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»r. 20! Drittes Blatt.
Sonntag den 28. August
1808
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Die •wfrrner eeetfUeirattcr ■erkn km Injnger wScheMtlch viermal brigdtgl.
Gießener Anzeiger
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■ eee|mt wen Anzeigen zu der Nachmittags für den stlH-nf— Im erscheinenden Nummer bi« Herrn. 10 Utzr.
General-Anzeiger
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Aintr« und Anzeigeblatt für den Kreis Gieszen.
Locales und provinzielle-.
t Vom Lande, 27. August. Jetzt, beim Eiohrimsen deS ®etrct6e», ziehen fich oft Kinder und leibst Erwachsene g e • jährliche Verletzungen der Augen zu dadurch, daß ihnen vom Getreide abgebrochene Grannen der Lehren in die Augen fallen. Fast ausnahmslos kSouen dieselben nur vom Arzt entfernt werden. Jede versäumte, leichtsertige uud nicht- fachmännische Behandlung des verletzten AugeS rächt fich empfindlich. Tin Hebet läßt sich stets leichter verhüten al- heilen, und darum ist Borficht durch Schutz der Augen doppelt zu empfehlen. Kleine Kinder sollten überhaupt von den Erntewagen entfernt bleiben.
x AüddiugShaufeo, 25. August. Bei der gestrigen Gemeiuderathswahl dahier machten von 150 Wahlberechtigten nur 39 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. @1 wurden neugewählt Heinrich Theis III. mit 33, Heinrich Loth II. mit 25 und Johannes Margolf III. mit 24 Stimmen. — Da da» Getreide hier meist noch unreif ist, hat da» Grummetmacheu bereit» vollständig begonnen. Unser saft durchaus flach liegende» Feld wollte man bei den Truppenübungen sehr in Anspruch aehmen- aber wegen der verspäteten Ernte soll da» Zusammentreffen der im Norden unsere» Kreise» mauövrireudeu Truppen sür eine andere Gemarkung geplant worden fein.
w. Friedberg, 26. August. Nach de« Geschäft»bericht der Actieuzuckerfabrtk „Wetterau" wurden io 1897 für fie nur 4350 Morgen Rüben avgebaut. ES wurden 734 800 Etr. Rüben verarbeitet, somit ein Ertrag von 177 Etr. vom Morgen (x/4 ha) erzielt. 200 Morgen Rüben waren durch da» Kaisermavöoer gänzlich zu Grunde gerichtet worden. Die Au»beute betrug 79 110 Etr. erste», 7670 Etr. zweite» Produkt und 15800 Etr. Melasse. Die Zuckerpreise de» letzten Jahre» waren sehr niedrige. Da» erste Produkt konnte nur zu 10 Mk. 83 Pfg. gegen 10 Mk. 65 Pfg. in Jahr vorher verwerthet werden. Da» -wette Produkt uud die Melaffe standen zwar etwa» höher im Preis al» im Vorjahr- allein der Ausfall beim ersten Produkt konnte dadurch doch nicht ganz ausgeglichen werden.
A Mainz, 26. August. Gegen die Gelände- abfperruugen von Seiten des Militärs wahrend der Erntezeit ist auf den kommenden Sonntag eine Protest- Versammlung eioberufev, zu welcher die Einladung von den Bürgermeistern der bei dea diesjährigen Herdstübuogeu am «eisten tu Mitleidenschaft gezogenen Gemeinden auSgegangeu ist. Außer an die Proviozialbehörden find auch Einladungen an die ReichStagSabgeordveten für die Wahlkreise Mainz- Oppenheim und Bmgeu-Alzey, die Herren Schmidt-Elberfeld und Dr. Schmidt Mainz, ergangen, der Versammlung bei- zuwohueo. Da Ministerialrath Braun jüngst in dem Ausschuß des landwirthschaftlicheu Vereins von Rheiuheffen die Zuficherung gegeben hat, die Regierung werde die dieSbezüg- lichen Beschwerden der Landwinhe in jeder Weise unterstützen, so dürfte der Versammlung auch ein Vertreter der Regierung aowohuen. — Die Umbauten im hiefigen Stadttheater find derart beschleunigt worden, daß die Eröffnung der Saison pünktlich am 18. September erfolgen kann. Als EröffnungS- Vorstellung ist die Oper „Faust" in «ußficht genommen. Da» Schaufpiel wird mit Schiller» „Braut von Mesfina" beginnen, der al» erste Schwavkvorstellong Blumenthal- Kadelburg» „Im weißen Rößl* folgen wird. Unter den Gästen der Saison figurier auch die berühmte franzöfische Liedersängerin Madame Svette Guilbert.__________________
verarschte-.
• Marburg, 26. August. In der Lahn ist heute der dreijährige Sohu be» Oderlehrers Ewald und in der städtischen Badeanstalt die zehnjährige Tochter des LondwefferS Kreckwitz ertrunken.
• Marburg, 26. August. Der Einbrecher Karl Mergard an» Kassel, der zu 7 Jahren Zuchthaus verurtheilt ist, ist heute Nacht au» dem hiefigen Gefäogniß auSgebrochen. Er verübte sofort einen Einbruch in ein Hau» nahe dem Ge- fäuguiß, wo er einen Anzug stahl.
• vom oberen Schulrath zu Senf (Schweiz) wird uu» mitgetheilt, daß spectelle «lassen zum Smdiren der französischen Sprache sür junge Ausländer von 13 bis 18 Jahren im Gymnasium und der höheren Töchterschule eröffnet worden sind. Der Stundenplan schließt wöchentlich zwölf Stunden praktischen französischen Unterricht und drei Stunden Natur- wiffeoschaft, Geographie und Geschichte in fich. Da» Schulgeld beträgt 75 Franken pro Semester. Für weitere Sn»- Inn ft wende «an fich an da» Departement de l’Instruction pablique oder an da» BerkehrSbureau, place des Bergues, Genf.
* Son der Sommerfrische der kaiserlichen Familie in Wilhelm »höhe wird dem „Hann. Cour." au» Casiel ge- I schrieben: Kaum graut der Morgen, so ist die ganze kaiserliche Familie wach. Fünfzehn Minuten müffen dem Kaiser sür seine Toilette genügen. Bi» vor drei Jahren bevorzugte der Kaiser in seiner Livilkleidung Helle Farben, und noch im Sommer 1895 konnte man im Düsterubrooker Gehölz bei Siel allmorgendlich seine wohlproportionirte Gestalt in hellgrauem Jacketauzug, dem breiten, weihen, breitrandigen Strohhut, deffeu Band die holsteinischen Farben blau-roth- weiß trug, autreffeu. Dazu trug er niedrige, bi» zu« Knöchel gehende Schnürrschuhe, einen Umlegekragen und eine englische Sravatte von blauem oder blauweihe« Muster. Heute zieht der Kaiser bei den seltenen Gelegenheiten, wo er in Eivil erscheint, dunkle Stoffe, besonder» ein dunkle» Mode- braun, sowie einen schwarzen Lheviot vor. Dazu trägt er einen Stehkragen mit umgelegteo, an der Spitze abgerundeten Ecken, sowie eine große Cravatte, meist von blauer oder schwarzer Farbe mit einem Punktmuster. Da» erste Frühstück besteht in Wilhelm»höhe aus Kaffee, Milch uud Weißbrot uud wird nach echt deutscher Art an einem großen runden Familien-Tisch eingenommen. Nach dem Morgenkaffee macht der Kaiser einen Spazierritt im Park oder tritt mit seinen im Schlöffe gerade anwesenden Söhnen eine längere Wanderung durch die benachbarten herrlichen Waldungen an, die zum Theil schönere Edeltannen auszuweiseu haben, al» man fie tu Thüringen findet. Zum Lunch ist man wieder zurück und widmet fich darnach einige Zeit den körperlichen Urb- an gen, unter denen auch da» Fechten einen hervorragenden Platz einuimmt. Der Kaiser überwacht persönlich da» Schwert- exercitium, wie er auch oft am Reitunterrtcht seiner Söhne theilnirnmt uud sowohl mit Worten, al» auch der „Cham- br'öre", der laugen Manegepeitsche, die uöihtge Nachhilfe flieht, wenn einer der Retter sich einmal etwa» zu ängstlich zeigt oder das Pferd die Hürde nicht nehmen will. Nachmittag» kommt die Schloßherrin zu ihrem Recht. Der Kaiser «acht daun gewöhnlich Arm in Arm mit seiner Gemahlin einen Rundgang durch die WirthschastSgedäude. Kaiserin Auguste Victoria interesfirt sich sowohl in Urville als auch Wilhel«»höhe lebhaft für die kleinen Sorgen des Haushalt», kostet dte frische Butter, läßt fich Bericht über die Eier- productiou de» Tage» erstatten und füttert wohl gar persönlich da» Federvieh. Die kaiserlichen Priozen find während dieser Zeit mit ihren Studien beschäftigt. Karteuzeichnen, fremde Sprachen, Vorträge über Staat»recht u. s. w. dürfen auf ausdrücklichen Wunsch deS Kaisers selbst während der Ferien nicht ganz vernachlässigt werden. Darnach zieht fich der Kaiser in seine Gemächer zurück, um den eingelaufenen Depeschen einige Zeit zu widmen, Borträge eutgegevzunehmeu uud sonstige dringende Staatsgeschäfte zu erledigen. Die Kaisertn pflegt in der Zwischenzeit ttl zum Diner im Wagen, die kleine Prinzesfin neben fich, einige Einkäufe in der Stadt zu machen, so namentlich an Blumen, Früchten, AnfichtSpost- karten n. dergl. DaS Diner am Abend nimmt, wenn nicht gerade Gäste zur Tafel gezogen werden, nur kurze geit in Anspruch. Nach aufgehobener Tischrunde begiebt man sich in den Salon, wo die Kaiserin oft die LieblingScowpofitioneu ihre» Gemahl», au» Berdi'schen und Wagner'schen Opern auf dem Elavier zum Vortrag bringt, während der Kronprinz, der ein vorzüglicher Geigenspieler ist, die Mutter auf der Violine begleitet. Mitunter zieht sich der Kaiser frühzeitig au» dem Familienkreise zurück, um noch einige Zeit am Schreibtische an neuen architectonischeu Entwürfen oder Zeichnungen zu arbeiten. Aber gewöhnlich Pflegen schon geraume Zeit vor Mitternacht die Lichter in den kaiserlichen Gemächern za erlöschen.
Wissenschaft, Literatur und Aunft.
— Die sociale Frage der Gegenwart und die Versuche ihrer Lösung. Von B. A. Hoffmann. Regensburg, Rational« VerlagSanNaU. 32 S. 8°. Pret« 60 Pfg. In dem Augenblicke, wo dte Erkermtniß der Wtrthschaflsentwickelung und WirthschaftS- organisation der neueren Zeit so weit vorgeschritten ist. daß daS Wesen und die Ursachen der modernen foclaltn Noth aufgeveckt vor unseren Augen liegen, ist dte Lösung deS großen WtrthschaftS- und GesellschafttzproblemS nicht mehr tn weite Ferne gerückt, sondern steht in naher Aussicht. Die Broschüre gibt in Kürze eine Darstellung deS socialen Problems, besten Wesen fie als tn dem Mangel einer der WirthschaftSverfastung entsprechenden Gesellschaftsordnung gelegen erkennt und dessen Zergliederung demgemäß zunächst und hauptsächlich dte WtrthschaftSprtnctpien der Gegenwart einer Untersuchung unterwirft. ES find alle Reformmaßnahmen zur 33c» sprechung gelangt, welche im Laufe der Zett hervorgetreten find und gegenwärtig noch in Wissenschaft und Politik im Bordergrrmd der DiScustiou stehen. ES ist aber auch darauf htugewiesen, daß der Schwerpunkt der Lösung der socialen Frage weniger auf wtrthschaft- lichem und politischem Gebiete, alS auf ethischem gelegen ist.
lUUctiM, tprktien mb Druckerei: Ach» »r be Ur. 7.
Gratisbeilage: Gießener Familienblätter.
Deutsche- Reich.
Berlin. 26. August. Ein internationaler @la»ar beiter» Kongreß findet nächsten Monat in Berlin statt. Auf demselben soll über eine Verstärkung de» Arbeiterschutze», 8er* bkssernng der sozialen Einrichtungen in den Gla»hütten und Glasbläsereien, der Schichtwechsel und die Tag- und Nachtarbeit derathen werden. E» find bereit» zahlreiche Anmeldungen au» dem Au»lande eingegangen.
Berlin, 26. August. Die Allgemeine deutsche Eredit* uao Effecten-BersicheruuflSbauk, Gesellschaft mit be chränkter Haftpflicht ist völlig zusammeugebrochen. Die beiden Bankunternehmer Lack» und Moritz Meyer find verschwunden. In Bankkreisen hat man da» Falliffemeut lauge vorau»gesehen. Ein Eoncur»verfahren wird vorauöfichtlich nicht ftattfiaden, weil keine Maste vorhanden ist.
— Eine Erinnerung an BiSmarckS Entlassung. Die „Zukunft" schreibt: „Da» Telegramm, welche» der Kaiser am 22. März 1890 nach Weimar sandte und in be« er, zwei Tage nach Bi»marck» Entlastung, sagte, ihm sei zu Muth, al» ob er seinen Großvater zum zweiten Male verloren habe, war nicht, wie bisher angenommen und am 8. August in Berlin erzählt wurde, an den Großherzog, sondern an den Director der Kunstschule in Weimar gerichtet, den Grafen Emil von Görtz-Schlitz."
— Freiherr von Mittnacht, der württembergische Msnisterpräfident, feiert am 27. d. Mt». fein 25jährige» Jubiläum al» Minister.
— Su» dem Norden, von Spitzbergen nach Tromsö zurückgekchrte Norweger melden, fie seien in der Bräunt- weinSbai (Nordvstland) an Land gegangen und hätten dort ra einer Entfernung von zwei bi» drei Meilen einen säuleu- ähnlichen Gegenstand beobachtet, von dem fie anuahmen, daß er von Andröe aufgerichtet sei. Große Erschöpfung hätte sie jedoch gehindert, die Stelle zn erreichen. Die von Lerner geführte deutsche Polarexpedition, die fich jetzt nach Nowaja Sernlja begibt, wird vielleicht den Ort aufsucheu, um den Gegenstand zu untersuchen. In Tromsö glaubt man, daß e» sich um ein von der schwedischen GradmeffungS Expedition her»ührende» Zeichen handelt.
— Mehr Lav aller ie. Die „Allg. Militär-Lorr." bringt unter der Ueberficht „Mehr Eavallerie" einen Artikel, m dem eS u. A. heißt: Wenn man fich an entscheidender Stelle wegen der erforderlichen Geldmittel scheuen würde, so wäre da» ein Sparen am unrechten Ort, eine Oeconomie, die i« geltenden Augenblick verhängnißvoll werden könnte. Dabet soll auch der Umstand nicht übersehen werden, daß die Vermehrung der Cavallerie auch eine unmittelbare vortheil- haste Rückwirkung auf die Pferdezucht zur Folge Haden würde. Die Summen, welche man für die Aufstellung neuer Reiterregimenter benöthigte, bilden eigentlich nur eine fruchtbare Investition, deren Ecgebniffe der Landwlrthfchaft und der Landespferdezucht zu Gute kommen würden. — Da» ist ein Gedanke, den schon General v. Steinmetz auSsprach, als er im Reichstage äußerte, jede große Militäraufweuduug sei einem Regen zu vergleichen, der daS ganze Land befruchte. General Steinmetz ist tobt, feine Ansichten aber leben noch te her Armee und werden voraussichtlich noch lange in ihr leben.
Att-larrd.
Lemberg, 26. August. In Podwoloczhlka stehen die vahnmagazine, welche in der Vorstadt Jezierna belegen find, in Flammen. Nachdem bereit» in der Umgegend zahlreiche Brände' auSgebrochen waren und mehrere Hau»- brfitzer anonyme Briefe erhielten, worin die völlige Ein- äfcheruug von PodwoloczySka angekündigt wird, ist nicht mehr daran zu zweifeln, daß eS fich um eine Brandstifterbande handelt. Die ganze Gegend ist in großer Aufregung.
Nom, 26. August. Der Belageruug»zustand von Florenz wird am 28. d»., der von Mailand am 5. September aufgehoben werden.
Pari», 26. August. Picquart wird wegen Mittheil* aig dreier Aktenstücke, die fich auf die LandeSvertheidigung beziehen und die er an Leblot» au»geUefert hat, vor ein Kriegsgericht gestellt werden, verschiedene Geueralräthe haben den Wunsch ausgesprochen, die Bewegung zu Gunsten DreysuS gewaltsam zu unterdrücken.
Madrid, 26. August. Im heutigen Ministerrathe wurde ein Telegramm auS Sonina verlesen, wonach bei einem dortigen Brande die Mannschaft deS deutschen Schiffes „N'xe* wirksame Hilfe geleistet hat. Die Regierung beauftragte den Marineminister, den deutschen Seeleute» den Dank zonz Spaniens anSzusprechen.
Ldresie für Depeschen: Anzeiger Oißhß«. Fernsprecher Nr. H.


