wenn Dreyfus jemals nach Frankreich zurückkehrt, Würben die öffentlichen Plätze in Paris in einen ebensolchen Zustand versetzt werden, wie vor hundert Jahren bei der großen Revolution. Der Abgeordnete Hadert erklärte, der Kassationshof beschütze die Diebe und Verräter, anstatt sie zu verfolgen. Der Boulangist Thibaut erklärte, daß Deroulöde und Drumont imstande seien, die öffentliche Meinung mit sich fortzureißen, wie seinerzeit Boulanger, Gambetta und Napoleon. Mit Hochrufen auf die Revolution fand die Versammlung ihren Abschluß.
Paris, 30. Dezember. Henry Roche f ort wird am 20. Januar Max Regis auf seiner Reise nach Algier begleiten und einige Wochen in der algerischen Hauptstadt verweilen.
Paris, 30. Dezember. Aus der Dreyfussache heraus vollzieht sich eine Mauserung der Patriotenliga. Eine zahlreiche Versammlung derselben beschloß einstimmig, sich mit allen Mitteln der Rückkehr Dreyfus' nach Frankreich zu widersetzen und an der Abschaffung der Verfassung und ihrem Ersatz durch ein neues Grundgesetz zu arbeiten, das Frankreich ein vom Volk unmittelbar gewähltes, persönlich verantwortliches und mit Vollgewalt herrschendes Staatsoberhaupt geben soll. Die Satzungen des neuen Bundes wurden angenommen. Häuptling derselben bleibt übrigens nach wie vor Paul Dölouröde, so daß es sich nur um eine äußerliche Veränderung, nicht um eine solche des Wesens handelt.
London, 31, Dezember. In letzter Zeit war von den Beziehungen zwischen Frankreich und England wenig mehr die Rede gewesen. Nun wird von Paris aus behauptet, daß darin seit Faschoda noch immer nicht eine freundlichere Wendung eingetreten sei, wie sie im Interesse beider Staaten gelegen wäre. Man könne sich nicht verhehlen, daß die kriegerische Strömung, welche seit dem Auflauchen jener Meinungsverschiedenheit einen Teil der öffentlichen Meinung in England ergriffen habe, andauere und daß der Anhang der imperialistischen Tendenzen sogar noch immer wachse. Ungeachtet dieser unbefriedigenden Anzeichen wolle man jedoch in Paris die Hoffnung nicht aufgeben, daß, sobald einmal Verhandlungen über die Regelung der zwischen beiden Kabinetten schwebenden Streitfragen eröffnet seien, das Bestreben zu einer freundschaftlichen Verständigung beiderseits vorwalten und zum Ziele führen dürfe. — Dazu kommen wieder zahlreiche beunruhigende und wahrscheinlich etwas übertriebene Meldungen von Rüstungen, die England auf allen möglichen Punkten mit fieberhafter Hast betreiben soll. So würden in Gibraltar, trotzdem die Befestigungen dieser Klippe bereits seit Wochen auf den höchsten Punkt ihrer Widerstandskraft gebracht worden seien, die Arbeiten unermüdlich fortgesetzt. Die Spanier wären aufs höchste durch die englischen Vorbereitungen erregt und eines Ueber- falls gewärtig. Es ist bei diesen Meldungen augenscheinlich, daß die Franzosen die Spanier gegen England aufzureizen suchen.
Spanien. Die Frage, ob der von den übrigen Generalen bekämpfte Eintritt Weylers in das neugebildete Ministerium erfolgen wird oder nicht, ist im Augenblicke noch nicht brennend. Vielmehr dürfte der Entschluß Mc Kinleys, den Friedensvertrag erst im Januar zu ratifizieren, zur Folge haben, daß die Lösung der Ministerkrisis bis nach der Ratifikation hinausgeschoben wird, da noch das gegenwärtige Kabinet den Friedensvertrag den Cortes vorlegen will.
Türkei. Kaum ist Prinz Georg in Kanea angekommen, machen sich bereits die Streitigkeiten auf Kreta bemerkbar. Der bisherige Vorsitzende der vorläufigen Regierung, Sphakianakis, hat nach der ersten Unterredung mit dem Prinzen, der sehr autokratische Neigungen bekundete, ihm ohne weiteres erklärt, daß solche Anschauungen auf Kreta nicht geduldet würden. Einmal befreit, wolle Kreta nicht aus einer Knechtschaft in die andere zurückfallen. Der Gedanke, die Nationalversammlung nur das erstemal einzuberufen und sie dann auf fünf Jahre zu vertagen, müsse fallen gelassen werden, denn ein solches Regiment
seine Lippen und legte es dann auf das Herz des kleinen Prinzen.
Das Heilmittel hatte augenblicklich Erfolg. Das stille Herz schlug wieder, die Lippen erhielten ihre Farbe, und der Kranke erhob sein Haupt. Erstaunt sah er die knieenden Menschen, dann sagte er: „Weshalb weinst Du, mein Vater? Ist nicht die Stunde, zu der ich sonst mit meinem Lehrer in den Garten zu gehen pflege?"
Der Kaiser schrie laut auf.
„Ein Wunder!" rief er aus. „Mein Kind lebt I Heute Abend soll große Illumination sein, mein Schatzmeister soll Gold und Silber verteilen, alle Glocken sollen läuten und in den Tempeln soll das Lob Gottes verkündet werden. Auch Du," wandte er sich an den alten Mann, „wirst nicht vergessen sein. Du sollst von nun an zu meiner Rechten sitzen, Deine leisesten Wünsche sollen erfüllt werden."
Aber der Alte lächelte. „Ich bedarf nichts!" Ich habe nur den einen Wunsch, dahin zurückkehren zu dürfen, woher ich kam. Bald hoffe ich die ewige Ruhe zu sinden. Nicht ich habe Deinen Sohn gerettet, sondern Du selbst, denn Du hast jene beiden Dinge dem Allerhöchsten dargebracht, die allein seine ewige Geduld bewegen: Du hast Deine Kniee gebeugt und Thränen vergossen."
Damit wandte er sich. An der Thür blieb er noch einen Augenblick stehen und sagte:
„Vergiß nie, daß über Dir ein höherer Herr und Meister wohnt, in dessen ewiger Wage eine einfache Thräne mehr Gewicht hat, als Deine Armeen, Dein Thron und alle Deine Schätze."
Der Kaiser verneigte sich ehrfurchtsvoll und sagte demütig: „Ich danke Dir, mein Vater!" J
habe Kreta auch unter der Pforte nicht vertragen, viel weniger unter einem Prinzen, der nur der Gnade der Großmächte, nicht dem Willen des Jnselvolkes seine Ernennung verdanke. Sphakianakis reifte nach Kandia ab. Doch ist er, da unter den jetzigen Verhältnissen Ersatz für ihn schwer zu haben fein würde, vom Prinzen telegraphisch zurück- berufen worden. Wie beider Auffassungen in Einklang gebracht werden sollen, bleibt abzuwarten.
Konstantinopel, 30. Dezember. Der Sultan ist entschlossen, gegen die starke Befestigung von Alexandrien durch England energisch zu protestieren und von den Mächten sofort eine endgültige Lösung in der ägyptischen Frage zu fordern.
Afrika. Die Transvaalburen machen sich auf ernste Ereignisse gefaßt. Das holländische Blatt „Post" in Johannesburg bespricht die Möglichkeit eines Krieges zwischen England und Transvaal, und schlägt vor, im Fall des Ausbruchs der Feindseligkeiten die Frauen und Kinder aus der Stadt zu entfernen, diese selbst dem Erdboden gleich zu machen und mit Ausnahme der Afrikander-Bezirke in einen gewaltigen Schutthaufen zu verwandeln. Schon kurz vorher hatte dasselbe Blatt behauptet, „England bereite sich zu einem neuen Angriff gegen Transvaal vor. Sollte der Krieg ausbrechen, so sei dies die Schuld derjenigen Gruppen, welche jene Beschwerden vorbrächten, um England einen Einmischungsgrund zu bieten." — Beide Aeußerungen zeigen, wie bedenklich man in einheimischen Kreisen der südafrikanischen Republik die Lage wieder auffaßt.________
Vermischtes.
* Metz, 27. Dezember. Gänse beim Kommiß. Dank des trefflichen Standes der Kasse eines Bataillons des 130. Infanterie-Regiments konnten, wie die „Metzer Ztg." zu wissen glaubt, 80 pommersche Gänse zum Weihuachtsfest mobil gemacht werden, so daß auf etwa je sechs Mann ein solcher Vogel kam. O, welche Lust, Soldat zu sein.
* Airolo, 28. Dezember. Das Dorf bietet einen erschreckenden Anblick. Ein Gebiet von zwei Quadratkilometern ist von Schuttmassen überdeckt. Acht Wohnhäuser und vierzehn Ställe sind zerstört und bilden wüste Trümmerhaufen. Eine Anzahl anderer Häuser ist beschädigt. Die Festungstruppen des Gotthardt und die ganze Bevölkerung arbeiten ununterbrochen an der Wegräumung der Schuttmassen. Aus den Trümmern wurden drei Leichen hervorgezogen, der 70jährige Kirchendiener Antonio Filippini, Frau Josefina Transini und ein kleiner Knabe namens Guilino Forni. Die Frau des Kirchendieners wurde noch lebend aus den Trümmern befreit. In dem Schutthaufen, den das Hotel „Airolo" bildet, wüthet eine Feuersbrunst, die auch die Nachbarhäuser zu ergreifen droht. Der Ge- samtschaden wird auf eine Million berechnet. Man glaubt zwar, daß die Gefahr eines neuen, noch größeren Bergsturzes ausgeschlossen sei; immerhin sind aber alle Vorsichtsmaßregeln getroffen. Mehr als die Hälfte des Dorfes ist von den Bewohnern geräumt gewesen. . Wäre dies nicht geschehen, so würde die Katastrophe zahlreiche Opfer gefordert haben. — Einer weiteren Meldung aus Airolo zufolge zerstörte der Bergsturz fünf Häuser, darunter das Hotel „Airolo". Vier Personen wurden unter den Trümmern begraben. Drei davon sind bereits gestorben, eine Frau konnte gerettet werden. Die ganze Bevölkerung befindet sich auf der Flucht, indem sie Möbel und Vieh zu retten sucht. Zum Uebermaß des Unglücks war die Wasserleitung durch den Bergsturz unterbrochen worden. Das Herabstürzen von Felsmassen dauert fort. Der Felssturz begann zwischen 1 und 2 Uhr nachts. Es fielen ca. 300 000 Kubikmeter. Das Quartier „San Carlo" ist zerstört. Das Hotel „Dotta" ist verschwunden. Zehn Häuser nnd mehrere kleine Gebäulichkeiten liegen in Ruinen. Der obere Teil des Dorfes ist völlig unkenntlich. Die Trümmer liegen 15 Meter hoch, der Berg ist noch in Bewegung. Der Anblick des Landes ist trostlos.
* Wie alt ist Würzburg? Man berichtet aus Würzburg: Im Archiv des Historischen Vereins für Unterfranken veröffentlicht der Gymnasial-Professor Dr. I. C. Schmitt eine Studie über das Alter unserer Stadt. Auf Grund seiner Untersuchungen kommt er zu dem Ergebnis, daß Würzburg eine der ältesten deutschen Städte ist. Schon vor dem Jahre 100 v. Ehr. sei eine Niederlassung an seiner heutigen Stelle gewesen, so daß das Alter Würzburgs auf mindestens 2000 Jahre zu schätzen sei.
* Zum Schutze des Siebengebirges. Inder „Köln. Ztg." lesen wir: Der Kaiser hat mit der im Grundsatz jetzt festgesetzten Erhaltung des Siebengebirges unserer Rheinprovinz ein Weihnachtsgeschenk gemacht, das in den weitesten Kreisen lebhaftesten Widerhall und herzlichsten Dank findet... Im nächsten Jahre dürfte die vollständige Einstellung des Steinbruchbetriebes gesichert sein, wenn auch die Durchführung der Enteignung den einzelnen Grundstücksbesitzern gegenüber wohl noch mannigfache und langwierige Verhandlungen verursachen wird.
* Ein Hochgeborener. Aus Reichenau im Semmering- gebiet wird der „N. Fr. Pr." berichtet: Am Weihnachtsabend langte eine Gesellschaft, aus zwei Herren und zwei Damen bestehend, in der Neisthalerhütte an und nahm dort Unterkunft. Die Touristen waren munter und vergnügt, bis auf eine der Damen, die über Ermüdung klagte und nach Ruhe verlangte. In kurzem konnte man nicht mehr darüber im Zweifel sein, daß sich da oben in der Bergwelt ein Vorgang abspielen werde, den man gemeinhin mit dem Ausdrucke „Freudiges Familienereignis" zu bezeichnen pflegt. Merkwürdig ist wohl der Umstand, daß die Dame den nicht unbeschwerlichen Weg von der Prein aus bis zur Reisthaler- bütte zurückzulegen imstande war. Ein kräftiges Büblein, der jüngste Tourist, grüßte den Christmorgen mit Hellem Kindergeschrei. Da die Neisthalerhütte auf so jugendliche Bergsteiger nicht eingerichtet ist, wird die Verpflegung von
Mutter und Kind, die sich beide vollkommen wohl J&efin e vom „Erzherzog Karl-Ludwig-Schutzhause" aus durchgesuyn. Merkwürdig ist, daß diesmal von einer Gesellschaft ein Tourist mehr von der Rax zurückkommt, als hinaufgesnegen sind. Sonst pflegt sehr häufig das Gegenteil der Fall, zu sein.
* Mit dem Uebergange des Gutes und Schlosses Cadmen an den Kaiser besitzt dieser insgesamt 50 Sch los s er. Davon sind in Berlin drei: das königl. Schloß, Schloß Bellevue und Schloß Monbijou. In Potsdam befinden sich 13: Stadtschloß, Neues Palais, Babelsbergs Sanssouci, Marmorpalais, Orangerie, Jagdschloß Stern, Belvedere, Salvo, Charlottenhof, bayerisches Haus im Wildpark, Landhaus Alexandrowska und das Schloß auf der Pfaueninsel; in Kassel das Stadtschloß, die Löwenburg und Wil- helmshöhe; in Hannover das Residenzschloß. Ferner gehören dem Kaiser die Schlösser in Wiesbaden, Urville, Straßburg i. E., Stolzenfels, Springe, Burg Sonneck a. Rh., Rominten, Schönhausen, Schwedt a. O., Benrath, Breslau, Brühl, Jagdschloß Grünewald, Celle, Charlottenburg, Erdmannsdorf, Freienwalde a. O., Jagdschloß in der Goerde, Schloß Georgsgarten, Burg Hohenzollern, Homburg v. d. Höhe, Hubertusstock, Jägernhof bei Düsseldorf, Königsberg i. Pr., Königswusterhausen, Letzlingen, Osnabrück, Oliva und das Stadtschloß in Koblenz.
* Die Finanzen eines englischen Klubs. Man schreibt aus London, 22. Dezember: Wenige Leute machen sich einen Begriff davon, wie groß das Budget eines der vornehmen Westendklubs ist. Dem Londoner Korrespondenten des „Manchester Guardian" ist darüber eine interessante Information zugegangen. Sie bezieht sich auf den „Junior Constitutional", dessen Palast Piccadilly ziert. Dieser vornehme Klub begann seine Laufbahn mit einer Schuld von 1 400 000 Mk. und hatte eine weitere Million durch eine Hypothek aufzubringen. Er hat jetzt die Schultzenlast auf 1 180 000 Mk. und die Hypothek auf 920 000 Mk?5eduziert, was ihn immer noch mit einer jährlichen Zinsenlast v^n über 80 000 Mk. belastet. Weitere große Jahresausgabett sind 40 000 Mk. Grundrente, 40 000 Mk. Steuern, Abc^ben und Versicherungskosten, 140 000 Mk. Salaire, Löhne Htub Livreen, 32 000 Mk. Gas- und elektrische Beleuchtung usw. Trotz dieser schweren Auslagen hat der Klub aber jedes Jahr einen Ueberschuß von etwa 60 000 Mk.
Ktteralnr, Wissenschaft und Kunst.
— Kalender für Besitzer von Wertpapieren für 1889. Dieses praktische Handbuch, daS seit einer Reihe von Jahren von dem Bankhause E. Calmann in Hamburg, Neuerwall Nr. 101, berauSgegeben wird, ist neu erschienen und wird von genannter Firma kostenfrei übersandt. Der in diesem Jahre wieder wesentlich erweiterte Kalender enthält alles Notwendige über die Versicherung von Wertpapieren gegen Kursverlust, ferner die VerlosungStabellen der Prämienlose, ZinLtermine sowie eine Reihe von wichtigen und wiffenSwerten Mitteilungen für Kapitalisten. Ein Blick in das Buch schützt auch gegen die Nachteile einer versäumten Kontrolle von Effekten, die der Auslosung oder Kündigung unterliegen.
— Der Kunsiwart. Herausgeber Ferd. A v en ar tu«, Verlag Georg D. W. Callwey, München (vierteljährlich Mk. 2,50, da« einzelne Hest 50 Pfg.) Heft 6 enthält: Jugendschriften. — Weih- nachtSschau. — Hugo Wolfs Mörike-Lteder. Von Richard Batka. — Lose Blätter: Zur Weihnachtszeit. Von P.ter Rosegger — Neuere Lyrik. Gedichte von Julius Hart, Hans Bergmann, Anna Ritter und Max Bruns. — Rundschau, enthält u. 81. Theaterberichte aus Berlin, Dresden, München. — Mustkbertchte. — Eine Reformation des Berliner gesellschaftlich n Lebend. — Darwin über Kunstgenuß. — Btlderbeilagen: Albrecht Dürer, Hieronymus im Gehäuß; Melancholie. — Ludwig Richter, Sternennacht. — Noten- beilage: Hugo Wolf, Zum Neuen Jahr.
Universitäts-Nachrichten.
— Heidelberg. Der Universitäts-Bibliothekar Professor Dr. Jakob Wille wurde zum Honorarprofessor ernannt und werd über Pfäztsche Geschichte leferi. Für daS Fach der Geschichte habtlt- ttrte sich an unserer Hochschule Dr. Alexander Cartelltert.
— Greifswald. Der Dtrector des pharmakologischen Institutes und langjährige Vorsitzender des naturwtffenschaftlichen Vereines von Neuvorpommern und Rügen, Professor Dr. Hugo Schulz, ist zum Geh. Medtcinal-Rath ernannt worden.
— Bonn. Der Profeffor der katholischen Theologie Bernhard Fechtrup ist im Alter von 54 Jahren gestorben.
— Zürich. Die theoloatsche Fakultät unserer Hochschule hat einige Ernennungen zu Ehrendoktoren der Theologie vorgenommev. Unter den Ausgezeichneten befinden fick aus Deutschland: Pfarrer Dr. Karl Manchot in Hamburg und Dr. phltl. Max Krevkel in Dresden.
Verkehr, Land- und Volkswirtschaft.
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