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Seilage ;um Gießener Anzeiger (General-Anzeiger).
Gießen, am 2. Februar 1899. |
Sett- Die Wahl der Einschätzung-Kommission für die Veranlagung der l ' E ukommensteurr und der Kapitalrentensieuer.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen av die Grotzherzogl. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Nach Art. 50 des Gesetze« vom 25. Juni 1895 (Req.-Bl. Nr. 20 wn 1895), die allgemeine Einkommensteuer betr., ist zur Einschätzung in bie Steuerklassen der Einkommensteuer zweiter Abteilung und zur Veranlagung der Kapitalrentensteuer für jede Gemeinde eine örtliche Kom Mission von dem bttr. Ortrvorstand auf drei Jahre zu wählen. Da die Dienstzeit der im Jahr 1896 gewählten Komnussionsmitglicber demnächst abläust, so beauftragen wir Sie, entsprechende Neuwahl vorzunehmen, und da« erwachsende Protokoll bis zum 15. Februar l. I. an uns einzu senden. ^merken wir, daß für sämtliche Gemeinden des Kreises, mit Ausnahme von Gießen, drei Mitglieder und zwei Ersatzmänner m wählen sind. Von den zu wählenden Mitgliedern dürfen mcht mehr al« zwei Drittetle dem Gemeindevorstand selbst angehören, wenigstens ein Mitglied muß aber demselben angehören. Bei dieser letzteren Bestimmung bleibt der Bürgermeister, welcher als solcher ständiges Mitglied der Ein- Mtzungskommission und Stellvertreter dcs Vorsitzenden ist, außer Betracht.
In den einzusendendkn Wahlprotokollen wollen Sie angeben, welche der Gewählten dem Ortsvorstand ang. hören.
_____________________v. Bechtold.___________________
Gießen, den 1. Februar 1899. Betreffend: Die Beitreibung der Gemeindeeinkünfte.
Das Großherzogkiche Kreisamt Gießen an die Grohherzoglicheu Bürgermeistereien der^ Landgemeinden des Kreises.
Unter Bezugnahme auf unser Amtsblatt Nr. 9 von 1876 sehen wir der Einsendung der Pfandbefehle über alle fällig gewesenen Gemeinde^ emlünfte biß zum 20. d. Mt«. entgegen.
_______________v. Bechtold.___________________________
Bekanntmachung.
I« Dudenrod (Kreis Büdingen) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftsperre angeordnet worden.
Gießen, den 1. Februar 1899.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
________v. Bechtold.__________________________ Betr.: Die Revision der Hypothekenbücher des Amtsgerichtsbezirk« Gießen aus dem Geschäftsjahr 1898/99.
An die sämtlichen Hrtsgerichte des Amtsgerichtsöezirks Gießen.
Wir benachrichtigen Sie, daß wir in der Kürze mit der Revision ier Hypothekenbücher beginnen werden und fordern Sie daher auf, die seit der letzten Revision vorgenommenen Einträge in Spalte A und B einet sorgfältigen Durchsicht und Vergleichung mit den amtsgerichtlichen Verfügungen zu unterziehen und die dabei inbezug auf die Form sich ergebenden Anstände, insoweit die« ohne unsere Mitwirkung geschehen kann, s. B. Berichtigung von Schreibfehlern, Nachholung von fehlenden Unter* Fristen und bergt, zu beseitigen. Sie wollen sich davon überzeugen, daß ble Einträge und Löschungen im Namensverzeichnis und in dem topographischen Pfandregister nach Vorschrift vollzogen worden find.
Da« Protokoll über die erfolgte Vorrevifion ist unfehlbar in dem slevisionstermin oorzulegen.
Der Termin wird Ihnen noch bekannt begeben werden. Gießen, den 2. Februar 1899.
Großherzogliches Amtsgericht. Langermann, Geheimer Justizrat. _____________________________________________________ Orth.
Bekanntmachung,
betreffend r Die öffentliche Impfung.
Am Mittwoch dem 8. Februar, vormittags 10y2 bis k Uhr, wird im Jmpflokale (altes Rathaus)
ein öffentlicher Impftermin ^gehalten, in welchem diejenigen Angehörigen von Jmpfpflichtigen, welche ® ■3QnurQr 1899 Aufforderungen erhalten haben, ihre Kinder kostenlos to Impfung unterziehen lassen können.
Dieselbe wird nur an einem Arme mit Kälberlymphe aus dem kondesimpfinftitute Darmstadt vorgenommen.
... ®J,C ßm^crc müssen rein gewaschen oder gebadet und mit frischer Abwäsche versehen gebracht werden.
An dem darauf folgenden Termine, am Mittwoch dem 15. Fe* wtat, um dieselbe Stunde, sind die am 8. Februar Geimpften zu der sachlichen Nachschau wieder vorzustellen.
In beiden Terminen können ferner Kinder, welche wegen Krankheit »iS ;um Sommer von der Impfung zurückgestellt werden wollen, dem LMarzte zur Untersuchung vorgezeigt, oder diesbezügliche ärztliche Zeug* Ulfe abgegeben werden.
Gießen, den 3. Februar 1899.
Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
____I. V.: Wolff.___________________1125
Gesunden: Geld, 1 Zwicker, 2 Handschuhe, 1 Brosche, 1 Weste, l Mstffches Gebiß, 1 Nagelbohrer, 1 Laterne, 1 Hundehalsbaud, 1 Mist- W und 1 Schlüssel für Schlittschuhe.
Gießen, den 4. Februar 1899.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
Muhl.
Städtischer Arbeitsnachweis Gießen
Gartenstraste 2
Angebot der Arbeitnehmer r 1 Bäcker, 1 Krankenwärter, 1 älterer Bau- schlosser, 1 Schneider, 1 Bauschreiner, 6 Taqlöhner, 1 Hausbursche, 1 Büreaugehllse.
Nachfrage per Arbeitgeber r 1 tückt. Drechsler, 1 tüchtiger Installateur, 2 tücht. Sattler, 3 tücht. Bausckloffer, 2 tückt. Rocksckneider, 2 Schneider, 1 Schuhmacher, 2 Bauschreiner, 1 Kutscher, 1 tücht. Fuhrkneckt, 1 Hauskneckt, 1 Hausbursche, 5 Dienstmädchen für Kücke und Hausarbeit, eine Anrahl Ausnppennnen, mehrere Lumpensortiererinnen, 1 Ladenfräulein aus anständ. Familie.
Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Barbier, 1 Buchbinder, 2 Glaser, 2 Lackierer, 1 Mechaniker,, 1 Sattler, 1 Sckmied, 1 Schneider, 4 Schuhmacher, 2 Schriftsetzer, 2 Sckreiner, i Spengler, 1 Wagner. _____________________________________
Vergebung von Bauarbeiten.
Folgende Arbeiten für den Neubau des physikalisch-chemiscken Instituts zu Gießen sollen unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 öffentlich vergeben werden.
A. Terrainanlagen, ca. 2200 cbm Erdbewegung, ca. 6u0 qm Chaussierung, ca. 350 qm Pflaster, ca. 1200 qm Kieswege 2C.
B. Einfriedigungen.
l.Grd-nub Maurerarbeiten, Fundamente, Backsteinpfeiler, Versetzen von Stellsockel rc.
2. Steinmeharöeiten, ca. 40 cbm Basaltlava für Stellsockel, Pfeilerkapitäle rc.
3. Zimmeraröeite«, ca. 300 m Holzein- friediaungen.
4. Schrosserarbelte«, ca. 113 m schmiedeiserne Geländer, Thore rc.
5. WeißvinderarSetten, Änstrich von 113 m Elsen- und ca. 800 m Holzeinfriedigungen.
Die Unterlagen sind bei uns einzusehen. Angebote sind aus bei uns erhältlichen Formularen bis zum Eröffnungstermin, 11. Februar, vormittags 10 Uhr, einzureichen. Zuscklagsfrist 3 Wochen.
Gießen, den 25. Januar 1899.
Großh. Baubehörde für die Universitäts- Neubauten.
I. V.: Becker. 920
17. Nerbauds-Achiihenfest dkl ßab. Falldks-Zchützevvkrkius, des MH. enb Mittelrheinischen
Zchöhkllbssdes
i» Sieße« 1899.
Vergebung von Vauarbeiten.
Die zur Erbauung der Schießhalle nebst Schießanlage nötigen Arbeiten teilweise mit Materiallieferungen, nämlich:
Erd-, Maurer-, Steinhauer', Zimmer-, Spengler-, Schlosser, Dachdecker-, Schreiner-, Glaserund Weißbinderarbeiten, sowie Lieferung von @ifenteilen, sollen auf dem Wege öffentlichen Angebots vergeben werden.
Die Züchnungen und Arbeits- bi dingungen liegen Göthestr. 36, II zur Einsicht offen.
Angebote sind bis zum IO. Februar Ifb. Js., vormittags 11 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift portofrei da- selbst einzureichen. 1064
Gießen, den 1. Februar 1899.
Der Bauausschutz.
Zagdverpachtung.
Die der Gemeinde Garbenteich zustehende Wald- und Feldjagd, bestehend in 601 Hektar, soll Freitag den IO. Februar l. I., des mittags 1 kchr, auf dem hiesigen Rathaus, auf 6 Jahre in zwei Bezirken ober zusammen verpachtet werden.
Es wird bemerkt, daß die Bahnstation Garbenteich in dem Jagdbezirk liegt und deshalb von Gießen und L>ch täglich mehrmals bequem erreicht werden kann.
Garbenteich, den 24. Januar 1899. Großh. Bürgermeisterei Garbenteich.
Schwarz. [860
Zagdverpachtung.
Mittwoch den 15. Februar l. I., nachmittags 1 Uhr, soll auf dem Rathause dahier die der Gemeinde Reinharbshain zusteheude Wald- und Feldjagd auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Bemerkt wird, daß das Jagdgebiet von der Bahnhaltestelle Saasen, sowie von der Bahnhaltestelle Beltershain in ca. 15 Minuten zu erreichen ist.
Reinhardshain, 25. Januar 1899. Gr. Bürgermeisterei Reinhardshain.
908 Wagner.
Vnlki.M'iMM
Versteigerung.
Montag den 13. Februar l. IS., nachmittags 2 Uhr, werden im Pfand- lokal Seltersweg gegen Barzahlung versteigert:
1 Kuh, 2 Kassaschränke, 1 Billard, 1 Buffet, 1 Schreibtisch, 1 Glasschrank, 2 Sofas, Kommode, Kleiderschränke, Koffer, Spiegel und Bilder.
Gießen, am 4. Februar 1899. 1100 Mulch, Vollziehungsbeamter.
Versteigerung.
Dienstag den 7. Febrauar d. I., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung:
I. 1 Sckreibsekretür, 1 Nachttisch;
2. eine Partie Filzschuhe, Filz- und Strohhüte, 48 wollene Herren-Jacken, 345 m Garze, 80 m Gardinen, 80 Fensterleder, 4 Fahrräder, 70 Hühner, 2 Schweine, 2 Ziegenlämmer, 4 Kanarienvögel, 1 Kaffa- sckrank, 2 Wagen, 1 Vertikow, em Sofa, 1 Kommode und 1 Kleiderschrank.
Die Versteigerung zu 1 findet bestimmt, zu 2 teilweise statt.
1123 Born, Gerichtsvollzieher. Hotzversteigerung.
Es werden versteigert: Dienstag den 7. Februar aus beti Abteilungen Tempel 13b, Wüstekopf 14c, Töpferkaute 15, Dö nergrund 2h und 46a: 471 Fichtenstämme von 12—28 cm Durchmesser, 10—19 m Länge mit 148,40 fm, 121 Fichten- berbflangen von 9 — 12 cm Durch« messer, 10 - 16 rnLänge mit 12,34km, 29 rm Nadelknüppel in Schichten von 3,5 m Länge. Da- in den Ab teilungen Wüstekopf 14c, Töpfer- Lute 15 lagernde Fichten stamm- und Stangenholz wird nicht vorgezeig», es kommt gegen 10 Uhr im Wutzen- bornerroeg bei den Eisteichen zum Ausgebot; Steigliebhaber wollen düs s vorher einsehen. Zusammenkunft morgens 9 Uhr auf der Kreissiraße Gi ßen-Hausen bei den Eistffchen Nähere Auskunft erteilt Großh. Forst- wart Schlag zu Baumgarten.
Gießen, den 30. Januar 1899. Großh. Oberförsterei Schiffenberg.
Heyer.
Ziegenbock.
Nächsten Mittwoch, den 8. Februar, mittags 12 Uhr, soll ein der Gemeinde L>ch gehörender Ziegenbock reiner Schweizer Raffe,* l3/< Jahr alt, zur Zucht tauglich (als überzählig) meistbietend versteigert werden.
Lich, den 1. Februar 1899.
Großherzogliche Bürgermeisterei.
Heller. 1072
Hchvecheigemng in brr fürstliche« Oberförstern Ach. Es sollen versteigert werben:
Montag den 18. Februar, von vormittags 9*/i Uhr an,
im Distrikt Münchwald:
Buchen: 40 rm Scheiter, 10 rm Knüppel, 18 rm Stöcke, 900 W llen; Eichen: 12 rm Knüppel, 20 rm Stöcke, 500 Wellen; Nadelholz: 4 rm Scheiter. 80 rm Knüppel, 90 rm Stöcke, 4000 Wellen.
Die Zusammenkunft ist auf dem sog. Schlagweg, Weg von Burkhardsfelden nach Lich, im Distrikt Münchwald, beim Buchenbrennholz.
Dienstag den 14. Februar, von vormittags 10 Uhr an, im Distrikt Sangeberg:
Fichten: 123 fm Schnittholz, Balkenholz, Pfettenholz und Sparrenholz, 70 fm Derb, und Reisstangen; Kiefern: 38 fm Bauholz; Weiß- tannen: 3,55 fm Bauholz, 0,81 fm Stangen.
Buchen: 3 rm Stöcke, 400 Wellen; Birken: 4 rm Knüppel; Eichen: 180 Wellen; Nadelholz: 3 rrn Knüppel, L 20 rm Stöcke, 1300 Wellen.
Die Zusammenkunft ist auf dem chauffierten Weg von Mühlsachsen in Den Langeberg, beim Eingang in den Wald.
Beim Feuer werden versteigert, ohne vorgezeigt zu werden: ca. 9 fm Fichtenbauholz aus dem Distrikt Wehrholz, etwas Fichtenstangenholz au» dem Distrikt Erlesberg und etwa» Nadelbrennholz aus den Distrikten Wehrholz, Erlesberg, Häuserberg und Westfältsch-Eck.
Lich, den 1. Februar 1899. 1066]_______Dr. Dieffenbach.
Aohversteigerung.
Montag den 6. Februar, von vormittags lO1^ Uhr ab, kommt in dem hiesigen Gemeindewald folgendes Holz zum Verkauf:
1 Eichenstamm 1. Klaffe — 2,51 fm, 13 Elchenstämme2. „ — 21,97 „ 45 „ 3. „ = 29,43 „
23 „ 4. „ = 3,96 „
10 rm Eichen-Nutzholz.
Die meisten Siämme eignen sich für Schreiner, Glaser und Küfer.
Kröffelbach, den 1. Februar 1899. (Kreis Wetzlar) 1073
______________Vanqel, Vorsteher.
Hohversteigerung am Montag den 13. b. M., oon vormittags 9 Uhr ab, bei Wirt Lauz zu Wißmar. Es kommen zum Verkauf: Diftrckt Kennelsheck: 474 rm Buchen - Scheit- und Knüppelholz, 99 rm -Stöcke und 779 rm -Reiser; Distrikt Buchwald: 17 rm Eichen- und 311 rm Buchen-Scheü- und Knüppelholz, 515 rm -Reiser; Distrikt Homberg: 4 rm Nadilholz-Knüppel, 150 rm -Reiser; Distrikt Affelbach: 15 rm Fichten-Knüppel, 78 rm Fichten-Stöcke, 555 rm -Reiser. Das Holz liegt im Gemeindewald von Wißmar. 1118
Krofdorf, 2. Februar 1899. Das Bürgermeister-Amt.
___________Lichtenthaeler.____________ NuhhoWerstkisttung.
196 fm Frchtenstämme 1. bi» 4. Klasse sollen im Submissionswege meistbietend versteigert werden. Da» Holz liegt in den Distrikten Breite- rod und Assclbach, Gemeindewald von Wißmar.
Angebote sind bis zum 15. Februar er. hierher einzureichen.
Die Abzählungstabellen fönnett beim Gemeinde-Vorsteher in Wißmar eingesehen werben.
Krofdorf, 2. Februar 1899. 1112 Das Bürgermeister-Amt.


