Ausgabe 
1.12.1899 Zweites Blatt
 
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1890

Freitag den 1 Dezember

Amts- und Anzersedlutt fflt den "Kreis Gieszen

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Orsttsdeitagek: GreKearr FsmilltMMer, Drr hesirfchr Landwirt, Kiisiter für heische UolkskunSe.

«drrffe für Depeschen: Anzeiger fttoftta« Fernsprecher Nr. 51.

Gewerbevereins Grünberg statt, wozu stch viele Mitglieder, auch aus den umliegenden Ortschaften, ein­gefunden hatten. Hauptgegenstand der Tagesordnung bildeten die Vorstandswahlen. Herr Vorschußkasserechner Dippel, welcher seither als Vorsitzender den Verein leitete, lehnte eine Wiederwahl ab, und wurde an Stelle desselben Herr Spenglermeister Heinrich Kaiser einstimmig gewählt. Zum Stellvertreter des Vorsitzenden ernannte die Ver­sammlung Herrn Steinmetz A. Leonhard, zum Rechner Herrn Friedrich Ritter und als weitere VoestandSmitglieder Herrn Wasserwerksverwalter Walther zu Queckborn und einen Herrn aus Weitershain. Im Verlaufe der Ver­handlungen wurde die Abhaltung von Monatsversammlungen angeregt, und es sollen solche künftig zur Abwechslung in verschiedenen Orten des Bezirkes tagen. Wie früher, so ist auch für diesen Winter die Veranstaltung von Vortrags­abenden geplant.

x Grüuberg, 29. November. Herr Gerichtsvollzieher Hefner hier wurde in den Amtsgerichtsbezirk Mainz ver- setzt und wird in Kürze unsere Stadt verlassen. Derselbe hat sich durch die Art und Weise der Ausführung seiner Dienstobliegenheiten in hohem Maße die Achtung der Be­völkerung des Bezirkes erworben, und man sieht den tüch­tigen, liebenswürdigen Beamten nur ungern von hier scheiden.

Lauterbach, 29. November. DerLauterb. Anzeig." schreibt: Es ist uns in dankenswerter Weise der nach­stehende Privatbrief einer deutschen Dame in Prätoria zur Verfügung gestellt worden, welcher von allgemeinem: Interesse sein dürfte, da er u. a. die erbitterte Stimmung selbst der eingewanderten Fremden gegen die Engländer widerspiegelt und die Schlacht bei Elandslaagte, wo Oberst Schiel verwundet wurde, erwähnt:Prätoria, 26. Ok­tober 1899. Lieber Onkel und Tante! Soeben höre ich, daß heute nachmittag wieder einmal Briefe nach Europa geschickt werden, und so will ich Euch doch auch noch ent kleines Lebenszeichen zukommen lassen. Ich bin seit vier Wochen mit Louischen in Prätoria und wir sitzen mitte» im Krieg. Ihr habt jedenfalls schon alles aus den Zeitunge» gelesen. Vorige Woche sind alle englischen Einwohner, Frauen und Kinder, über die Grenze gebracht worden, sie mußten ihre Geschäfte, Häuser und alles stehen lassen, den» verkaufen kann man in so einer Zeit ja nichts mehr, und nur schnell machen, daß sie wegkamen. Einzelne habe» auch ihr Vaterland abgeschworen, und sie durften natürlich bleiben. Vorigen Samstag war eine furchtbare Schlacht; 600 Buren haben zehn Stunden gekämpft gegen 6000 Briten, da die Buren auf Hilfe warteten und diese nicht kam, mußten sie sich zuletzt übergeben. Aber im allgemeinen ist bis jetzt der Sieg auf unserer Seite; die Buren haben schon drei englische Festungen eingenommen. Hier vom Onkel sind auch drei Söhne im Krieg und der Onkel (der Schwager der Briefschreiberin) selbst ist auch dort beim Roten Kreuz und zugleich Feldprediger. Gestern bekamen wir eine Depesche, daß alles noch gesund ist. Willem (der Ehemann der Briefschreiberin) ist noch in Johannesburg; er wollte nicht haben, daß ich dort blieb, da er hier in Prätoria sicherer ist, denn Prätoria ist von acht Festungen (Forts) umgeben. Es kommen jetzt täglich englische Kriegsgefangene und Ver­wundete. Vorigen Sonntag kamen 243 Gefangene hier an; man kann sie jetzt täglich sehen die Heuchler und Be­trüger, aber jetzt sind sie zahm, sie fressen aus der Hand. Wie lange der Krieg noch dauert, weiß man ja noch nicht. Wenn wieder Gelegenheit ist, werde ich Euch wieder schreiben; wir bekommen jetzt keine Briefe mehr von Enropa, denn die Engländer haben in Kapstadt alles festgehalten. Dieser Brief geht mit einem französischen Schiff über Delagoa- Bai. Mit der Kleinen geht es recht gut, sie ist voller Dummheiten, ebenso geht es mir gut. Angst kennen wir hier nicht, so lange wir nur noch was zu esien bekomme» können, ist's gut."

Laubach, 27. November. Gutem Vernehmen nach wird gegenwärtig der Plan zur Gründung eines Alumnates in Laubach wieder eifrig betrieben. Es soll eine in streng christlichem Sinne geleitete Heimstätte für Schüler des hie­sigen Gymnasiums gegründet werden. Wie dieN. H. V." hören, begegnet der Plan vielfachem Widerspruche aus de» Kreisen der hiesigen Bürgerschaft, die ihre Interessen durch die Errichtung einer solchen Anstalt gefährdet sieht. Man bezweifelt das Bedürfnis eines solchen Konvikt s, da a» guten und sorgfältig geführten Pensionen in Familien kein Mangel ist. Auch in der lokalen Presie ist der Plan des Alumnates schon eifrig bekämpft worden.

m. 283 Zweites Blatt

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Bei den Verwundeten von Elandslaagte.

Bon großem Interesse für die Verurteilung der modernen Kriegswaffen müssen natürlich die Er­fahrungen sein, die in dem gegenwärtigen Kriege auf beiden Seiten mit den Verwundungen gemacht werden. Der auf den Kriegsschauplatz entsandte Spezial-Berichterstatter des B. L.-A." konnte hierüber bereits auf Grund eigener Wahr­nehmungen in den englischen Hospitälern einige Feststellungen treffen, die er in dem nachstehenden, über Kapstadt gekom­menen Briefe näher beschreibt. Der Brief hat folgenden Wortlaut:

Eigentümlich ist es, wie rasch die Verwundeten von den Schußwunden genesen. Teils wird dies der vorzüglichen Pflege, zum großen Teile jedoch den neuen Magazingewehren zuzuschreiben sein. Oberst Schiel, der durch das linke Oberbein geschossen war und die ganze Nacht unter einem Mantel, den einer der Gordon Hi.hlanders über ihn geworfen hatte, auf dem Schlachtfelde bei Elandslaagte liegend, zugebracht hat, ist jetzt, nach 14 Tagen, ziemlich fähig, ohne Krücken zu gehen. Er klagte mir gegenüber nur über Schmerzen im unverletzten Unterschenkel, speziell in den Sehnen. Der Mann ist ganz ergraut. Graf Zeppelin ist leider durch einen Schuß in den Kopf sofort ge­tötet worden; Leutnant von Albedyll schwer durch die Brust ge­troffen, soll im Burenlazareth bei Dundee liegen, von Wichmann ist nach Prätoria vor dem Kampfe zurückberufen worden.

Ich kabelte Ihnen diese Vorgänge, die jedoch alle aus meinen De­peschen gestrichen wurden. Man ist englischerseits sehr erbittert, so viele Deutsche und speziell frühere Offiziere auf der Burens, ite anzutreffen. Ich fürchte, daß es manch einem schlecht ergehen wird, der gefangen wird, der deutschen Armee angehörte und für den, nachdem er nun auf der Burenseite angerroffen wurde, diplomatische Intervention unmöglich erscheint.

Jin englischen Hospital in Wynberg habe ich einen braven Gordon Highlander gesehen; er mar durch den fiopf in der Augenhöhe geschossen. Man wollte ihn bereits begraben; nach drei Tagen knm er jedoch zu sich und fängt nun an, sich zu erholen. Alle Verwundeten behaupten, keinen Schmerz bei Verwundungen verspürt zu haben, außer vielleicht das Gefühl eines scharfen Nadelstiches. Manche sollen noch bis 400 Meter weitergestürmt sein, bis sie plötzlich ein Gefühl der Müdigkeit überkam, das sich infolge starken, zunächst nicht zum Bewußtsein kommenden Blut­verlustes einstellte. Dies sind die Verwundungen durch die von den Buren verwendeten Mausermagazingewehre. Der Eintritt der Wunde ist nicht viel größer als ein Zwanzigpfennigstück (alte Silbermünze), der Austritt der Kugel denn sie dringt beinahe immer durch fleischige Teile läßt eine kaum erbsengroße Wunde zurück.

Die Dum-Dum-Kugel ist angeblich bisher nicht von England verwendet worden. In Wirklichkeit ist die hierfür ausgegebene Patrone die gewöhnliche Lee Metford-Patrone, an der Spitze mit dünnen Nickel- plättchen bedeckt, durch welche das Blei des Mantels dringt, so eine schwere Wunde erzeugend. Der englische Soldat schneidet nun was bisher gegen Weiße nie geschah vor der Schlacht mit seinem Messer einen scharfen Einschnitt in Kreuzform in die Spitze des Bleimantels, die dann beim Eindringen die Wirkung eines Widerhakens hat Jetzt wird nur die einfache Lee Metford-Patrone mit gehärteter Spitze ver­wendet. Ebenso, obwohl neulich probeweise verwendet, sind die explo­siven Liddite-Granate und -Shrapnels bisher noch nicht regle­mentsmäßig, sollen aber nun in Gebrauch kommen. Wenn ich mich nicht täusche, ist Corditt das Sprengmittel, mit dem sie gefüllt sind.

Es wird von englischen Zeitungen behauptet, daß die Buren trotz Unterstützung durch deutsche Artilleristen denn diese sollen überall spuken schlecht scbießen. Die unmöglichsten Berechnungen und Stati­stiken werden aufgestellt, die alle auf falscher Voraussetzung beruhen. Nimmt man als Grundlage einen der neulichen Kämpfe, in dem zirka «000 Buren im Gefechte waren, und nimmt man einen Durchschnitt von 50 Schuß innerhalb sechs Gefechtsstunden für jeden Mann an, so giebt dies 800000 Schüsse. Natürlich sollen einige ,der Buren ihre gesamten 100 Patronen verschossen, andere vielleicht nur wenige Schüsse abge­feuert haben, manche sind überhaupt nicht ins Treffen gerückt. Die Artillerie ist hierbei nicht in Rechnung gezogen. Verwundete und Tote auf englischer Seite waren auf 80 Mann angegeben. Es bedurfte also zirka 4000 Schüsse von feiten der Buren, um einen Mann auf eng­lischer Seite kampfunfähig zu machen- Diese Berechnung läßt zur Ge­nüge erkennen, was von jenen Behauptungen der englischen Blätter zu halten ist. _____________________________________________________

Males und Provinzielles.

Gießen, 30. November 1899.

** GeschichtSkalerider. (Nachdruck verboten.) Dor 190 Jahren, am 1. Dezember 1709, starb zu Wien Abraham v. Santa Clara. Originell als Kanzelredner und Schriftsteller, wahrheitsliebend, frei­mütig und unerschrocken, übte er durch feinen stets treffenden, nie verletz mden Witz und feinen bilderreichen Humor ungemeine An­ziehungskraft auf alle ©länbe aus. Schiller verherrlichte ihn in »Wallensteins Lager" (Kapuztnerpredigt).

Empfang. Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen am 29. November u. a. den Direktor des Lud- wigs Georg Gymnasiums zu Darmstadt Dr. Mangold, den Polizeiassessor Kraemer, den Kreisrat von Heppen­heim Dr. Göttelmann, den Präsidenten deS Ober. Konsistoriums Dr. Buchner. .

'* Ruhestaudsversetzung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 29. November den Landgerichtsdirektor bei dem Landgericht der Provinz Oberheffen, Karl Wiener, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen, treuen und ersprießlichen Dienste mit Wirkung vom 1. Januar 1900 an m den Ruhe­stand zu versetzen.

Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 29. November den Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Rhein­hessen, Wilhelm Bücking, zum Landgerichtsdirektor bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen mit Wirkung vom 1. Januar 1900 zu ernennen.

* * Der Sprechverkehr zwischen Gießen und Hof­geismar ist eröffnet worden.

Stadttheater. Emil Richard, der am gestrigen Abend mit seinemLebrecht" inUnser Doctor" einen wo­möglich noch größeren Erfolg hatte wie am Abend vorher alsBräsig", wurde vor einigen Tagen von Sr. Majestät dem König von Sachsen für den 6. Dezember ds. Js. zu einer Privat-SoirLe nach Dresden eingeladen, in welcher Herr Richard außer Reuter-Interpretationen auch einige Kouplets singen wird, u. a. eines, welches Herr Richard in der morgigen PosseEhrliche Arbeit" einzulegen beabsichtigt. Einen ganz beispiellosen Erfolg hatte Herr Richard gestern abend als Lebrecht mit seiner Kouplet-Einlage, in welcher der Künstler mehrere Verse infolge des frenetischen Bei­falles improvisierte. Es dürfte also auch in dieser Hinsicht das morgige letzte Gastspiel des Herrn Hofschauspielers Emil Richard von größtim Interesse sein, und ist zu hoffen, daß dasselbe dem trefflichen Künstler und der Direktion noch einmal ein vollbesetztes Haus bringe.

Bose Aussichten. Wir haben in letzter Zeit mehr­fach Mitteilungen machen müssen, daß die Preise für Waren zuerst Petroleum, dann der Reihe nach Kohlen, Lederwaren, Uhren aufschlagen. Jetzt kommt eine neue diesbezügliche Nachricht, nämlich daß infolge Rückganges der Wollschafzucht Wollen und Garne nach und nach um 80 Prozent gestiegen sind. Welcher Artikel wird nun an die Reihe kommen.

* Von hessischen Behörden werden steckbrieflich ver- folgtr Bernhard Barkowskt, angeblich aus Bad Ktfsingen, zuletzt tn Mainz, wegen V-rbrrchens bezw. Vergehens gegen SS 267, 26fr 263, 47, 73 des Neichsstrafgefetzes vom Großh. Untersuchungsrichter I zu Mainz; Arbeiter Jakob Braden aus Büdesheim wegen Unter­schlagung vom Großh. Amtsanwalt zu Gießen; Schreinergeselle OSkar Christensen aus Kopenhagen wegen Hausfriedensbruchs und Schreiner Johannes Heiser aus KriegShetm wegen Stttlichkettsver- brechens, sämtlich von Großb. Staatsanwaltschaft Mainz; Metzger­geselle Heinrich Dewald aus Weisenau wegen Straf Vollstreckung vom Großh. Amtsgericht Wöllstein; Johann Lucka aus Ober-Roden wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht Wald-Michelbach; Fuhrknecht Ernst Fechner aus Jüritz wegen Diebstahls von der Polizeiverwaltung Bingen; Maurer Philipp Fröhlich aus Nieder- wiesm wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht Alzey; Schmiedgeselle Michael Hauch auS Ilvesheim aus gleichem Anlaß vom Großh. Amtsgericht Lorfch; Maurer Josef Kreß auS Niederöder- Hohrn und Artist Robert August Psydyz aus Frankfurt a. M., beide wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht Offenbach; Hausbursche Johann Meter ans Borkendorf wegen Strafvollstreckung vom Großh. Polizeiamt Bad-Nauheim; Schreiner Johann Meyer aus Ltchtenau wegen Strafvollstreckung vom Großb. Amtsgericht Offenbach; Bäckergeselle Karl Möser auS Ludwigshafen wegen Strafvollstreckung von Großh. Amtsgericht Bingen; Fabrikant Richard Pacharzewsky aus Magdeburg wegen Urkundenfälschung von Großh. Untersuchungsrichter II zu Da.mstadt; Handlungsretsender Georg Pollack, angeblich aus Stuttgart, wegen Betrugs und Schneidergeselle Friedrich Streik aus Mössingen wegen Unter­schlagung von der Polizeiverwaltung Worms; Schuhmacher Johann Reitenspteß aus Kleinschwarzenlohe wegen Diebstahls von Großh. Staatsanwaltschaft Mainz; Taglöhner und Erdarbeiter Stanislaus RogalSkt aus Hannover wegen Diebstahls von Goßh. Staats­anwaltschaft Gießm; Fritz Schneider aus St pshausen wegen Unterschlagung von Großh. Amtsanwalt zu Büdingen; Gärtner Otto Giegerich aus Oberrad, Schausteller Philipp Reich ar dt aus Hanau, Schausteller Paul Jakob Unrath aus Heidenheim und Tag- löhner Theodor Vogeler aus Neckarsulm, sämtlich wegen Straf­vollstreckung vom Großh. Amtsgericht Offenbach; Taglöhner Wilhelm Schnürtng aus Gustaosburg wegen Strafvollstreckung von Großh. Amtsgericht Darmstadt I; Dienstknecht Ernst Seidler aus Stolzen­fels und Dienftknecht Friedrich Seidler von da, beide wegen Straf- Vollstreckung von Großh. Amtsgericht Oppenheim; Seifensieder Alfred Waller Stengert aus Danzig wegen Betrugs und Dienstknecht Philipp Weber aus Asselhetm wegen Betrugs, beide vom Großh. Amtsanwalt zu Alzey; Dienstmagd Anna Weiß aus Saalstadt wegen Strafvollstreckung von Großh. Amtsgericht Wörrstadt; Metzger und Taglöhner Nikolaus Rüddel aus Mallstadt-Burdach wegen Unterschlagung, Marie Oberle, Ehefrau von Wilhelm Bender aus Griesheim wegen Diebstahls, Hausbursche Richard Ebe aus Grüntngen wegen Diebstahls und Hausdiener und Kondiior Franz Williams aus London wegen Betrugs, sämllich von Großh. Amtsanwalt zu Worms; Dienstmagd Pbilipptne Goller aus Würtingen wegen Diebstahls und Gärtner Hermann Paul Wenzel aus Schleitz wegen Betrugs, beide vom Polizeiamt Mainz; Dirne Heinrich Schmidt Ehefrau Elisabeth geb. Dengler aus Sparneck, Taglöhner Heinrich Groß aus Worms, Dienstknecht Friedrich Reinhard aus Glens- dorf, Fahrbursche Johann Heinrich Cr oll mann aus Gau-Bickelheim und Zimmermann Anton Heinrich Wilhelm Schmitt auS Seifeld, sämtlich wegen Strafvollstreckung von Großh. Amtsgericht Mainz.

x Grünberg, Ende November. Im GasthausZum englischen Hof" hier fand am oerfloffenen Sonntag Nach­mittag die diesjährige Generalversammlung des