der ihnen bevorstehenden trostlosen Zukunft mehr Leute durch Ablegung des Examens zur Verfügung stellen als notwendig wäre. Durch die alljährliche Abhaltung von Examen und den speziell hierfür eingerichteten Vorbereitungskursus der Landesbaugewerkschule dahier, werden viele jüngere Leute bewogen, sich dtdsem Examen zu unterwerfen und sich im Staatsdienst provisorisch verwenden zu lassen, denn der durch Ablegung des Examens verliehene Titel „Bauaufseheraspirant" erscheint nicht geeignet, dem jungen Bautechniker bei einer Bewerbung um eine nichtstaatliche oder Privatstelle förderlich zu sein. Bei den heute bestehenden trostlosen Verhältnissen werden diese Leute bei ihrer provisorischen Verwendung und bei geringer Besoldung (1200 bis 1356 Mark, während ihre angestellten Kollegen jährlich 2000 bis 2800 Mark Gehalt beziehen, alt und grau und die Ernährer einer größeren Familie, ohne eine gesicherte Zukunft vor Augen zu haben. Ja, es kann vorkommen, daß sie wegen längerem Kranksein entlassen und wenn sie kein Privatvermögen besitzen, der öffentlichen Armenpflege zur Last fallen, denn die Jnvaliditäts- und Altersversicherung wird sich ihrer nicht annehmen, weil sie von der Versicherung ausgeschlossen sind. Ein Rücktritt aus ihrer Stellung fällt den Leuten schwer, da ihnen immer die Hoffnung vorschwebt und sie damit getröstet werden, daß bald eine Besserung in den Verhältnissen eintreten werde. Außer der von den Bauaufseheraspiranten erstrebten Stellenvermehrung könnte der trostlosen Lage dieser Beamten dadurch abgeholfen werden, daß an Stelle der jetzigen Bauschätzer (meist Handwerker) des Brandversicherungsinstituts, die in einzelnen Kreisen jährlich über 5000 Mark an Gebühren beziehen, in jedem Kreise resp. in je zwei Kreisen ein mit den Schätzungen betrauter Beamter angestellt würde, dem alsdann auch die Aufnahmen kleinerer Brandschäden und die Feuervisitationen rc. übertragen werden könnten, wodurch der hessische Staat resp. das Brandversicherungsinstitut bedeutende Ersparnisse machen würde.
△ Mainz, 31. Januar. Auf Requisition der Behörden in Dresden wird der hier verhaftete Juwelendieb Reiff nebst der ihn begleitenden Amerikanerin nach dorten ausgeliefert werden. Bei dem Vernehmen des Gauners hier ist man auf den Verdacht gekommen, daß Reiff identisch mit der Persönlichkeit ist, welche im verflossenen Dezember in Köln einen Brillantenschwindel ausgeführt hat, durch welchen ein Kölner Juwelier um Brillanten im Werte von 5000 Mk. gekommen ist. Reiff leugnet zwar, den Gaunerstreich ausgeführt zu haben, doch paßt das Signalement der Kölner Polizei ziemlich genau auf ihn. Um genaueres festzustellen, ist der Kölner Polizei jetzt eine Photographie von dem Gauner übermittelt worden.
Mainz, 31. Januar. Der Mainzer Karneval- Verein veranstaltet am nächsten Sonntag, 5. Februar, in der mit humoristischem Feinsinn glänzend dekorierten „Narrhalla", die an sich schon eine Sehenswürdigkeit bildet, eine Fremdensitzung, die zweifellos die Krone der diesjährigen, stets wohlgelungenen karnevalistischen Veranstaltungen bilden wird. Die Mitwirkung der bewährtesten Karnevalsredner ist gesichert. Da auch die närrischen Lieder, die im Chorus gesungen werden, aus den Federn der beliebtesten Karnevalslyriker stammen und die Eröffnungsszene, die bei ihren wiederholten Aufführungen jedesmal stürmischen Beifall errang, am Sonntag ebenfalls über die Bühne gehen wird, ist den Besuchern der Fremdensitzung Gelegenheit geboten, das fröhliche Mainzer Karncvalsleben und Treiben von Grund aus kennen zu lernen und sich von Herzen daran zu erfreuen.
A Aus dem Grobherzogtum Hessen, 31. Januar. Die Agitation gegen das von der Regierung den Ständen vorgelegte neue Weinsteuergesetz ergreift täglich weite Kreise und zwar regt sich neben Rheinhessen jetzt auch die Provinz Starkenburg, welche durch die Rebenhügel an der Bergstraße gleichfalls an der Frage der Weinbesteuerung beteiligt ist. Außer den Weinproduzenten und Winzern protestieren hauptsächlich kaufmännische Kreise gegen die geplante Steuer und liegen sowohl den Handelskammern in Mainz, Worms und Bingen sowie mehreren sonstigen kaufmännischen Korporationen zahlreiche Eingaben ihrer Mitglieder vor, worin um Stellungnahme zu der Gesetzesvorlage ersucht wird. In Rheinhessen sind für die nächsten 14 Tage in vielen Weinbauorten schon Protestversammlungen an- beraumt, die größtenteils von den Bürgermeistern geleitet werden und zu welchen Einladungen an die betreffenden Abgeordneten ergangen sind.
Vermischtes.
* Die Schraube ohne Ende. Alfred Eapus schreibt im „Figaro": „Jedermann in Frankreich wünscht das Ende der Affaire Dreyfus." Das ist eine stehende Redensart in den Kammern, in den Salons, auf der Straße, in den Zeitungen. Und — eine reizende Sache — seit es offenkundig ist, daß jedermann das Ende der Affaire wünscht, ist das Ende von Tag zu Tag weniger abzusehen. Wir haben gegenwärtig Untersuchungen , Gegen - Untersuchungen und Ober-Untersuchungen, ohne ein Dutzend schwebender Prozesse sowie diejenigen Untersuchungen und Prozesse zu zählen, die unfehlbar aus allen diesen Untersuchungen und Prozessen hervorgehen werden. Denn jeder Prozeß erzeugt eine Untersuchung, die ihrerseits wieder fünf oder sechs stürmische Sitzungen der Kammer veranlaßt, welche wieder einen Monat Preßpolemik Hervorrufen, worauf notwendigerweise zahlreiche Versammlungen stattsinden. Nun, dies alles wäre gar nicht erklärlich, wenn wirklich jedermann, wie behauptet wird, das Ende der Affaire wünschte. Genau das Gegenteil scheint mir die Wahrheit zu sein. Niemand in Frankreich wünscht das Ende der Affaire Dreyfus. Wir haben uns allmählich an sie gewöhnt und sie ist in unsere Sitten eingegangen. Man spricht jeden Tag über den Kurs der Affaire Dreyfus wie über die Kurse der Börsen und der
Banken. Es giebt heutzutage Leute, die über die Affarre zeden Tag mindestens eine Stunde lang sprechen müssen; die Mode-Aerzte sind bereits daran, diese Hebung zu empfehlen. An dem Tage, wo es keine Affaire Dreyfus mehr gäbe, würden sich die Franzosen ganz verdutzt ansehen und wüßten nichts mehr miteinander zu reden. Es gäbe eine allgemeine Niedergeschlagenheit, und das Leben böte keine Art von Interesse mehr. Das ist der Grund, warum alle Franzosen, durch ein stillschweigendes Einverständnis und trotz alles Scheins, beschlossen haben, daß die Affaire Dreysus niemals enden solle. Denn wenn jedermann, wie das Gerücht wissen will, entschlossen wäre, ihr ein Ende zu machen, so würde man sich wahrscheinlich anders benehmen." — Der Spötter Eapus hat Recht; jetzt Hal sogar die Regierung sich denen beigesellt, die für die Verschleppung der Affaire ins unendliche arbeiten. £
• Die Bestattung des Kolumbus. In Sevilla hat bekanntlich am 20. Januar die Bestattung der von Havanna herübergeschafften Neste des Kolumbus mit aller Feierlichkeit stattgefunden. Die Neugier des Publikums war so groß, daß alle Werkstätten und Bureaus geschlossen waren. Eine ungeheure Menschenmenge hielt die Ufer des Guadalquivir und alle Straßen, die der Zug durchziehen mußte, besetzt. Die Balkone der Häuser waren mit prächtigen Teppichen ausgelegt und zum Teil mit Trauerabzeichen ver- ehcn. Die Truppen der Garnison bildeten Spalier, während auf dem Fluß alle Schiffe halbmast geflaggt hatten Um 10t/3 Uhr traf die „Giralda" vor der San Telmo-Treppe ein und gab einen Salutschuß ab, der sofort von den Batterien erwidert wurde. Dann begannen die Glocken der Kathedrale zu läuten. Inzwischen hatten sich in den bei genannter Treppe errichteten beiden Pavillons die amtlichen Vertreter eingefunden, und als nun die Matrosen eine Lauf- irücke hergestellt hatten, begab sich der Herzog von Veragna mit einem Notar an Deck des Avisos, wo er vom Kommandanten empfangen und in die Kapitänskajüte geleitet wurde. Hier stand auf einer entfalteten Fahne der Sarg mit dem sterblichen Teil des großen Weltentdeckers, von zahlreichen Kränzen umgeben, die von verschiedenen Körper- chaften auf den Azoren, wo der „Conde de Venadito" angelegt hatte, gespendet worden waren. Der Herzog von Veragua empfing die Schlüssel und verzichtete auf eine nochmalige Oeffnung des Schreines, der darauf nach Unterzeichnung des notariellen Aktes von vier Matrosen aufgehoben und zu einer Kanonenlafette getragen wurde, während las Schiff Salut feuerte und der Erzbischof seinen Segen pendele. Der Zug setzte sich darauf in folgender Form in Bewegung: Vorauf ritt eine Abteilung Gendarmerie, dann am die Ehrenbatterie, Karmeliter- und Franziskaner-Mönche, )te Geistlichkeit mit den Kreuzen aller Kirchen; hierauf folgte )er Sarg, dessen Schleifen von höheren Offizieren gehalten wurden, dann die Militärkommissionen, der Stadtrat, das Konsularkorps und die übrigen Vertreter. Das Kavallerie- Regiment Alfonso XII. schloß den Zug. In der Kathedrale angekommen, stimmten Chor und Orchester die große Messe von Eslava an, worauf nach feierlichen Exequien der Sarg in die Krypta getragen wurde. Der Alkalde, dem vorher die Schlüssel ausgehändigt waren, übergab sie nun dem Erzbischof. Darauf defilierten die Truppen, womit die amtliche Feier ihr Ende erreicht hatte. Als merkwürdig erwähnt >ie „Köln. Ztg." noch, daß die dominikanische Republik, die bekanntlich glaubt, daß sich der echte Sarg des Weltentdeckers noch in Santo Domingo befindet, ihren Konsul in Sevilla aufgefordert hatte, der Feier durchaus fern zu bleiben, worauf dieser, ein Spanier, in einer patriotischen Aufwallung seine Entlassung kabelte.
• Das Hospitalschiff der Vereinigte« Staaten „Solace" wird man in Europa demnächst bewundern können. Während man bisher die Verstärkungen für die Philippinen stets über den Stillen Ozean geschickt hat, wird „Solaee" mit den Kanonenbooten „Castine" und „Princeton" den Weg über Gibraltar durch den Suezkanal nehmen. Man machte in Amerika viel Aufhebens von der Umwandlung des Handelsdampfers „Creole" in das Lazarettschiff „Solace", man gab ihm den schönen Namen, der zu deutsch „Trost" bedeutet, und beschrieb es spaltenlang. Namentlich aber sonnte man sich im Glanze der Humanität, der in diesem Prachtstück im hellsten Lichte strahlte, und immer wurde besonders hervorgehoben: Dieses Lazarettschiff sei das erste seiner Art und das allein beweise die humanen Gedanken der amerikanischen Kriegsführung. Zunächst aber hat man von einer großen Tätigkeit der „Solace" während des Krieges wenig vernommen. Dann aber ist die Behauptung, die Vereinigten Staaten hätten zuerst Lazarettschiffe ausgerüstet, die'den Flotten folgen, eine echte Jingo-Bramabasade. Bereits vor mehr als einem Vierteljahrhundert gab es solche Schiffe, die dem Amerikaner sogar in mancher Beziehung überlegen waren. „Solace" ist 6000 Tonnen groß und kann 14 Meilen laufen. Als im Jahre 1866 der italienische Admiral Conte Persano von Arcona aus seine Expedition gegen Lissa unternahm, ganz ähnlich wie die Amerikaner von Key West ge.;en Santiago, nur mit dem Unterschied, daß die Italiener Lissa sofort mit allen Kräften energisch angriffen, befand sich in feinem Geschwader auch ein Lazarettschiff, der Schraubendampfer „Washington". Zwar war er nur 1400 Tonnen groß, aber um wenigstens zwei Knoten schneller als „Solace", und das will etwas bedeuten, wenn man bedenkt, daß vor 32 Jahren solche schnellen Schiffe eine Seltenheit waren.
* Einiges aus der amerikanischen Statistik Man schreibt den „M. N. N." aus New-Iork, 2. Januar: Die Zahl der Lebensmüden, die im letzten Jahre in diesem gelobten Lande Hand an sich legten, wird auf 5920 berechnet und zwar 4286 männliche und 1634 weibliche Personen. Im Vorjahre belief sich die Ziffer der Selbstmörder auf 6600. Unter den Selbstmördern befanden sich 44 Aerzte, 13 Bankiers, 8. Prediger, 7 Journalisten, 6 Advokaten, 2 Schauspieler, 2 Künstler. Als Selbstmordursachen wurden fest-
gestellt: Lebensüberdruß 3023, Geistesstörung 438, graues Elend 168, eheliches Unglück 157, verzweifelte Liebe 196, Geschäftssorgen 110; in 1828 Fällen konnte das Motiv nicht ergründet werden. Als Werkzeug der Selbstvernichtung dienten diesen Lebensmüden: Gift in 2526, Pulver und Blei in 2037, der Strick in 787, Messer und Dolche in 75, die Räder eines Bahnzuges in 50, Dynamit in 3, Hunger in 4, Wasser in 354, Flammen 26, Sturz aus dem Fenster in 58 Fällen. Die Zahl der Morde war 7840, was einen erheblichen Rückgang gegen die vorhergehenden Jahre ergiebt, denn in 1897 waren es 9520, 1896: 10652 und 1895: 10500. Als Ursachen für die Morde werden angegeben: Streit in 3867, Eifersucht in 1205, Trunkenheit in 795, Raub in 1224, Kindermord in 248, Wahnsinn in 89, Selbstverteidigung in 33, Streikursachen und Aufruhr in 297 und Verfolgung von Banditen in 82 Fällen. Sogenannten Lynchgerichten fielen zum Opfer 122 Männer und 5 Frauen oder der Rasse nach 23 Weiße, 102 Neger und 2 Indianer; die einzelnen Staaten sind beteiligt wie folgt: Arkansas 17, Mississippi 15, Süd- Carolina 14, Alabama und Georgia je 12, Kentucky, Louisiana, Missouri und Tennessee je 6, Oklahoma 5, Nord- Carolina und Virginia je 4, Indian Territory, Texas und Wyoming je 3, Maryland 2, Alaska, Florida, Illinois, Indiana, Kansas, Montana, Neu-Mexiko, Virginia und Washington je 1. Hinrichtungen fanden statt: 109, und zwar in den Südstaaten 72, in den Nordstaaten 37. Die Delinquenten waren 60 Weiße, 48 Neger und 1 Chinese. Durch Unglück verursachte Todesfälle gab es 7345, und zwar durch Feuer 1672, Ertrinken 3110, Explosionen 629, Grubenunfälle 580, Gebäudeeinsturz 597, Cyklone und andere Stürme 502 und Blitzschlag 255. Die Bahn endlich hat 3550 Menschenopfer gefordert, eine Zunahme von 826 gegen 1897; die Zahl der Verletzten war 2616 gegen 2428 in'1897. Das Meer verschlang infolge von Schiffbruch 3655 Menschen und auf Jnlandgewässern verunglückten tn gleicher Weise 75 Personen, ein Mehr gegen 1897 von 1307. Defraudanten und Fälscher haben 5 851 263 Dollars beiseite gebracht, während im Vorjahr derartige Gauner 11248084 Dollars erbeuteten. Unter den Betrogenen befinden sich Städte und Counties mit 976846, Banken mit 2501891, Darlehensvereine mit 349800, Postämter mit 21143 Dollars Verlust. Unter den Betrügern sind 2, die je über 500000, 1 der 400000, 2 die je 300000, 4 die je 200000 und 9 die je 100000 Dollars ergatterten. Der Feuerdämon verursachte im Laufe des Jahres einen materiellen Verlust von 133135670 Dollars; 1897 betrug er 129001737 und 1896 nur 111856067 Dollars. Für wohlthütige Zwecke an öffentliche Institute wurden beinahe 10 Millionen weniger hergegeben als in 1897, nämlich nur 27 984900 Dollars gegen 37 612814 Dollars im vergangenen Jahre. , . ~ .
* Charakteristisch für amerikanische Zustande ist ein Zwiegespräch aus der letzten Stadtratswahl in Chicago. A.: „Ich sage Ihnen, er ist absolut ehrlich, er hat keinen to/ dafür bekommen, daß er für die Stadtbahnverorduung gestimmt hat, keinen Cent." B.: „Gerade deswegen will ich den Menschen nicht als Vertreter meines Distrikts im Stadtrat, der Kerl ist zu dumm."
* * Flugmaschinen in Amerika. Es wird aus New-Dort berichtet, daß in dem Festungsdienst der Vereinigten Staaten ausgedehnte Versuche mit Flugmaschinen unternommen werden sollen, für die vorläufig 100000 Mk. ausgesetzt sind. Es wird auch erwartet, daß die mit einem Ballon vereinigte Flugmaschine des Dr. Danilewski aus Charkow, die in Rußland bedeutendes Aufsehen gemacht hat, nach Amerika wandern wird, um dort weiteren Versuchen unterworfen zu werden.
Universitäts-Nachrichten.
— Heidelberg. Pros. Dr. Walter König vom Frankfurter Physikalischen Verein hat einen Rus an die hiesige Universität all Professor der theoretischen Physik erhalten.
— Marburg. Der Prioatdozent Dr. Eugen Enderlen an der hiesigen Universität ist zum außerordentlichen Professor ernannt worden. mt
— Bonn. An unserer Universität hat sich Dr. phil. Bin» alS Prioatdozent für Chemie habilitiert.
— Straßburg. Man schreibt der „Franks. Ztg. : „Kampf ums Recht", wenn auch nicht um ein buchstäbtrch fixtrtcß Recht, bewegt zur Zeit lebhaft die akademischen Gemüter in Straß» bürg. Der Senat will die Berörde-ungsoerhäliniffe der Privit- dozenten zu außerordentlichen P,of«ssoren in einer Weise regeln, W für die Mehrzahl ein „Niemals" bedeuten würde. Abgesehen vo« der begreif! chen allgemeinen Verstimmung in den Kreisen der Bt- troffenen herrscht besondere Erbitterung darüber, daß diese Neu» regelung sich auch auf die unter der Voraussetzung der bisherige» befferen Cbancen habilitierten Dozenten erstrecken soll, während sonst tn allen LebenSverhältnisien bei analogen Eingriffen, falls sie unvermeidlich sind — was für Straßburg nicht einmal zutrifft — durch Uebergangsbestimmungen den Forderungen der Gerechttg- feit möglichst Genüge zu leisten versucht wird. Die Privatdozentai stehen vermöge ihrer passiven Stellung im Organismus der Hoch> schule einer solchen „Reformatio in pejus* machtlos gegenüber. wird abzuwarten sein, ob wirklich die akademischen Behörden dm Satz: „Macht geht vor R-cht" zur Richtschnur ihre! Handelns n-hmen, und vor allem, ob derartige Beschlüsse die Bestätigung der reichSländischen Regierung finden werden. n
— Wien. Der Prioatdozent an der hiesigen Unioersuv, Dr. Anton Pelikan, ist zum außerordentlichen P ofissor der Mineralogie an der deutschen Universität in Prag ernannt worden.
— Prag. Zum außerordentlichen P ofessor der Zahnheilkunde an der hiesigen böhmischen Universität wurde der Privaldoza' Dr. Eduard Nessel ernannt.
— Zürich. Zum Professor für Geographie am eidgenössisch^ Polytechnikum ist vom BundeSrate der bisherige P ivatbozent f» dieses Fach Dr. Jakob Früh gewählt worden. — In der mebi|W* ischen Fakultät der hiesigen Hochschule hat sich Dr. Rudolf Höbtt für Psychologie habilitiert. ______________________
— Den unstreitig ersten Rang unter den deutschen Thee- geschästen darf bte F rma Meßmer (Kaiser!. Kgl. Hofi. B rlio uoo Frankfurt a. Main) beanspruchen. Durch Güte und Gieichmäßv k.it ihrer berühmten Mischungen, hat Meßmer Thee in den feinfim Kreisen Eingang gefunden und empfiehlt sich von selbst weit«- Prodepackete ä 60 und 80 Pfg. sind Kennern empfohlen; Niederlage» durch Plakate kenntlich.
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