Ausgabe 
1.12.1899 Erstes Blatt
 
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* St. Zohau« a. d. S., 28. November. Ein Rekrut

s

wird.

Arbeiterbewegung

Kündigung eingereicht.

im

vom

Lebensjahr: 2.15. Jahr

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von 75 Pfg. bis 18,65 per Meter.

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G. Henneberg, Seiden-Fabrikant (k. u. k. Hoti.) Zürich.

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THEE-MESSMER

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Görlach.

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Darmtuberkulose Blutgefäßentartung Krämpfen Verunglückung__

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Konfektion.

Weihnachts- Ausverkauf.

Anfertigung nach Mass.

Taschentücher mit feiner Nadelspitze, zierliche Pantoffeln in . * St. Zohau» a. d. S., 28 November. Em Rekrnt

Leder mit Goldstickerei u. s. w. Es wird jeder kunstsinnigen | de-^ hiesigen^ 7. UlanenregtmeMs^^lteß^sich^ nachts^ m der Dame ein Vergnügen sein, sich die wunderschönen Sachen ~r r **-f- anzusehen. Wir haben die Hoffnung, daß wie in vielen anderen Städten, wo schon Ausstellungen stattfanden, auch hier der Sache ein warmes Interesse entgegen gebracht

* Transvaalabend. Wie gestern bereits im Inseraten- I (------------- -

teil bekannt gegeben, ist der Billetverkaus für den am nächsten I Sachsen dreißig Kinder geboren hat. Montag im Stadttheater stattsindenden Transvaal- f ~ "

abend eröffnet worden. Die Karten sind in der Ricker- schen, sowie in der FreeS'schen Buchhandlung erhältlich.

An der Abendkasse tritt eine Erhöhung von 20 Pfg. pro | Billet ein. Den von Herrn Dir. vr. Otto in Offenbach verfaßten, auf die Bedeutung des Abends verweisenden Prolog wird Frl. Haussig vom hiesigen Stadttheater sprechen. Alle für den Abend benötigten Requisiten sind aus allen Kreisen unserer Bürgerschaft dem Ausschuß un­entgeltlich zur Verfügung gestellt worden. Auch der Herr Vortragende, Herr Ingenieur Dieseldorf, hat sich ohne Entgeld in den Dienst der guten Sache gestellt. Ueber seinen letzten Vortrag im Göttinger Theater, welcher vor ausverkauftem Hause stattfand, lesen wir u. a. in den dortigen Blättern:Das außerordentliche Interesse an dem Geschick der Buren, das in allen Kreisen der Bevölkerung bei uns in Deutsche land rege ist, trat bei dem gestrigen Vortragsabend im Stadtpark eklatant zutage. Schon eine Viertelstunde vor Beginn war der große Saal bis auf den letzten Platz be­setzt, und zahlreiche Besucher, die später kamen, konnten kaum noch einen Stehplatz erhalten. Herr Dieseldorf aus Mar­burg sprach in überaus fesselnder Rede über Land und Leute von Transvaal auf Grund eigener Anschauung. Zu dem zweiten Teile des gebotenen Programms, der Licht­bilderdarstellung, die Herr Dreger inszenierte, sprach Herr Disselhoff den begleitenden Text. In 17 großen Tableaux wurden die beiden bedeutendsten Städte Transvaals, das ländliche Prätoria, die Hauptstadt, und das großstädtisch moderne Johannesburg, Schachttürme, Poch- und Cyanit- werke vomRand" nebst Szenen aus dem Leben der Be­wohner vorgeführt. Eine ganz besondere, aber sehr an­genehme Ueberraschung war die Zugabe von 6 Bildern aus unserer neuesten Erwerbung, dem einst vielumstrittenen Samoa." Möge der Transvaalabend auch bei uns eine

Nähe seiner Kaserne von einem Staatsbahnzug ü b e r f a h r e n und blieb auf der Stelle tot. Als Grund zum Selbstmord wird Heimweh vermutet. Armer Kerl?

* Dresden, 29. November. Der Direktor des könig- lichen statistischen Bureaus zu Dresden hat mittelst der Standesamts - Zählkarten festgestellt, daß eine Frau in

Neueste Meldungen.

Depescben deS Bureau .Herold'.

Berlin, 30. November. Die BerlinerNeuesten Nach­richten" melden aus London: Der Truth zufolge hätte die Königin Viktoria dem Kaiser auf seine Bitte versprochen, im April auf der Rückreise von Bordigheks dem preußischen Hofe in Potsdam oder in Koblenz einen Besuch zu machen.

Berli», 30. November. Aus Vlissingen wird ge­meldet, dieHohenzollern" kam auf der hiesigen Rhede gestern nachmittag 23/t Uhr an. Unter dem Salut von 33 Schüffen trafen bald darauf die beiden Königinnen von Holland zur Begrüßung des Kaiserpaares ein. Um 4 Uhr 50 Min. setzte das Kaiserpaar die Weiterreise nach Potsdam fort.

Berlin, 30. November. In den Fraktionen des Reichs­tages soll, wie ein parlamentarischer Berichterstatter meldet, allgemeine Uebereinstimmung darüber herrschen, daß die Anträge der sozialistischen Fraktion zum Koali­tionsrecht abgelehnt werden sollen.

Bremen, 30. November. Der hiesige protestantische Verein nahm in einer großen Versammlung nach dem Vortrage des Pfarrers Althaus aus Basel über Freiheit und Ordnung in der Kirche einstimmig eine scharfe Protest-Resolution gegen das Vorgehen des Konsistoriums in Hannover im Falle Wein- gart an.

Wien, 30. November. Die Gerüchte von der Demission des Kabinetts Clary werden jetzt amt­lich dementiert.

Wien, 30. November. Die politische Situation in Oesterreich beginnt sich zu verschlimmern. Das Kabinett Clary wird sich gegen die vereinigte slavische Majorität kaum halten können. Die Krone ist fest ent­schlossen, sich auf die Deutschen zu stützen. Sollte Clary weichen müssen, so würde an seine Stelle ein General berufen werden, der dieselben Aufgaben hatte wie das jetzige Kabinett. Heute soll eine aus Vertrauens­männern der Deutschen und Tschechen bestehende Verständi­gungs-Konferenz zusammentreten. Es wird darauf Wert gelegt, zu betonen, daß die Konferenz wohl mit Wiffen, aber nicht unter Zustimmung der Regierung tagt.

Kopenhagen, 30. November. In hiesigen Hofkreifen wird erzählt, Prinz Harald, der dritte Sohn des Kronprinzen, werde sich mit der Königin Wil­helmine von Holland verloben.

Oppenrod, den 29. November 1899.

Großherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. Balfer.

Elberfeld, 29. November. Die Lohnbewegung der Weber des Wuppertals nimmt weiteren Fortgang. Nachdem erst vor kurzem Ausstände der Weber bei den Firmen Julius Engel u. Co. in Elberfeld und Ewald Langerfeld u. Co. sowie Dahl unb Hunsche m Barmen durch Bewilligung der erhöhten Lohnforderungen der Arbeiter beigelegt worden sind, haben jetzt auch 37 Weber der mechanischen Plüsch­weberei von Bingen u. Co. Hierselbst höhere Lohnforderung gestellt. Da die Firma dem Verlangen nicht entsprochen hat, haben die Arbeiter bte

bericht.

Mitteilung des Ergebniffes der stattgehabten Kaffenrevision.

Bewilligung von Unterstützungen.

Desgleichen von Prämien an Dienstboten.

Die Pfennig-Sparkaffe.

Beratung und Festsetzung neuer Statute«.

Erbauung eines neuen Sparkaffengebäudes.

Wahl des Sparkaffendirektors und des Stellvertreters.

Wahl von Ausschußmitgliedern.

Gießen, am 28. November 1899.

Direktion des Spar- «ud Leihkafse-VereinS.

I. E.: Wiener.

Tages Ordnung:

Vorlage der von Großh. Ober-Rechnungskammer geprüften und ab- geschaffenen Rechnung für 1897.

Desgleichen der vorgeprüften Rechnung für 1898 nebst Rechenschafts»

Ober-Bessingen, den 28. November 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Bessingen. Kühn.

iMts.

iovembn 1899.

Mch Pros. Pflugs rdentlichen Professur. ei ff et, gegenwärtig Sburg in Ostpreußen, hören, wird gelegerü- SteinS Garten fiatt- oliftin eine ehemalige iefc, eine

a. M., mitwirken. : Bekanntenkreis hat, 1 fr interessieren.

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der Vorstand der htige Sinder von der iszuschließen. Dieser i gefallen, er konnte da sich schwere Mih- otttnben Andrang der nur daß der Verein j einer für bie Be­il Beamtenzahl sowie

Gottesdienst brr israelitischen KeligiorttgesrWchaft.

Sabbathfeier am 2. Dezember 1899.

Freitag abend 4 Uhr, Samstag vormittag 8®> Uhr Predigt, nachmittags 8 Ubr, Sabbathausgang 6 Uhr

WochengotteSdienst morgens 7 Uhr, abends 4 Uhr.

Gottesdienst ht der Synagoge.

SamStag den 2. Dezember 1899.

Vorabend 4ro Uhr, morgens 9 Uhr Predigt, nachmittags

Uhr, Sabbathausgang 5,s Uhr

Gestern abend bot sich den Bewohnern des Stadt­theaters ein Anblick, wie er glücklicherweise höchst selten vor­kommt: Das Haus war von gähnender Leere; trotzdem em Gast von gutem künstlerischen Rufe auftrat, der am Abend vorher sogar schon mit großem Erfolg gespielt hatte. Woran dies lag, wollen wir hier nicht untersuchen. Vielleicht war das Stück dem Namen nach hier gar nicht bekannt. Aber die Wenigen, welche es sich angesehen haben, sind hochbe­friedigt nach Hause gegangen. Der Gast war schlechthin vortrefflich in der Rolle des niederdeutschen Schmieds Lebe­recht; der Applaus aber, welcher ihm so reichlich und so laut zuteil wurde, daß man das Theater von hunderten von Menschen besetzt wähnen konnte, wird ihm gezeigt haben, daß die Gießener doch nicht so ganz unempfänglich für wahre Kunst sind, daß sie zwar wie er in dem einen Koupletverse sang zwar nicht zwei Abende hinter­einander ins Theater gehen, daß sie aber das dritte mal sicher wieder Alle zur Stelle sein werden. Wir haben deshalb begründete Hoffnung, daß der verehrte Gast am Freitag, wo er inEhrliche Arbeit" zum letztenmale auftritt, wieder ein gut besetztesHaus finden wird. F.

Wöchentliche Uebcrsicht der Todesfälle in Gießen.

47. Woche. Bom 19. November bis 25. November 1899. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 500, inkl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 10,61, ohne Abzug ber Ortsfremden 6,360/«.

K i n b e r

Spar- und Kihlrasse Güßen.

Die verehrlichen Mitglieder des Spar- und Leihkaff^Vereins werden zu der diesjährigen ordentlichen Hanptversammlnng, welche Areitag den 29. Dezember f. I., nachmittags 3 Ahr, in dem Saale der höhere« Mädchenschule (Schillerstraße) dahier stattfindet, ergebenst eingeladen.

Eingesandt.

Gießen, den 29. November 1899.

gleich freundliche Aufnahme finden!

** Postwertzeichen und Bahnhofs-Restaurateure. Es dürfte wohl nur wenig bekannt sein, daß die Bahnhofs-Restau­rateure verpflichtet sind, Postwertzeichen: Briefmarken, Post­karten und Postanweisungen zu verkaufen. Es scheinen verschiedene Fälle eingetreten zu sein, wo dieselben sich ge­weigert haben, Postwertzeichen außer Ansichtskarten zu verkaufen. Seitens der Eisenbahnverwaltung ist sämtlichen Restaurateuren diese Bestimmung, wonach sie die eben angeführten Postwertzeichen zu verkaufen haben, erneut in Erinnerung gebracht worden. Ferner haben sie gegen eine Gebühr von 10 Pfg. Tinte, Feder, Briefbogen und Konverts zu verabreichen.

** Hessische Landeslotterie. Die Ziehung der ersten Klasse der hessischen Landeslotterie findet nunmehr be­stimmt im Monat März statt, die übrigen fünf Klassen werden darauf in den Monaten April, Mai, Juni und Juli gezogen.

Polizeibericht. Gestern abend wurde ein T a g l ö h n e r «us Steinheim arretiert, weil er am Bahnhof in trunkenem Zustande Personen belästigte, indem er fort­während laut schimpfte und skandalierte. Ein Tag­löhner aus Frankenbach wurde heute nacht wegen Obdach­losigkeit ebenfalls in Haft genommen. Derselbe hatte sich in einem Strohhaufen am Leihgesterner Weg ein Nachtlager gemacht.

Giessen

Iirchenplatz 11, gegenüber der Stadtkirche.

Vermischtes.

* Eisenach, 27. November. Bei der gestrigen statt­gehabten Gemeinderatswahl hatte, wie die heutige Zählung ergab, die freisinnige Liste einen voll­ständigen Erfolg. Von den 16 erledigten Sitzen wurden 11 von den Freisinnigen besetzt, die einen Zuwachs von 6 Mandaten auf Kosten der Nationalliberalen erhielten.

Berlin, 29. November. Maximilian Harden hat die Festung Weichselmünde verlassen und ist nach Berlin zurückgekehrt.

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele bet Tobesfälle in ber betreffenben Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

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Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Ober Bessingen für das Jahr 1900/1901 liegt vom 4. Dezember d. I. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der Interessenten offen.

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unb höher 14 Meter! porto- unb'* zollfrei zugesanbtl Muster umgehenb; ebenso von schwarzer, weißer unb farbigerHenneberg-Seibe"

gute W * ützen werden. ® -Iber einem besonders J der Miothek ^ keineswegs gehmdett

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Eberstadt für das Jahr 1900/1901 liegt vom 3. Dezember 1899 an zur Einsicht der Jntereffenten auf hiesiger Bürgermeisterei offen.

Eberstadt, den 80. November 1899.

Großherzogliche Bürgermeisterei Eberstadt.

Theater.

Frankfurter Stadttheater. Die berühmte Sängerin Erika Webekinb vom König!. Hoftheater in Dresben wirb Samstag, ben 2. Dezember im Frankfurter Opernhause ein einmaliges Gastspiel als Frau Fluth" in NicolaisLustigen Weibern von Winbsor" absolvieren, für welches von jetzt ab Platzbestellungen zu ben normalen großen Preisen bes Opernhauses entgegengenommen roerben.

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Oppenrod für das Jahr 1900/1901 hegt vom 4. Dezember d. I. an auf dem Bürgermeisterei- Bureau dahier acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten offen.

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Es starben an: Zusammen: Erwachsene^

Bekanntmachung.

Die Bahnhofswirtschaften in Alsfeld Strecke GießenFulda und in Hungen Strecke Gießen (Sein* hausen sollen vom 1. Februar 1900 ab anderweit verpachtet werden. Die Bedingungen können in unserem Amts- gebüude Frankfurt a. M.-Sachsen­hausen, Hedderichstraße sowie beim Stationsvorsteher in Alsfeld bezw. Hungen eingesehen, auch gegen portofreie Ein­sendung von 50 Pfg. in bar an unsere Kanzler, bezogen werden.

Bewerber wollen ihre Angebote unter Angabe des Pachtpreises, Beifügung ihrer Befähigungsnachweise und einer kurzen Lebensveschreibung mit der Aufschrift: Angebot auf Pachtung der Bahnhofs­wirtschaft zu Alsfeld (bezw. Hurrgen)* versiegelt und portofrei bis zum 15. De« zember 1899, vormittags 11 Uhr, an uns einsenden.

Die Oeffnung der Angabe erfolgt zur angegebenen Zeit in Gegenwart der er­schienenen Bewerber. 8348

Zuschlagsfrist 4 Wochen.

Frankfurt a. M., den 22. Nov. 1899.

Königliche Eisenbahn-Direktion.

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Schiffsnachrichte«

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch bte Agenten Earl Loo« und I. M. Schulhof.

Bremen, 28. Novbr. sPer ttansatlanttschm Telegraph.) Der Postdampfer München, Kapitän A. Traue, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist am 28. November, 9 Uhr vormittags, wohl­behalten in Baltimore angekommen._____________________________

Wetterbericht. Die allgemeine Wetterlage hat sich innerhalb ber letzten 24 Stunben nur unwesentlich geänbert. Das barometrische Maximum behauptet feine Herrschaft über West- unb Süb-Europa; ebenso besteht das ausgebehnte Depressionsgebiet in Norb- unb Ost- Europa noch fort. Jnfolgebessen ist auch ber Witterungs-Charakter berselbe geblieben. Die höheren Lagen ber Alpen haben noch heiteren Himmel.

Vorraussichtliche Witterung: Zunächst noch Fortbauer des bestehenben Witterungscharakters.