Ausgabe 
25.9.1898 Zweites Blatt
 
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hon jeher al« da» beste Mittel erwiesen, einen Staat zu der Anerkennung eine- Recht» zu zwingen, da» an» freien Stücken anzuerkennen er nicht gewillt war, und gerade auf dem Ge­biete der Beschützuug de- literarischen und artistischen Eigen- thum- find die größten Erfolge durch die rücksichtslose An­wendung de- Gegenseitigkeit-grundsatze- erreicht worden. Mit einem unpraktischen Ko-mopoliti-mu-, der theoretisch sich vielleicht ganz gut au-nimmt, kommt man thatsächlich nicht wett, man erreicht damit nur, daß Andere die besten Btffen fortuehmen. Der Kosmopoliti-muS hat uns bei der großen Thetlung der überseeischen Gebiete leer au-geheu lasten, er würde es bewirken, daß wir andere, fremde Autoren be­schützten, während die unseren mit behaglichem Schmunzeln anSgeplündert würden, Alle-natürlich demPrtnzipe zu Liebe! Wie hat Klopftock seinerzeit dem Deutschen warnend -ugerufeu: ,9Ne war gegen da- Aa-land ein ander Land gerecht wie Du- sei nicht allzu gerecht, sie denken nicht edel genug zu sehen, wie schön Dein Fehler ist." In der That, e- gibt ein Uebermaß von Gerechtigkeit gegen da- Ausland, welches zur Ungerechtigkeit gegenüber dem Julande führt und zur Ungerechtigkeit gegenüber drm Jnlande würde auch die Ver­wirklichung de- Beschlüsse- de- Wie-badeuer SchriftftellertageS führen, die glücklicherweise ausgeschlossen ist. M. N. N.

vermischtes.

New-York, 7, September. Schandwirthschaft. Der Scandal in der Armeeverwaltung wächst von Tag zu Tag; überall, wo unsere Truppen liegen, ist dieselbe Miß- wirthschaft, derselbe Mangel an System, dieselbe Kopflosigkeit und dieselbe criminelle Fahrlässigkeit zu finden. Hier nur ein paar Beispiele: Als Hospitalsch.ff, dazu bestimmt, kranke Soldaten von Cuba zurückzuschaffen, wurde ein so morscher Dampfer, dieOlivette", eingerichtet, daß derselbe plötzlich im Hafen von Fernandina untergtng und die 35 Lazareth- wärter und die aus 45 Personen bestehende Mannschaft in dürftigster Bekleidung aus dem Wasser gerettet werden mußten. Glücklicherweise waren die 275 Kranken, die heimgeschafft werden sollten, noch nicht an Bord. Andere malariakranke Soldaten wurden von Santtago aus auf einem Viehtrans- portdampfer, der nach übereinstimmender Ansicht der Aerzte selbst zur Beförderung ganz gesunder Menschen völlig un­geeignet ist, nach hier gebracht. Die natürliche Folge davon war, daß schon unterwegs vierzehn der Leidenden starben und sechzig sofort in den städtischen Hospitälern untergebracht werden mußten, wo noch eine erkleckliche Anzahl derselben zu Grunde gehen wird. Daß unsere Soldaten hungern mußten, well seitens der Administration die unfähigsten Hohl­köpfe aus politischen Gründen zu Proviantmeistern ernannt wurden, ist aus der bevorstehenden Untersuchung im Falle des TransportdampfersLa grande Duchesse" ersichtlich. Am 6. Juli wurde das Schiff in Tampa, Florida, mit 1100 Tonnen Proviant, bestehend aus Kartoffeln, Zwiebeln, anderem Gemüse und präservirtrm Fleisch alles für unsere Armee in Santiago bestimmt, beladen. Am 31. August musterte man dieses Fahrzeug aus dem Dienste, und am folgenden Tage fragte der Capllän an, was er mit den 1100 Tonnen Proviant anfangen solle, die sich schon seit acht Wochen an Bord befänden. Das liebe Gut also, das unseren vor Santiago hungernden Soldaten so wohl gethan hätte, war zum größten Theil an Bord eines Schiffes in Tampa verfault, well kein Mensch daran gedacht hatte, dem Capitän Segelordre zu geben, der Letztere, statt eine solche zu verlangen, lieber die Wirthschaften Tampas frequentirt und seinem einzigen Beamten die lange Anwesenheit des Schiffes in dem kleinen Hafen aufgefallen war. Doch die Beutepolitik florirt vergnügt weller. (M. N. N.)

* Statistik der Lebensmittelpreife. Eine neue Anregung unterbreitet der von Dr. Zastrow herausgegebeneArbeits­markt- den deutschen Stadtverwaltungen: nämlich die Her­stellung einer vergleichbaren, also möglichst einheitlichen Sta» üstik der LebenSmittelpreise. Seit einem halben Jahre berechnet Privatdocent Dr. Jastrow (Berlin) auf Grund officteller Markthallenberichte den Kostenaufwand für die Ernährung einer Arbeiterfamilie in vier Städten des Reich». Für das ErnähruugSbedürfniß eines Arbeiters ist die Verpflegung-ratton eines deutschen Marinesoldaten zu Grunde gelegt. Der Berechnung der diesmaligen Ausstellung liegen die Preise von zwölf größeren deutschen Städten zu Grunde. Danach ergiebt sich, daß der Durchschnittspreis für Rindfleisch für 1 Ktlogr. 1,14 Mk. betrug, der für Schweine­fleisch 1,34 Mk., für Hammelfleisch 1,16 Mk., für Kartoffeln 6 Pfg. Der Preis für Weizenmehl betrug ifür 1 Kg. im Durchschnitt 31 Pfg., der für Brot 26 Pfg. und der für LMter 1,84 Mk. Die Gesammtsuwmen in Betracht gezogen, belief sich der Bedarf einer vierköpfigen Familie, wobei die zwei Kinder gleich einem Erwachsenen gerechnet find, in der Woche in Danzig auf 19,72 Mk., in Dresden auf 19,91 Mk., tu Leipzig auf 20,25 Mk., in Berlin auf 20,86 Mk., in Braunschweig auf 20,87 Mk., tu Augsburg auf 21,62 Mk. und in Mannheim auf 21,75 Mk. Die vier theuersteu Städte waren Stuttgart mit 22,81, Straßburg mit 22,98, Wies« baden mit 23,00 und München mit 23,73 Mk. für Familie und Woche. Zu diesem Betrag find dann noch die übrigen Au-gaben für Wohnung, Kleidung, Licht u. f. w. hinzu­zurechnen. Jastrow sagt zum Schluß seiner Ausführungen: Auf Grund einer solchen Statistik toären wir in jeder Zeit in der Lage, genau zu berechnen, wieviel die Kosten des Arbeiterhaushalts in jedem einzelnen Monat betragen, wie sich die Veränderungen von Monat zu Monat gestalten, und wie die sociale Lage durch die Preisschwankungen von Monat zu Monat verschoben wird. Wenn wir auch noch nicht in einer fortlaufenden Lohnstattstik das Correlat zu einer LebrnS- mtttel-PreiSstatistik und damit die beiden nothweudigen Hilfs- mittel zur vollständigen Eruiruug der socialen Lage der Arbeiterklasse erhalten, so wäre immerhin schon durch die augestrebte Zusammenstellung ein brauchbarer Maßstab für die Veränderungen des socialen Niveau- der Arbeiterklasse

gegeben. Ein solcher Maßstab ist zur Beurtheilnng der jeweiligen Vorgänge aus dem Arbeit-markte nothwendig.

* Concurreuz für Acetylen. Der neue Beleuchtungsstoff j Acetylen soll auch schon einen Rivalen erhalten haben, ; welcher unter dem NamenHeureka-Gas" auftritt, und von einem Italiener Hector de Fazi in Montefiascone er­funden wurde. Die Herstellung des Gases soll auf folgende Weise geschehen: Kalk von möglichst reiner Beschaffenheit wird mit Colophonium und Calcium-Carbid gemengt, und zwar so, daß auf I000Theile der gebrauchsfertigen Mischung 900 Theile ungelöschter Kalk, 50 Theile Colophonium und 50 Theile Calcium-Carbid entfallen. Das Gemisch soll beim Luftzutritt nicht explosionsgefährlich sein, soll sich im Wasser nicht erhitzen und das daraus entwickelte Gas keinen besonderen Brenner beanspruchen. Aus 1000 Theilen des Gemenges soll man 60 Liter Gas unter einem Druck von 35 Millimeter Wassersäule gewinnen. Die Leuchtkraft der Heurekagasflamme wird mit 29,4 Kerzenstunden angegeben, während dieselbe Menge reines Calcium-Carbidgas nur 18 Kerzenstunden liefert; danach wäre Heurekagas ungefähr bO pCt. billiger als Ace­tylengas, oder mit anderen Worten gesagt, bei denselben Kosten brennt Heurekagas doppelt so lange als Acetylen.

* Die Pariser Presse und der Fall DreyfuS. Eine interessante Aufstellung der Dreyfns- und Anti-Drey- fus-Blätter in Paris, die auch deutschen Lesern, die sich rasch orientiren wollen, willkommen sein wird, veröffentlicht soeben derGaulois". Danach traten von Anfang an für Dreyfus ein:Aurore",Droits de l'Homme",France",Fronde", Paix",Petite Röpublique",Rappel",Siöcle",XIX. Siöcle",Sifflet". Diesen schlossen sich mit den letzten Ereignissen als revisionsfreundlich an:Courier de Soir", Figaro",Lanterne",Libertö",Matin",Petit Bleu", Petit Parifien",Radical",Soleil",Temps",Paris". Gegen die Revision sind noch heute:Le Journal de Paris", Echo de Paris",Eclair",Evenement",Gaulois", Gazette de France",Gil Blas",Jntransigeant",Jour­nal",Jour",Libre Parole",Moniteur Univerfel", Patrie",Petit Caporal",Petit Journal",Petit Moni­teur",Peuple Frantzais",Presse",Mpublique Fran- raise",Soir",Univers",Vvritv". DasJournal des Dobats" undL'Autorite" find schwierig zu klasfifiziren, da sie Artikel sowohl für als gegen Dreyfus gebracht haben. Man wird sie wohl der zweiten Klasse zuzuzählen haben. Die revisionsfeindlichen Blätter haben zusammen etwa 2400 000, ihre Concurrenz gegen 1 500 000 Abonnenten.

* Der dritte Ausbruch der Pest in Bombay. Es ist nicht mehr zu verheimlichen, daß Bombay, die Stadt mit ihrer Umgebung, seit Beginn dieses Monats am Anfang einer dritten Pest-Epidemie steht. Die Todesfälle hoben sich in der ersten Septemberwoche plötzlich von 101 auf 162, die Fälle waren alle ungewöhnlich schwer und ver- theilten sich auf alle Stadtviertel. Die Besorgniß ist infolge dessen wieder bedeutend gestiegen sowohl mit Rücksicht auf die Krankheit selbst als auf die neu entstehenden Kosten und Verluste. Der Berichterstatter derLancet" äußert sich in einem am 17. September veröffentlichten Briefe dahin, daß die fortgesetzten Geldaufwendungen die Regierung in Bombay an die Grenze der Zahlungsfähigkeit gebracht haben. Die Lage muß den Behörden um so trostloser erscheinen, als alle Maßregeln, für die diese Unsummen aufgewandt werden, auf einen geschlossenen Widerstand der Eingeborenen treffen. Niemand glaubt der behördlichen Aussage, daß man den Aufstand der Eingeborenen nicht gefüchtet habe, weil man mit Sicherheit auf feine Unterdrückung rechnen konnte; viel­mehr überwiegt die Meinung, daß auf neue strenge Maß- regeln eine Wiederholung des Aufruhrs erfolgen werde. Es komme den Eingeborenen eben weit weniger darauf an, einen Theil ihrer Familie oder ihr eigenes Leben an der Pest zu verlieren, als in ihren socialen und religiösen Gewohnheiten nicht gestört zu werden; auch traut man der Regierung nicht zu, daß sie ihre Maßregeln gewaltsam durchsetzen werde.

Wie in China brave Beamte geehrt werden, erzählt E. v. Hesse-Wartegg in derVoss. Ztg.": In der Großstadt T s i n n i n am Kaiserkanal es ist eine der wichtigsten und größten Städte zwischen dem Aangtsekiang und Peking, der Hauptsttz der deutschen katholischen Mission von Südschantung, und ein Endpunkt des projcctüten deutschen Eisenbahnnetzes fand ich an den Wänden des finsteren Thorbogens nicht weniger als sieben Paar Mandarinstiefel in ebenso vielen Hühnerkäfigen aufgehängt, ein Beweis, daß Tfinnin in der letzten Zeit von guten Mandarinen verwaltet worden ist. Wird nämlich ein Mandarin nach Ablauf seiner gewöhn­lich nur dreijährigen Dienstzeit in eine andere Stadt versetzt und hat er die Bevölkerung nicht zu stark bedrückt und aus- gesaugt, so bringen die hervorragendsten Bürger und Handels­leute ihre Beftiedigung dadurch zum Ausdruck, daß sie sich in feierlichem Zuge mit Musikbegleitung in den Pamen be­geben und dem guten Mandarin die Stiefel von den Füßen ziehen, um ihn symbolisch zu verhindern, die Stadt zu ver­lassen. Diese Stiefel werden dann in einen kleinen Holzkäfig gestellt, der an der Vorderseite Namen und Würden des Mandarins enthält, und im südlichen Stadtthore aufgehängt wird!

* Auf die Frage, ob die Erzieher fürstlicher Kinder auch berechtigt seien, an den zukünftigen Suveränen mit der Faust Pädagogik zu treiben, antwortete Bismarck am 17. Oc­tober 1888 bejahend und erzählte dabei folgendes Gefchichtchen: Als die Erzieherin des späteren Kaisers Wilhelm II. sich einmal genöthigt sah, ihrem jugendlichen Zögling eine körper- liche Züchtigung angedeihen zu lassen, sagte sie:Glauben mir königliche Hoheit, daß das, was ich Ihnen thun muß, mir ebenso wehe thut, wie Ihnen."Ach", schrie der kleine Prinz,und thut es Ihnen auf derselben Stelle weh?"

* Die zweite Polarreise beiFram". Mit einem oul Grönland zurückgekrhrten Schiff find Nachrichten von der Swerdrupschen Expedition eingetroffen, denen zufolge derFram" nach fünfwöchiger Reise am 28. Juli die Colonie

Egedesminde al- erste grönländische Station augelaufeu hatte. Auch bei dieser Reise ergab fich wieder, daß derFram" kein gute- Seeschiff ist, denn er schlingerte außerordentlich. Dafür ist derFram" aber um so tüchtiger im Eise, und darauf kommt S bei einer Polar-Expedition in erster Linie an. In der Colonie Egedesminde, so genannt nach dem norwegischen Geistlichen HanS Egede, der hier 1721 die Eskimo- das Ehrtstemhum zu lehren begann, leben außer dem dänischen Verwalter und btffen Frau etwa hundert Grönländer. Letztere veranstalteten aus Anlaß der Ankunft der Expedition ein Tanzvergnügen in einem Gebäude, da- als Schul-, Ball- und LeichenhanS dient, eine Vielseitigkeit, an der dort Niemand Anstoß nimmt. Die Grönländerinnen hatten sich zu Ehren des Tages rein gewaschen und In ihren besten Staat geworfen, in dem fie nach dem Urtheil von Kennern Grönlands, namentlich wenn fie noch jung find, einen schmucken Eindruck machen. Wie sehr die grönländischen Mädchen schon von der Cultur beeinflußt find, zeigt der Um­stand, daß manche von ihnen fich die Stirnhaare nach allen Regeln der Kunst kräuseln. Getanzt wurde Walzer, Polka und Rheinländer, und zwar, wie ein Teilnehmer der Swer­drupschen Expedition schreibt,mit einer Grazie, nm dir manche heimische Balldame die Grönländerin beneiden könnte". Außerdem haben die Grönländer natürlich auch ihre National­tänze wie Snsamet und Madlök, die etwa- an ungarische Volkstänze erinnern sollen. Nachdem die Expedition bet Egedesminde einen Theil der Eskimohunde angenommen hatte, fuhr fie am 29. Juli zur Colonie Godhavu, die auf der DiSko-Jnsel liegt, wo gleichsfalls eine Anzahl Hunde bereit stand, sodaß jetzt im Ganzen etwa achtzig Eskimohunde für die Schlittenreise vorhanden find, die bei dieser Expedition eine besonders wichtige Rolle spielen werden. In Godhavu hatten die ExPeditionStheilnehmer Gelegenheit, einem grön­ländischen Gottesdienst beizuwohnen. Die Kirche besteht dort aus einem 10 Meter langen und 8 Meter breiten Gebäude. Als Altargemälde dient ein in GlaS und Rahmen befindliches Bild, die Himmelfahrt Christi darstellend, darunter steht ein Tisch mit rother Decke und auf diesem eine schwarze Kanne mit vergoldetem Kreuz, ein kleiner Pokal und zwei Leuchter. In der einen Ecke befinden fich Kanzel und ein Harmonium. Der Geistliche predigte natürlich in der Sprache der Eskimos. Auf der DiSko-Jnsel unternahmen einige der wissenschaftlichen Theilnehmer einen Ausflug, der in geologischer Hinficht voa Interesse war, denn man fand in Schieserlagen eine Menge Blätterabdrücke von Pflanzen, die darauf hindeuten, bai Grönland einst ein weit wärmeres Klima als jetzt gehabt hat. Als letzte Station im dänischen Grönland lief die Expedition noch die nördlichste Colonie, Uperniwik, an, von wo aus am 5. August die Weiterreise zur grönländischen Nordwestküste angetreten wurde, an der Swerdrup noch vor Anbruch der Polarnacht eine geeignete UeberwinterungSstelle zu finden hofft. Die dann im Frühjahr beginnenden weiteren Unter­nehmungen werden vermuthlich größtentheils zu Schlitten ausgeführt werden müssen, da eS selbst für ein Schiff wie denFram" zweifelhaft ist, ob eS au der Nordküste vorwärts kommt. Ein großer Theil des Eises des PolarbeckenS wird gegen die Nordküste Grönlands und die westlich daran be- legenen Gebiete gepreßt und erreicht daher, da e» keinen Ablauf findet, eine Mächtigkeit, die in anderen nördlichen Gegenden unbekannt ist. Hier glaubte denn auch NareS seinerzeitewiges Eis" zu finden. Diese Verhältnisse näher zu erforschen, bildet eine der interessantesten Aufgaben der Swerdrupschen Expedition.

Der Thee und feine Namen. Die auf den Theekisten eingebrannten Namen der verschiedenen Sorten chinesischen Thees dürften nach ihrer Bedeutung nur wenig bekannt fein. Diese Namen besagen nun Folgendes: Da haben wir zuerst die feinste Sorte, den Pecco; die Bedeutung dieses Wortes ist weißes Haar, und man versteht darunter die Fäden zarter Blätter. Souchong bedeutet: kleine Plauze, Powchong: ge- fältetes Gewächs, Gongo: Arbeit; letztgenannte Bezeichnung soll die Mühe andeuten, welche die Bereitung der betreffenden Sorte erfordert. Twankay ist eigentlich der Name einer kleinen Flusses, in dessen Bereich die so benannte Sorte ge­kauft wird. Bohea heißt eine Sorte nach dem Gebirge, wo sie gesammelt wird; Hayean endlich bedeutet: vor der Regen­zeit oder blühender Frühling, das heißt zeitig im Frühjahr. Die Bezeichnung Hysanskin ist halb chinesisch, halb englisch; rein englisch ist die Bezeichnung tea-skin (Thechäute) und bedeutet: Ausschuß. Eine Sorte, bei der sich viele Stengel- finden, heißt tea-bones (Theeknochen).

Beim Drill. Hauptmann (zu einem Rekruten, dem an der Uniform ein Knopf fehlt):Mensch, Sie sangen wohl schon an, abzurüsten?"

Wissenschaft, Citeratur nn- sinnst.

Deutscher Soldatenhorf, Jllustrirte Zeitschrift für das deutsche Heer und Volk. Herausgeber: General-Lieutenant z. D. H. v. Below. Preis pro Quartal Mk. 1.80. Verlag von Karl SiegiSmund, Berlin SW., Dessauerstraße 13. 9. Jahrgang, Nr. 36, erschien soeben und enthält: Die Besichtigung. Erzählung von F. v. G. Eine treue Dienerin. Don H. Dehning-Celle. DaS Denkmal Kaiser Wilhelms 1. in Liegnih. (Bldertext.) Bel einem tonkinefischen M-ssionar. Von Ernst Däumig. Uebungen bei der deutschen Cavallerie. (Bildertext.) Spruch. Städter­leben auS den Bergen von M. I. Huber. Noch nicht hasenrein. (Bildnkxt.) An unsere Reservisten. Vaterländische Gedenktage. Vermischtes. Splitter und Funken. Räthsel. Briefkasten. Inserate. Inhalt de« Jahrganges.

Elephanten-Kaffee" 8508

von der Holl. Kaffee-Brennerei H. Di*qu6 & Co. ist an­erkannt die beliebteste Marke und kann bestens empfohlen werden; wegen ihrer Billigkeit, Ergiebigkeit und besonderen Brennart nach I. von LiebigS Vorschrift (leichte Zuckerumhüllung), wodurch daS Aroma gebunden und das schädliche, fettige Ausschwitzen der Bohnen unmöglich ist. Diese Kaffee sind »ur in verschlossenen Packeten z» haben, mit Schutzmarke und Firma verseben und ist damtt jede Garantie geboten für einen reine«, ««verfälschten, gesnrrdeie Kaffee. Verkaufsstellen sind durch Annoncen dieses BlatteS bekannt.