Wertheim-Rosenberg und dem Herrn Grafen zu Erbach- Schönberg steht das Präsentationsrecht zu denselben zu; mit der ersten Stelle ist Organistendienst verbunden; die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Tiefenthal, Kr. Alzey; mit der Stelle ist zeitweilig zu versehender Organistendienst verbunden; eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ulfa, Kr. Schottin; mit der Stelle kann Organistendienst verbunden werden; die mit einem «vangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde« schule zu Erzbach, Kreis Erbach; dem Herren Grafen zu Vrbach-Erbach steht das Präsentationsrecht zu derselben zu; eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dreieichenhain, Kr. Offenbach; »it der Stelle ist ein Teil des Organistendienstes verbunden, — sämtlich mit dem gesetzlichen, nach dem Dienstalter zu Lemessenden Gehalt.
-r. Grebenau, 30. Oktober. Gestern, Sonntag, nachmittag fand in der Wirtschaft von Reibt dahier eine von Freunden des Obstbaues aus der ganzen Umgegend zahlreich besuchten Versammlung des Oberhessischen Obstbauvereins statt, in welcher Herr Obstbautechniker Metz aus Friedberg einen etwa einstündigen, sehr anregenden und belehrenden Vortrag über Obstbau hielt. Der Vortragende verbreitete sich in seiner bekannten kernigen, packenden Redeweise über die wichtige Pflanzung der Obstbäume, ihre Pflege, Schnitt rc. und ermunterte unter Hinweis auf die Rentabilität des Obstbaues, die aus früherer Zeit auch in den Orten des „Gründchens" noch in gutem Gedanken steht, zur Wiederanpflanzung von Obstbäumen, natürlich nur von für den Boden geeigneten Sorten, unter denen er ganz besonders neben den Parmänen und Reinetten den Grafen- fteiner Apfel empfahl. Er bekämpfte besonders in seinem Vortrag — und das mit vollem Recht — das in hiesiger Gegend allgemeine unsinnige Vorurteil, daß hier Obst nicht gedeihe, am allerwenigsten Kernobst. Er führte aus, daß es doch früher vor 20—30 Jahren stets reiche Obsternten im „Gründchen" gegeben habe, jetzt könne es freilich nicht viel Obst geben, weil man versäumt habe, die eingegangenen Bäume wieder zur rechten Zeit durch neue zu ersetzen. Wo keine Bäume gepflanzt werden, kann es natürlich auch kein Obst geben. Als Beweis dafür, daß besonders Aepfel dahier gut gedeihen, legte er der Versammlung einige Prachtexemplare verschiedener Aepfelsorten vor, die in diesem Jahre in hiesiger Gemarkuug gewachsen waren. Hoffentlich findet der Vortrag sehr viele, die den gegebenen Anregungen folgen und mit dem oben genannten Vorurteil brechen. Auch wäre im Interesse der Sache sehr zu wünschen, daß solche Vorträge recht oft in hiesiger Gegend gehalten würden, damit mehr Aufklärung über den Obstbau in unser Landvolk eindringe. Dem einen, der von weither kommt, folgt es eher, als dem Eingesessenen, den es über etwaige Belehrungen in dieser Hinsicht nur verspottet. Nach Beendigung des Vortrags veranstaltete Herr Metz als praktische Anregung »och eine Verlosung von 8 Obstbäumen unter den anwesenden Mitgliedern des Oberhessischen Obstbauvereins aus dem „Gründchen".
Friedberg, 30. Oktober. Nachmittags um 3 Uhr fand die feierliche Grundsteinlegung zum Neubau der Augustinerschule statt. Eine zahlreiche Festversammlung hatte der Einladung des Stadlvorstandes Folge geleistet, zumal da nach dem regnerischen Wetter der letzten Tage die Sonne wieder durch die Wolken gedrungen war und die Welt mit freundlichen und warmen Strahlen beschien. Neben den Veranstaltern der Feier selbst waren die Spitzen der Behörden, sowohl des Staates als auch der Stadt, ferner der Vorsitzende des Bezirkskommandos von Friedberg, fast das ganze Lehrerkollegium der Augustinerschule, die Geistlichkeit der Stadt, der Gemeinderat, die Leiter und Lehrer der hiesigen Schulen und mancher andere erschienen, die aufzuzählen zu weit führen würde. Man sah so recht, daß alle Kreise unserer Bevölkerung an diesem Ereignis Anteil »ahmen und ihr Interesse für die aufblühenden höheren . Schulen Friedbergs dadurch zu bekunden suchten. Ganz besonders verschönt wurde die Feier durch die Gesänge des Schülerchors der Augustinerschule, der trotz der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit und trotz der ungünstigen Verhältnisse Tüchtiges leistete und mit seinen erhebenden Gesängen die Teilnehmer erfreute. Nach einigen einleitenden Worten des Herrn Beigeordneten Hieronymus, der an Stelle des erkrankten Herrn Bürgermeister Steinhäußer die Stadt repräsentierte, ergriff Herr Direktor Löbell das Wort und wies in tief empfundenen, von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Ausführungen auf die hohe Bedeutung dieses Augenblickes hin. Er zeigte, daß wir allen Grund haben, in froher, aber besonders in ernster Stimmung den Grundstein des neuen Gebäudes zu legen; welche Gedanken werden die Welt bewegen, so führte er aus, welche Bestrebungen herrschen, wenn spätere Geschlechter auch diese Schule verlassen, weil sie ihnen zu klein und zu eng geworden ist, wie auch das alte Gebäude, so anheimelnd es auch sein mag, uns aus der Enge der Gassen vor die Stadt in die freie Natur zu wandern zwingt. Einst wird auch das neue Schulhaus zu enge werden, und neue Geschlechter werden neu bauen; wohl wird dann vieles auf der Welt anders geworden fein, und der Winterstein und die Stadtkirche, die beiden gewaltigsten Vertreter von Natur und Kunst in Fnedberg, werden auf eine Stadt herabschauen, die vielleicht Nichts mehr mit dem alten Friedberg von heute gemein hat. Aber wie unsere Nachkommen das Recht haben, einzureißen, so haben wir das Recht zu bauen, auf unseren Werken erst baut sich die Nachwelt auf, und so ist die Gegenwart mit der Zukunft verknüpft. Nach ihm führte Herr Thyriot in kurzen Worten aus, wie der Bau bis jetzt unter seiner Leitung geworden und gewachsen sei, und verlas alsdann die Pergamenturkunde, die im Inneren des Steins geborgen werden sollte. Darauf folgte die eigentliche Grundstein
legung; die Kupferkapsel mit der Urkunde wurde verlötet und zusammen mit anderen Gegenständen, Münzen der Jetztzeit, Zeitungen u. s. w. im Innern des Steines geborgen. Nachdem dann der obere Teil des Steines mit der unteren Hälfte, der die Höhlung enthält, fest verbunden war, folgte die lange Reihe der weihenden Hammerschläge. Ernst und mahnend klangen die kurzen, aber inhaltschweren Sprüche, es war wohl niemand, der nicht zu ernstem Sinnen angeregt wurde. Diesem Gefühl lieh der letzte Redner, der evangelische Neligionslehrer der Augustinerschule und Pfarrer Lampas Ausdruck. Er wies auf das hohe Alter der Friedberger Lateinschule hin und erflehte Gottes Segen für den Bau und alle, die daran arbeiten. Mit den segnenden Worten, „Das walte Gott Amen" schloß die Feier. * Später versammelte sich eine Anzahl der Festteilnehmer noch einmal, um in stillem Gespräch die Festimmung verklingen zu laffen, während die Handwerker des Baues in verschiedenen Wirtschaften bewirtet wurden. Möge der Neubau, das ist auch unser herzlicher Wunsch, ohne Unglück und Leid zu Ende geführt werden!
Büdingen, 29. Oktober. Heute nachmittag entwickelte Herr Landgerichtsrat Seeger im Rathaussaale dahier vor einer zahlreichen, aus Angehörigen verschiedener Parteien bestehenden Versammlung, der Herr Kammerdirektor Korell präsidierte, das Programm, welches er im Fall seiner Wahl zum Landtagsabgeordneten für den Bezirk Büdingen-Altenstadt zur Durchführung zu bringen suchen wird. Es sei erwähnt, daß Herr Seeger erklärte, durchaus nicht auf eine bestimmte Partei eingeschworen zu sein; er wolle vor allem die Interessen des Mittelstandes, der Landwirte, Handwerker und kleinen Kaufleute sowohl im allgemeinen als im besonderen des hiesigen Bezirks vertreten und hoffe um deswillen auf die Unterstützung und Stimmen der Mitglieder aller Parteischattierungen. Nach lebhafter Diskussion, an der sich außer dem Vortragenden die Herren Bürgermeister Nos-Wolf und Kammerdirektor Korell beteiligten, brachte Herr Seeger ein Hoch auf Kaiser und Grvßherzog, die Träger unserer staatlichen Ordnung, aus, in das die Anwesenden begeistert einstimmten. Mit einer für den Redner von Herrn Molkereidirektor Fendt angeregten Ovation endete die Versammlung, welche eine Herrn Landgerichtsrat Seeger als Kandidaten zur Landtagswahl proklamierende Resolution nahezu einstimmig annahm.
Darmstadt, 30. Oktober. Der Prinz und die Prinzessin Friedrich Karl und die Prinzessin Adolf von Schaumburg-Lippe fuhren gestern mittag nach Schloß Wolfsgarten, um dem Zarenpaare ihren Abschiedsbesuch abzustatten.
Mainz, 30. Oktober. Von dem Personenzug Lud- wigshafen-Maiz, der um 75< vormittags in Worms eintrifft, entgleisten heute kurz vor der Einfahrt in Worms vier Wagen und die Lokomotive. Es entstand nur bedeutender Materialschaden. Ein anderer Personenzug mußte eingeschoben werden, der mit einer Verspätung von einer Stunde hier anlangte.
Fronhausen, 28. Oktober. Altertumsfreunde seien auf die Ausgrabungen des Herrn Archivrates von Schenk in Darmstadt auf dem Altenberge bei Odenhausen, Station Friedelhausen aufmerksam gemacht. Durch diese Ausgrabungen sind die Fundamente einer Ringmauer blosgelegt, die ein Gebiet von etwa 4 Morgen umspannt. Diese Mauer hat eine durchschnittliche Stärke von 2 Meter. Nach den Forschungen des genannten Herrn hat nur eine Ringmauer bestanden. Es findet sich kein Anhalt, daß noch andere Anlagen sich dort befanden. Aus welchen Gründen solche unterblieben, läßt sich mit Sicherheit nicht mehr feststellen. Der Berg wäre wie geschaffen zur Anlage einer Burg gewesen. Uebrigens ist der Ausblick von genanntem Berge in die jetzige Herbstlandschaft geradezu entzückend und kann jedem Touristen also in doppelter Hinsicht empfohlen werden, zumal man von da aus in einer Tagestour ganz bequem zum neuen Turm auf den Dünsberg gelangen kann. — Der untere Teil des durch seine Naturschönheiten bekannten Salzbödethales soll reguliert werden. Zu den immerhin bedeutenden Meliorationskosten will die Staatskasse die größere Hälfte tragen. „Obh. Ztg."
Wiesbaden, 30. Oktober. Die hiesigen Sozialdemokraten haben ihre Beteiligung an den demnächstigen Stadtverordnetenwahlen beschlossen.
Der Alldeutsche Verbandstag in Mainz.
Am vergangenen Sonntag fand, wie schon kurz erwähnt, in der Stadthalle zu Mainz eine Versammlung des Rhein-Main-Gaues des Alldeutschen Verbandes unter ungeheuer zahlreicher Beteiligung von Damen und Herren — es waren ca. 4000 Personen anwesend — statt. Die Darmstädter Burschenschaften waren in corpore erschienen. Herr Rechtsanwalt El aß-Mainz begrüßte die Ver- ammlung, indem er hervorhob, daß man heute zusammengekommen sei, um wichtige Tagesfragen zu beraten, die Entwickelung der Völker sei noch lange nicht abgeschlossen, denn das Jahr 1870 sei nicht das Endziel der nationalen Einigkeit, sondern erst der Ausgangspunkt derselben. Die heutige Versammlung soll im Zeichen des Kaisers stehen, >er dem Volke eine Wehrkraft zur See schaffen wolle. Mit ireifachen Heilrufen auf Kaiser und Großherzog wurde darauf die Versammlung eröffnet. Redner teilte noch mit, eine Aenderung der Tagesordnung notwendig geworden sei, Herr Reichstagsabgeordneter Prof. Dr. Hasse-Leipzig werde über Samoa und Direktor Horn-Frankfurt über Transvaal sprechen und dann würde erst Herr Neichstags- abgeordneter Wolf zum Wort kommen. Weiler teilte der Vorsitzende mit, daß in der heute vormittag stattgehabten Ausschußsitzung des Gauverbandes eine Zuschrift an den Kaiser beschlossen worden sei, in welcher der Ausschuß des Alldeutschen Verbandes aus Anlaß der von dem Kaiser ge
nehmigten weiteren Vermehrung der deutschen Kriegsmacht demselben seine ehrfurchtsvolle Zustimmung und dankbare Huldigung darbringt. Unter lebhaftem Beifall wurde nunmehr dem Herrn Kapitänleutnant Weyer aus Koblenz das Wort zu einem Vortrag über „deutsche Seegewalt und die Notwendigkeit ihrer Verstärkung" erteilt. Redner verbreitete sich nach dem„M.A"über dieNotwendigkeit einerFlottenvermehrung und schloß mit der Hoffnung, daß es noch gelingen werde, dem deutschen Volke eine wichtige deutsche Flotte zu schaffen, damit Deutschland auch zur See werde, was es bereits auf dem Lande sei. (Stürmisches Bravo und Heil.) Der Vor- sitzende verliest hierauf ein Telegramm, welches an den Kaiser abgesandt werden soll. Dasselbe hat folgenden Wortlaut:
„Ew. Majestät bringt der heute in Mainz tagende geschäfts- führeirde Ausschuß des Alldeutschen Verbandes aus Anlaß der von Ew. Majestät genehmigten weiteren Vermehrung brr Deutschen Seekriegs- macht seine ehrfurchtsvolle Zustimmung und dankbare Huldigung dar.
Der Alldeutsche Verband hat seit 4 Jahren [bie Forberung einer starken Vermehrung ber beutschen Seemacht in ber Oeffentlichkeit vertreten unb bie Flottenvorlage b. I. 1898 lediglich als eine Abschlagszahlung betrachtet.
Nachdem die Ereignisse der 2 letzten Jahre die Unzulänglichkeit des gegenwärtigen Flottenbauplanes weiter dargethan, hat unser Verband unbekümmert um Anfeindungen und Verspottungen von neuem den Kampf für weitere Flottenverstärkungen ausgenommen.
In diesem Bestreben hat am (30. August der Alldeutsche Verbandstag zu Hamburg eine „beschleunigte Durchführung des bestehenden Flottenplanes und eine neue auf die Schaffung einer den steigenden Seeinterefsen jdes Reiches entsprechenden Flotte gerichteten Vorlage" gefordert.
So begrüßen wir Alldeutschen die weitaus schauenden Worte, die Ew. Majestät zu Hamburg am 18. Oktober gesprochen, und in deren Erfüllung die neue Flottenvorlage.
Wir geloben Ew. Majestät, unsere ganze Kraft für das große von Ew. Majestät begonnene Werk einzusetzen.
Wir vertrauen, daß das deutsche Volk an dem Ziele Ew. Majestät Mitarbeiten wird: der Schöpfung des ersten deutschen Kaisers, unferm ruhmreichen Landherren eine große deutsche Flotte an die Seite m stellen".
Herr Reichstagsabgeordneter Proffessor Dr. Hasse- Leipzig verbreitete sich nun noch in kurzen Worten über Samoa, er hob hervor, daß das deutsche Interesse weit größer sei in Samoa als dasjenige der Engländer und Amerikaner, aber wie die Verhältnisse heute einmal lägen, so müßte über kurz oder lang eine Aenderung bei Samoa eintreten. Von seinem Standpunkte aus wäre er natürlich dafür, daß Deutschland Samoa behalte, aber dazu würde es wohl nicht kommen und deshalb spreche er sich für einen Austausch aus, der aber einer vollen Entschädigung für Deutschland entsprechen müsse. Er sei dafür, daß Deutschland Sansibar und die Walfischbai erhalte, obwohl die letztere keine» großen Wert habe. Kapitän Weyer ist dafür, daß man Samoa behalte, dorten sei deutsches Blut geflossen unb zwei stolze deutsche Schiffe lägen auf dem Grund des Meeres und mit ihnen viele tapfere Offiziere und Soldaten. Direktor Horn-Frankfurt a. M. sprach nunmehr über Transvaal. Redner bezeichnet England als den entarteste» Sohn der Mutter Germania, der sich soeben anschicke, in Transvaal die Freiheit zu erdrosseln, man sage wohl in England, man wolle die Zivilisation nach Südafrika tragen, das sei aber nicht richtig, der Kampf gegen die Buren sei weiter nichts als das Werk habgieriger Spekulanten. Seien aber die Buren geschlagen, dann würde auch Deutschland seinen teuer erkauften Besitzstand in Afrika an England verlieren, dies habe man bereits offen verkündigt, aber der Tag der Abrechnung werde auch einst für England kommen, den deutschen Stammesgenossen in Transvaal aber rufe man zu, daß ihnen der Sieg werde, den ihnen jeder gute Deutsche von Herzen wünsche. Herr Rechtsanwalt El aß schlägt nun vor, an den Staatssekretär Leyds in Amsterdam ein Telegramm abzusenden, in welchem der Buren - Republik die Sympathie der Versammlung ausgesprochen und denselben Sieg und Freiheit gewünscht werden soll. Die Versammlung spricht sich einstimmig für ne Absendung der Depesche aus. Von ungeheuerem Jubel begrüßt besteigt nunmehr Reichsratsabgeordneter Wolf von Wien die Tribüne. Vor 5 Jahren, so hob Wolf hervor, war ein solcher Empfang noch nicht möglich gewesen, )enn damals hätte man noch gesagt, was gehen uns Eure österreichischen Verhältnisse an. Besonders habe es ihn gefreut, daß man ihn zu der heutigen Versammlung ein- ;eladen habe, er sei nicht ohne Aufforderung gekommen, )enn wenn das der Fall gewesen wäre, dann würden die böhmischen Blätter wieder gesagt haben, wir hätten uns den Deutschen wieder einmal an den Hals geworfen und wären in Deutschland jammern gegangen. Der Alldeutsche Verband ist politisch reif und das ist es, was wir in Oesterreich auch notwendig haben. Wir Deutschen in Oesterreich gehören zu Deutschland, wir ind ebenso gute Deutsche wie die Bayern, Sachsen, Hessen, Preußen u. s. w. Rhein und Donau gehören zu Deutsch- !and und laffen sich nicht von einander trennen, deutsche Kraft hat den Boden in Oesterreich deutsch erhalten und man wäre verloren gewesen, wenn es anders gewesen wäre. Wenn man 1866- auch einen politischen Schnitt erhalte» jätte, aber die Zusammenfassung alldeutschen Landes sei )och nur eine Frage der Zeit; er hofft, daß man ihn im Auslande verstehen würde, er fühle es aber aus den leuchtenden Augen, daß man ihn hier verstehe, er fühle sich nicht im Auslande und danke Gott dafür, daß er diese Er- tenntnis über Oesterreich gebracht habe. Wenn sämtliche Staatsanwälte Oesterreichs hier beisammen wären, würde er dasselbe sagen, denn man wolle doch nichts Anderes, als das gute Recht auf staatserhaltender Grundlage, das wollte» aber die Tschechen und Klerikalen nicht. In den lebhaften Beifall, der hier ertönte, mischte sich nun ein Pfeifen von >er Gallerie, ein Mann begann furchtbar zu toben und
L»« di- A ®.ft ber »iwrfor « in Oesterreich ,U in O-MM-l L biit-"d am Can!, anbei« 8™ ihn.« ba« i« rnechtmg («en 1' d-Mand unb n temege. Da« d° tüchtig unb arM gejep, «E« nmM m d Das schöne, herrl dürfe nicht verlor Tschechen und j ausgekämpftwi vollen Recht ge ständigkeit trn nun über Tschechen seine Sprache mar ttdl er direkt von habe den Harnisch Vertreter des österr in Oesterreich wie man nur den Mii bie Deutschen hätte, Verordnung habe t das habe die Deuts nun habe sich auch Deutschtum und S werde so lange d« dem Boden liegen soll es wenigstens der Redner über Slaventum sei. nicht möglich, und würde selbst ein Oesterreich nicht den Dreibund i Kämpfe der Deutsc die Verfassung ge Füßen weggezoge habe in Deutsch/ nommen unb man sagen, bafj bei bei Men auf 40 [teige Deutschen wie im R die Zeit werde noch Oesterreich nur ei' »en Worten und d
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