Ausgabe 
3.10.1899 Erstes Blatt
 
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^uchungskommission BLrenger zu beantworten. Er diktierte einen Protest des Inhalts, er betrachte sich als Kriegsgefangenen und wisse im voraus, daß er verurteilt werde. Er behalte sich Erklärungen für die Plenarsitzung des Staatsgcrichtshofes vor.

Madrid, 1. Oktober. Aus San Sebastian ist die Nach­richt eingetroffen, daß die Krisis gelöst sei, die Königin habe Silvela ihr Vertrauen bestätigt, und dieser sofort eine Liste neuer Minister überreicht. Die Namen der Minister sind noch nicht bekannt.

Bukarest, 1. Oktober. Es wurde die Aufnahme einer Anleihe im Betrage von 4,246,110 Lei für die not­leidende Bevölkerung bewilligt.

Belgrad, 1. Oktober. Der König wird die Skup- fchtina mit einer Thronrede eröffnen. Die Regierung bereitet wichtige Vorlagen finanziellen und ökonomischen In­halts vor.

Belgrad, 1. Oktober. Das Standgericht verurteilte den Erzpriester Barjaktarovic wegen Hochverrats zu fünf Jahren Haft.

Konstantinopel. 1. Oktober. Sämtliche Botschafter Protestierten in einer Kollektivnote gegen die von der Pforte verfügte Entziehung der Zollfreiheit euro­päischer geistlicher Anstalten.

New-York, 1. Oktober. Admiral Dewey erhielt einen Ehrenbecher und führte dann hunderttausend Mann in Parade durch die von gewaltigen Volksmassen besetzten Straßen.

Mairs und Uroomstekrs.

Gießen, 2, Oktober 1899.

** GeschichtSkalender. Vor 283 Jahren, am 2. Oktober 1616, wurde zu Groß-Glogau der Dichter Andreas GryphiuS geboren. Er ist der eigentliche Begründer des deutschen Dramas, und ragt in seinen Tragödien wett über seine Zeit hinaus. G. ver­stand 14 Sprachen, war Mitglied der fruchtbringenden Gesellschaft und führte darin den NamenDer Unsterbliche". Er starb am 16. Juli 1664 zu Glogau.

Vor 15 Jahren, am 3. Oktober 1884, starb zu Wien der Maler Hans Makart, der großartigste Kolorist unter den Malern, an Farbenpracht alle übertreffend. Von seinen Werken erwähnen wir Die fieben Todsünden",Kleopatra",Einzug Karls V. in Ant­werpen" undJagd der Diana". Der Vorwurf zu großer Sinn­lichkeit und Verherrlichung des Fleisches trifft Makart nicht mit Unrecht. Er wurde am 29. Mat 1840 zu Salzburg geboren.

** Das militärische Interregnum. Das alte mili­tärische Jahr hat mit der in unseren Regimentern er­folgten Entlassung der Reservisten seinen Abschluß gefunden. Das neue militärische Jahr beginnt mit dem Eintreten der neuen Mannschaften. Die dazwischen liegende Zeit, in der wir jetzt leben, könnte man füglich als das militärische Interregnum bezeichnen. Wenn auch die Disziplin in keiner Weise darunter leidet, so ist dennoch der thatsächliche Bestand des Militärs in den Garnisonorten zusammengeschrumpft. Die Offiziere, welche das ganze Frühjahr und den Sommer hindurch andauernde Arbeit gehabt haben, treten zum Teil ihren Urlaub an. Auch Unteroffiziere und diejenigen Mannschaften, welche sich gut geführt, und namentlich im Manöver tüchtig erwiesen haben, werden unter Umständen beurlaubt. Die nun zurückbleiben, dürfen indessen keineswegs der Muße pflegen. Der all­gemeine Dienst ist freilich beschränkt. Aber im Innern der Kasernen herrscht geschäftiges Leben. Die Bekleidungs- und Montierungsstücke haben in den Manövern arg gelitten, da gilt es vor allem, den dreiwöchigen Staub bis auf die Atome hinauszutreiben, und dieMottenjäger", mit Klopf­peitschen, Rohrstöcken und Bürsten ausgerüstet, haben von früh bis abends vollauf Beschäftigung. Es ist dies die sogenannte Kammerarbeit, welche eigentlich niemals ein Ende nimmt. Ebenso haben die Schuhmacher und Schneider alle Hände voll zu thun, desgleichen die Sattler und die Büchsen­macher.

** Au unsere Leser. Der morgen (Dienstag) er­scheinenden Nummer unseres Blattes wird für Gießen und Umgegend der Nachtrag zum Gießener Taschenbuch 18 99 die Winterfahrpläne enthaltend beigclegt. Die nächste erweiterte Ausgabe dieses überall mit Beifall aufgenommenen Verkehrshestes erscheint am 1. Mai 1900. Diejenigen verehrlichen Postabonnenten und auswärtigen Leser, welchen an dem Empfang des Nachtrages gelegen ist, wollen solches uns freundlichst wissen lassen.

* Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den Oberförster der Oberförsterei Babenhausen Gustav Schneider zu Babenhausen in gleicher Diensteigenschaft in die Oberför­sterei Treis a. L., den Revisionskontrolleur bei dem Haupt­steueramt Darmstadt Karl Bauer in gleicher Diensteigen­schaft an das Hauptstcueramt Worms zu versetzen; den Hauptfteueramtsassistenten bei dem Hauptsteueramt Darm­stadt Georg Bolbach zum Revisionskontrolleur bei dem Hauptsteueramt Darmstadt zu ernennen.

** Milit'ärpersonaluachrichten. DieRoßärzte: Schneider vom 2. Großh. Drag.-Regt. (Leib-Drag.-Reg.) Nr. 24, unter Versetzung zum 2. Großh. Feld - Art. - Regt. Nr. 61, Thomann vom Großh. Train-Bat. Nr. 25, unter Ver­setzung zum Feldart.-Negt. Nr. 72, zu Oberroßärztcn er­nannt. Ripke, Unterroßarzt vom Drag.-Regt. von Bredow (1. Schles.) Nr. 4, unter Versetzung zum 2. Großh. Drag.- Regt. (Leib-Drag.-Regt.) Nr. 24, zum Roßarzt ernannt. Die Roßärzte: Hamann vom 1. Großh. Feldart.-Regt. Nr. 25 (Großh. Art.-Korps), zum 2. Großh. Feld Art.-Regt. Nr. 61, Rehfeld vom 2. Bad. Drag.-Regt. Nr. 21, zum Großh. Train-Bat. Nr. 25 versetzt. Schwank, Proviant­amtsaspirant, als Proviantamtsassistent in Darmstadt zum 1. Oktober 1899 angestellt.

* Fran H. Wigand, welche, wie aus dem Inseraten­teil der Sonntag-Nummer ersichtlich, hierorts Klavier- und Gesangunterricht zu erteilen beabsichtigt, hat, wie

uns mitgeteilt wird, vier Jahre das Kölner Konservatorium, das bekanntlich über ganz hervorragende Lehrkräfte verfügt, besucht. Ferdinand von Hiller, ein in der gesamten Musik­welt hochgeachteter Lehrer, hat sich eingehend für die künst­lerische Entwickelung der Dame interessiert und sie in einer Weise ausgestattet, daß Frau Wigand auf eine lange Reihe glänzender Erfolge im Konzertgeben sowie als Lehrerin zu­rückblicken kann. Zur Beurteilung der letzteren Thätigkeit namentlich, bieten ihre alljährlich im großen Festhaussaale zu Worms abgehaltenen Prüfungen ihrer Schüler das beste Material.

* Unser Stadttheater eröffnete am gestrigen Sonntag­abend die Reihe seiner Darstellung«..! mit Sardous vier­aktigem Lustspiel Madame Sans-Gßne. Das Theater war, wie bei einer Anfangsvorstellung nicht anders zu er­warten, sehr gut besetzt, wir fügen aber, vorgreifend, sofort hinzu, daß der Wert des Dargebotenen den guten Besuch vollauf verdiente. Mit diesem Urteil über diese Premiere verbinden wir auch gleich Eingangs unserer Referate die Hoffnung, daß alle künftigen Vorstellungen der gestrigen gleichen möchten, dann wird auch das Gießener Publikum sich in gleichem Maße wie gestern erkenntlich erweisen. Auf das Sardou'sche Lustspiel, dessen Inhalt wir bei seinem ungemein häufigen Erscheinen auf allen größeren wie kleineren Bühnen bei dem Theaterpublikum als hinlänglich bekannt voraussetzen, der Faden ist ja so ungeheuer einfach gezogen näher einzugehen, halten wir aus ge­nannten Gründen für unnötig. Was die Aufführung selbst sowie die Regie anlangt, so dürfen wir im Nahmen der gegebenen Verhältnisse wohl zufrieden sein. Einige kleine szenische Unebenheiten sind ja, namentlich beim ersten En­semblespiel einer Truppe an einem neuen Ort nicht zu ver­meiden; auch einige kleine historische Schnitzer in der Regie wollen wir auf dieses Konto buchen. Nehmen wir aber, wie gesagt, alles in allem, so dürfen wir unserer bewährten Direktion, auch hinsichtlich seiner neuen Engagements die besten Auspizien stellen. Besondere Anerkennung verdienen die sauberen und historisch meist korrekten Kostüme; auch die szenische Ausstattung war lobenswert. Ueber die Leist­ungen der schauspielerischen Kräfte selbst heute ein ab­schließendes Urteil abzugeben, ist natürlich nach einer Erst­aufführung nicht möglich. Von den neugewonnenen Mit­gliedern, die hervorragend beschäftigt waren, ist ohne Zweifel Frl. Agnes Hammer die beste Aquisition. Sie spielt natürlich, mit guter Mimik und seltenem Feuer; sie würde bei etwas weniger schnellem Sprechen der Souffleurkasten scheint für sie ein überflüssiges Institut zu sein allen Anforderungen genügen. Ihre Leistungen scheinen allerdings etwas unter ihrer offenbar stark ent­wickelten Soubrettennatur zu stehen, ein Umstand, der ihr bei anderen Rollen vielleicht von Vorteil sein kann. Fräulein Hammer, als Trägerin der Titelrolle, löste aber sonst ihre gestrige Aufgabe in einer Weise, die den reichen Beifall des Hauses wohl rechtfertigte. Einen tüchtigen Kollegen und Partner hat sie an dem hier gleichfalls noch fremden Herrn Paul Paren (Leföbre) gefunden, der neben einer guten Figur offenbar viel tüchtiges Können besitzt; eine gute, deutliche Aussprache, maßvolle Bühnenallüren sind, soviel wir gestern bemerken konnten, seine besten Eigen­schaften. Der Dritte, der gestern abend hervorragend in Aktion getretenen Neulinge war Herr Rolau. Wir wollen uns über die gestrige Leistung, die offenbar stark unter der wenig glücklichen Maske litt, heute nicht verbreiten und eine andere Gelegenheit abwarten. Sicher ist, daß Herr Rolan vortrefflich memoriert hatte und offenbar im Vollbewußtsein der Sicherheit in Gesten und Sprache sich sehr überhastete. Ein fleißiger Künstler ist aber meist auch ein guter und so dürfen wir wohl auch ihm eine freundliche Zukunft für die begonnene Saison in Aussicht stellen. Auf die anderen be­währten Kräfte kommen wir bei anderer Gelegenheit ein­gehend zurück.

** Goethefeier im Stadttheater. Dem Beispiel anderer Städte folgend, wird nun auch Gießen seine Goethefeier haben. Das Stadltheater veranstaltet am Mittwoch, dem 4. Oktober einen Goethe-Festabend. Die Direktion hat für diese besondere Feier den Prolog von Alfred Bock erworben, der am 28. August in Dresden mit großem Beifall zum Vortrag gelangt ist. Auf den Prolog folgt eine Auf­führung desEgmont" mit der Musik mit Beethoven. Die Titelrolle spielt als Gast Herr Oscar Bohnöe von Köln. Man darf also einem sehr genußreichen Abend ent- gegenschen.

Arbeits Jubiläum. Am 1. Oktober waren es dreißig Jahre, daß der dienstülteste Retorten-Heizer des hiesigen Gaswerkes, Herr Heinrich Hammel, mit Geschick und in Pflichttreue seines Amtes gewaltet. Aus diesem Anlaß wurden demselben von dem Direktor, den Beamten und Mitarbeitern herzliche Glückwünsche ausgesprochen. Möge es dem Jubilar noch lange Jahre vergönnt sein, in guter Gesundheit an ihm liebgewordener Stelle zu wirken. -n.

** Männerturnverein. Für Freunde des Turnspiels ist es gewiß von Interesse, die trefflichen Leistungen der Spielriege des Männerturnvereins kennen zu lernen. Gelegenheit hierzu hat sich im Laufe dieses Sommers reich­lich geboten, da die Riege fast an jedem Sonntag nachmitt- tag auf dem Trieb gespielt hat. So hatte auch das gestrige Spiel eine Menge Spaziergänger angezogen, die mit leb­hafter Teilnahme die Leistungen der Mannschaft verfolgten. Im Schleuderballweitwurf wurden mit einem Ball von 41/2 Psd. öfters Bälle von 40-43 Mtr. Wurfweite gemacht. Ein besonderes Vergnügen für die Zuschauer war das Vexierballspielen im Kreise, wobei der Ball mitunter mit einer verblüffenden Gewandtheit geworfen wurde. Stellen­weise kam man nicht aus dem Lachen heraus. Den Schluß bildete ein Dauerwettlauf über 500 Mtr., die von dem ersten in 1 Min. 20 Sek., von dem zweiten in 1 Min. 28 Sek und von dem dritten in 1 Min. 35 Sek. gelaufen wurden. Gewiß sind dies recht tüchtige Resultate seitens der noch

sehr jungen Mannschaft der Riege, der wir ein kräftiges Gut Heil!" zurufen.1.

Wieseck, 2. Oktober. Hier hat sich eine Theater­gesellschaft (de Nolte) niedergelassen, welche ihre Vorstellungen gestern abend bei überfülltem "Hause eröffnete. Soweit sich nach dem in der ersten Vorstellung Gebotenen beurteile» läßt, steht der Direktion ein ganz gut geschultes Personal zur Verfügung; besonders gefielen Frau Direktor de Nolte und Fräulein Radewald. Wir sind überzeugt, daß die Ein­wohnerschaft Wiesecks es an der nötigen Unterstützung dieses Vorstadt-Theaters" nicht fehlen läßt.

+ Nidda, 1. Oktober. Aus der stammweise ver­steigerten Ernte unserer städtischen Aepfelbäume wurde» nahezu 2000 Mark erlöst. In der gestern abgelaufene» diesjährigen Saison zu Bad-Salzhausen wurden über 7000 Bäder verabreicht. In 1898 betrug die Frequenz 4783 und in 1897 nur 2796 Bäder. Gegenwärtig ist mau mit Herstellung einer elektrischen Beleuchtungsanlage für den^Kurort beschäftigt.

Darmstadt, 30. September. Heute mittag treffen Seine Durchlaucht der Prinz und Ihre Großherzogliche Hoheit die Prinzessin Ludwig von Battenberg nebst Prinzessinnen-Töchtern und dem Prinzen Georg, sowie Ihre Königl. Hoheit Prinzessin Aribert von Anhalt, Höchstwelche zum Besuch auf Schloß Heiligenberg weilte, auf Jagdschloß Wolfsgarten zu längerem Besuche der Aller­höchsten Herrschaften ein. Ihre Königl. Hoheit Prinzessin Christian von Schleswig-Holstein treffen morgen auf Jagdschloß Wolfsgarten ein, nehmen das Luncheon mit den Allerhöchsten Herrschaften und werden im Laufe des Tages nebst Prinzessin-Tochter Victoria, Höchstwelche sich in Wolfsgarten befand, wieder abreisen.

Mainz, 30. September. Die städtische Verwaltung beabsichtigt ein viertes Volksbad im stüdöstlichen Bezirk der Stadt zu errichten. Die Firma Disch hat die Ueber- fahrtspreise mit dem Trajektboote nach Kastel von morgen ab von 6 auf 8 Pfennig erhöht. Das Publikum ist darüber sehr ungehalten.

0 Mainz, 1. Oktober. Vorige Woche tagte dahier das Weinsteuer-Landes-Komitee für das Groß­herzogtum Hessen und beschloß nach längerer Beratung einstimmig folgende Resolution zu den bevorstehenden Land­tagswahlen:

Das heute hier versammelte Landes-Komitee zur Bekämpfung der Weinsteuer spricht den Abgeordneten der II. Hess. Kammer, welche durch ihr entschiedenes Auftreten gegen die Hessische Wein st euer deren Beseitigung bewirkten und dadurch den gesamten vaterländischen Weinbau, Weinhandel und Weinverkehr vor der drückendsten Feffel, sowie das ganze Land vor ständiger, tiefgehender Erregung bewahrten, de« wärmsten und aufrichtigsten Dank aus. Der gleiche verbind­liche Dank sei allen die Hess. Wcinsteucr bekämpfenden Gemeinden und Korporationen ausgesprochen. Besonderen Dank gebührt auch der Presse für ihre lebhafte und zielbewußte Unterstützung der auf die Ablehnung der Wcinsteuer gerichteten Bestrebungen. DaS Landes-Ko­mitee konstatiert mit besonderer Genugthnung, daß es gelungen ist, die Steuer-Reform ohne eine Weinsteucr durchzuführcn. Da« LandeS-Komitee weist den ihm von verschiedener Seite gemachten Bor­wurf einermaßlosen Agitation" auf das Entschiedenste zurück und erblickt in dem ihm aufgedruugenen Kampfe gegen die Weinsteucr lediglich ein Gebot der Notwehr und der Selbsterhaltung. DaS LandeS- Komitee empfiehlt energisches Eintreten in die bevorstehende« Landtagöwahlen Das Landes-Komitee erblickt in jeder einseitigen Belastung eines einzelnen Erwerbsstandcs, also namentlich in einer Wcinsteucr, eine Ungerechtigkeit und eine nie versiegende Quelle steter Verbitterung. Das Landes-Komitee befürwortet deshalb entschiedenste Unterstützung derjenigen Landtags- Kandidaten, welche die ausdrückliche und unzweideutige Zu­sicherung geben, stets nnb unter allen Umständen gegen jede Weinpener, in welcher Form sie auch vorgeschlagen werde, sowie für Aufhebung des Tranksteuer-Gesetzes von 1876 za stimmen. Da das Komitee über das ganze Großherzogtum verbreitet ist und, wie die verflossene Agitation gezeigt, cs verstanden, eine Bc- stcucrung des Weines weil sowohl den vaterländischen Weinbau als die betreffenben Gewerbetreibenben schwer schäbigenb vom Großher- zogtum fernzuhalten, so dürfte wohl auch diese Resolution die weiteste Beachtung finden.

Kassel, 30. September. Dem Vorsitzenden deS Hessische» Kriegerverbandes Herrn Postdirektor, Hauptmann der Land­wehr, Schlüter zu Kassel wurde von Sr. Durchlaucht dem Fürsten von Waldeck und Pyrmont das Fürstlich-Waldecksche Verdienstkreuz IV. Klasse und dem Kassierer des Hessischen Kriegerverbandes Herrn Kaufmann Ludwig Wentzell von Höch'stdemselben das Fürstlich-Waldecksche Ehrenkreuz ver­liehen.

Vermischtes.

" Hofgeismar, 30. September. Gestern vormittag fand vor der Kaserne des Dragoner-Regiments hier die öffent­liche Versteigerung von 34 ausrangierten Dienstpferden statt. Der Andrang von Kauflustigen war sehr lebhaft. Die erzielten Preise bewegten sich zwischen 60 Mark und 261 Mark. Ein Käufer hatte 7 Stück allein erstanden.

* Fritzlar, 30. September. Die Uebergabe des neu errichteten städtischen Wasser- und Elektricitäts- werkes an die Stadt hat stattgefunden, worauf das Werk in vollen Betrieb gesetzt wurde.

Köln, 30. September. Wie dieKöln. Volkszeitung" aus Boppard berichtet, stürzte in dem Dorfe Salzig der Neubau der katholischen Kirche ein. Mehrere Arbeiter sind verunglückt.

Osnabrück, 30. September. Der Arbeiter Brock­haus wird als der Täterschaft an dem im vorigen Jahre in Lechtingen verübten Kindermorde verdächtig verfolgt.

* Münnerstadt, 30. September. Der Augustiner­pater S. Metzger von Würzburg wurde verhaftet; er hat sich sittliche Verfehlungen an seinen Schülern zu Schulden kommen lassen. Wie es heißt, war Metzger im Beichtstuhl sehr streng gegen andere!

Jena, 30. September. Der Gemeinderat hat btt Anstellung eines berufsmäßigen zweiten Bürger­meisters beschlossen. Derselbe muß das erste juristische

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* Wabt, 30. ® macke gingen die scheu durch und überrannt daß fit b°» d°r-°! f

* Hamburg, die feierliche Eröffnui fiofttnaufroanbe von M- brücke über die Sude. Helmsburg statt. Durch dindung zwischen Hamm

* Pumcham, 30 dampserÄatV* ist Nordsee untergegan' «Breslau, 30. Sep welche in Haynau fid schäft ausgaben und au Mörder Valentin sind heute abend hier

Leipzig, 30. Sepi btnben Oberbürge Ehrenbürgerrecht der wurde ihm zu Ehren bl Ulitig umgttauft. Giiu tigin M/aufe aufgeftd schiedene andere Körperschc Ehrengeschenk überreich, die Ansprache mit herzlü

* halle a.S 30. S Werschen-Weißensetser 9 Vollert, erschoß siä gäbe, wegen Nervenl

* Weißens«, 30. vonLiebeSdramen ^nn man derWei ttwber Glauben schenke: nörnlich unter der Rubi Maurer Gustav Schulz d-'v »oDanüi «er Md) ftafspMte «iWmenb gemeinfam

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