Ausgabe 
3.10.1899 Zweites Blatt
 
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Patriotische Assekuranz - Compagnie

Gegründet 1820.

Ludwigflraße 31

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Biscuirs

Kandel und Verkehr. Uolkswirtschaft.

Sept Fruchtpretsc. Weize»14,22-15,50, Äarn 15,8017^0, Gerste 00,00-60 00, HÄfer^L 12,84-13 00, «2^ ^?A00-00,00, Linsen X 00,0000,00, Wicker, JL 00,00, ßctn 00.00, ««rtoffelv M 0,00-0,10, H^merr «M. 19,00-00.00.

Mainz. Uebersicht der Durchschnittspreise der am Markttage vom 29. September 1889 verkauft«» Früchte (pro 100 Kq.): Weizen 16,68 Mk, Roggen (Korn) 15,49 Mk., Gerste 17,18 Mk, Hafer 14,88 Mk, Heu 5 bis 6 Mk., Stroh 3 bis 4 Mk., Kartoffeln 4,50 bis 7 Mk. Auf dem Bi eh markt zu Mainz vom 23 bis 29. September 1898 wurde folgendes Vieh verkauft und nachstehende Preise (alles per 50 Kg. Schlachtgewicht) erzielt: 10 Farren 5658 Mk., 83 Ochsen, 1. Qual. 70 Mk., desgl. 2. Qual. 68 Mk., 3. Qual. 66 Mk., 274 Kühe und Rmder, 1. Qual. 5658 Mk., desgl. 2. Qual. 5054 Mk. 329 Kälber 7075 Mk., geringe Saugkälber 66 Mk., 1155 Schweine 5055 Mk.

Diskonto. Die Bayerische Notenbank erhöhte chren Wechsel­diskont von 5 Proz. auf 5>/, Proz., den Lombard-Zinsfuß von 6 auf 6Vi Proz.

f _ - «Utter, «äse und Eier. Berlin. Hof- und Genoffen­

schaftsbutter la. Qualität 109 Mk., Ila. Qualität 107 Mk. Illa Qualität Mk.. do. Abfall 102 Mk. Königsberg i. Pr 100 bis 102 Mk. für 50 Hamburg. Butter, 1. Klasse 106,02 Mk, 2. Klasse

» n m Mk' lür 50 Kg. netto, reine Tara. Nordhausen. Landbutter 2,20 Mk., Speisebutler 2,302,40 Mk., feinste Gutsbutter 2,502,60 Mk. für 1 Kilo. Eier 3,40-3,60 Mk. für 60 Stück, 1,14-1,20 Mk. für 1 Kilo. Käse 4,505,00 Mk. für 60 Stück. Magdeburg. Eßbutter 2'2Q~?'6t° Mk- für 1 Kg. Eier für 60 Stück 34 Mk. Kempten. Süßrahmbutter 98 Mk., Sennbutter 95 Mk. für 50 Kg. im engros- A"kaus. Käse. (Im Großhandel an Produzenten bezahlte Preise.) Algäuer Limburger Käse 12-24stünd. Monatskäse 28-29 Mk., do.

t3Ä- Monatskäse 26-27 Mk. - Würzburg Butter 0,90 bis

o s lür r- v9'nT=2?ann9eim- Die Eier preise steigen fortwährend. ®lc knapp und kosten heute frische deutsche Eier

Stuck 55 Mk., steyerische Eier 59 Mk., bayrische Eier 60 bis 62 Mk-, rtalrenische Eier 7075 Mk.

zu ^-77 Kartoffeln. Infolge der regnerischen Witterung war das Geschäft m der abgelaufenen Woche sehr belanglos. Trotzdem hofft man, daß die kommende Woche etwas mehr Leben bringt, da das Angebot seitens der Produzenten sehr rege ist und der Winterbedarf allenthalben eingelegt zu werden beginnt. Magdeburg. Eßkartoffeln 4,50-5 Mk. für 100 Kilo Stettin. Kartoffeln 34 Mk für 100 Kilo Nordhausen. Kartoffeln 4,50-5 Mk. für 100 Kilo. Konstanz. Kartoffeln 1,20 Mk. für 20 Lit. - Freiburg. Kartoffeln 1,10 Mk. für 20 Lit. Offenburg. Kartoffeln 0,80 Mk. für Lit. - Mann- Gtrn3 3,50-4 Mk- - Stuttgart. Kartoffeln per

Obst. In vergangener Woche wurden in Stuttgart mehrere Waggon Obst aus dem Rheinland, O-sterreich, Böhmen, Holland und Italien engros zum Preise von Mk. 920980 per 200 (Str., detail zu Mk 5,15 bis Mk. 5,45 per (Str. verkauft, während man in Plochingen für italienisches Mostobst nur Mk. 4,40 bis Mk. 5, per (Str. zahlte. In Tübingen wurden für den (Str. Aepfel Mk. 6,006,50, für ge­mischtes Obst (meistens Früh- und Aufleseobst) Mk. 5,50 bezahlt. In Ravensburg kostete der (Str. Aepfel Mk. 5,006,50, Birnen Mk. 56 per (Str. Pflaumen, Südfrüchte. Seit unserem letzten Berichte hat sich in feinen Sultaninen, Rosinen und Corinthen, ebenso m Rosinen für Weinzwecke, Thyra Stiel Candta nichts geändert, «ranzfeigen sind billiger geworden und kosten heute Mk. 22, ab Xrieft. Llmerik. Aepfel in Kisten und Fässern unverändert. Serb. Pflaumen wesentlich billiger. Man notiert heute 110,20 Mk. 23 90 100 Mk. 27,, 80/5 Mk. 36, per 100 Kg. ab Sape Station'

~ Ueber die Beteiligung Deutschlands an der Pariser Weltausstellung tm Jahre 1900 bringt derMatin" folgende An­gaben: 3000 deutsche Industrielle und Kaufleute werden sich an der Ausstellung beteiligen und insgesamt über 20 Millionen Franks hinein- stecken. Die Aussichten sind für Deutschland besonders günstig, weil die Ausstellung m der Hauptsache nicht nachSektionen" für die verschie- "cn®n ^kaater., sondern nach Gegenständen eingerichtet wird, sodaß jede Klasse die Erzeugnisse der verschiedensten Länder auf demselben Gebiete nebeneinander zeigt. Dadurch wird die Vergleichung die einzige

Hamburg.

Aktien-Kapital 2400000 Mk.

Aus der Welt der Technik.

Ein neuer Schuellielegraphie-Apparat, mit dem jetzt die -ersten Proben angestellt werden, wird bald viel von sich reden machen. Er stellt alles in den Schatten, was der Laie bisher für möglich gehalten hat; die Zahl der Worte, die darauf in einer Stunde telegraphiert werden können, be­wegt sich in geradezu schwindelhafter Höhe. Es wird darüber unterm 29. September aus Budapest geschrieben. Die gestern und heute von der Vereinigten elektrischen Gesell­schaft mit dem Schnelltelegraphie - Apparat der Ingenieure Pollak und Birag angestellten Versuche sind glänzend ge­lungen. Es waren u. a. Vertreter der französischen Regierung, der großen amerikanischen Telegraphen-Gesell- schaften zugegen. Die Apparate wurden stundenlang aus­probiert, das Resultat war immer gleich vorzüglich. Es läßt sich in Zahlen dahin zusammenfassen: Achtzigtausend Worte in der Stunde, mit der Möglichkeit, die Geschwindig­keit auf Hunderttausend zu steigern. Der Apparat ist höchst einfach. Die Telegramme werden von einer beliebigen An­zahl Beamten auf Papierstreifen ausgestanzt, unter Bei­behaltung des Morse-Alphabets. Nur werden statt der Punkte und Striche auswärts und abwärts gerichtete Striche hervorgebracht, indem zwei Bürsten, wovon die eine positiv, die andere negativ elektrisch ist, durch eine Doppelreihe von Löchern in dem Streifen das Metall berühren und den Strom an die Endstation senden. Die Abwickelung des Papierstreifens findet auf elektrischem Wege statt. Das Großartige der Erfindung ist die Art der Aufnahme. Der durch Bürsten weitergegebene Strom geht in ein Telephon, bcffcn Membran, obwohl die Schwingungen nur eintausendstel Millimeter betragen, einen mittels Magnets befestigten Spiegel bewegen, einmal rechts, einmal links. Das vom Spiegel reflektierte Licht fällt durch ein elektrisches Lämpchen in eine hermetisch angepaßte Oefinung einer Trommel, in welcher tn empfindlicher Papierstreifen rotiert. Im Augenblick, wo der Telegrammstreifen zur Abwicklung in Bewegung gesetzt Wirt), entzündet sich am Aufnahmeapparat die Lampe und die Trommel rotiert; alles mit einer Geschwindigkeit von 400000 Zeichen oder 80000 Worten in der Stunde. Ehe die Erfindung praktisch angewendet wird, wollen die Erfinder auch die Entwickelung der photographischen Schrift automatisch besorgen. Die fremden Vertreter waren aufs höchste überrascht, wie tadellos die neue Erfindung funktionierte, und wollen sofort wegen deren Verwertung Unterhandlungen einletten. Direktor Pinter von der vereinigten elektrischen Gesellschaft leitete die Versuche.

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- -rl-'O-rt, >md babei kann noch SorS to! nna .Deutschland nur profitieren. Ein weiterer bie beuttoe ®9flern der Kollektivausstellungen, für daS

eigne-d eles^Skst^m V SolidaritäksgefühlS besonders

Mn Lrä ! Shstem werde aber in der nächstjährigen Ausstellung ganz ich "w dThnbUnj! ,Cmm,en-eil dadurch Raum-npo-nis -rmdg- X i bec£ Raum Ist diesmal so kostbar! - Einen Haupt- Äftde ^Ä bnar3n6ra<l3Öfitoe unserer Maschinen- und E.sen- de Dynamomaschinen von zupmmen 5300 Pferde- £ Man M «7" Ben tos Marsfelds mit Licht und Triebkraft ver- sehen. Man rst augenblicklich mrt den sechs bis acht Meter tief gebenden unb ein dabei beteiligter französi- - d Gt eUn0f bem Generalkommiffar, der die Arbeiten De^R?esenk^bnJ "r ""T foIc^en W enwerke tellzunehmen." £"?a(erie de Trente Mölres", mit dem die sämt- llchen großen Maschrnen der amerikanischen, englischen, belgischen und htÄrirS roerben' 'st ebenfalls deutsche Arbeit; er

WnS -L20'?? Kilogramm Die Hauptüberraschung der deut­schen Ausstellung würde aber nach demMatin" die sein, daß zwei Vor- U 5erflöart Eden: erstens die Charakteristik billig und schlecht , die seit der Ausstellung von Philadelphia unseren »seitens der Vorwurf des schlechten Geschmacks. DerMatm stützt diese Erwartung auf eine Unterhaltung mit einem Beamten der deutschen Ausstellungskommission. Hoffentlich geht sie in Erfüllung. Der kaiserlich deutsche Ausstellungspavillon wird im deut­schen Renaissancestil gehalten sein und namentlich alte Nürnberger Bauten wledergeben. Der Kaiser selbst hat die Auswahl unter den Plänen ge- troffen. Ein 50 Meter hoher Turm soll das Gebäude überragen und die Empfangszimmer des Generalkommiffärs, sowie kleinere Kunstsamm­lungen enthalten. Deutsche Bier-Restaurationen sollen auf der Aus- r^un® - t fehlen. Das ist schade für die deutschen Besucher, die sich an französische Bierverhältnisse schwerlich gewöhnen werden; im dies- lahrlgen Salon war es damit z. B. recht Übel bestellt, da herrschte für Es Eßbare und Trinkbare der Grundsatz:Teuer und schlecht!"

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Kaufmanns Friedr. Louis Rud, Lange, Kahla; Kaufmann Lhilipp Mette, Mannheim; Fleischer Gustav Max Hempel, Meissen, Lederhandler Ludwig Sepp, München; Kaufmann Max Manasse (1 ausk & Vogolsdorf), Posen; Kaufmann Leopold Müller, Rus« Schankwirt Wilhelm Traugott, Spremberg (Lausitz); Wiesbadener Kuiistsäle Deiters & Co. i. Liq, Wiesbaden; Stuhlbauer Friedrich W ilbelm Böhmer, Olbersdorf (Zittau).

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