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4.11.1899 Erstes Blatt
 
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i, den 3. November 1899. tiniglify Hoheit der Groß« geruht, am 25. Dttottf den >el in Gießen zum Uniwv nivechäl mit Ortung w

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tz. Durch Entschließung der jth wurden der Gerichtsassessor Wahrnehmung der Dienstvcr- $ bei dem Amtsgericht Darm- vr. Maurer in Darmstadt astvemchlungen eines Staats- Provinz Rheinhessen und de Amftdt W° mhm"S e ürnmnwaM b-i dm«», agt. - Stint Äomgt. W

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Wald-Michelbach zum Hilfsgerichtsschreiber bei dem Amts­gericht Herbstein; der Gcrichtsschreiber-Aspirant Heinrich Konrad Wilhelm Fauldraht zu Gießen zum Hilfsgerichts­schreiber bei dem Amtsgerichts Gießen und der Gerichts­schreiber-Aspirant Johannes Huppert zu Höchst zum Hilfs­gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Höchst.

Die Versammlung der akad. evangelischen Vereinigung am letzten Dienstag wies einen stärkeren Besuch auf als je. Wir zählten 70 Teilnehmer, darunter erfreulicherweise auch viele Nichttheologen, ein Beweis dafür, daß unsere Sache allmählich weitere Kreise der Studentenschaft zu interessieren beginnt. Herr Professor D. Krüger entwarf ein fesselndes Bild vom Charakter und Wirken des Mainzer Bischofs Ketteler, dieses ernsten, willenskräftigen Kirchenfürsten, der in seiner zähen Energie selbst mit Bismarck verglichen werden kann, und in dem sich das Prinzip des Katholizismus in seltener Weise verkörperte. Hoffen wir, daß auch unsere weiteren Versammlungen einen gleichen Erfolg haben werden, wie diese erste.

♦♦ Evangelischer Arbeiterverein. Unsere Mitglieder seien auch an dieser Stelle darauf aufmerksam gemacht, (siehe auch Inserat), daß die Feier unseres diesjährigen Stiftungsfestes am Sonntag, dem 5. November in Steins Garten erst um 81/, Uhr ihren Anfang nehmen wird, da der große Saal eingetretener Umstände wegen etwas später als bei den seitherigen Festfeiern unserem Verein zur Verfügung steht. Das reichhaltig ausgestattete Programm verspricht auch in diesem Jahr wiederum einen recht genußreichen Abend.

Erledigte Stellen für MUit'äranwärter im Bezirk des 18. Armeekorps. Fechenheim, Bürgermeisteramt, Polizei- Kommissar, 2000 Mk. und freie Dienstkleidung. Fechen­heim, Bürgermeisteramt, Polizeidiener, 1200 Mk. und freie Dienstkleidung. Fechenheim, Bürgermeisteramt, Nacht­wächter, 500 Mk. jährlich. Ober-Postdirektion Frank­furt a. M., Landbriefträger, 700 Mk. jährlich und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß. Niedermarsberg, Kom­munalkasse, Vollziehungsbeamter. Wetzlar, Bürgermeister­amt, Polizei-Wachtmeister, 1300 Mk. Gehalt, 180 Mk. Mietsentschädigung und 120 Mark Kleidergeld, Summa 1600 Mk.

§ Vom Laude, 2. November. Hochsommertemperatur um diese Zeit das ist eine meteorologische Seltenheit. Schöne Altweibersommertage hat es schon mehr gegeben, aber selten solche, wie den heurigen unter sommerlicher Wärme. War der Oktober durchaus wunderschön, so setzt nun der November dieses schöne Wetter fort. Der durch das schlechte Wetter im September verspäteten Herbstbestel­lung ist dieses schöne Wetter alles wert. Nun vermag der Landwirt noch seine Stoppelfelder zu stürzen, die beim Ein­tritt eines frühen Winters ungepflügt hätten liegen bleiben

müssen. Ueberhaupt lassen sich die Arbeiten im Freien un­gestört fortsetzen wie im Sommer. Ein solch einzig schöner Herbst spart aber auch Futter für das Vieh und Brenn­material für die Oefen. In den Ortschaften, darinnen die Dreschmaschinen noch brummen, dankt man dem herrlichen Wetter eine viel bessere und angenehmere Arbeit, als bei nasser Witterung. Die Dreschmaschine fährt eben hier von Hof zu Hof. Die Frucht wird meistens auf Haufen außer­halb der Scheune aufgesetzt. Was nun ein solcher Aus­drusch bei schönem Wetter im Vergleich zu schlechtem, regne­rischem bedeutet, läßt sich leicht ermessen. Verwendet doch der Landmann den größten Fleiß und die größte Sorgfalt darauf, seine Frucht trocken in die Scheune zu bringen. Im Felde weben die Spinnen ihre glänzenden Fäden, den Altweibersommer. Die warme Luft wirbelt sie empor und trägt sie in das kahle Gezweige der Bäume. Der Wald hat sich in die bekannten Farben des Herbstes gekleidet und das Laub fällt zu Boden. Bald steht auch er entlaubt ba. Längst ist der Gesang der Vögel verstummt. Also der Winter vor der Thüre. Aber sommerliche Wärme spendet die Novembersonne, als wolle sie siegreich den Winter von uns fern halten.

§§ Ober Ohmen, 2. November. Die Molkerei­genossenschaftNied er-Ohmen" hat in unmittel­barer Nähe unseres Ortes eine zweite Rahmstation, eine befindet sich in Groß Eichen, erbauen lassen. Gestern wurde das Gebäude seiner Bestimmung übergeben und heute der Betrieb darin eröffnet. Das Molkereigebäude stellt einen schmucken Bau dar, der in seinem Innern sehr zweckmäßig eingerichtet wurde. Die Betriebskraft liefert eine Dampf­maschine. Das Ohmthal, das seine Milch seither in das Nachbarthal nach Groß-Eichen oder weiter hinab nach Nieder- Ohmen fahren lassen mußte, hat nun Gelegenheit, die Milch in nächster Nachbarschaft absetzen zu können. Dadurch dürfte sich der Fuhrlohn für die Milch verbilligern, was den Liefe­ranten selbstredend zu gute kommt.

Lauterbach, Ende Oktober. Die schulpflichtigen Kinder unserer kleinen Nachbargemeinde Blitzenrod besuchten seither teils die Volksschule zu Lauterbach, teils zu Frisch - born. Für die kleineren Schüler war dies zur Winterzeit mitunter ein recht beschwerlicher Weg. Von den Eltern schulpflichtiger Kinder wird es darum mit Freuden begrüßt, daß diesem Uebelstande durch Errichtung einer Schulstelle zu Blitzenrod abgeholfen ist. Die Einweihung des neuerbauten Schulhauses fand am 29. Oktober nachmittags um 3 Uhr statt. Herr Pfarrer Schuster von Frischborn wies in einer längeren Rede nach, daß wahrhaft gediegenes Wissen nicht von Gott entferne, vielmehr zu ihm hinführe. Als Beweis hierfür nannte er Männer, wie Kopernikus, Kepler, Newton, Virchow u. a., die als Leuchten der Wissenschaft anerkannt sind, und dabei doch wahre und fromme Christen waren. Herr Kreisschulinspektor Andres

hob in einer Ansprache die Aufgabe und Bedeutung der Volksschule hervor, und Herr Kreisrat Dr. Wallau be­tonte, wie unser allverehrter Landesfürst allezeit unserem Schulwesen großes Interesse entgegenbringe. Aufgabe der Schule müsse es darum auch sein, Liebe zu Fürst und Vater­land in die Herzen der Jugend einzupflanzen. Zum Schlüsse brachte er ein dreifaches Hoch auf Seine Königliche Hoheit den Großherzog aus, in welches die Versammelten begeistert einfielen. Nach Ueberreichung des Schlüssels wurden die schönen Räume des Hauses besichtigt, worauf sich die Fest- teilnehmer bei Gastwirt Möller zu gemütlichem Zusammen- sein vereinigten. (D. Z.)

A Seligenstadt, 2. November. Nachdem der städtische Polizeidiener Bauer nach langjähriger Dienstsührung im Greisenalter sein Amt quittierte, wurde in der jüngsten Sitzung des Stadtvorstandes unter 25 Bewerbern, der Schreiner Michael Burkard, Veteran des deutsch- französischen Feldzuges, zum dritten Polizeidiener gewählt. Unter den vielen Bewerbern, um den einträg­lichen Gemeindeposten, befanden sich zahlreiche gewerb- treibende Bürger. Das um den Preis von 31,500 Mk. von dem Steinbruchsbesitzer Re eh aus Dillenburg käuflich erworbene Bahnhofs-Hotel dahier, ging gestern an seinen neuen Besitzer über. Der bisherige Eigentümer, Schäfer, hat das GutJohanneshof" bei Gernsheim zur Selbstbewirtschaftung angekauft. Der 9jährige Sohn hiesiger Bürgersleute stürzte von der Umfassungsmauer des Synagogen-Vorgartens und erlitt trotz der geringfügigen Höhe einen schweren Bruch des rechten Oberarmes.

Kirche und Schute.

Weimar, 1. November. Dem am 6 d. M. zusammentreten­den Landtag wird, wie man unS aus Weimar mltteilt, eine Vor­lage der R gierung zugchen, betr. die Abänderung der Be­stimmungen des Volksschulgesetzes über die Ortsschul­aussicht, die bestimmt ist, vielbeklagten Unzuträgltchkeiten ein Ende zu machen. Der Ortsschulaufseher soll nach dem neuen Gesetz vom 1. Januar 1900 nicht mehr durch den Schulvorstand gewählt, sondern von der obersten Schulbehörde ernannt werden. An gegliederten Schulen soll die Aussicht im Namm des Staate» der Rektor bezw. der erste Lehrer führm, falls nicht ausnahmsweise ein besonderer Ortsschulaufseher ernannt ist.

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Bekanntmachung.

Der Sprechverkehr zwischen Gießen einerseits und Dillenburg und Herborn (Bez. Wiesbaden) ist eröffnet worden.

Darmstadt, den 31. Oktober 1899.

Kaiserliche Ober-Postdirektion.

Maier._______________________

Bekanntmachung.

Der Sprechverkehr zwischen Gießen und den pfälzischen Orten Deidesheim, Dürkheim, Edenkoben, Frankenthal, Grünstadt, Kaiserslautern, Lambrecht, Landau (Pfalz), Ludwigshafen (Rhein), Neustadt (Haardt), Pirmasens, St. Ingbert, Speyer und Zweibrücken wird am 1. November eröffnet.

Darmstadt, den 28. Oktober 1899.

Kaiserliche Ober-Postdirektion.

I. V.: Albrecht.________________________

Mürgermeister Konferenz

für den Kreis Gießen

am Samstag den 4. Zlovemöer, nachmittags 3 Uhr, zu Gießen im Gasthaus zum Löwen (©Ho Inft).

Kages-Ordnung:

1. Ueber Neuordnung der Büreaukosten, sowie über dieEhrenämter" der Bürgermeister. (Referent: Bürgermeister Köhler).

2. Erneutes Vorgehen gegen das Notariat und Resolution gegen die Werstempetvvg der ortsgerichtlichen Jmmobiliar - Versteigerungen. (Referent: Bürgermeister Leun.)

3. Vorschläge zur Begründung einer Mrgermeister-Zeitnng. (Referent: Bürgermeister Köhler.)

4. Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche. (Referent: Name wird noch bekannt gegeben, wahrscheinlich aber Herr Oberst Spohr.)

5. Die Gemeindenutzungen an den Kreisstrahen. (Referent: Bürgermeister Meyer- Großen-Buseck.)

Zutritt haben nur die Mitglieder und die vom Vorstand ein- g ladenen Gäste.

Langsdorf, den 31. Oktober 1899. 7733

Der erste Sprecher: Köhler, Bürgermeister.

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