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waltungeu erzielten Fahrtvergünstigungen gebeten worden. Wir bringen die- aufklärungsweise zur Keonntuiß der In» tmffenten.
•• Zur Erleichterung des Packetavuahweverkehrs tft von der ReichSpoftverwalrung eine Eturichtung getroffen worden, die, wenn fie sich bewahrt, im größeren Umfange eingeführt wird. ES sollen nämlich, wie der „Confectionär" erfährt, die großen Geschäfte ihre eigenen Packetannahmestellen erhalten. Der erste Versuch ist bei einem der größten deutschen Versandtgeschäfte in Deffau gemacht worden. Bet dieser Firma ist nach langwierigen Verhandlungen, die beinahe 29/4 Jahre gedauert haben, in einem vom Geschäfts- Hause der Firma an die Postverwaltung abgetretenen Raume eine Packet-Annahmestelle geschaffen worden, in welcher die Poft die Packete der Firma annimmt, um fie direct zum Bahnhofe zu befördern. Die Gegenleistungen sind allerdings nicht unbedeutend. Außer der Hergabe des Raumes muß die Firma die sämmtlichen Bureau^ und Materialkosten tragen, sowie als Entschädigung für Beamte und Transportkosten eine Gebühr von U/a Pfg. für das Packet entrichten, was bei einem Verkehr von 800,000 Packeten jährlich 4500 Mk. auSmacht.
«Bl Oberheffeu, 27. Juni. Ein so nasses Frühjahr, wie dasjenige des 1898er Jahrganges, haben wir se t Menschengedenken nicht mehr gehabt. Vom 22. März bis 21. Juni kommen bet uns auf einen Tag mit Sonnenschein zwei bis drei Regentage. Landregen wechselten mit kleinen Wolkenbrüchen und Gewittern ab, glücklicherweise blieben wir von Hagel verschont. Die Halmfrüchte sind überaus üppig, seit e uigen Tagen lagern fie fich, und daS ist sehr schade, denn Welzen, Gerste und Hafer haben noch nicht verblüht, wodurch eine schlechte Körnerernte erwartet werden muß. GraS und Klee giebt es massenhaft, aber das Trocknen ist sehr mühsam. Dickwurzelu, Zuckerrüben und Kartoffeln sehen prächtig auS- ihre Bearbeitung ist um deswillen erschwert, weil der Ackerboden durch die schweren Regeugüffe hart und fest geworden ist, wie eine Scheuerteune. DaS Obst hat durch die anhaltenden Regengüsse bedeutend gelitten, es zeigen sich auch schädliche Raupen an den Bäumru. Am Besten find noch die Zwetschen davon gekommen. — Die Viehpreise haben fich nach dem „Darmst. Tgl. Anz." gut gehalten. Milchferkel find sehr gesucht und werden gut bezahlt, da- Schwetnemäftru ist besonders da lohnend, wo Molkereien bestehen, die die Magermilch billig abgeben. Für die Imker kann eS einem leid thun, sie haben viel unter ber anhaltenden Näffe zu leiden- dagegen sind die Jagdaussichten recht gut. Wenn wir endlich warme trockene Witterung bekämen, würden die 1898er landwirthschaftlicheu Ergebnisse immer noch recht besrtedigeud auSfallen. Die neuen Bahnlinien haben nach wie vor einen lebhaften Verkehr, der fich gegen den Herbst hin noch bedeutend heben wird.
K. Bad-Rauheim, 28. Juni. Ein künstlerisch werthvolleS WohlthätigkettScoucert veranstaltete am vergangenen SamSlag Frau Sauitätsrath Emma Müller, die bekannte Leiterin des „Emma-Heim" in Bad-Nauheim im großen Theatersaal des Kurhauses, den eine stattliche Zahl von Kunstfiunigen uad zum Wohlthun bereiten Badegästen (circa 250 Personen) füllte. Der Zweck des schönen Unternehmens war einerseits die Unterstützung des BaufonbS der Bad- Nauheimer DankeSkirche, andererseits die Ermöglichung der Gründung eines KcankevpflegeheimS für Arme aller Eon- fesfionen. Doppelt dankbar tft unter diesem GefichtSpunkt sowohl die Thatkraft der Veranstalterin, als die Liebenswürdigkeit der Künstlerschaar anzuerkennen, welche fich, mit trefflichem Gelingen, in den Dienst der guten Sache gestellt hatte. DaS stimmungsvolle Fest wurde durch eine von Frl. Life Waldau mit Wärme gesprochenen Prolog eingeleirrt dem fich die Darstellung eines lebenden Bildes und nach dem bekannten Eichstädt'schen Gemälde „Frühlings-Erwachen" anschloß. DaS Bild war noch etwas erweitert worden durch die Einfügung der Gestalten pflegender Schwestern, welche dem die HoffnungSluft der Genesung athmenden Krieger noch eine ganz besonders paffende Folie gaben. Als wirklich werthvoll ist, wie oben gesagt, der musikalische Theil der Veranstaltung zu bezeichnen. Die Hauptstücke deS Programms bot der 40 Damen starke dreistimmige Frauenchoc aus Hanau, durchweg Schülerinnen der reuommirten Hanauer GesangS- lehrerin und Künstlerin Frau Balser-Landmann. Mit diesen Damen, deren anmuthige Gestalten schon die Sympathien der Zuhörer für sich in Anspruch nahmen, legte Frau Balser Landmanu wirklich Ehre ein. Der Rhetnbergrr'iche auS fünf Piecen bestehende Chor „Maitag" ging nach Ueberwiadung der ersten BefaagenheitSschwierigkeiten sehr flott und schön von statten und erregte ebenso, wie die Walzer-Idylle von Koschat stürmischen Bei,all. Wie Frau Balser-Landmann fich al» Lehrerin bewährte, zeigte fie fich auch vortheilhaft vis mit schöner modulationSfähiger und wohlgeschulter Stimme begabte Sängerin in einer Reihe prächtig gesungener Lieder und dem leider so selten gehörten Duett au» „Die Jahres- gelten" von Haydn. In dem letzteren asfistirte ihr der Tenorist deS Staditheaterl in Freiburg, Herr Gygrr, der al« Operettensäager am Bad-Nauheimer Großh. Kurtheater wirkt. Herr Gyger ist bei den Curgästeu mit Recht sehr beliebt. Sein sympathischer Tenor kam besoncerl in dem erwähnten 7 aett, wie auch in der Covatine aus demselben Haydn',chen herrlichen Werke zu vollster Geltung. Der B^jazo Prolog — eigentlich eine Baryton Partie — lag dem Sänger wohl ein klein wenig zu tief. UebrigenS verdient die dlserete verftändnißvolle Clavierbegleitung des Herrn CaprllmeisterS Boche anerkennende Erwähnung. Der Instrumentale Theil deS ConcertS wurde von der Kurkapelle unter Leitung deS Herrn MachiS treffltck auSgrführt, dessen eigener Compofition, der Othello-Ouverture auf daS Lebhafteste applaudirt wurde. Zum Schluß sei erwähnt, daß der Ertrag deS wohlgeluugeneu Festes, für das wir Frau Sauitä'.Srath Dr. Müller und allen Mitwirkenden aufrichtigen Dank
schulden, fich auf 865 Mk. nach Abzug aller Kosten bez'ffert, wovon die Hälfte auf dea Baufonds der DankeSkirche, die andere Hälfte auf den Verein für Krankenpflege entfällt.
Darmstadt, 27. Juni. Der große Senat der Technischen Hochschule hat kürzlich beschloffen, daß Honorar-Erlasse, Stipendien und sonstige Beneftcien nur noch an solche Studtreude vergeben werden sollen, die ihr w'ffenschaftlicheS Streben durch Betheiligung an den Sewestralprüfungen oder Vorprüfungen, bezw. durch Lösung von PrrtSaufgaben bethä- tigt haben, und daß diejenigen Herren, welche im Besitz derartiger Vergünstigungen find, fernerhin nur Aussicht auf Weitergewährung haben, wenn fie sich in der vorgenannten Weise bethäiigen. Gleichzeitig werden auch die Hospitanten an der Anstalt auf die Ablegung von Sewestralprüfungen aufmerksam gemacht mit dem Htnzufügen, daß neben der Er- fülluug der sonstigen Vorbedingungen dieselben nur dann Aussicht auf Aufnahme als Studirende haben, wenn fie fich au den Semestralprüfungen dethetligen.
Seligenstadt, 27. Juni. »Rasch tritt der Tod den Menschen an." Der auch in weiteren Kreisen bekannte und geachtete Herr OberamtSrichier Carl Tasche dahier, ist während vrrwichener Nacht infolge eine« Herzschlages im Alter von 43 Jahren verschieden. Der Verstorbene,der Sproffe einer hochangesehenen Familie in Gießen, wirkte als Richter zu Lorsch, Herbstein und Butzbach. Im Juli 1894 wurde er zum Odrramtsrichter am hiesigen Amtsgerichte befördert, nachdem er schon wiederholt hier aushilfsweisr thätig war. Die Leiche wird nach der Heimath Gießen überführt und daselbst bestattet. Der Verstorbene war unverheirathet.
Arrr der Zeit für Me Seit
Vor 91 Jahren, am 30. Juni 1807, wurde zu Ludwigs- bürg der berühmteste Aesthetiker Deutschlands Friedrich Theodor Vischer geboren. Er betrachtet das Naturschöne als objective, die Phantasie als subjective Existenz des Schönen. Vischer ist selbst da, wo man nicht mit ihm übereinzustimmen vermag, anregend und interessant. Er starb am 14. September 1887 in Gmunden.
Vermischtes.
• Eisenbahn-Unfall. Der Montag Abend um 11 Uhr 10 Min. von Essen (Hauptbahnhof) nach Berlin abgegangene Nachtschnellzug D 5 stieß beim Durchfahren de» Güterbahnhofes Essen auf drei über die Geleise gelegte Eisenbahnschwellen. Durch den Zusammenstoß wurden die Bahn- räamer der Locomotive abgebrochen uad die Schwellen über 100 Meter weit sortgeschleudert. Sonstige Beschädigungen an Locomotive uad Geleisen sind nicht vorgekommen. Nach dem Thäler wird eifrig geforscht- die Eisenbahn-Verwaltung hät auf seine Ergreifung eine Belohnung von 3000 Mark auSgesrtzt.
• Von einem italienischen Grünenthal w.rd berichtet: Em gewisser Salvatore Grim al di schockte aus Catania an fr-ne in Neapel wohnende Gattin Teresa ein Poftpacket, da- er auf der Begleitadieffe als eine „Schachtel mit Süßigkeiten" declarirte. Auf der Zollstattou in '-eapel wurde das Packet jedoch geöffnet, und man fand, daß es anstatt der Süßigkeiten ein Paar Schuhe enthielt, in welchen 103 gefälschte Huudertlireschetkie lagen. Die Scheine find so vorzüglich nal-geahmt, daß fie von vier erfahrenen BankterS für echt erklärt wurden. Die Fälschung wurde erst von dem Kasfirer der Banca d'Jralia constattrt. Grimaldi und seine Gattin wurden verhaftet. _____
Universität- - Nachrichten.
Jena. Die fortwährend steigende Zahl der Theilnehmer und Theilnehmerinnen an den von der hiesigen Universität (vom 3. bis 23. August d. I.) veranstaUeten Feriencursen hat eine Erweiterung des Programms veranlaßt. ES werden folgende Eurse zu halten beabsichtigt: A) Allgemeine Fortbtldungscurse für Damen und Herren. 1. Allgemeine Pdysiolog e, exakte Naturlehre, Geologie, Physiologische Psychologie, Pilofophie, Religionsgeschichte, CuUur- gefchichte. 2. Pädagogik: Schulhygiene, Allg. Didacttk, Spez. Dtdacttk, Theorie des Arbettsunterrichts, Methodik des geographischen Unterrichts, Pädag. Patbologte. 3. Sprachcurse und Ltteratur- aeschtchte für Ausländer. B) Besondere Fortbildungscurse für Lehrer der Naturwissenschaften an höheren Lehranstalten: Astronomie, Botanik, Mineralogie, Physiologie, Physik, Zoologie.
WöcheMliche UeberstchL der TodeSsälle tu Gieße».
26. Woche. Vom 19. Juni bis 25. Juni 1898.
Einwohnerzahl: angenommen zu 24 100 (tncl. 1600 Mann Militär) SlerSttchkettSziffer: 17,26, nach Abzug der Ortsfremden 12,95 9/ro.
Kinder
Ei» starben an: Safe«»«; Erwachsene: im vo»
1.Lebensjahr: 2.—Id.Jahrr
Krebs
1 (1)
1 (1)
—
—
Zuckerruhr
1
1
—
—
Lungenschwindsucht
1
1
—
—
Furunkulose
1
—
1
—
Brechdurchfall
1
—
1
—
Krämpfen
t
—
1
—
Lebensschwäche
1 (1)
—
1 (1)
—
Verbrühmig
1
—
—
1
Summe: 8 (2)
3 (1)
4 (1)
1
A n m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel« ber Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gieße» gebrachte Kranke kommen.
VerLehr, Cawb* ««d Vottswirthschaft»
Gießen, 29. Juni. Vtehmarkt. Der gestrige Kuhmarkt hatte einen nach jeder Richtung hin befriedigenden Auftrieb. Käufer vom Main, Rhein und von der Steg machten den Markt lebhaft, wozu noch die guten Futterausstchten dieses Jahre» kommen, welche bewirken, daß sich die Preise für Zuchtvieh in der alten Höhe halten. Aufgetrteben waren 1100 Stück Rindvieh, darunter etwas mehr als ein Driittheil Kälber. Gesucht für die Taunusbäder waren schwere Milchkühe, welche durchgängig mit 550 Mk. pro Stück bezahlt wurden, leichtere Waare wurde mit 350—400 Mk. und ältere sogen. Abmelkkühe wurden mit 200-250 Mk. gehandelt. Schwere Kälber, die stark für Bad Nauheim gekauft wurden, kosteten 63—67 Mk., Mtttelwaare 57-60 Mk., leichte Waare 50-54 Mk. pro 100 Pfd. Schlachtgewicht. Fette Rinder waren nur vereinzelt am Markt und wurden für den localen Bedarf angekauft.
Temperatur der Lahu und Luft
nach Reaumur gemessen am 28. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags 5 Wasser 14'/,°, Luft 15'/,".
Rübsamen'scke Badeanstalt.
Had?ricbt<n.
Depeschen des Bureau „Herold^.
Berlin, 29. Juni. Dem „Local-Anzeiger" wird auS Madrid gemeldet, General Augustin telegraphirte auS Manila, daß Aguinaldo daS Bombardement von Manila angekündtgt, wenn der Platz nicht innerhalb 24 Stunden Übergeben fei. Augustin würdigte ihn gar keiner Antwort. Dabei gesteht Augustin zu, daß bei dem anhaltenden Regen die Verthridiguvgsmittel besonders aber auch die provifort- scheu Befestigungen sehr beschädigt seien. Die Zahl der Kranken beträgt nahezu 1500, während Aguinaldo über 30 000 Bewaffnete und über einen Anhang von 100000 Leuten gebietet. Die Zahl der in Manila befindlichen Deutschen beträgt nicht 40 sondern nahezu 100.
Krakau, 29. Juni. Weitere Unruhen werden auS verschiedenen Orten gemeldet. Die für heute angesagte socia- listische Mickiewicz Feier sowie eine christlich-sociale Volks- Versammlung wurden infolge der befürchteten Unruhen von Poltzei-Direcrio n verboten.
Paris, 29. Juni. Sobald Brisson heute seine Pro« grammrede gehalten hat, werden zwei Interpellationen eiugebracht werden. Die eine von Castellane, betreffend die DreyfuS-Affaire, die andere von Dupuy und Poincaiv über die allgemeine Politik.
Loudon, 29. Juni. Nach Meldungen auS Washington ist der dortige russische Botschafter andauernd bemüht, im Sinne einer Friedensvermittelung zwischen Amerika und Spanien und gegen die Eventualität einer weiteren Annäherung zwischen Amerika uad England zu wirken. Faller trotzdem zu der letzteren Verbindung kommen sollte, soll Rußland entschlossen sein, fich mehr oder minder offen für Spanien zu erklären.
Loudon, 29. Juni. „Standard" meldet aus Santiago, daß infolge der ungewöhnlich großen Hitze die amerikanischen Truppen ihre Uniform aaSgezogen haben und halbnackt umherlaufen.
Madrid, 29. Juni. Aufsehen erregt die Erklärung deS Biscdofs von Barcelona, daß er die Foitsetzung bei ungleichen Kampfes als ein tolle- gottlose- Beginnen erachte. Spanien solle die Feindseligkeiten sofort etnstellen und direct mir den Vereivigten Staaten ohne fremde Intervention über btn Frieden verhandeln.
Madrid, 29. Juni. Der Londoner Meldung, daß England den Suez Kanal zu sprengen beabsichtige, wird in hiesigen Regierungskreisen keine Autyentität beigemeffen, da nach den Bestimmungen der Convention eine solche Sprengung unzulässig ist.
Montevideo, 29. Juni. Auf Veranlassung der spanischen Regierung ist eine Menge von Heilserum gegen da- gelbe Fieder nach Spanien gesandt wo.den, um von dort nach Cuba geschickt zu werden.
New-Zork, 29. Juni. Die Blätter melden, daß 20000 Mann Verstärkung nach Santiago obgthen werden.
New-dork, 29. Juni. Der „New-I)ork Herold" meldet aus Hongkong: Ein Kohlen Transportschiff, welche- au! Manila angekommeu ist, bringt die Nachricht, daß auf den General Augustin zwei Mal ein Mordversuch verübt worden sei. Das Attentat sei jedoch beide Male vereitelt worden.
Washington, 29. Juni. Indem Krieg-rathe, welcher in Jaragua abgehalren wurde und au welchem General Shafter sowie der Jnsurgentensührer Garcia theilnahmen, wurde beichlossen, einen Enrsch etdungSangrtff auf Santiago auf den 5. Juli feftiusetzen. Den amerikanischen Vorposten ist e- gelungen, die Wafferzufuhr nach Santiago abzuschneiden.
Washington, 29. Juui. Mac Kinley hat bekannt gegeben, daß über da» südliche Cuba von Cap FranciS bis Cap Cruz sowie über San Juan die Blokade verhängt sei.
— Es dürfte unsere Leser tnteressiren, daß auf dem Gebiet des Speisefeiterfatzes für Butter und Magarine das hervorragende Fabrikat Palmin, ein chemisch reines Pflanzenfett, mehr und mehr die Aufmerksamkeit im Publikum und in Fachkreisen erregt. Das Mannheimer Palmin hat im Monat Mai und Juni nicht weniger als vier höchste Auszeichnungen erhalten uad zwar: auf der Kochkunstausstellung in Elberfeld die goldene Medaille mit Ehrenpreis, auf der Bäckereiausstellung in Altenburg die silberne Medaille mit Ehrenpreis, auf der Bäckerei- und CondttoreiauSstellung in Erfurt die silberne Staaismedaille von Schwarzburg Sondershausen, auf der Kochkunstausstellung in Remscheid die goldene Medaille. Diese Auszeichnung dürfte in ihrem Zusammentreffen einzig fein und kann man der Firma H. Schlinck L Co., Mannheim, zu solchen (5r- folgen Glück wünschen Besonder« interefsirten die PreiscomitsS die vom Lette-Verein in Berlin, der ersten deutschen Hausfraum- fchule, hergestcllten Palmin-Torten, welche nach einem befonderen Rezept von der Kochschulvorsteherin d.S Lette-Vereins, Fräulein Elise Hannemann gebacken worden find, und das seiner Vorzüglichkeit halber die Aufmerksamkeit Ihrer Majestät, der Kaiserin Friedrich erregt, und heule mit höchster Genehmigung den Namen Kaiserin- Friedrich-Torte erhalten hat.
— Während im Eisen- und Stahlgewerbe englische Fabrikate auf dem deutschen Markte allmählich verdrängt und durch einheimische Erzeugnisse ersetzt worden sind, wird von dem Artikel „Stahl- Federn" noch heute der weitaus größte Theil des deutschen Verbrauche« von England gedeckt. Dabei ist zu beachten, daß die meisten Federn, welche mit deutschen Firmen oder Benennungen gestempelt sind, nicht deutschen sondern englischen Ursprung« find. Große Summen wandern auf diese Weise ins Ausland und gehm der nationalen Arbeit verloren. Seit dem Jahre 1850 auf dem Gebiete der 9tadelindustrie thätig und der halb mit der Behandlung deS Stahles vertraut, hat die Firma Brause L Co., vor drei Jahren die Herstellung von Stahlfedern ausgenommen und eS sich zur Aufgabe gestellt, ein Erzeugnis zu liefern, welches dem besten englischen mindestens ebenbürtig ist. Diese Schreibfedern tragen den Fabrikstempel Braufe k Co., Iserlohn" und sind zu beziehen in Gießen durch: Ernst Balser, H. Kühn, C. Lüdeking, C. Steinhäuser und alle übrigen Schreibwaarenhandlungen.


