Ausgabe 
30.4.1898 Erstes Blatt
 
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di« Metsterfchaf1S.Kußtourtft wird morgen SamStag in Gießen eintreffen. Derselbe, H. Kögel mit Namen, hat gestern Abend Coblenz verlassen, wird in Gießen verweilen und hier einen (den 519.) Vortrag halten. Der in Begleitung seine» Bruder» reisende Tourist hat am 6. April Pari» ver« lasten, um im Jahre 1900 zur Weltau»stellung von seiner Weltsußreise zurück zu feto. Die Fußretsenden wollen folgende Städte und Länder pasfiren: Part», Reim», Sedan, Luxem- bürg, Trier, Coblenz, Gießen, Marburg, Cassel, Eisenach, Gotha, Erfurt, Gero, Ehewuitz, Dre»deo, Bre»lau, Warschau, Mo»kau, daun südlich Teheran (Persien), Belutschistan, Indien, Tibet, Btrm-^, Siam, Sumatra, Java, Japan, China, Sibirien nach Moskau und wieder südlich nach Teheran, Bagdad, Jerusalem, Cairo und Nord-Afrika, Spanten und Parts. 189596 ging Kögler bereit» um die Welt und 1893 von New-Uork nach Sao-FranctSco.

Preisausschreiben. Die Senckenbergifche Naturforschende Gesellschaft tu Frankfurt a. M. hat einen Preis von 1000 Mk. ausgesetzt für die beste Arbeit, die einen Thetl der Mineralogie des Gebietes zwischen Aschaffenburg, Heppen- heim, Alzey, Kreuznach, Cobleoz, EmS, Gießen und Büdtugen behandelt. Die Arbeiten find bi» October in verfiegeltem Umschläge, mit Motto versehen, au die Dtrectiou der Gesell- schäft etuzuretchen. Der Name deS Verfassers ist in einem mit gleichem Motto versehenen zweiten Umschläge bet« zusügen.

Obst« und Weinbau in Hessen. Aus einer Aufstellung der landwtrthschaftlichen Vereine ergiebt sich, daß im Groß- herzogthum i. I. 1897 im Ganzen 182 772 Dctr. O b st im Werthe von 1 970,118 Mk. geerntet uud 310 023 Heto- liter Wein im Werthe von 8 721 861 Mk. geherbstet I worden find. Auf Rheinhessen kommen allein 293 223 Hecto- liter mit einem Werthe von 8 324 667 Mk.

müssen mit Vorbehalt ausgenommen werden, da die ameri­kanischen Panzerschiffe genöthigt waren, sich nach einer halben Stunde zurückzuztehea.

Erklärung ab: wenngleich die obligatorische Fletschschau in einer Reihe von BuudeSstaateu, wenn auch in verschiedene« Umfange bereit» besteht, so bin ich doch der Auficht, daß zum Schutz vou Gesundheit und Leben der Bevölkerung diese E urichtnog iw ganzen Reich, und zwar nach überrtusttwwendeo Grundsätzen, einzuführen ist. (Beifall.) E» besteht deshalb die Abficht, dem BuodeSrath den Entwurf eines RetchSge- fetzeS betreffend die Eivführnug der obligatorischen Fletsch­schau im ganzen Reich zur Beschlußfaffaug vorzulegeu. (Bei­fall.) Selbstverständlich werden gegenüber der ausländischen Einfuhr von Fleisch uud Fleischwaaren mindesten» gleich- werthige hhgietvtsche BorfichtSmatzregeln zur Anwendung ge­langen wüffen, wie gegenüber den inländischen Erzeugntffeu gleicher Art. (Beifall). Bet der Vorbereitung deS Reich»- gesetze» wird auch der Punkt der zwangsweisen Schlachtvieh- verficheruvg mit in Erwägung zu ziehen sein uud ebenso eine zweckmäßige Berwerthoug der ConfiScate. (Beifall).

Kaufmännischer Verein. Mittwoch den 27. April, Abends vou 9 Uhr an hielt Herr Realgymnafiallehrer Koob im kaufmännischen Vereinshause einen Vortrag überunsere Sonne" mit Demonstrationen au Lichtbildern, welcher deutlich

- . ........ Die an­

wesenden Damen und Herren folgten aufmerksam dem ein- etuhalbstüudtgeu Vortrag uud belohnten den Vortragenden am Schluffe mit lebhaftem Applaus. Der Vorfitzende des kaufmänulfcheu Verein», Herr Orbig, dankte Herrn Koob im Namen de» Verein» und der Zuhörer mit warmen Worten und knüpfte daran die Bitte, ähnliche Vorträge möchten diese« folgen.

Citerotu*

Der Krieg -wischen den Vereinigten Staaten van

Nordamerika und Spanien tu nach drr Verlchärsung, die der -wischen dtrsrn beiden Staaten auSgebrochene Eonflici ersahren hat, als unvermeidlich anzusehen. Bet den drohenden Verwickelungen, welche die Gebildeten aller Nationen mit gleichem Interesse versolgen, M eine übersichtliche und gut orienttrende «arte nicht zu entbehren.

d^er die im Verlag- von Carl Flemming in Glogau erschienene Generalkarte der Dereintgien Staaten von Nordamerika mit den Ba bam a,Inseln und ifuba sowie mit Nebenkarten von Alaska und Portortco. De, vauptoorzug der Karte besteht darin, daß aus ihr die für dm bevorstehenden ioaniich amerikanischen Krieg in erster Linie in Betracht kommendm Gegendm und vor Allem die betreffenden Häsm in einer Au4d«hn- ung und Ueberstchtltchkeit enthalten sind, wie fit durch keine der biß« i »."lAenenen cialkarten auch nur im entferntesten erreicht wird. Diese vortreffliche Karie ist durch alle Buchhandlungen zum Preise von 1 Mark zu begehen

Der 18. Berbaudllag deutscher Schlosser wird vom I *9. bi» 21. Juni d. I. in Eisenach abgehalten. Man I erwartet zu den Berathungen einige Hundert Schloffermetfter | au» allen Thetleu Deutschland».

* e Der deutsche GastwirthStag, der für die Tage de» I 14- bi» 17. Juni in Berlin stattfinden sollte, ist mit Rück« I ficht auf die für den 16. Juni vorgesehene ReichStagSwahl auf eine unbestimmte Zett verschoben worden.

* 3« Amerika verstorbene Hessen. Son FraoctSco, Cal., Frau Katharina Hildebrand, geb. Schmidt, 51 Jahre alt, au» Merkenfritz. Marietta, O., JohanoeS Kilmer,, 73 Jahre alt, au» Horbach. Dayton, O, Wilhelm Kuchen, 85 Jahre alt, aus Guntersblum. MaScoutah, Jll., John Sch arth, 67 Jahre alt, au» Essenheim. Elisabeth, N-I., Frau Maria Dönges, ged. Froveberg, 77 Jahre alt, aus Gernsheim. Washington, D.-C., Jacob Eller, 44 Jahre alt, aus Bergheim.

Darmstadt, 28. April. Nach der Meldung eine» htefigeu Blatte» hat fich der Musketier Schäfer vom 118. Regt- «tut in WormS gestern Nachmittag hinter den Schteßstäuden iw Wald von Bürstadt erschossen, während seine Abthetluag Schießübullgen hielt. Da» Amtsgericht Lorsch wurde sofort von dem Falle verständigt.

Mainz, 28. April. Die seit Wochen Im Gange befindliche Lohnbewegung im hiesigen Zimmer- gewerbe ist jetzt endlich friedlich betgelegt. Sowohl die Meister wie die Gesellen haben Entgegenkommen gezeigt und hat man sich auf einen allgemeinen Srundenlohn von40Pfg. geeinigt, gleichviel welchen Lohn der einzelne Arbeiter jetzt erhält. Bezüglich der Arbeitszeit verständigte man fich dahin, daß dieselbe von 11 auf 10 Stunden reducirt wurde. I Nach nahezu vtermonatlicher Untersuchung ist man mit den I in dem hiesigen städtischen Gaswerke oufgetauchten Unter- I schleifen jetzt so weit gediehen, daß die zur Prüfung der I Bücher von Darmstadt hierher beorderten Mitglieder der Oberrechnuogskammer ihre Arbeit für beendigt erklärt haben und deren Resultat nunmehr als Grundlage de» gerichtlichen I Verfahrens dienen kann, von den bet der Entdeckung der I Unterschleife gefänglich emgezogenen Beamten finden sich nur I uoch zwei in Haft und ist die» der ein Geständniß abgelegt I habende Kassirer und ein Sassenbote. Wie bekannt, war der I Direktor de» GaSwerk» auch einige Zeit in Haft, doch ver- I lautet jetzt allgemein, daß die gerichtliche Untersuchung keine I unehrenhafte Handlung desselben zu Tage gefördert habe.

ves»rfchtes.

Gleiberg, 27. April. Am verflossenen Montag vor /7i«hi|e Frau eines htefigeu achtbaren I «wwohner» tu der Scheune erhängt aufgefuodeu. Die Frau, weiche außer ihre« Manne sechs Studer hinterläßt, hatte schon «ehrrnal» versucht, fich da» Leben zu nehmen, konnte aber bt»her stet» an der «u»führuug ihre» Vorhaben» gehindert werden.

~ »^Erburg, 23. April. Etu theure» versehen.

JDfn ^ailbor, Poltzetpräfident voll «te»badeu, befand fich dieser Tage ans der Suerhahujagd bet Laasphe, al» er ein Telegramm au» Wie»baden erhielt, fich dort zn« I ®lner 6cr Prinzessin Louise vou Preußen etuzofiadeu.

" ^nn vorgestern Morgen dort ab, um aus de« hiesigen Bahnhof in den Zug nach Frankfurt etuzustetgeu. Er verwechselte mit diesem jedoch den Zug nach Cassel, tu welchen er etnstteg. In der Nähe der vier Linden «erkre er seinen Jrrthum. Er zog rasch die Nothleine, um den Zug jum Halten zu bringen. Nachdem die» geschehen war, eilte « -nm Bahnhöfe zurück, wo ihm indessen der Zug nach Frankfurt vor der Nase adfuhr. Bo mußte er sich denn einen Sxtrazug nehmen, um noch den Anschluß in Frankfurt nach Wte»baden zu erreichen, wa» ihm auch gelang. Der «k-r-l-« °°d 6ae Ziehen bei Nathleiae bürfte dem Prinzen ein schöne» Stück Geld gekostet haben, somit also da» Diner ihm etwa» thener geworden sein. Aber er hat» ja dazu!

D. Srankfuri e. M, 29. April. I« Zoolgischeu Garten ist am kommenden Sonntag der Sintrttt»pre1» a« vormittag auf 20 Pfg. ermäßigt. Am Nachmittag kostrt e», wie gewöhnlich 1 Mk. (Sinder 50 Pfg.). Da» Doppel- Coocert, bet dem dte Salkbrenner'sche Capelle »ttwtrkt, wtrb an diesem Tag zum ersten Mal wieder em Nachmittag statt- ttnöcn und soll bet entsprechendem ®etter, ebeofall» zum cr^en Mal tu diesem Jahr, tm Freien fein.

JF. ei(»tniu bet ©aljhtlirf, 28. «uguft. Bon Herr» H. W. Cloo» in Ntdda wurde heute hier ein capttaler Auerhahn mit 1 Meter 30 Cemtmeter Flügelweüe ge- schossen.

_ deeltn, 24. April. Wenn menschliche Unvernunft uud Geschmacklosigkeit etwa» recht Blödsinniges anShecken, so macht es trotzdem nur zu oft feinen Weg durch die Welt, selbst daun, wenn e» nicht nur blödsinnig, sondern auch ekelhaft ist. So wurde vor einiger Zett au» Pari» berichtet, daß dort kleine Zwergschildkröten mit Edelstetneo an»gestattet und von den Damen an kleinen Kettchen am Busen geuagen würden. Natürlich hat ein Berliner Juwelier da» nach- geahmt uud zeigt In seinem Schaufenster eine solche k eine lebenbe Schildkröte, die dazu bestimmt ist, später aus dem Busen von Damen berumzukriecheo. Zur Beruhigung Derer, die die Geschmacklosigkeit so wett treiben könnten, fich ein solche»Schmuckstück" anzulegeu, wird verfichert, daß dte Thterchea neben anderen guten Eigenschaften auch die befitzen, stubenrein" zu sein,- da» ist so ekelhaft, daß mau e» gar ntot weiter auSführeu kann. Da aber leider gegen Mode- thorheiten erfahrungsgemäß kein Mittel der Ueberreduog hilft, so möchten wir den Thterschutzvereineu rathen, fich hier ins Mittel za legen und die Hilfe der Polizei aozurufen gegen dte Thlerqnälerel, dte hier mit den kleinen Schildkröten getrieben wird.

* ^lEtttn, 24. April. Der hier verstorbene Brauent- befitzer W.lhelm Meyer hat der Stadt Stettin 300000 Mk. vermacht. Die Summe soll zum Bau eine» städtischrn Museum» dienen.

* Coustanz, 26. April. Da» große bei der Jafavterie- Kaserne gelegene Offizier-Casino ist in der vergangenen Nacht abgebrannt.

8retz, 28. April. Die Schlächterwittwe Hetz hei« wollte Selbstmord verüben nnd stürzte fich an» dem zweiten Stockwerk ihre» Wohnhause» auf dte Straße. Ihr 25jährtger Sohn Bernhard biete sich daraufhin durch etnen Sttch mit einem Fletschermesser tu» Herz. Dte Wittwe ist schwer verletzt.

Mabrtd, 28. April. Rach einer Meldung au» Havanna jotte Marschall Bianco von dem Plane der Amerikaner Keuutniß erhalten, in Cardena» eine Landung vou Waffen und Nahrungsmitteln für dte Insurgenten zu bewerkstelligen. Zu« Schutze von Cardena» stand nur ein einziges Kanonen- boot zur Verfügung. Gestern ka« nun ein amertkantscher Torpedojäger an das Kanonenboot heran. Diese» gab zehn SchÜffe ab, von denen drei trafen. Dte Verfolgung de» Torpedojäger» war undurchführbar, well auch da» Kanonen- boot Havarte erlitten hatte.

»msterda«, 27. April. Ob fich die «öutgtn Wil- he Imine zur Feier ihre» Regterung»antrttt» schon verlobt, Ist eigentlich gleichgtltltig,- daß aber bald erfolgen wird, ist nach Lage der Verhältnisse fürdie Letzte ihre» Stamme»" selbstverständlich. Interessanter ist, welche Stellung der einstige Gemahl der holländtfchen Königin einnehmen wird. Dte Engländer waren etnst nicht dafür zu haben, den Ge- wt^dte^köutgltcke' Brau^woll^e^^^^0 werden zu lassen, . ^mivarirauoncn an viajiouoern, welcher deutlich

VrtnzC?nW«ttW OOO*fttnhS? n 8cnt0ni§ bation siegte, wie tief der Redner in diese Wissen-

WM3 Pfund Sterling Apanage und schuft etugedrungen und wie fleißig er gearbeitet.

Wang nach seinen Kindern bezw. dem Prinzen-Thronfolger ' ---- * - - - - H

bon Wale» verbleiben. Die regierenden Königinnen Maria della Gloria von Portugal und Isabella verliehen ihren Gemahlen den König-titel. Auf die selbstbewußten, conser- vattven Holländer macht jedenfallß Eindruck, wer der Er­korene ist, und ist er selbst der Enkel einer holländischen Jtingefe, so dürfte demKöuigßtitel" nicht» im Wege stehen. Immerhin muß selbst eineMajestät" auf dte Lande»ver- tretung, selbst tu Heirath»facheo, Rückficht nehmen, denn der Hetrath»vertrag pasfirt eventuell da» Parlament, «öutgtn Wtlhelmine tst allerdtngß vom Glücke mehr begünstigt al» btt einst wenig begüterte Königin Victoria von England. Denn die Königin, al» Haupt de» Hause» Oranten, hat etn .deutende» Prtvatvermögen, daß ihre Ctotlltste al» Rönigtn, 800,000 Gulden, nicht so sehr inß Gewicht fällt, und noch weniger, ob und wie viel der Prinz Gemahl oder 0 blpaoage bezieht. E» ist nicht ausgeschlossen, daß Königin Wilhelmine dereinst für den Gemahl Anforderungen an da» Land nicht erhebt.

Washington, 28. April. In einer Conferenz mit den Jnsurgeuteuführern Nnnaz und Quesada beschloß General Mtle», tm Laufe der nächsten Woche dte Besetzung de» Hafen» und dte Errichtung eine» Depot» für Mnnüion und Lebensmittel in der Nähe von Havanna vorzuoehmen.

Washington, 28. April. An Bord beß von den Amert- kauern gekaperten Schiffe»Bolivar" würben 300 000 Peseta» vorgefuudeu.

5 ebiffsnad? richten.

8lorbbrat14?er Lloyd, tii Gießen oct treten vurch dte Agenten Carl Loo» unk» I. M. Schuldos.

Bremen, 28. April. (Per transatlantischen lelegiaoh.) Der Doppelschrauben--Pofldampfer Bremen, Caoitän W. Neimkestev, vom Norddeutschen Lloyd In Bremen, ift beute 1 Uhr Morgen» wohlbehalten in New-2)ork ongekommen.

Bremen. 28. April. sPer lransatlantiichen ZdeflranbJ Der Schnellpostdamyfe, Havel, Capt. H. Chiiflofter», vom Nord« deutschen Lloyd in Bremen, <ft heute 5 Uhr Morgens wohl­behalten tr Newyork angekommen

Bremen, 28. April. ^Per ttanSallantischen Lelegraphj Der Postdampscr DreSken, Cayt. O Groß, vom Norddeutsch« Lloyd in Bremen, Ifi heute 9 Uhr Vormittags wohlbehalten bi Baltimore en gekommen______________

Partebr, Caw6- ttnb

Norddeutscher Lloyd, Breme«. Der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten von Slordamerika und Spanien wird auf unfiten verkehr keinen Einfluß ouSüben. Die Fahrten werden laut Seoellifte innegehaltm. Eine Gesahr für Schiff, Passagiere, Gepäck und Ladung liegt nach den von den kriegführenden Parteien abge­gebenen Erklärungen nicht vor.

Key West, 27. April. Da» Prisengericht hat sich bet verschlossenen Thüren coustituirt. Dte Entscheidung soll erst bekannt gegeben werden, wenn die ganze Frage geregelt tn. E» entsteht dte Frage, wa» mtt den gefangenen Mannschaften und Passagteren geschehen soll, deren Zahl fich auf 230 beläuft. Da» Krteg»-Departemcut hat Anweisung erthetlt, dte gefangenen Spanier mit aller Rücksicht zu behandeln. Dte Offiziere werden al» Zeugen zurück, behalten, dagegen find dte Mannschaften bereit» in Freiheit gesetzt worden. Dte spanischen Martue-Manuschaften fürchten jedoch für fich, wenn fie tu etnern feindlichen Hafen landen, und werden wahrschetultch unter dem Schutze der Bunde», truppen tn Kasernen untergebracht werden.

Key West, 28. April. Der MonitorTerror" brachte B^ru baß SchiffGutdo" auf, baß einen Raumgehalt J"21065 Sonnen hat. DerTerror" gab zuerst einen blinden Schuß ab, worauf derGuido" alle Lichter auß- löfdjte. Nunmehr gab derTerror" eine Anzahl Schüsse au» seinen Sech»pfündrm ab, die alle trafen. Ein Mann ber Besatzung wurde verwundet. Der Werth de» Schiffe» und der Ladung wird auf 400,000 Dollar» geschätzt. Die Ladung derGuido", die auf der Fahrt von Liverpool Über Coruna nach Havanna begriffen war, bestand tn einer grofjen Menge Leben»mittel und Geld für öle spanischen Truppen.

Key West, 28. April. Da» Bombardement der Fort» von Matanza» hatte den Zweck, dte Beendigung der Schanzarbeiten bet Bundagor zu verhindern. Die Batterien an der Ostleite der Bucht eröffneten da» Feuer auf daß AdmiralschlffNew-Uork", welche» da» Feuer erwiderte. Die Fort» gaben zwölf SchÜffe auß achtzölligen Geschützen ab, welche jedoch ihr Ziel verfehlten. Die amerikavischea Schiffe verließen darauf die Bucht und gingen auf die offene See, um die genaue Lage der Batterien festzustellen. Sie gaben fodanv 300 SchÜffe auf die Fort» ab auß Entfernungen bon 4000 bl» 7000 Meter. Die halbvollendeten Schanzen und Batterien scheinen zerstört zu sein. Die Schußwtrkungen der amerikanischen Schiffe waren au»gezelchnet. Eine erst halbferttge Batterie sandte fünf biß sechß kleinkalibrige Ge« sihosse, von denen zwei über dieNew York" hinweggingev. k dld"M°lfchlff tst nach Havanna zurückgekehrt.Purltan" undCincinnatt" haben edensall» Matanza» verlassen.

Cecale» wttö proHtnieUw.

Gieheu, den 29. April, '"""""a«' e< »Önlgl Hohe,, bir Groh. L »aetgnäbigft gtrubt, beti »oligtitofpiclor bei

Ot5n^' Dr $?ra6 »um «reib- «»tmann bei be« Rteilam. Dormstab. mit W..k°°g vom m u ! iu krnennen. Beauftragt wurde der

Mtla^ot Dr Ortwein in Mainz mit der RIb^,hOl,l*,Un6en 6,6 P°«zeic-Mmifflrs ,ür** ®ta6 Bab Nauheim mit Wirkung vom 1. Mai b -reub.^"^° 2° der °°rgeft°rlge7 «Igun b?«

preuhiicheu «bgearbnetenhause, gab ber Reichs, kanzler, Fürst Hohenlohe, in seiner Eigenschaft als vreuvi. Icher »ttnifierpräfibent fotgenbe, weit! Rnife Intereffltenbe