Ausgabe 
28.9.1898 Zweites Blatt
 
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Weiterung der Erziehungsmittel. Der von Natur so lebendige ThätigkeitStrieb wächst heute wild auf, die ihm zugeführle Nahrung ist eine spärliche und meist rein zufällige. So nimmt derselbe, gefördert durch die einseitige und oft über« reich gebotene geistige Nahrung, mit jedem weiteren Schul­jahre an Lebenskraft ab und erstirbt in manchen Fällen wohl auch ganz. Der gedeihlichen Gesammtentwickelung des Kindes wird hiermit eines der wirksamsten Förderungsmittel ent« zogen. Durch die heutige einseitige geistige Anspannung des Kindes werden aber auch öffentliche Interessen von erheblicher Bedeutung betroffen. Das Kind gewöhnt sich daran, nur die geistige Arbeit zu schätzen, die wirthschastliche Arbeit der Hand aber gering zu würdigen. Die Erziehung unterläßt heute so gut wie alles, um eine solche Würdigung hervorzurufen. Diese verschiedenartige Schätzung hat sich seit längerer Zeit in der öffentlichen Meinung bereits be« festigt und ihren Einfluß auf die künftige Berufswahl aus­geübt. So drängt Jedermann heute gern einem geistigen Berufe zu, selbst der Beruf eines Schreibers wird höher als der eines Handwerkers, Fabrik« oder Landarbeiters ge­schätzt. Da "/12 der Berufsarien aber inmitten der wirch- schaftlichen Arbeit des Lebens stehen, und nur etwa r/ir der- selben in der gesellschaftlichen und Bildungsarbeit, so roirb durch die heutige einseitige Entwickelung der Anlagen des Menschen nach der geistigen Seite hin zugleich eine un­natürliche und socialgefährliche Verschiebung des Interesses für die Berufsarten des Lebens geschaffen. Diese Verschiebung steht in directem Widerspruch mit den heutigen Zeitforderungen.

Schon seit Jahrzehnten ist gerade von den hervorragendsten Pädagogen die Forderung betont und aufgestellt worden, den Heranwachsenden Menschen nicht allein zu geistigen, sondern auch zur werkthätigen Arbeit zu erziehen, ja kaum weichen die heute hierfür geltend gemachten Gründe wesent­lich von den ehemÄS hervorgehobenen ab. Dessenungeachtet waren die früheren Bestrebungen, die im Lause der Zeit nur an wenigen Stellen eine practische Gestaltung erfahren hatten, bei Beginn der heutigen Bewegung so vollständig dem Ge- dächtntß der Gegenwart entschwunden, daß selbst die päda­gogischen Kreise kaum noch gelegentlich hierauf zurückkamen. So hat die hierfür erwachte neuere Bewegung erst die Ueber- zeugung wieder zur Geltung bringen müssen, daß eine regel­rechte Bearbeitung körperlicher Stoffe auch einen tiefergehenden erziehlichen und socialen Werth hat. Wenn die heutigen Bestrebungen aber einen größeren Erfolg als die früheren haben, so liegt die Ursache darin, daß sie einerseits organistrt über ganz Deutschland auftreten, und daß es andererseits gelungen ist, diesen Erziehungsstoff durch Schaffung von System und Methode zu einem Unterrichtsgegenstande heranzubilden.

Dieser Unterricht wirkt in doppelter Weise auf die Ent­wickelung des Kinde» ein. Zunächst entfaltet er den Eingangs gedachten ThätigkeitStrieb selbst, der zu der Neigung heran- reift, sich stets nützlich zu beschäftigen. ES erwacht der Sinn für Betriebsamkeit. Ein Kind, in welchem dieser Sinn recht lebendig geworden ist, verfällt weniger leicht in Thor- heiten und folgt leichter jedem Mahnruf der Eltern und Lehrer: es ist leichter zu erziehen. Aber der entwickelte ThätigkeitStrieb wirkt auch körper-, geistes- und character. bildend; er erhöht die körperliche Kraft, Gewandtheit und Anstelligkeit, und macht durch heilsame Abwechslung in der Beschäftigung den Schüler widerstandsfähiger gegen die rein geistigen Anstrengungen. Er übt ferner die Fähigkeit des Auges, scharf und richtig zu sehen. Die geistige Ausbildung wird insofern unterstützt, als ein solcher Unterricht die Auf­merksamkeit schärft, folgerichtiges Denken befördert, die Kraft, practische Dinge zu beurthellen, weckt und die Kenntnisse er­weitert. Nicht minder wird endlich auch die Character- und Willensbildung gefördert, indem der Handfertigkeitsunterricht zur Freude am Arbeiten und über das Gearbeitete führt, an ein sorgfältiges und anhaltendes Ausführen der Arbeitsauf­gaben gewöhnt und hiermit zur Ausdauer, Geduld, Sauberkeit und Ordnung erzieht. Keines der heute vorhandenen Er­ziehungsmittel greift in die bezeichneten Anlagen und Kräfte des Kindes tief genug ein, um sie zu einer volleren Ent­faltung zu bringen. So sieht die in Deutschland und anderen Culturländern hierfür lebenblg gewordene Bewegung in dem Arbeits-Unterricht also eine wesentliche Ergänzung der heutigen Erziehungsmittel. Daß ein solcher allgemein verbreiteter Unterricht Anlagen und Kräfte weckt, die in volkswirthschaft- llcher Beziehung von höchster Bedeutung find, ist naheliegend. Diese gleichzeitige practische Bedeutung des Handfertigkeits­unterrichts hat deshalb Veranlassung gegeben, daß andere Länder, wie Frankreich, England, Schweden, Norwegen rc. diesen Bestrebungen bereit« eine große Beachtung zugewendet haben. So folgt Deutschland in der Reihe der Staaten, welche den Handfertigkeitsunttrricht durch ihre Mittel fördern, bezw. ihn bereits allgemein eingeführt haben, erst an neunter Stelle! Wir haben somit alle Veranlassung, dahin zu wirken, daß wir hier von anderen Ländern nicht überflügelt werden.

Deutsches Reich»

Darmstadt, 26. September. Aus Fürstenstein, 25. September, wird derDarmst. Ztg." berichtet: Ihre Königlichen Hoheiten der Grohherzog und die Groß­herzogin besuchten heute Vormittag Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich vor der Abreise von Breslau und fuhren mit Gefolge, sowie Graf und Gräfin Schaffgotsch zum Besuch der Prinzen von Pleß nach Fürstenstein, wo die Ankunst Nachmittag» 8 Uhr stattfand.

Berlin, 26. September. DerReichsanzeiger" veröffent- licht die Verleihung de» Character» als wirklicher Geheimer Rath mit dem Prädicat Cxcelleuz au den Unter ftaatSsecretär Fleck im Ministerium der öffentlichen Arbeiten.

Berlin, 26. September. Heute früh wurde von der SchutzmanuSwittwe Bertha Dormaun gegen ihre Stief­tochter, Frau Heitmann, in dem Haufe Kürbergerstraßr 1,

Locales und ^provinzielles.

A Airfeld, 26. September. Zu« ersten Mal feit Ber- willigung größerer Mittel zur Hebung der Viehzucht von Seiten Großh. StaaNregierung fand am 15. September d. I. die Thierfchau für den zweiten Körbezirk nach der neuen Organisation statt. Der vom landw. Provinzialverein auf- gestellte Plan für die Abhaltung der Thierschaueu fleht für Alsfeld alle 2 Jahre eine solche BezirkSthierschau mit gleichen oder ähnlichen Preisen vor, während in dem dazwischen liegen­den Jahre eine Bullen- und Eberschau und Prämiirung vor­gesehen ist. Schon hieraus geht hervor, daß mau jetzt plan­mäßig an die Hebung unserer Viehzucht herantreteu will, und daß, wie auch au» der Preisliste ersehen werden ckanu, auch ganz andere Geldbeträge für Preise zur Verfügung stehen wie früher. Die Thierschaueu sollen erzieherisch wirken, fie sollen den Landwirthen der betreffenden Bezirke zeigen,, was ihre BerufSgeuosseu auf den verschiedenen Gebieten der Thierzüchtung leisten, welche Formen und Eigenschaften gut gebaute und leistungsfähige Thiere haben müssen, fie sollen anregen und anspornen. Auch auf dem Gebiete der Thier­zucht und Thierhaltung gilt heute der Grundsatz, daß nur in der Erzeugung der leistungsfähigsten Thiere zugleich auch die Rentabilität der Viehhaltung verbürgt ist. Um diese Zwecke zu erreichen, muß in erster Linie die Garantie ge­boten sein, daß die Beurtheiluug uud daher auch die Prä- miiruvg eine sachverständige uud objektive ist. ES wurde dies dadurch erreicht, daß als Richter sachverständige Herreu aus anderen Zuchtgebieten fungirten, die, eS sei dies hier öffentlich ausgesprochen, ihrer Aufgabe nach jeder Richtung hin gewachsen waren. Weiterhin dürfen, um die oben au- gedeutrten Zweck« zu erreichen, die Preise nicht zu klein sein. Hervorragende Zuchten und Zuchtthiere bedingen den Fort- schritt im Zuchtgebiete. Die Zuchten solcher können aber nicht durch Preise, die mehr den Character von Trinkgeldern haben, angeregt werden. Betrachtet man von diesen Ge- fichtspuukteu aus die Alsfelder Thierschau vom 15. September, so muß zunächst anerkannt werden, daß die Aufgabe, als erste Einrichtung in dieser Beziehung, recht gut gelöst worden ist. Die Beschickung war in der Rtuderabthrilung eine recht gute, wenn mau berückfichtigt, daß Herdbuchthiere der Simmen- thaler Raffe bevorzugt, ja, daß nur diese Raffe prämiirt wurde. Was die Qualität der ausgestellten Rinder au- belangt, so kann hier, nachdem auch die beiden weiteren Schauen in der Provinz, in Hungen uud Büdingen, abgehatten find, nur festgrstrllt werden, daß nach allgemein ausgesprochener Anficht das beste Zuchtmatertal in Alsfeld ausgestellt war. Möchten unser, Zuchten nicht erlahmen, um stets an der Spitze der thirrzüchterischeu Leistungen in der Provinz zu marschieren. Die Schweineausstellung war verhältuißmäßig schwach beschickt uud ließ auch die Qualität des ausgestellten Zuchtmaterials verschiedentlich viel zu wünschen übrig. Es wird eine Aufgabe der Gemeinden sein, die Schweine­zucht mehr wie seither, insbesondere durch Beschaffung guter Eber, zu fördern. Die Ziegenausstellung war stärker und auch bezüglich der Qualität der ausgestellten Thiere besser beschickt.

treffende Hamburger Firma ausgestellt, präseuttrte. Da R. D. Warburg einen Avis von dem Berliner Geschäfts­freund nicht erhalten hatte, bat der Casfirer den Checkiuhaber, tu einer Stunde wiederzukommen. Telephonisch wurde nun bei der betreffenden Berliner Bank angefragt, ob der Check in der Höhe von 70,000 Mk. in Ordnung sei, man erhielt jedoch zur Antwort, daß hiervon nicht» bekannt wäre und daß man bitte vorläufig nicht auszozahlev. Eine Vienel- stunde später meldete fich das Berliner Bankinstitut telephonisch bei der Hamburger Firma und theilte mit, daß die Sache fich aufgeklärt habe und daß man die 70,000 Mk. auSzahleu könne. Diese merkwürdige zweite Mittheiluug kam den Chefs der Hamburger Firma denn doch verdächtig vor. Abermals wurde die telephonische Leitung in Anspruch genommen, und man ließ den Dtrector des Berliner BanktustttutS persönlich an den Apperat kommen. Jetzt wurde festgestrllt, daß in der That eine grobe Fälschung vorlag, und als nun der Checkinhaber erschien, wurde er von der inzwischen benach­richtigten Hamburger Criminalpolizei festgenommeo.

* In jedem neu erscheinenden Kochbuch wird die eminente Bedeutung von Liebig'» Fleisch-Extraet voll ge­würdigt^ auch der bekannte, tresfltche Nervenarzt Dr. Otto Dornblüth in Rostock empfiehlt die Anwendung desselben wiederhott in seinemKochbuch für Kranke", das die Materie der Speisenbereitung streng wissenschaftlich behandelt. Herr Dr. Dornblüch stellt die Analysen verschiedener Extrakte vergleichsweise zusammen und kommt zu dem Schlußresultat, daß Ltebig's Fleisch-Extract vor anderen Fabrikaten dieser Art noch immer iu erster Reihe steht."

Ein sehr interessante» HeirathL-Gesuch, zu dessen genauer Wiedergabe 100 Zeilen kleinster Schrift einer Annoncenspalte nöthig wären, erläßt ein Onkel in einer rheinischen Zeitung für seinen Neffen, dem es aber, im Gegensatz zu anderen Heirathslustigen, an Damenbekanntschaft nicht fehlt. Daß er trotzdem noch keine gefunden, liegt wohl an den großen An­forderungen, die er an seine zukünftige Lebensgefährtin stellt. . Das Ideal des Neffen soll erstens aus guter Familie, von tadellosem Rufe und Character und evangelischer Religion sein; die Dame muß sein: schön, liebenswürdig, klug, practisch, schneidig, groß, gesund, von tadellosem Wuchs; ferner muß sie ein angeboren liebes, reizendes, ruhiges, angenehmes, feines Wesen und sehr gute Character- und Herzens-Bildung besitzen; sehr erwünscht sind dunkle oder tiefblaue Augen, dunkeles, schönes Haar, schöne, gesunde Zähne; ferner darf die Dame nicht unter 16 und nicht über 20 Jahre alt sein, zum Vater keinen unteren Beamten, kleinen Handwerker, kleinen Kaufmann oder kleinen Landwirth haben und selbst in keiner Stellung sich befinden; ausgeschlossen sind weiterhin solche Damen, welche klatschsüchig, putzsüchtig oder gefallsüchtig find; emanciptrte, studirte, böse, excentrische, nervöse, sport­mäßig radelnde oder jagende Damen bleiben ebenfalls unbe­rücksichtigt. Da musikalische Veranlagung zwar sehr erwünscht, aber nicht ausschlaggebend, so erfordert den Damen ihr eigenes Interesse, bei den anderen verlangten Eigenschaften nur bei der Wahrheit zu bleiben, da solche Damen, welche bei späterer eingehender Erkundigung die erwünschten Eigenschaften nicht besitzen, unberücksichtigt bleiben. Obwohl Vermögen Neben­sache und die Ausstattung, weil vorhanden, nicht erforderlich ist, wird es doch sehr wenige Damen geben, welche auch nur einigermaßen auf alle die verlangten Eigenschaften Anspruch machen können. Schade! dennFabrik, Wohnhaus und Garten" des Ehestands - Candidatenwerden electrisch be­leuchtet ", und jährlich verdient er etwa 50 000 Mark.

vermischtes.

eine große Checkfalfchung, durch welche eine Berliner und eine Hamburger Bank in Mitleidenschaft gezogen find, ist durch die Aufmerksamkeit der Hamburger Bankfirma recht­zeitig entdeckt worden, und der Fälscher konnte sofort fest­genommen werden. Im Bankgeschäft R D. Warburg in Hamburg erschien ein Herr, der einen Check in der Höhe von 70,000 Mk., von einem Berliner Bankinstitut auf die be­

woselbst Frau Dormann einen Geschäftslaben gemiethet hatte, ein mörderischer Ueberfall unternommen. Die Ursache zn dem Ueberfall war der Umstand, daß Frau Heitmann ihre Sttefmutter auffordrrte, ihr geliehene 100 Mark zurück- zuzahlen.

Berlin, 26. September. Die Nachricht desDaily Mail" au»Washington, zwischen Deutschland und Eng­land sei ein Uebereinkornmen gettoffen worden, um das Leben des Kaisers von China zu schützen, wird von derPost" als erfunden bezeichnet.

Berlin, 26. September. DerNattonal-Zeitung" wird brstättgt, daß die ttalienische Regierung eine Verständigung über Maßnahmen gegen den Anarchismus beiden europäischen Cabinetten angeregt hat. Der Vorschlag einer Couferevz sei jedoch bis jetzt von ihr nicht gemacht worden. Die allgemein gehaltene Anregung ist zustimmend aufgenomwen worden. Man erwartet zunächst die Beschlüsse der italienischen Regierung. _

Mannheim, 26. September. Eine soeialistische Ver­sammlung beschloß die definitive bedingungslose Aufhebung des Bierbjohcotts.______________________________

Arr-Unrd.

Budapest, 26. September. Trotz des polizeilichen Ver- bots versuchten die Socialisten in Ofen Arbeiterversamm­lungen abzuhalten, wobei es zu einem Zusammstoß mit der Polizei kam. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen.

Pari», 26. September. E» verlautet, Brisson habe für den Fall, daß heute ein oder zwei Minister demisfioniren sollten, bereits einige andere Candidaten in Aussicht, welche für die Revifion seien. Sollte Brisson zur Demisfion ge- zwangen werden, weil die Mehrheit der Minister gegen die Revifion sei, so würde Präsident Faure ein Militär-Cabinet bilden und die DreysuS-sreundliche Agitation gewaltsam unter­drücken müssen. Das würde die Revifion zwar aufschieben, aber nicht endgültig verhindern, vielmehr zweifellos Unruhen heraufbeschwören.

London, 26. September. Esterhazy hat, wie ver- lautet, einen hiesigen Verleger mit der Herausgabe seiner Memoiren betraut. Dieselben sollen gleichzeitig in London, Paris, Berlin und New Uork erscheinen.

Literatur «sr- Nrtnft.

VonDeutsche Kunst und Dekoration", herausgegeben und redigtrt von Alex. Rod), Darmstadt, erschien soeben daS 1. Heft des 2. Jahrganges. (Einzelpreis des Heftes 2 Mk.) Wir haben wiederholt auf diese nach Inhalt und Ausstattung gediegenen und vornehmen Hefte empfehlend aufmerksam gemacht und würden uns freuen, dadurch zur verdienten Förderung deS zeitgemäßen Unter­nehmens beigetragen zu haben.

Unter dem TitelMutter Erde" erscheint soeben im Ver- läge von W. Spemann, Berlin und Stuttgart, eine neue Wochen­schrift, Technik, Reisen und nützliche Raturbelrachtung in HauS und Familie behandelnd, wöchentlich ein Heft zum Preise von 30 Psg. Gefammtp.eitz des Jahrganges Mk. 15.60. ES fehlt nicht an guten populären Zeitschriften, die naturwissenschaftliche und technische Kenntnisse dem gebildeten Publikum vermitteln; aber waS dies« Zeitschriften leisten, ist zumeist nur einseitig, und häufig herrscht bei der Auswahl der Darbietungen der Zufall vor, so daß daS Publikum weder eine vollkommene Uebersicht über die vollzogenen Leistungen, noch eine Erkenntniß von den inneren Zusammenhängen der wissenfchasUichen Fortschritte gewinnt. Diese unbestreitbare Lücke in der deutschen Z itschriften Literatur will das neue Unternehmen, unterstützt von ersten Kräften der Wtssenfchaft und Technik und unterstützt durch ein ebenso vorzügliches als instructtveS Sbbildungs- material aussüllen.

Universität- - Nachrichten.

Bei der Universität Berlin sind der Prtvatdocmt der inneren Medicin, Prof. Dr. Alfred Goldscheider, leitender Arzt am städtischen Krankenhause Moabit, und der Prioatdocent der Augenheilkunde, Prof. Dr. Karl Horstmann, zu außerordentlichen Professoren ernannt worden. t _

Basel. Der RegierungSraih Hai dem Entlafiungsbegehren deS Professors der Botanik, Georg KlebS, der einen Ruf nach Halle a. S. angenommen hat, entsprochen und an deS Scheidenden Stelle Herrn Dr. Wilhelm Schimper, außerordenttichen Professor in Bonn, ernannt. Mit Beginn des Winter-Semesters wird CivtlgerichtS- Präsident Dr. Karl Ehr. Burckhardi, der von feinem Amte zurück- getreten ist, eine Professur der Rechte an unserer Hochschule Über- nehmen._______________

Bitte, einen Versuch!

Durch Zusatz von wirkungsvollen Ingredienzien, wie sie uns von ersten medicinischen Autoritäten neuerdinas an die Hand gegeben worden sind, ist die Doerings Seife mit der Eule, bekannt unter der Devise:Die beste der Welt, abermals verbessert und durch diese Verbesserung in ihrem Eiaflusse auf die Erhaltung der Schönheit der Haut wesentlich erhöht worden, so daß fich keine Seife. iur Toilette mehr eignen dürfte als die in ihrer Art unübertrefflich« loerings Seife mit der Eule. Wir ersuchen alle Damen, Mütter, wie Jedermann, dem die Pflege der Haut ernst ist, um erneute Ver­suche. Der Preis ist nicht erhöht worden, für 40 Pfg. überall erhältlich. 2532