Ausgabe 
2.6.1899 Zweites Blatt
 
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ocifl Wertes bis zu 15 Mk. und le/o vom Mehrwert in 3-An ft nur 5®/0 des Wertes bis zu 300 Mk. und 1% vcrH Mehrwert. Das Gesetz geht also davon aus, daß diks Rückgabe eines gefundenen Gegenstandes auch ohne betiWers verlockende Belohnung erfolgen muß. Wird aber detrZinderlohn verkürzt, dann sollte wenigstens die Strafe fN» Unterschlagung von Fundobjekten verschärft werden; DM ift aber nicht geschehen, so daß man nur jedermann rn Li kann, vom nächsten Januar an gegen das Verlieren ni«ch sorgfältiger als bisher auf der Hut zu sein, da ver- titine Gegenstände nach dem neuen Gesetz noch schwerer rtn Die Hände ihrer Besitzer zurückkehren dürften als nach frlfan rlten.____________

Aus der Zeit für die Zeit.

$or 105 Jahren, am 2. Juni 1794, wurde in Preußen ölti bereits unter Friedrich dem Großen verbreiteteAll- 91 «meine Landrecht" eingeführt, worin dem Gedanken dLisdciuck gegeben ist,daß selbst die Gewalt des Königs ölten bestehenden Gesetzen unterworfen sei, daß landesherr- lllch Verfügungen niemals als Gesetze angesehen, daß die plstnjonHiche Freiheit des Bürgers niemals weiter beschränkt fw^rbce könne, als es der Zweck des gemeinschaftlichen MohleS erfordere".

MW Gesellschaft zur Bettung Schiffbrüchiger.

frem Bericht über das Rechnungsjahr 1898/99, welcher der am - IS. Man in Rostock adgehaltenen Jahresveriammlung deS GesellfchaftS- öliijcüAsseS vorgelegt worden ist, entnehmen mir die folgenden Mtt- IBUunern: Seit unserer letzten ordentlichen Versammlung ist unser niitr Vorsitzender, Herr Konsul H. H. Meier, durch den Tod ab- i bmiftB worden. Er entschlief zu Bremen am 17. November 1898 imnriuiztgsten Jahre seines gesegneten, thatenretchen Lebens. Was ll üler ^unvergeßliche Mann unserer Gesellschaft gewesen ist, ist zum i oiimci Ausdruck in der außerordentlichen Versammlung des Ge- s Äscha> tS-Ausschusses gekommen, die am 6. Dezember in Berlin zum .Zmcke der Wahl des Vorstandes stattfand, und hat auch unter »uiltm Mitgliedern wette Verbreitung durch den Nachruf gefunden, *) tu n>tx mit dem vierten Heft unseres OrgansVon den Küsten und ae.S See" versandt haben. Das Andenken unseres entschlafenen Ülisitzi rs wird in unse, er Gesellschaft alle Zett lebendig und tn 'ichn Ehren bleiben. Unsere Rettungsstationen find im letzten ' stiiilur^Sjahre 14 mal mit Erfolg thätig gewesen und haben

6 Manichenlebm auS Seenot gerettet. Sämtliche Rettungen erfolgten mch ViettungSboote. Die Zahl der seit Begründung unserer Gesell- i'ikfl ldurch deren Gerätschaften gerettetm Personen ist damit auf 310 k estiegen. Von diesen wurden 2169 in 388 Strandungssällen xmi Boote, 341 tn 75 StrandungSunsällen durch Raketenapparate fletllet Aus der LaetSz Stiftung find im letzten Rechnungsjahre ck 179> auf hoher See gerettete Menschenleben Prämien im Betrage »w M k. 4062,40, einschließlich deS Geldwerts der Medaillen, verteilt erbe», sodaß, unter Hinzurechnung jener 96, im ganzen 272 Rett- augen mit Mk. 10,899,10 ebenfalls einschließlich des Geldwerts der NUtbaMen, prämiiert worden find. Die Zahl unserer Rettungs- tiiiioricn beträgt heute 116. Hinzugekommen ist die Bootstaiion Mai« m im Bezirksverein Kiel, eingegangen die Doppelstatton Pillau mi bei Mühle im BezirkSoerein Königsberg i. Pr., die durch die im Oibte 1897 errichtete Doppelstation Tenkitten überflüsfig geworden Ml. Von den Stationen befinden sich 72 an der Ostsee, 44 an der Nloibfre. 51 sind Dopprlstationen, ausgerüstet mit Boot und Ra- f«dtnep«parat; 49 Boots- und 16 Raketenstationen. Die Zahl der BtjlrlE'Dertine ist mit 61 unverändert geblieben. Davon find ZlJtüfkn'. und 37 Binnenbezirksvereine. Direkt mit dem Vorstände I m<it*«onbkren 272 Vertreterschaften, drei weniger als im letzten Ahle. Neu begründet sind die Vertreterschaften zu Ahlden a. d. Mitt, Betzdorf a. d. Sieg, Dillingen a. d. Donau, Frankenthal i. d. Wil;, KöntgSsteele t. Westf., Langensalza, ßauterbeig und Sonders- Öiu(er. Eingegangen sind die Vertreterschaften zu Coesfeld i. Wests., Htliblfanb i. Schl., Glaesen L Schl., Grevenbroich, Kaufbeuren, Mr deck, Lage t. Lippe, Meinersen, Moritzburg i. S., Reichelsheim ujjibS-haubtng. Unsere Gesamteinnabme belief sich aus Mk. 301,714,21 MM Mk. 298,054,66 in 1897/98. Die Jahresbeiträge betrugen von 3'53, Mitgliedern Mk. 151,064,62 gegen Mk. 148,838,82 von

52,106 Mitgliedern in 1897/98. Die außerordentlichen Beiträge betrugen Mk. 87,107.81 ae6en Mk. 89.000,67 in 1897/98. Davon lieferten die Sammelschiffchen Mk. 23,259,22 gegen Mk. 21,971,40 in 1897/98. Sehr erfreulich ist, daß die Zahl der ordentlichen Mu glieber biesmal sowohl im Binnenlanbe wie in ben Küstengebieten gewachsen ist, und baß auch die Jahresbeiträge abermals zugenommen und zum erstenmale die Summe von Mk. 150,060 überschritten baden. Die Gesamtauaoabe belief sich auf Mk. 199,846,32 gegen Mk. 203,640,32 in 1897/98. Von der uns erteilten Ermächtigung zur Anschaffung eines Dampfrettungsbootes haben wir auch im Be­richtsjahre noch keinen Gebrauch gemacht, da wir unsere abwartende Haltung nach Lage der Dinge noch nicht aufgeben können. Heber die Ausführung der tn Köln Geschloffenen Maßnahmen ist folgendes zu berichten: 1. Die auf die Prämiierung bezüglichen Bestimmungen sind zusammengestellt und den Kürtenbezirksvereinen zugestellt worden. 2. Die Anregung, nachträglich solchen Personen, die schon vor dem Bestehen der Gesellschaft Rettungen ausgeführt haben, Prämien zu verleihen, hat der Vorstand nicht weiter verfolgt, weil ihm dahin­gehende Anträge nicht zugcgangen sind. 3. Die Rettungsstation Büsum ist mit dem gewünschten internationalen Signalbuch nebst Flaggensystem ausgerüstet worden. Ein weiteres Bedürfnis hat sich dis soweit nicht herausgestellt. Der nach dem Beschlüsse des Gesell schafts Ausschuffes im Jahre 1897 gebildete HnterftützungSfond be­trug am 31. März Mk. 100,179,37. Im Berichtsjahre find auS diesem Fond an 4 Vorleute, 4 Bootsmänner und 4 Wittwen Unter­stützungen von zusammen Mk. 1100 gezahlt worden. Der Boots­mann der Station Kloster, B. Schluck, empfing im Einvernehmer, mit der Verwaltung des BeztrksvereinS Stralsund wegen einer Ver­letzung, die er sich zugezogen hatte, eine einmalige Unterstützung von Mk. 300, obgleich die Voraussetzungen des Beschlusses deS Gescll- schafts Ausschusses vom Jahre 1881 nicht Vorlagen. Der Vorstand bittet um nachträgliche Genehmigung. Zu den Preisen und Stift­ungenEmile Rodin" haben wir folgendes zu bemerken: a. Die Ehrengabe von Mk. 400 hat der Kapitän R. Nierich, Führer des bremischen DampfersAller" für die Rettung der aus 10 Personen bestehenden Besatzung der norwegischen BarkAmerika" erhalten, b. Den Preis von Mk. 200 hat die Rettungsmannschaft von Helgo­land für die Rettung von 20 Personen von dem englischen Vollsch.ffe Four Winds", Kapitän Grant, erhalten, c. Die Gaben an fetb1-1 minderjährige Waisen weiblichen Geschlechts von Bootsleuten unserer Gesellschaft sind im Betrage von Mk. 100 auf Sparkassenbücher der alten Sparkasse in Bremen eingezahlt worden, d. Die sechs jähr­lichen Pensionen von je Mk. 100 sind an sechs bedürftige Wittwen von Vorleuten unserer Rettungsstationen verteilt worden, e. Ebenso die sechs jährlichen Pensionen von je Mk. 100 an sechs Vorleute unserer Bootsstationen, die wegen hohen Alters ober Jnvalibität ihren Abschied haben nehmen müssen, f. Die Gabe von Mk. 200 aus der StiftungBelohnung für Kindesliebe* erhielt die Tochter beS früheren Vormannes Krause in Neusähr. Im Laufe des JahreS hat unser Ehrenmitglied, Herr Emile Robin, unserer Gesellschaft eine siebente Stiftung überwiesen: ein Kapital oon Mk. 30,000, besten Auskünfte im Betrage von Mk. 1000 jährlich dazu dienen fallen, jeder Tochter eines Vormanns einer BootSstation der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, die einen Seemann heiratet, ober jedem Mädchen, das einen Bootsmann der Deutschen Gesell­schaft zur Rettung Schiffbrüchiger heiratet, eine gute Wanduhr und eine fchöngebundene HauSbibel zu fchenken. Aus der ersten Seite der Bibel soll geschrieben stehen: Geschenk von Herrn Emile Robin zur Hochzeit von ... und . . . Der Vorstand hat auch diese Stiftung mit herzlichem Dank an den Stifter entgegengenommen. In nächster Zeit werden 6 Paare Geschenke aus dieser Stiftung erhalten. Die Zahl der für den Dienst der Rettungsstationen be- ftimmten Fernsprech- Verbindungen ist um eine vermehrt worden und beträgt gegenwärtig 29. Sämtliche Rettungsstationen find in ge­wohnter Weise von unseren Inspektoren besichtigt worden. Auch haben unter ihrer Leitung mehrfach Hebungsfahrten und Hebungen mit dem Raketenapparat stattgefunden. Mit den Rettungs-Gesell­schaften fremder Länder haben wir, wie seit Jahren, durch freund­schaftlichen Austausch von Druckschriften und dergl. m. verkehrt. Wir übergeben Ihnen, geehrte Herren, nunmehr den in gewohnter Weise zusammengestellten Bericht über das Geschäftsjahr 1898/99, indem wir allen unseren Mitgliedern und allen, die sonst uns Gaben haben zukommen lasten, herzlich banken unb um bie Erhaltung deS unfern Bestrebungen bisher bewiesenen frcunblichen Interesse bitten.

Gott segne das Rettnngswerk!

Bremen, am 29. Mai 1899.

Der Vorstanb ber Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Theob. Gruner, Dr. Nebelthau,

Vorsitzer. Schriftführer.

Pmswtiming öro hessische« iaudmktschaftsrits.

Getreide (Lokoprerse für 100 Kg. gute marktfähige Ware Je nach Qualität.)

Frankfurt a. M., 29. Mai.

Weizen, hiesiger.....

Roggen, husiger.....

Gerste, Wetlerauer ....

Hafer, hiesiger.....

Raps.......

Heu und Stroh (Notierung vom Heu- unb Snohmarkt zu Franfutt «. M., per 100 Kg. loko Frankfurt.) 7. April.

Heu.......

Rogaenstroh (Langstroh)

Bieh (amtliche Notierung am Schlacht­viehhof zu Frankfurt vom 10. April).

Ochsen.

a. vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacktwertes bis zu 6 Jahren

b. junge fleischige, nicht ausgemästete unb ältere ausgemästete .

o. mäßig genährte junge, gut genährte ältere ......

d. gering genährte jebm Alters

Nulle«.

a. vollfleischige, höchsten Schlachtwertes b. mäßig genährte jüngere unb gut ge­nährte ältere.....

c. gering genährte .

Kühe ». Kärfe« (Stiere «. Ninber).

a. oollfleisch., auSgemäst. Färsen (Stiere unb Rinber) höchsten Schlachtwertes

b. vollfleischtge, aus gern. Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren

o. ältere ausgemästete Kühe unb wenig gut entwickelte jüngere Kühe u. Färsen

d. mäßig genährte Kühe unb Färsen . e. gering genährte Kühe unb Färsen .

Kätver.

a. feinste Mast- (vollm. Mast) unb beste Saugkälber.....

b. mittlere Mast- unb gute Saugkälber c. geringe Saugkälber .

d. ältere gering genährte Kälber (Fresse,) Schafe.

a. Mastlämmer u jüngere Masthämmel b. ältere Masthämmel .

o. mäßig genährte Hammel unb Schafe (Merzschafe).....

Schweine.

a. vollfleischige der feineren Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis Vf* I.

b. fleischige......

c. gering entwickelte, sowie Sauen und ausländische Schweine (unter Angabe der Herkunft).....

'n. Eber.......

Heutige Preise. Mk.

DorwöchU.

Preise. Mk.

16 5016.70

16.5016.75

15.50-15.70

15.50-16.00

. .

- .

15.40-16.00

15.50-16.00

----.----

.

Notierung

5.20-6.20

aucgeblUben

3.60-4.20

Bezahlt wurde für 50 Kg.

(1 Ctr.) Sc!

dlachtgewicht:

6365

65-67

59-60

60-62

5055

53-57

.

.

53-55

54-56

49-51

60-52

.

.

60-62

61-63

56-58

58-60

45-46

46-48

35-37

36-38

31-34

33-37

Für/a Kg.

Schlachtgew.

Pfg.

Pfg-

76-80

7680

70-74

70-74

60-64

60-64

.

.

60-62

60-62

53-56

5356

.

54

53

52

51-52

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Mehlpreise.

Mehl nach Qualität: Weizenmehl, hiesiges Nr. 0 Mk. 25.50 bis 26.00, feinere Marken 28.50 bis 29.00 Nr. 1 24.50 bis 25.00, feinere Marken 25 50 bis 26.00, Nr. 2 Mk. 23 50 bis 24.00, feinere Marken Mk. 24.50 diS 25.00 Nr. 3 21.50 bis 22.00, feinere Marken 22.50 bis 23.00, Nr. 4 19.00 bis 19.50, feinere Marken 20.00 bis 20.60. Roggenmebl, hiesiges Nr. 0 Mk. 2400 bi« 24.50, Nr. 1 Mk. 21.50 bis 22.00, Nr. 2 Mk. 15.50 bis 16.00. Alles per 100 Kilo tncl. Sack loko hier.

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in Muschenheim, in Lich, Lich bberstadt, in Eberstadt, Eberstadt Ober-Hörgern, in Ober-Hörgern unb Ober-Hörgern Kreisgrenze Des 2. Baubezirks,

Md ber Strecken:

in Obbornhofen, Bellersheim TreisMünzenbera, Bettenhausen -Muschenheim, HungenUtphe, in Utphe und UtpheKreisgrenze

3. Baubezirks,

ffil im Submissionsweg vergeben tiirben und find Angebote bis

'I«stag de« 6. Mi I. Js.,

vormittags 11 Uhr,

in Amtszimmer des Unterzeichneten, loselbst die Bedingungen zur Einsicht rfen liegen, einzureichm.

Meßen, am 30. Mai 1899.

Llc Großherzogl. Kreisbauinspektor.

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