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3.2.1899 Erstes Blatt
 
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welche das in Aussicht stehende Weinsteuergesetz betraf, wurde beschlossen, am Sonntag, 19. Februar eine öffentliche Protestversammlung abzuhalten. Mainz. Anz.

Aus der Zeit für die Zeit.

Bor 46 Jahren, am 3. Februar 1853, starb in Berlin der Dichter August Kopisch, der seine liebsten Stoffe der deutschen Sage von Zwergen, Elfen, Kobolden und Heinzelmännchen entlehnte. Mit tiefpoetischem Gemüte weiß sich der Dichter in diese Welt des kindlichen Glaubens hineinzudenken und in formgewandter Weise versteht er es meisterhaft, uns das Leben und Treiben der kleinen Wesen vorzuführen. Demselben Witz und Humor begegnen wir in seinen volkstümlichen Schwänken. Daß er auch den ernsten Ton anzuschlagen weiß, davon zeugt seine Erzählung:Old Mütterchen-. Kopisch wurde am 26. Mai 1799 zu Breslau geboren.

Vermischtes.

* Magdeburg, 31. Januar. Unter hohem Ehrenkomitee sindet in Magdeburg (Hofjäger) vom 26. April bis 3. Mai 1899 eineAllgemeine Ausstellung von Nahrungs­mitteln, Volksernährung, Kochkunst, Gesundheitspflege, Brauerei- und Wirtschaftswesen, Sport rc." statt. Gefl. Anfragen sind an das Bureau der Allgemeinen Ausstellung, Magdeburg, Hohepfortestraße 35, II, zu richten und erfolgt Zusendung von Prospekten rc. kostenfrei.

* Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe hat die im Gou­vernement Siedler, Königreich Polen, belegene, gegen 15,000 preußische Morgen betragende Herrschaft B i a l a an den Landschaftsrat Stanislaus v. Starzynski verkauft. Biala bildet den Rest aus der Fürst Wittgenstein'schen krbschast.

* Der Nachweis künstlicher Färbung in Würsten. Als einfache Vorprobe zum Nachweis von Karmin und Theer- sarbstoffen in Wurstwaren empfiehlt Ed. Spaeth in der Pharm. Tentralh." das Ausziehen mit 5proz. Natrium- salicylatlösung, indem man die zerkleinerte Wurstprobe mit dieser Lösung zirka il4 Stunde lang im Wasserbade er­wärmt; nach dem Abkühlen filtriert man und findet dann eventuell die Flüssigkeit gefärbt. Aus dieser Lösung isoliert man den Farbstoff, wobei man besonders auf das Fixieren desselben durch Wolle Rücksicht nehmen wird. Empfehlens­wert ist nach den Erfahrungen des Genannten auch noch die Kapillaranalyse zur Trennung und Isolierung der Farbstoffe.

* Ein nachahmenswertes Beispiel hat der Bürgeraus- fchuß der Stadt Mannheim gegeben, indem er auf An­regung der Großh. Kunstgewerbeschule in Karlsruhe 5000 Mk. bewilligte für die Ausführung eines künstlerisch durchgeführten schmiedeeisernen Abschlußgitters für den Haupteingang des ituen Gewerbeschulgebäudes. Das Gitter soll durch einen Mannheimer Meister ausgeführt und vor seiner Anbringung in Paris ausgestellt werden. Solche Schritte können nur zur Hebung des einheimischen Kunsthandwerks dienen!

* Jubeljahr. Wie die vatikanischen Blätter melden, ßat der Papst beschlossen, das Jahr 1900 als Jubeljahr zu proklamieren. Dasselbe wird von Weihnachten 1899 bis Weihnachten 1900 dauern. Das erste Jubeljahr hat Boni- stzius VIII. (1300) und das letzte Jubeljahr Pius IX. (1875) abgehalten.

* Städtereiuigung. Auf dem Gebiete der Abwasser­reinigung haben sich in den letzten Jahren in Deutschland zroße Umwälzungen vollzogen. Bekanntlich hatte die Tech- lik der Abwasserreinigung durchaus nicht gleichen Schritt gehalten mit der Ausdehnung der Kanalisation in den größeren und mittleren Städten Deutschlands. So lange ine solche Städte kanalisierten, welche, wie Danzig, Berlin ini) Breslau, über geeignetes Terrain zur Anlage von Rieselfeldern verfügten, machte die Unterbringung der Spül- jmche keine unüberwindlichen Schwierigkeiten. Indessen anr wenige Städte sind in dieser beneidenswerten Lage.

Mehrzahl bleibt nichts übrig, wenn sie die Wohlthaten it Kanalisation genießen will, als eine chemische oder listige Reinigung der Spüljauche einzuführen. Eine Aitlang half man sich hierbei mit der sogenannten Kalk- klarung. Allein bald erkannte man, daß damit wenig er­reicht wurde, und nun begann ein Mißstand, wie er ärger trum gedacht werden konnte. Die Aufsichtsbehörden ver­engten eine hinreichende Reinigung, und die Technik bot ncht die nötigen Handhaben hierzu. Die Folge davon war, daß an zahlreichen Stellen von Berufenen und Un- brmfenen an der Lösung dieser Frage gearbeitet wurde. Rnzählige Projekte tauchten auf, von denen jedes behauptete, die Frage glänzend gelöst zu haben, um meist nach statt­gelabter Prüfung von maßgebender Seite als völlig un- drouchbar verworfen zu werden. Erft in neuester Zeit scheinen unter den vielen neuen Systemen einige zu sein, wirklich Gutes leisten, sodaß endlich dem erwähnten Notstände abgeholfen werden kann. Unter diesen sind die Systeme und Konstruktionen der Allgemeinen Städte- uinegungs-Gesellschaft in Wiesbaden zu nennen, die in ^giemscher Hinsicht hervorragendes leisten, indem die Spüljauche m ein klares, rein aussehendes Wasser ver- oandelt, der größte Teil der organischen, fäulnisfähigen Stoffe aus ihr entfernt, und da, wo es erforderlich ist oder Wünscht wird, eine absolute Keimfreiheit, also eine sichere Ablödtung aller etwa in der Spüljauche enthaltener Krank- WSkeime gewährleistet wird. Tatsächlich lassen sich denn nch schon verschiedene Orte Projekte nach diesen Systemen ^arbeiten, sodaß die Einführung derselben unter Anwen- ®XtenUft ty* verschiedensten Verhältnisse demnächst zu

* Unbewußt. In einem Dorfe hatten sich öfters Bettler penuAgetrieben. Eine dort eben anwesende gerichtliche vUnnsfion bemerkte mehrere solche Leute und beauftragte

sogleich den Ortsvorsteher, im wiederholten Falle beim Landgerichte Anzeige zu erstatten, und wenn nicht, wenigstens binnen acht Tagen eineFehlanzeige" zu machen. Der Vorsteher machte nun folgenden Bericht:Seitdem eine hohe landgerichtliche Kommission hier war, hat sich sonst weiter kein Gesindel mehr sehen lassen."

* Die Schwindsucht in der französischen Armee. Von mehreren sozialistischen Abgeordneten wurde der Antrag eingebracht, ein Sanatorium für schwindsüchtige oder der Schwindsucht nahe Soldaten zu errichten. Bei dieser Ge­legenheit läßt sich Dr. Emile Dubois, einer der Antrag­steller, über die Schwindsucht in der französischen Armee folgendermaßen aus:Während unter der bürgerlichen Be­völkerung infolge der fortwährenden Verbesserungen die Schwindsucht seit Jahren in Abnahme begriffen ist, weift die Militärstatistik in dieser Hinsicht eine stetige Zunahme auf. Folgende Ziffern geben hierüber Auskunft (per tausend Köpfe):

Zurückgestellte

Sterbefälle

insgesamt

1890:

5,70

1,08

6,78

1891:

6,33

0,94

7,27

1892:

6,55

1,04

7,59

1893:

6,10

1,38

7,43

1894:

6,55

1,01

7,56

1895:

8,34

1,14

9,48

Diese Ziffern muffen erstaunlich erscheinen, und man fragt sich unwillkürlich nach den Ursachen dieser Erscheinung. Vielleicht muß man die militärischen Gewaltübungen, die Eilmärsche, die großen Manöver, das Biwakieren in Sturm und Regen in Rechnung ziehen. Man muß bedenken, daß Leute der verschiedensten Körperkonstitution im Heer zu gleichen Anstrengungen herangezogen werden, so daß natür­lich die Schwächeren in hohem Grade der tückischen Krank­heit ausgesetzt sind. Ferner muß man auch stark mit der Ansteckung in den Kasernenränmen rechnen. Ausdiesem Grunde erscheint die Errichtung des Sanatoriums absolut notwendig, um dem Vaterland eine große Anzahl seiner Kinder zu erhalten."

* Einen Mord versuchte am Samstag in Aachen der Student der Technsichen Hochschule Samson von Himmelstjerna gegen den Rechtsanwalt Dr. Francken zu verüben. Ec feuerte auf Francken in dessen Büreau drei Schüsse ab, wo­von einer den rechten Oberfchenkel traf. Der Attentäter tödete sich dann selbst durch einen Schuß. Die Thal scheint ein Racheakt zu fein, weil sich Samson in einer Zivilsache wegen eines schlechtfitzenden Anzuges, in der Rechtsanwalt Francken die Gegenpartei vertrat, von diesem durch eine geringfügige Aeußerung beleidigt fühlte. Samson stand im 25. Lebensjahre; er stammte aus Dorpat und studierte früher in Karlsruhe, wo er sich seiner Zeit wegen eines ähnsichen Angriffs in Untersuchung befand. Er galt allgemein als ein äußerst überspannter Mensch.

* Gaudeamus igitur. Hebet eine dunkle Stelle im Kommersbuche wird derStraßb. Poll" geschrieben: Feuchte Pennäler, frohe Muli, flotte Burschen, Philister mit jungen Herzen alle kennen das prächtigeGaudeamus igitur. Hoffentlich können ihn alle, so ihn schneltern, auch übersetzen. Thatsache scheint zu sein, daß es den Sängern des Siebes auf den Sinn des Gesungenen wenig ankommt. Betrachtet man nämlich kritisch die zweite Strophe, welche bekanntlich lautet:Ubi sunt, qui ante nos in mundo fuere? Vadite ad superos, transite ad inferos, ubi jam fuere, so bemerkt man, daß der Relativsatzubi jam fuere, zum Vordersätze paßt wie die Faust aufs Auge. Es ist widersinnig, zu be> haupten, die Toten feien schon, bevor sie ins Leben getreten, im Himmel" oderin der Hölle gewesen", um so mehr, als das Lied ursprünglich ein im Jahre 1267 gedichteter und komponierter Klosterhymnus war. Der Widerspruch im Texte scheint bisher nicht aufgefallen zu fein, denn Generationen haben die zweite Strophe in der obigen Gestalt gesungen. Bei Gelegenheit des Straßburger Universitätsjubiläums machte ein Philologe auf die offenbarkorrupte" Stelle aufmerksam und gab zugleich des Rätsels Lösung. Die Interpretation des Textes ist dort völlig verkehrt. Setzt man hinter inferos einen Punkt ober Ausrufungszeichen, hinter ubi ein Frage­zeichen, so ist offenbar der richtige Text hergrstellt, der dann einen ganz guten Sinn ergiebt:Sucht sie bei den Himm­lischen, sucht sie in der Unterwelt! Wo find sie (ubi) ? Ge­storben (jam fuere) 1 Noch richtiger stände vielleichtUbi sunt ? Euere!"

Eine ergötzliche Geschichte von einem pflichtver­gessenen Hamburger Nachtwächter erzählt der Ham­burger Landschafts- und Tiermaler Verend Goos im zweiten Bande feinerErinnerungen aus meiner Jugend". Dem Polizeiherrn, Senator Abendroth, kam einst zu Ohren, daß das Unwesen der Nachtwächter, aus Kosten ihrer Dienstpflicht sich bem Fremdenführeramt zu widmen, sehr im Schwünge sei. Er beschloß deshalb, als ein zweiter Harun al Raschid sich persönlich von der Wahrheit solcher Aussagen zu über­zeugen. Er legt also ein ihn vor Erkennen schützendes Gewand an und redet als angeblicher Franzose einen ihm begegnenden Nachtwächter an:Ah! meine liebe Freund, saggen er mir, wie ich komme ßu meine Hotel, Alte Stadt London." Je, min goode Herr, bat is miet von hier, aber wenn't den Herrn nich op'n Drinkgelb ankümmt, so künn ick ihnen ja sicht hennwiesen."Ah! charmant!" sagt der Franzose,ick werde gebben Ihnen ein guter Douceur vor das." Nun, die beiden ziehen ab, und unser Nachtwächter, nachdem er fein Geld empfangen, bedankt sich und wünscht Wollslapen Nacht." Am nächsten Tage jedoch wird er vor den Polizeiherrn gerufen und scharf ausgefragt:Seg mal, Petersen, is bat wahr, bat Du bet Nachts Dinen Posten verlätst?"Ick minen Posten verlaten? Ne, wohlweiser Herr, de bat fegt, de lüggt bat gottslästerlich."Petersen!" fährt Abendroth auf,nimm Di wahr, wat Du fegst; hest Du nich güstern abend um halwtg twolf en Fremden na de olleStadt London" brögt?" Dem Wächter wirds doch schwül bei der Sache, er dreht seine Mütze verzweiflungs­

voll zwischen den Händen und nimmt einen höchst weinerlichen Ton an:Du leber Gott ja, bat t« bat ene mal well, aber wohiweiser Herr bat wör nehnun S^'l nich öbel on befapneö Swin, be künn mch op sien Beenen stahn, un but wöc nich mehr als Christenpflicht, dat'ck ben to HuS bröcht."

Wöchentliche lleberjicht der TodeSsälle in Gießm.

4. Woorc. «Born 22. Januar d>s 2d. Januar 1899. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 100 (fad. 1600 Mann Militär). SlerdltchketlSziffcr: 28 05, nach Abzug der OrtSircmden 21,58'/r.

starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom

Lungenschwindsucht

1.Lebensjahr: 2.1b.Jahr

1

1

Lungenentzündung

1 (1)

- 1 (1)

Gehir-.schlagfluß

1

1

Magengeschwür

1

1

Nierenentzündung

2 (1)

1

1 (1)

Rose

1

1

Streb 6

2 (1)

2 (1)

Emboltn

1

1

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Rbachtttö

1

1

Alter sswwäche

1

1

Unbekannte Krankh.

1

1

Summe 13 (3) S (1) 2 2 (2)

Anm. Die in Klammern gesetzten Z ffern geben an, rote viele der TodeSsälle in der betreffenden Keankhrtt aus von auSwärlSnach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Kirchliche Nachrichten,

üvaugelifche Gemeinde.

Im Konfirmandensaal, Neustadt Sir

Donnerstag den 2. Februar, abends 8 Uhr: BivelstUUde, Phil. 4. Pfarrer Dr. Grein.

Hottrsdirnst irr der Synagoge.

Samstag den 4. Februar 1899.

Borabend 5W Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr Schrifterklärung, Sabbathausgang 6" Uhr.

Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast.

Sabbathfeier am 4. Februar 1899.

Freitag Abend 5 Uhr, Samstag Vormittag 8" Uhr, Nach­mittag 3 Uhr, Sabbathausgang 610 Uhr.

Wochengottesdienst Morgens 7 Uhr, Abends 5 Uhr.

Neueste Meldungen.

Depeschen des BureauHerold".

Berlin, 2. Februar. Von früheren Setzern und Druckern des Lokal-Anzeigers sind beim hiesigen Gewerbe- gericht massenhaft Klagen gegen den Verleger des Blattes eingegangen, die schon in den nächsten Tagen zur Verhand­lung kommen. Die Ursache des Setzer-Ausstandes dürfte in diesem Termin zur Sprache gelangen und öffentlich dar­gelegt werden.

Budapest, 2. Februar. Von oppositioneller Seite wird die Meldung verbreitet, daß die Friedensverhand­lungen schon heute abgebrochen werden sollen.

Budapest, 2. Februar. Der Ort Groß-Dobroz wurde von einer furchtbaren Feuersbrunst heimgesucht. 300 Wohnhäuser mit Ställen und Scheunen wurden ein Raub der Flammen.

Triest, 2. Februar. Die Kronprinzessin Stefanie wurde auf der Straße von Miramare bei einer Radtour von anderen Radfahrern umgeworfen. Ihr Rad ging in Trümmer, während sie selbst mit einigen kleinen Ver­letzungen davonkam.

Brüssel, 2. Februar. Das Einzel-Wahlsystem scheint das ganze Land in eine furchtbare Aufregung ver­setzt zu haben. Aus vielen Städten der Provinz laufen Berichte ein von Protestversammlungen gegen das Wahl­system.

Paris, 2. Februar. Die HaltungDupuysist vielen Politikern nicht klar. So wurde gestern versichert, die Anti-Revisionisten dürsten sich schließlich über die Absichten Dupuys gewaltig täuschen. Dupuy sei über die Unter­suchung der Kriminalkammer in der Dreyfus-Angelegenheit genau unterrichtet und wisse, daß das Ergebnis der Unter­suchung für Dreyfus günstig ablaufen müsse. Das Zeugen­verhör hätte dies bestätigt, und deshalb wolle er, daß das Urteil von den vereinigten drei Kammern des Kassations­hofes gesprochen werde, damit niemand auch nur im geringsten Zweifel an der Unparteilichkeit der Richter haben könne.

London, 2. Februar.Daily Chronicle" meldet aus Washington, die Panama-Gesellschaft wird die Abtretung ihrer Konzession zuerst den Vereinigten Staaten anbieten. Sollten diese sich ablehnend verhalten, so werde die Gesellschaft die Konzession den Großmächten Rußland, Frankreich, Oesterreich und Deutschland anbieten.

London, 2. Februar. Die Morgenblätter melden, daß Cecil Rhodes heute Abend London verläßt und sich nach Paris begiebt. In der gestern Abend hier abgehaltenen Kabinets-Sitzung wurde über die Vorschläge Cecil Rhodes bezüglich der inneren afrikanischen Eisenbahnen beraten. Wie verlautet, hat das Kabinett beschlossen, die Pläne Cecil Rhodes zn unterstützen.

Sofia, 2. Februar. Die feierliche Ueberführung )er Leiche der Fürstin findet am nächsten Dienstag statt, wie es heißt in die große katholische Kirche in Phi- lippopel. Sie bleibt dort, bis eine Fürstengruft in Sofia erbaut ist. Es sind viele hohe Gäste, Familienmitglieder, Vertreter fremder Höfe und viele Deputationen aus der Provinz zu der Trauerfeier angemeldet. Authentisch ver- autet, daß die Fürstin bereits seit dem 20. Januar an jeftiger Influenza verbunden mit hochgradigem Fieber ge­litten hatte. Es trat Athemnot und vollständiger Verfall ein. Am Montag früh begann die Agonie und vollständige Bewußtlosigkeit. Man beschlennigte die Geburt, um wenigstens das Kind zu retten.