Ausgabe 
5.10.1899 Erstes Blatt
 
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würben diese sonderbaren Schwärmer nur mit mitleids- Bollem Lächeln ausgenommen.

Cronberg, 3. Oktober. Die Villa Paul zu Schön­berg bei Cronberg ist in den Besitz der Kaiserin Fried­rich übergegangen.

== Frankfurt a. M., 3. Oktober. Am Sonntag dem 1. er wurde eine typographische Fachausstellung in den zur Bersügung gestellten Räumen des Kunstgewerbe, museums eröffnet. An dieser Ausstellung, welche dre in den letzten Jahren gemachten bedeutenden Fortschritte des Buchdruckgewerbes veranschaulicht, beteiligten sich 40 Firmen, neben den Frankfurter, ein Teil der besten Kunstanstalten Deutschlands; auch das Ausland war vertreten. Man staunt über die Meisterwerke, welche heute in Buchdruck herqestellt werden, woran man vor wenigen Jahren noch nicht dachte. Auch die Fachgeschäfte, wie Maschinen- und Farbefabriksn, Schriftgießereien sind durch herrliche Druck­muster vertreten; einige Frankfurter Schriftgießereien haben noch ein übriges gethan, sie verehren den Besuchern ein kleines Andenken, die Firma Ludwig & Mayer hat ein winziges Gutenbergstandbild gegossen, während B. Krebs Nachf. und D. Stempel das Buchdruckerwappen in Bleiguß hergestellt haben. Die Firma Stempel hatte auch Photo­graphien ihrer neuesten selbst gebauten Gießereimaschinen ausgestellt, von welchen auch größere ausländische Firmen Bestellungen gemacht haben, dieselben erregten in Fachkreisen viel Interesse. Die Maschinenfabrik W. Harth & Co. Frankfurt druckte auf zwei ausgestellten Maschinen eine -schön gelungene Erinnerungskarte und die unvermeidliche Ansichtskarte; auch Heft- und Stanzmaschinen hatte dieselbe ausgestellt. Die Maschinenfabrik A. Hamm Heidelberg führte eine Miniaturmaschine im Betriebe vor. Diese für jeden Freund des Kunstgewerbes und jeden Fachmann interessante Ausstellung dauert bis 15. Oktober und ist ein Besuch derselben empfehlenswert._______________

Theater.

Gießen, 4. Oktober. (Stadttheater.) So oft wir in anderen Städten auf den Theaterzetteln die Ankündigung des Bisson'scheu Schlafwagenkontrolleurs lasen, gingen wir auf die Urteile Hineingefallener gestützt nicht in den Kunsttempel. Gestern abend aber rief uns die Pflicht des Referenten in die Musenstätte in der Wallthorstraße. Heiliger Faublas, wurde da ein Blech zu- sammengeredet! Es gehört wirklich ein guter Magen und eine einigermaßen ramponierte Moral dazu, um an diesen Witzen eine wirkliche Freude zu haben. Aber was schadcts? Die Theater aller Städte, großer wie kleiner, machen mit diesem Zeuge brillante Kassengeschäfte, und mit Rücksicht auf dieses nicht zu unterschätzende Moment lassen wir unser weiteres Urteil Über den Wert ober Unwert bei Seite unb konstatieren, baß nur ber geschickten Gesamt­darstellung aller Mitwirkenden sowie ber Regie ber nicht unbedeutende äußere Erfolg zu danken ist. Das raffinierte Machwerk ist ein Konglomerat von an den Haaren herbei­gezogenen Scherzen und allerlei möglichen unb unmöglichen komischen Situationen. Die ziemlich bürftige Handlung ist zum Schluß ziemlich anseinandergezerrt, abgeschmackt ist ber Umstaiib, daßSt. Michael" herhalten muß, als Stimme von oben, Zug in die Handlung zu bringen. Trotzalledem hält die Fülle komischer Situationen, die originelle Vor­führung ber Hallucinationen unb bie tollen, oft recht frivolen Witze, bas Ganze noch über Wasser. Der lustige breiaktige Schwank ist eine jener tollen französischen Eisersuchts- unb Verwechselungs-Komöbien, die auf ben beutschen Bühnen das Heimatrecht gewonnen haben unb bei benen man vor Lachen nicht zum Nachbenken über ben Unsinn kommen kann. Die" stürmische Heiterkeit, bie er gestern abend entfesselte, bittet deshalb um Gnade, auch nachträglich keine strengen kritischen Bedenken über die gebotenen Thoxheiten aufkommen zu lassen. Herr Bisson hat ein allbekanntes Thema mit neuen Variationen ausgestattet unb mit all ber Pikanterie ber lockeren französischen Sitten unb Pariser Leichtlebigkeit durchsetzt. Georges Godefroid, der zweite Gatte ber jungen, liebenswürdigen Frau Lucienne, erfreut sich wohl deren ganz besonderer Zuneigung, aber er findet nicht das Gefallen feiner Schwiegereltern, hauptsächlich die Schwiegermutter lebt mit ihm auf beständigem Kriegsfuß. Sie hat es auch dahin gebracht, daß ber Schwiegersohn sich einen Beruf erwählte und er hat einen solchen als Schlafwagenkontrolleur gefunden. So glaubten nämlich feine Frau und Schwiegereltern, denn in Wirklichkeit bekleidet diese Stelle ein anderer, ber zu­fällig denselben Namen trägt wie er. Herr Godefroid be­nutzt aber bie Zeit seines angeblichen Dienstes, um anderen Abenteuern nachzugehen. Das Erscheinen bed, wirklichen Schlafwagen-Kontrolleurs im Hause ber Montpepins giebt bann die Gelegenheit zu, einer Menge komischen Unheils unb tollster Verwirrung unb bie forttoirbelnbe Lustigkeit des Stückes zeitigt ein Durcheinander von komischen Szenen, die ihren Höhepunkt in den Tollheiten des letzten Aktes finden. Wir haben den komischen Konflikt nur angebeutet, benn bie ganze Hanblung wiederzugeben ist bei den Verwechselungen und ber sich daraus ergebenden Verwirrung unter den

handelnd auftreteuben Personen kaum möglich, würde auch ben Eindruck der weiterenAufführungen besStückes abschwächen. Wie wir eingangs bereits bemerkten, oerbient bie Dar­stellung sowohl wie auch die Regie (Herr Walter Steinert) alles Lob. Eine angenehme Ausgabe ist es für uns, auch Herrn Rolan, den wir in unserem letzten Referate nur flüchtig erwähnen konnten, volle Anerkennung zollen zu können. Sein Laborbave, eine nicht bebeutenbe, aber dar- stellerisch nicht leicht zu behanbelnde Aufgabe, war ganz vortrefflich. Das Gleiche gilt von Herrn Steinen als Georges Gobefroid, der den ganz enormen Memorierstoff ber Titelrolle mit einer fabelhaften Zungenfertigkeit bewältigte. Seine ganze Haltung in Mimik unb Sprache war dem Charakter bes tollen Schwankes angemessen. Frl. H a mm e r 's Auftreten als Lueienne Gobefroid reihte sich ihrer Sonn- tagsleistung würdig an. Herr Wilhelmi, ein alter Be­kannter des Gießener Theaterpublikums, wahrte als Mont- pspin seinen alten Ruf: trefflich in Spiel und Maske, ein unverwüstlicher Schauspieler und in allen Sätteln fest. Auch Herr Alwin Henry als Alfred Godefroid führte sich in dieser größeren Rolle vorteilhaft beim Theater­publikum ein. Sein frisches, natürliches Spiel wurde durch ein sympathisches Aeußere und gute Haltung ui ter- stützt. Frl. Hardegg als Angöle, Frl. Duve als Rosine Charbonneau, sowie Herr Paren als Raoul de Saint Mödard waren an dem Gelingen des Ganzen nach dem Umfange ihrer' Rollen in nur lobenswerter Weise beteiligt. Die Vertreterin des Prototyps einer Schwiegermutter alle Achtung! war einzig! Wenn sie Gelegenheit hätte, ihre Fähigkeit in dieser Hinsicht in's praktische Leben zu übertragen.....! ?r-

Gerichtssaat.

0 Frankfurt a. M., 3. Oktober. Bezüglich des Straf­prozesses gegen dieFrankfurter Zeitung" und einige Mainzer Blätter wegen Beleidigung des Großherzogl. hessischen Justizministeriums ist noch mitzuteilen, daß zu der auf 12. und 13. l. Mts. bestimmten Verhandlung seitens ber Anklage drei, seitens ber Verteidigung etwa 40 Zeugen geladen werden. Hierunter befinden sich die Herren Minister Dr. Dittmar Exz., Rothe Exz., und mehrere andere Mit­glieder des Ministeriums, sowie eine Anzahl Richter des ObeilandeSgerichts unb Lanbgerichts Darmstadt. Rechts anwalt Gallus in Darmstadt hat die Verteidigung mit der Begründung niebergelegt, daß mehrere der im Prozesse auftretenden Personen ihm nahe bekannt und befreundet feien und daß er hierdurch in feiner Aktionsfreiheit behindert fei. Die Verteidigung derFrankfurter Zeitung" ist nun­mehr den Rechtsanwälten Muser-Offenbach und Grünewald- Gießen übertragen, während für die Mainzer Blätter Rechts­anwalt Dr. Schmitt als Verteidiger fungieren wird. Angeklagt ist bekanntlich ber Artikel, welcher unter ber UeberschristNeues zum Fall Küchler" biefen Fall bespricht unb eine Betrachtung unserer hessischen Zustände im all­gemeinen anschließt.

Berlin, 3. Oktober. Im Prozeß gegen ben Klub der Harm­losen wurde heute die Vernehmung der Angeklagten fortgesetzt. In sehr eingehender, teilweise erregter Ausführung legt der Angeklagte v. Kayser dar, wie und mit wem er gespielt habe und betont wieder­holt, daß es nach all' den thatsächlich vorhanden gewesenen Umständen gänzlich ausgeschloffen sei, daß er ein gewerbsmäßiger Glücksspieler oder gar ein Falschspieler sei. Diese Unterstellung sei geradezu unerhört und eine Erfindung des Dr. Kornblum, der darauf ausging, durch Zeitungsartikel ihn und seine Mitangeklagten zu vernichten. Er könne sich heute noch nicht vorstellen, wie seine Verhaftung überhaupt zustande gekommen sei. Er behaupte mit aller Entschiedenheit, daß Kriminal­kommissar v. Manteuffel von Dr. Kornblum planmäßig getäuscht worden sei. Auch ber Angeklagte v. Schachtmeyer tritt mit Lebhaftigkeit bem Gedanken entgegen, als ob er und seine Mitangeklagten ein falsches Spiel getrieben haben könnten, und ob dies unter den begleitenden Umständen überhaupt möglich gewesen wäre. Geradezu absurd sei die Vermutung, daß sie sich Karten aus Frankfurt a. M. bestellt hätten, die die Möglichkeit des Erkennens offen ließen Der Angeklagte v. Kayser hebt noch hervor, daß ihm seine bevorstehende Verhaftung bekannt war und er, wenn er ein schlechtes Gewissen gehabt hätte, sehr leicht das Geld zusammenraffen und in's Ausland hätte eilen können. Aehnlich äußert sich auch der Angeklagte v. Kröcher. Auf Antrag der Verteidigung beschließt der Gerichtshof die Vorladung der Vorsitzenden des Turfklubs als Sachverständige. Hierauf wird Bücherrevisor Reuter über die Konten vernommen, die v. Kröcher bei der Deutschen Bank gehabt hat Nach der alsdann eingetretenen Pause macht der Oberstaatsanwalt die Mitteilung, daß auch neuerdings von der Verteidigung vorgeschlagene Sachverständige nicht aufzufinden waren. Rechtsanwalt Dr. Schwindt schlägt alsdann ein im Zuhörerraum anwesendes Mitglied desTurf­klubs Baron v. Liebermann als Sachverständigen vor. Der Präsident bittet den Herrn vorzutreten, um ein Gutachten abzugeben. Derselbe lehnt es aber ab, da er dazu nicht qualifiziert sei. Der Angeklagte von Kayser legt besonders Wert auf Sachverständige, welche Offiziere der Berliner Garderegimenter sind. Da dieselben sich aber wohl nicht zu einer Auskunft über Spielerregeln hergeben würden, so bittet er, den Grafen Verentlow, welcher Reserveleutnant beim 2. Garderegiment ist, vorzulaben, was morgen geschehen wird. Ebenso ist bis dahin die Ver­nehmung des Kriminalkommissar von Manteuffel vertagt. Der folgende Z^uge, Kleinschmidt, giebt Auskunft über seinen Vertrag, welchen er mit dem Angeklagten v. Kröcher bezüglich der Sägemühle abgeschloffen hatte und welcher später rückgängig gemacht worden ist. Als nächster Zeuge wird der Sekretär desUnion-Klubs vernommen, welcher über die Gewinnste, welche v. Kröcher durch seine Pferde erzielt hatte, be­richtet. Der Kammerdiener des Herrn v. Kröcher, Meyer, tritt dann als Zeuge auf und bekundet, daß er mit genanntem Angeklagten auf Reisen gegangen sei. Herr v Kröcher wäre zuerst nach Wiesbaden zur Kur gegangen, habe sich daselbst aber nur 10 Tage aufgehalten und sei dann mit Herrn v. Recum nach Monte Carlo gefahren. Zu seiner früheren Angabe, daß v. Kröcher ein Roulett im Koffer mit sich geführt

habe, erklärt Meyer, daß dies ein Irrtum sei, er habe dieS nicht gesagt. Es entspinnt sich alsdann eine längere Debatte über den früheren Oberkellner Montagni, welcher im Klub angestellt war und plötzlich ent­lasten wurde. Der Präsident teilt mit, daß Montagni, welcher zur Zeit in Paris ist, als Zeuge vorgeladen werden soll. Der Verteidiger Schachtel bemängelt in scharfen Worten die von Kriminalkommistar von Manteuffel geführte Voruntersuchung und wird für die hierüber geübte Kritik vom Präsidenten zurechtgewiesen. Bankbeamter Münster teilt mit, daß der Angeklagte von Schachtmeier mit großem Glück an der Börse gespielt habe. Die sodann vernommene Marie Ullrich, eine Geliebte bei Angeklagten von Schachtmeyer, bekunbet, baß sie mit dem genannten Angeklagten zusammen gewohnt habe und daß in der Wohnung öfter Roulett gespielt wurde. Da behauptet wird, daß v. Kröcher im Hause der Witwe desollen ehrlichen Seemannes" verkehrt und auch Um­gang mit dem Spieler Eichler und Pannewitz gehabt haben soll, so wird beschloffen, diese drei Personen als Zeugen vorzuladen. Die Ver­handlung wird sodann auf morgen vertagt.

München, 3. Oktober. Im Prozeß Santer verneinten die Geschworenen alle Schuldfragen, worauf Frau Santer freigesprochen wurde.

Neueste Meldungen.

Depeschen des BureauHerold". Nationalsozialer Parteitag.

Berlin, 4. Oktober. DasBerliner Tageblatt" rnelbet aus Göttingen: Unter brausendem Beifall sprach auf bem nationalfozialen Parteitage Professor Brentano- München entschieden gegen die Vorlage zum Schutze der Arbeitswilligen. Die von ihm empfohlene Resolution wurde einstimmig angenommen. Sie verlangt eine Aenderung des politischen Vereinsrechtes, ein neues Gesetz über das Einig­ungsverfahren, Ausbau des Korporationsrechtes. Ersatz des § 153 der Gewerbeordnung durch Bestimmungen im deut­schen Strasrecht. Professor Sohrn befürwortete die Reso­lution und bekämpfte ebenfalls energisch die Zuchthausvor­lage. Tischendörfer sprach sich gegen die christlichen Ge­werkschaften aus.

Die Tschechen und die Sprachenverorduungev.

Wien, 4. Oktober. Das tschechische BlattObzor" in Pilsen meldet, man habe in den Kreisen deutscher Abgeord­neten erfahren, daß am Tage der Aufhebung der Sprache nver Ordnungen in allen tschechischen Gemeinden durch Demonstrationen protestiert werden wird. Der Pilsener Stadtrat beschloß bereits einen Protest gegen die Aufhebung der Sprachenverord­nungen. Die Vorstände der deutschen Fraktion der Linke» berieten gestern mit dem Kabinettschef Grafen Clary über die nächsten Aufgaben des Reichsrates.

Der Transvaalkrieg.

London, 4. Oktober. Wie aus Prätoria gemeldet wird, haben die Buren des Oranje-Freistaates Botfaskap an ber Natal-Grenze gesperrt.

Brüssel, 4. Oktober. Der Gesanbte Transvaals Dr. Leybs erhielt bisher keine Bestätigung ber Melbung von einem Gefecht, in welchem 38 Englänber ge­tötet sein so.llen.

Loudon, 4. Oktober. In hiesigen politischen Kreisen findet die Madrider Meldung, wonach zwischen England und Portugal ein Vertrag bestehen soll, worin sich Portugal verpflichtet, 10O,OO0Mann im Kriegs­fälle auf Kriegsfuß zu stellen und England alle portugiesischen Häfen und Arsenale zur Verfügung zu stellen, keinen Glauben. Ein solcher Vertrag, wie auch die Ab­tretung sämtlicher Besitzungen in Südafrika an England würden von den übrigen europäischen Großmächten nicht ohne Einspruch angenommen werden.

London, 4. Oktober. Die Regierung hat ausTrans- vaal eine Note erhalten, welche eine Art Ultimatum ist. Die Transvaal-Negierung fordert darin bie sofortige Zurückziehung der englischen Truppen von ber Grenze und stellt der englischen Regierung hierzu eine Frist von 48 Stunden. Diese Frist ist gestern abend abgelausen, sodaß die Feindseligkeiten voraussichtlich schon heute beginnen dürften.

London, 4. Oktober. Hier verlautet, daß die britische Agentur in Prätoria Befehl zur Einziehung der Flagge erhalten habe und die Feindseligkeiten bereits begonnen hätten.

London,' 4. Oktober. Dr. Jameson befindet sich augenblicklich im Matabele-Laude, wo er Eingeborene an­wirbt, um das Rhodesia-Gebiet und die gesamte Grenze gegen den Einfall der Buren zu verteidigen.

London, 4. Oktober. General Joubert befindet sich noch immer mit seinem Stabe an ber Grenze von Natal unweit ber Festung Volksrust.

Kapstadt, 4. Oktober. Es sind alle Maßregeln getroffen, um die Abfahrt des britischen Agenten in Prätoria zu erleichtern.

Arbeiterbewegung.

Paris, 4. Oktober. Nach Meldungen aus Creuzot steht der Abmarsch von 20000 Ausständischen nach Paris unmittelbar bevor. Es sind umfassende militärische Vorkehrungen zur Aufrechterhaltung ber Orbnung getroffen worben.

Turin, 4. Oktober. Die hiesigen Straßenbahn- Angestellten sind ausständig.

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