nicht rn
fr« fttben- S lut dkl
ÄS' >- W toeottt y/jegtn ■“ttb »Ä*J 8 9et* fStfÄht Sla««"e»i; ?$lr= «»♦ »Smaite ”2Ä- SrfS TN- r?»s «Tranwaais nicht m Wt Offenbar den aller- ^nn nirgends ist fein "hat vielmehr seine 'publik erdrücken. Majestätsbeleidia- s". lieber die kürzlich tMg einer Untersuchung Grund eines mit dem ßmann von Fallersleben er „Vorwärts" : Unsere ervng des Denunzianten- .Vorwärts" ist abgelehnt vir uns damit begnügen, neu entsprechen, die der serem Redakteur entwickelt )unkt des Denunzianten- e Beschwerde eingewendet, in, die den Vers kannten, t kannten, hätten ihn auf keine andere Erläuterung
Das sei die objektive her die handelnde Person , sondern auf der einen der anderen die Denn//- Spitzmarke nicht kannte, ten beziehen wollte, \o it MMMeidiger zu Die hautz^ache ist, daß taufendfach wiederholten wirklich solche Ignoranten r, so ist der „Vorwärts" lenkbaren Mißverständnisse 6t die „Tiigl. R-M" : - toir in diese« F°llk «8 i» it höchst öldnimuch ttitige bei itaat8er6aten« itten, »enn sie sehen.« te sich einet wsierwch» der «gwg dir Sache Hm Me. - « » de» dolus eventuab [ten - wild die Atliige e« Absidem nllozebehöide « » «* ?Äe VÄ«!* i'"'8
" i*it w ’3 bel i» ”«,Äit -bsicht. It von ^r2tanben werden, Wi das daß Stoben könnte! aufgchßk roirb nicht fg* Stab Ich-«fr"l
©n betu* f*g‘
”S»**
fr16“"3'» ?wi*"!?, t nut * Hw Potl?
it hat, xf ifoltett;
K dem b-nK W,'’n ei«'®
sß'Xsis n N ’ en W* , durch
zu verbinden. Der neue Bruch des Kabels weist besonders darauf hin.
— Der Kultusminister in Masuren. Ueber die im Juli in Masuren unternommene Schulbesuchsreise des Unterrichtsministers Dr. Bosse schreibt jetzt das „Ost- preuß. Tageblatt": Herr Dr. Bosse wollte in den Kreisen Lötzen, Sensburg und Johannisburg Schulen mit vorwiegend polnischem Charakter in Augenschein nehmen. Der Minister war im allgemeinen mit dem Stande und den Leistungen der Schulen zufrieden, ganz besonders überrascht und erfreut war er über die Fortschritte und Erfolge im Deutschen, auch stel ihm die Sangesliebe und Sangesfreudigkeit der masurischen Jugend auf. Die meisten Lehrer der besuchten Schulen haben namhafte Geldbelohnungen, 100 bis 200 Mk. erhalten. Rektor Sbrczesni in Gr. Stürlack und Lehrer Zmoydzin in Wosnitzen haben den Adler der Inhaber des Hausordens von Hohenzollern erhalten. Die masurischen Lehrer hätten nur gewünscht, der Minister hätte auch solche Ortschaften besucht, wo die alten jämmerlichen Schulgebäude so dringend eine Besserung heischen.
Ausland.
Wien, 31. August. Hier geht das Gerücht, daß der Militärattache Oberst Schneider nicht mehr auf seinen Posten in Paris zurückkehren werde.
Wien, 31. August. Dem „Deutschen Volksblatt" zufolge erhob der deutsche Botschafter bei der österreichischen Regierung Beschwerde, weil einige deutsche Teilnehmer an der Versammlung des katholischen Universitätsvereins von Klagenfurter Demonstranten mißhandelt wurden.
Prag, 31. August. Von czechischen Blättern werden die Gerüchte über Aufhebung der Sprachenverordnungen als unsinnig bezeichnet, da Graf Thun, solange Dr. Kaiß als Repräsentant der Czechen dem Kabinett angehöre, so etwas nicht wagen werde.
Budapest, 31. August. Der wegen Unterschlagung steckbrieflich verfolgte Viehhändler Kaliwoda aus Roßbach, sowie der Buchhalter Binder aus Hamburg sind verhaftet worden.
Paris, 31. August. Der Prozeß gegen Zola und die „Aurore" ist auf den 23. November vor dem Schwurgericht von Versailles anberaumt worden.
Paris, 31. August. Der Präsident des Senates Fallieres ist hier eingetroffen, um mit der Regierung über die Einberufung des Staatsgerichtshofes zu beraten. — Die Untersuchung in der Complotangelegenheit macht schnelle Fortschritte. Bei zwei jungen Royalisten fanden Haussuchungen statt, die sehr kompromittierende Schriftstücke zu Tage förderten. Die Royalisten, deren Namen man nicht nennt, sind vorläufig noch nicht in Haft genommen worden. In einem Hotel wurde Haussuchung bei zwei Mitgliedern der antisemitischen Jugend aus Caön vorge- nommen, worüber ein Protokoll ausgenommen wurde. Wahrscheinlich werden neue Vorführungsbefehle erlassen werden, jedoch, um Indiskretionen zu vermeiden, mit Umgehung der Polizeipräfektur direkt an die Beschuldigten gerichtet.
Kowno, 31. August. Der 19 Jahre alte Graf Kossa- kowski erschoß seine siebenzigjährige Mutter.
Villach, 31. August. Im unteren Gailthal tritt die Ruhr und Diphtheritis in bedenklicher Weise auf; in Feistritz sind 60 Personen an der Ruhr erkrankt.
Kokates und DroviuMes.
Gießen, 1. September 1899.
** Höheres Schulamt. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 30. August den Lehrer am Gymnasium zu Mainz Dr. Christoph Wittich zum Lehrer an der Realschule und dem Progymnasium zu Michelstadt mit Wirkung vom 11. September 1899 an, — den Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Dieburg Dr. Franz Faust zum Lehrer an dem Gymnasium zu Mainz mit Wirkung vom 11. September 1899 an, — den Lehrer am Gymnasium und der Realschule zu Worms Professor Dr. Franz Staudinger zum Lehrer an dem Ludwig-Georgs-Gymnasiums zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. Oktober 1899 an, — den Lehrer an dem Gymnasium zu Bensheim Karl Berger zum Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms mit Wirkung vom 1. Oktober 1899 an zu ernennen.
Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Sr König!. Hoheit des Großherzogs vom 12. August d. I. den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Laubenheim: Jakob Hoß II., Jakob Spies III., Johann Kaltenbach, Heinrich Kaltenbach, Johann Hoß, Casimir Sand und Jakob Schmitt.
•• Manöver. Mit dem heutigen 1. September beginnen in unserer Gegend die Herbst Übungen. Sowohl in hessischen, wie in den benachbarten preußischen Gemeinden sind Truppenabteilungen eingetroffen, vorerst solche der 21. Division. In den nächsten Tagen folgen die Truppen unserer hessischen (25.) Division. Das Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm hält bis zum 5. September noch die wegen der Truppenschau in Mainz verlegten Schießübungen im Gelände bei Groß.Rechtenbach, um danach auch den anderen Truppenteilen in das Manövergebiet zu folgen.
* ° Eiuschräukuug der Fahrpreis-Ennaßigung. Die „Köln. Ztg." meldet: Wegen der im September stattfindenden großen Manövertransporte und der dadurch bedingten starken Inanspruchnahme der Betriebsmittel werden von der Eisen- lrahnverwaltung in der Zeit vom 10. bis Ende September k eine FahrpreiserMäßigungen für Gesellschaftsfahrt en bewilligt.
* * Verunglückt ist heute vormittag der an einem Neu- b»au beschäftigte Zimmerlehrling Pitz von Steinbach. Der
selbe fiel vom Dachstock durch das Treppenhaus. Durch mehrmaliges Aufschlagen auf Leitern u. s. w. wurde der Fall gemildert, doch trug der Verunglückte anscheinend innere Verletzungen davon, sodaß er in die Klinik gebracht werden mußte.
* • Beleuchtet die Haustreppen! Bei dem jetzt schon wieder früher eintretenden Beginn der Dunkelheit seien die Hausfrauen, und vor allem die Hausbesitzer, in ihrem eigenen Interesse an die Beleuchtung der Treppen und Flure erinnert. Für jedes aus dem Fehlen der Beleuchtung entstehende Unglück ist der Hauseigentümer haftbar.
Butzbach, 30. August. Zum Andenken an den im Jahre 1848 im Gefängnis angeblich freiwillig aus dem Leben geschiedenen Pfarrer Weidig soll demnächst im Weidigshain auf dem Schrenzergipfel eine Feier stattfinden. Man hofft auf zahlreiche Beteiligung ehemaliger Schüler Weidigs. W. A.
W. Ans der Wetterau, 31. August. „Auch eine vorzügliche Aepfelernte hat man in der Wetterau zu erwarten," heißt es in Nr. 200, zweites Blatt, Ihrer geehrten Zeitung vom 26. ds. Mts. Einsender ist ein Wetterauer, wohnt in einem der dort benannten Orte, besitzt über 200 Stück Obstbäume, wovon die Hälfte Aepfelbäume, und wird, weün es rum und um kommt, 6 Zentner Aepfel bekommen. Wer ist nun der „man", der die vorzügliche Aepfelernte zu erwarten hat? An der großen Staatsstraße stehen junge Bäume von 15 bis 20 Jahren, die Aepfel haben, auch anderwärts findet man welche; doch die großen, alten Bäume, die wirkliche Massen liefern, stehen leer. Um ein richtiges Urteil zu haben, genügt es nicht, eine Gegend blos von der Straße aus zu sehen. Ich gebe diese Be- richtigung um deswillen, damit die Städter nicht irre geleitet werden, wenn das Obst im Herbste teuer wird, und es wird teuer, trotz „der unzähligen (?) Stützen unter den schwerbeladenen (?) Obstbäumen". — Die Grummeternte ist zwar durch die Gewitterregen der letzten Tage etwas verzögert worden, aber doch bald beendigt. Das Futter fällt sehr schön aus.
n. Friedberg, 31. August. Der gestrige Ferkel markt war von Käufern stark besucht, brachte aber doch nicht die erhoffte Steigerung, weil der Auftrieb ein ungemein großer war. Das Paar 7 Wochen alter Ferkel galt je nach Qualität 10—24 Mk., 10 Wochen alte und ältere 30 Mk. und darüber. — Der Preis für fette Schweine ist eine Kleinigkeit angezogen. Für das Pfund Schlachtgewicht werden eben bis zu 53 Pfg. bezahlt.
Darmstadt, '31. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Hessen begiebt sich, wie die„Darmst. Ztg." meldet, zur Teilnahme an den Kaisermanövern am
6. September nach Stuttgart und dann nach Karlsruhe.
Mainz, 31. August. Zur 500jährigen Geburtstagsfeier Gut.enbergs wurde in einer gestern abend stattgehabten Kommissionssitzung der Organisationsplan definitiv festgestellt und die Ausschüsse gebildet. Letztere bestehen aus einem Zentralausschuß, aus einem Ehrenausschuß, aus einem geschäftsführenden Ausschuß, aus einem litterarischen Ausschuß, aus einem Ausschuß für die akademische Feier und das Gutenbergmuseum, sowie einem Fest- und Empfangsausschuß. Für sämtliche Ausschüsse sind bekannte Männer der Bürgerschaft in ahnsehnlicher Zahl normiert worden. Erwähnung verdient, daß die Festleitung bemüht ist, den Altmeister Verdi zur Komposition der Festkantate zu bewegen. Der zur Begehung des Festes erlassene Aufruf ist von 162 hervorragenden Persönlichkeiten unterzeichnet, worunter sich 99 Deutsche und 63 Ausländer befinden.
Vom Rhein, 31. August. Der Umstand, daß die Stadt Mainz ähnlich wie Mannheim beabsichtigt, ihre Fäkalien in den Rhein zu leiten, hat lebhafte Proteste einer großen Reihe am Rhein gelegenen Ortschaften besonders des Rheingaues hervorgerufen. In einer von den Gemeinden Bingen, Rüdesheim, Eltville, Erbach, Weinheim, Gaulsheim, Gottenheim, Deidesheim, Mombach, Walluf, Winkel, Geisenheim, Mittelheim, Oestrich und Schierstein unterzeichneten Eingabe an den Reichskanzler wird das Ersuchen gestellt, vor Begutachtung der Zulässigkeit durch die vom Reichstag dem Bundesrat durch Beschluß empfohlene Reichskommission eine Einführung der Fäkalien der Stadt Mainz in den Rhein auf Grund der Verfassung Art. 4 Ziffer 9 und 15 untersagen zu wollen.
Ans drr Zett für die Zett.
Vor 136 Jahren, am 2. September 1763, wurde zu Göttingen eine der geistreichsten Frauen ihrer Zeit, Karoline Schelling, geboren. Durch ihre leidenschaftliche Parteinahme in den Kreisen der alten Romantik spielte sie eine große Rolle und hatte auf Schlegels Rezensionen und Shakesspeare-Übersetzungen einen entschiedenen Einfluß. Sie starb am 7. September 1809 auf einer Reise in Maulbronn.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag den 3. September. 14. nach Trinitatis.
Kirchliche Feier des Sedanfestes.
Gottesdienst.
In der Stadttirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Matthäusgemeinde.
Vormittags 9*/a Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dr. Grein.
Nächstkünftigen Sonntag, den 10. September, findet ,m Hauptgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam statt. Anmeldung dazu wird vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
In der Johanneskirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel..
Kollekte zum Besten der Kaiser Wilhelm-Stiftung für deutsche Invaliden.
Katholische Gemeinde.
Samstag den 2. September.
Nachmittags um 2'/, Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag den 3. September. 15. Sonntag nach Pfingsten.
Schutzengelfest.
Vormittags von 61/« Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Meste;
vor und in derselben Austeilung der heil. Communion;
Vormittags um 8 Uhr: die zweite heil. Meffe;
„ um 91/2 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 2>/, Uhr: Andacht mit Segen.
Gottrrdirnst in der Synagoge.
Samstag den 2. September 1899.
Vorabend 6" Uhr, morgens 8»o Uhr, nachmittags 4 Uhr, Sabbathausgang 7" Uhr.
Gottesdienst der israelitischen ArligionsgeseMchast.
Dienstag den 5. und Mittwoch den 6. September 1899;
Neujahrsfest.
1. Tag: Vorabend 6«, morgens 6®o Uhr: Predigt. Nachmittags 4 Uhr.
2. Tag: Vorabend 78& Uhr, morgens 630 Uhr, nachmittags
4 Uhr, Festesausgang 7« Uhr.
Neueste Meldungen.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 1. September. Heute morgen findet auf dem Tempelhofer Felde vor dem Kaiser, dem Prinzen Leopold von Bayern, der Kronprinzessin von Griechenland und der anderen hier anwesenden Fürstlichkeiten die große diesjährige Herbstparade der Garde-Regimenter statt.
Berlin, 1. September. Das Verfahren gegen den „Vorwärts" wegen Majestäts-Beleidigung ist eingestellt worden. Die in Beschlag genommenen Stücke werden ihm zurückgegeben.
Wien, 1. September. Der Statthalter löste den Verein der evangelischen Glaubensgenossen augs- burgischer Konfession in Wien auf.
Rom, 1. September. Blättermeldungen zufolge, bezweckt die Reise des Ministerpräsidenten Pelloux nach Turin, die Befehle des Königs einzuholen, hinsichtlich gewisser Verhandlungen der Dreibundmächte in der Dreyfus- Sache. Selbstverständlich werde, falls ein Schritt der Dreibundmächte in dieser Angelegenheit erfolgen sollte, alles geschehen, damit die berechtigten Gefühle Frankreichs geschont bleiben.
Paris, 1. September. Die im Umlauf gesetzte Meldung, wonach der Herzog von Orleans mit seiner Dacht an der Nordküste Frankreichs angekommen sei und sich irgendwo in Frankreich oder gar in Paris verborgen halte, wird von der Regierung anscheinend ernst genommen. Sie beauftragte den Unter-Präfekten von Brest mit einer diesbezüglichen Untersuchung.
Paris, 1. September. Nach einem Briefe aus St. Louis ließ der Hauptmann Voulet den Obersten Klobb und den Leutnant Meunier aus persönlicher Rache wegen langjähriger Feindschaft niederschießen. Leutnant Chanoin und die übrigen Offiziere seien an jenem Tage auf einer entfernten Sendung und bei dem Gemetzel nicht zugegen gewesen.
Paris, 1. September. Es erscheint als feststehend, daß in dem heutigen Ministerrat unter dem Vorsitz Loubets die Einberufung des Staatsgerichtshofes definitiv beschlossen werden wird. Waldeck-Rousseau konferierte gestern deshalb mit dem Justizminister Monis und dem Senats- Präsidenten Falliöres. Zugleich wird vermutlich entschieden werden, die Kapitulation der Festung Guerin mit Waffengewalt zu erzwingen. Für Gusrin langte gestern ein Korb mit lebenden Enten an, wurde ihm aber nicht ausgehändigt. In der Umgebung seines Hauses befinden sich nur wenig Neugierige.
London, 1. September. „Daily Telegraph" meldet aus San Francisco, daß eine Feuersbrunst zwei Quadrat-Kilometer der Stadt Ao ko Hama zerstört hat. Mehr als 30 Personen sind in den Flammen umgekommen.
London, 1. September. „Daily Telegraph" meldet aus Madrid: In karlistischen Kreisen herrscht eine große Bewegung. Man glaubt, daß eine allgemeine Aktion der Karlisten bevorsteht. Die Regierung erklärt jedoch, sie habe keinerlei Befürchtungen.
London, 1. September. Aus Prätoria wird gemeldet, daß die Uitländer nach wie vor auswandern. Die Mitglieder des Volksraad in Prätoria sind der Ansicht, daß der Krieg nicht vermieden werden werden kann. Unterdessen dauern die Verhandlungen zwischen Prätoria und London fort, doch wird strengste Geheimhaltung bewahrt.
Oporto, 1. September. Gestern nachmittag versammelte sich eine große Menschenmenge vor der Handelskammer, wo der Vorsitzende der Handelskammer auf Befehl der Regierung die Erklärung abgab, daß es bis auf weiteres untersagt sei, in diesem Gebäude Versammlungen abzuhalten. Die Menge protestierte heftig gegen diese Erklärung. Gensdarmerie mußte einschreiten und die Menge auseinandertreiben. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen.
Belgrad, 1, September. Den zahlreichen hier eingetroffenen Zeitungs-Korrespondenten wurde bekannt gegeben, daß die Eröffnung der Verhandlungen im Attentatsund Verschwörungs-Prozeß neuerdings auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Zahlreiche Offiziere und Beamte wurden teils ihres Dienstes enthoben, teils pensioniert.


