Ausgabe 
30.10.1898 Viertes Blatt
 
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Aufgebot erweckt den verdacht, daß Mendik die Uaterjodjung de» östlichen Sudan» uud andere Ziele im Auge habe.

Parte, 28. October. Die radikalen und sozialistischen Abgeordneten der Kammer haben ein Manifest an das Land gerichtet, worin die Haltung der Nationalisten und gemäßigten Republikaner in heftigen Worten getadelt wird.

Paris, 28. October. Die Nachricht, daß der Cassations- hof beschließen wolle, das Drehfus-Urtheil einfach zu annuliren, anstatt durch die Revisions-Verhandlung weitere Enthüllungen über den Generalstab aufzudecken, wird dementirt.

Pari», 28. October. Im weiteren Verlauf der heutigen Sitzung des Cassationshofes erörterte der Referent Bard in seinem Bericht die beiden einzuschlagenden Wege: die Revision mit Verwendung von einem anderen Gerichtshof und die einfache Annullation. Er schloß mit dem Verlangen, der Cassationshof solle eine Enquete einletten, um die ganze Dreyfus-Affaire von Grund aus zu prüfen. Hierauf erhielt der Anwalt der Madame Dreyfus das Wort. Er sprach nur kurz und forderte die Revision sowie die gewünschte Enquete. Alsdann trat eine Pause ein. Nach Wiederbeginn der Verhandlungen wird der General-Procurator Manau das Wort nehmen.

Parts, 28. October. Nach Wiederaufnahme der Ver­handlungen vor dem CassationShof nahm der General-Procu­rator Manau das Wort. Er erklärte, der Cassationshof müsse die Revision des Verfahrens beschließen. Es sei unzulässig, daß der Cassationshof einfach erklärt, Dreyfus ist unschuldig oder schuldig. Das Verfahren müsse auf Grund neuer Thatsachen von Neuem ausgenommen werden. In seinen weiteren Ausführungen beschränkte sich der General- Procurator darauf, diese neuen Thatsachen zu präcisiren. Dieselben sind erstens die Fälschung Henrys und zweitens das Urtheil der Sachverständigen von 1897.

Paris. 28. October. Der General-Procurator Manau beantragte am Schlüsse seiner Ausführungen die Revision und Annullirung des Dreyfus-Prozesses sowie die Ver­weisung desselben an ein neues Gericht und die Suspendirung der Strafe.

Paris, 27. October. Der Confltct zwischen Armee und Justiz wird dem heute tagenden Kaffattonshofe al» warnende Wolke vorschweben. Um ihm auszuweichen, könnte der Caflattonrhof, wie da» WienerFremdenblatt" in einer Besprechung der Dreyfu» Sache meint, zwei Wege betreten. Er könnte Dreyfu», ohne Kenntniß de» geheimen Materiale», einfach auf Grund der ihm bisher zugänglichen Stücke frei­sprechen, seine Mitglieder wären dann heftigen persönlichen Angriffen ausgesetzt, aber die Gefahr politischer Stürme wäre beseitigt. Er köante ferner die neuerliche Untersuchung der Mtlitärgericht»barkeit überlaffen, die vermuthlich neuerdings die Verurtheilung aussprechen würde. Damit wäre jedoch der Sturm auf der anderen Seite eotfeffelt. Alle, die im Namen der Menschlichkeit die Revifiou verlangt haben, Alle, die über die vorgefallenen Fälschungen entrüstet sind und den Kampf ausgenommen haben, um da» Gespinust zu zerreißen, da» von zum Theile noch unbekannten Händen gewoben wurde, und schließlich Alle, die sich diesem Kampse auS politischen Gründen angeschloffen haben, also zunächst die Sozialisten, denen er einen vortrefflichen Agitationsstoff bietet, würden sich zu einem gemeinsamen Borstoße vereinigen. Ein sozia­listischer Ueberwachung» Ausschuß hat sich in der letzten Zeit gebildet, der e» als seine Aufgabe betrachtet, die, wie er verkündigt, durch die Häupter der Armee bedrohte Republik zu vertheidigen. Wird Dreyfu» ein zweite» Mal als Der räther verurtheilt, dann wird die» al» Beweis dafür ange­führt werden, daß man au» der Armee einen Staat im Staate machen wolle, der sich um die Gerechtigkeit nicht kümmert und mit Denjenigen, die in seinen Bannkreis ge- rathen, eigenmächtig verfährt. An die Stelle der Gefahr von der rechten Seite würde die Gefahr von der linken Seite treten, auf der freilich eine geringere Macht steht, die aber in den radikalen und socialisttscheu Rednern über starke Agi­tatoren verfügt. Aber welche Entscheidung immer getroffen wird, so wird auch im günstigsten Falle der Eindruck, den die Ereignisse der letzten Monate hervorgerufen haben, so leicht nicht wieder verschwinden. Ein Gute» könnte immerhin dieser Eindruck erstehen lassen: Die Erkenntniß, wohin der blinde Chauvinismus, der blinde Haß und da» Borurtheil führen. Wäre durch sie nicht der Resonanzboden im Volke geschaffen worden und hätten sie nicht den Demagogen, welche sich an den Geueralstab hefteten, Einfluß verliehen, so wäre vielleicht nicht geschehen, wa» geschehen ist, und die Häupter der Armee hätten sich vielleicht nicht in jener Stellung, die sie irrthümlich einnahmen, verschanzt, sondern hätten zuge- standeu, daß irren menschlich ist uud daß auch sie sich einmal dieser menschlichen Schwäche nicht entziehen konnten.

Ein Thronforderer vermag in dem von inneren Wirren zerklüfteten Frankreich ganz p ötzlich aus dem Schau­platz der Oeffeutlichkeit zu erscheinen. Am ernstesten ist derzeit Prinz Louis Napoleon zu nehmen. E» verdient daher be­sondere Beachtung, wa» derKöln. Ztg." au» Petersburg über ihn wie folgt geschrieben wird: In Peterhof, dem schönen waldgrüveu Landsitz de» Czareu, liegt auch die Kaserne der Garde-Ulanen, deren Commandeur Prinz Loui» Napoleon Bonaparte ist. Der Eokrl de» König»Lustik" von West- salen steht jetzt in seinem 34. Lebensjahre uud bekleidet die Stelle eines russischen Gardeoberstrn. Mau erzählt manche mrhr oder auch weniger nette Geschichte über ihn au» dem Rrich der chronique acandaleuse; man ist auch einig darin, daß er rin tüchtiger Offizier ist, dem der Reiterdieust nicht nur Pflicht, sondern Freude uud Erholung bedeutet. Im Kaukasus hat er eine gute Schule durchgemacht, vortrefflich Rusfisch gelernt und durch feinen Fleiß im Dienst sich manche Freunde erworben. Die unter dem früheren Commandeur etwa» bequem gewordenen Garde-Ulanen der Kaiserin hat der Prinz tüchtig aufgerüttelt, die Reitbahn weiß davon zu erzählen. Obgleich, wie e» heißt, von der Kaiserin Eugeute unterstützt, lebt der Prinz einfach; er glänzt nur durch einige schöne Pferde und durch tadelloseste Kleidung. ES scheint ihm

gestattet zu sein, die verliehenes» fremden Orden nicht zu tragen, wie auch kein russischer Orden auf seiner Parade-Uniform zu bemerken ist. Al» Kroubewerber ist der Prinz bekanntlich niemal» aufgetreten uud auch hier natürlich nicht. Ec be- guügt sich mit einer gewiffen Ausnahmestellung, mit seinem Titel kaiserliche Hoheit, den ihm auch der Gothaer Almanach nicht vorenthält, und mit seinem Retterdienst. Man rühmt ihm nicht zu überseheude militärische Eigeuschaften und Fähig­keiten nach. Seine Beziehungen zu dem russischen Hos find gut, ohne besondere Wärme zu entwickeln. Seine Zeit hat Loui» Napoleon Josef Jerome jedenfall» nicht verloren. Seit dem großen Napoleon ist er der einzige wirkliche Soldat in dem Geschlecht der Bonaparte. Al» Großneffe de» ersten Napoleon und al« glänzender russischer Reiteroberst oder General wird er für viele Franzosen auch wenn die Zu­kunft ihre Versprechen nicht hält immer Gegenstand achtungsvoller Aufmerksamkeit sein uud eiuspriugen können, sobald er den Augenblick für günstig erachtet. Wird die» eiutreten und wird dann die Rechnung stimmen, die von den Betheiligteu heute wohl gemacht wird? Da» ist eine Frage, der wir Deutsche mit kühlem Vleichmuth gegenübersteheu sollen. Heute wird der Prinz von russischer Seite nicht er- muthigt, wennschon er die Gefühle für die französische Republik kennen muß; und auch die Gefühle für alle Orleans, wögen sie rothe Regenschirme oder türkische Generaladjutauteu-Uniform tragen, wie Ferdinand der B-kehrte, find hier kein Geheimniß. Entsagt aber des Prinzen Bruder, Victor N. Jerome, uud springt Loui» Napoleon al» Napoleon V. einmal über Frank- reich» Grenzen, so werden ihm zwar die Peterhofer Garde- Ulanen nicht folgen, aber die allerherzlichsten Wünsche vou hier au» nicht fehlen.

Athen, 28. October. Au» Rethymo wird gemeldet, daß bie Muhammedaner, welche unter russischer militärischer Begleitung die meisten Gebirge in der dortigen Provinz besucht haben, von den Christen freundlich ausgenommen worden find. Sie sanden die Oelpflanzuugen in gutem Zustande. Nur ihre Wohnhäuser find zerstört.

Vermischtes.

Dreizehn Jahre Patient im Krankenhanse. DieN Fr. Pr." schreibt unter« 26. Oktober: Gestern Abend ist auf der Klinik Nothnagel ein Mann gestorben, der fast dreizehn Jahre lang dort darniederlag- e» ist der 28jährige Anton Cana, der al» Gymnasiast mit Erscheinungen von progressivem Mu»kelschwund auf die Klinik kam. Ein selt­sames Geschick fügte, daß er wenige Tage vach dem an Pest erfolgten Ableben de» Dr. Müller starb- Dr. Müller war Cana» Firmpathe und behandelnder Arzt.

Aus der bösen alten Zeit Da« durch denschwarzen Tod" im 14. Jahrhundert völlig verödete Dorf Alt-Liep- nitz bei Bernau wurde am Sonntag gelegentlich einer von der Direction de» Märkischen Provinzial-Musrum» unter­nommenen Excarfiou, an der sich zehn Herren beseitigten, eingehend untersucht. Unter Führung de» Geheimen Re- gierungSrath» Friedel ermittelte mau, wie dasB. T." be­richtet, nicht allein die Lage de» damaligen Pestktrchhof», dessen Grenzen mit runenhafteu Zeichen verzierte Steine erkennen ließen, sondern man fand auch die Stätte, wo die Dorfschmiede gestanden ist, sowie eine Kohlenbrennerei, in deren Umkreis da» Erdreich geschwärzt und von verwitterten Holzkohlenresten durchsetzt war. Die Nachgrabungen wurden dadurch erschwert, daß da» ganze Terrain von uralten Buchen bestanden ist, deren weitverzweigte Wurzeln dem Spaten sehr hinderlich waren. Trotzdem wurden einzelne Fundstücke, die für die Richtigkeit obiger Feststellungen sprechen, für da» Märkische Museum geborgen. E» sei daran erinnert, daß die Pest in den Jahren 1347 bi» 1350 in Europa mehr al» 25 Millionen Menschen dahinraffte und daß fie damals, wenn auch nicht so verheerend wie Italien, Spanien, Frank­reich rc., auch Deutschland heimsuchte- hier starben mehr al» */* Millionen Einwohner. Die Mark Brandenburg kam im Allgemeinen glimpflich davon, wenn auch hier und da ganze Dörser und Flecken vernichtet wurden.

Fürstliche Besuche im Orient. In dem Augenblicke, wo das deutsche Kaiserpaar eine so glänzende Aufnahme im Orient findet, erinnern die Franzosen sich, daß auch fie in Konstantinopel vor nicht allzu langer Zeit noch einengroßen Moment" gehabt haben. Freilich muß man noch etwas hinter das Geburtsdatum 'der dritten Republik zurückgehen, wenn auch nicht weit. Vor 29 Jahren nämlich weilte in Stambul die Kaiserin Eugenie; es war auch im October. Die Kaiserin machte damals eine Reife durch Italien und über Konstanti­nopel, um schließlich an der Einweihung de- Suezkanals, dieses hervorragend französischen Werke», Theil zu nehmen. In ihrer Begleitung befand sich ein glänzendes Gefolge, und in Konstantinopel entfaltete der Sultan alle orientalische Pracht, um den Gast zu ehren. Bei Ankunft der kaiserlichen YachtLÄigle" fuhr eine Flotte von Kriegs- und Handels- schiffen ihr entgegen, und das Feuer von dreißig Batterien kündigte die Landung bei Beylerbey an. Der Sultan selbst hatte sich in einem Landungsboote eingefchifft, um die Kaiserin von Bord desLÄigle" zu holen. Dem ganz unorientalischen Handkuß, mit dem Abdul Aziz sie ehren wollte, entzog Eugenie sich. Der Sultanin Valide machte fie im Serail einen Be- such, der dann auch erwidert wurde. Auch an einer Truppen­schau von 22000 Mann fehlte e» nicht, ebenso wurde zu Ehren der Kaiserin eine Illumination am Bosporus veran- staltet, in welche dreißig Kriegsschiffe mit einbezogen waren. Einen wahren Triumpf feierte Eugenie aber in Egypten; da der zu eröffnende Kanal, wie gesagt, französtschem Unter­nehmungsgeiste zu verdanken war, gebührte ihr, abgesehen von dem höfischen Brauch, die Glanzrolle inmitten der damals zu Jsmailia und Kairo versammelten hohen Persönlichkeiten: Kaiser Franz Josef, Kronprinz Friedrich Wilhelm. Prinz und Prinzessin der Niederlande. Inmitten all dieses Glanzes, den zu bieten der Khedif Ismail sich in die schlimmsten Schulden stürzte, ahnte die Kaiserin nicht, daß sie binnen

wenigen Monaten entthront, verabscheut, das Land verlasse« werde, das sie hier vertrat. Ebenfalls vor 29 Jahren war es, als der russische Großfürst Constantin einen fest ichen Einzug in Jerusalem hielt (am 29. Juni). Die ürkischen Beamten, die Consuln, der Welt- und Ordens- Klerus aller schismatischen Secten fanden sich zu dem Geleit ein für den Sohn Nicolau» L, und die Volksmenge begrüßte den Gast mit all dem bekannten orientalischen Lärm. Der ateinische Patriarch hielt sich jedoch zurück. Damals besaßen die Russen noch keine Niederlassung in der h. Stadt. Zwanzig Jahre später stand schon eine eigene russische Stadt, mit Mauern umgeben, auf dem Gebiete Jerusalems. Wir dürfen als bekannt voraussetzen, daß in demselben Jahre der preußische Kronprinz ebenfalls Konstantinopel und Jeru­salem besucht hat; gerade damals war es ja, wo der Sultan der preußischen Krone die Stelle zum Geschenk machte, auf der sich heute die protestantische Erlöserkirche erhebt.

Eiserne Hochzeit eine» Jmkerpaares. Erne sehr seltene Feier wird da» in der Lüneburger Haide (kreis G fhorv) gelegene Dorf Dannenbüttel am 10. November d. I., brm Geburtstage Luthers und Schillers, begehen, nämlich die eiserne Hochzeit de» Haideimker», jetzigen Altevtheiler» Heinrich Grußeudorf, 92 Jahre alt, mit seiner 87jährigen Gattin Dorothee geb. Grußendorf. Da» alte würdige Paar, welche» sich noch guter Gesundheit erfreut und leichte Arbeiten verrichtet, ist mithin 179 Jahre alt. E» ist seit dem 10. November 1833, also seit 65 Jahren, verhrirathet, und drei Kinder, acht Enkel und Enkelinuen, 13 Urenkel und Urenkel« innen find ihm erblüht, Das alte Jmkerpaar hat stet» reichlich Haidhonig genossen, wa» vielleicht zur Erreichung des hohen Alter» beigetragen haben mag.

Die au» der Erbschaft der verstorbenen Gemahlin de» Fürsten Hohenlohe-Schillingsfürst stammenden R stgüter in Rußland find verkauft. Die 130 000 Morgen umfassenden Ländereien im Gouvernement Minsk find für einen Kaufpreis von 2»/z Millionen Rubel der Firma Gebrüder Pfalzstein zugefallen. Der Kaufvertrag ist bereits staatlich genehmigt.

* Nene» vom Himmel. Am 20. October gegen Mitter­nacht ist von Brook» in Nordamerika ein neuer Komet ent­deckt worden, der al» hell (im Fernrohr) bezeichnet wurde. Sein Ort am Himmel war zur Zeit der Entdeckung: Rectascenfion 218« 2', nördliche Deklination 60° 25 und seine Bewegung nach Südoft gerichtet. Der Komet steht also im Sternbild de« Drachen und bewegt sich gegen das Stern­bild de» Boote» hin. Seit Auffindung de» merkwürdigen Planeten 1898 DQ find noch zwei kleine Planeten auf­gefunden worden, nämlich Planet 1898 DR am 11. Sep­tember auf der neuen Sternwarte KönigSstuhl bet Heidelberg durch Professor Wolf und Planet 1898 DS an demselben Ort und Abend durch Professor Wolf und Dr. Schwaßmann. Beide kleine Planeten find 11. Größe und photographisch entdeckt worden. Der Planet DR hat gelegentlich der Taguug der Astronomischen Gesellschaft in Pest von dieser den Namen Hungaria erhalten. Die Berechnung seiner Bahn durch Dr. Berberich ergab, daß dieser Planet sich wie die Übrigen Planetoiden zwischen den Bahnen des Mar» und Jupiter be­wegt und durch kurze Umlaufszeit bemerkenswerth ist. - Photographische Aufnahmen zu Arequipa in Peru und an der Harvard Sternwarte zu Cambridge tu Nordamerika haben die überraschende Thatsache ergeben, daß eine Anzahl kugel­förmiger Sternhaufen sowohl am nördlichen wie am südlichen Himmel eine große Menge veränderlicher Sterne enthält, deren Lichtwechsel in manchen Fällen in weniger al» 24 Stunden sich vollzieht. In einem einzigen Sternhaufen fanden sich unter 900 untersuchten Sternen nicht weniger al» 182 ver­änderliche. Eine genügende Erklärung dieser überaus merk­würdigen Erscheinung kann zur Zeit noch nicht gegeben werden.

Ein Revanche-Meuu. Au» Pari», 24. Oktober, schreibt man derFr. Z.": Bon Interesse dürste da» Menu de» gestern in dem Restaurant auf dem Eiffelthnrm ab« gehaltenen Banket» der Elsaß-Lothring er sein, deren Hoffnungen freilich ebenso in der Luft schweben wie da» Restaurant, in dem sie sich befanden. Da» Menu lautete:

Hors-doeuvre vanes Releves Saumon froid du Rhin Entr6e

Choucroute de Strassbourg garnie Rötis

Dindonneau dAlaace. Filet de Lorraine Salade

L6gumes Flageoleta et haricots vers des Vosges Entremeta

Bombe franco-ruaae (!) Desserts.

Fruits, fromages.

Yins.

Hnit>erfitäts»2Xad?rid?ten*

- Göttingen Der Geh. Justizrath Professor Zorn i- KönigSberg, der zum Beginn dieses Wintersemester« in den Lehr körper unserer Univerfität eintreten sollte, wirb vorläufig noch KönigSberg^bltidem * $ Ps Dr. A. Schröer Hai den an ih« ergangenen Ruf al« Lehrer für englische Philologie an die UniverM ~X6Ä:n. Dt< ht.st». 3urwm.sacu.tit hat JJ-Jj der erhobenen Beanstandungen auf Anregung de« Cultusministeriu ihre Promotionsordnung einer Aendervng unterzogen, »ui aehobm wurde die Bestimmung, wonach die mündliche Doctorprüstw» schon vor Einreichung der D.ssertation abgelegt.werden kormi^ Außerdem wurden gewisse Verschärfungen etugeführt. indemi WJ besondere bei der mündlichen Prüfung fortan ini ber Hege nur e» Candidat jeweils geprüft werden und die mündliche Prüfung z Stunden dauern soll. Hiermit ist in ben wesentlichsten Punkten et*

| annähernde, wenn auch nicht vollständige lieberdnftimmunß PromotionSordnungen der Juristen-FacuUäten an ben drei bayerisch LandeSuniversttälen herbeigeführt.

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