Ausgabe 
4.6.1899 Zweites Blatt
 
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Ausland.

Lokales und Provinzielles.

Schisssnachrichten.

Norddeutsch« Lloyd, tu Gießen vertret« durch dte Sgartev <itl Loo» und I. M. Schulhof. , _

31. Mai. sPer transatlanttschm Telegraph 1 Doppelschraub« - Schnellpostdampfer Kaiser Wilhelm der Große Kapitän H. Engelbart, vom Norddeutsch« Lloyd in Bremm, ist gestern 12 Uhr mittags wohlbehaltm in New-Aork angekommm.

Bremen, 31. Mat. [Ser transatlantischen Telegraph»! Der Doppelschraub«- Postdampfer Bremm, Eapitän R^Nier^, vom Norddeutschen Lloyd in Bremm, ist heute 2 Uhr morgen» wohl»

behalt« in Newyork angekommm.

die wettere Zukunft zu. Wir wollen der Zukunft mit Hu-

N entgegengehen. Verzagen Sie nicht! Die Land- wirtschaft wird bleiben, was sie war und was sie ist: eine Schutzenn, Pflegerin, Ernährerin des Volkes!" z» r n?id,.ft2V $ni'. Der bekannte Dialektdichter Klaus ^e st o^b en^ ^CC Im 8L Mcn8*e an Altersschwäche

tage« unö schloß, indem er Gottes Segen auf den Kaiser von Rußland und fern ftauä herabflehte^ Daß die russische w"ar bs ^^graphische Verbreitung dieser bei? Auslände gestattet hat, erscheint ganz L Fuders bemerkenswert. Der Vorgang könnte vielleicht den daß man in Petersburg neuerdings der bÄXen^ e betontengeschichtlichen Entwicklung" htaS - Rechnung zu tragen geneigt wäre, als die Art L SZ'Ä?'"' b,< 6.».,,,«,,.

etne wettere Maßregelung des bisher so zartreuen Winlands und dre daraus entstehende Vermehrung der Gährunasstoffe als unklug erscheinen zu lassen. Soeben wird, "flZ toiebcr, etwas verspätet, von neuen Unruhen berichtet und zwar in der Nähe der Hauptstadt selber ^n dem Fabrik ort Trinowka bei PeterLurg hattenam24^MaiÄ Ändert Arbeiter der dortigen Ziegel- und Torffabrcken die «rbM °ing°st°llt. Dab-, kam 7s ^u Ruh-störuL-n °w-lch Ä bauerten und zu deren Beendigung die gesamte Landespolizei des Kreises aufgeboten werden mußte. blutigen Zusammenstößen soll es zwar nicht gekommen sein mimerhin mag das Vorkommnis als weiteres Anzeichen der Stimmung unter der Arbeiterbevölkerung des Reiches in Peters- bürg genügend Beachtung gefunden haben. Mittelbar

^ndsch." aus Riga noch, daß die

Verhältnisse daselbst fortgesetzt nicht unbedenklich seien, wenn auch ruhiger als vor reichlich acht Tagen. Erwähnt sei dabei noch, daß der Letter der Rigaer Geheimpolizei v. Knaut, der zahlreiche Verhaftungen von Studenten die behufs Aufwiegelung sich als Arbeiter verkleidet hatten,' vor- nehmen mußte, infolge Ueberanstrengung die Stadt verlassen und sich in eine Kuranstalt begeben hat. »ertasten,

Kairo, 2 Juni. Den letzten offiziellen Berichten zufolae ^b /nergisch m Abrede gestellt, daß die Pe stkr ankh e?t rn der Zunahme begriffen ist. 9en

. En, 2. Juni. DieKölnische Volks->ltq." erfährt zuverlässig aus Berlin, die Regierung bestehe auf der ersten Lesung des Gesetzes zum Schutze der Arbeits- StfnH vor der Vertagung des Reichstages. Das

Blatt sagt, die Antwort des Reichstages auf dieses Gesetz seiner Ablehnung sein. Das Centrum werde in

lassen burch Reden nicht beeinflussen

vÄan.-n ^ dl.e Annahme des Gesetzes mit der Begründung entspreche' * & baSfeI6c bem persönlichen Wunsch des Kaisers

München, 2. Juni. DieMünchener Reuest. Rachr." mIC1? ?a§ umlaufende Gerücht von einer betot-- stehenden Verlo bung im bayrisch en Königshause.

** Wll, . o Gießen, 3. Juni 1899.

Aus eine aus Pfarrerskreisen an das Großb Ober- be? ©ebar^n hnfftC ^s96 Über ben g°g°nwär,iqen Stand ta der evangelischen Geistlichen des

6 ®arm i"" 9,er9'n9P.-fe,te^ bcr ^nannten Behörde, wie 1 ^ort',rb,c nachstehende Antwort:

1. Großh Ministerium erklärte uns unterm 9. b. M die Legierung sei bereit, der evangelischen Kirche bebuis Ank

löyy/iyuP ein, in kleinen Beträgen nach näherer Re- 14OoÖo9srofÜ^I6arel' unverzinsliches Darlehen Au tüali» h l 9C(toa5ten' «Nb den Landständen uuver- W? Ä 88r 5 Ä,.üÄ

G°üe°der G-Klichen^kim gemeinen einverstanden und wünscht deren Vorlaae an die ÄÄo'fS (bivntet3 »wLnieÄwiLun mMAWia stattgefunden habe, 3. Wir beabsichtigen zurBeschlußfassungäberdieGehaltsaufbesserunq für 1899/1909 L ub°r d.e fraglichen Gesetzen.w'urfe und über s/nAe E.u^u den Zusammentritt der Landessynode in der anläffen.^ CS ^nats September Jrs, zu ver-

TOinhtPjs811"1'.2.- Ium. Kürzlich haben wir über die der zuruckgekehrten Schwalben berichtet Mil

^± «mu6m?Un. fcft9cftcat W-rd-n, daß sich diese ,u°r emgetroffene Minderzahl ersichtlich verstärkt hat Es i d es eine etgen.ümliche Erscheinung, die wir bis heute -um

-ZMWUstWL BxF"? äää' ä Während 'frühe/erst "an Johanni ^Sn^n Ö xu°mmen würbe, bürste dieselbe in dttsem Fahre b "s u dl-sem Termine tn der Hauptsache beendigt sein A.»?

man bas isirnä ... , - ? Eintritt derBIÜtt." Läßt

Ä-ÄffT S

ÄrL b^6'0?9"9^ füt eine gu'° Getreide- in Hee3fufunf bn^en£ar,btna"n mit

Ohmthal, 2. Juni. Wenn wir auch keinen r-zmi

D,<kkiZM 'Zi .£

.... Budapest, 2. Juni. Im Abgeordnetenhause erklärte Mmister-Präsibent Szell, der Ausgleich sei ver- IaL'Uo98§Cma6 ">4' durchzuführen, weshalb das Interesse des Landes es gebiete, denselben durch selbständige Ber- sugung zu regeln Da diesbezügliche Verhandlungen mit der österreichischen Regierung schwebten und es möglicher­weise zu einer KabinettSkrisis in Oesterreich oder Ungarn kommen könne, bitte er um Vertagung bis Mitte Junn

Die vereinigten Kammern des Kassationshofes sind heute mittag zu geheimer Be- ratung zusammengetreten.

M>2.3iui. Der Dreyfus-Prozeß hat vor- ift'n8^16'168OpJet 9«forbert: Oberst Du Paty be Elam ist am Donnerstag durch einen Offizier der Garde rs- publicamc verhaftet und in das Gefängnis Cherche Midi, und zwar in dieselbe Zelle, die seinerzeit Drehfus und Ufte 6O AtbCtmC' ?Cbrad,t worden. Unmittelbar vorher hatte dieLibre Parole- einen Brief Du Paty de Elams Ä'ftCt ^AanLCtriiffcntI'*t' worin es heißt, er

Du Paty erhebe Einspruch gegen die Angriffe, deren Opfer er seit zwei Jahren besonders von Seiten des Kavi- und Moruard ., - . , stiere, Manau

c^brk- rnarb putzten, um gegen ihn die schlimmsten An- ^Icubern- Du Paty verlangt als sein ^ber bfe ^nT^h911"9 äJ ®erfo[Sun9 feiner Verleumder ^vusk, von irgend einem Gerichtshof abqeurtcilt ilolta ?,c ®Erhaftung vorher bereits be-

Fälickuna £ BerIaulet' daß Du Paty de Elam wegen Fälschung vor ein Kriegsgericht gestellt werden würde Ein Gerücht, Du Paty de Elam habe kurz nach seiner V-r ^stu"9 °'N-N Selbstmordversuch gemacht, hat sich biiher ment bi?'w9t; ®e ®e/|aflUn8 fo11 ittgen, daß das Paria- Mebrere erft 3 machen braucht. -

nHsrkcc- C Organe verzeichnen das Gerücht, daß auck ^Iere# '"^sondere der vormalige K?i gsminister General Mercier, von Maßregelungen betroffen werden be $arte" ferner will wissen, General r?cm ®e.neraI Zurlinden ein Gesuch um vor- läufige Freilassung Picquarts überreicht. Der vormaliae ttaliemsche Milttärattachee Oberst Panizzardi erk^e^ dem römischen Berichterstatter derDaily Mail", daß er jetzt M ä" verpflichtet sei, sagen könne'

daß man seit langer Zeit auf der italienischen Botsckait in

Loudon"' 2b°^st°rhazy das Bordereau geschrieben habe.

Loudon, 2. Ium.Daily Telegraph" meldet aus

lästiat^^ schon seit langem die Insel fortgefttz°t"be- dp?^'p r @encra.[ Otis sandte eine Truppenabteiluna nach

ÄpfaUm blm Räuberunwesen ein Ende zu machest Truppen'^Abteilnnn^n?^^ ^lang es der amerikanischen E^bN-Abtettung, ohne nennenswerte Verluste die 4nfel von den Räubern zu säubern. '

t a Die des finländischen Sanh

anädMPn N bwen kurzen, aber verhältnismäßig recht gnädigen Bescheid des Zaren erfolgt. Run übermittelt der Petersburger Draht aus dem gleichen Anlasse eine Kund­gebung aus dem Landtage selber, die für die Laae in nämlick"d?n^rf"^r Beziehung bemerkenswert erscheint her Äb£ k°T PetersburgerSwjet" veröffentlichten Tert der Schlußrede des Landmarschalls Troil Letzterer prfnnnl

berücksichtigen. FE^Vbis^.7'^'''''9 --tzttreu zu habe Rußland nie B-sorgnisbbereit-,

Rußlands würde daher am heften LS ®eJe sogen. Fremdvölker, zu denen dietinianA*' man btt ihnen geschichlich vorgezeichnelen 8°h°Vttn, den

lass-! bann werbe Rußland in bc/Fi^ änd-^8°"9.9°b°" friedliebendes Volk haben, das, obgleich'echeLn ».rt »leichzeittg gern T

Pflichtungen Rußland gegenüber erfülle le

w-' ° Fmland aus-rl-gk werden S t 'b-Lack Sawn Troll d.e Arbeiten der letzten Taglug des 'L

N <T J-rsey City He.ghts,

, . v-/ rfrieorich Mandler, 52 ^abre alt nnä he>m. Philadelphia, Pa., Carl T h u m 89 ^aA^ - Mainz Albany, N. Y., F?ku Katharina Vre?bert rin^Q^C aUd Hassen-Darmstadt. Marion, O Catba'

S ?Ä SSäÄSS! get). Troaller, 67 Jahre alt, aus Groß-Eichen. 9

Wa/b° brummt und summt es am Abend und tote w'°, -'N --nziger großer Brummkreis!l e

jährt man in der Abenddämmerung am st°st-n alle Augenblicke die braunes G-sellen^>^' und s-tz-n sich an di- Kleider. Von der staallickr H'lf° durch die Schulknaben, die man nicht mÄ9?^ n-hm-n zu müssen glanbte, wird jetzt nmh1?A, stunden Gebrauch gemacht. Treten fn % n cmCn Walde auch noch massenweise auf so -

keinen großen Schaden anzus iften da die R,^9 r,t 's Daß maLaberLfi?^ da^t- >st gewiß -,n Schutz für die Zukunft - ^af-r 'M Walde, em gefleckter Rüsselkäfer e,'nn;: faDä sehr häufig auf. Dieser Waldverdcrber e bic jungen Pflanzgärten im Walbe auf, benagt a;,#1 1

m ia";btW*n und bringt letz.°?k?um «

N'cht immer ist bi-s der Fall, denn gerade b-^dLk' bauer stoßt man noch so häufig auf Unoerftnnh 1 uE- ww nicht Lch't Bei eL^LnbÄ Mb" em Beispie anznfnhren bemerken wir, daß die ?» , u dazu SN bringen sind, ihre Schwein- gegen h ,VN laufs-nch- ,mpf-n zu laffen. Di? Praris 6c: getfian, daß em zweimaliges Impfen qeaenLi. r sthutzt. Der Kostenbetrag ist gering wenn kl» Leute zusammenthun. Di- Verheerungen der Seut,' schreckenerregend, das erfuhr Schreiber hipfpr o-r ,M' Jahresfrist. Nm 9 Uhr^iLZ' fll.^ L"L" madchen dre, prachtvolle Läufer, die munter m L o umher sprangen; um 12'/, Uhr sollt- wi-d-r gefütterter . lagen die Tiere verendet im Stalle die ts»,,* 1 eingeschleppt worden. Wir raten drinaend ' Qnfu ?C Schw-in- impfen. B-i d-n Kälb 7 --ig-n L?""' ,s° daß es sich Bd^ÄÄ*;

S^Sckw"^' r^"b "^°r bicSaibeLufLÄrt*

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-cinc sorgfältige Untersuchung an. Diese eraoij

-*SL Ä t&tS Säumen nnh A^ b°r T'-rarzt auch den Rachen und b,r Sunb ^!cr sanden sich auf der Schleimhaut du Pilze, wie sie bei der Diphtheritis beim Menschen voi kommen. Der Verlauf bi-scr Kälberbräune ist ähnlich L

V-rlust Al«'Ä?'' -T -U'cht Silfe schafft, g-M in EUst. Als Mittel wird em Eßlöffel KochsaU aufaelöfi Salh4in2BälbMaf?r' Cm*fOi,ICn und dies- Lösung'wird dem Kalb tn halbstündigen Pausen eingeschüttet. Das Tier 1561 unTbn«°wn rber Flüssigkeit wieder durch die Rase und das Maul laufen und hustet stark dabei welche 6r scheinungen gar nichts schaden, sondern eher nützen. Das Mittel ist ein sehr einfaches und billiges Hausmittel und verdient Beachtung. Aber niemals foll bem lär,t zu senden. Noch ist zu empfehlen, das Tier mit Säcken und schweren Decken ein. nt^7.Cni?amtt e? tn Schweiß gerät. Endlich wollen wir »n hinzuweisen, daß auch die Menschen

von diphtherittskranken Tieren angcsteckt werben können und bag biese Ansteckungen sehr scharf verlaufen, weshalb di- allergrößte Vorsicht bei diesen Erkrankungen walten muß.

r. Aus Oberheffeu, 2. Juni. Wie wir aus zuverlässiger

Quelle .erfahren, bekommt nun auch die Station Mücke - l - k t r t s ch e B - l e u ch t u n g. Der elektrische Strom wird Bon bem Sagewerk bes Herrn Schmibt II. geliefert. Herr rlbt d^E stch um die kleine Ansiedelung bisher in jeder Hinsicht verdient gemacht und ist es besonders dem Ent­gegenkommen dieses Herrn und den Bemühungen des Herrn Postverwalters Philippi zu verdanken, daß das Projekt zur Ausführung kommt. Zum Anschluß an die elektrische Zentrale haben sich beinahe alle Bewohner von Mücke bereit erklärt, und ist ganz besonders hervorzuheben, daß Herr Schmidt entgegenkommend den Preis des Stromes so niedrig gestellt hat, daß die ausgiebige elektrische Beleuchtung sich für Die Konsumenten nicht höher stellt wie die seitherige mangelhafte Petroleumbeleuchtung. Die Ausführung der unffangreichen elektrischen Anlage wurde der Firma August Schaeffer in Frankfurt a. M., JnstallationSbureau für Elektrotechnik übertragen.

+ Gettenau i. d. W., 2. Juni. Herr Heinrich Srigk V. unD feine Gattin, eine geborene Steffan, von hier werden

kommenden Montag das seltene Fest der eisernen Hoch' z e i t begehen: die Genannten erfreuen sich noch körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische. Der Ehemann steht im 89 und die Frau im 85. Lebensjahre. Am 12. l. M- stvdet in dem Nachbarflecken Echzell wieder ein Vieh- und Krämermarkt statt.