Ausgabe 
4.11.1899 Erstes Blatt
 
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Samstag den 4 November

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Nr. 260 Erstes Blatt.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger

Bei Postbezug 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich.

Bezugspreis vierteljährlich

2 Mark 20 Pfg monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn.

Alle Anzeigen.Vermittlungsstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen.

Annahme von Anzeigen zu der nachmittag« für den Agenden Tag erscheinenden Nummer bi8 vorm. 10 Uhr.

Erscheint täglich aut Ausnahme deS MontagS.

Die Gießener Aamilienvläller werden dem Anzeiger »Schentlich viermal brigrlrgt.

Amts- und Anzeigeblatt für den Tkreis Giefzen.

1.

2.

3.

«edaktion, Expedition und Druckerei:

Kchnlstraße Ilr. 7.

zu einer allgemeinen hessischen Kunstausstellung, die unter Allerhöchstem Protektorat Sr. Kgl. Hoheit des Groß­herzogs gegenwärtig in sämtlichen Räumen des Darmstädter Kunstvereinsgebäudes am Bahnhofe stattfindet und mit Recht weitgehendes Interesse erweckt. Alle hessischen Künstler sind zur Beschickung eingeladen worden, und fast alle sind auch dem Rufe freudig gefolgt und haben ihr Bestes gesandt. So ist eine Ausstellung zustande gekommen, die sich denen großer Städte recht wohl an die Seite stellen kann und manche an Intimität gewiß übertrifit. Vor allem erkennen wir in ihr, welche Menge künstlerischer Kraft im Hessen­lande steckt, wie viele der meistgenannten modernen Künstler dem Hessenlande entstammen. Zur Ausschmückung der Räume, 7 Kabinette und 2 große Oberlichtsäle, deren einer zum Zwecke dieser Ausstellung dem Kunstvereinshause eigens angebaut wurde, ist das heimische und auswärtige Kunstge­werbe in ausgedehntem Maße herangezogen worden. Die Ausstellung hat dadurch einen ungemein anheimelnden nnd gemütlichen Charakter bekommen.

Von der reichen Zahl der kunstgewerblichen Arbeiten wollen wir besonders erwähnen die Wohnzimmer-Einrichtung von Riemerschmid-München mit ihren einfachen, aber sehr geschmackvollen Möbeln, ferner das prächtige Büffet, das Alois Beck-Offenbach entworfen und Ludwig Alter-

Witterung Paletot).

Reservisten, sowie die zur Disposition der Truppen­teile und der Ersatzbehörden Entlassenen aller Waffen.

zu Ulfa (Kreis Schotten) amtlich festgestellt und Gehöste- sperre angeordnet worden.

Die Räude unter den Schafherden zu Köddingen und Stumpertenrod (Kreis Schotten) ist erloschen und die verhängten Sperren aufgehoben worden.

Die Maul- und Klauenseuche ist in Kirtorf (Kreis Alsfeld) amtlich festgestellt und Gemarkungs- sowie Gehöfte­sperre angeordnet worden.

Unter einer Schafherde zu Heskem (Kreis Marburg) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Ge­markungssperre angeordnet worden.

Die Maul- und Klauenseuche in Hachborn (Kreis Marburg) ist erloschen. Die Ortssperre ist aufgehoben, dahingegen bleibt die Gehöftesperre für die vom Ort ent­fernt liegende Goldmühle bestehen.

In Krofdorf (Kreis Wetzlar) ist in acht Stallungen die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gemarkungs­sperre angeordnet worden.

Gießen, den 31. Oktober 1899.

Großh. Kreisamt Gießen.

v. Bechtold.

Darmstadt ausgeführt hat. Auch die von den Firmen Glückert und Trier - Darmstadt ausgestellten Möbel zeichnen sich durch verständige Anwendung der modernen Kunstprinzipien aus. Es würde zu weit führen, alle die Gegenstände der Wohnungseinrichtung, die die Ver­einigten Werkstätten für Kunst im Handwerk in München gesandt haben, einzeln zu würdigen. Außer dem bereits genannten Riemerschmid-Zimmer wollen wir noch Hinweisen auf den schönen Schrank von Bruno Paul- München, den prachtvollen Wandschirm von Otto Ubbe- lohde-München und die Keramiken von Theo Schmutz- Baudi ß-München. An Keramik ist überhaupt die Ausstellung besonders reich und giebt eine fast vollständige Uebersicht über diesen Zweig der modernen angewandten Kunst. Das Verdienst, diese Kollektion zusammengebracht zu haben, ge­bührt der rührigen Firma E. Ekerts Nachf. L. Krauß- Darmstadt. Neben Arbeiten bekannter Meister wie Max Läuger-Karlsruhe, L. C. Tiffany-Ncw-Aork, Elisabeth Schmidt - Pecht - Konstanz, Emile Galls-Nancy und Alexandre Bigot - Paris können wir hier mit Anerkennung auch hessische Töpferarbeiten erwähnen, die E. Ekert's Nachf. L. Krauß Herstellen läßt. Weitere gute Leistungen ein­heimischen Kunstfleißes sind die Möbel von Kimmel-Erbach und Schultz ebendort, sowie die Lederarbeiten von Wolf

Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Iandwirt, Mittler für hessische Volkskunde._________________

Gießen, den 20. Oktober 1899.

Betr.: Herbst-Kontrollversammlungen.

Das Großherzogliche Kreisamt Gieße»

a* Nie Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises.

Nachstehende Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntnis bringen.

v. Bechtold.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«.

Fernsprecher Nr. 51.

Versammlung nicht zu erscheinen.

Nachstehend ist angegeben wo und zu welcher Zeit die Kontrollpflichtigen anzutreten haben.

A. Zu Gießen

am 6. November 1899, in Oswaldsgarten, für die Bewohner von Annerod, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffenberg und Herrnwald, Heuchelheim, Kleinlinden, Oppenrod und zwar:

1. Appell vormittags 9 Uhr:

Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve, sowie sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren1892, 1893 und 1894 eingetreten sind.

2. Appell nachmittags 2 Uhr:

Sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1895, 1896, 1897, 1898 und 1899 eingetreten sind.

Am 7. November 1899.

1. Appell vormittags 9 Uhr:

Sämtliche zur Disposition der Truppenteile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, sowie sämtliche Reservisten der Garde, Jäger, Kavallerie, Feld- und Fußartillerie, Pioniere, Eisenbahn-, Telegraphen- und Luftschiffertruppen, des Trains (einschl. Krankenträger), Sanitäts- und Veterinärpersonal, Büchsenmachergehilfen, Oekonemiehandwerker, Marinemannschaften und alle übrigen im Reserve-Verhältnis stehenden Mannschaften.

2. Appell nachmittags 2 Uhr:

für die Bewohner von Allendorf a. d. Lahn, Großenlinden, Langgöns, Leihgestern, Watzenborn und Steinberg, Hausen.

B. Zu Lollar

am 8. November 1899, vormittags 8 Uhr 45 Minuten, an dem Bahnhof für die Bewohner von Allendorf a. d. Lumda, Altenbuseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen mit Heibertshausen, Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lumda, Trohe, Wieseck.

C. Zu Grünberg

am 9. November 1899, vormittags 9 Uhr 15 Minuten, am westlichen Ausgange auf der Straße nach Gießen für die Be­wohner von Allertshausen, Beltershain, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg mit der Dickelsmühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Zicgelhütte, Latzmühle, Hattenrod, Harbach mit der Kolbenmühle und Sommermühle, Kesselbach mit der Rabenauischen Papier­mühle, Lauter mit der Artztmühle, Bingmühle, Georgen- hammer, Strellesmühle und Walkmühle, Lindenstruth, Lon­dorf mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmittmühle, Reitzenmühle und Ziegelhütte, Lumda (Groß und Klein), Odenhausen mit Appenbörnerhof, Queckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen mit Bollnbach, Veits- berg und Wirberg, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain mit dem Hainer-Hof, Winnerod.

D. Zu Hungen

am 10. November 1899, vormittags 9 Uhr 30 Minuten, an der Post für die Bewohner von Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim mit Hof-Gill, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen mit Ringelshausen, Rodheim mit Hof-Graß, Röthges, Stein« heim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen.

E. Zn Lich

am 10, November 1899, nachmittags 3 Uhr, in der Amts- gerichtsstraße für die Bewohner von Albach, Birklar, Dorf-

Diejenigen der Landwehr 1. Aufgebots angehörigen Mannschaften, welchen ein besonderer Gestellungs­befehl zum Erscheinen bei der Herbst - Kontroll­versammlung zugegangen ist.

Die Ersatz-Reservisten haben bei der Herbst-Kontroll-

Amtlicher Keil.

Bekanntmachung.

Nachdem zur Ausführung einer Entwässerung von Grundstücken in den Fluren IV., V., IX und XI der Ge­markung Lich Antrag auf Bildung einer öffentlichen Wasser­genoffenschaft gestellt worden ist, die Großherzogliche Obere landwirtschaftliche Behörde als fachliche Zentralbehörde das beabsichtigte Unternehmen als zweckmäßig und zulässig er­achtet und die Einleitung des Verfahrens zur Bildung einer öffentlichen Wassergenossenschaft angeordnet hat, wird hier­mit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Vorarbeiten hierzu vom 13. bis 27. November l. Js. auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürgermeisterei Lich zur Einsicht sämt­licher Grundeigentümer, deren Grundstücke in die zu ver­bessernde Fläche fallen, offenliegen.

Gleichzeitig werden diese Grundeigentümer zur Ver­handlung und Beschlußfassung, sowie zur Wahl ihrer Ver­treter für das weitere Verfahren auf

Donnerstag den 30. November I. Js., vormittags 9 Uhr, in das Gemeindehaus zu Lich vorgeladen, unter Androhung des Rechtsnachteils, daß die Nichterscheinenden, sowie die Nichtabstimmenden als dem beantragten Unternehmen bei­stimmend, mit der Wahl der Vertreter einverstanden an­gesehen und mit ihren Einwendungen gegen die Art der Ausführung später nicht mehr gehört werden.

Diejenigen Grundeigentümer und Wasserbenutzungs­berechtigten, die an dem Unternehmen nicht unmittelbar be­teiligt erscheinen, werden hiermit aufgefordert, etwaige Ein­sprachen gegen das Unternehmen in der vorerwähnten Tag- sahrt geltend zu machen, widrigenfalls die Einsprachen nach Ablauf der Frist nicht mehr berücksichtigt würden und nur noch privatrechtliche Entschädigungsansprüche gegenüber dem Unternehmen geltend gemacht werden könnten.

Gießen, den 30. Oktober 1899.

Großh. Kreisamt Gießen.

v. Bechtold.

Bekanntmachung.

Nachdem die Maul- und Klauenseuche in Nieder- Ohmen, Kestrich undZeilbach (Kreis Alsfeld) erloschen ist, ist die Gemarkungs- bezw. Gehöftesperre aufgehoben worden. .

Nachdem die Maul- und Klauenseuche in Kohden unter der Gemeindeschafherde, sowie inNieder-Mockstadt, Oberau und Stockheim (Kreis Büdingen) ausgebrochen ist, ist über diese Ortschaften Orts- und Gemarkungssperre verhängt worden.

Nachdem die Maul- und Klauenseuche tn Burg- Gr äfenro de, Nied er-Flor st adt undNieder-Wöll- stadt (Kreis Friedberg) festgestellt worden ist, ist die Sperre über diese betr. Gemarkungen verfügt worden.

Die Maul- und Klauenseuche ist unter dem Viehbestand

Gießen gehörigen:

Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve. (Kleiner Dienstanzug: Mütze, Waffenrock, Achselstücke, lange Hosen oder hohe Stiefel beliebig, bei schlechter

Feuilleton.

Kesstsche Kunstausstellung in Darmstadt.

Man hat vielfach geweissagt, auf das 19. Jahrhundert, das Zeitalter der exakten Wissenschaft, werde in dem 20. Jahrhundert ein Zeitalter der Kunst folgen. Es scheint, als ob diese Weissagung sich tatsächlich ersüllen wolle. Allerorten beginnt frisches künstlerisches Leben zu pulsieren, ünt) zwar nicht nur in den Weltstädten und altbekannten Kunstzentren, sondern auch in kleineren Städten, die seither auf dem Gebiete der Kunst so gut wie gar keine Rolle hielten In Darmstadt, der stillen und recht konservativen Residenzstadt konstituierte sich im vorigen Jahre eine freie Vereinigung Darmstädter Künstler", die, worerst aus nur acht Mitgliedern bestehend, es sich zur Aufgabe machte, dem Darmstädter Publikum gute Kunst­werke moderner Richtung vorzuführen und dadurch das Ju- btreffe für die Fortschritte der Kunst zu wecken. Die von b«er Vereinigung im vorigen Herbste veranstaltete Ausstellung liieß, .obgleich sie sich in bescheidenen Grenzen hielt, durch itzren großen Erfolg deutlich erkennen, wie zeitgemäß das Programm der Vereinigung war, und ermutigte zu weiterem WorwärlSschreiten. So entschloß sich denn die Verewigung

Bekanntmachung.

Bei den diesjährigen Herbst - Kontrollversammlungen im Kreise Gießen haben zu erscheinen alle zum Hauptmeldeamt