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Nr. 254 Zweites Blatt
Samstag den 29. October
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger
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Mttiheiluug betrifft die an den Stadt- Einladung der Freiwilligen (Ball ’fdjtn deren am 29. bl. Mts. stattfindenden
der landwirthschasiltchen Eommisfion vor.
Dank abznstatten.
Eine weitere Vorstand gerichtete Feuerwehr zu 43. Stiftungsfeste.
Nach der von
genommenen Erhebung über den Ernteertrag in der Gemarkung Gießen für 1898 waren ausgestellt: 136 H etar mit Weizen, 266 mit Roggen, 65 mit Gerste, 256 mit Hafer, 18 mit Erbsen, 205 mit Kartoffeln, 75 mit Futterrüben, 18 mit Zuckerrüben, 5 mit Kohlrüben- an Wiesen waren 420 Heetar vorbanden. Der Ertrag stellt sich pro Heerir Wetzen auf 24 Doppelcemuer, Roggen 20 Doppel- eentnn, Gerste 18 Doppelcentoer, Hafer 24 Doppeleentner, Irbsen 18 Doppeleentner, Kartoffeln 100 Doppeleentner, Futterrüben 360 Doppeleentner, Zuckerrüben 300 Doppel- Centn«, Kohlrüben 300 Doppeleentner, Heu 40 Doppelcenwer. «nObst wurden geerntet von 4775 AepselbLumen 120 Doppel- centnet, 2698 Birnbäumen 170 Doppeleentner, 8683 Zwei- Iden- und Pflaumend Lumen 1100 Doppeleentner, 1403 Kirsch- bäumen 50 Doppeleentner, 72 Nußbäumen 20 Doppeleentner - der Obstertrag wurde auf 14,670 Mk. bewerthrt.
Dir der Versammlung bereits In einer früheren 8m ammluug vorgelegte Rechnung des städtischen Gas- and Wasserwerkes für 1897/98 ist geprüft worden. Dieselbe wird nicht beanstandet.
Das Geluch des Vereins für Geflügelzucht -rm Erlaubniß zur Errichtung eines Hühnerstalles an der Sichle,scheu Terrasse wird ausnahmsweise besürwottet.
De« Gießener Eisverein werden die städtischen
Guthülltrugsfeier
des L«dwigsdeuk»als zu Darmstadt.
Wir bringen zur allgemeinen Kenntniß, daß auf Allernächsten Befehl Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs die aut Donnerstag, den 10. November 1898, festgesetzte veukmalsenthüllung nicht an diesem Tage sondern In der »weiten Hälfte des November stattfiadeu wird.
Der demnächst Allerhöchsten Orts festgesetzte Lag der Enthüllung wird rechtzeitig bekannt gemacht werden.
Büdingen und Offenbach, den 24. October 1898, Der Vorstand des LandesdenkmalsausschuffeS.
Der 1. Vorsitzende:
Bruno, Fürst zu Aseuburg vüdingen, 1. Präsident der ersten Kammer der Laudstäudr.
Der 2. Vorsitzende: Iuftizrath Dr. Weder, lebenslängliches Muglied der ersten Kammer der Landstände.
Der Schriftführer:
Haas, Geheimer Regierungsrath, 1. Präsident der zweiten Kammer der Landstände.
»reffe fir Depeschen: fülle.
Fernsprecher Rr. 6L
Deutscher Reich.
Berit», 27. Oktober. Im Retchsmartueamt ist eine bemerkenswerthe Arndnnn, vor fich gegangen. Kurz nach der Uebernahwe der Geschäfte durch den Staatssecretär Ttrpitz wurde eine Nachrtchten-Abthetluvg eingerichtet, die eint außerordentliche Thättgkeit entfaltete, namentlich leistete fie gute Dienste in Bezug auf die Vorbereitung der Flotten- Vorlage. Nachdem nun der bisherige Ehef der Lentral- abtheilung, Eorveiteneopitän Pohl, zum (Sonimantonten des Panzers ^Aegir" ernannt ist, hat fich eine Personalunion derart vollzogen, daß Eorvettencapiiän v. Heerwgen zugleich Vorstand der Lentral« und der Nachrtchten-Abthetlung ge worden ist.
Sitzung der Stadtverordneten
am 27. October 1898.
Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnanth, Herren Beigeordneten Gtorgt, Grüneberg und Wolff, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Emweltns, Faber, Flett, Dr. Soffkh, Dr. Sutfleisch, Habenicht, Haubach, Heichelheim, Hehligentzaedt, Helfrich, Jnghardt, Keller, Kirch, Loos, Löber, Petri, Schwall, Dr. Schäfer, Scheel, Dr. Tharr und Wallenfels.
Herr Obrrbürgermeister Gnanth theilte nach Eröffnung der Sitzung mit, daß Herr Stadtverordneter Adami auf ärztliches Aurathen sein Mandat, das mit Ende dieses Jahres erlischt, schon jetzt niedergelegt habe. Der Herr Oberbürgermeister bezeichnete die angeführten Gründe als stichhaltig im Sione der Städteordnung und erachtete fich unter Anerkennung der getreuen Mitarbeit des Herrn Adami für beauftragt, demselben Namens der Versammlung hierfür deren
Sitzung dargelegt und nach einem Sonderbericht des Stadt- banamts tu heutiger Sitzung nochmals vorgetrageu. Die mit der Angelegenheit betraute Eommisfion hat empfohlen, das Gelände vorläufig aufzufüllen und Schutzhüllen für circa 100 Stück Vieh zu errichten, das Euteignungsverfahren, welches der Inangriffnahme des ganzen Projekts noch im Wege steht, aber erst nach Ausstellung eines Specialpiane» einznleiten. Der Lommisfionsautrag wird angenommen. Herr Kirch erwähnt die bereits in einer früheren Sitzung angeregte Frage wegen Wiedereinführung von Pferdemärkten und empfiehlt, bei Anlage des neuen Viehmarktplatzes darauf Rücksicht zu nehmen. — Nach Mttthetlnng des Herrn Bei- geordneten Wolff ist die dafür eingesetzte Eommisfion bereits In Thätigkeit. — Herr Löber erklärt sich mit den Vorschlägen der Eommisfion betr. des provisorischen Platzes ein- verstanden. — Herr Helfrich fragt an, ob zur Beschleunigung der Untersuchung des Viehes an Markttagen nicht ein zweiter Thierarzt -»gezogen werden könne, worauf Herr Beigeordneter Wolff entgegnet, daß dies nur ein beamteter Thierarzt sein könne. — Herr Oberbürgermeister Gnanth theilt mit, daß bei Ueberschreitung einer gewiffm Zahl von Thiereu bisher schon ein zweiter Thierarzt zngezogen worden. — Herr Beigeordneter Georgi bemerkt, daß ihm Klagen wegen zu späten Beginnens des Marktes zu Ohren gekommen. — Herr Beigeordneter Wolff bemerkt hierzu, daß im Winter vor 8 Uhr eine Besichtigung der Thtere nicht möglich, er wolle fich aber wegen früheren Beginns mit de, Polizei ins ve- nehmen setzen. — Herr Wallenfels bittet, die Anlage des provisorischen vtehmarktrs recht bald in Angriff nehmen zu lassen. — Herr Beigeordneter Wolff entgegnet hierauf, daß das Stadtbauamt den Auftrag zum Auffällen des Gelände» bereits erthellt, die Arbeit sei indeß abhängig von der Witterung und der Beschaffung der nöthigen Anzahl von Arbeitskräften. ______
Wiesen hinter den Eichen zur Anlage einer Eisbahn im kommenden Winter zu den seitherigen Bedingungen Überlassen.
Die Aufräumung des Klingelbachs hat zu dem veranschlagten Betrage von 15 Pfg. per Ifd. Meter einen Unternehmer nicht gefunden. Es wird darnach be- schloffen, die Arbeit Herrn Ioh. Schäfer VIII. zu wleseck, der 18. Pfg. forderte, zu Übertragen, wodurch fich die Kosten auf Mk. 278 erhöhen. — Herr Löber erwähnt den Zustand des Grabens am Hardtweg, woraus Herr Oberbürgermeister Gnauth mittheilte, daß besten Regnlirung fich erst nach Zu- sarnrnenlegnug ber dortigen Grundstücke ausführen laste.
Der folgende Gegenstand: Herstellung erhöhter Bürger- steige in der Marburgerstraße, konnte von der Tagesordnung abgesetzt werden, da er durch die Baudeputatiou bereits erledigt ist.
Gegen das nicht auf der Tagesordnung stehende Gesuch des Herrn Adolf Bourgeois um Erlaubniß zur An- briugung eine» Firmenschildes am Hause Neuen Bäne 16 findet die Versammlung nichts zu erinnern.
Das Gesuch de» Herrn W. Schomber, welcher in der Schottstraße ein Wohnhaus nebst Lager errichten will, macht die Dispensation von den Bestimmungen de» $ 18 des Otts- banstatuts, der FachwerkSdan nur unter bestimmten voraus- setznngen zuläßt, nöthig. Die Versammlung sprach fich auf Vorschlag der Baudeputatiou für Befürwortung des Dis- peuses ans.
dlner Anregung aus dem Publikum zufolge hat die Bürgermeisterei die Anbringung von Inschriften an den städtischen Schulgebäuden tu Vorschlag gebracht. Die Versammlung stimmt den diesbezüglichen Anträgen der Baudeputation zu. ES sollen danach in großen Goldbnchstaben folgende Inschriften an den betr. Gebäuden angebracht werden: „VolksBchuIe“, und an besonderer Tafel „Stadtknaben- achule“, „Stadtmädcheußchule“, „Realgymnasium und Realschule“ und „Höhere Mädchenschule“. Die auf 500 Mk. veranschlagten Kosten dieser im Interesse des ZurechtfindenS der Fremden und Neuznziehendeu für zweckmäßig erachteten Inschriften werden bewilligt.
Die Anlage einer neuen, durch die Anlage der Bieber- thalbahn in Wegfall gekommenen Abfahrt nach den an der Rodheimerstraße gelegenen Grundstücken wird, obwohl eine rechtliche Verpflichtung der Stadt dazu nicht vorliegt, mit Rücksicht auf die Bedeutung dieser Anlage für eine große Anzahl Grundbesitzer dortiger Gegend genehmigt und 80 Mk. hierfür bewilligt. — Herr Schwall bemerkt hierbei betreffs bet B'eberthalbahn selbst, daß auf Beibehaltung des vormittags 10 Uhr noch B eber abgehenden und vormittags 9 Uhr von dorten nach Gießen fahrenden ZugeS, brr nur Sonntags und bei besonderen Gelegenheiten verkehre, an allen Wochentagen hingewirkt werden möge. — Herr Oberbürger, meister Gnanth stellt diesbezügliche Bemühungen in Aussicht.
Hinauf erfolgt Vorlage des Bebauungsplanes nebst Erläuterungsbericht für das Hamm, d. h. den zwischen der Rodheimerstraße und dem AuSflaß der «ieseck gelegenen Theile. Das bezeichnete Gebiet soll zwei Längs- und fünf Querstraßen erhalten, der Gtadttheil nach der Lahn hin durch Anlage eines Staden abgeschloffen werden. Der Plan wird genehmigt. — Die Anfrage des Herrn Löber betreffs des Bebauungsplanes für die Schwarzlach wird vom Herrn Ober- bürgermetstrr nach eingehender Darlegung der bisher in Be- -og auf die Lanalisation gtthaneu Schritte dahin beant- wartet, daß man fich hoffentlich bald mit der letzteren eingehend beschäftigen werde. Das Programm liege der Begut- achmng des Herrn Dr. Gaffkh vor, nach de« soll Beschluß Aber die Frage, ob die Anlage rach getrennte« oder gemischte« Shsie« ausgeführt werden soll, gefaßt werden. So lange diese Frage nicht gelöst sei, könne de« verlangen nach einem Bebauung-plan für den Norden der Stadt nicht Rechnung getrogen werden. Die Ausarbeitung eines Be- baunngsplans werde auch mit beeinflußt durch die verhand- langen Über Errichtung einer Haltestelle am Rodberg. Er könne Übrigens utitthetlen, daß in Bezug hierauf auf Erfolg za hoffen fei. — Dem Wunsch des Herrn Haubach, daß der Sradtverordneten.versammlllvg einige Zeit vorher das Material über die Eanalsiation zugänglich gemacht «erden möge, verspricht Herr Oberbürgermeister Gnauth Rechnung in tragen.
Hebet die provisorisch e Verlegung des Vieh- Marktes auf das Himer bem Schiachrhanse befindliche Gelände wurde schon in voriger Sitzung verhandelt und von einzelnen Rednern die Beschleunigung des definitiven Projekts empfohlen. Die Gründe, aus denen eine raschere Förderung des Projekts nicht möglich, wurden ebenfalls in voriger j
ttuslaub
Bien, 28. October. Nach den ans dem Franz-Josephs- Spital kommenden Meldungen ist das Befinden der Kranken- Wärterin Pecha neuerdings wieder besser. Ihre Körper- Temperatur beträgt 88,8, Puls 112. Das Sputum zeigt Pestbocillen in großer Menge. Dieselben find ftaif ge- schwollen und nehmen wenig Farbe au, wodurch fie weniger Kraft entfalten. Das Befinden der Hochegger ist günstig. Temperatur 37,5, Puls 96. Eine neuerliche Ultersuchtmg des Sputums hat keine Pestbacilleu ansgewiesen. Die sanitären Zustände des Krankenhauses find normal.
Budapest, 27. October. Aus einer Parforcejagd im Revier des Grafen Androfsh stürzte der Baron veces eh mit dem Pferde. Er wurde von dem Grasen Hoyos Über- ritten und schwer verletzt.
9U«, 27. October. Alle Staaten haben nunmehr der Eonsereu, zur Bekämpsnug der Anarchisten zu« gestimmt. Als Eoufereuzort wurde eudgiltig Rom sest« k-f-tzt- ___
Amtlicher Theil.
Nr. 49 bei Reichs-Gesetzblatts, auigegeben den 22. b. M., ntthült:
(Nr. 2521.) Verordnung, betreffend die Rechtsverhält« v'ffe an unbeweglichen Sachen in Deutsch - Südwestafrika, vom 5. Oktober 1898.
Gießen, den 26. Oktober 1898.
GroßherzoglicheS IdreiSamt Gießen.
v. Bechtold.


