Ausgabe 
1.10.1899 Viertes Blatt
 
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jubiläums das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.

* Zentralstelle für LaudeSstatistik. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 23. September den Oberforstdirektor i. P. Ludwig Bose zu Darmstadt auf sein Nachsuchen von den Funktionen eines Mitglieds der Zentralstelle für die Landesstatistik zu entheben und den Oberforstrat Heinrich Krauß zu Darm­stadt zum Mitglied der Zentralstelle für die Landesstatistik zu ernennen.

* Erlaubnis zur Annahme eines fremden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Aller­höchster Entschließung vom 7. d. Mts. Allergnädigst geruht, dem Chef des Großherzoglichen Hofmarstalls, Oberstall- meister und Kammerherrn, Major a. D. Moritz Ried- esel Freiherr zu Eisenbach, die Erlaubnis zur An­nahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem König von Württemberg verliehenen Kommenthurkrenzes des Ordens der Württembergischen Krone mit Stern, zu erteilen.

** Von der Universität. Mit dem heutigen Tage, 1. Oktober, geht das Rektorat der Universität von Prof. Dr. Löhlein auf den Prof, der Mathematik Dr. Netto über.

Landtagswahl. (Eingesan dt.) Endlich erscheint der Wahlaufruf der nationalliberalen Partei. Sozialdemokratie und Centrum sind ihr in den Wahlvorbereitungen voraus, da sie über viel festere Organisationen verfügen. Eine Kundgebung der freisinnigen Volkspartei ist wohl für die nächsten Tage zu erwarten. Ist sie, wie zu erwarten ist, ebenso maßvoll wie der vorliegende nationalliberale Aufruf (vergl. Annonce), so werden hoffentlich überall die bürgerlichen Parteien vereint den sozial­demokratischen Angriff zurückweisen. Auch im Wahlkreis Gießen-Land muß es durch die Wahl eines tüchtigen Kandidaten gelingen, Herrn Scheidemann dem Landtag fernzu­halten.Von besonderen Aufgaben des künftigen Landtags zählt der nationalliberale Wahlaufruf auf: Reform der Kom­munalsteuer, Beseitigung der Unbilligkeiten und Härten bei der Berechnung der Dienstzeit der Beamten, Erfüllung der berechtigten Wünsche der Volksschullehrer, Uebernahme der persönlichen Ko st en der Fortbildungsschule auf den Staat. N.

Stadttheater. Wie schon hinreichend bekannt, wird die diesjährige Saison am Sonntag mit dem stets gern gesehenen Sardou'schenLustspielMadameSans-Gene" eröffnet. Die Hauptrollen derSans-Gene" und des Napoleon" liegen in Händen des Fräulein Agnes Hammer und des Herrn Franz Rolan, welche beide, wie auch zum größten Teil das übrige Personal für Gießen neu sind. Nach den fleißig stattgefundenen Proben darf man eine ab­gerundete Vorstellung erwarten, die auch durch die neuen prachtvollen Dekorationen sowie glänzenden Kostüme, sich äußerlich glanzvoll gestalten dürfte. Der Vorverkauf be­findet sich bei Herrn Ernst Cha liier, und sind daselbst schon heute (Samstag) Billette zu haben. Die Ab on ne- mentliste liegt von heute ab bei Herrn Ernst Challier aus.

* Frobelscher Kindergarten. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, hat die Kindergärtnerin Helene Thielmann einen Fröbelschen Kindergarten in der Ludwig st raße 4p errichtet. Die Methode der Erziehung ist diejenige, welche Friedrich Fröbel in seinen Schriften und Vorträgen aufge- stellt hat. Näheres ist aus den Statuten, welche unent­geltlich in der Privatwohnung Ludwigstraße 44p abgegeben werden, ersichtlich.

** Nach dem hundertjährigen Kalender ist es am 1. und 2. Oktober schön, dann folgt Regen und unfreundliches Wetter. Vom 10. an ist es wieder schön bis gegen Ende, wo es windig und trüb wird. Kritische Tage nach Falb sollen wir nur einen im Oktober haben und zwar einen erster Ordnung am 18. In welchem Weltteil wird Falb wohl wieder recht haben?

nn. Darmstadt, 29. September. Gestern gegen abend erging sich ein Handwerksbursche in bedrohenden Re­densarten gegen den Kaiser von Rußland; nach dem er vorher einen jungen Burschen auf der Chaussee vor Egelsbach nach der Richtung nach Schloß Wolfsgarten gefragt hatte. Er erklärte, er wolle ja heute nicht mehr nach 'Wolfsgarten, er werde aber, wenn er ihn träfe, ein Wörtlein mit dem Kaiser reden. Bei seiner alsbald vor­genommenen Verhaftung gab der angetrunkene Landstreicher, ein verkommenes Kaufmannsgenie, reuevoll zu, daß er nur habe renommieren wollen und in seinem angetrunkenen Zu­stand nicht überlegt habe, was er sage. Er wurde nach dem Gefängnis in Langen verbracht. Seine König­liche Hoheit der Großherzog hat sich am Montag beim Lawn-Tenis-Spiel den Fuß vertreten und muß zur Schonung einen Stock benutzen. Spaziergänge, welche die Fürstlichkeiten eben machen, kann er daher nur zu Wagen begleiten. Da sich Se. Kgl. Hoheit gestern wieder am Tenis-Spiel beteiligte, ist der Schmerz wieder stärker geworden. Der Leibarzt hat größte Schonung anem- pfohlen. Wie soeben bekannt wird, soll nächsten Montag den 2. Oktober mittags bestimmt die Einweihung der rus­sischen Kirche in Darmstadt stattfinden, zu welcher auch, wie bereits an anderer Stelle gemeldet, die Kaiserin Fried­rich von Cronberg eintreffen wird. Morgen Samstag wird auch die Prinzessin Ludwig von Battenberg mit ihrer Familie in Wolfsgarten Wohnung nehmen, sodaß von Morgen ab Schloß Wolfsgarten über 100 Köpfe beherbergt.

Vermischtes.

Ein Idyll aus Westpreußen schildert derHamburg. Korrespondent" wie folgt: Dort werden die Eltern säumiger Kinder der Volksschulen nach Ablauf des schulpflichtigen

Monats von dem Rektor der Schule zu einer Konferenz eingeladen, in der sie sich zu äußern haben, weshalb die Kinder die Schule versäumt haben. Zu dieser Konferenz erschienen gewöhnlich die Mütter, da die Väter der Kinder in Arbeit stehen. Zwei miteinander bekannte Frauen trafen nun vor kurzem in Elbing vor einem solchen Konferenzlokal zusammen, und es entspann sich zwischen beiden Frauen nachstehendes Gespräch: Frau A.: Sint Se uch za Kon­frenz geloade? Frau B.: Joa, meine Bengels gehen uch goa nich önn de Schul. Oeber den eene Bengel ärga ich me goa nich mea. Do a doch nich mea önn de Schul geht, so schöck öch ihn ebal in de Orbeit. Het de Jung möa doch all so vehl Geld verdient, daß ich mea diß Kleed gekoaft hoab. Frau A.: Se müsse denn doch dader Schul- straf zoahle! Wie stehts denn damüt? Frau B.: Eene kleene Theel zoahl öch, das meiste oaber muß mein Mann abbromme gehe. Hat doch dieses Abbromme noch etwas gutes for uns! Frau A.: Ja, was denn? Frau B.: Früha hat mein Mann Sunntags ömma gewöhnlich vehl Besuch von seine Freunde bekomme; dann hoabe se sich ömma besöffe und mein Mann hat dann ömma große Schkandoal gemacht, uch Montags woar a dann noch gao nich nüchtere. Nu oaber, wann Schulstroof zu zoahle öß, muß meia Mann Sönnoabend önn erote Torm" (früheres Polizeigefängnis dort,roter Turm" genannt), gehe, un öch hoab dann Sunn­tags keene Schkandoal nich moa, und wenn a denn Mon­tag Morgens aus dem Torm raussa kömmt, hoab ich e nüchtre Mann!"

* Freiburger Deutsch. Man schreibt derFrkf. Ztg." aus Bern: Bei der kleinen Hängebrücke, die bei Düdingen über die Saane nach Klein-Vivers führt, ist folgende Verordnung der Regierung des Kantons Freiburg zu lesen: 1. Der Durchgang der Brücke ist gestattet gegen zehn Rappen Bezahlung, zu wahrnehmen durch den Brückenhüter für jeden Vorübergehenden. 2. Es ist untersagt auf der Brücke zu springen, wie auch sich aufzuhalten und dieselbe zu schwanken. 3. Der Durchgang ist für die Beamten der Wachsamkeit beladen und die Behörden der Polizei unent­geltlich. 4. Alle Uebertretcr dieser Verordnung sind empfind­sam einer Buße von 10 Franken.

Die entführte Schwiegermama. Ein recht fatales Abenteuer ist einem unternehmenden jungen Don Juan in Bukarest passiert. Damian Vlada, ein reicher walachischer Schloßherr, war in heißer Liebe zu der schönen Anna Procovicz, der Tochter seines Gutsverwalters, entbrannt, die auch weit entfernt davon war, die Annäherungen des reichen Freiers zurückzuweisen. Die Eltern des Mädchens jedoch mochten den Liebesschwüren ihres als unbeständig bekannten Gutspatrons nicht recht trauen und hielten schon seit Jahresfrist mit ihrer Einwilligung zurück. Unter diesen Umständen nun kam Damian zu dem Entschlüsse, die Geliebte zu entführen und sich auf österreichischem Gebiete mit ihr trauen zu lassen. Er traf also alle nötigen Vorbereitungen, von der Strickleiter an bis zu der mit feurigen Rossen be­spannten Kutsche, und hob im Dunkel der Nacht sein ver­meintliches Bräulchen, das noch keinen Laut von sich gegeben, auch das Antlitz nach Art der Römerinnen dicht verschleiert trug, zu sich in den Wagen. Wer indessen vermöchte das Entsetzen des jungen Mannes zu beschreiben, als er, endlich den Moment für seine Herzensergüsse gekommen glaubend, sich seiner künftigen Schwiegermama gegenüber sah! Selbige hatte, da sie von der beabsichtigten Entführung Wind bekommen, für gut befunden, ihres Töchterchens Stelle einzunehmen.

Kunst und Wissenschaft.

* Berlin, 29. September. Internationaler Geographen« tag. Gestern kam die erste Anregung über den Ort der nächsten Versammlung zur Sprache. Da Amerika auf dem Londoner Kongreß 1895 zu gunsten Deutschlands seinen Antrag zurückgezogen hatte, schlug der Vorsitzende dieses Land zur Wahl vor, ein Antrag, der vom Prof. Oberhummer (München) und dem Geh. Admiralitätsrat Neumayer auf das lebhafteste unterstützt wurde, während Prof. Lenz (Prag) Rußland vorschlug, weil es für viele unmöglich sei, Amerika zu besuchen. Auch wurde von anderer Seite geltend gemacht, daß der Kongreß völlig freie Wahl habe, da keine Einladungen vorlägen. Dieser Ansicht traten die Amerikaner entgegen, da Amerika nur in der sicheren Annahme, den nächsten Kongreß in den Vereinigten Staaten begrüßen zu dürfen, in London zurückgetreten sei. Eine Beschlußfassung wurde ebenso wie die Bestimmung der Zeit für die nächste Tagung, die von den antarktischen Expeditionen abhängt, bis zum Ende der Sitzungen verschoben. In sehr liebenswürdiger Weise wurde dann den Mitgliedern von Herrn Dr. Friederichsen die Einladung der Stadt Hamburg für den 5. und 6. Dttobcr mitgeteilt.

Lektüre für die Frauenwelt.2Ber vieles bringt, wird Allen etwas bringen," lautet die Devise, welche dieSonntags­zeitung für Deutschlands Frauen" sich zum Wahlspruche erkoren hat und der es dieses reichhaltigste aller Familien- und Frauenzeit­schriften verdankt, daß sie heule als das Lieblingskind unter den illustrier­ten Zeitschriften betrachtet werden darf, lieber die außergewöhnliche Vielseitigkeit wird der unserer heutigen Nummer beiliegende Prospekt die beste Auskunft geben. Wir können unseren verehrten Leserinnen ein Probe-Abonnement zum Preise von nur 20 P fg. für das reich illustrierte Wochenheft derSonntagszcitung für Deutschlands Frauen" bestens empfehlen. Bestellungen nimmt die Ferber'sche Buchhandlung in Gießen entgegen.

Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Meße«.

Aufgebote.

September: 24. Hermann Friedrich August Medenwald, Arbeiter zu Züllchow, mit Bertha Ernestine Ulrike Strey zu Stettin. 24. Christoph Bender, Landwirt zu Climbach, mit Katharine Backhaus daselbst. 25 Joseph Müller, Apotheker zu Gießen, mit Elisabethe Schaub zu Offenbach. 26 August Krebs, Mastkur zu Ober Ohmen, mit Luise Kreuder Hierselbst. 27. Heinrich Ludwig Klös, Schneider dahier, mit Marte Luise Kräcker zu Holzhausen v. d. H. 27. Ferdinand Hermann Kumpf, Bäcker zu Gießen, mit Anna Gertraud Müller hterselbst. 27. Heinrich Karl Herbert, Schmied dahier, mit Lina Wtßner hterselbst. 27. Bernhard Vaupel, Schuhmacher dahier, mit Katharine Heckroth Hierselbst.

Ehefchttetzuuge«.

September: 23. Joseph Theodor Schäfer, Glaser dahier, mit Elise Vierheller hterselbst. 23. Paul Ernst Friedrich Noack, Spengler

dahier, mit Charlotte Auguste Luise Hellweg Hierselbst. 26. Johanne» Christian Friedrich Wenzel, Lehramisassessor zu Pfungstadt, mit Elise Schramm Hierselbst. 26. Georg Balthasar Lautenschläger, Lehrer zu Frankfurt a. M-, mit Auguste Luise Friederike Wilhelmine Bernhardt hterselbst.

Geborene.

September: 17. Dem PolizetsekretLr Franz Peter Roth eine Tochter. 20. Dem Vorarbeiter Oskar Brauer eine Tochter. 21. Drm Taglöhner Wilhelm Balser eine Tochter. 22. Dem Kellner Joseph Baier ein Sohn. 23. Dem Schlosser Joseph Pöllenhoser ein Sohn, 24. Dem WagenwLrter Heinrich Kehl eine Tochter. 26. Dem Gerber Heinrich Schulz ein Sohn. 27. Dem Taglöhner Johann Friedrich Schmerle eine Tochter.

Gestorbene.

September: 11. Dem Schneider Gustav Paul ein todtgeborene» Kind männlichen Geschlechts. 22. Barbara Metz, 15 Jahre alt, Dtenstmagd, wohnhaft zu BüdeSheim, Kreis Friedberg. 22. Hedwig Marte Margarethe Haupt, 3 Monate alt, Tochter von Vicefeldwebel Georg Karl Haupt dahier. 26. Susanne Noll, geb. LampuS, 73 Jahre alt, Witwe von Bäckermeister Chitsttan Noll dahier. 26. Johannette MontanuS, geb. Ranstadt, 62 Jahre alt, Ehefrau von Rentner August Montanus hterselbst. 27. Ludwtg Ackermann, 36 Jahre alt, Avo- thekm-Verwalter dahier. 27. Wilhelm Stein, 23 Jahre alt, Schlosser von DreiSbach, Kr. Stegen. 28. August Schleuntng, 27 Jahre alt, Kutscher dahier. 29. Bertha Johanna Ottilie MöbiuS, geb. Pfers- dorff, 72 Jahre alt, dahier, Witwe von Dekan Johann Wilhelm Möbtus.

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

MatthäuSgemeinde.

Den 23. September. Joseph Theodor Schäfer, Glaser zu Gießen, und Elite Vterheller, Tochter deS verstorbenen TaglöhnerS Christian Vierheller zu Gießen.

MarkuSgemeinde.

Den 23. September. Paul Ernst Friedrich Noack, Spengler zu Gießen, und Cbarlotte Auguste Luise Hellweg, Tochter des ver­storbenen Schuhmachers Gottlieb Hellweg zu Gießen.

JohanneSgemetnde.

Den 24. S-ptember. Adolf Thielmann, Dachdecker zu Gießen, und Elisabetha Schmidt, Tochter dcs verstorbenen Ackersmanv» Ludwig Schmidt VII. zu Fravkenbach.

Den 26. September. Georg Balthasar Lautenschläger, Lehrer zu Frankfurt a. M.. und Auguste Luise Friederike Wilhelmine Bernhardt, Tochter deS Rentners Johannes Bernhardt zu Gießen.

Militärgemetnde. t ,, m

Den 26. September. Johannes Christian Friedrich Wenzel, Lehramtsassesior zu Pfungstadt, und Elise Schramm, Tochter deö Zahlmeisters Karl Albert Schramm zu Gießen.

Getaufte.

MatthäuSgemeinde.

Den 24. September. Dem Betriebsleiter Adolf Braun ein Sohn, Eduard Bernhard Ernst, geboten den 7. August.

Denselben. Dem Omntbuskutscher August Simon Kalbfleisch ein Sohn, Jakob Ernst, geboren den 1. September.

MarkuSgemeinde.

Den 24. September. Dem Kutscher Heinrich Bechthold eine Tochter, Lina Katharine Elisabeth, geboren den 17. August.

Denselben. Dem Schuhmacher Jacob Gelzenleuchter ein Sohn, Georg Friedrich Hans, geboren den 27. April.

Denselben. Dem Htlfsbremser Konrad MalkomefiuS ein Sohn, Karl, geboren den 18. August.

LukaSgemeinde.

Den 24. September. Dem Schuhmacher Karl Amevd eine Tochter, Bertha, geboren den 6. September.

Denselben. Dem Realgymnastallehrer Prosessor Heinrich Müller eine Tochter, Hedwig Anna Katharine, geboren den 26. Juli.

JohanneSgewetnde.

Den 24. September. Dem Dachdecker Adols Thielmann eine Tochter, Anna Lina Katharine, geboren den 27. August.

Beerdigte.

MatthäuSgemeinde.

Den 23. September. Martha Minna Adam, Tochter de» Fuhrunternehmers LouiS Adam, 15 Jahre alt, starb den 21. Septbr.

LukaSgemeinde.

Den 28. September. Johannette MontanuS, geb. Ranstadt, Ebefrau des Rentners August MontanuS, 62 Jahre alt, starb den 26. September.

JohanneSgemeinde.

Den 23. September. Fran, Nebl, Schornsteinfeger und Wirt, 44 Jahre alt, starb den 21. September.

Den 28. September. Susanns Noll, geb. LampuS, Witwe deS Bäckermeisters Christian Noll, 73 Jahre alt, starb dm 26 Septbr.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag den 1. Oktober. 18. nach Trinitatis. Gottesdienst.

In der Stadttirche.

Vormittags 9V, Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel.

(Nicht um 8 Uhr, wie im gestrigen Blatt angezeigt war.)

Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dr. ®reix.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

* Westfälisches Kotes-Syndikat. Ueber die in der letzte» Sitzung des KokcS-Syndikats gefaßten Beschlüsse sind bcdauerUcherwelsc offizielle Mitteilungen bisher nicht veröffentlicht worden; auch d,e Blatter des Produktionsgebieles selbst enthalten darüber noch kerne Berichts sodaß den Kombinationen Thür und Thor geöffnet, und thatsachlich auch schon Versuche zu verzeichnen find, auf Grund der blshcr vorliegende« unvollständiaen Angaben für Kohlcnaktien Stimmung zu machen. Nach einer Mitteilung derB. B.-Ztg." geht der Beschluß des Kokes-SyndikatS dahin, den Kokesprcis von Mk. 14,- auf Mk. 16,50 pro Tonne als. um Mk. 25, pro Waggon von 10 Tonnen, zu erhöhen. Die Preis- erböhunq soll voll für die ab 1. Januar 1901 erfolgenden Lieferungen und zur Hälfte für die schon bethätigten Schlüsse ab 1. Jule 1900, welche die Preiserhöhungsklausel enthalten, angewcndct werden.

Neueste Meldungen.

Depeschen deS Bureau Jjerolb'.

Die österreichische Miuisterkrisis.

Wien, 30. September. Graf Clary wird in de« neuen Kabinett das Präsidium und den Ackerbau übernehmen. Für das Innere wird Körber, für die Finanzen Böhm von Bawerk, für Handel Stibral oder Weigelsperg, für Justiz Klein oder Kindinger genannt. Mittel soll das Ressort der Eisenbahn, Minister Welsers- heimb das der Landesverteidigung erhalten. Der polnische

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