hält die ganze Sache überstürzt. — Abg. Ulrich wünscht von der Regierung eine Vorlage, wie die Sache gemacht werden solle. Die Vorlage müffe auSgearbettet werden, dann sei sie nicht so theuer, wie sie von der Regierung be- tonnt gegeben worden sei.
Der Antrag der Ausschusses wird hierauf gegen acht Stimmen angenommen. Der Antrag Schmeel ist abgelehnt.
Nächste Sitzung Morgen 9 Uhr.
Deutsches Reich.
Berlin, 29. März. Der Kaiser stattete gestern Nachmittag dem Fürsten Hohenlohe einen längeren Besuch ab.
Berlin, 29. März. DaS StaatSministerinm trat gestern Abend 6 Uhr in der Dienstwohnung des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen, welche bis 8 Uhr danerte.
Berlin, 29. März. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht verschiedene Ordensverleihungen an Mitglieder und Angehörige der deutschen Botschaft in Petersburg, aus Anlaß der letzten Anwesenheit des deutschen Kaisers am rusfischen Hofe.
Berlin,29. März. DaS Abgeordnetenhaus erledigte heute in dritter Lesung den Justizetat, den Etat für Handel und Gewerbe, den Etat des Ministeriums des Jauern und den LandwirthschaftSetat. Morgen Fortsetznng der Etat- berathung und Vorlage betreffend Erhöhung der Pfarrergehälter.
Berlin, 29. März. DaS Herrenhaus erledigte heute zunächst einige kleinere Vorlagen und nahm sodann den Gesetzentwurf betreffend die Erhöhung des GrundcapitalS der preußischen CentralgenoffenschaftSkaffe an. Zur Berathung stand dann noch die Novelle zum Aufiedelungrgesetz, dieselbe wurde gleichfalls angenommen. Hierauf vertagte sich daS HauS auf den 26. April. Auf der Tagesordnung steht der Etat. Schluß ö Uhr.
Berlin, 29. Marz. Heute früh hat der frühere Oberfactor Grünenthal vor dem UatersuchungSrichter ein Geständniß abgelegt, über den Inhalt desselben find pofittve Angaben bisher nicht bekannt geworden. Man hofft im Laufe der nächsten Tage vom Staatösecretär der Reichspostamtes v. PodbielSki eine officielle Aufklärung auf Grund deS neuerdings gewonnenen UeberbltckS über die Sachlage zu erhalten.
Paris, 29. März. In der verfloffenen Nacht hat ein Kreuzer des Nordgeschwaders das Torpedoboot „Arter" in den Grund gebohrt. Die Mannschaften konnten fich retten. Der Unfall pasfirte an der Bat von Abervrach.
Avellino, 29. März. Infolge einer HuugerSnoth find hier große Unruhen ausgebrochen. Die Menge erstürmte daS RathhauS und versuchte die Bibliothek in Brand zu stecken. ES mußte Militär requtrirt werden, daS die Menge zerstreute.
Athen, 29. März. Der griechische Gesandte in Paris hat den Auftrag erhalten, die Anleihe zu unterzeichnen.
Cttoles und prooittsiclles.
Sieben, den 30. März
•• Freiheit-gülden. ES wird darauf aufmerksam gemacht, daß eS in diesen Tagen 50 Jahre sind, daß der sogenannte hessische „Preßfreiheitsgulden" in Umlauf kam. Noch mancher nuferer Leser dürfte fich dieser Münze auS feiner Jugend erinnern. Derselbe trug auf seiner Vorderseite da« Bildniß deS späteren Großherzogs Ludwig III. mit der Umschrift: „Ludwig Srbgroßherzog und Mitregent von Hessen." Die Rückseite zeigte die Worte: „Preßfreiheit, volkSbewaffaung, Schwurgericht, Religionsfreiheit, Deutsches Parlament. 6. März 1848." Epäter wurde da« Geldstück wieder eingezogen beziehungsweise gegen das vierzigfache feines CurSwertheS von der Regierung wieder aufgekauft. Heute kostet dieser Gulden im Müuzhandel etwa- über 40 Mark.
•• Den Gefallenen von 1866. Schon seit geraumer Zeit trug man sich mit dem pietätvollen Gedanken, die Gräber der in 1866 bei Laufach-Frohnhofen gefallenen Hessen, Preußen und L^ppe Detmolber, insoweit solche vereinzelt auf dem Kirchhofe zu Laufach, sowie au der Straße bei Nieder- Beffenbach, Frohnhofen und den „Weiberhöfen" liegen, auf jenem Friedhöfe zusammenzulegeu und daselbst ein Denkmal zu errichten. Dieser patriotische Plan geht nunmehr, nachdem alle Verhandlungen zwischen den imeresfirten Kreisen beendet sind, seiner Verwirklichung entgegen. Die Ausgrabung und Etnsargung der schon seit 32 Jahren im kühlen Grabe schlummernden Gebeine steht unter Leitung des Großh. Hess. Baurathes Herrn v. Riefel zu Dieburg. Ami. Maid. I., einem Sonntage, wird die Ueberführung der Särge nach Laufach vollzogen. Am „Johanviterkreuz" in Frohnhofen wird der evangelische DivifionSpfarrer die Einsegnung der Leichenreste, verbunden mit entsprechender Predigt, vornehmen. In Laufach erfolgt die gleiche Feier für die katholischen Gefallenen durch >den katholischen Dtvifion-geistlichen, Herrn Benefiziaten vr. Müller zu Seligenstadt. Die kirchlichen Feierlichkeiten werden fich zwar in einem engeren Rahmen bewegen, dagegen durch Mitwirkung deS König!. Bahr. Jäger- bataillonS zu Aschaffenburg verherrlicht werden. Großartiger geplant ist die Hauptfcier, die Enthüllung des Grabdenkmals, am Gedächtnißtage der Schlacht selbst, dem 13. Juli.
x Plan über die Abhaltung der KorbezirkSschaueu und vullenschauen in dm nächsten fünf Jahre». In jedem Kör- bezirk wird jährlich mindestens eine BezirkSthierschau und eine Bulleoschau abgehalten. Alle fünf Jahre findet eine Provinzialthierschau statt. ES fallen dann die BezirkSthier- schauen aus. Im Jahre 1898 werden abgehalten im ersten
I Sörbezirk: BezirkSthierschau im Kreise Gießen (zugleich Verba ndSauSstel lang für dar ganze Zuchtgebtet des Vogelsberger Viehs), Bullenschau im Kreise Schotten (Vogelsberger uub Simmenthaler),- 2. Körbezirk: BezirkSthierschau im Kreise AlSfeld, Bulleuschau im Kreise Lauterbach,- 3. Körbezirk: BezirkSthierschau im Kreise Büdingen, Bullenschau im Kreise Friedberg. — Im Jahre 1899 werden abgehalten im 1. Körbezirk: BezirkSthierschau im Kreise Schotten (Vogelsberger und Simmenthaler), Bullenschau im Kreise Gießen (Vogelsberger und Simmenthaler)- 2. Körbezirk: BezirkSthierschau im Kreise Lauterbach, Bullenschau im Kreise AlSfeld- 3. Körbezirk: BezirkSthierschau im Kreise Friedberg, Bullenschau im Kreise Büdingen. — Im Jahre 1900 werden abgehalten im 1. Körbezirk: BezirkSthierschau im Kreise Gießen (Vogelsberger und Simmenthaler), Bullenschau im Kreise Schotten (Vogelsberger und Simmenthaler)- 2. Körbezirk: BezirkSthierschau im Kreise Alsfeld, Bullenschau im Kreise Lauterbach- 3. Körbezirk: BezirkSthierschau im Kreise Büdingen, Bulleuschau im Kreise Friedberg. — Im Jahre 1901 werden abgehalten im 1. Körbezirk: BezirkSthierschau im Kreise Schotten (Vogelsberger und Simmenthaler), Bulleuschau im Kreise Gießen (Vogelsberger nnb Simmenthaler)- 2. Körbezirk: BezirkSthierschau im Kreise Lauterbach, Bullenschau im Kreise AlSfeld - 3. Körbezirk: BezirkSthierschau im Kreise Friedberg, Bullenschau im Kreise Büdingen. — Im Jahre 1902 findet eine Provinzialthierschau statt. — Für jede BezirkSthierschau stehen 4000 Mark, für jede Bullenschau 1000 Mark zur Verfügung.
Grünberg, 26. März. Der Dtadtvorstand beschloß die Niederlegung deS hiesigen ersten Pfarrhauses und Erbauung eines neuen au derselben Stelle. ES soll indessen nicht genehmigt werden, daß die Zahltage der Sparkasse, die bekanntlich seither in dem genannten Gebäude abgehalten wurden, auch in dem neuen Gebäude verbleiben. ES steht deshalb in Aussicht, daß der schon lange erörterten Frage der Errichtung eines SparkaffegrbäudeS näher getreten wird. — Anscheinend gehen wir Hierselbst einer recht regen Bauthätig- keit in Bezug auf öffentliche Gebäude entgegen. Außer der Errichtung eines neuen PoftgebäudeS steht nunmehr auch die eines neuen AmtSgerichtSgesbäudeS in Aussicht. Die Kammer bewilligte in ihrer Sitzung vom 26. ds. Mts. das hierfür nöthige Capital.
(§) Ruppertenrod, 29. März. Ein recht trauriger U n - fall trug fich gestern Nachmittag auf der Staatsstraße zwischen hier und Nieder-Ohmen zu, welchem ein junger Mann zum Opfer fiel. Der Laudwirth Geiß von Nieder-Ohmen, ein 28jähriger, nicht lauge verheiratheter Mann, hatte mit seinem Bruder Bauholz auS dem Gemeindewald bei Ruppertenrod geholt. Bei einer Krümmung auf genannter Slraße fiel Geiß, der auf den Baumstämmen saß, vom Wageu. Der beinahe die Erde berührende, am Hinterwagen herabhävgende Stamm erfaßte den zu Boden Liegenden und schleifte ihn mit, bis man ihn aus seiner schrecklichen Lage befreite. Nach Hause verbracht, wo ärztliche Hilfe gerade anwesend war, verstarb der Unglückliche alsbald. Neben schweren Verletzungen am Kopfe, war ihm eine Rippe zerbrochen und in die Lunge gedrungen, eine innere Verblutung verursachend, welche den Tod herdeiführte. Der verunglückte war ein stiller, sehr braver Manu.
AlSfeld, 27. März. WaidmanuSheil. Man schreibt dem „AlSf. KreiSbl." aus Jägerkreisen: Ungleich ergiebiger als in vorderen Jahren scheint fich Heuer die Jagd nach Enten in den nördlich unserer Stadt gelegenen Jagdgefilden an den Ufern der Schwalm zu gestalten. Drei Jäger rückten unlängst beutesuchend aus hiefiger Stadt in das ihnen zu- stehende, oben bezeichnete Jagdrevier ab. Seltenes Waid- mannSglück harrte ihrer dort. Auf verborgenen Pfaden die Ufer der Schwalm entlang schleichend, entdeckte man bald auf dem Wasserspiegel vier stattliche Sumpsvözel. Behutsam näherte man fich, die innere freudige Erregung kaum be- meisternd, dem bekanntlich sehr scheuen Wassergeflügel. Ein Donverschlag auS sechs Flivtenläufen — und vier Leichname treiben schwalmabwärts zu Füßrn der glücklichen Schützen. Ein Freudenruf durchzirtert die Luft. „Anas boschas, die Wildente — zum Unterschied von unserer gewöhnlichen HauS- ente" — erläutert der eine nebenher noch Naturwissenschaft treibende Jagdliebhaber. „Die müssen gut im Futter gestanden haben, daS find ja Mordsexemplare", weinte der zweite und — „da werden fich die Flundern wundern", vollendete der dritte. Kräftig gestärkt ä conto der fetten Jagdbeute trat man später den Heimweg an, und daS ehrgeizige Jägerherz bedauerte im Stillen das Hereinbrechen der Dunkelheit, welche die stolze Trophäe der Bewunderaug Blick entzog. — 2. Act: (Scene: Am Ende eine« unweit deS Schauplatzes «es oben geschilderten Vorgangs liegenden Dorfes- Personen: Eine Frau, ein Mann- Zeit der Handlang: Einen Tag später.) Frau: „Nochder, hat Ehr de naut vo mene vier GänS geseh?" — „Die GänS, ei die hon ech gestern noch of der Schwalm geseh!" — „Se sei Eich fort, ech ho schont Alles ausgesucht!" — „Ech glaub, doas hör en Feschodder gedoah - wer muß emel der Jäger spräche, baffe ewink hinger beß Raubzeik gih!" — — —
4- Eichel-dorf. 30. März. In unserer Gemeinbe hat fich e ne Spar- unb Darlehn-kasse mit unbeschränkter Haftpflicht gebildet zur Gewährung von Darlehen sowie zur Erleichterung der Geldan'.age unb Förberung deS SparfinnS ber Mitglieder. Die Genossenschaft, welche bereits nahezu 30 Mitglieder zählt, hat sich dem heffischen verbände an* geschlossen.
§§ BerntuthShaiu, 26. März. Die Hebamme Margaretha Dietz von dem benachbarten Lichenroth wurde gestern zu einer Wöchnerin nach einem anderen Orte gerufen. Für die schon betagte Frau wurde em Fuhrwerk beschafft. Unterwegs ging daS eine Rad auS dem Wagen, die Hebamme fiel heraus und erlitt einen Rippenbruch.
§§ Crainfeld, 25. März. In der Untersuchungsfache gegen zwei hiesige Handelsleute wegen Erpressung, Wucher und Betrug ist das Verfahren eingestellt worden.
Der Eine, welcher im December 1897 verhaftet wurde, ist auS der Untersuchungshaft entlassen worden.
□ Darmstadt, 29. März. Arn südlichen Theile des ParadeplatzeS hat man jetzt einen Holz-Denkmalaufbau errichtet, um die Wirkung des künftigen Großherzog Ludwig IV.-Denkmals erproben zu können. Leider liegen, wie es scheint, unüberwindliche Hindernisse für die Benutzung deS WilhelminenplatzeS am Neuen Palais, des schönsten bet noch denkmalfreien Plätze unserer Stadt, vor- hier ließen fich auch daß Ludwig IV.- und da« Alice-Denkmal all Pendants aufftellen. — Die auch vielen Fremden bekannte Restauration „Zur Oper" ist von Herrn Röhrig um den Preis von 225000 Mk. an einen Nürnberger Wirth verkauft worden. Herr Röhrtch will ein Waldhotel für Sommer- ftischler usw. an dem „Hirschköpfchen" beim Wilbpark Eingang errichten.
vermischte».
• Kairo, 21. März. Um der Gefahr einer Einschleppung der Pest durch die auS den Wallfahrtsstätten nach Aegypten zurückkehrenden Pilger zu begegnen, hat die Regierung folgende Bestimmungen erlassen: Die Erlaubntß zur Pilgerfahrt wird nur Personen ertheilt, die Nachweisen, daß fie hinreichende Mittel besitzen, um für sechs Monate ihren Unterhalt zu bestreiten. Fall« die Seuche vor Beendigung der Wallfahrt im HedschaS selbst auSbricht, so ist den ägyptischen Pilgern die Rückkehr in ihre Heimath bis zum völligen Verschwinden der Krankheit au« dem HedschaS untersagt. Fremde Pilger dürfen in diesem Falle auf dem Rückwege in Aegypten überhaupt nicht landen. Schließlich haben die Behörden Weisung erhalten, vor Ertheilung der Erlaubniß in jedem einzelnen Falle darauf aufmerksam zu machen, welche Gefahren eine Pilgerfahrt unter den gegenwärtigen Verhältnissen bietet. Trotzdem hat eS den Anschein, alS ob in diesem Jahre die Zahl der Pilger sich nicht wesentlich geringer stellen wird, als bisher, denn schon jetzt — also noch sechs Wochen vor dem Beginn der Wallfahrtsfeste — haben fich bereits 3277 Pilger, darunter 95 Aeghpter, über Suez nach Gaddah begeben.
e Bon dem Umfange des Vogelmordes legt eine von der „Revue Scientlfique" in Paris wiedergegebene Mittheilung Zrugniß ab, die von Frau Edwards-Philipps der Jahresversammlung der Selborne-Gesellschaft gemacht worden ist. Die genannte Dame wohnte neulich in London einer öffentlichen Versteigerung von Vogelbälgen und Federn bei und macht einige Angaben über die dort verhandelten Mengen. Da waren zunächst 318 Kilogramm Federn vom Seeadler, ferner 85 Kilogramm Geierfedern. Sonst wurde die Waare in Ballen verkauft, deren Inhalt sich der Menge nach nicht genau bestimmen ließ, aber soviel war sicher, daß jeder Ballen die UeberbUibfel von Hunderten von Vögeln enthielt. Verkauft touiben auf diese Weise 215051 Ballen Pfauenfedern, 2362 Ballen Paradiesvogelbälge, 228 289 Ballen indische Papageien, 1677 Ballen Broncetauben, 4952 Ballen Gold- und andere Fasanen, 7163 Ballen Eulen und Sperber, endlich noch 38 198 Ballen verschiedener Vögel. Uab solche Versteigerungen sollen im Jahre deS Heils 1897 mindestens vier in London stattgefunden haben. Sollte man da nicht wirklich glauben, daß da« ganze Vogelgeschlecht der Vernichtung entgegeugehen müffe?
* Gegen das Einfuhrverbot amerikarifcher «pfeltheile wird in einer Zuschrift an die „Köln. Ztg." sehr bewegliche Klage geführt, indem hervorgehoben wird, daß damit ein blühender deutscher Industriezweig vernichtet werde, der besonders am Rhein betrieben werde. Die amerikanischen Apfelthei'e, dal Beste und Aromatischste am Apfel, werden dort zur Herstellung eine« wohlschmeckenden, billigen Apfelkraut« Verwender. Die schönen, dichten Fäffer, welche diese Apfeltheile enthalten, werden nicht eher geöffnet, al« bis fie in den Kochkeffel entleert werden. Eine Gefahr durch bte Schildlau- fei daher von vornherein ausgeschlossen, silbst wenn fich die« Jnfect »och im lebenden Zustande in den Apfeltheilen finden sollte. Ist aber der ganze Apfel verboten, dann ist der Apfeltheil natürlich mit verboten und die Klagen In der Zuschrift an die „Köln. Ztg." werden daS verbot nicht beseitigen können, auch wenn eS in dem vorliegenden Falle eine Härte sein sollte.
Ctteratar unb Arinst.
— Katechismus der Farbenlehre von Ernst Beraer. Mit 40 in den Trxt gedruckten Abbildungen und 8 Farbentafeln. In Originalleinenband 4 Mk. 50 Pfg. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Die Farbenlehre, eine nothwenvi-e HilsSwissknfchaft de8 KunstunterrichtS, erklärt dem angehenden Künstler Erscheinungen aus dem Reiche der Farven, bte sich tn der Natur abspielen. Der Maler, der Modehändler, der Blummmacher, dar Gärtner, der Decorateur, überhaupt Jeder, der mit Dingen üi Berührung kommt, die vor Allem auf das Äuge einen wohlthuendm Eindruck machen sollen, mutz den Sinn für Farbe und deren harmonische Aneinanderreihung pflegen- Diese« Ziel Hilst vorliegende, von einem Fachmann verfaßte, keineswegs sparsam illustririe Farbenlehre erreichen, deren optisch-theoretischer Thell vollkommen aus dem Boden der neueren Physiologie steht, wä>r<»b der ästhetische Theil Anleitung gibt, wie die entwickelten physikalischen Grundsätze der Farbenlehre nun auch in der Praxi« Verwendung zu finden habm.
— Katechismus der Finanzwissenschaft von Aloi« Bischof. Sechste verbesserte Auflage. I» Origtnalletnenband 2 Mk. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Zoll- und ©feu erfragen spielen seit zwei Jahrzehnten im politischen Leben eine an Bedeutung stetig wachsende Rolle;» die notdwenüig gewordene sechste Auflage von Bischofs Einführung in die Finanzwissmichaft ist vielleicht ebenfalls ein Beleg hierfür. In der Thar ist diese« Bändchen vortrefflich geeignet, zunächst einen Ucberbluf über bte Ausgaben und Einnahmen des Staate« und die Ordnung des StaatShauShatlS im Allgemeinen zu gewähren. DaS höchst brauchbare Büchlein versetzt jeden Staatsbürger in die Lage, der Erörterung siLanzwirthschaft- licher Fragen in Staat und Gemeinde mit VekstLadnttz zu folgen.
Kehlkopfleidcnden rathen, beim Promeniren oder auf ihren BerufSwegen sich vor den Folgen de« Luftwechsels dadurch zu schützen daß sie sich ber Fay« Achte« «odener «inetal» Pastille« bedienen. Katarrhalische Erkrankungen werden dadurch leicht verhütet. Man kann diese Pastillen im Vorbeigehen in jeder Apotheke, Drogerie ob. Mineralwasserhdlg. S 85 Psg. p. Sch. einkaufen. 410


