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wird es den Veranstaltern des billigen Vergnügens wohl leid sein, die zivilisatorische Mission Englands in ein Licht gesetzt zu haben, das mehr als ein zweifelhaftes, denn als ein schmeichelhaftes bezeichnet werden kann.
— Aus Samoa bringt der „Reichsbote" einen Brief eines Marinesoldaten von der Besatzung S. M. S. „Falke", der zuerst die bekannten Vorgänge in den Tagen der Beschießung schildert und dann fortfährt: Es ist geradezu unmöglich, die namentlich von den Engländern ausgeübten Gemeinheiten, Anmaßungen, Schurkereien und Schlechtigkeiten gegen die Deutschen zu schildern. Wer nicht selbst mitten drin steht in den Verhältnissen, hält es für unglaublich, daß ein Volk, das mit einem anderen offiziell im Frieden lebt, gegen dessen Angehörige hier draußen der- «rttge Sachen unternehmen kann; es ist Aehnliches wohl »och nie in der Welt passiert, und tieftraurig wäre es, wenn Deutschland sich an irgend einer Stelle in der Welt noch einmal derartiges bieten lassen müßte; man möchte wirklich Platzen vor Wut und Scham, wenn man mit ansehen muß, daß Reichsangehörige, zu deren Schutz man da sein soll, hier von diesen Briten sich als dumme Jungen behandeln j lassen müssen. Ich wollte, daß die Herren vom Reichstage, die damals gegen die Marinevorlage stimmten, nur den zehnten Teil der Demütigungen erlebten, die unser Kom- Mandant, unser Konsul, wir Deutschen alle hier haben I durchmachen müssen und noch durchmachen — die würden Augen machen. — Die weiteren, unter dem unmittelbaren | Eindruck der Ereignisse geschriebenen Schilderungen spiegeln I deutlich die grenzenlose Erbitterung der Deutschen über das I gewalttätige Auftreten der Engländer und Amerikaner I wieder, und es ist aus dieser Stimmung heraus wohl be- I -reiflich, daß auch die nachher als unglückliche Zufälle nach- 1 gewiesenen Beschädigungen des deutschen Konsulats und der | französischen Mission als absichtliche Verletzungen des Völker- I rechts gelten. In dem Brief heißt eS dann u. a.: Unser I Kommandant hat dann wenigstens durchgesetzt, daß die I Mission geschont wird; die Schwestern (größtenteils Fran- 1 zösinnen, ebenso wie die Pater) waren schon rein wahn- I flnntg vor Angst. Von Engländern und Amerikanern wurden I schroff abgewiesen, so daß die Deutschen sich ihrer an- I »ehmen mußten. Da die Straßen ganz dicht mit englischen I «nd amerikanischen Posten besetzt sind, so ist zum Passieren I derselben ein von einem englischen Offizier ausgestellter I Paß erforderlich. Solchen Paß besitzt jeder Engländer und I Amerikaner, auch wenn ihm der Verbrecher aus dem Ge- I W sieht, ferner die meisten Dänen, die sich hier der eng- I lischen Deutschenhetze angeschlossen haben. Aber kein Deutscher I bekommt einen Paß, und wenns der harmloseste ist, nicht I einmal die Frauen. Und hätten die Deutschen doch wohl I den größten Anspruch darauf. Von ihnen wohnen viele in I den Bergen. Infolge der plötzlichen Schießerei haben sie nichts. I Nicht einmal ihr Bargeld reiten können; jetzt ist ihr Besitz- I tum ausgeplündert, und doch bekommen sie auch jetzt noch I feine Erlaubnis, ihre Wohnungen aufzusuchen, um zu retten, I **as noch zu retten ist. Ihre einzige Bewegungsfreiheit ist I fcer Weg zwischen zwei Posten (10-15 Schritt) und auch da werden sie noch oftmals von der Straße ins Haus ver- I wiesen. Nur zu gewissen Zeiten ist der Weg zu ben Booten I so weit offen, daß sie sich nach unendlichen Schwierigkeiten I mit den Wachen auf den „Falke" begeben können. Selbst unser Kommandant, der doch als deutscher Soldat und I höchster Offizier der hier anwesenden Streitkräfte eines I Landes, welches mit keiner der hier beteiligten Mächte im I Kriege liegt oder auch nur die von den Engländern und I Ämerifanern als Rebellen bezeichnete Mataafa-Partei be- I güustigt, volle Bewegungsfreiheit haben sollte, hat nur einen I , Paß für eine ganz beschränkte Strecke erlangen können und I das auch erst nach großen Schreibereien. Und wie viel I Deutsche sind nicht schon verhaftet worden unter ganz blöd- 1 sinnigen Verdachtsgründen! Unser Kommandant hat sie zwar alle sreigekriegt, aber nur unter der Bedingung, daß I i sie sich auf „Falke" aufhalten, an Land werden sie sofort I i verhaftet. L
Lokales und Provinzielles.
Gießen, den 1. Mai 1899.
** Som Sprachvereine. Daß wir zur Bezeichnung roher Zerstörungswut den Ausdruck „Vandalismus" gebrauchen, ist, bei Licht besehen, höchst tadelnswert; waren doch die Vandalen ein deutscher Stamm, und zwar nach dem Zeugnisse der Geschichte, der edelsten einer. Wohl plünderten sie Rom im Jahre 455, wodurch jene Benennung veranlaßt ward; aber zunächst bedenke man, daß die Kunde darüber von den erbittertsten Feinden der Germanen, von den Römern selbst, herrührt, welche beiden Völker damals auch kirchlich in schärfstem Gegensätze standen: die Römer waren Katholiken, die Vandalen aber Arianer, wie auch die Gothen. Römische Berichte zu ungunsten der Deutschen sind daher stets mit demselben Mißtrauen zu betrachten (und das gilt auch selbstverständlich von Eäsars Angaben), wie französische Schilderungen der Unthaten deutscher Krieger im Jahre 1870. Jedenfalls aber reichte jene Plünderung bei weitem nicht an das Maß des Unglückes hinan, das die Römer über Karthago, Korinth und viele andere Städte zu verhängen sich nicht gescheut hatten. Uebrigens rührt das ungerechte Schmähwort Vandalismus nicht von den Römern her; erst vor 100 Jahren prägte es der zur jakobinischen Partei des französischen Konvents gehörige Bischof Gregor von Blois. Und wir Deutsche, deren Land Jahrhunderte hindurch von den Franzosen verwüstet ward, wie es durch Hunnen, Madjaren und Mongolen kaum schrecklicher geschah, wir nehmen eine solche Bezeichnung gehorsamst in unseren Wörterschatz auf, und unser völkisches Ehrgefühl sträubt sich nicht, mit dem Namen eines unserer Heldenstämme etwa die Greuel der Horden Ludwigs XIV. zu benennen! Ob irgend ei» anderes Volk sich selbst so beschimpfen könnte?
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Austsnö.
Oesterreich-Ungarn. Für die Regierung des Grafen Thun, die angstvoll alle deutschen Regungen in Oesterreich verfolgt, läge der größte Anlaß vor, gewissen russen- freundlichen Neigungen unter den österreichischen Slaven mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Gelegentlich scheint den Behörden allerdings ein gewisses Bedenken aufzusteigen. Im Krainer Landtage haben die Slovenen ein Realschulgesetz nur zu dem Behufe geschaffen, um an der bestehenden Staats-Oberrealschule der slovenischen Sprache das Uebergewicht zu verleihen und den staatlichen Einfluß »uf die Anstalt zurückzudrängen. Ja, der Abgeordnete Lenarcic verlangte sogar, daß an der Anstalt die russische Sprache gelehrt werde, deren Kenntnis für jeden gebildeten Slaven unerläßlich sei. Als darauf der Landespräsident Baron Hein bemerkte, diese übertriebene Bedeutung habe die russische Sprache in Oesterreich Gott sei Dank noch nicht, verwahrte sich der Kanonikus Kalan gegen das „Gott sei Dank' sowohl, als auch gegen die eigentümliche Art und Weise, m der sich der Vertreter der Regierung über die russische Sprache geäußert habe. - Es ist überaus bemerkenswert, »aß die Forderung nach Ausnahme der russischen Sprache in den Lehrplan nun auch im Landtage Bon Krain aus- Ä « 9QT ni?‘ l°"g-r Seit gab -s in jkrain eine .r^oboft Propaganda, und neuestens hat man sich bemüssigt gesehen, gewissen nach dem Ausland- gravitierenden Bestrebungen in Süd-Dalmatien eine verschärfte Aus- merksamkeit zuzuwenden. 1
Prag, 29. April. D-r »Politiken- zufolge wird das Exekuttv-Komttee der Rechten am 18. Mai gleich nach den Pfingstfeiertagen Konferenzen in Wien abhalten, um nach der Ansicht der Regierung auf Grund des § 14 eine SprachenverordnNng für Böhmen z» Wege z« bringen.
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I ** Der Verband deutscher Brieftanden-Liebdaber-Verei hat für das Abschießen und Fangen von Wände, Falken, Hühnerhabichten und Sp erb erweibche. Pro 1899 wiederum eine Prämie von 2000 Mk. ausaelek Diese 2000 Mark gelangen anfangs Dezember 1899 nai , dem Verhältnis der eingelieferten Fänge zur Verteilung । Zur Erhebung eines Anspruches an dieser Prämie müll^ die „beiden Fänge" eines Raubvogels, nicht der aaU- Raubvogel, bis spätestens Ende November 1899 dem L,; bands-Geschäftsführer W. Dördelmann zu Hannover-Lind-> franko eingesandt werden. Die Läufe sind bis fUn üb/- bem ersten Gelenk abzuschneiden, sodaß ein kleiner kranz stehen bleibt. Es wird gebeten, die Fänge zu jammA und der Porto-Ersparnis halber zusammen einzusenden, sw ber Absendung wolle man bie Fänge gut börren. Sendunani die irgend welche Spur von Verwesung verraten, miffer ohne weiteres bem Feuer überwiesen werben, und kowm,» ! deshalb nicht in Anrechnung. Nur die Fänge genannter Raubvögel könne» Berücksichtigung finden.
•• Verkehrswesen. Vom 1. Mai ab treten im Bries verkehr zwischen Deutschland und den beut (he, Schutzgebieten (Kamerun, Togo-Gebiet, Deutsch-SüdM- afnka, Deutsch-Ostafrika, Deutsch-Neu-Guinea, Marschall. Inseln und Kiautschou), sowie im Briesverkehr zwischen bei deutschen Schutzgebieten untereinander bie Taxen in Kraft welche innerhalb Deutschlands gelten, nämlich: Briefe.......bis 15 Gr. '
über 15 bis 250 M
’ I De» Vorsitz bei diesen Konferenzen »erbe» die Vertreter : 1 des tschechischen Volkes haben.
Laibach, 29. April. Dem „Slowenik" zufolge stehen I überraschende Veränderungen in der inneren Politik bevor, I welche ihren Ausgangspunkt in dem Erlaß eines Sprachen- I Verordnungsgesetzes nehmen sollen und welchen die Demission I des Grafen Thun folgen werde. Diese überraschenden I Maßnahmen würden den Slowenen i» keinem Falle zum I Vorteil gereichen.
Budapest, 29. April. Die Regierung hat alle Vor- I bereitungen für bie sofortige Aufstellung ber ersten Batterien | für bie bewilligte Honveb-Artillerie getroffen.
M.P.C. Frankreich In ASniäreS ist kürzlich eine neue I kugelfeste Brustpan zerplatte versucht worben. Der I Panzer ist 12 Zoll hoch, 9 breit, bei einer Dicke von 1«/, Zoll. I Die Stahlplatte liegt zwischen 2 Polstern ynb ist für sich | allein V4 Zoll stark. Das Gewicht beträgt 73/4 Pfunb. I Geschossen würbe barauf mit einem kleinkalibrigen Mauser- I gewehr in einer Entfernung von 70 m. Kein Geschoß durch- schlug ben Panzer, ebensowenig später auf bie Hälfte ber I ersten Entfernung. — Im übrigen haben alle bie kugelfesten I Panzer nichts Geheimnisvolles an sich, fonbern obige Resultate I werben sich mit jeber gut gearbeiteten Stahlplatte von I obiger Dicke erreichen lassen, besonbers wenn bie erste Kraft ■ I des Geschosses burch ein bavorliegenbes Polster geschwächt I wird. Gerade diese Polster sind, welche das Gewicht der | Platten so besonders erhöhen und dadurch ihre kriegsmäßige I Verwendung gänzlich unmöglich machen, denn es ist wohl I von dem an sich schon so belasteten Soldaten nicht zu verlangen, daß er sich zu all dem übrigen noch weitere 7—8 Pfund auf den Tornister schnallt.
Paris, 29. April. Paty de Elam hat Paris nicht I verlassen. Er wird sich heute nachmittag bem Kassation-- I Hose Vorsteven.
Paris, 29. April. Der „Figaro" setzt heute bie Ver- I öffentlichung der Aussage Esterhazy vor dem Kassa- I tionshofe fort. Derselbe erklärte, er habe unumstößliche I Beweise in Händen, daß seine Sache auch die gemeinsame I Sache des Generalstabes sei. Heber das Bordereau ver- I weigerte er jede Auskunft. Er kommt sodann auf den I englischen Journalisten Strong sowie den Redakteur des I „Figaro" zu sprechen, welche beide behaupteten, von Ester- I hazy das Geständnis gehört zu haben, er sei der Verfasser I des Bordereaus.
Belgien. Bis zum 1. oder 2. Mai wird, so meint I man, ber Grubenarbeiter-Aus staub noch wachsen, I innerhalb ber nächsten acht Tage aber seine Beilegung finden. I Die ausländischen Kohlen beginnen nämlich massenhaft ein« I zutreffen. Mehrere Werke, die den Betrieb eingestellt oder I eingeschränkt hatten, konnten ihr Personal wieder zurück- I rufen. Die Regierung hat, um die Versorgung ber Gewerbe I mit Kohlen zu förbern, auf bie Einfuhr ber fremben Kohlen I den Tarif angewandt, ber sonst nur für bie ausgeführten I Kohlen gilt. Die Jnbustrie spart daburch 50 v. H. ber I gewöhnlichen Transportkosten bei ber Kohleneinfuhr. Die I Maßregel soll sogar rückwirkenbe Kraft haben unb sich auf I alle feit Beginn bes Ausstanbes eingeführten Kohlen er- I strecken. — Die Sozialisten planen zum 1. Mai in ben I vier Kohlbecken große Kundgebungen; doch werden voraus- I sichtlich bie Behörben Versammlungen auf offenen Platzen I untersagen.
M.P.C. Holland. Für ben Militärb ien st in den I ostindischen Besitzungen sind im 1. Quartal 1899 angeworben: I 239 Holländer, 34 Deutsche, 42 Belgier, 7 Schweizer, I 1 Luxemburger, 2 Oesterreicher, 1 Ungar und 1 Norweger, I zusammen 327. Aus dem holländischen Heere traten 45 I Unteroffiziere und Gemeine über, so daß bie Gesamtem- I stellung 372 betrug. An Hanbgelb unb Gratifikation würben I hierfür bezahlt 74,240 Gulben.
Warschau, 29. April. Nach erfolgter Haussuchung I würbe ber Herausgeber bes „Kurjer Warczawski", Löwen- I t h al, unb ber Petersburger Korrespondent desselben Blattes, I ' Olschowski, verhaftet.
über 250 bis 350 „ 20 H
Dieselben Taxen gelten vom 1. Mai ab nach und voi den deutschen Kriegsschiffen im Auslande sowie dem deutsche, Marinelazareth in Jokohama bei der Beförderung du'ch das Marine-Postbureau in Berlin. Für Briefe mGewch von mehr als 15 bis einschließlich 60 Gramm, welche ai die nicht Offiziersrang besitzenden Personen ber Schiffs, besatzungen unb bie im Dienste der Marine stehendci Militärpersonen vom Feldwebel abwärts (einschließlich btt Besatzungstruppen im Schutzgebiet Kiautschou) gerichtet fuü oder von diesen Personen herrühren, bleibt der ermäßigte Portosatz von 10 Pfg. bestehen. Geschäftspapiere, Waren proben und eingeschriebene Briefsendungen werden durch dar Marine-Postbureau nicht befördert. Diejenigen Seudnngti an Personen der Schiffsbesatzungen usw., bei welchen bei Absender außer durch Angabe des Bestimmungsortes noch durch einen näheren Adreßvermerk (z. B. postlagernd oder durch Adresse einer bestimmten Person) die Zuführung im gewöhnlichen Postwege verlangt hat, unterliegen wie bishc- dem Weltpostvereinsporto.
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x Bom Lande, 30. April. „Gewitter im Frühling bedeuten ein gutes Jahr" pflegt man auf dem Lande zi sagen. Hoffentlich bewahrheitet sich das Wort auch dieses Jahr. An Gewittern hat es im April nicht gefehlt. Auch gestern nachmittag blitzte und donnerte es wieder fast unaufhörlich, und stellenweise ging der Regen in Strömen hernieder. Dadurch hat sich die Luft merklich abgekühlt, sodaß in den Häusern die Oefen wieder in Thätigkeit %t- setzt werde» mußten. Wenn sich auch infolge des Regenwetters die Frühlingsarbeiten etwas verzögern, so ist doch der Landwirt grade nicht bös darüber. Die Obstblüte wird dadurch immer noch zurückgehalten, was für unsere Gegend sehr wünschenswert ist. Sämtliche Obstarten sind reichlich mit Tragknospen behangen, und es wäre schade, wenn — was bei zu frühzeitigem Aufbrechen leicht zu befürchten ist — die mit Recht so gefürchteten Mai-Nachtfröste die Hoffnung auf eine reiche Obsternte zu Nichte machen würden. Verkehr, Land- und Volkswirtschaft.
— LebenSverficherrrngSbemk für Deutschland In «otha. Die Geschäftsergebntss- der Gothaer LebenSverstcherungSbant, 6<r ältesten uud nach ber Versicherungssumme größten unter ben deutsch"« Anstalten dieser Art. find auch im Jahre 1898 wieder recht günstig gewesen. Reue TooeSsalloerstcherungen — schlechthin auf CefcenljeU oder mit Abkürzung auf ein bestimmtes Lebensjahr — würben 1» Betrage von 43,282,500 Mk. abgeschlossen; efl tft dteS der höchste JahreSzugang seit Bestehen der Bank. Insgesamt warm Ende vorigen JahreS 90909 Personen mit 752,871,800 Mk. ctxW Die tatsächliche SterbefallauSgabe von 13,311,420 Mk. Wf’ um 2,704,484 Mk. hinter dem erwartungSwäßigen Betrage zmva. Der reine Jahresüberschuß stellt sich auf 8,787,627 Mk. not; ist ebenfalls der höchste, den die Bank bisher erreicht hat. Zu diesem Ergebnis hat neben dem Gewinn auS unterrechnungSmLßtgerEt"b lichkeit unb neben dem überrechnungsmäßtgen Zinsertrag befonba» der Umstand beigetragen, daß die VerwaltungSkosten auf dem außer' ordentlich niedrigen Satz von nur 5,06 Proz. der JahreSeimiadrm gehaten werden konnten. Die Fonds ber Bank erreichten die M' von 240,980,029 Mk. worunter fich die al» Sicherheitsfonds zuruL gestellten Ueberschüste der leiten Jahre mit 38,339,286 Mk. befinde Hiervon kommt gemäß den Bestimmungen der Bankoerfasstwg Jahre 1899 eine Dividende von 8.376,230 Mk. zur Au-tetlung, welcher die einzelnen Bankmitglieder je nach Art unb Alter ihrer Versicherung mit 30 bi« 137 Proz. bet im Jahre 1894 eingezahltl» JahreS-Normalprämie teilnehmen. Im ganzen hat bie Bank währen« ihrer nun 70jährigen Wirksamkeit bereits 328 Millionen Mark a» fällig gewordenen VerficherungSsnmmm avSgezahlt unb 166 iNW- Mark al» Diotbenbe an ihre Versicherten »urückgewährt.
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