Ausgabe 
4.1.1899 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Itu ®et|s mne Er- brrinittelt.

Ehren­

der btt)DT= leipziger 7. Januar

übet die Jen? M der Sltas- ^98. $ine dem Ver- auf ihrem Cravatten ub Galan-

Frau Sv n der Be- m hob der 1 auf und die Recht- Gegenstand scherheitt-

i von Süd »tstadt und n windstill^ lch gestern en stürmte ff Helmick, öedrängni» >al steigen.

Rettung-« iltungsboot den Weg.

Intern los» i Rettungs-

Tages zu der Dienst wurde. ntunft de» schon einet» M Montag , Ms md Mich ndhrr- > ist er nicht fein mit bet ak» auch auf blt it fein muß. handelt es am Montag kant meldete Aranlenhaus >b die Angabe, mit der Pest erste Fall war zilliam Wilcox sich unwohl zu British Jndia mlaffen hatte, in Beulenpest

Seit gestern 2" bemächtigt' irhen unb die mit Dampf

Mmte ist antwgen ent» toi)««1 M »it»' le Iesii-d>su"i 'VtiS

Die Karte ' 0,71 Ml Meiereien un Fertigst^ Paris i#6 SCffiS

d Schnt^ bj( Ä eilen, '

LÄr en 3C «in, «

!'Ä

Der Wagenpark der drei Gesellschaften (Große, Neue und Charlottenburger Straßenbahn) zählte 1551 Stück. Die Gesellschaften beförderten zusammen 1831/« Millionen Personen. An Droschken waren 7674 vorhanden (darunter 5224 erster Klaffe, von denen 3519 mit Fahrpreisanzetgen ausgerüstet waren), an Omnibuffen und Thorwagen 747. Die Zahl der Droschken hatte trotz de» Ausbaues neuer Straßenbahnlinien rc. wieder erheblich zugenommen, am bedeutendsten die erstklasfigen mit Fahrpreisanzeigern (um 1029). Omnibuslinten waren 29 im Betriebe, ihre Gesamtlänge betrug gegen 160 Kilom. Inhaber von Konzessionen für öffentliches Gefährt gab es am Jahresschluß 2939 (gegen 2785 im Jahre vorher); auf 1652 Konzessionäre kam je eine Droschke, auf 775 Konzessionäre je zwei bis sieben Droschken rc., sodaß in die 7674 Droschken sich 2695 Besitzer teilen. Polizeilich legitimiert waren rund 21000 Kutscher und Kondukteure, von denen 11429 Dienst thaten. Die Omnibus-Gesellschaften beförderten im ganzen 43Vi Millionen Personen, rechnet man hierzu die Zahl der durch die Stadt- und Ringbahn (etwa 77 Millionen), die burdrbie elektrischen und Dampfstraßenbahnen und die Pferde- bahnen beförderten Personen, so ergiebt sich eine Gesamt­personenzahl von mehr als 311 Millionen (gegen 270 Millionen im Jahre 1895), sodaß also im Laufe des Jahres jeder Be­wohner der Reich-Hauptstadt, vom Säugling bis zum ältesten Greise, nahezu 20 Fahrten mit diesen öffentlichen Verkehrs­anstalten unternommen hat. Gewiß eine bewegliche Bevölkerung.

Welches ist die hervorragendste That des 19. Jahr­hundert»! lieber diese Frage hat ein Berliner Blatt eine Enquete veranstaltet, die im Verhältniß zu der Menge ein- gelaafener Antworten herzlich wenig wirklich bedeutsame Ge­danken zu Tage förderte. Insofern ist der Zweck und Wert dieser Enquete gleich Rull. Dagegen zeigen die Antworten, wie grundverschieden die Anthetlnahme hochgebildeter Männer an unserem Kulturleben im allgemeinen ist. Viele Gelehrte z. B. kommen au» dem Ideenreiche ihrer Wiffenschaft bei Beantwortung der Frage überhaupt nicht hinaus: So wird unter anderen die Entdeckung des Augenspiegels mit unter die größten Thaten des 19. Jahrhunderts gerechnet. Natur­forscher und Aerzte stimmen für das von Robert v. Mayer entdeckte Prinzip von der Erhaltung der Energie oder für die Darwinsche Theorie oder für das Lister-Verfahren oder die Erfindung des Chloroforms oder die Begründung der Bak­teriologie oder die Spektralanalyse u. s. w. Bertha v. Suttner hält natürlich da- Frieden-manifest des Zaren, ihr Gatte da» Vorgehen Zola» und Picquart», Frau von Troll-Barostyani die als «Frauenbewegung" bezeichnete Erhebung der Frau zur Erringung ihrer Gleichberechtigung mit dem Manne für die große Jahrhundertthat. Man sieht: tot capita, tot sensus und ein jeder hat Recht, von seinem Standpunkte aus. Von mehreren Seiten wird auf die soziale Bewegung hinge­deutet und eine jedenfalls recht geistvolle Antwort gibt Ludwig Fulda, wenn er sagt: «Welche That des 19.Jahrhunderts ich als die hervorragendste betrachte? Die Entdeckung des sozialen Gewissens!" Es fehlt in der Enquete natürlich auch nicht an originellen Aussprüchen. Wir geben einige davon hier wieder: «Mit Recht heißt es in dem die vorliegende Aeußerung veranlaffenden Anschreiben:Die Welt steht dieser (im 19. Jahrhundert uns entgegentretenden) Ent­wickelung menschlichen Geistes mit dem Gefühl gegenüber, als fei das Höchste erreicht, das ihm zu erreichen gegeben sein könne!" Diesem Höchsten gegenüber aber spricht der Mund der ewigen Wahrheit!Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele!- Ev. Math. 16, 26. In dieser Hinsicht, d. h. auf da» Heil der menschlichen Seele bedachten hervorragenden Thaten gebührt meines Erachtens daher in erster Linie der Preis, und als die auf diesem Gebiete hervorragendste erscheint mir da» gerade am Schluffe diese» Jahrhunderts der Auf- Aäruug von der heiligen Stätte der Erlösung selbst aller Welt kundgethane freie persönliche Bekenntniß de» Deutsche»» Kaiser», daß erzu Jesu Christo dem Gekreuzigten und wahrhaft Auferstandenen als zu unserem einigen Erlöser aufschaue und allein durch den Glauben an ihn gerecht und selig zu werden hoffe." Profeffor Dr. G. Berrndt (Berlin)." 10. Mat 1864, die Eröffnung der Atlantic-Pacific-Eisenbahn! Plath Friedenau, Missions-Inspektor.-Von einem Vertreter der astrono­mischen Wiffenschaft erwartet man vielleicht, daß er die Ent­deckung de» Planeten Neptun oder die Erfindung der Spek- tralanalyse oder eine andere große Entdeckung auf naturwiffen- schaftlichem Gebiete al» die größte That de» Jahrhundert» feiert. Dennoch liegt nach meiner tiefsten und innersten Ueberzeugung die bedeutendste That de» Jahrhunderts auf einem völlig anderen Gebiete als auf dem der Wiffenschaft. Ich bekenne, daß ich für das größte und bedeutendste, was dieses Jahrhundert hervorgebracht hat, das Erwachen und «ästige Aufblühen christlicher Ltebesthätigkeit, besonder» die Errichtung der inneren Mission «sehe. Dr. R. Lehmann- Mlhä», Profeffor an der Berliner Universität."Für die größte That unseres Jahrhunderts halte ich den zweiten Theil des Faust: denn in ihm ist der Geist von drei Generationen mthalten. Hermann Bahr-Wien." Das erfreulichste an der Enquete ist eine Thatsache, die unser nationales Gewiffen chrt: Die größte Mehrzahl der Antworten lautet dahin, die Errichtung des Deutschen Reiches durch Bismarck ist die größte That des Jahrhunderts I

* Amerikanische Heldenthaten im Lichte der Wahrheit. Eme hübsche Legende aus dem spanisch-amerikanischen Kriege fit jetzt auf ihrehistorischen Proportionen" zurückgeführt worden, nämlich die Erzählung von dem Marinesergenten, der bei derMaine"-Explosion vor der Kajütenthür Kapitän StgSbees auf Posten war und dann, als die Explosion er­folgt war, kaltblütig die Kajüte betreten haben sollte, um ^glementsmäßiger Weise salutierend zu melden:Das bchiff ist in dieLuft gesprengt, meinHerr, und finkt," worauf Kapitän Sigsbee mit dem seemännischen: "Ay, ay" antwortete und mit der größten Seelenruhe reglementsmäßig wieder grüßte. Wie Kapitän Sigsbee

selbst erzählt, verhält sich die Sache etwas anders. Als die Explosion erfolgte, saß er an seinem Tisch in der Kajüte und schrieb einen Brief an seine Tochter. Gleichzeitig mit der ersten Detonation erloschen die Lichter, und erstickender Rauch erfüllte die nun völlig dunkle Kajüte. Das Schiff hatte sich derartig auf die Seite geneigt, daß Kapitän Sigsbee nicht aufrecht zu gehen vermochte, sondern zur Thüre hin kroch. Als er diese öffnete, fiel er über den Körper des Marinesoldaten Anthony, der von der Er­schütterung halb betäubt am Boden lag. Diesen fragte er, was passiert sei, und der Soldat erwiderte:Eine Explosion hat stattgefunden, und ich glaube, das Schiff sinkt". Kapitän Sigsbee und seine Schildwache kletterten dann im Dunklen tastend zusammen auf Deck, so rasch wie sie nur vorwärts kommen konnten.

* Ein amerikanischer Erfinder. In New-Jork ist am 18. Dezember John C. W. Keely, der Erfinder des Keely- Motors, im 63. Lebensjahr gestorben. Mit ihm verschied eine für das Land der Reklame hoch charakteristische Persön­lichkeit. Es war im Jahr 1875, als Keely zuerst mit der Behauptung in die Oeffentlichkeit trat, daß es ihm gelungen sei, eine neue Betriebskraft zu entdecken, die bestimmt sei, das Maschinenwesen der Welt zu revolutionieren. Er ver­sprach, wahre Wunder zu vollbringen, einen Zug voi: dreißig Waggons mit einer Meile pro Minute durch seinen ätherischen Dampfmotor, der nur drei Liter Wasser enthielt, von Phila­delphia nach New-Dork zu befördern, und die Schnelligkeit der Dampfschiffe auf eine ungeahnte Höhe zu bringen, lieber das Wesen seiner Erfindung wollte er jedoch keinerlei Aufklärungen geben, bis genügendes Kapital zu seiner Ver­fügung gestellt werde, um seine Erfindung praktisch zu ver­werten. Innerhalb einer Woche stellte ihm ein von einem Advokaten gebildetes Consortium 40000 Dollars zur Ver­fügung und versprach, die Errichtung einer Aktiengesellschaft durchzuführen. Jetzt begann aber eine Reihe von Mysti­fikationen und Jmbroglios, die der Beschreibung spotten. Von Zeit zu Zeit tauchten die absurdesten Beschreibungen über Keelys geniale Erfindungen in den Zeitungen auf. Gesellschaft um Gesellschaft wurde gegründet, um dem großen Erfinder die Verfolgung seiner großartigen Ziele zu er­möglichen. Im Jahre 1885 endlich gab Keely in seiner Werkstatt, die dem Aeußeren nach dem riesigen Laboratorium Edisons glich, eine Schaustellung, welche die Laien mit Staunen erfüllte. Er setzte durch Berührung mit einer Tongabel eine Messingkugel in Rotation, so daß dieselbe in einer Minute 600 Umdrehungen bewerkstelligte, er fuhr mit einem Geigenbogen über den Hebel einer Maschine und hob dadurch ein centnerschweres Gewicht, einen Druck von 25 000 Pfund auf einen Quadratzoll ausübend. Die Meinungen der Zuschauer waren geteilt; mehrere hielten sich für mystificiert, andere, darunter ernste Leute, hielten Keely wirklich für einen genialen Erfinder. Trotzdem ihm nun fortwährend große Summen Geldes zu Gebot standen, weigerte sich Keely, seine Erfindungen patentieren zu lassen oder irgend welche Aufklärungen über dieselben zu geben. Auch einen Gerichtsbefehl, der ihm auftrug, über seine Er­findungen vor einem Auditorium von Fachleuten Aufklärungen zu geben, mißachtete er und wurde deswegen zu kurzen Ge­fängnisstrafen verurteilt. An opferfreudigen Kapitalisten fehlte es ihm jedoch nie, und in den letzten Jahren stellte ihm eine reiche Amerikanerin, Frau Bloomfield Moore, eine halbe Million Dollars zur Verfügung. Sie wurde deshalb unter Kuratel gestellt. Keely starb in Philadephia mit Hinterlassung eines großen Vermögens und einer von wenigen Sterblichen betretenen kolossalen Werkstätte. Seine Testaments­vollstrecker behaupten, daß es mit Hilfe der hinterlassenen Aufzeichnungen und Modelle Keelys endlich möglich sein werde, dessen Erfindungen praktisch zu verwerten, .was den zahlreichen Keely-Aktiengesellschaften sehr angenehm wäre. Keely war deutschen Ursprungs, sein Großvater Ernst Keely war lange Zeit als Kapellmeister und Komponist in Baden- Baden thätig._________________________________

Meratur, Wissenschaft und Kunst.

Im Reiche der Cyklopen. Eine populäre Darstellung der Stahl- und Eisentechnik. Von Amand Freiherr 0. Scbwetger- Lerchenfeld. Mit ca. 400 Abbildungen. In 30 Lieferungen ä 50 Pfg. Die Ausgabe erfolgt in zehntägigen Zwischenräumen. Ausgegeben sind bisher Lieferungen 1 biß 6. (A. HartlebenS Verlag in Wien.) Alle Erwartungen, die an dieses gediegene und reichhallige Werk, welche» daß weite Gebiet der Stahl- und Eisentechnik behandelt, geknüpft wurden, sind nicht enttäuscht worden In lichtvoller und erschöpfender Weise, durch zahlreiche schöne Abbildungen trläutert, werden in den vorliegenden sechs Lieferungen die Darstellung deS Roheisens und Stahles, dte Konverte'prozefse, daS Martinverfahren, die Formgebungsarbeiten (Eisen- und Stahlguß, Hammer- und Walzwerke), die mechanischen Einrichtungen in Eisenhütten und -Werkstätten u. s. w. behandelt. Besonderes Interesse erregt die Schilderung deS Etablissements Krupp. Ungemein spannend werden hier die einzelnen großartige»» Werkstätten b schrieben, belebt durch eingeschaltete Genrebilder, wie sie sich in dieserCyklop.'nwerkstatt" dem Beschauer ausdringen. Die Lektüre ist ungemein feffelnd und anregend. Der Mrfaffer hat hier seine ganze Schildrrungskunst aufgewendet, und man darf demnach auf die weiteren Abschnitte, welche den Brückenbau, den Schiffbau und die Krtegsmittel zu Land und zu Wasser behandeln werden, mit Recht gespannt fein.

Schriftsteller-Jrrdilärrrn. Der bekannte Schriftsteller Dr. Adolf Zehlicke feiert heute, am 2. Januar 1899 das 25jährige Jubiläum seiner schriftstellerischen Tbätigkett in Berlin. Nachdem er zuvor in Schleswig, Breslau und Wien als Zeitungsredakteur thätig gewesen, trat er in Berlin 1874 die Leitung der Spener'fchen Zeitung an und war später noch in gleicher Funktion an vier Zett ungen nacheinander daselbst thätig. Er erfreute sich dabei besonders der Gunst des Fürsten Bismarck, auf dessen Veranlassung ihm vom Direktor deS LUterartschen BureauS Ufib vom Auswärtigen Amt wichtige Informationen zuteil wurden, die er 20 Jahre hindurch erhielt und in der deutschen und auswärtigen Preffe verbreitete. Während dieser langen Zeit hat er noch eine große Anzahl von po»tischen und prosaischen Werken veröffentlicht, welche die weiteste Verbreitung über oanz Deutschland gesund'» haben, darunter auch ein umfassendes Geschichtswerk über den Krieg 1870/71 und über die Regterungszeit Kaiser Wilhelm L Die RedakttonSthättgkett hat derselbe infolge eines schweren Leidens einstellen müffen und be­schäftigt sich daher nur noch mit der Herausgabe von Werken, welche er schon in früherer Zeie verfaßt hat.

-7 Ei« WeihnachtSerlebniS in Dentsch'«ü-weftafrikn schildert ein ehemaliges Mitglied der Schutztruppe in dem soeben auSgegebenen WethnachtShcft (12) der bekannten illustrierten Farnilien- zeitlchriftFür Alle Welt" (Deutsches WriagSh.uS Bong & Co., Berlin W, Preis des DierzehntagshesteS 40 Pfg.) In so lebhafter Weise, daß man die Durstqualen, welche den Leuten aus dem Marsche gigen die Kbauas Hottentotten die Festfreude verdarben, ordentlich mttfühlt.Salve Regina", eine illustrierte Erzählung von O. von Oberkawp, ist ebenfalls dem Christfest geweiht, an welche sich dann neben den beiden spannenden RomanenOhne Vergangenheit" von E. von Dincklage urbSchuld unb Sühne" öon Daudet, eine Reihe hochinteressanter, teils mit Abbildungen erläuterte Artikel wieDie Weihnachtsarbett der Post."Die Bewegung der Wärme im Raum," Spanische Kanonen,"Die Gesptnnstfaser der Zukunft," Berichte über neue Erfindungen unb gewerbliche unb bau-wirtschaftliche Neuheiten und viele technische Mitteilungen anschltetzen. Der hoch- künstlerische Btlderschmuck in Schwarz und Buntdruck i' zum großen Teile weihnachtlich, aber auch eine Fülle von Bildern von der Palästtnasahrt des deutschen Katserpaares enthält das Heft, die sämtlich nach an Ort unb Stelle aufgenommenen Momentphoto­graphien von Künfilerhand gezeichnet wurden.

10 Procent extra Rabatt auf alle schon reducirten Preise während des Ausverkaufs der Restbestände.

Muster auf Verlangen franco.

Modebilder gratis.

der Lagertest, anlässl. d. Neuübernahme veranl. uns noch für kurze Zeit den wirklichen Ausverkauf sämtlicher Damen-Kleiderstoffe für Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter fort­zusetzen und offeriren beispielsweise: 272

6 Mtr. solid. Galene z. Kleid f. M. 1.60

6 Cubano » w 1.80

6 Dollar-Garreaux 2.70

6 , extra prima Lod. 3.90

Ausserd. neueste Eingänge f. d. Frühjahr- und Sommersaison. Mod. Kleider- und Blowsenstoffe in allergrösster Auswahl versenden in einzelnen Metern, bei Aufträgen von 20 Mk. an franko Oettinger & Co., Frankfurt a. M., Versandhs. Stoff z. ganz. Herrenanzug f. M. 3.60 ) mit 10 pCt.

, e Cheviotanzug w , 4.35 )extraBabatt

Wie schreibe ich humoristische und witzige Bier- karienversei 100 Origüral-HtlsSveise und Muster texte zur Ab- faffung gereimter Postkarten mit und ohneAnstchten" vom Wein- und Biertische für fidele junge Herren und Damen. Nebst einem Anhänge, enthaltend 40 Original:Gratulations-Telegramme für alle freudigen Ereignisse deS Leden?. Von M. Unterdeck, Redakteur. In illustriertem Umschlag geheftet. Preis 40 Pfg. Schwabacher'sche Verlagsbuchhandlung in Stuttgart. Auf Anregung der Verlags­handlung hat der Verfasser der erstenPostkartengrüße" daher jetzt auch einen solchenLeitfaden für lustige Zecher" bearbeitet, der bei seiner Mannigfaltigkeit und Reichhaltigkeit gewiß allen Wünschen Rechnung tragen dürfte, die an ein solchesHilfsbuch" gestellt werden. Die betgesügten Gratulations-Telegramme find alsAnhang" sicher allerwärts willkommen.

Universttäts Nachrichten.

Berlin. Dr. Adolf Erman, ordentlicher Profeffor der Egyptologie an der hiesigen Univerfität, hat einen längeren Urlaub zu einer wissenschaftlichen Reise nach Aegypten erhalten und die Reise jetzt angetreten.

Bonn. Die Nationalzeitung meldet, daß der Direktorder hiesigen Sternwarte, Profeffor Küstner, bekannt durch seine Entdeck­ung der Schwankungen der Erdachse, kürzlich eine-, Rus an die Spitze der Hamburger Sternwarte erhalten hat. ES steht jedoch zu hoffen, daß der verdiente Astronom und Lehrer der rheinischen Hochschule erhalten bleihe.

Breslau. Der neue Etat sieht für unsere Universität die Schaffung zweier neuer Exlraordinariate vor. DM eine davon fällt der juristischen, das andere der katholisthdheologtfchen Fakultät zu.

Dorpat. AuS dem soeben erschienenen Jahratbericht der hiesigen Universität ist zu entnehmen, daß dieVerrussung" dieser Hochschule im letzten Jahre wieder groß« Fortschritte gemacht hat. Zahlreiche deutsche Prosrssoren und Dozenten fiel aus dem Dienst an der Universität entlassen wordoe: der Prsfeffsr der semi­tischen Sprachen Wilhelm Volck; der Prosektor am Jaftitut für vergleichende Anatomie, Viktor Schmidt; der Universitäts-Architekt und Dozent der Elemente der Baukunst, Reinheld Guleke; der Sekretär des Direktoriums, Frommhold Tomberg; ferner von den Afststenten, Laboranten u. s. w. Friedrich Klatt, Richard Krickmeyer, Reinhard Maurach, Karl von Rennenkampf, Ernst Nialänder, Fried­rich Ackel, Baron R. v. Bubberg BönningShaulen, Erwin Jürgen?, Karl SierckS. Die Lehrstühle werden natürlich nur mit Ruffen besetzt, sodaß die Zeit nicht fern sein dürfte, in der von der Dorpater Hochschule auch der letzte deutsche Lehrer verschwunden sein wird.

Visitkarten

in allen Schriftarten und Kartons werden schnell und billig angel ertigt in der

Brnhl'schen üniversitäts- Buch- u. Stein-

Druckerei 1 l (Pietsch Erben) A \ Giessen

\ Schulstrasse

\ 7.