem russischen Kaiserpaare waren ferner der Groß­herzog von Hessen in Generalsuniform und der Schwager unseres Großherzogs, Großfürst Michael Nikolajewitsch, ge­kommen, an Statur ein Ebenbild des ersten Nikolaus. Der Großfürst war seinem kaiserlichen Neffen bis nach Oos entgegengefahren. Der Großherzog von Baden trug die Uniform seines 1. badischen Leib - Grenadier - Regi­ments Nr. 109, der Erbgroßherzog diejenige seines Frei­burger Infanterie-Regiments Nr. 113, Prinz Max war in Garde-Kürassier-Uniform erschienen. Alle deutschen Fürsten trugen das blaßblaue Band des russischen Andreas- Ordens, bis auf den Großherzog von Hessen, der gleich seinem Schwager das Band des badischen Ordens der Treue

angelegt hatte. Nach der Begrüßung auf dem Bahnsteig durchschritten die hohen Herrschaften den fürstlichen Warte­saal und fuhren unter lebhaften Zurufen in offenen zwei- spännigen Wagen nach Schloß Baden, wo alsbald Familien­tafel und für das Gefolge Marschallstafel stattfanden. Nach der Tafel begaben sich die hohen Herrschaften nach der russischen Kapelle und sodann zum Russischen Hofe, woselbst Prinzessin Wilhelm wohnt. Von hier fuhren die hohen Herrschaften nach dem Bahnhofe. Die Verabschiedung war äußerst herzlich. Der Kaiser schüttelte dem Großherzog tie Hände und küßte der Großherzogin die Hand.

A Mainz, 3. November, lieber die letzten Lebens­stunden des gestern abend kurz nach 9 Uhr infolge eines Herzschlages plötzlich verschiedenen Bischofs Dr. Haffner wird mitgeteilt, daß der Bischof, der seit einigen Tagen von einer Erkältung befallen, sich noch einige Stunden vor seinem Tode in lebhafter Unterhaltung mit seiner Umgebung befand und sich über Tagesfragen unterhielt. Kurz vor 9 Uhr klagte der Bischof über großes Unbehagen, sodaß sich der anwesende Hauskaplan Pater Dr. Pesch veranlaßt sah, ihm die Sterbesakramente und die Absolution zu er­teilen. Alsbald darauf trat der Herzschlag ein, der den sofortigen Tod zur Folge hatte. Das sofort benachrich­tigte Domkapitel, wie der Hausarzt erschienen innerhalb weniger Minuten, konnten indes nur noch den Tod konsta­tieren. Gegen 10 Uhr in der Nacht erschien Provinzial­direktor von Gagern in dem bischöflichen Palais und ver­weilte längere Zeit im Sterbezimmer. Noch in der Nacht wurde Kardinal Kopp, die Bischöfe der oberrheinischen Kirchenprovinz, ferner die Bischöfe von Speyer und Würz­burg, sowie der erwählte Erzbischof Dr. Simar telegraphisch von dem Ableben des Dr. Haffner verständigt. Zur Kon- dolenzbezeugung erschienen heute vormittag der Bürgermeister mit den Beigeordneten im bischöflichen Palais. Ob die Beisetzung den Montag oder erst Dienstag stattfindet, ist noch unbestimmt. Die Beisetzung erfolgt im Dorne. Mit dem gestern verstorbenen Bischof Dr. Haffner, der in diesem Jahre schwerlich noch einen Nachfolger erhalten wird, ist der siebente der Bischöfe gestorben, welche in dem zur Neige gehenden 19. Jahrhundert den bischöflichen Stuhl von Mainz inne hatten. An der Wende des vorigen Jahr­hunderts war Karl Josef v. Erthal Bischof von Mainz, der 28 Jahre lang, von 1774 bis 1802, die Bischofswürde in Mainz bekleidete. Ihm folgte der zu Straßburg geborene Bischof Josef Ludwig Kolmar, der von 1802 bis 1818 Bischof von Mainz war. Nächst diesem hat der von Offen­burg stammende Dr. Josef Burg den bischöflichen Stuhl besetzt, jedoch nur für drei Jahre, von 1830 bis 1833. Noch kürzer war die Bischofszeit des Nachfolgers des Dr. Burg, des aus Straßburg gebürtigen Bischofs Dr. Johann Jak. Humann, der nur vom 20. Januar 1834 bis zum 19. August des gleichen Jahres die Bischofswürde von Mainz bekleidete. Nach dem Tode von Bischof Humann wählte das Dom­kapitel Domdekan Dr. Werner zum Bischof, der die Wahl aber wegen vorgerückten Alters ablehnte, und alsdann der in Mühlheim a. Main geborene Oberschulrat Dr. Leopold Kaiser die Bischofswürde von Mainz erhielt, die er von 1835 bis 1848 bekleidete. Nach Dr. Kaiser war der Universitätsprofessor Dr. Dr. Leopold Schmidt in Gießen zum Bischof ausersehen, doch fand derselbe nicht die Be­stätigung. 1850 bestieg sodann der aus Münster stammende Bischof Dr. Wilhelm Emanuel Ketteler den Bischofsstuhl, auf dem er bis zu seinem im Jahre 1877 erfolgten Tode verweilte. Nach Ketteler war wegen des Kulturkampfes der Mainzer Bischofssitz 11 Jahre verwaist, und mit der Be­rufung des eben verstorbenen Dr. Haffner wurde derselbe im Jahre 1886 wieder besetzt.

Mainz, 3. November. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurden gemäß den Anträgen der betreffenden Kommissionen die zwischen der städtischen Verwaltung und dem Militärfiskus wegen Aus­tausch größerer Komplexe militärfiskalischen Geländes hier getroffenen Vereinbarungen mit großer Majorität gutgeheißen. Die Ausführung der Beschlüsse soll jetzt sehr beschleunigt werden 'und bereits heute morgen sind die Verträge zur Genehmigung an das Kriegsministerium und an das Kreis­amt abgegangen.

Bingen, 1. November. Der kürzlich in Mainz ver­storbene Ehrenküster der hiesigen Rochuskapelle, Herr Hch. Jung, hat der genannten Kirche 10000 Mk. testamentarisch vermacht. ------------

Vetzberg, 4. November. Die hiesige Schulstelle ist am 1. November durch Herrn Lehrer H. Heinz aus Schürdt, Kreis Altenkirchen (Westerwald) neu besetzt worden. Somit ist der Wunsch der Gemeinde, einen verheirateten Lehrer zu besitzen, erfüllt worden. Bekanntlich gehört unser neu erbautes Schulhaus zu den schönsten Schulen des Kreises Wetzlar, und war es daher unser aller Wunsch, daß das schöne Gebäude auch bewohnt werde.

Fronhausen, 3. November. Herr Lehrer Dörr in Bellnhausen trat mit dem 1. November d. I. nach mehr als 40jähriger Dienstzeit in den wohlverdienten Ruhestand. Die hiesige israelitische Lehrerstelle ist einge- gangen. Durch das neue Lehrer-Besoldungs-Gesetz erwuchsen der verhältnismäßig kleinen Gemeinde so hohe Kosten, daß dieselbe darauf verzichten mußte, einen eigenen Lehrer zu unterhalten. Die Schülerzahl betrug in den letzten Jahren 5 bis 10. O. Ztg.

- Frankfurt a. M., 2. November. Auf der Jagd nach Neuem und Unerhörtem kommen die Leute manchmal auf recht sonderbare Gedanken. So ist ein eigenartiges Unternehmen von zwei hiesigen jungen Kaufleuten, den Herrer Willi H. und Philipp D. beschlossen worden. Beide wollen nämlich sämtliche 26 deutsche Bundesstaaten durchreisen, in­dessen nicht mit der Eisenbahn oder einem Zwei-, Drer- ober einem Motorrabe, sonbern mit einem Einrabe, d. h> mittels einer Schubkarre, wobei einer stets ben anderen zu schieben hat. Am 1. Dezember soll die Fahrt losgehen.

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