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beschrieben. Und tm jeder Karte hing ein Stück vom Herzen bei Schreibers und des Empfängers. Vie waren Heilig« thümer in den traulichen, fandkutsteroden Stuben. Jede Karte bedeutete für den Sammler die Erinnerung au etu wichtiges, freudige! oder schmerzliches Ereigniß, — immer aber an einen lieben Menschen. Bet solchem Schmuck konnte man sich mal vernünftiges denken- jede Karte konnte den Etgeothümer, war er nut eine Person mit menschlichen Gefühlen , stundenlang unterhalten, von vergangenen Tagen träumen lasten. Die erste Ansichtspostkarte mag auch ein tiefes Gemüth geschaffen haben- jetzt ist dieses Zeichen des Verkehrs oft nur der Ausdruck von Denkfaulheit, Oberflächlichkeit oder Protzerei, oder Roheit sogar. So ist denn aus einem recht freundlichen Brauch tu unserer Zeit, da nur noch das Wal (btt Maste), nicht mehr das Wie (der Gehalt) zieht, ein fiunloses Zeichen geistiger Niedrigkeit geworden. Natürlich: überall giebts Ausnahmen i Karten mit Grüßen der Ueben verwandten und Freunde find gewiß werth, aufbewahrt zu werden: fie haben intimen Retz und find Einem i« Grunde des Herzens erfreulich. Die aber dir Hunderte zählen und zählen und mit aller Welt „au St au sch en", find nur Geschäftsmenschen, Pioniere prahlender Geistlofigkeit. Und das eben ist die Veite der Sache, die den ehrlich etner vertieften Lebens- und Kunstauschauung zugekehrten Menschen auwidern kann. Jetzt ein paar hundert oder tausend zu- sammengeramschte Postkarten „ordnen" und im nächsten Augenblick bet« Seat- oder Kaffeeklatsch den Kunstrtchter herausbeißeu, — das ist fetu. Postkarten zu sammeln, nur eben um mitzumacheu, das ist genau so geistreich, wie eine Sammlung Dreierbrötchen oder Blutwurst oder Radreifen aozulegrn. Zu bestreiten ist nicht, daß eine Reihe künstlerischer Postkarten auch ohne den Reiz persönlicher Erinnerungen gut wirken kann. Doch wie viele verschicken und sammeln nach diesem Grundsätze?
• Was auf öayertfchen Eisenbahnen paffireu kauu. Man schreibt der »Münchener Fr. Pr." aus Würzburg vom 19. September: Der Schnellzug, mit dem ich heute Früh von Nürnberg nach Würzburg fuhr, hatte etue Verspätung von einer Stunde. „Wieso? wird man fragen, die Strecke beträgt ja nur 103 Kilometer! SS war starker Reif gefallen, die Schienen waren sehr feucht. Die Locomotive konnte daher bet großer Steigung den schweren Zug nicht ziehen. Nun mußte der Hetzer dretvtertel Stunden lang dem Zug voran laufen, Sand vom Wege ausheben, und auf dte Schteuen streuen und wir fuhren Schritt für Schritt dem zu Fuße gehenden Hetzer nach. Das genannte Blatt fügt hinzu: ,Jn anderen civiltfirten Ländern führt dte Maschine selbst ein Quantum Sand mit sich, um es tm Bedarfsfall auf dte Schtenen streuen zu können. Auch tu Bayern kennt man hoffentlich diese Einrichtung. Warum, so muß mau fragen, war io dem oben erwähnten Falle nicht Vorsorge getroffen? Ein Sand streuender Heizer und ein tm Schritt hintendrein fahrender Schnellzug! Ein Bild vall ergötzlicher Komik und eine gelange Salyre auf die bayrrtschen verkehrSzustände. vielleicht war etu Momeutphotograph tm Zuge, der dte Sttuation festhtelt und Herrn v. EratlShetm etu Bild verehrt. Zu den großen Verdiensten des Herrn Ministers der verkehrten Anstalten wäre das eine paffende und zeitgemäße Illustration." ES wird mit dem Mitführeu des TaudeS auf den Locomotiven ähnlich sein, wie mit dem Heizen der Eisenbahnwagen. ES wird nicht gehe'zt, wenn es kalt ist, sondern innerhalb der vorgeschriebenen Zett. Ob es warm oder kalt ist, ist dabei ganz nebensächlich. Und so wird wahrscheinlich auch erst vom 1. October ab das Mitführeu von Sand auf den Locomotiven Vorschrift sein.
• Ein modernes Dienstmädchen. Ein Wiesbadener Dienst- mädchen hat sein Dienstverhältnlß gekündigt, weil eS von
seiner zur Zeit sich auf der Reise befindlichen Herrschaft nicht genug — Ansichtspostkarten erhielt.
Literatur und Kunft
— Ein .vollständiges Lehrbuch der vereinfachten Deutschen Stenographie, System Steno'Tachyzrapdtc", zum Preise von 10 Pfg. »ft soeben tm Verleg iür Kunst und Wissenschaft (Albert Otto Paul, Leipzig) erschienen. Datz Büchlein wird gegen Einsendung einer Zchnpf«nnigma>ke überallhin franco verschickt durch den Vorsitzenden des Allgemeinen Deutschen Steno« Tachygraphen-Verbandel, ParlamentSstrnogroph DahmS, Berlin, Katierstrahe 14, und ist außerdem durch jede Buchhandlung zu beziehen. Bei der großen Bedeutung, welche die Stenographie für Kaufleute, Lehrer, Beamte uiw. hat, machen wir unsere Leser auf diese in ihrer Art einzig dastehende Erscheinung dcS stenographischen Büchermarktes ganz besonder- aufmerksam.
Universität--Nachrichten.
— Dem Prtvatdocmten an der Universität zu Marburg, Dr. Angelo Rnorr, wurde die Function eine- Docenten für Hygiene an der Kgl. thterärztltchen Hochschule in Berlin, sowie dte Function eines Adjunkten bei der SeuchenoersuchSstatton dieser Hochschule übertragen.
— Der ordentliche Profeffor der klafftschrn Philologie und Archäologie und Dlrector de» archäologischen Museum- an der Universität Halle, Dr. E. Robert, hat einen Ruf an die Universität BreSlau abgelehnt.
Königsberg t. Pr. Der Profeffor für Staat-- und Kirchen- recht en unserer Universität, Geh. Rath Dr. Zorn, wird mit Beginn de- kommenden Winter-Semester- einem Ruf an die Universität Göttingen Folge leisten. — Für da» Fach der phystkaltschen Chemie hat sich Dr. phil. Richard Loewenberg hier habtlittrt.
Wien. Au- dem diesjährigen Lection-katalog brr hiesigen Universität ist da- intereffante Novum zu verzeichnen, daß der Docrnt Dr. Karl Brockhausen ein einstündigeS Colleg über „die Geschäftsordnung der parlamentarischen Körperschaften" abhalten wird.
— Der in Bonn verstorbene Profeffor der RechtSwiffenschaft, Baron, bat sein« Btbl oihek juristischen Inhalt», etwa 1000 Bände, der Universität Bern überwiesen, an der er vor seiner Uebersiedelung nach Bonn wirkte.
— Staatsanwalt Dr. jar. v. Mack In WilmerSdorf ist zum ordentlichen Honorarprofeffor für Mtlttärrecht und Crimtnaltsttk an der Universität Greifswald ernannt worden.
Eingesandt.
Gieße«, 27. September 1898.
Zur Theaterfrage.
Audiatur st altera parst Wir ernten im Leben sicherlich am meisten Dank, wenn wir in etwa auch Rücksicht nehmen auf Andere, und wir sind es unS auch gegenseitig schuldig. Dte Einwohner der Stadt Gießen in allen Ehren, aber billige Rücksicht darf doch wohl auch genommen werden auf Auswärtige, dte an den musikalischen und theatralischen Genüssen der werdenden Großstadt gerne Theil nehmen möchten und bisher schon regen Theil genommen haben. Vom 1. Oktober ab gehen z. B. nach Norden dte letzten Züge schon um 10,05 ab — bisher 10.43. Wenn nun dte Theatervorstellung erst um 8 Uhr beginnt, bleiben gerade IVi Stunden zum Zuhören. Wir meinen deshalb, e- möchte doch und trotzdem thunlich sein, wenn man auch Anderen etwas gönnen will, daß die Vorstellungen schon um 7Vm Uhr beginnen; und eS set dte Theaterleitung ausdrücklich darum gebeten. Udub.
Neueste Nachrichten.
Depesche» de» Bureau .Herold".
Berlin,28. September. Dte Dauer der Orteutretse des Saiserpaares ist auf zwei Monate berechnet. Dte Fahrt wtrd bekanntlich am 18. October angetreten, dir Rückkehr ist Mitte Deeember zu erwarten.
Berlin, 28. September. Da» „Kleine Journal" meldet au- Parts: In Regterung-kretsen gilt dte Absetzung Zurltnd en» und dte Freilassung Ptcquarts nur noch als eine Frage weniger Tage. Ja Kreisen, dte mit dem Eabtnet Fühlung haben, wird die Kassirung des Dreyfus-UrthetlS als zweifellos angesehen.
Leipzig, 28. September. Der Pseudo-Doctor Wenger wurde zu zwei Jahren Gesängntß, einem Monat Hast und fünf Jahren Ehrverlust verurtheilt.
Wien, 28. September. Unter dem Titel: ,Elo Versuch zur Ausklärung der DreyfuS-Affaire" bringt das ,Reue Wiener Tageblatt" einen längeren, angeblich von einem gut informirten Reichsdeutschen stammenden Artikel, in welchem mit posfirtver Gewißheit behauptet wird, daß Esterhazy selbst der verräther war, welchen Oberst v. Schwartzkoppen benutzt hat, um militärische Geheimniffe aus Frankreich zu beschaffen.
Parts, 28. September. Die auf gestern Nachmittag von den nationalistischen Deputirten etnberusene Versammlung war schlecht besucht. Es waren nur 18 Abgeordnete anwesend. Die vetsammlnng nahm eine Resolution au, in welcher der Präfident Fanre aufgrsordert wird, die Kammer einzuberufen, da das Eabinet Brtffon dte rtngegangrnen Verpflichtungen verletzt habe. 12 Abgeordnete sollten diese Tagesordnung In das Elhsee tragen, vorher nahm dte Versammlung Kenntuiß von etner Tagesordnung der Royalisten. Der Geurral-Secretär Hagora begrüßte tm Slysee die Abordnung auf das Freundlichste und erklärte, daß fie den Präsidenten nicht sprechen könnte, weil ihre Forderung verfaffungSwtdrtg sei. — Die Kundgebung der Nationalisten vor der Kammer und dem Elhsee war rin Fiasko. Die Hochrufe auf Faure, den vaterlaudsretter wurden mit Gelächter und Zischen beantwortet.
Paris, 28. September. ES scheint nicht die Absicht zu bestehen, den Cafsattonshof, der bis zum 15. Oktober Ferien hat, vorzeitig einzuderufeu.
Paris, 28. September. Zola wtrd einstweilen nicht nach Paris zurückkehren. Zola fürchtet, ein neuer Proceß könnte das augenblicklich so günstig eingeleitete Rrvifious- verfahren eher schädigen, als fördern.
Paris, 28. September. Der hiesige Generalrath beschloß in seiner gestrigen Sitzung, den Familien der ausständigen Erdarbeiter eine Summe von 10,000Fr. zur Verfügung zu stellen.
Paris, 28. September. Der Ausschuß der ausständigen Erdarbeiter hat einstimmig beschloffen, die tn der am Sonntag unter dem Vorsitz D6rou ö'e» abgehalteneu Versammlung gesammelten Gelder sür dte aus- ständigen Erdarbeiter nicht anzuuehmen.
London, 28. September. DaS Oetoberhest der National- Revue bringt einen Artikel über dte DreyfuS-Affatre, tu welchem es heißt, daß dte deutsche Regierung dte frau- zöfische verständigt habe, sobald vollständige» Licht in der DreyfuS-Affatre verbrrttete werde, würde dte deutsche Regier- nng dem Oberst Schwartzkoppen die Erlaubniß ertheilrn, zu sprechen.
Kopenhagen, 28. September. Der Zustand der Königin ist sehr bedenklich. Man befürchtet, daß die Katastrophe bevorsteht. Sämmtliche Mitglieder der König»- fam'lte find im Schloß Bernstorff versammelt.
Athen, 28. September. Wie eS heißt, sollen neue englische Verstärkungen tu Kandta etntreffen. Bier Bataillone seien von Malta und Alexandrien bereits unterwegs__________________________________________
Verkehr, Land- und volkswirthschaft.
— Nach ben statistischen Ermittelungen de« Verein- deutscher Eisen- und Stahlindustrteller belief sich die Stzoheisenproduciio« deS Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) tm Monat August 1898 auf 616 773 Tonnen, darunter Puddelrohetsen und Sptegeleisen 134 600 Tonnen, Beffemerroheisen 40 634 Tonnen, ThomaSroheifen 329269 Tonnen und Gießereiroheisen 112270 Tonnen. Dte Production tm Juli 1898 betrug 620 584 Tonnen, tm August 1897 569 461 Tonnm. Vom 1. Januar bis 31. August 1898 wurden productrt 4 836 098 Tonnen gegen 4481034 Tonnen tm gleichen Zeiträume deS Verjährt-.
ikrtorrniiflrn
Flur
Hosraithe- und Hüter, ücrgkigrrmg.
Samstag den 1. Lctober l. I., Nachmittag- 3 Uhr sollen auf dem hiesigen Ortsgerrcht die auf den Namen der tkhr. Nede'schen Eheleute siedenden Grundstücke, Hosraithe und Feldscheuer einer nochmaligen Versteigerung unter günstigen Zahlungsbedingungen auSgesetzt werden.
Die größeren Grundstücke sind in Par- zellen von i1/«—2 Morgen aufaethellt und kann der Plan hierüber eine Stunde vor der Versteigerung auf dem Ortsgericht »ingesehen werden.
ES kommen »um AuSgebot:
Flur 40 Nr. 152«/100 — 1255 qm nach neuem Gütergeschoß Hosraithe im Gartfeld an der Schoor,
, 40 Nr. 153*/*o — 553 qm n. N. 0. Grabgarten daselbst,
, 28 Nr. 47/48 — 3884 qm n. n. G Acker am Altenfeld aus das Bruch,
, 28 Nr. 76/77 — 1565 qm n. N. G Acker im Altenfeld links aus den Weg,
, SS Nr. 15—20»— 7816 qm n- N-G Acker bei der Taubentränke am Waldbrunnen,
, 3S Nr. 15—20»— 6637 qm n. N.S- Wiese daselbst,
, SS Nr. 44 u. 45 — 5312 qm N. n. G Acker hinter dem Waldbrunnen, , 39 Nr. 44 u. 45 — 837 qm n. N. ®.
Wiese daselbst,
„ 89 Nr. 46 u. 49 — 4555 qm n. N. ®.
Wiese hinter dem Waldbrunnen, , 39 Nr.210u.211 — 8135 qm n.N.G.
Acker auf die Chaussee,
, 39 Nr. 320—22 — 8173 qm n. n. G- Acker am Wingert rechts der Chauffee,
, 39 Nr. 326—29 — 7474 qm n. N. G. Acker daselbst,
2401 qm n. n. G. | Flur 36 Nr. 376—78 — 2753 qm n. n. G. Wiese am Gänsacker b. d. Waldsteg,
40 Nr. 179 — Acker zwischen der Marburger und Caffeler Straße,
44 Nr. 212 — 8092 qm n. n. G. Acker in der Lichtenau auf die Wiesen,
44 Nr.200—204 — 7374 qm N.N.G. Acker daselbst,
44 Nr. 129 — 1700 qm n. n. G Acker am grünen Weg,
46 Nr. 4 u. 5 — 8271 qm n. n. G. Acker daselbst,
46 Nr. 281 — 632 qm n. n. G. Acker in derLichtenau amRömers- loch,
43 Nr. 24—26, 101—34 u. 137 — 81120 qm n. n. G Acker links am Steinkauler Weg,
43 Nr. 161 —67 — 15058 qrn n-N.G. Acker daselbst,
43 Nr. 146a—150 — 4957 qm n. n. G. Acker daselbst,
43 Nr. 143 — 1314 qm n. n. G- Acker daselbst,
43 Nr. 12 u. 13 — 1027 qrn n. n. G. Acker an der GänSweide,
43 Nr. 71—88 — 11329 qm n. N. G- Acker an der Lahn neben den Wiesen,
46 Nr. 215 — 955 qm n. n. G. Acker in der Lichtenau,
46 Nr. 202-5, 210—11, 217-31 — 21711 qm n. n. G Acker in der Lichtenau,
44 Nr. 106,8 — 1325 qm n. n. ®. Acker rechts am grünen Weg,
43 Nr. 171,5, 171,1 — 2148 qm n. n. G Acker links am Stein« tautet Weg,
43 Nr. 157 — 531 qm n. n. G. Acker daselbst,
42 Nr. 115—122 — 20041 qm n. n. G. Acker über dem Schäferbrunnen,
42 Nr. 22,1 — 818 qm n. tt. ®. Fetdscheuer auf dem Sandfeld,
42 Nr. 24,1 — 1472 qm r». n. ®. Wiese daselbst,
, 37 Nr. 221 — 752 qm n. n. G. Wiese hinter dem Waldbrunnen,
„ 39 Nr. 175 U. 176 — 609 qm n. n. G. Wiese unter dem Wiesecker Weg,
, 44 Nr. 149—162 — 3819 qm n. n. G. Wiese in der Lichtenau.
Gemarkung Wieseck.
, 20 Nr. 317 — 2500 qm n. N. G. Wiese hinter dem Wallborn,
, 20 Nr. 337 — 4125 qm n. n. ®. Wiese daselbst,
, 20 Nr. 337b — 3419 qm n. N G.
Wiese daselbst,
, 20 Nr. 337a — 1875 qm n. n. G. Wiese daselbst,
, 20 Nr. 337c — 1544 qm n. N. G- Wiese daselbst.
Bemerkt wird noch, daß der mit f be« zeichnete Acker sich sehr gut zu Backstein« btennerei eignet, direkt an der neuen Kreisftraße Gießen—Wißmar liegt und durch 2 Abfahrten damit verbunden ist. 9594 Die Concureverwaltung.
Obstversteigerung.
Der Obstertrag an den Kreis- ftraßen wird wie folgt versteigert: Freitag den 30. Sept. l. I,
Vormittags 9 Uhr,
Strecke: Klein-Linden—Gr.-Linden;
Nachmittags 3 Uhr:
Strecke: Klein-Linden—Dutenhofen;
Vamstag ben 1. Oct. l. Js., Vormittags 8 Uhr:
Strecke: Gießen—Rodheim.
Gießen, am 27. Sept. 1898.
Der Großh. Kreitzbauinspector.
Stahl. 9580
Haudarbkilsschule non Fräulein Landmann.
Beginn des Unterrichts Montag den 3. Oktober. Gelehrt werden alle weiblichen Handarbeiten, sowie Kunfthandarbeiten, Brandmalerei, Kerbschnitzerei u. s. w. — Anmeldungen erbitte möglichst frühzeitig. Pcospecte sowie mündliche Auskunft: Bleichstraße 14.
Auswärtige Schülerinnen erhalten ganz oder theilweise Pension im Hause. 9038
Höstversteigerung.
Freitag den 80. September l. I, von Vormittag» 9 Uhr an, soll das der hiesigen Gemeinde gehörige Obst, al» Aepfel und Birnen, versteigert werden.
Der Anfang ist am Psingstweg.
Großen-Buseck, am 27. Sept. 1898. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. __________Meyer. 9586 Höstversteigerung.
Montag den 3. October b. I , von Vormittags IO Uhr an, soll da» Gemeindeodst, bestehend meistentheil» in Zwetschen, versteigert werden. — Anfang am Roß weg.
Holzheim, am 27. Sept. 1898. Großh. Bürgermeisterei Holzheim.
Klotz.9575
□oooooooooooo Comrts mit Firma liefert billigst
Arüö?sche Nuiv.-DnsLcrei.
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Mnnntinnchllligkn
Beim 1. Bataillon Jnf.-ReatS. Kaiser Wilhelm (Nr. 116) soll die Lieferung der in dem Küchenbeiriebe erforderlichen Kartoffeln und Gemüse vom 1. November l. IS. ab auf ein Jahr vergeben werden. Vertragsbedingungen liegen auf dem Geschäftszimmer deS Bataillons zur Einsicht offen. Offerten sind verschloffen mit entsprechender Aufschrift versehen der ttüchenverwaltung biS zum 5. October l. IS. einzureichen. 9579
Gießen, den 27. September 1898.
Die Küchenverwaltung 1 Kaiser Wilhelm.
Arst-Gesuch.
Mit dem 8. November d. I. wird die hiesige Aiztstelle frei, mit der ein Fixum von 800 Mark verbunden ist. Bewerber um diese Stelle wollen sich an Großh. Bürgermeisterei Seeheim wenden. Bemerkt wird, daß Secheim ein Luftkurort ist, in welchem dieses Jahr ca. 2000 Fremde wohnten und im starken Aufblühen begriffen ist.
Seeheim, den 27. Sept. 1898; Großh. Bürgermeisterei Seeheim.
Hill. 9588


