1899
Sonntag den 4 Ium
Zweites Blatt
JBWtioil, Expedition und Dmckerei:
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K Gießener
uttbai >cm Anzeiger »hchlMtich viermal
M bem Gesetzentwurf zum Schutze bes gewerbltchen A lcibetk s v e r h ä lt n i s f e s erscheinende Denkschrift enthalt M^sühilliches Material, aus dem sich ergrebt, welchen Terro-
i SM Lind welche Ausschreitungen Arbeitnehmer sich erlauben, um wen Druck auf widerstrebende Genossen auszuüben. Mr Dlmkschrift wird daher wesentlich dazu beitragen, alle bNniytn von der Notwendigkeit des vorliegenden Gesetz- em.wuries zu überzeugen, welche bisher vielleicht noch )cwr Abfassung Anstoß nahmen.
Nerlin, 2. Juni. Zum Gesetzentw ur f zu mSchutze di«es zzewerblichen Arbeitsverhaltnisses schreibt d^r„Ncorddeutsche Allgemeine Zeitung": Die m der Vorlage e:mlhalli>'neu Bestimmungen seien dazu angethan, rechtliche V andhütbeu zur Herbeiführung normaler Zustande auf raut Gebiet zu schaffen, auf welchem leider unter der Em, iw-Humi unzulässiger Kampfesmtttel und einer mlßbrauch- (ilrien r^lusnutzung der gesetzlichen Freiheiten geradezu. u -
Lnt mit dürren Worten und unumwunden ausgesprochen sind und auch nicht umfallen werden. .
»erlitt 2. Juni. Aus London wird geschrieben.
Es ist vielfach beachtet worden, daß das Programm f di- Geburtstagsfeier bet K ° n'»'" "-s°ntt'ch °mg sch
I ^^. unterblieben.' Di- Ursache di-s-r «enderung^ r MWZZ-A
I lickikeiten, die statthalten, m außerordentlichem Matz- er £> “£WÄ.”“
SremlS'fS« Ä l“»S”J” »'““ “W“', Ä« ”ÄÄ as'hÄÄB und di- Stellung der Regierung zu ihr °ußerte. L
I oniMiftpr führte u a. aus : „Wenn wir das letzte Jayrzeynl
I im Landwirtschastsleben ins Auge fassen, so müsser kennen daß unsere Landwirtschaft eine Zeit der Not böse
I Taae au verzeichnen hat und daß diese Zett noch nicht ganz ; überwunden 'st Seien Sie versichert, daß die Reglung den Ernst der Situation völlig würdigt und aus der Sachlage ?ie Konsequenz der Teilnahme und der Hil e m ihrer Notlage. Die Regierung ist sich so gut bewußt, daß der vornehmste Produktionsstand, die Landwirtschaft emer vollständigen Gesundung bedarf und die Regierung ist sich ihrer Pflicht bewußt, alle Produktivstände zu stützen, die Industrie, das Gewerbe ebenso wie die Landwirtschaft zu heben und u sta^-u w°si- nur kauu. Gewerbe und Industrie k°""°n nicht g-b-iheu, wenn nicht eine kaufkräftige Landwirtschaft heftebt Di- Ausgabe bet Regieruug ist, an biesem Punkte einzusetzen nud der Landwirtschaft zu Helsen, »o sie nut känn, unb bi-seHils- sichert Ihnen bie Regierung, auch sur
WTd-U««»»* Dtätter für hessische Uolkskunoe
Deutsches Keich-
Berlin, 2. Juni. Wie bie „ValkS-Zeitung" erfahrt, bad 118 Kultusministerium an bie 5Reg1etungenetne VMatimg erlassen, welche sich mit der körperliche Hchtitqung von Schulkindern befaßt. ..
Berlin, 2. Juni. Unter dem Verdacht der Erpressung ist- gchrn der bekannte Herausgeber der ^ichsflot , >J(Lm Gehlsen, auf Requisition der Staatsanwalt- schAwft am Landgericht II verhaftet worden.
lÄcm Maße gewährleiste. Er richte sich nicht gegen l Mchnate Interessen, sondern stelle sich vielmehr m den .MerAgen Ausgaben, bie non Arbeitgebern un Libeimebmern gemeinsam angestrebt werden muffen. L) ' W‘ bemerkt, der Entwurf suche den zweifellos vorhandenen umtuchen Lücken unseres öffentlichen Rechtes m durchaus i Miller, gerechter unb anständiger W-ise -nszufüllen und ei nur zu bebaue«, baß et so spat erst an den Reichs- I« aalanqe. Die Aussichten bet Vorlage tm SfleKbätage K »ach Ansicht ber „Post" auch bet bet 9'9="«*
meint der Versuch der Begründung eines Bedürfnisses für \ ein solches Gesetz nachzuweisen, sei vollständig miMng . Der Gesetzentwurf beschränke in unzulässiger Weis I Koalitionstech" bet Arbeitet. In ber rorliegettben Fassung sei der Entwurf unannehmbar. I
Berlin 2. Mai. Die Kaiserrede in Kiel wird I von bem osfiziösen Telegraphenbureau in solgenber Fasiung roiebergegeben: „Aus Erz gefugt, in starrer, leb lofet ।jor SÄÄÄ«
i.‘ Di- „P°st" 1^^':
fo ba6 es bereinft, bewohnt von Hunderten ‘"Pit“1.-?“ leute, gesührt von tüchtigen Ossizieren, stolz aus bem Meere schwimmen wirb, ein Stück großer deutscher Wehrkras, dessen unser Vaterlaub so bringenb unb "°troe^'9 bel^- D n ©ebanfen bewährter Geistesarbeiter von ben n einer Sf. bem Solbuten aus bem Schlachtselbe, hier s-'nLeb« enbcle, eutspruugen unb in Form gebracht durch bie $amme _ ] schlage von hunberten beutscher fleißiger Manner oll d.-ftr KoloÜ ehe er sich mit bet Tieft vermahlt, seinen Namen kthalten^ Wit beulen bei bem Namen ben er erhalten wirb an ben große» Her«, besten Name das alte königliche vreußische Panzerschiff über 30 Jahre mit Ehren getragen bat, ben Hamen König Wilhelms. Möge .uns au ihn erinnern als ben groß« Organisator d-s Heeres und Schmied her aroßen Waffe. Möge der friedliche Bürger uno ver ©eroerbelreibenbe -in- Ermahnung b°rm -rbttcken, b ß überall in ber Welt bas Deutsche Reich 'hu schützt, uno WieBun roetoen, oap uci I möge dem Arbeiter und dem Handwerksmann .
Bolt das Koalitionsrecht nicht nur nicht gefährde, sondern I 9 Schiffes in Erinnerung gebracht werden die
1 • ™ -'**-> f.* mrht aeaen I । gürfolge beS ersten beutschen Kaisers, ber
er einst durch bie kaiserliche Botschaft ben 9>Aendsten Ans- bruck verliehen hat. Wie bas alte Panzerschiff ben König veraeaenwürtigte, so soll bas jetzige uns ben Kaiser vor Auqen7"hr« bem allein wir bas Deutsche Reich1 verdanken er 9ber in Demut als Werkzeug Gottes es DeyftQnbe" ^V bie beutschen Fürsten unb Volker zusamm-nznsuhr-n Durch bie Hand ber in Ehrfurcht beg«ßten Tochter Kaiser W,l- Helms taufe ich bich „Kaiser Wilhelm ber Große .
— Zur Kanalvorlage nimmt bas schlesische Zentrum eine schroff ablehnende Stellung ein. I" ber „Schlesisch n Vollszta." schreibt ein ZentrumSabgeorbueter: „Was allein
_ nQjl der «Meinung de- Publilum« - in pitantet ""d u"i-rh°tttnd-r goem »ottragen unb ni«t lo rüW«10S; ">« « 3 (em
bCn»u;®C^1Mh1 ® üd =3® ein"@ ‘. “b-r Samilienglüd, das sich 9^^ - "N Glua, ereÄtiautlfl? Er verneint dies. In
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tzW-WMW- der" Hanbkmg immer m Meine Lt-nftSdte mit ausgeprägt norW™ Snrnfter verleat und seine Personen dementsprechend mbiotbuahficrt, fo UGL-LMWW ?inen herben Beigeschmack, ja es ist sür uy9mie6bQT J°pu at
roivb ^bscn wohl auch nie werben, benn er kommt ben Menschm mch "naea-n Das Entzücken ber Theaterbirektoren kann er auch nicht werben benn bas Publikum, bas sich un Theater erholm will, wird sich web er bie „Gespenster", noch ben »DE«nb' anschen. Dem P »ntärmerben IbsenS stellt sich and) d>- Thbtiache -Mgeg ». d-ll Stücke nur ba gegeben werben können, wo cs wirk! ch tua,nge stielet, bie h°hen «nsttberungen gewogen ftnb, g.eb ®a6 ab« baä
pLi^aLL: P^Smnm L ÄÄÄ Ä* «chem
Beifall belohnt.
a11n l (51■ft9 als er, burch I
ZMMWW pHiiil
MsDWMLLVZ I meh^ Mul^er?ord'ert"^al^ im Schl°achtfelb in' der Erregung das
Feuilleton.
Lknrik Ibsen und seine Weltanschauung, iitton tctc b°- Thenio, über metches Frän,ein vr.Et^ Meuschaus Eiimltabt am 31^9]lal'hMJaÄfü4unqcn ^ber hier bereits bekannten I LL'tt -TÄ 2»i
K-eXSÄ* - SSS5 bet
b mit- den Russen Tolstoi, neben bem Ostpreußen I 'WZZMßM-M K ra e b5 @e ue,3ein natürliche-, organische-Gewächs (einer Zeit m Amur Jbfti , bet am 20. März 1828 »u teilen geboren würbe, t mrn nor Seinen ersten bramatischen Versuch „Catlllna" ließ er firmen d°i. 1852 ging Ibsen nach Chrlstcama,
sM'donyM Schemen I i Bekanntschaft mit BjörAjerne d" sur dN °e°eu g er bie Universität. W,e cn
?Ärüh?ren Seben, fo war auch jeyt ber Mangel sein stänbcger Be- innem frieren ^«en, i Theaterbneklor als Dramaturg
Sbfen fr°b war ^^idete er biese Stelle, unb fünf «nzastellt zu iverbcn. J 7einev Wirksamkeit. In biesen Dramen ^coilnen waren daL ProduSolhang", „Das §ünen- - Jfrau Sngcx auf £9e9en bie offenen unb verborgenen r“ ,C-^r-K W ffleSaft noch keine Rolle. Aber auch bie pMlen Schaden l>cr Gesell,ch s n^ Die Komöbie der
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Meßmer Anzeiger
Heneral-AHeiger
Amts- unb Anz-is-bl«tt für ben Nveis <gufen-


